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Wo Licht ist, ist auch Schatten

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Glaedr OC (Own Character) Oromis
27.06.2017
24.06.2022
160
471.853
65
Alle Kapitel
947 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
02.01.2022 2.489
 
Hallo liebe Leser!
Ich weiß, es ist nicht Freitag. Ich muss zugeben, dass ich es am Freitag schlicht und einfach vergessen habe, das Kapitel hochzuladen, genauso wie gestern. Erst heute ist es mir wieder eingefallen. (Das Kapitel ist übrigens seit Donnerstag fertig.)
Ich bedanke mich bei Kolliy, HakiNutzer63, alexeragon, Angvard, Ijasain of Zigoola, Yandaske Tampewats und Phantomdrache. Ich hoffe, ihr habt Weihnachten und Silvester gut überstanden und seid gut ins neue Jahr gerutscht!

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Kapitel 143: Einsehen

Die Suche nach Golrid und Phethi erinnerte unangenehm an die Suche nach Galbatorix. Sie konnten sie einfach nicht finden. Nichts schien zu fruchten. Hatten sie eine Spur entdeckt, endete diese nach kurzer Zeit in einer Sackgasse. Obwohl der Rat versuchte, so optimistisch wie möglich zu wirken, breitete sich doch schon nach kurzer Zeit Frustration unter den Mitgliedern des Ordens aus, als die Ergebnisse ausblieben. Selbst trotz der Unterstützung durch die wilden Drachen blieben Golrid und Phethi wie vom Erdboden verschluckt.

Abgesehen von diesen großen Problemen hatte Mileny noch immer mit ihren ganz persönlichen zu kämpfen – besser gesagt, sie musste sich mit dem Problem zwischen Oromis und ihrem Vater auseinandersetzen. Sie hatte Auralia und Arthur um Rat gefragt, aber die beiden hatten genauso wenig einen Geistesblitz gehabt wie Mileny selbst. Letztlich war es Brom gewesen, der vorgeschlagen hatte, einfach noch einmal mit Vrael zu reden. Immerhin würde es für diese Situation nun wirklich keinen Trick geben, um sie zu entschärfen. Und Brom hatte natürlich recht – eigentlich müsste Vrael Milenys Entscheidung akzeptieren. Eigentlich.
Mileny hatte also Broms Ratschlag befolgt und ihren Vater darum gebeten, mal wieder gemeinsam zu Abend zu essen. Das war etwas, dass sie in letzter Zeit sowohl durch den Stress, der durch Golrid und Phethi entstanden war, als auch Vraels Abneigung gegen Mileny und Oromis, immer hintenan gestellt worden war. Eine Woche, nachdem Mileny und Dut Formora befragt hatten, schafften sie es endlich, genug Zeit zu finden.

Zu sagen, das Mahl wäre am Anfang steif und unangenehm gewesen, wäre noch eine Untertreibung. Sie schwiegen sich die erste halbe Stunde praktisch nur an, durchbrochen von einigen Höflichkeitsfragen Vraels, während Mileny nur ihr Essen auf ihrem Teller hin und her schob. Natürlich war Oromis nicht da. Seine Anwesenheit hätte die ganze Situation nur verschlimmert, das war Mileny klar, und doch vermisste sie seine Präsenz. Er war bisher immer dabei gewesen.
Schließlich riss Mileny sich zusammen. Es musste sich etwas ändern, auch wenn es ihr noch so unangenehm war. Sie legte ihr Besteck beiseite und blickte ihren Vater direkt an.
Vrael begegnete ihrem Blick nicht, er starrte stattdessen auf seinen Teller.

„Kannst du mich immer noch nicht normal ansehen?“, fragte Mileny.
Abrupt hielt Vrael inne. Ohne aufzusehen nahm er dann einen Bissen. „Das wird sich so schnell auch nicht ändern.“ Seine Missbilligung schwang in jeder Silbe mit.
Mileny musste sich zusammenreißen, damit ihr kein unbedachter Kommentar entfloh. „Und wie lange planst du das noch fortzuführen?“ Sie konnte sehen, wie sich Vraels Knöchel weiß verfärbten, als er sein Messer fester umfasste.
„Das werden wir wohl sehen.“ Und ungerührt aß er weiter.

Mileny war jetzt endgültig der Appetit vergangen. Nicht, dass sie zu Beginn wirklich Hunger gehabt hätte. Dazu war der Knoten in ihrem Magen viel zu groß.
„Es war nie meine Intention, einen Keil zwischen dich und Oromis zu treiben“, sagte sie schließlich leise.
Vrael hielt inne.
„Mir war natürlich klar, dass es nicht besonders einfach sein würde“, fuhr sie lauter fort. „Aber ich hatte eigentlich gehofft, dass ihr beide immer noch so miteinander klarkommen würdet, dass ihr weder euch noch andere gefährdet.“
Vrael stutzte und begegnete zum ersten Mal an diesem Abend bewusst ihrem Blick. „Gefährden? Wovon sprichst du?“
„Ich weiß von Golrids Hausdurchsuchung. Wie Oromis dich fast angegriffen hätte, weil er nicht gewusst hat, dass du es warst, der plötzlich hinter ihm aufgetaucht ist.“
Vrael verdrehte unwirsch die Augen. „Diese Darstellung ist vollkommen übertrieben. Ich befand mich zu keinem Zeitpunkt und Gefahr. Genauso wenig wie Oromis.“ Den Namen sprach er mit deutlicher Kälte aus.
Mileny unterdrückte den Drang, ebenfalls die Augen zu verdrehen, und flehte Eragon um Geduld und Nerven an. „Dieses Mal vielleicht nicht, aber was ist mit nächstem Mal?“, fragte sie betont ruhig. „Dann geht es vielleicht nicht nur um eure Sicherheit – die mir übrigens auch ziemlich wichtig ist – sondern auch um die von anderen. Was ist, wenn eurer Fehde wegen andere in Gefahr geraten?“
Darauf wusste Vrael keine Antwort.

Mileny seufzte. „Mir ist klar, dass du Oromis nicht jeden Morgen freudestrahlend in die Arme schließen wirst, aber vielleicht könntest du dir etwas mehr Mühe geben. Ich hasse es, dich ihm gegenüber so feindselig zu sehen, obwohl ihr euch so nahe standet.“
„Ich werde ihm niemals verzeihen“, zischte Vrael förmlich, „dass er dich angerührt hat. Meine eigene Tochter.“
Milenys Geduldsfaden riss endgültig. „Ist das alles, was ich bin? Deine Tochter? Ich glaube nicht. Ich gehöre mir selbst. Ich bin inzwischen sowohl erwachsen als auch mündig. Ich besitze ein Recht auf meine eigenen Gefühle, Gedanken und Entscheidungen, ein Recht, dass du ganz sicher nicht hast. – Ich existiere nicht nur im Bezug zu dir, egal, was du und leider auch ziemlich viele andere Leute denken. Oromis hat ganz sicher nichts mit mir angefangen, um dich zu verletzen, das war eher ein Argument dagegen. Und das würdest du auch merken, wenn du mir einfach einmal zuhören würdest, anstatt jedes Gespräch in die Richtung abzublocken und verdrehen!“
Mileny nahm einen Schluck aus ihrem Glas und fuhr ruhiger fort: „Es dreht sich hierbei nicht um dich, das hat es niemals getan. Und eigentlich sollte ich dich auch nicht bitten müssen, Oromis und mir irgendetwas zu verzeihen, denn wir haben nichts falsch gemacht. Damit ich es dir aber vielleicht etwas erleichtere: Ich habe dir sehr, sehr viele Dinge vergeben, die einige dir noch länger vorgehalten hätten. Du könntest im Gegenzug zumindest versuchen, wieder zur Normalität zurückzukehren.“

Vrael schwieg und starrte sie nur an. Mileny konnte Überraschung in seinem Blick lesen, aber vor allem Widerwillen und einen Anflug von Schuld.
So richtig scheint er es noch nicht verstanden zu haben, murmelte Diamila, die das Ganze stumm beobachtet hatte.
Mehr kann ich nicht tun, gab Mileny zurück. Sie schob ihren Stuhl zurück und stand auf. Vielleicht habe ich zumindest den Grundstein gelegt. Alles andere liegt bei ihm. Und das nächste Gespräch kann dann gefälligst Oromis mit ihm führen. Ich bin hier fertig.
„Gute Nacht, Vater“, verabschiedete Mileny sich von Vrael. Sie marschierte einfach aus dem Zimmer.
Vrael hielt sie nicht auf.

~ ~ ~ ~ ~

„Die neue Besetzung für die Patrouillen ist wieder auf dem Weg“, sagte Wokurs. Er händigte ihnen die Namen aus. „Mehr als ein paar Beschwerden, aber ich habe sie zur Ordnung gerufen. Trotzdem, die Gespanne werden langsam nervös. Noch immer kein Zeichen von Golrid und Phethi und auch nicht von den Eldunarya.“
„Wir können nicht erwarten, dass irgendjemand momentan überhaupt zufrieden ist“, bemerkte Ithronel. „Es würde mich wundern, wenn sich mal niemand beschwert. Und immerhin haben sie recht.“
Natürlich hatten sie das, das wollte nur niemand gerne hören.
„Langsam glauben uns auch die Fürsten nicht mehr so richtig, dass die wilden Drachen nur nach neuen Brutplätzen suchen“, warf Junji ein. „Immerhin haben sich um die Zeit noch nie so viele Drachen in Bewegung gesetzt. Die Elfen halten sich einigermaßen zurück, dazu respektieren sie die Drachen zu sehr, aber die Zwerge sind… hartnäckig. Und auch König Angrenost ist nicht gerade glücklich.“
„Wer hätte das gedacht“, sagte Aelrie trocken.

Oromis reagierte gar nicht auf Aelries Kommentar. Leider hatte sich Belgabad nicht überreden lassen, die wilden Drachen anzuweisen, sich etwas unauffälliger zu verhalten. Irgendwie konnte Oromis schon verstehen, dass Belgabad es nicht einsah, ihnen entgegen zu kommen, wenn offensichtlich Ordensmitglieder für den Diebstahl der Eldunarya verantwortlich waren, aber gleichzeitig bereitete ihnen die Sturheit des Königs der wilden Drachen ganz schöne Probleme. Jetzt musste der Orden sich nämlich Erklärungen ausdenken, die es schlicht und einfach nicht gab. Schließlich wussten nur die Drachen und der Orden überhaupt von der Existenz der Eldunarya, ganz davon abgesehen, dass dem Rat bestimmt nicht einfallen würde, den Rest von Alagaësia in Kenntnis darüber zu setzen, dass sie von ihren eigenen Mitgliedern bestohlen wurden.

Er warf einen Seitenblick zu Vrael, der nachdenklich auf den Tisch starrte und schließlich seufzte.
„Ich werde also noch einmal mit Belgabad reden“, meinte Vrael. „Vielleicht ist er dieses Mal entgegenkommender.“
Das bezweifelte Oromis zwar ganz stark, aber man konnte es ja noch einmal probieren.
Vrael drehte sich um und schritt als Erster zur Tür, der Rest folgte ihm langsam. Damit war ihre morgendliche Antrittsbesprechung aufgelöst. Oromis ging schon im Kopf die Liste an Dingen durch, die er jetzt gleich erledigen konnte, schließlich würde vermutlich wieder Junji Vrael begleiten.

„Oromis, kommst du?“, rief Vrael plötzlich über seine Schulter zurück.
Wie vom Blitz getroffen starrte Oromis Vrael an. Was…? Er warf Ithronel einen Blick zu, die aber nur mit den Schultern zuckte, dann Aelrie.
Aelrie formte ein lautloses „Mileny“ mit dem Mund und Oromis’ Augenbrauen kletterten die Höhe. Wie hatte Mileny es denn hinbekommen, ihrem Dickschädel von Vater ein wenig Vernunft einzureden?
„Heute noch?“, fragte Vrael trocken. Er hatte sich endgültig umgedreht und sah Oromis nun an.
„Natürlich“, beeilte Oromis sich zu sagen. Mit schnellen Schritten schloss er mit Vrael auf. Hinter sich konnte er einige Altvordere sogar aufatmen hören und er glaubte, ein erleichtertes „Endlich“ von Ithronel wahrnehmen zu können.
Oromis tat sein Bestes, das Lächeln auf seinem Gesicht so minimal wie möglich zu halten, als er gemeinsam mit Vrael zu Umaroth und Glaedr ging, die schon im Innenhof auf sie warteten.

Ich glaube, es ist bei ihm angekommen, sagte Glaedr mit einem sanften Stupser.
Ich möchte wirklich wissen, was Mileny gemacht hat, erwiderte Oromis. Er hievte den Sattel in Glaedrs Halskuhle und schloss die Riemen.
Umaroth meinte, sie hat Vrael nur noch einmal ins Gewissen geredet.
Und das hat gereicht?
Es hätte von Anfang an reichen sollen, gab Glaedr zurück.
Das ist mir klar, aber…. Wir reden hier von Vrael.
Ich weiß. Vielleicht solltest du nicht zu viel darüber nachdenken, sondern dich einfach darüber freuen.
Oromis warf einen vorsichtigen Blick auf Vrael, der schon am Aufsteigen war. Schnell beeilte er sich hinterher zu kommen. Das tue ich. Er zurrte seine Beinriemen fest und begegnete Vraels Blick. Mit einem Nicken bedeutete er ihm, dass er fertig war. Das tue ich wirklich.

~ ~ ~ ~ ~

Zum hundertsten Male versicherte Golrid sich, dass niemanden ihnen folgte.
Entspann dich, da ist niemand, sagte Phethi genervt. Wir haben schon seit Tagen niemanden mehr gesehen, der uns gefährlich hätte werden können.
Ob du’s glaubst oder nicht, ich überprüfe das so lange, bis wir tatsächlich unbeschadet bei Meister Galbatorix angekommen sind, erwiderte Golrid. Er würde sich garantiert nicht von Phethis Gebaren aus der Ruhe bringen lassen. Es war eindeutig intelligenter, sich immer wieder zu versichern, anstatt dann später einem ziemlich großen Problem gegenüberzustehen. Und Probleme hatten sie nun wirklich schon ausreichend. Gerade jetzt, wo sie schon so nahe an Galbatorix’ Versteck waren, durften sie ihre Deckung nicht fallen lassen.
Siehst du, wir sind da und niemand hat uns verfolgt, sagte Phethi selbstzufrieden. Sie schwebten über dem Landeplatz vor Galbatorix’ Höhlenversteck.
Golrid sah sich ein letztes Mal um, dann wich die Spannung aus seinem Körper. Erschöpft fuhr er sich mit einer Hand über das Gesicht. Ich schätze mal du hattest die ganze Zeit recht.
Habe ich das nicht immer? Phethi setzte zum Landen an.

Das Brüllen hinter ihnen erschreckte Golrid dermaßen, dass er nur dank der Beinriemen nicht von Phethis Rücken fiel.
Phethi…, sagte er fassungslos.
Phethi reagierte schon. Mit kräftigen Flügelschlägen änderte sie ihre Richtung und schoss wieder gen Himmel.
Wie war das mit ‚niemand hat uns verfolgt‘?, rief Golrid angespannt.
Wie hat der dir nur entgehen können?, fauchte Phethi zurück. Sie machte eine scharfe Kehrtwende und fand sich Auge in Auge mit einem Drachen wieder.
Sie knurrte. Den kenne ich doch.
Woher?, fragte Golrid unruhig. Der Blick des fremden Drachen sagte deutlich, dass er ihn als Vorspeise in Betracht zog. Das ist ein Wilder.
Ja, knurrte Phethi. Einer meiner Halbbrüder.
Der Drache riss das Maul auf und spie einen Flammenstrahl in ihre Richtung. Noch nie war Golrid so dankbar für Phethis Reflexe gewesen.
Also kein freundliches Familienwiedersehen.
Natürlich nicht, du Idiot, fauchte Phethi. Er hält Reiterdrachen für schwach und dumm. Er hat schon versucht, mich zu unterwerfen. Nicht, dass er das je geschafft hätte. Sie brüllte wütend und entfesselte ihrerseits einen Feuersturm.

Golrid biss die Zähne zusammen. Mit aller Kraft klammerte er sich an Phethis Sattel und duckte sich so nahe wie möglich an ihren Hals. Als Mensch in diesem Kampf in der Luft war er absolut nutzlos und behinderte Phethi eher, als dass er irgendetwas sinnvolles beitrug. Seinetwegen wurde sie in die Defensive gedrängt.
Versuch mal näher an den Boden zu kommen, dann kann ich abspringen.
Einen Moment, gab Phathi angestrengt zurück. Sie täuschte nach oben an, tauchte dann aber unter dem wilden Drachen hinweg und versuchte, ihn mit ihrem Schwanz am Bauch zu erwischen. Der wilde Drachen änderte abrupt die Richtung, sodass Phethi ihn verfehlte.
Golrid löste seine Beinriemen. Fast wäre er noch unfreiwillig abgestiegen, als Phethi zum scharfen Abwenden gezwungen wurde.
Jetzt, rief Phethi, als der wilde Drache gerade weit genug entfernt war.
Golrid sprang. Und bereute es fast augenblicklich. Der wilde Drache hatte kommen sehen, was Phethi und Golrid geplant hatten, und er hatte darauf gewartet. Jetzt wendete er blitzschnell und schoss auf Golrid zu, dass Phethi keine Möglichkeit hatte, ihn aufzuhalten.
Golrid hatte nicht einmal mehr Zeit, nach seinem Schwert zu greifen, da sah er schon das Maul des wilden Drachen vor sich.
Und es schnappte ins Leere, weil Golrid plötzlich mit einem Ruck nach unten gezogen wurde. Schmerzhaft schlug er auf dem Boden auf, zwang sich aber gleich wieder auf die Beine, bereit zur Verteidigung. Zum Glück hatte er sich nichts gebrochen.

Jemand trat neben ihn. Golrid würde ihn inzwischen überall erkennen, diese Präsenz war unverwechselbar. Er schluckte.
„Seid gegrüßt, Meister Galbatorix“, sagte er mit gesenkten Kopf.
Galbatorix bedachte ihn nur mit einem Nicken.
„Danke für die Rettung“, fügte Golrid vorsichtig hinzu. Er umfasst den Griff seines Schwertes fester. Sein Herz raste nicht nur wegen des Kampfes. Er wollte sich gar nicht ausmalen, wie Galbatorix sie nun bestrafen würde. Sie waren im Orden aufgeflogen und hatten einen wilden Drachen direkt vor Galbatorix’ Haustür geleitet, ohne es zu bemerken.
Galbatorix beachtete ihn gar nicht. Sein Blick klebte an dem wilden Drachen und Phethi, deren Kampf er mit seiner bloßen Anwesenheit unterbrochen hatte.
Der wilde Drache betrachtete ihn mit geblähten Nüstern. Immer wieder schnellte seine Zunge hervor, um die Luft zu kosten. Etwas blitzte in der Tiefe seiner Augen auf, als er Galbatorix erkannte und herausfordernd brüllte.

Galbatorix ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Er blickte Phethi an.
„Töte ihn.“ Da war kein Zögern in seiner Stimme, kein Überlegen.
Golrid hielt den Atem an. Phethi suchte den Blick des wilden Drachens, fletschte die Zähne und knurrte. Und dann stürzte sie sich auf ihren Halbbruder.
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