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Rath auf Abwegen

GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Armon Ja-Kal Nefertina OC (Own Character) Rath
25.06.2017
01.07.2017
2
2.223
 
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01.07.2017 1.156
 
In der Zwischenzeit gar nicht so weit entfernt von den beiden wurde auch Jasmin von ein paar ihrer Freunde gesucht.

"Sag mal woher sollen wir jetzt wissen, wo sich Jasmin genau aufhält.", fragte Chris, Marcel der Zielsicher auf eine Gruppe Obdachloser zusteuerte..

"Als ich sie das letzte Mal anrief, meinte sie, sie würde so irgendwie durchkommen. Und da wir wissen, dass sie ohne irgendwas nach San Francisco kam, müssen wir davon ausgehen, dass sie hier irgendwo sein muss." sagte er und fragte die Gruppe mit der Hilfe eines aktuellen Fotos von ihr, ob sie, sie schon einmal gesehen hätten.

Christian und Armin blieben ein wenig Abseits stehen und schüttelten mit dem Kopf. "Also er ist wirklich entschlossen sie zu finden.", sagte Armin. "Ich hoffe nur, dass das alles auch Sinn macht und wir sie wirklich finden werden." stimmte Chris ihm zu, als Marcel mit einem Lächeln im Gesicht auf die beiden zukam.

"Ich habe gute Neuigkeiten.", sagte er und erklärte den beiden was er von den Obdachlosen erfahren hatte.

In der Zwischenzeit waren Jasmin und Ace in ihrem Unterschlupf angekommen.

"Also hier lebst du?", fragte er.

"Ja aber nicht mehr lange denn in ein paar Tagen wird das Ding hier abgerissen...", sagte sie, während sie ihren leeren Stoffbeutel in die Ecke schmiss und sich auf einer der Matratzen setzte die in dem ansonsten leeren Raum lagen.

Ace setzte sich neben sie auf eine andere Matratze. "Und wie bist du nun hierher gekommen?", fragte er erneut nach.

Sie lachte. "Okay das war so..." fing sie an, als es plötzlich an der Tür klopfte.

"Jasmin bist du da?", rief Marcel.

Ungläubig erhob sie sich und ging langsam zur Tür. "Marcel? Bist du das?" fragte sie verwundert nach.

"Ja ich bin es! Chris und Armin sind auch hier!"

Sie öffnete die Tür. "Was zum Teufel macht ihr denn hier? Und wie habt ihr mich überhaupt gefunden?!" fragte sie sichtlich überrascht, als die drei an ihr vorbei in die Wohnung gingen.

"Naja wir haben uns umgehört und so haben wir halt erfahren, dass du dich hier des Öfteren aufhältst.", sagte Armin.

"Und was wollt ihr von mir das ihr San Francisco nach mir absucht?"

"Wir wollen nicht das du hier auf der Straße lebst, Jasmin!", sagte Chris energisch. "Du weißt genau, dass wir dich jederzeit bei uns aufnehmen würden."

"Und ihr wisst genau, dass ich es so gewollt habe. Und so schlecht geht es mir jetzt nicht." seufzte sie.

Ace schaute die Freunde nur verwirrt an, weil er scheinbar der Einzige im Raum war, der keinerlei Ahnung hatte, was hier überhaupt vor sich ging, da Jasmin ja auch immer noch nicht dazu kam ihm ihre Geschichte zu erzählen.

Jasmin bemerkte seinen Blick und setzte sich wieder zu ihm. "Wenn ich vorstellen darf. Das ist Ace." stellte sie ihren Freunden ihren momentanen Begleiter vor. "Ace. Das sind Marcel, Christian und Armin."

"Freut uns Ace!", sagte Marcel und reichte ihm die Hand. "Wie habt ihr beiden euch denn kennengelernt, wenn man fragen darf?"

"Bevor ihr hier irgendwelche Fragen stellt, setzt euch erstmal hin und lasst mich Ace hier meine Geschichte erzählen. Der Arme hat ja sonst gar keinen Plan wovon wir hier die ganze Zeit reden." lächelte sie ihn an.

Nachdem die Jungs sich hingesetzt hatten, fing Jasmin zu erzählen an. "Also wie ich schon erwähnt hatte, bin ich von Frankreich aus nach North Carolina gezogen bzw. hatte ich mir dort in der Gegend, wo der Kerl wohnt, wegen dem ich überhaupt erst dorthin gezogen war ein Haus gekauft, um eben in seiner Nähe zu sein."

"Naja das klingt doch soweit nicht schlecht." meinte Ace.

"Warte es ab das wird erst noch schlecht... Als ich ihn kennenlernte, war mir bei weitem nicht bewusst wo das mit ihm hinführen würde da ich damals nun wirklich keinerlei Interesse daran hatte mich wieder in einen Mann zu verlieben. Allerdings verstand ich mich mit ihm auf an hieb recht gut weil er einfach ein cooler Typ war. Irgendwann als wir Abends mal alleine waren, meinte er, er hätte sich in mich verliebt. Zu dem Zeitpunkt war es für mich nicht denkbar, mit ihm was anzufangen aber das änderte sich schnell denn die Gefühle keimten in mir ziemlich schnell hoch und wir fingen was miteinander an.
Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, war das er schon in einer Beziehung war die damals schon fast 10 Jahre lief...
Nun ja ich habe mich trotzdem darauf eingelassen da er meinte, er liebt mich und würde sich bald von ihr trennen.
Das ging fast ganze 8 Jahre so. Ich habe in der Zeit viel Schönes und Schlechtes durchlebt, was meistens mit ihm zu tun hatte und auch trotz Hochzeit und 2 Kindern, die er mit der anderen Schlampe in die Welt gesetzt hatte konnte ich nicht von ihm weg, weil ich ihn einfach so sehr geliebt habe...
Doch vor ein paar Wochen wurde mir dann schmerzlich bewusst, dass ich niemals eine Chance bei ihm haben würde als ich ein Gespräch zwischen ihm und seinem Bruder mitanhörte, über welches ich nicht mehr reden möchte.
Lange Rede kurzer Sinn. Ich packte am Tag darauf nur die notwendigsten Sachen, verkaufte mein Haus und bin nach San Francisco abgehauen, um einfach mal komplett von vorne anzufangen."

"Aber warum bist du nicht zu uns gekommen?", fragte Marcel.

"Ich habe es schon mal gesagt. Weil ich es so wollte. Und auch wenn ihr das nicht verstehen könnt so schlecht geht es mir hier nicht und es wird auch bald wieder bergauf gehen, da bin ich mir sicher." lächelte sie zuversichtlich.

Ace war erstaunt von ihrem Mut einfach so alles aufzugeben, um noch einmal komplett von vorne zu beginnen.

"Ich verstehe nicht, wie man so stur sein kann. Wir alle wollen dir helfen und können auch verstehen was und warum du es getan hast. Aber warum willst du deshalb auf der Straße leben?!" sagte Armin etwas wütend.

"Hör mal, wenn du hier hergekommen bist, um mich blöd von der Seite anzumachen, dann kannst du auch gleich wieder gehen!" Auch sie wurde wütend und stand auf.

"Aber er hat schon Recht. Ein wenig von deinem Stolz kannst du schon mal beiseitelegen und dir helfen lassen..." sagte Chris.

"Der Stolz ist das Einzige was mir dieser Idiot noch gelassen hat und den lasse ich mir von euch ganz sicher nicht auch noch nehmen! Und jetzt geht bitte ich bin müde und es ist schon spät." sagte sie und öffnete die Tür.

Wortlos gingen die drei an ihr vorbei und verließen die heruntergekommene Behausung.

Sie schloss die Tür und legte sich auf ihre Matratze.
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