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 The Story Of Tonight

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
18.06.2017
31.08.2017
6
3.171
1
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20.06.2017 521
 
P.o.v. Alex

Es war das zweite Mal in nur wenigen Stunden, dass ich unsanft mit einer Person zusammenstieß, doch dieses mal war die andere Person an der Reihe etwas fallen zu lassen. Wie in Zeitlupe sah ich den weißen Coffee-To-Go Becher Richtung Boden fallen und in der nächsten Moment spürte ich schon, wie das lauwarme Getränk gegen meine Beine spritzte. Zugegeben, das war schon eine ziemliche Überraschung, aber mit dem was als nächstes passierte, hätte ich so gar nicht gerechnet. Ich spürte wie ich von meinem Gegenüber unsanft gegen meine Zimmertür gestoßen wurde, er seinen Unterarm gegen meine Brust presste und meinem Gesicht gefährlich nah kam. „Pass auf wo du hinläufst.“, knurrte er und ließ mich dann los. Ich warf ihm einen bösen Blick zu und zog mein Shirt zurecht, doch er und sein Begleiter waren schon längst weg. Zugegen, ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals so eingeschüchtert von jemanden mit einem lila Hemd sein würde, aber in diesem Moment musste ich dies noch einmal überdenken.

„Wer zur Hölle waren die?“, fragte John mich verwirrt. Ich zuckte nur mit den Schultern. „Das waren James Madison und Thomas Jefferson.“, antwortete ein junger Mann, der gerade um die Ecke kam. Er hatte fast ein wenig Ähnlichkeit mit dem Typen, mit dem ich gerade so unerfreuliche Bekanntschaft gemacht hatte, doch im Gegensatz zu diesem, sprach der Antwortgeber mit einem schweren französischen Akzent. „Und wer bist du?“, fragte John interessiert. „Ich bin Lafayette.“, antwortete er. „Ist Lafayette dein Vorname?“, wollte John wissen. „Ne, das ist mein Nachname“, erklärte Lafayette.“ „Hast du auch einen Vornamen?“, fragte John weiter. „Ja natürlich, es wäre dann Marie-Joseph-Paul-Yves-Roch-Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette.“, sagte dieser in einem spöttischen Ton. „Ich glaube ich bleib dann lieber bei Lafayette.“, erwiderte John.

„Also wer genau waren jetzt die reizenden Herrschaften?“, fragte ich Lafayette. „So richtig weiß ich das auch nicht.“, antwortete dieser, „Aber ich habe ein paar Kurse mir ihnen. Ach übrigens für mich ist es mein zweites Jahr hier an der Uni, genauso für Thomas und James, aber weil ich eich hier noch nie gesehen habe, gehe ich mal davon aus, dass das euer erster Tag ist. Wo war ich? Ach ja. Ich habe ein paar Kurse mit ihnen. James Madison ist eigentlich ganz in Ordnung. Das ist der, der sich gerade ein bisschen im Hintergrund gehalten hat. Thomas Jefferson, das ist der, der dich gegen die Tür gedrückt hat, ist ganz anders. Wenn ich ihr wärt, würde ich versuchen mich mit ihm gut zu stellen. Er ist einflussreich und kennt viele Leute, aber wie es aussieht bist du wohl nicht auf dem besten Weg.“ Ich nickte. Lafayette hatte wahrscheinlich Recht.

„Wer seid ihr eigentlich?“, fragte er. „Ich bin John Laurens und meine kleine Begleitung ist Alexander Hamilton.“, antwortete John für uns beide. „Und was macht ihr jetzt? Müsstet ihr nicht eigentlich auspacken oder so?“, fragte Lafayette weiter. „Wir sind schon fertig Wir wollten uns vielleicht ein bisschen den Campus angucken und in die Stadt gehen.“, sagte ich. „Wisst ihr was?“, verkündete Lafayette, „Ich komme mit und zeige euch alles.“
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