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Rath auf Abwegen

GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P16
Armon Ja-Kal Nefertina OC (Own Character) Rath
25.06.2017
01.07.2017
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25.06.2017 1.067
 
Ein nasskalter Morgen in San Francisco. Die seit ein paar Wochen auf der Straße lebende Jasmin ging ihren gewohnten Weg ab, um nach Pfandflaschen zu suchen.

Es war etwas, was sie sich niemals zu träumen gewagt hätte das sie einmal an so einem Punkt sein würde von Flaschenpfand leben zu müssen. Aber die Dinge liefen in der letzten Zeit mehr als schlecht weshalb sie momentan diese Situation durchlebte…

Wie schon so manches Mal in den letzten Wochen begegnete sie auch heute wieder diesem äußerst auffälligem Auto welches ziemlich bunt und scheinbar auch mit Gold verziert war.

Sie war schon die ganze Zeit neugierig, wer in diesem Auto durch die Gegend fuhr doch, wie sollte sie dem jemals zu Fuß hinterher kommen?
Doch heute sollte alles anders kommen…

Völlig in Gedanken versunken bemerkte sie fast nicht das dem Auto ein Polizeiwagen hinterher fuhr.

Geistesgegenwärtig versuchte sie irgendwie hinterher zu kommen ganz einfach nur, weil sie nun endlich wissen wollte, wer dieses tolle Auto fuhr.

Es dauerte nicht lange, bis sie die beiden Wägen aus den Augen verlor.
"Verdammt!" fluchte sie vor sich hin, bis sie plötzlich einen lauten Knall aus einer der Gassen vernahm.

Schnellen Schrittes ging sie dem Knall hinterher und vernahm als sie in der kleinen Gasse stand ein leichtes Stöhnen. Leicht panisch schaute sie sich um und als sie in den neben ihr stehenden Müllcontainer blickte entdecke sie dort einen auf den ersten Blick recht merkwürdig wirkenden Mann, der einen Gold-Grünen Hut aufhatte und scheinbar bandagiert war.

Sofort half sie ihm auf. "Bist du okay? Ich bin übrigens Jasmin!" lächelte sie den Fremden aufmunternd an.

Verwirrt hielt er sich den Kopf. "I-i-ich bin... Mein Name ist... Oh ich kann mich nicht erinnern." Sie gab ihm einen Mantel und einen Hut. "Hier du willst dich ja nicht erkälten, oder? Was ist eigentlich mit dir passiert? Du schaust aus, als wärst du gerade aus einer Notaufnahme geflüchtet oder so..."

"Ich denke, ich werde dann mal langsam gehen. Aber wenn ich dir noch einen Rat geben darf. Du brauchst dringend einen neuen Schneider..." stammelte er und ließ die junge Frau verwirrt zurück.

Diese ließ sich aber von seiner schroffen Art nicht beirren und folgte ihm unauffällig, da sie ein ungutes Gefühl im Magen hatte.

Und sie sollte Recht behalten denn plötzlich sprangen zwei finstere Gestalten hervor. "Wir nehmen Spenden an, Ace...", sagte der eine und plötzlich griffen die beiden den Mann an. Dieser konnte sich recht gut verteidigen und konnte einen zu Boden bringen. Doch als der Andere ihn niederschlug, mischte sie sich ein.

"Lasst ihn sofort in Ruhe!", rief sie und trat aus den Schatten hervor.

"Na schau mal einer an. Jetzt wird es erst richtig lustig..." sagte der eine und wollte auf sie zugehen doch plötzlich passierte etwas, was die Beiden in die Flucht schlug.

Es war ihr egal, was es war, sie war nur froh, dass es nicht zum äußersten kam.
Sie half dem Fremden erneut auf die Beine.

"Du wolltest mir helfen? Und das, obwohl ich dich so mies behandelt habe?" fragte er verwirrt nach.

"Naja wir haben alle mal schlechte Tage." lächelte sie ihn an. "Und kannst du dich jetzt daran erinnern, wie du heißt?"

Er überlegte kurz bis es dann wie aus einer Pistole geschossen aus ihm rauskam. "Ace! Mein Name ist Ace!"

"Freut mich Ace!" lachte die junge Frau und gab ihm die Hand. Beim ersten richtigen Blick in seine stechend grünen Augen durchzog es sie wie ein Blitz. Ein wohlig warmes und vertrautes Gefühl wie sie es schon lange nicht mehr erlebt hatte...

"Da wir das nun geklärt hätten, würde ich vorschlagen du kommst einfach mal ein wenig mit mir mit. Vielleicht hilft dir die frische Luft wieder einen klaren Kopf zu bekommen." sagte sie, nachdem sie hastig ihre Hand von seiner entfernt hatte.

Zustimmend nickte er mit dem Kopf. "Ja, warum eigentlich nicht?"

"Gut denn ich habe da noch so 1–2 Sachen zu erledigen bevor der Tag zu ende gehen kann.", sagte sie, packte ihren Stoffbeutel mit den gefundenen Pfandflaschen und ging mit ihm in Richtung Supermarkt.

An anderer Stelle wurde eben selbiger Mann von seinen Freunden vermisst.

"Rath hat sich noch nie verirrt. Es ist gut möglich, dass er in Schwierigkeiten steckt." sagte Ja-Kal dessen Gedanken von dem laut schmatzenden Armon unterbrochen wurden. "Armon bitte hör auf so laut zu kauen..."

"Was hast du gesagt, ich habe dich gerade nicht verstanden. Ich habe gerade zu laut gekaut!" sagte er mit vollem Mund.

"Nach 3.500 Jahren Ruhe wacht man auf und dann so etwas..." seufzte Ja-Kal und schlug sich die Hand vor den Kopf.

Währenddessen kamen Jasmin und "Ace" wie sie ihn kannte aus dem Supermarkt.

"Also eines verstehe ich nicht." fing er an. "Was denn?", fragte sie nach. "Warum hast du dir von dem Geld, das du durch die Flaschen bekommen hast Batterien gekauft? Brauchst du denn nichts zu essen?" fragte er verwirrt.

"Ach weißt du. Ich kann halt nicht ohne Musik auskommen. Und mal ganz abgesehen davon habe ich eh das ein oder andere Kilogramm, welches ich abnehmen kann." schmunzelte sie.

"Naja das musst du wissen." lächelte er. "Obwohl ich nicht finde, dass du abnehmen musst..."

"Das täuscht mein lieber. Meine Kleidung kaschiert da so einiges." sagte sie, während sie eine der neuen Batterien in ihren MP3-Player steckte.

"Wenn du meinst. Aber sag mal wie kommt es eigentlich, dass du auf der Straße lebst?" fragte er neugierig nach.

"Naja das ist eine lange Geschichte." seufzte sie. "Eigentlich komme ich ja nicht von hier, sondern aus Frankreich. Bin aber wegen einem Mann nach North Carolina gezogen."

"Und warum bist du dann nun hier?", fragte er mit hochgezogener Augenbraue.

"Das erkläre ich dir gerne, wenn du möchtest." lachte sie, weil sie genau merkte, wie verwirrt ihn schon diese paar Worte machten. "Aber zuerst sollten wir mal zu meinem kleinen Unterschlupf gehen denn es wird bald dunkel.", sagte sie und ging mit ihrem neuen Begleiter an ihrer Seite in Richtung eines verlassenen Hauses.
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