Wo Licht ist, ist auch Schatten

GeschichteDrama, Romanze / P16
27.06.2017
15.03.2019
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
Hallo liebe Leute :)
Hier bin ich, pünktlich eine Woche nach dem letzten Upload, mit dem nächsten Kapitel :)
Wie immer danke ich den Reviewern HakiNutzer63, Akkarya12, Atrox und Thanata13 für die Rückmeldungen. ^^
Viel Spaß!

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Kapitel 32: Der Monolith der Tränen

Zwei Tage danach hatte Mileny immer noch ein bisschen Muskelkater vom Fliegen, aber das war nichts im Vergleich zu Diamila. Diese hatte am Tag nach der Feier kaum fliegen können, so sehr schmerzten ihre Flügel. Am zweiten Tag ging zumindest das wieder einigermaßen, und das war auch gut so.
Denn heute würden Diamila und Mileny gemeinsam mit Oromis und Glaedr den Monolith der Tränen besuchen. Mileny war immer noch eifrig dabei, sich durch die erste Chronik der Drachenreiter zu lesen. Dabei hatte sie auch schon gelesen, wie die Elfen im Du Fyrn Scublaka eben jenen Felsen aufgesucht und die Gelege der damals dort nistenden Drachen zerstört hatten. Ihr schauderte es schon bei dem Gedanken daran, diesen Ort heute aufzusuchen.
Sie stand relativ früh auf, denn sie würden schon einige Zeit benötigen, um den Monolith der Tränen zu erreichen. Damit ihnen dann dort noch genügend Zeit blieb und sie am Abend wieder in Ellesméra ankommen würden, musste Mileny sich schon so früh aus dem Bett schälen.
Diamila weckte sie noch nicht gleich, damit diese sich noch ein bisschen ausruhen konnte, während Mileny sich schon wusch und anzog.
Erst dann weckte sie Diamila vorsichtig auf. In der Zeit, in der Mileny möglichst leise etwas aß und sich auch etwas zu essen für den Tag einpackte, jagte Diamila zumindest etwas kleines. Für ihre richtige Mahlzeit würde sie auf dem Flug sorgen.

Mileny trat von der Küche in die Schmiede, wo inzwischen beide ihrer Sättel aufbewahrt wurden. Glücklich strich sie über die aufwendigen Verzierungen ihres Geburtstagsgeschenks, bevor sie den anderen Sattel über ihre Schulter hievte und die Schmiede verließ. Klare, kalte Morgenluft schlug ihr entgegen, die Sonne war noch nicht aufgegangen. Diamila landete gerade wieder sanft auf der Lichtung und blinzelte Mileny noch ein wenig verschlafen entgegen, während aus ihrem Maul noch eine Feder hervorlugte.
Was ist?, fragte Diamila, als sie Milenys Blick bemerkte.
Du... hast da noch was, erwiderte Mileny und deutete auf Diamilas Maul.
Oh. Diamila spuckte die Feder aus und duckte sich, als Mileny ihr den Sattel in die Halskuhle hievte. Sie arbeitete schweigend.
Glaubst du, es wird so schlimm, wie es in dem Buch geschrieben stand?, fragte Diamila leise. Sowohl auf ihr als auch auf ihrer Reiterin lastete das Wissen um das Ziel des heutigen Tages schwer.
Ich weiß es nicht, Mila, sagte Mileny und lehnte sich kurz an den Hals. Ich habe ja nicht direkt Angst davor, das wäre auch ziemlich dumm, aber bedrückend ist es schon. Zu wissen, dass wir beide, währen wir einige Jahrtausende früher geboren worden, verfeindet gewesen wären.
Ich bin sehr froh, dass es nicht so weit gekommen ist, murmelte Diamila und schmiegte sich ebenfalls an ihre Reiterin.

So verweilten sie, bis ein goldener Drache begann, über Rhunöns Haus Kreise zu drehen. Mileny stieg auf und schob ihre Füße in die Riemen, dann stieß Diamila sich ab und schwebte bald auf derselben Höhe wie Glaedr.
Guten Morgen, Ebrithilar, begrüßten Diamila und Glaedr einstimmig ihre Meister.
Guten Morgen, Finiliae, erwiderte Glaedr und auch Oromis begrüßte sie. Dann drehte Glaedr ab und Diamila folgte ihm, während der goldene Drache zielsicher die Richtung zum Monolith der Tränen einschlug.
Spätestens jetzt wachten Diamila und Mileny endgültig auf. Die kalte Morgenluft weckte ihre Lebensgeister, während Milenys Wangen sich zusehens röteten. Sie war sehr froh, ihren warmen Reiseumhang angezogen zu haben.
Mindestens drei Stunden würde der Flug dauern, hatte sie von Oromis erfahren, und das auch nur, wenn sie wirklich hetzen würden. Aber da Diamila sich zwischen durch noch ihre richtige Mahlzeit erjagte und Mileny und Oromis ebenfalls etwas aßen, während Glaedr sich Diamila anschloss, brauchten sie reichlich vier Stunden, bis sie den Monolith der Tränen erreichten.

Schon von weitem war der große Felsen zu sehen, und je näher sie ihm kamen, desto mehr legte sich ein bedrückendes Gefühl auf Milenys Brust. Sie spürte, dass es Diamila auch so ging und streichelte kurz deren Schuppen.
Auch Oromis und Glaedr spürten dies. Sie kannten es schon, schließlich hatten sie diesen Ort schon oft besucht, doch nie konnten sie sich dieses Gefühls ganz erwehren. Oromis warf einen Blick über die Schulter. Mileny und Diamila waren immer stiller geworden, seit der Monolith in ihrem Blickfeld aufgetaucht war. So erging es jedem, der diesen Ort zum ersten Mal aufsuchte – und auch jedem, der ihn eigentlich schon kannte, wofür Oromis und Glaedr das beste Beispiel waren.
Wir brauchen noch etwa eine halbe Stunde, übermittelte er Mileny. Den Monolith kann man immer schon von weitem sehen.
Mileny nickte bloß und gab diese Information an Diamila weiter, die etwas beschleunigte, bis sie etwa gleichauf mit Glaedr flog. Sie näherte sich dem goldenen Drachen immer mehr, je näher sie dem Felsen kamen, bis sie schließlich so nahe an ihm flog, dass seine Flügel sie bei jedem Schlag nur knapp verpassten.

Glaedr bemerkte es, sagte aber nichts. Denn Diamila war immer noch jung, sehr jung, noch nicht mal ein Jahr alt. Und im Moment suchte sie einfach nur Schutz. Glaedr gewährte ihn ihr gerne.
Er bremste ab, als sie den Monolith erreichten, und landete sanft auf der untersten Felsplatte. Sobald er die Flügel zusammengefaltet hatte, landete Diamila neben ihm. Sowohl ihre Reiterin als auch Oromis stiegen ab. Kein Wort wurde gesagt, nur Stille herrschte auf dem Felsen. Nicht einmal Vögel waren zu hören, keine Bäume raschelten im Wind. Als würde selbst die Natur diesen Ort meiden. Mileny trat an die Felskante vor.
Oromis und Glaedr waren still und ließen einfach den Ort auf ihre Schülerinnen wirken. Den Monolith der Tränen. Obwohl es bereits so lange her war, hatte Glaedr das Gefühl, immer noch die Wut und die Trauer der Drachen, deren Nester und Eier zerstört worden waren, in der Luft schmecken zu können.
Glaedr war sich sicher, dass dieser Ort auch noch in Hunderten von Jahren bestehen würde. Viele Elfen hatten den Krieg bereits vergessen, nur einige wenige erinnerten sich noch an den Schrecken. Darunter Rhunön und Gilderien. Die Zwerge hatten sich sowieso herausgehalten, und die Menschen hatten damals noch gar nicht in diesen Landen geweilt. Aber selbst wenn alle Geschichtsbücher zerstört, alle Geschichten aus den Gedächtnissen der Barden gelöscht werden würden, dann würde dieser Ort überdauern – als Mahnmal einer längst vergangenen Zeit.
Diese Gedanke ließ ihn, einen jahrhundertealten Drachen, erschaudern. Und seinen Reiter mit ihm.

Niemand sagte ein Wort, als Glaedr sich abwandte und begann, den Felsen ohne seine Flügel zu benutzen weiter zu erklimmen. Diamila schloss sich ihm an und suchte erneut Glaedrs Schutz. Er wusste, dass Oromis auf Mileny achtgeben würde, sollte sie Schutz suchen. Doch Glaedr war sich ziemlich sicher, dass Mileny nicht die Präsenz seines Reiters benötigte.
Sie mochte keine herausragend begabte Elfe sein, wie er und Oromis schon manche unterrichtet hatten, doch Glaedr wusste, dass sie ein Verständnis für vergangene Zeiten besaß, wie es ihm selten begegnet war. Dass das, was hier passiert war, sie ungemein berührte, sie aber keinen Beistand brauchen würde. Weil sie akzeptierte, dass man es nicht ändern konnte, und weil sie daraus lernen wollte. Das hatte bisher noch keiner ihrer Schüler geschafft. Und dafür bewunderte Glaedr Mileny, auch wenn er es nicht aussprach.
Sie erreichten den Eingang der untersten Bruthöhle. Glaedr hielt an und trat zur Seite, sodass der Eingang für Diamila, Mileny und Oromis frei war. Mileny ging voran, nach einem zögernden Blick zu Glaedr folgte Diamila ihr, aber keineswegs mit der forschen Haltung, die ihr sonst zu eigen war. Oromis blieb bei Glaedr und legte ihm eine Hand an den Hals, während sie ihre Schülerinnen beobachteten.

Sie bewegten sich in der ehemaligen Bruthöhle als wäre sie heilig, sie sahen die Kratzer im Fels, von längst verstorbenen Drachen geschaffen. Aber nicht nur große, sondern auch kleine Kratzer, von Küken. Drachenküken.
Glaedr folgte jeder von Milenys Bewegungen, als sie auf die Knie ging und ein Stückchen Eischale aufhob. Sie starrte die graue Schale an, doch da sie mit dem Rücken zu ihm stand, konnte Glaedr ihren Gesichtsausdruck nicht erkennen.
Diamila indessen hatte ein altes Nest entdeckt, dessen grobe Form aus dem Stein geschaffen worden war, bevor es mit anderen Materialien ausgepolstert wurde. Es war nicht besonders groß. Glaedr glaubte zu wissen, was Diamila bewegte. In das Nest würde sie gerade so reinpassen. Die Drachendame, die hier ihre Eier gelegt hatte, konnte nicht viel älter als Diamila gewesen sein.
Ihre Frage war überdeutlich in ihren Augen zu lesen. Hatte sie hier genistet, als die Elfen die Eier zerstört hatten?

Nach einer Weile verließen sie diese Höhle und gingen zur nächsten, Glaedr wieder vorneweg, gefolgt von Diamila, Mileny und Oromis. Auch diese Höhle inspizierten ihre Schülerinnen gründlich. Genauso wie die nächste. Und die nächste. Und die nächste. Und das alles in vollkommener Stille. Noch immer hielt Mileny die graue Eischale in der Hand.
Mittag war schon längst vorübergegangen, als sie die letzte Bruthöhle verließen und sich wieder an den Abstieg machten. Sie legten auch diesen Weg schweigsam zurück, bis sie wieder auf der untersten Felsplatte, auf der sie auch gelandet waren, ankamen. Glaedr beugte sich etwas herunter, woraufhin Oromis aufstieg. Mileny machte es ihrem Lehrer nach.
Glaedr wollte das Schweigen eigentlich nicht brechen, doch es herrschte im Orden so eine Art ungeschriebenes Gesetz, dass man nichts von diesem Ort entfernen und mitnehmen durfte. Doch Oromis stieß ihn nur kurz an und deutete dann unauffällig nach oben. Erst wusste Glaedr nicht, was sein Reiter meinte, doch als er dann die Augen zusammenkniff, sah er am höchsten Punkt des Berges, einer Stelle, die auch von seinem Standpunkt aus gut zu sehen war, etwas graues glänzen. Glaedr und Diamila hoben ab und verließen den Monolith der Tränen wieder, während das Stückchen graue Eischale im Licht der Herbstsonne glitzerte und glänzte.

~ ~ ~ ~ ~

Lange hatte Mileny kein Wort gesagt. Seitdem sie am Monolith der Tränen angekommen waren, schwiegen sie. Selbst Diamila hatte sich in sich selbst zurückgezogen. Mileny hatte die Blicke Oromis' und Glaedrs bemerkt, aber nicht beachtet. Zu sehr hatte sie die alte Brutstätte in ihren Bann gezogen. Aber Worte waren auch gar nicht nötig gewesen, ja, Worte hätten sogar alles verdorben.
Den gesamten Rückflug hatte sie über diesen Ort nachgedacht, und über das, was sie aus den Büchern wusste. Jetzt waren sie wieder in Ellesméra angekommen, die Sonne war schon längst untergegangen, und selbst mit ihrem warmen Reiseumhang fror Mileny.
Dann brach Oromis zum allerersten Mal seit Stunden das Schweigen. Ich wünsche euch eine gute Nacht, sagte er.
Mileny zuckte kurz zusammen, während Diamila antwortete: Ebenfalls, Ebrithil.
Bevor Oromis die geistige Verbindung lösen konnte, ergriff Mileny das Wort. Was wird nun unsere Aufgabe sein?, fragte sie. Für sie war es ganz natürlich, dass sie zu dem heutigen Ausflug eine Aufgabe bekommen würden.
Aber es war nicht Oromis, der antwortete. Sondern Glaedr. Ihr sollt euch erinnern, wann immer die Zeit dazu reif ist, sagte der alte Drache. Zum ersten Mal seit sie ihn kennengelernt hatte, konnte Mileny Glaedrs Alter wahrhaftig spüren. Er wurde nicht davon erdrückt, aber in seinen Augen und in seinem Geist lag auf einmal so viel Weisheit und so viel Erfahrung, dass Mileny erschauderte.
Gute Nacht, verabschiedete Glaedr sich sanft von Diamila und Mileny, dann drehte er ab und schlug die Richtung zu Oromis' Haus ein.

Kurz sahen sie ihm noch hinterher, dann setzte Diamila zur Landung an und kam fast lautlos auf dem Boden auf. Mileny hörte lautes Hämmern aus der Schmiede und lächelte leise. Natürlich hatte Rhunön noch nicht ihre Arbeit beendet und arbeitete bis in die Dunkelheit hinein. Anders kannte Mileny ihre Tante auch nicht. Als kleines Mädchen hatte es sie anfangs gestört, auch in der Nacht den Hammerschlägen lauschen zu müssen, doch sie hatte sich schnell daran gewöhnt und nun störte sie das überhaupt nicht mehr.
Mit etwas steifen Fingern kämpfte Mileny eine Weile mit den Riemen des Sattels, bis sie sich endlich lösten und Mileny Diamila von dem Sattel befreien konnte. Dankbar drückte Diamila ihrer Reiterin die Schnauze kurz an die Wange.
Gute Nacht, Mily, flüsterte sie.
Mileny kraulte ihre Seelenschwester kurz, dann hievte sie sich den Sattel auf den Rücken und betrat die warme Schmiede.
„Guten Abend, Tante Rhunön“, rief sie über den Lärm des Hammers hinweg. Rhunön tauchte das heiße Metall in einen Wasserbottich und es zischte laut.
„Guten Abend, Grashüpferchen“, erwiderte sie und wischte sich kurz mit der Hand über die schweißige Stirn. Mileny verstaute den Sattel ordentlich auf dem dafür vorgesehen Halter in der Ecke und umarmte ihre Tante.
„Sag mal, ist dir da drin nicht ein bisschen warm?“, fragte Rhunön und warf einen skeptischen Blick auf Milenys dicken Reiseumhang.
„Ich bin in der Kälte da draußen geflogen, Tantchen“, sagte Mileny mit einem Augenverdrehen. Sie stellte sich näher an die heiße Esse. Ihr Finger kribbelten, als sie wieder wärmer wurden.

„Und? Wie war's? Wo warst du überhaupt?“, stellte Rhunön weiter Fragen, während sie sich ein anderes Werkzeug nahm und weiterarbeitete.
„Ich habe es dir doch gestern gesagt“, sagte Mileny erstaunt.
Rhunön verdrehte die Augen. „Ich bin alt, Mileny, ich kann mir nicht mehr alles merken.“
Mileny brach bei den Worten ihrer Tante in lautes Gelächter aus, das sie irgendwie von der Schwermut der letzten Stunden befreite. „Aber mein Vater und Oromis-Ebrithil bekommen es doch auch hin“, kicherte sie. „Ganz zu schweigen von Glaedr-Ebrithil und Umaroth-Elda.“
„Ich glaube, ich enthülle kein Geheimnis, wenn ich sage, das die nicht so ganz normal sind“, schnaubte Rhunön.
Mileny lachte weiter. „Viele würden behaupten, dass das genau andersherum ist.“
„Und was denkst du?“, fragte Rhunön. Schalk blitzte in ihren Augen.
„Ich denke definitiv, dass du nicht so normal bist“, sagte Mileny. „Und ich finde das gut so.“ Rhunön konnte sich nicht wehren, als Mileny sie erneut umarmte und ihr einen Kuss auf die Wange drückte.
„Immer diese Sentimentalität“, brummte sie unwirsch, doch das machte Mileny nichts aus. Sie konnte die Liebe in der Stimme ihrer Tante trotz allem hören.

Wir waren beim Monolith der Tränen“, beantwortete sie schließlich die Frage. „Aber wie es war... Mir fällt kein Wort ein, das das beschreiben könnte.“
Verständnisvoll sah Rhunön ihre Patentochter an. „Das geht jedem so. Du könntest wahrscheinlich sogar Vrael oder Umaroth fragen, und sie könnten dir nicht sagen, wie sie den Monolith der Tränen finden. Das ist eine Frage, auf die es keine Antwort gibt. Zumindest keine, die es in Worte fassen kann.“
Warum erscheinen mir heute alle um mich herum so weise?, fragte Mileny sich selbst, als sie Rhunöns Gesichtsausdruck sah. Rhunön war alt. Sie hatte den Krieg miterlebt, sie hatte gesehen, wie Drachen und Elfen einander abgeschlachtet hatten. Sie – sie hatte zu der Zeit gelebt, in der die Elfen den Monolith der Tränen erst zu einem Ort der Trauer gemacht hatten. Warum hatte Mileny eigentlich nie daran gedacht, ihre Tante nach den Anfängen der Drachenreiter zu fragen? Es gab nur noch wenige lebende Personen, die ihr diese Frage beantworten könnten, und eine davon war ihre Patentante! Manchmal sah Mileny das Naheliegende nicht...
Sie wollte ansetzen und fragen, doch Rhunön schüttelte nur stumm den Kopf. Plötzlich schien die Last der durchlebten Jahrtausende schwer auf ihren Schultern zu liegen.

„Vielleicht macht es mich auch zu einer der Feiglinge, die sich für die Vergangenheit schämen, Mileny“, flüsterte Rhunön und starrte in die Glut. Der Griff um ihr Werkzeug verfestigte sich und ihre Knöchel traten weiß hervor. Mileny hielt den Atem an. Sie glaubte, Rhunöns Augen schimmern zu sehen.
„Aber selbst nach all dieser Zeit kann ich nicht darüber reden“, sagte Rhunön und begegnete Milenys Blick. Tiefe Trauer und Schmerz lagen darin. „Selbst nach all den Jahrtausenden kann ich es nicht.“

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Tjaaaa, wovon redet Rhunön denn hier?

Ankündigung:
Sobald die Geschichte 100 Reviews bzw. 10000 Aufrufe erreicht hat(je nachdem, was als erstes eintritt), lade ich einen Oneshot zu Rhunöns Vergangenheit hoch.
Mal sehen, wann es soweit ist.

Wir lesen uns!
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