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Wo Licht ist, ist auch Schatten

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Glaedr OC (Own Character) Oromis
27.06.2017
24.06.2022
160
471.853
65
Alle Kapitel
947 Reviews
Dieses Kapitel
10 Reviews
 
28.01.2022 2.447
 
Hallo liebe Leser!
Ich möchte mich wie immer zuerst bei alexeragon, Alica Storm, Kolliy, Phoenix, Phantomdrache, Angvard und Yandaske Tampewats für die Rückmeldungen zum letzten Kapitel bedanken.

Jetzt zu meinem zweiten Anliegen: Im Februar startet meine Klausurenphase und ich merke den Stress schon jetzt sehr deutlich. Schon diese Woche hatte ich Probleme, das Kapitel rechtzeitig fertig zu stellen. Es kann also durchaus sein, dass im Februar hier Funktstille herrschen wird, weil ich die Zeit zum Schreiben einfach nicht finde bzw. komplett ausgepowert vom Lernen bin. Ich hoffe, ihr habt dafür Verständnis.

Nun aber viel Spaß beim Lesen!

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Kapitel 147: Keine Geheimnisse mehr

Oromis hatte nicht gedacht, dass er so erleichtert sein würde, alleine in seinem Haus zu sein.
Sieh dich doch mal an, sagte Glaedr amüsiert. Wer hätte gedacht, dass dir das so dermaßen zusetzen würde. Immerhin reden wir hier nur von Milenys Freunden.
Bezeichne sie noch einmal als „nur“…, knurrte Oromis zurück. Den Rest ließ er unausgesprochen.
Natürlich beeindruckte das Glaedr nicht. Ich glaube nicht, dass Mileny weiß, wie sehr du dir Sorgen gemacht hast, dass sie dich nicht mögen könnten.
Zurecht, gab Oromis zurück. Dut und Gala… Die beiden werden eine Weile brauchen.
Dafür hast du Brom und besonders Auralia auf deiner Seite. Und Saphira und Diamila, selbst wenn es nur wegen der Geschichten ist, die sie jetzt erfinden können.
Offensichtlich hatte Glaedr auch diesen Teil mitbekommen. Ein Lächeln zupfte an Oromis’ Mundwinkeln. Zugegebenermaßen, wenn er sich nicht solche Sorgen darum machen würde, wie das Getuschel Mileny treffen könnte, fände er Diamilas und Saphiras Vorhaben auch amüsant.

Ein heller Ton tönte aus seinem Arbeitszimmer, der anzeigte, dass ihn jemand durch die Kommunikationsspiegel erreichen wollte. Oromis hängte seinen Umhang an die Garderobe, zog seine Schuhe aus und betrat sein Arbeitszimmer. Er murmelte die Aktivierungsworte. Einen Wimpernschlag später sah er sich Rhunön gegenüber. Im Gegensatz zu ihm war sie aber ganz und gar nicht überrascht. Oromis hatte gerade noch genug Zeit zu registrieren, dass Rhunön alles andere als glücklich aussah, als sie auch schon loslegte.
Du widerliches Arschloch! Du kannst froh sein, dass ich Mileny versprochen habe, dir nichts zu tun und du kannst verdammt froh sein, dass sie glücklich ist! Nur damit wir uns richtig verstehen, sollte ich den leisesten Hauch einer Ahnung haben, dass sie das nicht mehr ist, dann gilt diese Abmachung nicht mehr und ich werde dafür sorgen, dass man deine Körperteile aus allen Ecken Alagaësias zusammensuchen muss, um sie an einem Ort beerdigen zu können! Und wagst du es, auch nur einen Finger gegen sie zu erheben, wir man von dir nichts mehr finden, was es wert wäre, beerdigt zu werden!“

Im nächsten Moment verschwand Rhunön und Oromis konnte nur noch seinem eigenen Spiegelbild in die Augen sehen. Verwirrt blinzelte er. Es war Glaedrs Lachen, das ihn endgültig zurück in die Gegenwart brachte.
Wie es aussieht, hat Mileny es Rhunön gesagt, gluckste sein Seelenbruder ohne das geringste Mitleid für ihn.
Was du nicht sagst, erwiderte Oromis trocken. Er hatte definitiv keine Angst vor Rhunön, aber sehr großen Respekt. Und Rhunöns Standpauke… Denkst du, das war alles?
Es würde mich überraschen, gab Glaedr zurück. Aber Mileny hat zu deiner ‚Sicherheit‘ eine Abmachung mit ihr getroffen.
Ich weiß nicht, ob mir diese Vorstellung gefällt.
Was, dass Mileny dich ein wenig beschützen will? Als ob du an ihrer Stelle nicht exakt das Gleiche tun würdest.
Da musste Oromis Glaedr leider recht geben.

Denkst du, ich sollte die Standpauken hinter mich bringen und gleich versuchen, meine Schwester zu erreichen?, fragte Oromis. Er ließ sich in seinen Schreibtischstuhl fallen und starrte nachdenklich den Spiegel an.
Wäre das Intelligenteste. Wäre Glaedr ein Mensch, würde er jetzt vermutlich mit den Schultern zucken. Dann hast du es hinter dir und musst dir zumindest darum keine Sorgen mehr machen.
Sag doch einfach: ‚Ja, das solltest du tun‘, grummelte Oromis. Er richtete den Spiegel gerade aus.
Ja, das solltest du tun, ahmte Glaedr ihn spöttisch nach. Ehrlich Oromis, ich werde mich sehr freuen, wenn diese Geheimnistuerei ein Ende hat. Permanent deine Sorgen darüber mithören zu müssen, was passiert, wenn es jemand herausfindet, wie das Mileny treffen wird und so weiter und so fort… Das ist nicht besonders angenehm. Du wirst es sowieso erst wissen, nachdem ihr eure Beziehung öffentlich macht. Also tu mir den Gefallen, sprich mit deiner Schwester, hole dir die Predigt von ihr ab, die dir zusteht, und dann geh schlafen. Wir müssen immer noch einen Eldunarya*-Dieb finden, von Galbatorix ganz zu schweigen.
Damit zog Glaedr sich zurück und ließ Oromis mit seinen wirbelnden Gedanken allein. Er seufzte schwer. Leider – leider – hatte Glaedr einmal wieder recht.

Es dauerte einige Zeit, bis die Fricai Evarínya** auf ihren Spiegel reagierte. Geduldig wartete Oromis ab. Seit er sich mit seiner Schwester einigermaßen versöhnt hatte, hatte er zwar öfter mit ihr gesprochen, aber wirklich nahe standen sie sich nicht. Immerhin hatten sie Jahrhunderte versäumt, in denen sie einfach so getan hatten, als würde der jeweils andere nicht existieren. Das verschwand nicht einfach mit ein paar Entschuldigungen. Es war schon ein riesiger Fortschritt, dass die Fricai Evarínya jetzt überhaupt einen Kommunikationsspiegel besaß. Dagegen hatte sie sich lange Zeit gewehrt, mit der Begründung, sie hätte sowieso niemandem, mit dem sie darüber sprechen könnte und wollte.

„Es ist spät“, sagte die Fricai Evarínya, als sie endlich auf ihren Spiegel reagierte. „Worum geht es?“
„Für dich ist es doch nicht spät“, gab Oromis zurück. „Um diese Zeit stehst du doch erst auf.“
Die Fricai Evarínya zuckte mit den Schultern. „Alles andere würde für mich auch keinen Sinn ergeben. – Also, worum geht es?“
Seine Schwester erinnerte ihn vom Aussehen her immer an ihre Mutter. Die direkte Art aber, oder die Art und Weise, ihren Gegenüber ins Visier zu nehmen, hatte sie von ihrem Vater, egal, wie sehr sie ihn verachtete. Oromis redete sich gerne ein, im Wesen eher nach seiner Mutter zu schlagen. Genauso wenig wie sie wollte er mit Ferlon assoziiert werden.
„Oromis?“ Die Fricai Evarínya wurde ungeduldig. „Kannst du jetzt bitte sagen, was los ist? Ich verschwende hier gerade wertvolles Sternenlicht.“

„Ich wollte dich nur über etwas informieren, bevor du es über irgendwelche Gerüchte erfährst, die möglicherweise zum großen Teil erfunden sind“, sagte Oromis.
Die Fricai Evarínya hob eine Augenbraue und für einen Moment glaubte Oromis, seinem Spiegelbild ins Auge zu sehen. Er verstand plötzlich, warum es Mileny erzürnte, wann immer er das machte.
„Warum sollte ich mich für irgendwelche Gerüchte interessieren?“
„Weil sie mich betreffen werden.“
Die Fricai Evarínya schnaubte spöttisch. „Bruder, du hältst dich für zu wichtig.“
Oromis ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Mileny und mich.“
Seine Schwester erstarrte vollkommen und ließ ihn nicht aus den Augen. „Und werden sie wahr sein?“, fragte sie ruhig.
„Wenn es sich darum dreht, dass Mileny und ich zusammen sind, dann ja“, erwiderte Oromis. „Alles andere an Ausschmückungen wird vermutlich nicht der Wahrheit entsprechen.“
Die Fricai Evarínya antwortete nicht, aber das brauchte sie auch nicht. Der Ausdruck in ihren Augen reichte vollkommen aus, um Oromis alles zu sagen, was er wissen brauchte.
Er ließ es an sich abprallen. Weder sie noch irgendwer sonst besaß das Recht, über Milenys und seine Entscheidungen zu bestimmen. Das bedeutete aber noch lange nicht, dass sie es nicht versuchen würden.

Als ich sie beschützen wollte, sagtest du, das wäre nicht nötig.“ Sie klang vollkommen unberührt, etwas, das automatisch Oromis’ Alarmglocken läuten ließ.
„Erstens hast du damals ohne Milenys Erlaubnis in ihren Geist eingegriffen und ihn verändert und damit das oberste Gebot in ganz Alagaësia verletzt“, korrigierte Oromis sie ernst, „und zweitens traf meine Aussage zu diesem Zeitpunkt auch zu. Du hast sie damals nicht vor mir ‚beschützen‘ müssen, weil ich rein gar nichts von ihr wollte, außer, ihr eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Ich habe in meiner gesamten Zeit als Milenys Lehrer kein einziges Mal etwas in dieser Richtung versucht.“
Gut, das war eine Lüge. Unfreiwillig schoss im die Krönung Angrenosts durch den Kopf und er schüttelte die Erinnerung ab. Was ihn betraf, so hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits seinen Posten als Milenys und Diamilas Lehrmeister aufgegeben, zumindest versuchte er sich das einzureden. Alles andere ließ sich schlicht und einfach nicht mit seinem Gewissen und seinen Grundsätzen vereinbaren. Grundsätze, deretwegen er knappe zweieinhalb Jahre lieber westlich der Grenzflüsse verbracht hatte, als weiterhin in Dorú Areaba in Milenys Nähe zu bleiben.

Die Fricai Evarínya gab kein Zeichen des Verstehens von sich. Sie starrte ihn einfach nur kalt und abschätzend an.
Oromis fragte sich, ob er genauso aussah, wenn er andere ins Visier nahm.
Seine Schwester nickte plötzlich abrupt und unterbrach die Verbindung zwischen den Spiegeln ohne ein weiteres Wort.
Oromis lehnte sich in seinem Stuhl zurück und starrte ins Leere. Er spürte Glaedrs fragende Gedanken, aber der goldene Drache blieb still.
Oromis war sich ziemlich sicher, dass das nicht das letzte Mal gewesen war, das er von seiner Schwester zur Wahl seiner Lebensgefährtin gehört hatte.

~ ~ ~ ~ ~

Oromis wusste – oder hoffte –, dass man ihm äußerlich seine Nervosität nicht ansehen konnte. Er hätte nicht gedacht, dass er tatsächlich so unruhig sein würde. Er hatte sich sogar für ziemlich gut vorbereitet gehalten.
Du kannst davon ausgehen, dass ich heute den ganzen Tag im Innenhof vom Silion*** liegen werde, sagte Glaedr. Davon möchte ich nichts verpassen.
Oromis verdrehte die Augen, als er das Eingangsportal des Silions durchschritt, aber Glaedrs scherzhafter Kommentar hatte seine Wirkung erzielt. Er entspannte sich etwas.
Es freut mich doch immer, wenn ich etwas zu seiner Belustigung beitragen kann.
Heute nicht nur zu meiner, gab Glaedr zurück. Er landete im Innenhof, aber Oromis ging schon zielgerichtet durch die Gänge zum kleinen Versammlungssaal. Wie jeden Morgen, seitdem Golrid und Phethi aus Dorú Areaba geflohen waren.

Oromis betrat den kleinen Versammlungsaal und überflog kurz die Anwesenden. Vrael war natürlich da, genauso wie Aelrie, Junji, Wokurs und Munial. Korinrun und Hinur lieferten sich – mal wieder – eines ihrer Blickduelle. Die Feinschaft zwischen diesen beiden würde vermutlich niemals abklingen. Alanea und Yalanue waren in zwei Spiegeln zu sehen, erstere nickte Oromis grüßend zu, als ihre Blicke sich trafen. Der dritte Spiegel war noch leer, Gregor würde vermutlich bald dazustoßen. Einen Augenblick später erschien der Altvordere auch schon und begrüßte Vrael.
Oromis stellte sich neben ihn. „Weißt du, wo Ithronel ist?“
„Sie kommt sicher gleich“, gab Vrael nur zurück.
Noch immer schien zwischen ihnen eine weite Kluft zu liegen, aber zumindest strahlte Vrael nicht mehr mit jeder Faser seines Körpers seine Ablehnung gegen Oromis aus. Dafür war er schon sehr dankbar.
Als hätte sie das Stichwort gehört, betrat Ithronel den Raum und schloss die Tür hinter sich. Sie grüßte in die Runde und gesellte sich dann zu Oromis. Da der Rest des Rates größtenteils noch mit seinen privaten Gesprächen zu tun hatte, nutzte Ithronel die Gelegenheit und lehnte sich zu Oromis hinüber.

„Und? Hat es was gebracht?“ Ithronel gab sich nicht die Mühe zu flüstern oder ihre Worte sonst irgendwie zu verbergen. Musste sie jetzt ja auch nicht mehr.
„Allerdings“, erwiderte Oromis. „Ich habe deinen Rat befolgt.“ Er spürte Vraels fragenden Blick, aber Ithronel war schneller als er.
„Er hat sich wie ein Idiot verhalten“, erklärte sie Vrael. „Nicht zum ersten Mal, übrigens.“
Oromis bemerkte, wie der Rest des Rats langsam seine Gespräche einstellte und Ithronel lauschte. Er unterdrückte ein Seufzen.
Dann hast du es hinter dir, sagte Glaedr amüsiert.
Oromis wünschte sich plötzlich an einen anderen Ort, aber natürlich wurde das nichts. Schnell brachte er sich wieder unter Kontrolle.

„Nicht zum ersten Mal?“, wiederholte Vrael. Es schien ihm egal zu sein, dass inzwischen der komplette Rat zuhörte. „Soweit ich es in Erinnerung habe, habe ich dir gesagt, was passieren würde, wenn-“
„Glaub mir, das habe ich auch nicht vergessen“, fiel Oromis ihm ins Wort.
Sogar Hinur und Korinrun hatten ihr Blickduell unterbrochen.
„Darf man fragen, worum es geht?“, wollte Junji wissen.
Aelrie neben ihm zog scharf die Luft ein, als sie zu begreifen schien, was los war, und lehnte sich zurück, um das Spektakel zu beobachten.
„Ja Oromis, erzähl uns doch, worum es geht“, sagte Ithronel. Sie setzte sich hin und blickte erwartungsvoll zu ihm auf.
Dass es so schnell geht, hatte ich irgendwie nicht geplant.
So etwas läuft nie nach Plan, das solltest du doch inzwischen wissen, erwiderte Glaedr.

„Seit wann interessiert euch mein Privatleben so sehr?“, fragte Oromis in die Runde. Er setzte sich ebenfalls und alle anderen, die noch standen, folgten seinem Beispiel.
Aelrie schnaubte. „Oh bitte, versuch doch nicht so zu tun, als befänden sich nicht gerade einige der größten Klatschbasen in einem Raum.“
Sie hatte recht, allerdings war es für sie sehr ungewöhnlich, derartige Worte zu wählen.
„Wir könnten einmal andere Neuigkeiten vertragen, bevor wir uns weiterhin mit unserer bisher fruchtlosen Jagd befassen“, sagte Alanea.
Oromis richtete die Augen gen Himmel und fragte sich, womit er das verdient hatte. Er seufzte. „Ich nehme an, dass Ithronel-“ Er warf ihr einen durchdringenden Seitenblick zu. „-auf meine Gefährtin anspielt.“
Damit schaffte er es tatsächlich, die Altvorderen zu verblüffen. Abgesehen von Aelrie, Ithronel und Vrael natürlich.
„Wem darf man denn gratulieren?“, fragte Junji. Er schaffte es nicht wirklich, seine Neugier zu verbergen.
Vrael neben ihm schnaubte spöttisch. Oromis brauchte nicht in den Geist seines Freundes zu sehen um zu wissen, dass er den Ausdruck ‚Gratulation‘ eher nicht verwenden würde. „Ja, Oromis, wem darf man denn gratulieren?“, sagte er mit einem beißenden Unterton.
Oromis hätte nicht gedacht, dass sich selbst Vrael auf dieses Niveau herablassen würde. Allerdings – durfte er ihn vermutlich nicht zu streng beurteilen.

„Mileny“, sagte er einfach.
Totenstille. Yalanue, Korinrun und Wokurs fielen fast die Augen auf dem Kopf. Gregors Kinnlade klappte nach unten. Bei Munial, Hinur und Alanea schien die Information noch nicht angekommen zu sein. Und Junji schien zu realisieren, worum sich der Streit gedreht hatte, zu dem Mileny durch Ithronel mehr oder weniger beordert worden war, und warum er selbst Vrael für ein paar Tage begleitet und Oromis seine Abteilung für kurze Zeit übernommen hatte.
Nur damit das klar ist, murmelte Glaedr, du solltest dir diesen Moment sehr gut einprägen und dir nichts entgehen lassen, damit du davon dann ein Fairith**** erstellen kannst.
„Mileny wie in "Primor Argetlam***** Vraels Tochter Mileny"?“, hakte Yalanue ungläubig nach.
„Leider“, sagte Vrael eisig.
Sein Tonfall schien die anderen Ratsmitglieder aus ihrer Starre zu reißen so ziemlich jeder öffnete schon den Mund, um seine Meinung kund zu tun, als die Tür zum Versammlungssaal aufflog und eine junge Frau keuchend ausrief: „Phethi hat einen wilden Drachen getötet und dessen Eldunarí gestohlen.“
Sämtliche Ratsmitglieder wirbelten zu ihr herum.
Nun, dachte Oromis, während er aufsprang, manchmal kommen Unterbrechungen doch im rechten Augenblick.

- - - - - - -

* Eldunarí (Pl.: Elduanrya)= Seelenstein, Herz der Herzen
** Fricai Evarínya= Freundin der Sterne
*** Silion= Ratsgebäude
**** Fairith= Wunschbild
***** Primor Argetlam= Anführer der Drachenreiter
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