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Der kleine Prinz des blonden Teufels

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
24.06.2017
11.05.2021
12
51.969
213
Alle Kapitel
277 Reviews
Dieses Kapitel
16 Reviews
 
04.05.2021 5.026
 
Schönen Tag!

Heute mal eine deutsche Autorin
Buchtipp
Titel: Nullzeit
Autor: Juli Zeh
Inhalt: Sven hat Deutschland schon vor vierzehn Jahren verlassen um nicht mehr in diesem „Kriegsgebiet“, leben zu müssen. Er hat sich auf eine abgelegen spanische Insel zurückgezogen, begleitet nur von Antje. Sein höchstes Ziel ist es, sich keine Meinung über andere zu bilden und sich nicht einzumischen. Weswegen er auch unmöglich als Jurist arbeiten kann. Er hat sich deswegen darauf verlegt Tauchstunden zu geben.
Er lebt zufrieden vor der Welt versteckt ein sehr unwirkliches Leben. Alles könnte so weitergehen wie bisher. Bis eine deutsche Schauspielerin und ihr Partner (ein Schriftsteller) ihn als Tauchlehrer buchen. Ab da beginnt sein Leben mit der bizarren Wirklichkeit des noch bizarreren Paares zu kollidieren.

Ich finde die Autorin schreibt sehr plastisch, man ist in der Geschichte drin. Sympathisch sind von allen Figuren eigentlich nur ein Hund und ein Gecko. Dennoch will man das Buch nicht weglegen. Muss es aber doch manchmal tun, da es einem sonst zu viel wird.

Viel Spaß!
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Tödliche Augen


Seit dem Desaster mit den verschwundenen Armknochen, hielt sich Lockhart zurück, zumindest in Bezug auf Harry. Warum das so war wusste der Junge natürlich nicht, aber es war ihm auch schlichtweg egal. Für ihn zählte nur, dass er nun endlich seine Ruhe hatte. Auch wenn sowohl ihm als auch seinen Freunden aufgefallen war, dass der blonde Lehrer zwar nicht um sie herumschlich, dafür aber im Schloss. Da es in diesem Jahr allerdings keine versteckten Schätze gab, dies hätte ihnen Hagrid bestimmt unfreiwillig verraten, ignorierten sie den Mann. Es war schließlich nicht verboten sich für die Besonderheiten des Schlosses zu interessieren und sie auskundschaften zu wollen.
Zwar war der Unterricht von Lockhart immer noch grottenschlecht, aber da Harry Zusatzstunden bei seinem Tränkelehrer bekam, war er sich sicher, seine Prüfungen in diesem Jahr mit Bravour zu bestehen.
Gerade saß er, zusammen mit Draco, wieder mal bei seinem Professor, dieses Mal allerdings nicht um unterrichtet zu werden. Es ging um die Wahlfächer.

„Ich werde auf jeden Fall Arithmantik belegen.“
„Eine gute Wahl“, bestätigte Severus.
„Was genau ist Arithmantik?“, wollte Harry wissen.
„Zahlenmystik. In dem Fach lernt man die magische Bedeutung der Zahlen und die Anwendungsmöglichkeiten.“
„Zahlen sind magisch?“, staunte Harry.
„Natürlich sind sie das. Die magischste Zahl ist die sieben“, belehrte ihn sein Lehrer.
„Mensch, Potter, denk doch nur an die ganzen Märchen“, stöhnte der Blonde.
„Ich kenne keine Märchen. Da kommen echt Zahlen vor? Auch in den Muggelmärchen?“
Bei dem fragenden Blick, den der Junge ihm zuwarf, war Severus froh, dass Lucius nicht da war. Der Mann wäre in der Lage gewesen die Verwandten des Jungen in kleine Häppchen zu zerstückeln, um sie dann mundgerecht an streunende Hunde zu verfüttern.
„Ja, auch in den Märchen der nichtmagischen Welt kommen magische Zahlen vor. Da vor allem die drei und die sieben.“
„Und das ist wichtig, wofür? Ist es wichtiger für Leute, die viel Gold haben?“, forschte Harry nach.
Er wollte nicht frech sein, sondern es einfach verstehen. Leider stand ihm immer noch seine Ausdrucksweise im Weg. Eine Tatsache die auch Severus im Laufe der Zeit gelernt hatte.
„Mit Gold hat das nichts zu tun, es geht hier um reine Magie und wie man sie am besten anwenden kann.“
„Also, ich weiß nicht so recht, ob ich das wirklich belegen will. Da stehen noch einige anderen interessante Fächer auf der Liste. Auf jeden Fall werde ich Pflege magischer Geschöpfe belegen.“
„War klar“, spottete Draco, wenn auch nicht wirklich bösartig, was vermutlich daran lag, dass auch er dieses Fach gewählt hatte.
„Was nehme ich nur, was nehme ich nur? Ich wollte ja eigentlich unbedingt Wahrsagen belegen, aber die älteren Schüler im Turm haben nicht wirklich viel Gutes an dem Fach gelassen.“
„Wohl eher an Trelawney“, knurrte Severus.
„Stimmt, sie haben kein gutes Haar an ihr gelassen. Aber dabei ging es hauptsächlich um ihr Aussehen, dass angeblich an ein Insekt erinnert und um zu viel Räucherstäbchen. Beides ist mir total egal und wenn sie dreimal aussieht wie eine Fliege, die gern Parfum trägt. Leider habe ich nichts über das Fach an sich erfahren. Dabei würde ich es wirklich gerne lernen. Was sagen Sie?“
„Lasst die Finger davon, das gilt für euch beide. Trelawney liebt zwar die Wahrsagerei, aber sie hat keinerlei Talent dafür. Außerdem sagt sie immer nur Katastrophen voraus. Vorzugsweise den Tod ihrer Schüler. Und selbst wenn sie eine gute Lehrerin wäre, würde euch das nur dann etwas helfen, wenn ihr mit dem dritten Auge ausgestattet wärt. Mit anderen Worten, wenn ihr seherische Fähigkeiten hättet. Von dir Draco weiß ich, dass du sie nicht hast. Also bringt es dir auch nichts dieses Fach zu wählen.“
Draco nickte und ließ Wahrsagen aus.
„Vielleicht habe ich das Talent, immerhin habe ich im letzten Jahr Quirrell gesehen, wie er das Einhorn angriff“, überlegte Harry.
Severus vermutete, dass diese Vision nicht das Geringste mit Wahrsagerei zu tun hatte, sondern einen ganz anderen Grund hatte. Diesen würde er dem Jungen allerdings nicht verraten. Er hielt den Schüler für zu jung, um die ganze Wahrheit zu erfahren.
„Selbst wenn du die Gabe hast, wird dir der Unterricht bei dieser Frau nichts bringen. Entweder man hat die Fähigkeit oder man hat sie nicht.“
„Gut, dann fällt das schon mal weg, ebenso wie Muggelkunde, das wäre nun wirklich lächerlich.“
„Wohl wahr“, stimmte Severus dem Jungen zu.
„Dann gibt es da noch Runen. Wenn ich das richtig verstehe, dann ist es so was ähnliches wie Arithmantik, nur eben mit alter Schrift anstelle von Zahlen?“
„Richtig erkannt. Runen wurden, und werden, vor allem für Bannkreise verwendet. Weil es sehr schwer sein kann diese zu neutralisieren. Ein kleiner Fehler und man sitzt in der Falle.“
„Cool“, kam es von beiden Jungs, ehe sie das Fach ankreuzten.
„Da gibt es noch ein Fach, dass allerdings nicht auf eurer Liste steht. Und zwar Geschichte und Theorie der Zaubersprüche.“
„Klingt ja öde“, war alles was Draco dazu zu sagen hatte.
„Der Name mag euch an eure langweiligen Geschichtsstunden erinnern, aber davon könnte dieses Fach nicht weiter entfernt sein. Hier wird nicht nur der Sprachstamm behandelt, aus welchem sich unsere Zaubersprüche zusammenstellen, sondern ihr lernt auch, wie ihr selbst neue Zauber entwickeln könnt. Zumindest in der Theorie, ob ihr im Endeffekt wirklich dazu in der Lage sein werdet, hängt von euch ab.“
„Wow, wir können vielleicht wirklich eigenen Zaubersprüche erfinden? Aber warum steht dieses Fach denn nicht auf unserer Liste? Dafür würde sich doch bestimmt jeder einschreiben.“
Severus schenkte Harry ein süffisantes Lächeln.
„Ganz bestimmt nicht, immerhin bin ich der Lehrer.“
„Was? Warum weiß ich davon nichts? In Slytherin habe ich noch nie von so einem Fach gehört und auch nicht, dass du es unterrichtest.“
„Kannst du auch nicht, weil ich dieses Fach nur sehr selten anbiete. In den letzten Jahren gab es niemanden dem ich es zugetraut hätte, es zu erlernen.“
„Und jetzt ist das anders?“, forschte Draco nach.
„So ist es. Um genau zu sein gibt es in dieser ganzen Schule nur fünf Personen, denen ich dieses Talent zuerkenne. Genau diese fünf werde ich in meinen Unterricht aufnehmen und keinen mehr. Sofern Interesse besteht.“
„Wen?“, fragte Harry schüchtern.
„Da wärt zuerst mal ihr beide. Was Draco im Moment noch an magischer Kraft fehlt macht er durch Fleiß wett. Bei dir ist es genau umgekehrt. Ich denke ihr werdet euch gut ergänzen. Wie gesagt, vorausgesetzt ihr wollt es.“
Beide Jungs nickten eifrig, was Severus nicht anders erwartet hätte.
„Wer sind die anderen drei?“, fragte Harry weiter.
„Eine ist Hermine Granger.“
„Wer auch sonst“, stöhnte Draco.
„Es mag dir nicht gefallen, aber dieses Mädchen hat sehr viel Talent.“
„Aber sie ist eine Besserwisserin“, maulte Draco.
„Daran wird sie in der Tat noch arbeiten müssen. Sobald sie begreift das ihr Verstand nicht nur dazu da ist, um aus Büchern zu zitieren, steht einer großartigen Laufbahn nichts mehr im Wege.“
„Toll. Vater wird begeistert sein.“
Severus ignorierte das Gejammer seines Patenkindes. Der Junge war, trotz guter Erziehung, immer noch ein Einzelkind. Als solches fiel es ihm manchmal schwer das Rampenlicht abzugeben.
„Dann fehlen nur noch zwei. Wer ist es?“
„Keiner den ihr kennt. Sie gehen nicht in eure Jahrgänge.“
„Was, aber warum nimmst du sie dann auf?“, empörte sich Draco.
„Weil ein Kandidat erst vor wenigen Monaten angefangen hat sehr vielversprechend zu werden. Über die zweite Person werde ich noch nichts verraten, ihr werdet es früh genug herausfinden.“
Zwar versuchte Draco noch einige Male seinen Paten zum Reden zu bringen, aber als der ihm irgendwann einen scharfen Blick zuwarf beschloss er, es bleiben zu lassen und zu gehen.
Harry, der noch einige Untersuchungen über sich ergehen lassen musste, wurde noch nicht entlassen.


„Mr. Potter, Sie bleiben bitte noch.“
Wie angewurzelt blieb Harry sitzen. Seine Hände, die gerade sein Tintenfass verschlossen, hielten mitten in der Bewegung inne. Langsam hob er den Kopf und blickte nach vorne, wo ihn gerade Lockhart anstrahlte. Gleichzeitig fasst sich der Lehrer an den Hals, was auf den Jungen einen sehr befremdlichen Eindruck machte. Da sich dessen Augen aber nicht verändert hatten, atmete der Junge erstmal durch. Er nickte seinen Freunden zu, die versprachen, draußen auf ihn zu warten.
„Nein, nein, Sie können schon vor zum Essen gehen, es wird ein bisschen länger dauern“, rief ihr Lehrer dazwischen und scheuchte die beiden aus dem Zimmer.
„Professor, stimmt etwas mit meiner Prüfung nicht? Ich bin mir sicher, alle Fragen richtig beantwortet zu haben.“
„Die Prüfung? Welche Prüfung? Ach, die Prüfung. Nein, darum geht es nicht, ich bin mir sicher, Sie haben die volle Punktzahl erreicht.“
Am liebsten hätte Harry geseufzt. Aber nicht aus Erleichterung, sondern aus Frust. Wie konnte der Kerl eine Prüfung vergessen, die er seinen Schülern die letzten zwei Stunden abgenommen hat? Dieser Mann raubte ihm den letzten Nerv. Und warum hörte er nicht auf ständig an seinem Halstuch herumzutasten? Seit einigen Montagen lief der Mann mit solchen Dingern herum und hatte dadurch einen neuen Trend ins Leben gerufen. Seidenbänder und Schals waren in der halben Zauberwelt mittlerweile ausverkauft. Zumindest in England. Wobei Hermine vermutete, dass der größte Teil davon sich in Lockharts Besitz befand.
„Wenn es nicht um meine Prüfung geht, warum wollten Sie mich dann sprechen?“
Aufgeregt setzte sich Lockhart neben seinen Schüler und strahlte diesen an.
„Ich habe vor wenigen Tagen eine bahnbrechende Entdeckung gemacht. Ich habe endlich, nach Jahren, den Eingang zu einer geheimen Kammer gefunden.“
„Nach Jahren?“
„Ganz recht, ich war schon in meiner Schulzeit nach ihr auf der Suche, wurde aber nie fündig, aber endlich, endlich ist es mir geglückt.“
„Um welche Kammer geht es denn?“
„Ach ja, entschuldigen Sie, ich bin nur so aufgeregt, dass ich ein wenig schusslig bin. Es geht um die Kammer des Schreckens. Die legendären Räume von Salazar Slytherin. Auch als Kammer der Geheimnisse gekannt.“
„Danach haben Sie in den letzten Monaten gesucht?“, stellte Harry verblüfft fest.
„Richtig, um ehrlich zu sein war das der eigentliche Grund, warum ich mich als Lehrer habe einstellen lassen. Denn, Ihnen muss ich das ja nun wirklich nicht erst sagen, ich bin kein guter Lehrer.“
„Ähm, naja, um ehrlich zu sein, nein.“
Entgegen seiner Überzeugung war der Mann allerdings nicht beleidigt auf Harry, sondern kicherte nur wie ein aufgeregter Schuljunge.
„Sie sagen es, meine Fähigkeiten liegen wo anders, wie ich wieder mal bewiesen habe. Bisher war niemand in der Lage diese Kammer zu finden, dabei suchen die Magier bereits seit Jahrhunderten danach. Sie können sich nicht vorstellen was das für mich bedeutet.“
„Ruhm, vermute ich.“
Kurz zuckte Lockhart zusammen, was vermutlich mit der düsteren Stimmlage zusammenhing, in der Harry gesprochen hatte.
„Ja, ja, dass auch, aber es geht um noch viel mehr als das. Ich werde endlich Licht in die Geschehnisse von vor fünfzig Jahren bringen können. Damals wurde die Kammer schon einmal geöffnet. Zumindest hat meine Informantin das berichtet, was leider auch deren Todesurteil war. Denn sie wurde zum Opfer des Wächters der Kammer. Da man den eigentlichen Schuldigen aber nie finden konnte, bestrafte man einfach einen unschuldigen Jungen, der daraufhin von der Schule geworfen wurde und noch heute nicht zaubern darf. Sie kennen ihn übrigens, er ist ein guter Freund von Ihnen.“
Harry wusste natürlich um wen es sich handelte. Er kannte nur eine Person auf, die dieses Schicksal zutraf.
„Hagrid.“
„Ganz genau, damals wurde das Mädchen von dem Monster in der Kammer getötet, aber der Schulsprecher schwärzte Hagrid an. Dieser hatte damals eine Riesenspinne aufgezogen. Aber ich weiß das Hagrid unschuldig ist, schließlich war es Tom Riddle der Ihren Freund beschuldigte.“
„Und Sie wollen Hagrids Unschuld nun beweisen? Wie?“
„Mit Ihrer Hilfe, darum habe ich Sie gebeten noch zu bleiben.“
„Wie kann ich Ihnen helfen? Ich bin doch nur ein Schüler, wäre ein Erwachsener nicht geeigneter.“
Lockhart grinste ihn schelmisch an.
„Nicht dafür. Um in die Kammer zu kommen und um mit dem Wächter fertig zu werden, braucht man eine ganz besondere Fähigkeit. Man muss Parsel sprechen können.“
„Aber, warum?“
„Weil das Wappen der Slytherins nicht einfach zum Spaß eine Schlange ziert. Salazar Slytherin konnte mit Schlangen sprechen, so wie Sie auch. Deswegen kommt man nur durch diese Fähigkeit in die Kammer. Außerdem kann man auch nur durch Parsel das Monster in der Kammer beruhigen.“
„Es ist also eine Schlange?“
„Schlimmer, es ist ein Basilisk.“
„Was?! Aber gegen so ein Monster habe ich doch keine Chance! Und Sie doch auch nicht!“, rief der Junge aus.
„Mit Zaubern hätten wir keine Chance, aber es gibt einen ganz einfachen Trick, um diese Bestien zu vernichten“, mit diesen Worten griff Lockhart in seinen Umhang und förderte einen sehr wütenden Hahn zu Tage.
„Richtig, das Krähen, darüber habe ich in meinem Buch gelesen“
„Ganz recht. Los kommen Sie.“
„Was, jetzt?“
„Natürlich, je eher wir das Monster unschädlich gemacht haben desto schneller ist Ihr Freund von allen Vorwürfen befreit.“
Den weiteren Protest Harrys erstickte der Lehrer einfach, indem er diesen hinter sich herzerrte. So merkten weder er noch Harry, dass Hermine und Ron den beiden verblüfft hinterhersahen und dann die Verfolgung aufnahmen.

Fast manisch deutete Lockhart auf einen Wasserhahn.
„Hier, hier ist es. Los sprechen Sie.“
Harry hörte diese Worte nur wie durch weiter Ferne. Er musste noch immer verarbeiten, dass die Kammer von Slytherin in einem defekten Mädchenklo war. Außerdem schrie die Bewohnerin der Toilette auf den Lehrer ein. Harry kannte das Mädchen, sie war bei der Totenfeier vom fast-kopflosen-Nick. Hermine hatte ihm und Ron damals von ihr erzählt. Und nun wunderte Harry sich auch nicht mehr über deren permanente schlechte Laune.
„Du wurdest von einem Basilisken getötet?“
Sofort stoppte das Gekreische des Mädchens.
„Ja, aber mir hörte damals niemand zu. Ich war ja nur ein Geist, die hässliche Myrhte, die sich nur aufspielen wollte. Aber der da, der hat mir geglaubt. Aber jetzt ignorieret er mich einfach wieder.“
Anklagend deutete sie auf Lockhart der immer noch beim Wasserhahn stand.
„Wir möchten deinen Mörder finden“, erklärte Harry.
„Wirklich?“, wollte das Mädchen wissen und wurde leicht silbern.
Der Junge nickte und trat dann ebenfalls auf den Wasserhahn zu. Neugierig blickte er sich das kleine Gebilde näher an. Lockhart hatte recht gehabt, wenn man ganz genau hinsah konnte man eine kleine Schlange erkennen, die auf der Armatur eingraviert war.
„Versuchen Sie es, nur Sie können Sie öffnen“, quasselte Lockhart aufgeregt vor sich hin und zerrte wie wild an seinem Seidenschal.
Der Grünäugige konzentrierte sich und nach mehrmaligen Versuchen schaffte er es dann auch, endlich in der Schlangensprache zu reden:
„Öffne dich.“
Sofort kam Bewegung in das Waschbecken. Dieses und die Wand dahinter schoben sich zur Seite. Zum Vorschein kam eine Öffnung. Als die beiden näher traten konnten sie eine Rutsche erkennen.
„Da geht es wohl runter. Dann mal los“, und mit den Worten zerrte er Harry wieder hinter sich nach unten.


„Verdammt, sie sind weg!“, fluchte Ron, als er und Hermine zur Tür hereinstürzten.
„Was machen wir denn jetzt?“, wollte das Mädchen verzweifelt wissen.
„Du läufst los und holst einen Lehrer, am besten Snape. Bei dem ist es am wahrscheinlichsten, dass er Lockhart eines überbrät, weil er Harry verschleppt hat. Geh auf keinen Fall zu McGonagall, von der würde der Kleine nur wieder Ärger bekommen. Ich warte so lange hier, vielleicht kommen sie ja in der Zwischenzeit wieder raus, dann bin ich bereit diesem Schleimkerl zu empfangen.“
Entschlossen hob Ron seinen Zauberstab und stellte sich vor die Öffnung. Er sah dabei so zornig aus, dass selbst der Geist es für besser hielt, ihn in Ruhe zu lassen.
Hermine hingegen nickte und machte auf dem Absatz kehrt. So schnell sie konnte lief sie in Richtung Kerker.


Harry und Lockhart gingen in der Zwischenzeit bereits durch die vierte Kammer. Überall wurden sie von Schlangenstatuen aufgehalten denen Harry erst befehlen musste sie durchzulassen.
„Hoffentlich sind wir bald da“, stöhnte der Lehrer und fasste sich schon wieder an den Hals.
„Sehen Sie nur überall liegen diese großen Spinnenskelette. Sind Sie sicher, dass hier nur ein Basilisk lebt?“, wollte der Junge ängstlich wissen.
„Basilisken ernähren sich von Spinnen. Was lernen Sie nur in der Schule?“
‚Von Ihnen nicht sehr viel‘, hätte Harry am liebsten gesagt, hielt sich aber zurück. Wie es schien hatte er sich in seinen Lehrer getäuscht. Er war zwar nicht gut im Unterrichten, aber er war definitiv nicht dumm. Immerhin hatte er die Kammer in der Tat gefunden.
„Da vorne, dieses Tor ist anders.“
Dem konnte Harry nur zustimmen, das Tor, vor dem sie nun standen, war viel imposanter als die davor. Es waren Schlangen, die sich gegenseitig in den Schwanz bissen. Fast schon automatisch gab Harry den Befehl zum Öffnen. Was eine sofortige Bewegung nach sich zog und den Blick auf eine gigantische Halle freigab.
„Wir sind am Ziel“, seufzte der Lehrer und betrat den großen Raum.
Harry folgte ihm zögerlich. Ihm war die ganze Umgebung unheimlich. Und auch wenn er Hagrid unbedingt helfen wollte, so war er dennoch der Meinung, dass ein weiterer Erwachsener weitaus hilfreicher gewesen wäre. Vor allem weil dieser Ort hier nur eines ausstrahlte, Bedrohung. Harry stellten sich die Haare auf und er wollte so schnell wie möglich wieder nach oben.
Lockhart hingegen schien nichts zu spüren. Der Mann lief durch die ganze Halle und jubelte und schrie.
„Endlich! Endlich bin ich am Ziel meiner Träume angekommen. Ich habe sie gefunden, die legendäre Kammer von Salazar Slytherin. Niemand wird je wieder an meinem Genie zweifeln. Man wird mir Statuen erbauen und mir huldigen. Meine Bücher werden sich noch besser verkaufen als bisher. Selbst Albus Dumbledore und dieser eingebildete Malfoy werden vor mir kuschen!“
„Mr. Malfoy ist nicht eingebildet“, platzte es aus Harry heraus.
Lockhart, der bis eben noch durch die Halle getanzt war, vorbei an einer riesigen abgelegten Schlangenhaut, blieb nun, direkt vor einer großen Statue stehen. Langsam drehte er sich um und was Harry sah, gefiel ihm gar nicht. Der Mann hatte nicht nur seinen Zauberstab gezogen, sondern seine Augen hatten sich auch wieder verändert. Aber so eine Veränderung hatte er noch nie gesehen. Die Augen glichen nicht mehr länger einem seekranken Schiff, sondern sahen aus, wie Strudel, die sich immer schneller drehten.
„So, finden Sie?“
Harry schluckte und trat einen Schritt zurück. Der Mann vor ihm hatte nichts mehr von dem überdrehten und von sich eingenommenen Aufschneider, wie ihn Ron so gern nannte. Dieser Zauberer da vor ihm war unheimlich und er strahlte eine Macht, aber auch eine Boshaftigkeit aus, die der Grünäugige noch nie an diesem gespürt hatte.
„Professor, was ist mit Ihnen?“
„Mit mir ist alles in Ordnung, in bester Ordnung sogar. Nach Jahren habe ich endlich den Zenit erreicht und den werde ich mir von niemandem mehr streitig machen lassen. Schon gar nicht von diesem Lucius Malfoy und seinen abscheulichen Flüchen.“
„Aber, ich mache Ihnen gar nichts streitig, ich will nur das Hagrids Unschuld bewiesen wird. Auch Mr. Malfoy hat nicht vor Ihnen etwas weg zu nehmen.“
„Ach, du dummer naiver Junge. Wie leichtgläubig du doch bist. Es reicht, dir eine rührselige Geschichte zu erzählen und schon frisst du jedem aus der Hand.“
„Stimmt die Geschichte von Hagrid etwa nicht?“
„Doch sie stimmt, aber es ist mir doch völlig egal, ob dieser Trottel seinen Namen reinwaschen kann oder nicht. Ich musste lediglich sicher gehen, dass du mitkommst und da ich jetzt habe was ich wollte, brauche ich dich nicht mehr. Weißt du, ich habe keine meiner Abenteuer wirklich erlebt. Aber diejenigen die diese mutigen Taten vollbracht haben waren ebenso leichtgläubig wie du. Sie haben mir alles erzählt was ich wissen wollte.“
„Haben Sie diese Menschen getötet?“
„Aber wo denkst du hin. Nein, ich habe mich schon vor Jahren auf Vergessenszauber spezialisiert. Nach meinem Besuch konnte sich keine von ihnen mehr an irgendetwas erinnern. Und dir wird es genauso gehen. Ich werde einfach sagen, dass du Hagrid helfen wolltest und deswegen alleine hier runter bist. Zum Glück bin ich dir gefolgt, kam aber leider zu spät, der Anblick des Basilisken“, bei den Worten deutete er auf die Schlangenhaut, „war zu viel für dich. Dadurch bin ich einen lästigen Zeugen los und Malfoy bekommt auch das was er verdient. Ich kann es kaum erwarten seine dämliche Fresse zu sehen. Geschieht diesem aufgeblasenen Wichtigtuer recht. Dann werde ich dafür sorgen, dass er alles verliert, denn niemand wird ihm mehr ein Wort glauben, nicht nach dem heutigen Tag.“
„Hören Sie auf so zu reden, Mr. Malfoy ist gut, er ist mein blonder Engel.“
„Ha! Dein Engel, Bengel, du bist nicht nur naiv, du bist auch extrem dumm. Dieser Mann ist ein Monster, er hat mich entstellt, weswegen ich diese Dinger hier tragen muss, ich leide ständig Schmerzen wegen ihm und wegen dir. Alles nur, weil er meint die Allmacht zu haben. Denkst du denn wirklich dieser Mann würde sich um deinetwillen um dich kümmern? Glaub mir, Lucius Malfoy ist nur eine Person wichtig und die ist, … Moment, was war das für ein Geräusch?“
„Es kam aus der Statue“, hauchte Harry, dessen schlechtes Gefühl sich noch weiter verstärkt hatte.
Plötzlich bleich geworden drehte sich Lockhart einmal um die eigene Achse und starrte genau auf den Mund der großen Statue. Aus deren Öffnung sich etwas auf ihn zubewegte.
„Der Basilisk, aber, das kann nicht sein. Der liegt doch. … Oh nein“, erst jetzt schien dem Mann klar zu werden, dass es sich bei der Schlangenhaut keineswegs um einen toten Basilisken handelte.
Mit fahrigen Bewegungen zerrte der Blonde den Hahn aus seinem Umhang und hielt ihn wie eine Waffe vor sich hoch.
Harry war hinter das Skelett einer Spinne in Deckung gegangen und blickte nun ängstlich von dort zu seinem Lehrer.
Dieser hielt immer noch den Hahn hoch.
„Nun mach schon, du dummes Ding, krähe, komm schon!“, kreischte er.
Ein Zischen ließ den Mann hochfahren und das letzte was er sah waren die gelben Augen des Basilisken, ehe er tot zu Boden fiel.
Genau in diesem Moment fing der Hahn an zu krähen.


Gehetzt lief Severus den unbekannten Gang entlang. Da er dennoch vorsichtig sein musste, kam er leider nicht so schnell voran, wie es ihm lieb gewesen wäre. Still verfluchte er gewisse Kollegen ohne jeden Verstand und leichtgläubige Pottererben. Er wäre fast aus allen Wolken gefallen als diese Granger plötzlich bei ihm im Büro gestanden hatte. Der Lehrer wollte die kleine Besserwisserin gerade anfahren, weil sie nicht mal den Anstand gehabt hatte zu klopfen, als diese auch schon mit dem neuesten Problem in Sachen Potter herausplatzte. Alles was Severus dann noch tun konnte war, einen Patronus zu sämtlichen Lehrern zu schicken und dem Mädchen zu folgen.
Severus gab es nicht gern zu, aber er musste doch zugeben das er ein wenig beeindruckt von Harrys Freunden war. Nicht so sehr von Granger, sondern viel mehr von Weasley. Der Junge war seinem besten Freund nicht kopflos nachgerannt, sondern hatte gewartet, bis ein Erwachsener kam. Gut, der Junge war mit erhobenem Zauberstab vor dem Loch gestanden, aber das konnte man sogar noch als vorrausschauend bezeichnen. Ansonsten hatte er sich nicht von der Stelle gerührt.
Der Tränkelehrer hatte die beiden angewiesen genau dort zu bleiben, wo sie waren und auf die übrigen Lehrer zu warten. Denen konnten sie ihre Geschichte erzählen. Er selbst würde in der Zwischenzeit das grünäugige Monster vor dem Hohlkopf retten. Beide Teenager hatten genickt und stellten sich kampfbereit vor den Abgrund während Severus in den selben sprang.
Als er unten angekommen war, musste er sich kurz orientieren und hätte fast wieder zu fluchen begonnen. Denn leider gab es mehr als nur einen Weg den Potter und dieser Lockhart-Trottel hatten nehmen können. Dann war ihm allerdings etwas aufgefallen. Bei einem Gang leuchtete ein großes H von dem eine ihm nur zu bekannte Magie ausging, welche angenehm auf der Haut brickelte, sobald man ihr näher kam.
„Potter! Anscheinend bist du doch nicht so dumm, wie ich schon wieder befürchtet habe“, stellte Severus fest und ging in den markierten Gang entlang.
Bei jeder Abzweigung sah er sich kurz um und wurde nicht enttäuscht. Der Junge hatte in der Tat eine leicht zu verfolgende Spur gelegt.
Auf diese Weise drang er immer tiefer in die Kammer seines Hausgründers vor. Unter normalen Umständen hätte er es genossen sich in diesen Räumen aufhalten zu dürfen. Aber im Moment wollte er nur eins, den Jungen aus den Fängen dieses Playboys zu bekommen.
Irgendwann hörte er dann die leise Stimme seines Schülers und lief darauf zu. Er bog gerade um eine Ecke als er Lockhart hörte der jemanden anschrie endlich zu krähen.
‚Krähen? Hat er etwa einen Hahn dabei, wozu braucht er so ein Tier? Und warum klingt der Kerl so panisch? Ein krähender Hahn kann wohl niemanden vor Schwierigkeiten beschützen. Es sei denn …. Verdammt!‘
Diese ganzen Gedanken gingen Severus rasend schnell durch den Kopf und als ihm klar wurde, warum Lockhart so auf einen Hahn einschrie bekam er es mit der Angst zu tun. Nichts destotrotz rannte er weiter, er musste Harry und wenn nötig, Lockhart retten.
In dem Moment hörte er den Hahn krähen und als er endlich um die letzte Ecke bog konnte er sehen, wie ein sehr großer Basilisk zu Boden sank.

Mit wild pochendem Herzen sah er sich in der Halle um. Ihm war nicht entgangen, dass Lockhart am Boden lag, der Lehrer zweifelte nicht am Schicksal des Mannes. Da er für diesen ohnehin nichts mehr tun konnte, suchte er weiter nach Potter und wurde nach kurzem auch fündig. Direkt hinter einem großen Spinnenbein trat der Junge hervor und bewegte sich langsam auf den blonden Lehrer zu.
„Professor?“
„Harry, bleib stehen.“
Durch den Ruf aufgeschreckt tat der Schüler genau das. Er blieb wie angewurzelt stehen und bewegte sich keinen Millimeter mehr, ein Bein hatte er sogar noch in der Luft.
Langsam trat Severus auf seinen verängstigten Schüler zu.
„Harry, ich bin es, Professor Snape. Du darfst dich wieder bewegen, aber bitte geh nicht näher auf Lockhart zu.“
Langsam drehte sich der Schüler zu seinem Lehrer um.
„Professor, ich war das nicht“, wimmerte er.
Fast wäre Severus ein verräterisches Geräusch entkommen, als er die Augen des Jungen sah. Nur mühsam schluckte er jede verräterische Reaktion hinunter.
„Natürlich warst du das nicht. Ich konnte Lockharts Stimme vorhin hören, er wusste anscheinend ganz genau, was euch hier unten erwarten würde. Umso verwerflicher das er dich mit runtergenommen hat.“
„Der Basilisk hat ihn direkt angesehen. Das bedeutet, er ist tot, nicht wahr?“
„Ja, Harry, Lockhart ist tot, daran gibt es keinen Zweifel. Ich bin allerdings froh, dass du noch lebst.“
„Der Hahn hat angefangen zu krähen, gerade noch rechtzeitig, ich hätte ihn bestimmt nicht aufhalten können.“
‚Aber genau das hast du getan‘, ging es Severus durch den Kopf. Denn auch wenn Harry es gerade nicht zu merken schien, Severus konnte die Magie des Jungen nur zu deutlich spüren. Sie spürte aus seinen Augen und wenn der Lehrer sich konzentrierte erkannte er auch, wohin die Magie sich bewegt hatte. Und zwar zu dem Hahn. Es war wohl kein Zufall, dass dieses Tier genau im richtigen Moment seinen rettenden Schrei erklingen hat lassen. Ein Geräusch das eines der mächtigsten Ungeheuer dieser Welt besiegen konnte. Noch einmal schluckte Severus, die Macht die dieses Kind in sich trug war bereits jetzt mit Händen zu greifen, wenn man wusste, worauf man sich konzentrieren musste. Wenn das so weiterging würde er in einigen Jahren sowohl Lucius als auch Albus in den Schatten stellen. Etwas, dass beiden Männern ebenfalls klar zu sein schien. Darum wohl auch der erbitterte Streit um das Kind.
‚Aber noch nicht heute, Severus, konzentriere dich.‘
„Komm Harry, lass uns wieder nach oben gehen.“
Kurz ging Harry in die Hocke und hob den Hahn auf.
„Was ist mit Professor Lockhart? Wir können ihn doch nicht einfach so liegen lassen.“
Am liebsten hätte der Lehrer genau das getan. Für das was er dem Jungen hier zugemutet hatte sollte er neben dem Basilisken verrotten.
„Ich bringe dich nach oben und in den Krankenflügel, danach komme ich mit einigen Lehrern noch mal hier runter. Wir werden ihn holen.“
Harry nickte und setzte sich nun endlich in Bewegung.
„Es war sehr schlau von dir, den Weg mit deinem Namen zu markieren, ich hätte dich sonst nicht so schnell gefunden. Du wolltest dir den Weg merken, nicht wahr?“
„Das H steht nicht für Harry, sondern für Hagrid. Ich habe die Markierungen auch nicht angebracht um mir den Weg zu merken, da waren überall Schlangen, denen musste man einfach nur nachlaufen. Aber es war dunkel.“
„Du hättest einen Lumos sprechen können.“
„Aber Sie haben Draco und mir doch erklärt, dass das sehr dumm ist, entweder man spricht einen Lumos oder man kämpft, beides geht nicht. Zumindest nicht in der Dunkelheit.“
„Du hast vorausgedacht“, erkannte Severus.
„So wie Sie es uns beigebracht haben.“
Severus nickte anerkennend, während er Hahn leichte Unmutsäußerungen von sich gab.
„Ich glaube Professor Lockhart hat den hier von Hagrid gestohlen.“
„Wir werden ihn zurückbringen. Willst du mir erzählen, was passiert ist?“
Das war wohl die dümmste Frage, die er dem Jungen hatte stellen können, denn augenblicklich begann dieser zu zittern und den Kopf zu schütten.
„Ist schon in Ordnung, du musst jetzt noch nicht darüber sprechen.“
„Danke“, hauchte der Junge.
Den Rest des Weges brachten sie schweigend hinter sich. Als sie dann an der Rutsche angekommen waren, ließ Severus sich und den Jungen nach oben schweben, wo bereits sämtliche Lehrer auf sie warteten.
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Ein weiterer Lehrer der dem nicht vorhandenen Fluch zum Opfer gefallen ist. Aber ich wollte den Mann schon immer mal über den Jordan schicken.

LG
Shiorinekoi
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