Zugzwang

GeschichteAllgemein / P16
Die Roboter Laputas Lusheeta "Sheeta" Toel Ul Laputa OC (Own Character) Pazu Romuska "Muska" Polo Ul Laputa
29.06.2017
28.12.2017
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29.06.2017 568
 
Von Zugzwang spricht man im Schach, sobald ein Spieler in eine Situation geraten ist, in der er, egal welchen Zug er ausführt, Schachmatt gesetzt wird.

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„Sheeta, ganz ruhig. Hör mir gut zu.“ Seine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern; sie konnte seine Hand auf ihrem Rücken spüren, konnte die tröstenden Berührungen fühlen. „Sag mir die Zauberformel. Wir sprechen sie zusammen. Und jetzt gib mir deine rechte Hand.“ Er öffnete seine linke Hand und sie konnte den blauleuchteten Stein erkennen. Sie schloss ihre Hand um seine. „Ich habe Dora und ihre Bande befreit.“
Sie lächelte tränenüberströmt und vergrub ihr Gesicht in Pazus Hals. Sie wusste, was sie jetzt tun musste. Sie wusste, was SIE jetzt tun mussten.
„Die Zeit ist um.“ Muska lächelte süffisant. „Wie lautet deine Entscheidung?“
Sie konnte hören, wie Pazu seine schwere Waffe wegwarf und wie Muska erstaunt aufstöhnte.
Sie sahen sich gegenseitig an, ihre Herzen schlugen wild. „Bais!“

Das nächste, das Sheeta höre, war wie Muska auflachte.
„Wie erbärmlich.“, er schüttelte ungläubig den Kopf. „Dachtet ihr wirklich, so ein mächtiger Zauberspruch könnte mit nur einem Thronfolger Laputas gesprochen werden? Oh Lucita, du enttäuscht mich.“
Sheetas Augen füllten sich mit Tränen, die sie versuchte runterzuschlucken. Weder sie noch Pazu bewegten sich. Die Zeit war wie eingefroren.  Vielleicht würde er sie vergessen, wenn sie sich nicht bewegen würden. Sie könnten einen Weg finden zu entkommen, wenn er sie beide nur vergessen würde. Leider tat er es nicht. Stattdessen kam er rasant näher, ein diabolisches Grinsen auf seinem Gesicht. Sheeta beäugte sie Waffe, die Pazu weit nach hinten geworfen hatte. Weiter, als dass sie hätte hinrennen können. Ihre Gedanken rasten. Keine Zeit. Muska kam näher. Pazu schob sie nach hinten. Keine Zeit. Keine Chance.
„Bitte!“ Ihre Stimme hätte ruhig sein sollen, formte sich allerdings zu einem lauten Schrei. Sie trat vor Pazu, stellte sich schützend vor ihn. „Verschonen Sie Pazu, ich flehe Sie an! Ich werde alles tun, wenn Sie nur...“
„Was lässt dich glauben, du hättest noch etwas, das ich begehre?“, er hob seine Augenbrauen. „Den Stein kriege ich auch, wenn ich euch beide erschieße.“
Sie schloss die Augen und ließ sich auf die Knie sinken. „Dann flehe ich um Gnade für ihn.“
„Gnade? Du denkst, ich gewähre ihm Gnade, wenn du hier vor mir flehst? Das ist erbärmlich, Lucita. Außerdem schickt es sich nicht für die Prinzessin von Laputa, sich so herabzulassen.“
Sheeta wurde ruhig. Ihre Tränen wurden stumm. „Ich habe nichts mehr, was ich Ihnen anbieten könnte.“ Der Satz wurde so ruhig gesprochen, dass Pazu sich fragte, wie sie so die Fassung behalten konnte.
„Du erkennst deine Machtlosigkeit. Gut.“ Er schien kurz zu überlegen. „Dann habe ich ein Angebot für dich, Lucita. Bleib hier. Herrsche an meiner Seite und dem Jungen wird kein Haar gekrümmt, du hast mein Wort.“
„Sheeta, nein.“, zischte er ihr zu. „Tu das nicht! Du kannst nicht...“
„Habe ich Ihr Wort?“, fragte sie Muska.
„Was?“
„Ihm wird kein Haar gekrümmt, habe ich Ihr Wort?“, fragte sie mit Nachdruck.
Muska lächelte. „Du hast es.“
„Dann sei es so.“
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