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Marienkäfertanz

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAllgemein / P6 / Gen
25.06.2017
25.06.2017
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25.06.2017 627
 
Diese Geschichte habe ich vor langer Zeit geschrieben. Ein wenig Fantasie hat noch keinem geschadet, oder was sagt ihr? Hinterlasst mir doch ein Review...




Wer kennt sie nicht? Die kleinen roten Käfer mit den schwarzen Punkten. Die Marienkäfer.
Doch warum gibt es sie überhaupt, die Marienkäfer? Bei den Zwergen die in den Bergen wohnen, gibt es dazu ein Märchen.
Kori, einer der ältesten Zwerge dieses Volkes hat mir diese Märchen erzählt, als ich gerade so alt war wie Du. Und nun möchte ich es dir erzählen. . .

Vor tausenden von Jahren, als die Erde erschaffen wurde, überlegten die verantwortlichen Herrscher, wie sie die Blumen zum Blühen bringen könnten.
Jeder hatte eine andere Idee.
„Viel Sonne“ rief der Herr der Sonne.
„Viel Regen“ rief der Herr des Wassers.
„Viel Wind“ rief der Herr der Winde.
Doch alles passte nicht genau.
„Lasst uns ein Tier erfinden, dass die Blüten öffnet!“ Die Idee des Herrschers der Tierwelt gefiel allen. Doch wieder einmal fingen sie an zu streiten.
„Ein Tier aus Licht“ rief der Herr der Sonne.
„Ein Tier aus Wasser“ rief der Herr des Wassers.
„Ein Tier aus Wind“ rief der Herr der Winde.
Der Herr der Farben jedoch, hielt sich aus dem Streit raus. Er ging beiseite und überlegte.
Der Herrscher der Tierwelt hatte viele schöne und auch bunte Tiere geschaffen: Vögel, Löwen, Giraffen, Hunde, Katzen . . . alles Mögliche was auf der Erde lebt.
Der Herr des Wassers hatte viele schöne und auch gefährliche Wasserwelten erschaffen: den Regen, Ozeane, Meere, Flüsse, Teiche . . . so viele schöne Gewässer. Doch ein Tier aus Wasser? Nein, fand der Herr der Farben.
Und auch der Herr der Winde hatte viele tolle Sachen auf die Erde geschickt: Einen leichten Wind, um Gräser zu bewegen und Drachen steigen zu lassen, einen starken Wind um Bäume umzureißen. Und Orkane, die vieles zerstören konnten. Das war von Nutzen, denn wenn irgendwo auf der Erde zu viel war, dann, ja dann wurde ein Orkan losgeschickt, um etwas davon mitzunehmen.
Doch der Herr der Farben fand, das war so alles nicht das Richtige.
Ein Tier sollte es schon sein, aber es musste ein besonderes sein. Ein buntes Tier, denn es sollte ja die Pflanzen zum Blühen bringen. Aber auch ein Tier, was den Wind brauchte und nutzte. Ein Tier, das im Licht zu glänzen scheint.

„Ich hab's“, rief der Herr der Farben plötzlich aus und lief schnell zu den anderen Herrschern zurück.
„Hört mir zu!“ Mit diesen Worten kletterte der Herr der Farben auf einen Stein. „Lasst uns ein Tier schaffen. Ein Tier, so bunt wie die Blüten die es öffnen soll, im Wind gefangen, der es über die Erde trägt, im Licht hell scheinend.“
„Und was ist mit dem Wasser?“ rief der Herr des Wassers verärgert aus.
„Nun...,“ der Herr der Farben war unschlüssig. „Nun, es soll morgens Wasser über die Pflanzen bringen. Den Tau. Und durch den Tau, den das Tier bringt, entfalten die Pflanzen ihre Blüten.“

Alle waren einverstanden. Doch keiner wusste genau, wie dieses Tier aussehen sollte.
„Es muss groß und prächtig sein!“ fand der Herr der Sonne.
„Und dann all die kleinen Pflanzen zerstören, die es nicht sieht?“ fragte der Herr der Winde.
„Nein, nein, es muss klein und wendig sein“, sprach der Herr der Farben.

Tagelang überlegten die Herrscher. Und bald, bald fanden sie ein Tier, das allen gefiel. Es war bunt, es flog auf den Flügeln des Windes. Dieses Tier wurde von nun an damit beauftragt, den Tau über alle Blumen der Erde zu bringen, damit diese Blüten.

Ihr könnt sicher erraten, welches Tier die Herrscher sich auswählten. Es war der Marienkäfer.
Und seit diesem Tage tanzt der Marienkäfer Jahr für Jahr über die Erde. Mit seinem stillen Tanz bringt er den Tau zu den Blumen und die Blumen damit zum Blühen.
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