Wie der Vater so der Sohn

von Ratte1904
OneshotDrama, Romanze / P18 Slash
Kevin Richard Russell Stephan Weidner
17.06.2017
17.06.2017
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Hey ihr Lieben :)

hier noch einmal etwas neues von mir :)

Besonderer Dank gilt auch hier meiner wundervollen Beta - Leserin MissesDixon <3<3<3<3

Reviews sind wie immer gerne gesehen :)

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem neuen OS :)

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Elvis Pov


Eigentlich führe ich ein ganz normales Leben im Gegensatz zu meinem Vater.
Die meiste Zeit lebte ich auf Ibiza, weil mein Vater das so wollte.
Dort ging ich zur Schule und hatte auch ein paar enge Freunde, allerdings war das nicht so wie in Frankfurt.
Denn dort hatte ich meine wahren Freunde wohnen.
Zur Zeit waren Sommerferien, denn ich ging noch zur Schule.
In den Ferien verbrachte ich die Zeit meistens in Frankfurt und da war ich auch jetzt wieder.
Allerdings nicht alleine, denn mein Vater war auch da.
Er hatte im Moment nicht so viel zu tun, denn er musste neue Lieder schreiben und das machte er dann immer zu Hause.
Sollte mich nicht wirklich stören, denn ich hatte mich verabredet.
Julian Russell war mein Ziel, denn auch er war einer meiner Freunde und wohnte ebenfalls mit seinem Dad in Frankfurt.
Mit dem hatte ich mich für heute verabredet und sollte mich wohl auch langsam mal fertig machen, denn ich war nachdem ich heute morgen wach geworden bin noch nicht aufgestanden.
Schwerfällig schwang ich meine Beine aus dem Bett und fuhr mir mit der Hand durch meine blau gefärbten Haare.
Immer noch schlaftrunken machte ich mich auf den Weg ins Bad um mich dort fertig zu machen.
Allerdings war ich dort nicht alleine und das was ich da sah, wollte ich auch nicht sehen.


,,Oh Dad!“, stieß ich angewidert hervor und schlug mir auch gleich die Hand vor die Augen.
Wollte ich doch nicht sehen das mein Dad sich rasierte.
Grundsätzlich war das wohl auch nicht das Problem, wenn er sich nicht in etwas tieferen Regionen rasierte.
Ich meine klar, dass tat ich auch und für mich gehörte es auch zur Hygiene dazu, aber ich musste es nicht bei meinem Dad sehen.
,,Was denn, mein Junge?“
,,Kannst du die Türe nicht abschließen?“, fragte ich und drehte mich auch gleich rum, bevor ich erst dann erst die Hand wieder sinken ließ.
,,Tut mir leid, aber ich mache ja nichts, was ich nicht darf.“
,,Ja, schon okay. Ich gehe jetzt einen Kaffee trinken.“, sagte ich und schloss die Türe hinter mir, ohne noch weitere Blicke zu wagen oder noch etwas zu sagen.
Seufzend machte ich mich auf den Weg in die Küche und machte mir dort erst mal einen Kaffee und setzte mich damit an den Tisch.
Als ich dann die Packung Zigaretten von meinem Vater entdeckte, nahm ich mir dort eine raus und zündete diese auch gleich an.
Mein Vater wusste, dass ich rauchte und erlaubte es mir auch, denn er konnte mir ja nichts verbieten, was er selber tat.
Also rauchte ich genüsslich meine Zigarette und trank meinen Kaffee.
So verging einige Zeit und ich war sicher, dass Dad wohl auch bald fertig sein musste.
Vielleicht konnte ich dann auch endlich ins Bad, denn ich musste mich ja auch noch fertig machen und zu unserem Treffpunkt kommen.


Die leere Tasse stellte ich auf die Spüle und drückte die Zigarette im Aschenbecher aus, bevor ich mich dann auf den Weg in mein Zimmer machte.
Dort suchte ich mir frische Kleidung raus, denn ich trug nur Boxershorts und konnte so wohl kaum gehen, bevor ich dann mit einer hellblauen engen Jeans und einem ebenfalls engen schwarzen T – Shirt in das Bad ging.
Natürlich hatte ich auch frische Boxershorts und Socken mitgenommen.
Die Klamotten legte ich auf den Badewannenrand und befreite mich von meinen Shorts.
Diese schmiss ich in die Wäschekiste im Bad und stieg unter die Dusche.
Ich schob den Duschkopf zur Seite und schaltete das Wasser ein.
Mit einer Hand prüfte ich die Temperatur und als diese angenehm war, drückte ich den Duschkopf über mich und genoss die warmen Wasserstrahlen auf meinem Körper.
Meine Hand streichelte wie von selber über meinen Oberkörper und ich schloss genießerisch die Augen.
Nur langsam ließ ich meine Hand weiter runter wandern und umfasste schließlich mit dieser meinen Schwanz.
Ich begann diese auf und ab zu bewegen und es dauerte auch wirklich nicht lange, da hatte sich mein Schwanz auch schon der vollen Länge nach aufgestellt.
Leise stöhnte ich auf und bemerkte, dass ich es wohl wirklich wieder nötig hatte.
Klar, ich hatte schon länger keinen Sex mehr gehabt, was aber wohl auch einfach daran liegen könnte, dass ich keinen passenden Partner hatte.
Das war aber auch wirklich verdammt schwer, denn ich hatte kaum Zeit mir jemanden zu suchen und dabei war mir doch auch egal, ob es eine Frau oder ein Mann ist, denn ich stand auf beides.


Ich beschleunigte mein Tempo und stöhnte immer lauter auf, während ich mich meiner Hand entgegen drückte.
Immer wieder beschleunigte ich mein Tempo und wurde dabei immer lauter.
Kurze Zeit später spürte ich bereits meinen Schwanz in meiner Hand zucken und wusste, dass ich nicht mehr lange brauchen würde.
Auch meine Atmung und mein Stöhnen wurden immer schneller und lauter.
Nur wenige Augenblicke später kam ich dann auch schon zu meinem ersehnten Höhepunkt und ergoss mich unter heftigem Stöhnen in meiner Hand.
Schwer atmend ließ ich mich gegen die kühlen Fliesen sinken und bewegte meine Hand noch einen Moment weiter um die Auswirkungen noch zu genießen.
Erst als ich wieder einigermaßen klar atmen konnte, spülte ich meine Hand unter dem Wasserstrahl ab und seifte anschließend auch meine Haare und meinen Körper ein.
Beides spülte ich dann unter dem Wasserstrahl ab und schaltete das Wasser wieder aus.
Nachdem ich dann aus der Dusche wieder raus gestiegen war, wickelte ich mich in ein Handtuch und trocknete mich damit ab.
Anschließend zog ich meine Kleidung an, die ich mir rausgesucht hatte und richtete meine Haare und erledigte sonst noch alles, was im Bad noch anfiel.
Als auch das erledigt war, ging ich noch in mein Zimmer und schnappte mir dort mein Handy und meine Zigaretten.
Mein Portmonee stopfte ich auch noch in meine hintere Hosentasche und machte mich dann auf den Weg nach unten.


,,Bin jetzt weg.“, rief ich noch ins Wohnzimmer und verließ dann auch schon das Haus, ohne noch auf Antwort von meinem Dad zu warten.
Den Haustürschlüssel steckte ich mir ebenfalls in die Hosentasche und machte mich auf den Weg in die Stadt, denn da wollte ich mich mit Julian treffen.
Lange musste ich nicht laufen, da hatte ich das Café auch schon erreicht in dem Julian sich mit mir treffen wollte.
Natürlich war der auch schon da und war nicht wirklich begeistert darüber, dass ich etwas Verspätung hatte.
,,Da bist du ja endlich. Ich dachte du kommst gar nicht mehr. Du hättest ja auch mal anrufen können.“, begrüßte er mich und ich seufzte.
,,Ich freue mich auch dich wieder zusehen. Ja, ich hatte einen guten Flug. Wie geht es dir?“, fragte ich und ging gar nicht erst auf das ein, was Julian sagte und setzte mich neben ihn an den Tisch.
Ich rief den Kellner zu mir, ohne darauf zu achten was Julian noch protestierte und bestellte mir beim Kellner eine Cola.
,,Was geht denn ab auf Ibiza?“, fragte Julian dann und schien bemerkt zu haben, dass ich ihm auf den Rest keine Antwort mehr geben würde.
,,Och da läuft es ganz gut. Ziemlich langweilig ohne dich. Aber sonst wirklich cool. Immer tolles Wetter. Den Strand vor der Türe.“
,,Also das Paradies?“
,,Nein, mir fehlt Frankfurt und ich fühle mich da auch nicht wirklich wohl.“
,,Aber du hast doch das Paradies auf Erden mit den ganzen Weibern, oder? Ich meine die sind doch sicher recht freizügig am Strand.“
,,Keine Ahnung, ich bin nicht so oft am Strand. Ist halt langweilig, wenn man das jeden Tag haben kann.“


,,Ach komm schon. Dann brauchst du dich nicht wundern, dass du Single bist.“
,,Aber da weißt du nie welche da wohnt und welche nicht. Die meisten sind da im Urlaub und die würde ich dann nie wieder sehen danach.“
,,Aber dann hast du wenigstens mal wieder einen versenkt. Wie lange hattest du jetzt keinen Sex mehr?“
,,Seit ich das letzte Mal hier war.“
,,Meinst du mit mir? Ich bin ein Kerl. Ich zähle nicht. Wie lange hast du schon nicht mehr mit einer Frau gevögelt?“
,,1,5 Jahre.“, sagte ich seufzend und fuhr mir mit der Hand durch die Haare.
,,Dann wird es Zeit das zu ändern. Ich meine so lange hält das doch keiner aus. Du brauchst eine Frau. Immerhin wirst du ja auch nicht jünger.“
,,Ich bin 17.“, sagte ich leicht schockiert, was Julian zum lachen brachte.
,,Ja man und du lebst nur einmal. Du brauchst jetzt Sex und nicht erst mit 80. Irgendwann wird es nämlich nicht mehr funktionieren und dann hast du ein Problem, mein Freund.“
,,Aber ich bin erst 17 und noch keine 80. Also chill mal.“
,,Weißt du, was wir machen?“, fragte Julian und schien eine Idee zu haben.
Das Glänzen in seinen Augen konnte nichts gutes bedeuten und ich wusste, dass er wahrscheinlich etwas vor hatte, was mir nicht gefallen würde.
,,Trink aus, ich lade dich ein.“, sagte Julian und winkte auch gleich den Kellner herbei um die Getränke zu bezahlen, was er dann auch wirklich tat.
Ich trank mein Glas aus und stellte es dann auf den Tisch zurück.
Auch Julian machte seines leer und stand dann auf.


Ich stand ebenfalls auf und machte mich mit Julian dann auf den Weg wohin auch immer, denn wohin er wollte, wusste ich nicht.
Unterwegs machte ich mir dann eine Zigarette an und reichte diese an Julian weiter.
,,Danke.“, sagte dieser und nahm die Zigarette an.
,,Nichts zu danken.“, sagte ich und zündete mir dann auch noch eine weitere Zigarette an.
,,Wo gehen wir denn hin?“, fragte ich nach einer Weile.
,,Wir gehen zu mir.“
,,Und was machen wir da?“
,,Wir reden mit meinem Dad.“
,,Worüber?“, fragte ich verwirrt, denn ich hatte doch keine Ahnung, was er vor hatte.
,,Das wirst du dann sehen. Jetzt beeil dich doch mal. Los jetzt.“
Seufzend lief ich weiter hinter ihm her und bekam ihn nicht mehr ein, bevor wir vor seiner Haustüre zum stehen kamen.
Julian schloss die Haustüre auf und rannte auch gleich ins Wohnzimmer, wo ich seinen Dad vermutete.
Mit einem Kopfschütteln schloss ich die Haustüre und ging dann ebenfalls in das Wohnzimmer.
,,Hey Kevin.“, begrüßte ich den besten Freund meines Vaters.
,,Hallo Elvis. Setz dich.“
Ich nickte und setzte mich dann auch wirklich auf die Couch gegenüber von Julian und Kevin.
Der Jüngere hüpfte ganz aufgeregt neben seinem Vater auf und ab, was ich nur mit einem Kopfschütteln quittierte.
,,Was willst du von mir?“, fragte Kevin an Julian gerichtet, aber dieser hüpfte weiter.


,,Ich würde gerne in Urlaub fliegen.“
,,Ja, das würde ich auch gerne.“, erwiderte Kevin gelassen.
,,Mag sein, aber ich will mit Elvis in Urlaub. Also nur wir beide. Das erlaubst du doch, oder?“
,,Wer bezahlt das denn?“
,,Ach Dad, jetzt sei keine Spaßbremse. Du natürlich.“
,,Das war ja eigentlich schon fast klar. Wann wollt ihr denn fliegen und wo wollt ihr wohnen? Habt ihr das denn auch schon mit Stephan abgesprochen?“
,,Nein, wir wollten erst dich fragen, denn wenn du das nicht erlaubst, dann müssen wir Stephan doch gar nicht erst fragen.“, sagte Julian und sah seinen Dad mit einem Hundeblick an.
,,Also schön. Dann ruft ihr jetzt erst mal Stephan an und fragt den, was er davon hält. Vor allem müsst ihr mir dann ja auch sagen wann ihr fliegen wollt und wo ihr dann wohnen wollt.“
,,Wir können doch in ein Hotel gehen.“, sagte Julian, aber ich winkte ab.
,,Wieso Hotel? Wir können doch bei mir schlafen.“
,,Ja, das ist die Idee. Ich meine Stephan hat doch ein großes Haus auf Ibiza. Da können wir doch schlafen.“
,,Dann klärt das erst mit Stephan ab. Ich kann hier nichts alleine entscheiden und vor allem nicht über seinen Kopf hinweg wenn es seine Sachen sind.“
,,Kein Ding, ich rufe Dad an.“, sagte ich schnell und zog mein Handy aus der Hosentasche.
Die Nummer von Dad hatte ich auch schnell gewählt und hörte das Freizeichen.


,,Weidner?“, meldete sich kurze Zeit später dann auch schon mein Dad und ich grinste breit.
,,Ebenfalls Weidner.“
,,Elvis. Wo bist du denn hin?“
,,Ich habe doch eben gerufen, dass ich weg bin. Ich bin bei Julian.“
,,Grüß Kev von mir.“
,,Mache ich. Aber genau deswegen rufe ich an.“
,,Wegen Kev?“
,,Nein, also ja. Auch. Julian und ich würden gerne Urlaub machen.“
,,Ja, ich hätte auch mal gerne wieder Urlaub.“
,,Das hat Kevin auch gesagt. Aber wir wollen auch gar nicht so weit weg.“
,,Wo wollt ihr denn hin?“
,,Nach Ibiza. Ich dachte dann könnten wir bei uns schlafen. Dann müsstet ihr das Hotel nicht bezahlen, sondern nur den Flug und die Lebensmittel bezahlen.“
,,Ach wir sollen das auch noch bezahlen?“
,,Dad, komm schon. Kevin hat auch schon ja gesagt.“, log ich und hörte am anderen Ende der Leitung ein Seufzen.
,,Ich habe überhaupt nicht ja gesagt. Lüg deinen Vater nicht an.“, protestierte Kevin, aber ich grinste nur breit.
,,Ja, wenn Kev das erlaubt hat, dann kann ich ja nicht mehr nein sagen. Also meinetwegen. Sag Kev er soll den Flug buchen und ich bringe ihm das Geld dann die Tage vorbei.“
,,Danke, Dad. Aber was ist denn mit dem Geld für die Lebensmittel? Ich meine wir müssen ja auch irgendwas essen und trinken.“


,,Ja, das Geld überweise ich dir dann. Kümmert euch erst mal um den Flug und dann reden wir weiter.“
,,Okay. Danke, Dad.“
,,Nichts zu danken. Bis später.“
,,Bis später.“, sagte ich und legte dann auch schon wieder auf.
Ich packte das Handy weg und grinste Kevin breit an.
,,Dad hat es erlaubt. Er sagte du sollst die Tickets buchen und er kommt die Tage vorbei und bringt dir das Geld. Wir können bei uns wohnen und Geld für Lebensmittel wird er mir die Tage überweisen.“
,,Okay.“, seufzte Kevin und schnappte sich seinen Laptop vom Tisch.
,,Wann wollt ihr denn fliegen?“, fragte er und klappte den Laptop auf.
,,Am besten morgen schon, oder?“, fragte Julian an mich gewandt und ich nickte.
,,So schnell werde ich aber wahrscheinlich kaum einen Flug bekommen und wenn, dann wird es wahrscheinlich auch noch die Businessclass sein.“
,,Anders wollen wir auch nicht fliegen.“, sagte Julian empört und sah Kevin auch so an.
,,Natürlich. Was denn noch? Vielleicht einen Champagnerempfang in Spanien am Flughafen?“, fragte Kevin sarkastisch, aber Julian schien das vollkommen ernst aufgefasst zu haben.
,,Ja, das hätte Style. Vielleicht auch noch die ein oder andere Frau im Bikini die uns zu Stephans Haus bringt. Natürlich auch eine Limousine. Wir können ja nicht zu Fuß gehen.“, sagte Julian und erntete dafür auch gleich einen bösen Blick seines Vaters.
,,Übertreib es nicht, sonst überlege ich mir das mit dem Urlaub nochmal. Noch bist du minderjährig und ich habe noch das Sagen hier.“, sagte er sauer.


,,Jetzt sei kein Spielverderber. Stephan würde das sicher erlauben. Also sei doch auch mal so cool wie er und erlaube das.“, sagte Julian und sah seinen Vater mit einem Dackelblick an.
,,Ich werde euch eine Fahrmöglichkeit besorgen und auch gerne einen Flug buchen, aber die Weiber müsst ihr euch schon selber suchen und dem Champagnerempfang wird es auch nicht geben. Man kann´s auch übertreiben.“
,,Dann besorg uns wenigstens eine Limousine. Alles andere wäre uns nicht würdig.“
,,Du wirst dich mit dem zufrieden geben müssen, was ich euch gebe und das werden wir jetzt sehen.“, sagte Kevin und duldete keine Widerrede mehr, dass konnte man deutlich aus seiner Stimme hören und ich hoffte wirklich, dass Julian es jetzt auch so ließ, denn ich wollte wirklich nicht, dass er unseren Urlaub durch seine nervende Art gefährdete.
Auch wenn es für mich eigentlich kein Urlaub war, so war ich aber sicher, dass es mit Julian zu Urlaub werden könnte.
Immerhin kannte ich schon ein paar angesagte Plätze, zu denen ich Julian auch gleich schleppen würde.
Zwar war ich teilweise da auch noch nicht drin gewesen, aber ich wusste, wo was los war und wo man gut feiern konnte.
Glücklicherweise sagte Julian wirklich nichts mehr dazu und Kevin besah sich zufrieden sie Angebote, die uns nach Spanien bringen würden.
,,Ich habe hier ein Angebot. Damit könntet ihr morgen schon nach Ibiza fliegen. Ist halt ein Last Minute Flieger und da gibt es auch tatsächlich nur noch Plätze in der Businessclass.“
,,Dann buch die Dad. Worauf wartest du?“


,,Schafft ihr das denn? Ich meine ihr müsst dann ja auch noch Sachen packen und alles.“
,,Klar, wir brauchen doch nicht viel. Wir werden die meiste Zeit sowieso am Strand sein und dann ja auch nur für Abends ein paar Outfits und ich bin sicher, dass wir da auch shoppen können.“
,,Und wer bezahlt eure Shoppingtour?“, fragte Kevin, aber ich konnte ihm deutlich ansehen, dass er die Antwort schon kannte.
Julian grinste ihn nur breit an und Kevin seufzte.
,,Natürlich. Wer auch sonst. Ja, ich werde dir Geld geben und dann kannst du meinetwegen auch shoppen gehen, aber mehr gibt es nicht. Also ruf mich nicht in ein paar Tagen an und sag mir, dass du keine Kohle mehr hast. Ich überweise dir nichts mehr.“
,,Das ist schon okay, Dad. Dann musst du mir einfach so viel geben, dass ich die Zeit auch hinkomme. Wie lange bleiben wir denn überhaupt weg?“
,,Eine Woche.“, sagte Kevin prompt, was Julian aber scheinbar nicht in den Kram passte.
,,Das geht gar nicht, Dad. Da hat Elvis mir ja nicht mal alles gezeigt. Da sind wir gerade erst richtig angekommen. Mach drei Wochen draus.“
,,Nein, drei Wochen gibt es nicht. Höchstens zwei.“
,,Dad, bitte.“
,,Nein, zwei Wochen ist mein letztes Angebot, sonst buche ich die Flüge nicht.“
,,Also schön, dann eben nur zwei Wochen.“, sagte Julian seufzend, aber ich konnte ihm deutlich ansehen, dass er auch damit zufrieden war und absichtlich versucht hatte mehr zu erreichen, obwohl ihm auch weniger gereicht hätte.


,,So, dann geht mal packen, denn der Flug ist gebucht. Morgen Nachmittag um 15 Uhr geht es los.“
,,Das ist ja quasi noch mitten in der Nacht.“, empörte sich Julian und erntete erneut einen bösen Blick von Kevin.
,,Ja, schon gut. Ich habe ja nichts gesagt. Dann müssen wir eben morgen etwas früher aufstehen und dann schon um 13 Uhr am Flughafen sein, Gott ist das mies.“
,,Es gibt schlimmeres. Immerhin wolltest du ja auch in Urlaub.“, sagte Kevin und Julian nickte.
,,Ja, da hast du Recht. Na dann auf Sachen packen. Von wo fliegen wir eigentlich?“
,,Von hier.“, kam es knapp von Kevin und Julian nickte.
,,Alles klar, dann lass uns mal Sachen packen, Elvis.“
Ich nickte und stand auf, was Julian dann ebenfalls tat und ging gemeinsam mit ihm auf sein Zimmer.
Dort schmiss ich mich auch gleich auf sein Bett und sah ihm dabei zu, wie er aus dem Schlafzimmer seines Vaters einen Koffer holte und damit zurück kam.
Einige Outfits die er mir zeigte und in den Koffer packte, nachdem ich einverstanden war, später hatte Julian dann endlich seinen Koffer gepackt und bekam ihn auch noch zu, was mich wirklich wunderte, so wie er die Sachen da rein gefeuert hatte.
,,So, ich bin fertig. Wie ist es bei dir? Wann willst du denn packen?“
,,Ich werde gleich nach Hause fahren und dann packen. Wer fährt uns denn morgen zum Flughafen?“
,,Keine Ahnung, ich frage gleich meinen Dad mal. Dann kann der dich auch nach Hause fahren, dann musst du nicht laufen.“
,,Das muss ich auch so nicht, denn ich fahre mit der Bahn. Das ist schon okay. Lass deinen Dad mal in Ruhe seine Zeit genießen.“


,,Das würde der aber gerne machen.“
,,Schon okay. Muss nicht sein. Ich kümmer mich alleine darum.“
,,Wie du willst. Ich sorge dann noch für den passenden Kick, damit wir auch wirklich viel Spaß haben.“, sagte Julian und zwinkerte mir zu.
,,Was meinst du?“
,,Lass dich überraschen.“, trällerte er und schlug mir mit der Hand auf den Arsch.
Ich blickte ihn schockiert an, was Julian nur noch breiter grinsen ließ und verschwand dann nach unten ins Wohnzimmer.
Mit einem Kopfschütteln folgte ich ihm die Treppe runter und ging ebenfalls ins Wohnzimmer.
Kevin saß immer noch dort auf der Couch und sah auf den Laptop, den er auf dem Schoß stehen hatte.
,,Dad, wer fährt uns denn jetzt morgen zum Flughafen?“
,,Das kann Stephan machen. Ich habe morgen noch einiges zu tun. Ich habe das auch schon mit ihm abgesprochen.“
,,Okay, dann fahre ich jetzt auch mal nach Hause.“, sagte ich und verabschiedete mich noch von Kevin und Julian.
War der Abschied von meinem besten Freund schließlich nicht für die Ewigkeit, sondern nur bis morgen.
Die beiden verabschiedeten sich dann auch noch von mir und ich machte mich auf den Weg zum Bahnhof.
Unterwegs machte ich mir eine Zigarette an und hatte wirklich keine Lust jetzt auch noch nach Hause zu laufen, weswegen ich mit der Bahn fuhr.


Als ich den Bahnhof erreicht hatte, schnippte ich die Zigarette in den Rinnstein und suchte das passende Gleis.
Dort angekommen stand der Zug auch schon da und ich stieg in diesen auch gleich ein.
Ich suchte mir einen Platz, wo ich ungestört sein konnte und zog mein Handy raus.
Mein Weg führte mich zu Instagram, wo ich mir die Neuigkeiten ansah, die es von meinen Freunden so gab.
Eigentlich nur durch Zufall stolperte ich über eine Seite dessen Inhaber Lenn Julian Frege hieß.
Frege war mir ein Begriff, denn ich wusste, dass Campino, der Sänger der Toten Hosen Frege mit Nachnamen hieß.
Vielleicht war es sein Neffe oder sein Sohn.
Ich blickte mir die Fotos an, die er gepostet hatte und stellte fest, dass er wohl definitiv mit den Toten Hosen befreundet oder verwandt sein musste.
Er war ein verdammt hübscher Kerl und wahrscheinlich auch nicht viel älter oder jünger als Julian und ich.
Ich konnte nicht leugnen, dass er mir gefiel, allerdings würde ich an ihn sowieso nicht ran kommen und deswegen schloss ich Instagram wieder und packte das Handy wieder in meine Hosentasche.
Ein Blick aus dem Fenster zeigte mir, dass wir uns schon in Bewegung gesetzt hatten und ich bald schon wieder aussteigen musste.
Kurze Zeit später kamen wir dann auch schon an der Haltestelle an, an der ich aussteigen musste und stieg auch wirklich aus dem Zug.
Ich streckte mich ausgiebig und machte mich dann auf den Weg nach Hause.


Lange musste ich nicht laufen, da hatte ich auch schon die Haustüre erreicht und schloss diese auf.
Mein Weg führte als erstes in mein Wohnzimmer, wo ich auch gleich den nächsten Schock des Tages bekam.
,,DAD!“, schrie ich aufgebracht als ich sah, dass mein Dad nur in Boxershorts bekleidet auf der Couch saß.
Aber damit nicht genug, denn er hatte diese ein Stück runter gezogen, seinen Schwanz freigelegt und war gerade dabei sich einen runter zu holen.
Im Fernseher lief ein Porno und der Joint in seiner Hand zeugte ebenfalls davon, dass er Spaß hatte.
Es wurde auch nicht wirklich besser als er seinen Schwanz wieder einpackte und den Porno ausstellte, nachdem ich mich bemerkbar gemacht hatte.
,,Was machst du denn schon hier?“, fragte er überrascht und sah mich auch genauso an.
,,Ich wohne hier. Aber die bessere Frage wäre wohl, was du hier machst.“, sagte ich angewidert.
,,Ich bin noch nicht sehr alt, Elvis. Ich habe auch noch so etwas wie eine Sexualität und das hat sich nicht geändert nur weil ich Vater bin.“
,,Dad, das will ich nicht wissen. Es wäre nur nett wenn du diese Aktivitäten auf einen anderen Raum verlegen könntest. Vielleicht ins Schlafzimmer. Oder irgendwo da, wo ich nicht hinkomme, denn ich will das nicht sehen. Das ist schon das zweite Mal heute.“
,,Du bist doch auch ein Mann. Du hast nichts anderes als ich und das ich mich rasiere, gehrt doch zur normalen Hygiene dazu.“


,,Dad ernsthaft, ich will das nicht wissen.“, sagte ich angewidert und ging mit einem Kopfschütteln in mein Zimmer, denn das wollte ich definitiv nicht mehr sehen und auch nichts mehr davon hören.
Stattdessen packte ich in meinem Zimmer meine Sachen zusammen und legte alles was ich gefunden hatte, zusammen auf mein Bett und als ich mit den Outfits zufrieden war, packte ich diese in einen Koffer, den ich mir von meinem Dad geliehen hatte.
Meine Sachen packte ich in diesen und schloss diesen danach.
Zufrieden das ich meinen Koffer auch noch problemlos zubekam, denn jetzt stand unserem Trip nach Ibiza wirklich nichts mehr im Weg.
Nachdem ich mich dann nochmal ausgiebig gestreckt hatte, befreite ich mich bis auf die Boxershorts von meinen Klamotten und kuschelte mich in mein Bett.
Nun lag ich wieder alleine darin, aber das kannte ich ja auch schon und so war das nichts Neues mehr.
Ich schaltete den Fernseher ein und zappte durch die Programme.
Aber dummerweise fand ich nichts, was mich auch nur annähernd interessierte und über diese nackten Weiber die sich über meinen Fernseher räkelten konnte ich auch nur müde den Kopf schütteln.
Wusste ich doch, dass sie sowieso nicht so aussahen und auch nicht das taten, was sie einem für teures Geld am Telefon und in der Werbung erzählten.
Gähnend schaltete ich den Fernseher wieder aus und legte die Fernbedienung beiseite.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es schon 1 Uhr waren und ich wohl jetzt langsam schlafen sollte.
Ich kuschelte mich enger in die Decke und schlief dann auch kurze Zeit später ein und verfiel in einen ruhigen und mehr als erholsamen Schlaf.


Als mein Dad mich am nächsten Morgen aus dem Bett schmiss, hätte ich ihn am liebsten umgebracht.
Was sollte das denn?
Wieso weckte er mich mitten in der Nacht?
Denn so zumindest kam es mir vor, aber einen Blick auf die Uhr verriet mir, dass es ganz und gar nicht mitten in der Nacht war, sondern wir bereits 11 Uhr hatten.
War mir zwar nicht so vorgekommen, aber ich musste mich ja auch noch fertig machen und dann mussten wir ja auch bald schon fahren, denn wir mussten Julian noch abholen und dann ja auch noch zum Flughafen.
Schwerfällig erhob ich mich aus meinem Bett und fuhr mir mit der Hand durch die Haare.
Ich war wirklich noch mehr als müde und wollte noch nicht wirklich aufstehen, aber ich hatte keine andere Wahl und musste wohl jetzt einfach raus, wenn ich in Urlaub fliegen wollte.
Dabei war es für mich doch immer noch kein Urlaub, sondern ich würde lediglich nach Hause fahren.
Aber mit Julian würde das sicherlich auch Spaß machen und vielleicht war es dann ja auch ganz schön.
Aus meinem Kleiderschrank suchte ich mir ein passendes Outfit was aus einer engen Jeans und einem Top bestand.
Natürlich suchte ich mir auch noch ein paar frische Socken und ebenfalls frische Boxershorts und ging damit ins Bad.


Dort war ich glücklicherweise alleine und schloss die Türe hinter mir.
Was ich allerdings vergaß war diese abzuschließen, was ich später noch bereuen sollte.
Die Kleidung legte ich über den Badewannenrand und entledigte mich meiner Boxershorts, die ich noch trug.
Seufzend stieg ich mit einem großen Schritt unter die Dusche und stellte mich in die hinterste Ecke, die ich fand.
Den Duschkopf schob ich so weit weg wie es möglich war, denn ich wollte nicht von dem kalten Wasser getroffen werden.
Ich schaltete das Wasser ein und ließ es eine ganze Weile laufen, bevor ich die Hand drunter hielt und das Wasser prüfte.
Als es dann warm genug war, schob ich den Duschkopf über mich und stellte mich darunter.
Nachdem ich meine Haare und meinen Körper nass gemacht hatte, seifte ich beides mit Shampoo und Duschgel ein und spülte beides wieder ab.
Ich schloss genießerisch die Augen und genoss einfach das warme Wasser auf meiner Haut.
Vollkommen in Gedanken versunken bekam ich nicht mit, dass die Türe aufging und mein Vater herein kam.
,,Lass dich nicht stören, ich muss nur pinkeln.“, sagte er und ich zuckte heftig zusammen.
,,Dad! Was machst du hier?“, fragte ich fassungslos und sah ihn auch so an.
Ich konnte ihn zwar nur verschwommen sehen, da die Glaskabine beschlagen und nass war.
,,Ich muss nur pinkeln, dass werde ich ja wohl noch dürfen.“


,,Warum gehst du denn dann nicht auf das Gäste WC?“
,,Bin ich Gast hier? Ich gehe in das Bad pinkeln und da stört es mich nicht, dass du unter der Dusche stehst. Ich meine du hast doch auch nichts anderes als ich, aber das hatten wir ja gestern Abend schon geklärt.“
,,Dann mach hin jetzt. Ich will raus.“
,,Dann komm doch raus. Ich schaue dir schon nichts weg.“
Mit einem Augenverdrehen schob ich die Glastüre ein Stück auf und versuchte an ein Handtuch zu kommen, was sich aber schwerer gestaltete als gedacht, denn mein Vater hatte das weggelegt.
Seufzend stieg ich dann doch aus der Dusche und schnappte mir auch gleich das Handtuch und wickelte mir das um die Hüfte.
Allerdings nicht schnell genug, denn mein Vater schien genug gesehen zu haben.
,,Na wenigstens ist ein ordentlicher Mann aus dir geworden und du kannst dich ja auch sehen lassen. Aber du musst mir jetzt mal erklären, wieso du ein Problem damit hast, wenn ich mir den Schwanz rasiere, wenn du das auch tust.“
,,DAD!!!!“, schrie ich schon fast fassungslos und konnte nicht glauben, dass mein Vater mir ernsthaft auf das beste Stück starrte.
,,Was denn? Ich finde du bist eben langsam in einem Alter, dass man sich darüber doch auch mal unterhalten muss.“
,,Du bist wirklich mehr als peinlich. Geh raus.“
,,Elvis Dion Weidner, so redest du nicht mit mir.“
,,Doch, so rede ich mit dir. Ich bin jetzt hier und du hast hier nichts verloren. Wenn du erlaubst würde ich mich jetzt gerne anziehen und zwar alleine.“


Aber mein Vater machte nicht wirklich Anstalten das Bad zu verlassen, was mich seufzen ließ.
,,Dad, jetzt geh raus!“, sagte ich etwas lauter als beabsichtigt, was meinen Dad aber auch nicht wirklich zu interessieren schien.
Seufzend versuchte ich meinen Dad dann aus dem Raum zu schieben, da er sich aber mit allem was er hatte dagegen wehrte und sich dagegen drückte, gab ich auf.
Mit einem Kopfschütteln schnappte ich mir meine Klamotten von der Badewanne und verzog mich in mein Zimmer.
Dort schmiss ich die Sachen auf das Bett und zog mich an, nachdem ich mich abgetrocknet hatte.
Diesmal hatte ich die Türe aber auch abgeschlossen, wobei mein Vater selten bis nie in mein Zimmer kam, denn er respektierte meine Privatsphäre zumindest in meinem Zimmer.
Erst als ich vollkommen angezogen war, traute ich mich wieder raus und ging in die Küche.
Dort machte ich mir einen Kaffee und setzte mich damit an den Tisch.
Erneut klaute ich mir eine Zigarette aus der Packung von meinem Dad und zündete diese an.
Ich hörte Geräusche aus dem Wohnzimmer und wusste, dass mein Vater wohl dort sein musste.
Aber so konnte ich dann wenigstens gleich in Ruhe wieder ins Bad und mich dort weiter fertig machen.
Als es aber dann in meiner Hosentasche vibrierte, zuckte ich heftig zusammen, wusste aber direkt, dass es nur mein Handy sein konnte.
Dies zog ich auch gleich aus der Hosentasche raus und sah auf das Display.


Dieser zeigte mir an, dass Julian anrief und ich hoffte, dass er keine schlechten Nachrichten hatte.
,,Weidner?“
,,Russell. Biste wach?“
,,Nein, ich schlafe noch.“
,,Verarsch mich nicht.“
,,Dann frag doch nicht so dumm. Ist doch klar, dass ich wach bin, sonst könnte ich wohl nicht an das Handy gehen, oder?“
,,Schlechte Laune?“, fragte Julian und auch wenn ich ihn nicht sehen konnte, so wusste ich, dass er jetzt eine Augenbraue hochgezogen hatte und mich schief angucken würde.
,,Ja, ich hatte eben eine nicht so nette Begegnung. Erzähle ich dir später. Was wolltest du denn?“
,,Ich wollte nur hören ob du wach bist. Wann kommt ihr denn?“
,,Ich denke gleich. Ich gehe mich jetzt noch fertig machen und dann bin ich soweit. Aber ich brauchte jetzt erst mal einen Kaffee und eine Kippe.“
,,Alles klar, dann warte ich auf euch.“
,,Okay, bis gleich.“
,,Bis gleich.“, sagte Julian noch und dann legte ich auch schon wieder auf.
Das Handy packte ich wieder in meine Hosentasche, denn ich wollte nicht, dass mein Vater da auch noch dran ging, obwohl er das bis jetzt noch nicht getan hatte.
Aber bis jetzt war er auch noch nie ins Bad gekommen, wenn ich duschte.
Das alles war schon ziemlich suspekt und wirklich verstehen konnte ich es nicht.


Nachdem ich meinen Kaffee leer hatte und die Zigarette geraucht hatte, drückte ich diese im Aschenbecher aus und stellte die Tasse auf die Spüle, bevor ich dann erneut ins Bad ging.
Da schaffte ich es auch diesmal mich fertig zu machen ohne weitere Zwischenfälle mit meinem Dad.
Als ich dann endgültig fertig war ging ich zurück ins Wohnzimmer, wo mein Dad dann auch schon auf der Couch saß.
Glücklicherweise auch angezogen und wie man es von einem Vater erwartet und nicht wieder mit irgendwas, was ich nicht sehen wollte.
,,Ich bin fertig. Julian hat schon angerufen. Können wir fahren?“
,,Ja, ich bin auch soweit. Komm mal her.“, sagte mein Vater und stand auf.
Ich ging vorsichtig auf ihn zu, denn ich hatte ja noch keine Ahnung, was er von mir wollte.
Aber er zog lediglich sein Portmonee aus der hinteren Hosentasche und hielt mir einen 500€ Schein hin.
Fragend blickte ich zwischen dem Geld und meinem Dad hin und her und hatte eine Ahnung, was er jetzt damit wollte.
,,Nimm das Geld schon mal und den Rest überweise ich dir dann.“, sagte er und ich nickte, bevor ich zögernd den Schein an mich nahm.
Da mein Dad aber keine Anstalten machte, mir das Geld wieder wegzunehmen, packte ich es in mein Portmonee und sah dabei zu, wie mein Dad den Raum verließ und Richtung Haustüre ging.
Mit einem Schulterzucken packte ich mein Portmonee wieder weg und folgte ihm.
Gemeinsam gingen wir dann zum Auto und ich legte meinen Koffer in den Kofferraum.


Anschließend stieg ich auf der Beifahrerseite ein und gemeinsam machten wir uns dann auf den Weg zu Kevin um dort Julian abzuholen.
Dieser kam auch schon aus dem Haus kaum das mein Dad vor der Haustüre geparkt hatte.
Auch Julian packte seinen Koffer ebenfalls in den Kofferraum und schmiss sich dann schon förmlich auf den Rücksitz.
,,Wunderschönen guten Morgen.“, trällerte er und mein Dad verdrehte die Augen, was mich grinsen ließ.
,,Da hat aber einer gute Laune.“, grinste ich und warf einen Blick über die Schulter zu Julian.
,,Klar, geht doch in Urlaub.“
Ich nickte, denn da hatte er Recht und ich freute mich auch wirklich schon.
Mein Dad fuhr dann auch gleich zum Flughafen und den hatten wir dann auch bald erreicht.
,,Soll ich mit rein gehen?“, fragte mein Dad und ich schüttelte den Kopf.
,,Nein, brauchst du nicht. Wir brauchen aber noch die Tickets.“, sagte ich und sah meinen Dad erwartungsvoll an.
,,Die sind am Schalter für euch hinterlegt. Auf eure Namen. Ihr müsst nur dahin gehen, eure Personalausweise zeigen und dann bekommt ihr die ausgehändigt. Wie ihr eure Koffer aufgeben müsst, wisst ihr auch?“
,,Dad, wir fliegen heute nicht zum ersten Mal. Ja, wir wissen alles und gehen auch jetzt.“, sagte ich genervt und stieg dann auch schon aus.
Auch Julian stieg aus und gemeinsam nahmen wir unsere Koffer aus dem Auto.


Wir winkten meinem Dad nochmal und gingen dann auch schon nach drinnen.
Dort suchten wir uns einen Schalter und stellten uns dort an.
Als wir dann an der Reihe waren, gaben wir unsere Koffer auf und regelten das mit dem Tickets, die tatsächlich für uns hinterlegt waren und die wir dann auch erhielten.
Die freundliche Dame am Schalter sagte uns dann, dass der Flieger noch nicht da wäre und das wir uns in den Wartebereich setzen sollten.
Aber statt uns dort hinzusetzen, setzten wir uns in ein Restaurant, was ebenfalls Teil des Flughafens war und aßen dort etwas.
Allerdings blieben wir da auch nicht lange, denn wir hatten gerade gegessen und wollten noch eine rauchen gehen, als die Durchsage zu unserem Flug kam.
,,Lass noch eine rauchen gehen und dann steigen wir ein.“, sagte Julian und ich nickte.
,,Meinst du das wir das dann noch schaffen?“
,,Klar, mach dir da mal keine Sorgen. Das schaffen wir auf jeden Fall noch.“
Ich nickte erneut und machte mich mit Julian dann auf den Weg nach draußen und stellte mich gemeinsam mit ihm vor die Türe und zündete mir eine Zigarette an.
Auch Julian zündete sich eine an und wir rauchten noch genüsslich unsere Zigaretten, bevor wir dann wieder rein gingen und kurze Zeit später dann auch den Flieger betraten.
Unsere Plätze hatten wir recht schnell gefunden und nahmen diese auch gleich ein.
,,Ich schlafe jetzt noch was.“, sagte Julian und stellte seinen Sitz ein, damit er liegen konnte.
Ich tat es ihm nach und machte es mir auch bequem, denn auch ich konnte noch eine Mütze Schlaf gut gebrauchen.


Ich muss auch tatsächlich eingeschlafen sein, denn ich kam erst wieder zu mir als leicht an mir gerüttelt wurde.
Als ich die Augen aufschlug sah ich direkt in die grünblauen Augen einer Stewardess, die mich geweckt hatte.
,,Wir haben unser Reiseziel erreicht. Ich möchte Sie bitten jetzt das Flugzeug zu verlassen.“
,,Ja klar.“, sagte ich und blickte zur Seite, wo Julian immer noch schlief.
Ich rüttelte auch an ihm und er wurde dann auch langsam wach.
,,Was los?“, fragte er verschlafen und ich grinste.
,,Wir sind da. Wir müssen raus.“
,,Schon? Ich bin doch gerade erst eingeschlafen.“
,,Ja, wir sind da.“
Julian streckte sich nochmal und stand dann auf.
Auch ich stand auf und verließ dann mit ihm zusammen das Flugzeug.
An der Gepäckannahme warteten wir noch auf unsere Koffer und gingen dann nach draußen.
Wie ich es erwartet hatte, war es wirklich mehr als warm und Julian war wirklich mehr als erstaunt.
,,Ich bin begeistert. Hier ist es ja jetzt schon mehr als geil. Ich weiß gar nicht was du hast. Ich meine die Palmen überall, geile Weiber und es ist verdammt geil warm.“, schwärmte Julian und ich nickte seufzend.
,,Wenn du das jeden Tag hast, dann ist es nichts besonderes mehr und dann schwärmst du auch nicht mehr so sehr davon.“


,,Ach Quatsch, das kann ich mir nicht vorstellen. Hier kann es einem doch gar nicht langweilig werden. Hier sind doch immer neue Weiber die du abchecken kannst.“
,,Ja, aber die bleiben meistens ja auch nur begrenzte Zeit.“
,,Du sollst die ja auch nicht heiraten sondern vögeln und dazu müssen sie nur eine Nacht hier bleiben. Was glaubst du wohl warum die ganzen Weiber nach hier kommen? Mit Sicherheit nicht wegen den tollen Sehenswürdigkeiten, sondern um zu feiern und zu vögeln.“
,,Aber so einfach bekommst du doch keine Frauen rum.“
,,Doch, genauso leicht geht es. Du musst nur die richtigen Frauen finden. Wir checken heute Abend direkt mal einen Club aus. Kannst du mir einen empfehlen?“
,,Ja, ich kenne ein paar ganz gute Clubs.“
,,Ganz gut reicht nicht. Wir brauchen einen mega angesagten Club, wo auch wirklich tolle Weiber rum laufen. Ich habe keinen Bock auf diese nullachtfünfzehn Weiber. Da holste dir nachher noch die Krätze oder sonst etwas.“
Seufzend verdrehte ich die Augen und sah mich statt nach den Weibern lieber nach unserer Fahrmöglichkeit um, denn wir mussten ja auch nochmal nach Hause.
Es dauerte nicht lange, da fand ich auch schon ein Schild mit unseren Namen.
,,Da ist unsere Mitfahrgelegenheit. Lass uns mal fahren.“, sagte ich und Julian nickte immer noch vollkommen überwältigt.
Gemeinsam machten wir uns dann auf den Weg zu dem Auto, das immer noch auf uns wartete und packte dort unsere Koffer in den Kofferraum.
Gemeinsam mit Julian stieg ich hinten in den Wagen ein und kaum das wir saßen, fuhr der Wagen auch schon los.
Lange mussten wir nicht fahren, da hatten wir unser Haus auch schon erreicht und stiegen dort aus.


Nachdem wir die Koffer dann aus dem Kofferraum genommen hatten, gingen wir zur Haustüre, die ich auch gleich aufschloss.
Das Haus war für mich auch nichts mehr besonderes, aber Julian schien es wohl besonders gut zu gefallen, denn auch hier kam er aus dem Staunen kaum noch raus.
,,Ihr lebt wirklich verdammt geil hier.“
,,Danke. Aber für mich ist es eben normal.“
,,Wo ist denn dein Zimmer?“
,,Oben. Da sind auch die Gästezimmer. In einem kannst du dann schlafen. Kannst dir aussuchen welches.“
,,Wie viele habt ihr denn?“
,,Vier. Aber das schönste ist wohl das neben meinem Zimmer.“
,,Jetzt will ich erst einmal dein Zimmer sehen. Ich hoffe, dass es nicht so spießig ist wie das in Frankfurt.“
,,In Frankfurt ist mein Zimmer auch nicht spießig.“
,,Doch, da hast du nicht mal ein Poster oder so an der Wand. Wie ist es hier?“
,,Hier hängt mehr an der Wand, keine Sorge.“
,,Dann lass mal sehen.“, sagte Julian und ließ seinen Koffer da stehen wo er gerade war und steuerte die Treppe an.
Ich folgte ihm und ging dann auch mit ihm in mein Zimmer.
Dort schmiss er sich auch gleich auf das Bett und grinste breit.
,,Hier ist wirklich ein mehr als cooles Zimmer. Modern eingerichtet, eine Eintrachtfahne über dem Bett und yeah sogar nackte Frauen an der Wand.“


,,Ja, hier bin ich ja auch öfter als in Frankfurt. Wobei ich es andersrum wirklich lieber gehabt hätte.“
,,Vielleicht bekommen wir das nochmal hin, dass du wieder dauerhaft in Frankfurt wohnen kannst. Aber jetzt sind wir erst einmal hier und gleich wird es Zeit es mal ordentlich krachen zu lassen.“
,,Ich hab irgendwie überhaupt keine Lust.“, sagte ich und ließ mich neben Julian auf das Bett fallen.
Julian drehte sich auch gleich auf die Seite und streichelte mir mit der Hand durch die Haare.
,,Mach dir keine Sorgen, wir finden schon noch was für dich. Sei es die Lust zum feiern oder die Lust auf eine Frau. Ich biege dich wieder gerade.“
,,Können wir nicht heute noch hier bleiben? Ich würde mir gerne einen ruhigen Abend mit dir machen und dann gehen wir morgen feiern. Morgen habe ich bestimmt auch mehr Lust und wahrscheinlich auch Geld. Mein Dad wollte mir noch etwas überweisen.“
,,Elvis, sei keine Spaßbremse.“
,,Komm schon, nur heute und ab morgen gehen wir dann ausgeschlafen und bereit für die Frauen in einen Club.“
,,Dann lass uns wenigstens noch an den Strand gehen und uns da mal umsehen.“
,,Was willst du denn da sehen?“
,,Mal schauen was da so rumläuft.“, sagte Julian mit einem Augenzwinkern und ich verdrehte die Augen.
,,Ja, meinetwegen.“, gab ich dann doch klein bei, denn ich hatte im Endeffet ja doch keine andere Wahl.“


,,Eigentlich ist das total die Verschwendung. Ich meine wir verschwenden ernsthaft einen ganzen Abend und das nur weil du keinen Bock hast.“
,,Jetzt stell dich mal nicht so an. Wir haben noch zwei Wochen vor uns und definitiv noch genug Zeit zum feiern. Lass es uns heute einfach ruhig angehen.“
,,Ja, wenn du meinst. Aber wirklich begeistert bin ich nicht.“
,,Nein, dass weiß ich, aber du wirst schon merken, dass es die bessere Lösung ist. Ich meine morgen sind wir doch dann viel ausgeruhter und fitter als heute, denn da haben wir den Flug ja nicht mehr.“
,,Du redest als wären wir 80 und mindestens 12 Stunden unterwegs gewesen.“
,,Nein, das nicht, aber anstrengend ist es doch trotzdem. Was hältst du davon, wenn wir gleich erst mal in die Stadt gehen und da was essen und danach an den Strand gehen?“
,,Nein, dass machen wir anders. Wir gehen erst an den Strand und dann gehen wir später was essen. Fast Food oder doch eher Schickimicki Restaurant?“, fragte Julian und ich zuckte die Schultern.
,,Keine Ahnung, können wir ja später mal sehen. Ich meine ist ja die Frage worauf wir später Hunger haben.“
Julian nickte und schien mit der Antwort zufrieden zu sein.“
,,Ich meine wir können doch nicht so wie wir am Strand rum rennen in ein Schickimicki Restaurant gehen.“
,,Nein, da hast du Recht. Dann gehen wir eben erst an den Strand.“, gab ich ihm recht und und verschränkte meine Hände unter meinem Kopf.
,,Dann los, ziehen wir uns um und machen uns auf den Weg zu Strand.“, sagte Julian, klopfte mir mit der Hand auf den Oberschenkel und stand auf.


,,Willst du dich jetzt schon fertig machen?“, grummelte ich unzufrieden und Julian nickte.
,,Klar, wir müssen uns doch erst mal fertig machen und wenn wir fertig sind gehen wir. Ich meine jetzt ist doch die beste Zeit, oder? Wenn wir zu spät gehen, dann herrscht da nur noch Romantik und die ganzen Weiber knutschen mit den Kerlen rum und das muss ich mir nicht wirklich geben. Also los, fertig machen.“
Ich seufzte leise, stand dann aber auch auf.
,,Zeig mir mal das Bad.“, sagte Julian und ich nickte, bevor ich ihm gewünschten Raum dann auch zeigte.
Kurze Zeit später verschwand Julian dann auch schon in diesem Raum und ich ging kopfschüttelnd wieder zurück in mein Zimmer.
Dort suchte ich mir ein paar Surfershorts und ein Muskelshirt und schmiss beides zusammen mit frischen Boxershorts auf das Bett.
Ich legte mich neben die Klamotten zurück auf das Bett, verschränkte meine Arme erneut unter meinem Kopf und schloss einen Moment die Augen.
Gegen eine Frau hatte ich wirklich nichts einzuwenden, wobei ich gegen einen Kerl auch nichts sagen würde.
Mir kam Lenn wieder in den Sinn und ich würde ihn ja wirklich mehr als gerne anschreiben, aber wie machte ich das nur?
Ich konnte ihm so doch nicht einfach anschreiben, denn ich hatte auf meinem Instagramaccount auch Bilder von mir und meinem Dad und dann würde Lenn doch gleich wissen, wer ich war und das wollte ich nicht.
Seufzend öffnete ich meine Augen wieder und fuhr mir mit der Hand durch die Haare.
Vielleicht sollte ich mir ja einen neuen Account zulegen und ihn dann anschreiben.



Aber das war dann wahrscheinlich auch blöd, denn dann hatte ich da keine Bilder und dann würde ich auffallen.
Auch bei Facebook hatte ich Bilder mit meinem Dad drin und konnte ihn da auch nicht anschreiben, falls er da überhaupt angemeldet war.
Seufzend schüttelte ich den Kopf und zog trotz allem mein Handy aus der Hosentasche und ging zu Instagram.
Dort meldete ich mich mit einem neuen Account an und suchte dort Lenn.
Natürlich fand ich ihn auch da und suchte über Google ein Bild von den Toten Hosen.
Das schickte ich ihm als Direct Nachricht und schrieb ein einfaches “Hey“ drunter.
Das würde wohl für den Anfang reichen, denn ich wollte ja auch nicht einen ganzen Roman schreiben, wenn er mir nachher nicht antworten würde.
Ich schob mein Handy wieder in meine Hosentasche und schloss erneut die Augen.
Wenn ich bei Lenn landen könnte, dann hatte sich das Problem vielleicht erledigt und ich brauchte mir keine Frau mehr suchen.
Das ich auch auf Männer stand wusste Julian, aber er nahm das nicht wirklich ernst und dachte, dass es eine Phase sei und das das auch wieder weggehen würde.
Aber es war nicht einfach nur eine Phase, nein, ich war Bisexuell und ich fühlte mich gut damit.
Schließlich war ich deswegen ja auch kein schlechterer Mensch und konnte ja auch mit der Tatsache ein guter bester Freund sein.
Klar, Julian suchte mir immer nur Frauen und die nahm ich ja auch, aber es war schon schade, dass er das nicht so ernst nahm, wie er sollte oder es wirklich war.


Ich zuckte heftig zusammen als mein Handy klingelte, denn damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.
Als ich es dann aus der Hosentasche zog und auf den Display sah, sah ich, dass sich Instagram gemeldet hatte.
Lenn hatte meine Nachricht gelesen und auch noch drauf geantwortet.
Schnell öffnete ich die Nachricht und las die wenigen Worte die er geschrieben hatte.

`Hey, cooles Bild :)´

Mein Herz machte einen Sprung als ich die drei Worte las, dabei hatte er doch nicht mal was außergewöhnliches geschrieben.
Dennoch wollte ich antworten, was ich dann auch gleich tat und meinen Text eintippte.

`Danke :) Magst du Die Toten Hosen?´

Eigentlich war das eine mehr als dumme Frage, denn er musste sie ja mögen, alleine schon wegen seinem Dad, aber vielleicht konnte ich ja auf dieser “Ich habe keine Ahnung wer du bist Schiene“ etwas erreichen.
Es dauerte nicht lange, da kam auch gleich die nächste Antwort.

`Kann man so sagen. Bin quasi mit denen aufgewachsen und du?´


Ich fuhr mir mit der Hand durch die Haare, was sollte ich denn dazu jetzt noch schreiben?
Jetzt konnte ich ja schlecht schreiben dass ich mit den Bösen Onkelz groß geworden bin, denn dann würde er mir wahrscheinlich nicht mehr schreiben.
Wusste ich doch, dass sich die Gerüchte darüber, dass die Onkelz immer noch rechtsradikal waren hartnäckig hielten, vor allem aber in der linken Szene, zu denen Die Toten Hosen zweifelsohne gehörten und wohl auch Lenn gehörte.

`Ich mag die Hosen, die haben echt coole Lieder. Aber ich habe eine andere Band, die ich favorisiere ;)´

Mit der Antwort war ich zufrieden und schickte sie auch so ab.
Aber wahrscheinlich würde dann gleich von Lenn die Frage kommen, welche Band ich favorisiere und dann muss ich wohl die Wahrheit sagen.
Wie ich es bereits kannte, dauerte auch diese Antwort nicht lange und gleich öffnete ich diese.

`Welche Band favorisierst du denn? Jetzt hast du mich neugierig gemacht :)´

Seufzend fuhr ich mir durch die Haare und drehte mich auf den Bauch, bevor ich eine weitere Antwort eingab.

`Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt keine Antwort mehr bekomme, aber ich mag die Böhsen Onkelz ganz gerne, was dich jetzt wahrscheinlich total schockiert und du mir deshalb nicht mehr antwortest :(´


Seufzend schickte ich die Nachricht ab und legte das Handy neben mich auf das Kissen.
Mein Gesicht vergrub ich ebenfalls darin und hätte am liebsten geschrien, denn ich konnte einfach nicht verstehen, wie sich dieses Gerücht, ein kleiner Fehltritt in der Jugend so hartnäckig halten konnte.
Die Jungs rund um die Onkelz hatten doch schon öfter beteuert, dass sie nicht mehr auf dieser Seite stehen und haben sogar Lieder dazu geschrieben, aber das zählte alles nicht, denn die Presse musste ja einen Buhmann haben und jemanden, den man durch die Scheiße ziehen konnte und wenn es dann nur die Onkelz aus Frankfurt waren oder die Geschichten, die Kevin angehen.
Kevin war sicher auch nicht immer unschuldig bei dem, was er gemacht hatte, aber er war ein herzensguter Mensch und man bekam alles von ihm, sogar sein letztes Hemd, wenn man das benötigen würde.
Kevin war eben einfach das perfekte Beispiel für das weit verbreitete Sprichwort “So wie es in den Wald hinein ruft, so schallt es auch wieder hinaus“.
War man nett zu Kevin, so war er auch stets nett, aber kam man ihm doof, musste man auch mit einer passenden Antwort rechnen, die dann auch nicht immer nett und freundlich war, aber die man sich dann mit dem vorgängigen Verhalten auch gefragt hatte.
Ich jedenfalls mochte ihn wirklich gerne und ich war wirklich froh, dass er zu den Freunden unserer Familie und insbesondere von Dad zählte.
Heftig zuckte ich zusammen, als mir Lenn einfiel und schnappte mir auch gleich mein Handy.
Was mich schon sehr wunderte, war das Lenn doch noch geantwortet hatte, allerdings rechnete ich mit etwas negativem als ich die Zeilen las.


`Die Onkelz machen auch coole Musik. Da habe ich auch das ein oder andere Lied, was mir sehr gut gefällt, da sie sich ja auch mit gesellschaftlichen Problemen beschäftigen. Ich bin zwar kein Fan, ich glaube da würde ich zu viel sagen, aber ich mag die Jungs :)´

Die Antwort beruhigte mich doch irgendwie ungemein und ich hatte auch gleich ein Lächeln im Gesicht, in dem Moment konnte ich einfach nicht anders.
Ich wollte gerade antworten, als mich etwas an meinen Füßen kitzelte, was mich zusammenzucken ließ.
Schwerfällig drehte ich mich rum und sah das Julian vor meinem Bett stand, aber ich habe auch keinen anderen erwartet.
,,Was los?“, fragte ich abwesend und Julian grinste breit.
,,Ich habe zwar keine Ahnung, was du da gemacht hast, aber lass es besser sein und geh dich mal umziehen und fertig machen. Ich bin soweit und das Bad wieder frei.“
Ich nickte und stand auf, denn ich wusste, dass ich das Bad so wie es jetzt war nicht betreten konnte, zumindest nicht für längere Zeit.
Dennoch ging ich in besagten Raum und riss dort erst einmal das Fenster weit auf, denn ich stand in einer einzigen Wolke aus Julian.
Er roch keineswegs unangenehm, sondern wirklich verdammt gut, aber es war dann doch etwas zu viel des Guten, was er sich da immer drauf sprühte an Deo, Parfum, After shave und weiß der Kuckuck was noch.
Aber für solche Fälle lüftete ich das Bad ein paar Minuten und dann ging es wieder.


Nachdem das Fenster offen war, ging ich zurück in mein Zimmer, schmiss mich dort erneut auf das Bett und zündete mir eine Zigarette an.
,,Ich dachte du gehst dich fertig machen.“, sagte Julian, der ebenfalls rauchend auf dem Bett saß.
,,Tue ich ja auch gleich, aber ich muss erst das Bad lüften, sonst bekomme ich da keine Luft mehr drin. Wenn ich jetzt eine geraucht habe, dann gehe ich mich fertig machen, denn bis dahin ist deine Wolke raus.“
,,Ich rieche doch wohl nicht unangenehm.“, empörte sich Julian und ich lachte.
,,Nein, das tust du wirklich nicht, aber zu viel ist manchmal genauso scheiße wie gar nichts.“
,,Willst du damit etwa sagen, dass ich zu viel benutze?“
,,Nein, ich will damit nur sagen, dass du ein ziemlich stark riechenden Duft hast, der aber durchaus sehr männlich ist und auch sehr gut zu dir passt.“
,,Danke.“, sagte Julian knapp, schien aber etwas milder gestimmt.
Ich nickte ihm nur zu und rauchte still schweigend meine Zigarette zu Ende.
Lenn hatte ich dummerweise zu dem Zeitpunkt völlig vergessen, denn ich musste mich seelisch und moralisch auf den Abend vorbereiten und war jetzt schon sicher, dass Julian nichts anbrennen lassen würde und kein Rockzipfel oder besser gesagt Bikinioberteil vor ihm sicher sein würde.
Als ich dann fertig war und die Zigarette im Aschenbecher ausgedrückt hatte, stand ich auf, sammelte meine Klamotten zusammen und ging damit ins Bad.
Mein Handy ließ ich auch jetzt achtlos auf dem Bett liegen, denn das brauchte ich im Bad nicht wirklich.
Es dauerte nicht lange, bis ich geduscht und meine Haare auf Vordermann gebracht hatte.


Zufrieden mit meinem Äußeren ging ich wieder zurück in mein Zimmer, wo Julian auf dem Bett saß und mich fragend und auch etwas angewidert anblickte.
,,Was los?“, fragte ich verwirrt und setzte mich neben ihm auf das Bett und zündete mir noch eine Zigarette an.
,,Du schreibst mit Lenn Frege? Dem Sohn von Campino? Dem Toten Hosen Campino?“, fragte er fassungslos und ich nickte.
,,Ja, wieso denn nicht? Er ist wirklich nett. Aber woher weißt du das und was geht ich das an?“
,,Ich habe das in deinem Handy gelesen. Ich wollte eigentlich nur etwas googlen und da habe ich das gesehen. Du hattest das Gespräch noch offen. Ich musste es einfach lesen. Wie redest du eigentlich darin über deinen Vater? Hast du vergessen, was er alles für dich getan hat?“
,,Jetzt bleib mal auf dem Teppich. Ich glaube nicht, dass du mir eine Moralpredigt darüber halten musst wie ich über meinen Dad rede, denn du bist nicht besser. Vor allem redest du nicht nur schlecht über deinen Dad sondern auch mit ihm und das finde ich noch viel schlimmer. Außerdem habe ich doch auch gar nichts negatives über meinen Dad geschrieben.“
,,Du verleugnest deinen Vater und deine Herkunft.“
,,Wieso?“, fragte ich verwirrt, denn ich konnte es wirklich nicht verstehen.
,,Ein anderer Account, ein anderer Name. Was ist aus dem stolzen Elvis Dion Weidner geworden, der den Namen Weidner mit stolz trägt?“
,,Ich hab keine Ahnung, was du für ein Problem hast. Es ist meine Sache mit wem und unter welchem Namen ich schreibe und das geht dich auch nichts an.“


,,Dein Vater würde sich für dich schämen wenn er das wüsste.“, sagte Julian mit einem Kopfschütteln und ich tat es ihm gleich.
,,Ich verstehe dein Problem wirklich nicht. Es ist meine Sache und dabei bleibe ich und wenn du meinst, dass mein Vater sich dafür interessiert, dann musst du ihm das sagen und abwarten wie er reagiert. Ich würde jetzt gerne gehen. Ich bin fertig.“
,,Eigentlich habe ich jetzt keine Lust mehr, aber gut, dann komm.“, sagte Julian, stand auf und drückte mir das Handy wieder in die Hand.
Seufzend steckte ich es in die Hosentasche und packte auch noch Zigaretten, Schlüssel und meine Geldbörse ein und folgte Julian nach unten.
Gemeinsam mit ihm machte ich mich auf den Weg zum Strand, allerdings lief Julian voran und somit auch einen Umweg.
Es gab viele Wege die zum Strand führten, aber Julian wählte definitiv nicht den kürzesten.
Ich ließ ihn machen, denn so würden wir noch durch die Stadt kommen, bei dem Weg den Julian gewählt hatte.
Allerdings dauerte es dann auch nicht lange, da hatte Julian auch schon die ersten Mädels entdeckt, die er scheinbar ganz nett fand und auch gleich mal ansprechen musste.
Seufzend setzte ich mich etwas abseits auf ein paar Treppenstufen eines Hauseingangs und sah links und rechts die Straße entlang.
Ich zog meine Zigaretten aus meiner Hosentasche und zündete mir davon eine an, bevor ich die Packung wieder wegsteckte und Julian genervt anblickte.
Aber dieser flirtete immer noch mit den Weibern rum und interessierte sich mal wieder so null für mich, aber das war mir ja schon fast klar, denn was anderes hatte ich nicht erwartet.


Wusste ich doch, dass er nur wegen den Weibern hier war und nicht wirklich um Zeit mit mir zu verbringen.
Aber beschweren durfte ich mich ja auch nicht, sonst würde er ja auch darüber wieder meckern.
Also blickte ich weiter die Straße entlang und beobachtete die Menschen, die sich dort tummelten.
,,Hey.“, hörte ich eine weibliche Stimme neben mir und drehte den Kopf zu ihr.
Neben mir saß eine blonde junge Dame mit strahlend blauen Augen, die mich erwartungsvoll anblickten.
Mein Blick wanderte weiter runter und ich sah, dass sie nur ein Bikinioberteil und eine Pants trug.
,,Hey.“, sagte ich lächelnd und blickte ihr dann auch wieder in die Augen.
,,Ich bin Lisa und mit wem hab ich die Freude?“
,,Elvis.“
,,Cooler Name.“, sagte sie und schien das auch noch ernst gemeint zu haben.
,,Danke.“
,,Nichts zu danken. Ich mag Menschen mit außergewöhnlichen Namen. Ich hätte auch gerne einen, aber leider haben meine Eltern das anders gesehen.“
,,Ich finde du hast auch einen sehr schönen Namen.“
,,Danke, aber er ist eben nichts besonderes.“
,,Aber das macht doch nichts, denn es entscheidet doch nicht dein Name ob du außergewöhnlich bist oder nicht.“
,,Ich finde es wirklich schön, dass du das so siehst, danke.“


,,Nichts zu danken. Bist du im Urlaub hier?“, fragte ich und schnippte die Zigarette weg.
,,Ja und nein. Ich bin mit ein paar Freundinnen hier. Mein Vater hat hier einen Termin wegen seiner Arbeit und dann hat er uns mitgenommen. Kann sein, dass wir bald dann nach hier auswandern und du?“
,,Ich wohne auch hier.“
,,Wirklich? Ich meine das ist bestimmt total cool, oder?“
,,Kann man sehen wie man will. Ich meine klar, hier ist immer schönes Wetter und tolle Menschen, aber ich vermisse meine Heimat und würde gerne wieder zurück.“
,,Wo kommst du denn her? Also gebürtig?“
,,Frankfurt am Main und du?“
,,Düsseldorf.“
,,Oh, dass ist auch eine verdammt coole Stadt.“
,,Ja, die aber ziemlich dominiert wird. Ich meine ich mag das und finde es auch wirklich toll, aber meine Freundinnen leider nicht.“, sagte sie seufzend und sah wirklich nicht glücklich aus.
,,Was meinst du mit dominiert?“
,,Na ja in Düsseldorf ist der Punk ziemlich dominant, alleine schon durch Die Toten Hosen. Mich stört es nicht wirklich, denn ich mag die Jungs und sie sind wirklich auch verdammt cool, aber meine Mädels stehen da leider nicht so drauf. Sie hören eher Dinge, die ich nicht als Musik bezeichnen würde.“
,,Ja, das kann ich verstehen. Kennst du Die Toten Hosen denn persönlich?“
,,Ich hoffe du hältst mich jetzt nicht für einen Freak oder ein Groupie oder so, aber ja, ich kenne zumindest Campino persönlich. Die anderen leider nicht.“
,,Finde ich cool. Woher kennst du ihn denn?“


,,Oh, dass ist eine lange Geschichte.“, sagte sie und schien nicht wirklich darüber sprechen zu wollen.
,,Ich habe Zeit, aber wenn du nicht darüber reden willst, dann ist das schon okay.“
,,Na ja so lang ist die Geschichte eigentlich nicht, aber eben nicht unbedingt die Schönste. Na ja, ich war halt damals mal mit ihm zusammen.“
,,Mit Campino?“, fragte ich schockierter als ich wollte, aber das wunderte mich doch schon etwas, denn das Mädel neben mir war höchstens 18 und Campino nun mal schon über 50.“
,,Um Gottes Willen, nein. Das könnte mein Opa sein. Nein, er ist wirklich ein sehr netter Mann und er sieht auch wirklich gut aus für sein Alter und das was er erlebt hat, aber ich war mit seinem Sohn zusammen. Lenn. Vielleicht hast du ja mal von ihm gehört.“
In dem Moment war ich wirklich froh, dass ich den Blick früh genug abgewandt hatte, sodass sie meinen schockierten Blick nicht sehen konnte.
Sie hatte was mit Lenn?
Dann konnte ich es wohl vergessen, dass er auf Männer stand und ich in irgendeiner Art und Weise eine Chance bei ihm hatte.
,,Alles okay?“, fragte Lisa und ich nickte.
,,Ja, ist alles okay. Wieso habt ihr euch denn damals getrennt?“, fragte ich dann weiter, denn so ganz wollte ich die Hoffnung noch nicht aufgeben.
,,Oh genau weiß ich es eigentlich nicht. Lenn kam irgendwann zu mir uns meinte, dass es nicht mehr geht und das er sich von mir trennt. Noch bevor ich nach einer Erklärung fragen konnte, hat er mich auch schon raus geschmissen.“


,,Aber du hättest ihn doch auch anrufen können oder ihm schreiben.“
,,Das habe ich getan, aber er hatte sein Handy aus und nachher eine neue Nummer. Also bin ich nicht an ihn ran gekommen.“
,,Aber wir leben doch im Zeitalter von Facebook und Instagram.“
,,Ja, aber da hat er mich blockiert. Er hat wirklich alle Register gezogen, damit ich nicht mehr an ihn ran komme.“
,,Bist du denn nochmal bei ihm gewesen?“
,,Ja, schon öfter. Aber er hat sich immer verleugnen lassen.“
,,Das tut mir leid. Wie lange ist das denn schon her?“
,,Noch nicht wirklich lange.“
,,Heißt?“, fragte ich weiter und Lisa seufzte.
,,Genau 4 Wochen.“
,,Warum weißt du das so genau?“
,,Weil ich bis vor meinem Urlaub hier jeden Tag versucht habe ihn zu erreichen. Morgens, mittags, abends, nachts, aber ich hatte nie eine Chance.“
,,Du liebst ihn noch?“
,,Nein, ich glaube nicht.“, sagte sie nicht wirklich überzeugend und ich spürte sofort, dass es doch so war.
,,Vielleicht solltest du es nochmal versuchen. Ich meine mit einem anderen Account bei Facebook oder Instagram oder so.“
,,Ich will doch nur wissen, wieso er sich von mir getrennt hat. Wir waren wirklich glücklich, dachte ich zumindest, abgesehen von Kleinigkeiten waren wir das auch wirklich.“
,,Was denn für Kleinigkeiten?“


,,Ach ich sollte dich nicht damit belästigen. Immerhin ist das echt nicht cool die ganze Zeit von meinem Ex zu reden.“
,,Quatsch, mich stört das nicht, ganz im Gegenteil. Ich höre dir gerne zu. Also erzähl mir mehr. Was meintest du mit Kleinigkeiten?“
,,Na ja, außer küssen ist da nicht viel gelaufen.“
,,Du meinst du hast nie mit ihm geschlafen?“, fragte ich überrascht, aber Lisa schüttelte den Kopf.
,,Nein, ich glaube er fand mich nicht attraktiv genug.“
,,Nein, dass kann ich mir aber nicht vorstellen. Ich meine du bist eine wunderschöne junge Dame.“
,,Danke.“, sagte sie mit leicht roten Wangen und klemmte sich eine Haarsträhne hinter das Ohr.“
,,ich weiß auch nicht wieso. Wir waren eine ganze Weile zusammen und ich finde, dass es auch nach einer Weile einfach normal ist und dazu gehört, aber Lenn wollte nicht. Ich weiß bis heute auch nicht, wieso er das getan hat, aber er hat es getan.“
,,Wie lange wart ihr denn zusammen?“
,,6 Monate.“
,,Wow, dass ist wirklich eine ganze Weile und das ohne Sex ist wirklich mies. Vor allem seid ihr beide ja auch noch jung, oder?“
,,Ja, Lenn ist 17 und ich na ja, ich bin erst 16. Aber ich werde übermorgen 17.“
,,Das ist cool. Feierst du deinen Geburtstag auch noch hier?“
,,Ja, wir sind vorgestern erst her gekommen. Wir bleiben noch eine Weile und du? Wann hast du Geburtstag?“
,,Im Dezember.“


,,Oh, ein Winterkind. Welches Datum genau?“
,,Am 24.“
,,Oh, du hast Weihnachten Geburtstag? Das ist wirklich verdammt cool. Du bist also ein Christkind.“
,,Ja, so kann man es nennen.“, sagte ich lächelnd und konnte nicht verhindern, dass mir immer wieder durch den Kopf schwirrte, dass ich gerade mit der Ex Freundin von Lenn Frege redete.
,,Oh man.“, sagte Lisa und schüttelte den Kopf.
Ich folgte mit meinem Blick dem ihren und dann sah auch ich, was sie gesehen hatte.
Julian hatte einem der Mädels die Zunge in den Hals gesteckt und schien nicht wirklich von ihr ablassen zu wollen.
,,Sieh dir nur diesen Idiot an. So ein oberflächlicher Macho. Da sieht man doch schon, dass der nur das eine will und nicht wirklich Interesse an den Mädels hat. Warte ab, es wird nicht lange dauern, da kommen die drei zu mir und sagen mir, dass sie mit dem Typen da verschwinden und ich bin wieder alleine. Dann werden die vier vögeln und wahrscheinlich verliebt sich dann auch noch eine in den Typ. Das Ende vom Lied wird dann ein gebrochenes Herz sein, nachdem er ihr gesagt hat, dass sie nur ein Fick war und dann bin ich wieder gut genug um die Tränen zu trocknen. Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie man mit solchen Leuten klar kommt. Ich meine ja, die Mädels sind auch ziemlich oberflächlich, aber ich habe leider keine anderen Freunde mehr.“
,,Er ist mein bester Freund.“, sagte ich leise und sie sah mich schockiert an.
,,Oh mein Gott, dass tut mir wirklich leid. Das wusste ich nicht. Oh man ich bin aber auch unsensibel.“


,,Nein, dass ist schon okay. Es ist deine Meinung.“
,,Ich habe auch überlegt, ob ich das auch mal ausprobieren soll. Statt auf große Gefühle zu setzen mich einfach durch die Weltgeschichte zu vögeln, aber dann werde ich schnell als Schlampe abgestempelt, denn als Mann darf man das, aber als Frau ist man dann gleich eine Schlampe.“
,,Ich finde das so oder so nicht wirklich gut. Ich meine ich bin ja auch noch nicht wirklich alt, aber ich brauche dieses sinnlose gevögel nicht. Ich meine was ändert es? Ja, du bist befriedigt und vielleicht auch entspannter, aber das ist auch alles. Sonst ändert sich doch nichts.“
,,Wow, ich wünschte ich würde öfter Männer wie dich kennenlernen. Das ist wirklich eine tolle Einstellung.“
,,Danke. Ich bemühe mich zumindest.“
,,Du bist wirklich ein toller Kerl. Ich mag dich irgendwie jetzt schon.“
,,Danke, ich mag dich irgendwie auch und toll bist du auf jeden Fall auch.“
,,Danke. Magst du vielleicht mit mir noch etwas trinken gehen?“
Ich wollte gerade antworten, kam allerdings nicht wirklich dazu, denn Julian kam auch schon zu mir.
,,Du hast doch sicher einen Schlüssel mitgenommen, oder?“, fragte er und ich nickte.
,,Natürlich, wir müssen ja irgendwie wieder rein kommen.“
,,Dann würde es dir doch sicher nichts ausmachen mir den zu geben, damit ich mich mit den Damen zurückziehen kann, oder?“
,,Und wie komme ich dann rein?“, stellte ich die Gegenfrage und Julian seufzte.


,,Ich bin ja dann da. Ich mache dir die Türe schon auf.“, sagte Julian mit Nachdruck und ich nickte.
,,Meinetwegen.“, sagte ich und zog den Schlüssel aus meiner Hosentasche und reichte diesen Julian.
,,Danke und bis später.“, sagte Julian und drehte sich auch gleich rum zu den Damen, die sich in der Zeit auch kurz mit Lisa unterhalten hatten.
Julian nahm zwei der drei Damen in den Arm und machte sich mit allen drei auch gleich auf den Weg zu mir nach Hause.
,,Wahrscheinlich kommst du später nicht mehr rein.“, sagte Lisa und ich schüttelte den Kopf.
,,Nein, Julian lässt mich schon noch rein, da mache ich mir keine Sorgen.“
,,Okay, dein bester Freund. Magst du denn jetzt mit mir etwas trinken gehen?“
,,Klar.“, sagte ich und stand von der Treppe auf, bevor ich ihr dann meine Hand hin hielt.
Lisa ergriff sie auch gleich und ich half ihr auf die Beine.
,,Kennst du dich hier aus?“, fragte ich und wusste die Antwort eigentlich schon.
,,Nein, aber ich denke das du das tust, oder?“
,,Ja klar. Du musst mir nur sagen, wo du hin willst. Also Bar oder Club oder so.“
,,Nein, ich würde sagen eine Bar reicht, denn dann können wir uns noch etwas unterhalten, was wir ja nicht können, wenn wir in einen Club gehen, denn da ist es durch die Musik ja doch recht laut.“
,,Ja, da hast du Recht. Ich kenne hier in der Nähe auch wirklich eine gute Bar. Lass uns dahin gehen, ich lade dich ein.“
,,Gerne.“, sagte Lisa und gemeinsam machten wir uns dann auch wirklich auf den Weg dahin.“


In der Bar angekommen suchten wir uns einen Platz in einer der hinteren Reihen und setzten uns dahin.
Lisa bestellte sich irgendeinen Cocktail und ich bestellte mir ein Bier und einen Wodka / Red Bull.
Nachdem die Kellnerin dann mit den Getränken wieder kam, bedankte ich mich bei ihr und dann ging sie auch schon wieder.
,,Du erinnerst mich an jemanden. Ich habe irgendwie das Gefühl dich schon mal gesehen zu haben.“, sagte Lisa und sah mich genau an.
,,Ach wirklich?“, fragte ich und fuhr mir nervös mit der Hand durch die Haare, denn wenn sie jetzt raus finden würde, dass ich quasi zu den Onkelz gehörte, dann war ich sicher bei ihr unten durch, denn sie war ja immerhin mit Lenn zusammen.
,,Ja, ich weiß nur noch nicht woher, aber du kommst mir irgendwie doch bekannt vor. Machst du irgendwas, wo ich dich schon mal gesehen haben könnte?“
,,Nein, mache ich nicht. Ich bin ein ganz normaler Schüler und nichts besonderes.“, lächelte ich nervös und leerte das Glas mit dem Wodka / Red Bull in einem Zug.
,,Kann auch sein, dass ich dich verwechsele. Aber ich finde du hast Ähnlichkeit mit jemandem. Ich weiß nur noch nicht mit wem.“
,,Das kann ich dir auch nicht sagen. Aber das ist ja auch nicht wichtig. Erzähl mir mehr von dir.“
Noch bevor Lisa antworten konnte, klopfte mir jemand auf die Schulter und ich drehte mich auch gleich zu der Person rum.
,,Sieh an, der Weidner ist wieder im Land. Ich dachte du bist in Frankfurt. Hattest wohl Sehnsucht nach uns, was?“, grinste einer meiner Bekanntschaften mich an.


,,Ich bin mit einem Kumpel aus Frankfurt hier. Wir wollten Urlaub machen.“
,,Hier? Du wohnst hier und willst dann hier auch noch Urlaub machen? Das ist krank, Weidner.“
,,Lass mich doch. Ich bin übrigens beschäftigt, falls ihr versteht.“, sagte ich an die drei Jungs gerichtet und sie sahen kurz auf Lisa, bevor sie dann wissentlich nickten.
,,Lass es krachen, Weidner.“, sagte der eine und noch bevor ich etwas sagen konnte, drehten die drei sich dann auch schon rum und waren verschwunden.
Wieso mussten die drei auch so oft meinen Nachnamen erwähnen?
Lisa war sicher nicht taub und hatte das auch gehört.
Jetzt konnte sie sich doch denken, woher sie mich kannte. Das würde es mir wohl nur noch schwerer machen.“
Seufzend setzte ich mich wieder an den Tisch, denn ich war um mit den Jungs zu reden aufgestanden.
,,Tut mir leid, aber das waren ein paar Bekannte von mir.“
,,Schon okay. Aber jetzt weiß ich glaube ich, woher ich dich kenne.“
,,Ach wirklich?“, fragte ich erneut unsicher und rutschte leicht auf der Bank hin und her.
,,Ja, haben die Jungs dich gerade Weidner genannt? Ich meine Weidner wie Stephan Weidner?“
,,Ja, so haben sie mich genannt.“, gab ich seufzend zu und erntete auch gleich einen schockierten Blick von Lisa.
,,Bist du denn mit Stephan Weidner verwandt oder habt ihr einfach nur den gleichen Nachnamen?“
,,Nein, ich bin mit ihm verwandt. Er ist mein Vater.“


,,Okay. Du Elvis, es war wirklich ein schöner Abend, aber ich muss jetzt leider gehen.“
,,Ist es wegen meinem Vater?“
,,Nein, ich glaube ich bekomme Migräne. Ich habe Kopfschmerzen. Sei mir nicht böse, wir holen das sicherlich nochmal nach, aber jetzt muss ich wirklich gehen.“, sagte sie und stand auf.
Sie schmiss schon förmlich einen 5€ Schein auf den Tisch und verließ dann fluchtartig die Bar.
Seufzend blickte ich ihr nach und konnte es nicht fassen.
Jetzt war mein Dad schon nicht da und machte es mir doch noch kaputt.
Ich leerte mein Bier und steckte die 5€ von Lisa ein, denn die würde ich ihr zurück geben, falls ich sie nochmal sehen würde.
Nachdem ich dann auch noch das Bier leer gemacht hatte, bezahlte ich die drei Getränke und verließ dann ebenfalls die Bar.
Mit hängendem Kopf streifte ich durch die immer noch belebten Straßen der Stadt und wusste nicht, was ich jetzt machen sollte.
Eine ganze Weile lief ich einfach noch planlos durch die Stadt, bevor ich mich dann dazu entschied nach Hause zu gehen.
Dort angekommen klingelte ich wie verabredet an der Haustüre und wartete.
Allerdings machte Julian mir die Türe nicht auf und ich stand immer noch vor der Türe.
Auch das Sturmklingeln brachte nichts, denn er kam nicht und öffnete mir die Haustüre.


Seufzend zog ich mein Handy aus der Hosentasche, denn vielleicht war er ja auch noch nicht zu Hause.
Dann könnte ich mir den Schlüssel aber ja auch bei ihm holen gehen und dann würde ich auch rein kommen.
Ich wählte seine Nummer und hörte kurze Zeit später auch schon das Freizeichen.
Allerdings hörte ich das eine ganze Weile, bevor die Mailbox ansprang.
Seufzend legte ich auf und wiederholte den Vorgang noch ein paar Mal, allerdings immer mit dem gleichen Resultat, eben damit, dass Julian auch da nicht dran ging.
Aber so schnell würde ich noch nicht aufgeben und ging deshalb um das Haus herum, in der Hoffnung, dass er vielleicht die Terrassentüre offen hatte und ich so in das Haus kommen würde.
Dummerweise musste ich um auf die Terrasse zu kommen aber durch eine Hecke und diese hatte Dornen.
Mein Vater hatte diese pflanzen lassen um zu verhindern, dass einer einbricht.
Das würde zwar keinen Einbrecher abhalten, aber es ihm schwerer machen.
Ich schloss die Augen, atmete nochmal tief durch und ging dann auch tatsächlich durch die Hecke.
Natürlich zerschnitt ich mir dabei auch gleich die Arme, aber darauf konnte ich jetzt keine Rücksicht nehmen.
Das Blut was dabei meine Arme hinab lief, ignorierte ich vollkommen und ging zur Terrassentüre.
Tatsächlich war diese offen und ich seufzte zufrieden, immerhin kam ich jetzt nach drinnen.
Sofort machte ich mich auf den Weg nach oben, um in mein Zimmer zu kommen.


Allerdings hörte ich auf dem Weg nach oben schon das Gestöhne aus dem Gästezimmer und konnte nicht anders als genervt die Augen verdrehen.
Julian hatte ganz offensichtlich seinen Spaß und ich musste jetzt alleine im Bett liegen und irgendwie einzuschlafen während die da stöhnten.
Ich ging in mein Zimmer und schlug die Türe hinter mir zu, was die vier aber auch nicht wirklich zu stören schien, denn ich hatte das Gefühl, dass sie nur noch lauter wurden als vorher.
Seufzend zog ich mein Oberteil aus und schmiss es auf das Bett.
Mein Portmonee landete daneben und ich konnte es wirklich nicht glauben.
Wieso hatte Julian so ein Glück und ich nicht?
Ich meine wieso kann ich denn nicht auch mal so ein Glück haben?
Mit meiner Hand fuhr ich mir durch die Haare und überlegte, ob ich mich jetzt wirklich schon ins Bett legen sollte, entschied mich aber dagegen.
Stattdessen zog ich meine Schuhe aus und tapste Barfuß wieder runter und ging in die Küche.
Dort nahm ich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank, denn Bier hatten wir immer zu Hause und setzte mich damit auf die Terrasse, um mir das stöhnen nicht weiter anhören zu müssen.
Auf der Terrasse ließ ich mich schwer auf einen Stuhl sinken und legte die Füße auf den Tisch.
Mit dem Feuerzeug machte ich die Flasche Bier auf und zündete mir dann auch gleich noch eine Zigarette an.
Nach einem tiefen Schluck aus der Flasche zog ich mein Handy raus.


Ich ging auf Instagram und musste Lenn nun einfach nochmal schreiben.
Wahrscheinlich würde er schon schlafen, aber dann würde er es morgen sehen und konnte mir dann ja auch noch antworten.
Schnell hatte ich Direct geöffnet und dann auch schon den Chat mit Lenn, bevor ich meine Nachricht eingab.

`Hey, sorry war unterwegs und hab keine Zeit gehabt zu antworten. Hoffe du schläfst noch nicht. LG´

Ich sendete die Nachricht ab und schlug mir dann auch gleich mit der Hand vor die Stirn.
Wie konnte ich nur so einen Scheiß schreiben?
Lenn musste doch jetzt auch denken, dass ich sie nicht mehr alle hatte.
Aber anders als ich erwartet hatte, klingelte dann kurze Zeit später mein Handy und kündete eine Nachricht von Lenn an.

`Hey. Kein Problem, bin ja noch wach :) Hoffe du hattest Spaß. Ich würde auch gerne etwas machen, aber ist alles ein bisschen Langweilig hier.´

Ich hatte keine Ahnung, was er meinte, denn er hatte doch auch sicher Freunde und ich verstand nicht, wieso er sich dann nicht mit denen treffen würde.
Also tippte ich die Antwort ein.

`Eher nicht, war recht schnell zu Ende und jetzt bin ich auch wieder alleine. Wieso unternimmst du denn nichts wenn es dir langweilig ist?´


Ich drückte die Zigarette im Aschenbecher aus und trank noch einen tiefen Schluck aus der Flasche, bevor dann die nächste Antwort von Lenn kam.

`Das klingt ja nicht so toll. Wieso bist du denn wieder zu Hause? Keine Lust mehr gehabt? Ich habe im Moment keinen, mit dem ich was unternehmen kann, denn mein bester Freund ist im Urlaub und ich alleine zu Hause und wie ist es bei dir?´

Lenn war alleine zu Hause und wie gerne würde ich jetzt bei ihm sein, denn ich war mir sicher, dass ich mit ihm sicher eine Menge Spaß haben würde und das ich mich da nicht mehr alleine fühlen musste.
Dennoch wollte ich aber auch Lenn noch zurück schreiben, was ich dann auch gleich tat.

`Ich hatte irgendwie keine Lust mehr und mein bester Freund hat mich wegen anderen Weibern sitzen lassen. Hast du denn niemanden außer deinem besten Freund? Ich habe leider auch keinen mehr, mit dem ich noch was unternehmen kann. Ich bin aber auch im “Urlaub“´

Seufzend legte ich das Handy wieder auf mein Bein und trank noch einen Schluck aus der Flasche.
Mich störte es irgendwie, dass Julian mich sitzen gelassen hatte, aber andererseits hatte ich ja auch keine andere Wahl.
Ich konnte es ihm ja auch nicht verbieten, denn er war ja alt genug.


Aber auch da kam ich nicht wirklich dazu diesen Gedanken zu Ende zu denken, denn dann kam auch schon die Antwort von Lenn.

`Das ist immer mies, aber ich kenne das. Doch, ich habe auch noch andere Freunde, aber die wohnen zu weit weg oder sind auch in Urlaub. Du hast es gut, ich wäre auch gerne im Urlaub.´

Ich lachte ironisch, denn irgendwie beneideten mich alle, dass ich hier war, aber ich fand es einfach nur schlimm.
Mit der Insel konnte ich mich nicht wirklich identifizieren und der Weiberheld schlechthin war ich auch nicht wirklich, auch wenn die Frauen hier vielleicht etwas freizügiger waren.
Dennoch schrieb ich ihm auch darauf zurück.

`Lässt dein bester Freund dich auch wegen irgendwelchen Frauen sitzen? Ja, ich kenne das, wenn die Freunde zu weit weg wohnen. Ich wohne eigentlich hier, was ich aber auch nicht besonderes gut finde. Wäre halt lieber in meiner Heimatstadt.´

Wahrscheinlich würde ich bald die Wahrheit sagen müssen, wenn ich weiter so viel von mir Preis geben würde und dann würde es wahrscheinlich so laufen wie bei Lisa.
Er würde sich nicht mehr bei mir melden und dann war ich wieder alleine.
Aber das kannte ich ja auch schon und wirklich neu war die Situation auch nicht.
Ich fuhr mir mit der Hand seufzend durch die Haare, als ich sah, dass eine erneute Nachricht eintraf.


Mein Handy nahm ich zur Hand und las die Nachricht auch gleich.

`Nein, das nicht, aber er ist in Urlaub und ich alleine. Leider konnte ich nicht mit. Wo bist du denn in Urlaub bzw. wo wohnst du denn jetzt und wo eigentlich?´

Seufzend fuhr ich mir mit der Hand durch die Haare, denn es ging immer weiter dahin, das ich die Wahrheit sagen musste.

`Wieso bist du denn nicht mitgefahren in Urlaub? Ich bin im Moment auf Ibiza. Hier wohne ich auch schon seit längerem, aber eigentlich wohne ich in Frankfurt am Main.´

Auch diese Nachricht sendete ich ab und leerte die Flasche in einem Zug und stellte die leere Flasche auf den Tisch.
Kurze Zeit später kam dann auch schon die nächste Antwort von Lenn, die ich auch gleich las.

`Das war ein Familienurlaub und da wollte ich nicht stören, denn da gehöre ich ja auch nicht wirklich zu. Ibiza ist bestimmt cool, zumindest ist es da warm, aber da wohnen würde ich auch nicht wollen. Frankfurt, na ja ist nicht unbedingt meine Lieblingsstadt, aber da war ich auch schon ein paar Mal und es war auch eigentlich ganz schön, aber ich bin eben ein waschechter Düsseldorfer und liebe meine Stadt am Rhein natürlich auch über alles ;)´


Ich nickte wissentlich, denn Lenn ging es mit Düsseldorf nicht anders, als mir mit Frankfurt.
Das konnte er wahrscheinlich verstehen, aber wirklich viel weiter war ich auch noch nicht, was sein Leben angeht.
Ich musste es irgendwie schaffen weiter zu ihm durchzudringen und mehr über sein Leben und vor allem sein Liebesleben erfahren.

`Das ist ja schade, aber der Urlaub ist ja auch mal wieder vorbei und dann ist dein bester Freund ja auch wieder da :) Ja, zum Urlaub machen ist Ibiza wirklich toll, aber zum wohnen nicht wirklich. Ja, aber so wie es dir mit Düsseldorf geht, so geht es mir mit Frankfurt, denn diese Stadt liebe ich über alles. Sag mal, hast du eigentlich keine Freundin? Ich meine du könntest doch sonst auch mit ihr etwas unternehmen.´

Vielleicht war das etwas zu gewagt, aber ich musste das einfach fragen, denn vielleicht würde Lenn dann auch mehr von sich erzählen.
Immerhin gab es ja viele Menschen, die von sich erzählten, wenn man ihnen nur einen Stups gab.
Ich legte das Handy beiseite auf den Tisch und schnappte mir die leere Flasche Bier, mit der ich dann in die Küche ging.
Die leere Flasche stellte ich in den Kasten, der unter der Theke stand, die wir in der Küche stehen hatten und nahm mir aus dem Kühlschrank eine neue Flasche, mit der ich wieder raus auf die Terrasse ging.
Dort setzte ich mich wieder hin, öffnete die Flasche und trank einen Schluck, bevor ich mein Handy wieder zur Hand nahm und die nächste Nachricht von Lenn las.


`Ja, aber leider dauert das noch eine Weile. Die sind heute morgen erst gefahren und ich vermisse ihn irgendwie jetzt schon total. Nein, ich bin Single, unglücklich verliebt, aber keine Freundin und du?´

Eigentlich sollte ich mich ja freuen, dass er Single ist, wäre da nicht die Tatsache, dass er geschrieben hat, dass er unglücklich verliebt ist, denn das würde bedeuten, dass ich ebenfalls keine Chance bei ihm haben würde.
Dennoch antwortete ich ihm auch gleich.

`Ich bin sicher, dass du die Zeit auch noch rum bekommst ;) Wieso denn unglücklich verliebt? Warum versuchst du es nicht einfach oder hast du das schon? Ich bin auch Single.´

Ich zündete mir eine weitere Zigarette an und inhalierte den Qualm tief, bevor ich ihn wieder meinen Lungen entweichen ließ.
Kurze Zeit später kam dann auch schon die nächste Antwort von Lenn, die ich dann auch gleich las.

`Ich hoffe es :) Ich habe mich in jemanden verliebt, aber das würde es alles nur kompliziert machen, wenn ich meine Gefühle offen lege, deswegen habe ich nichts gesagt und werde wohl auch nichts sagen. Warum hast du denn keine Freundin, oder einen Freund. Sorry, wenn ich so direkt bin, ich will dich nicht beleidigen, aber es soll ja Männer geben, die auch auf Männer stehen :D´


Ich nickte, denn diese Männer gab es in der Tat und auch ich gehörte dazu, aber ich war mir einfach nicht sicher, ob ich das Lenn sagen wollte und sollte.
Erneut zog ich an meiner Zigarette und ließ den Qualm meinen Lungen wieder entweichen, nachdem ich ihn tief inhaliert hatte.
Mein Blick fiel auf die Uhr und ich sah, dass es schon 3 Uhr waren.
Es wurde wohl auch bald mal Zeit ins Bett zu gehen und vielleicht war Julian dann ja auch mal fertig, damit ich dann vielleicht auch endlich mal ans schlafen kommen würde.
Dennoch sollte ich Lenn antworten, was ich dann auch gleich tat.

`Bestimmt :) Wieso würde es das denn kompliziert machen? Ich glaube nicht, dass es so gut ist, wenn du es nicht sagst. Das macht dich nur unglücklich und wenn du es nicht versuchst, dann wirst du ja auch nicht erfahren, ob die Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen. Keine Sorge, du beleidigst mich nicht, ich bin bisexuell, also hattest du Recht mit deiner Vermutung. Na ja, es ist so, dass ich keinen passenden Mann oder Frau finde. Irgendwie will mich kein Mensch.´

Ich wusste, dass das wohl ziemlich wehleidig klang, aber es war die Wahrheit und ich konnte es ja auch nicht ändern.
Aber früher oder später würde ich vielleicht auch mal Glück haben und dann auch mal wieder glücklich sein können.
Dann kam auch schon die nächste Nachricht von Lenn, die ich dann auch gleich las.

`Ich habe mich in meinen besten Freund verliebt, denn auch ich bin bisexuell. Ich will da nicht unsere Freundschaft gefährden, deswegen sage ich nichts. Die Gefühle gehen auch wieder weg und dann ist alles gut. Das du keinen findest kann ich mir aber auch nicht vorstellen. So scheiße siehst du bestimmt nicht aus ;)´


Ich grinste als ich die letzten Zeilen las, denn das würde er wohl nicht beurteilen können, denn ich würde ihm keine Bilder schicken, das würde nicht gut gehen.
Dennoch antwortete ich ihm natürlich.

`Wenn es dein bester Freund ist, dann ist das schon mies, aber es heißt ja nicht, dass du mit ihm nicht auch glücklich sein kannst. Ich finde auch da solltest du es mal versuchen, denn auch so wirst du nicht wissen, ob es klappt, wenn du es nicht versuchst ;) Ich weiß nicht, ich bin wahrscheinlich nicht jedermanns Typ. Mach halt mein eigenes Ding.´

Ich trank noch einen Schluck von dem Bier und seufzte leise, denn ich hatte wirklich keinen Bock mehr auf die ganze Scheiße.
Eigentlich wollte ich doch auch nur mal wieder glücklich sein, aber das war mir wohl einfach nicht vergönnt.
Als dann aber die nächste Nachricht von Lenn kam war der Gedanke wie weggefegt.

`Ja, vielleicht rede ich mal mit ihm, wenn er wieder zurück ist. Er ist ja noch in Urlaub, aber eigentlich hast du ja Recht. Ich werde es wirklich nicht wissen, wenn ich es nicht versuche. Danke, für deinen Tipp. Aber sein eigenes Ding zu machen ist ja auch nicht immer das schlechteste. Schick mir doch mal ein Bild von dir, vielleicht kann ich dir ja auch ein paar Tipps geben :)´


Ich musste lachen als ich die Nachricht las, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass er mir einen Tipp geben konnte, wenn er wusste, wie ich aussehe.
Dennoch antwortete ich natürlich auch noch auf diese Nachricht.

`Ich würde es dir auf jeden Fall mal raten, mit ihm zu reden und dann siehst du ja, wie er reagiert. Aber wenn ihr wirklich die besten Freunde seid, dann wird er dich sicher auch nicht allzu heftig abservieren und wer weiß, vielleicht tut er das ja auch gar nicht und ihr werdet glücklich :) Nichts zu danken, ich helfe gerne, wo ich kann :) Ich bin mir nicht sicher, ob es so gut wäre, wenn ich dir ein Bild von mir schicke....´

Trotz das ich es eigentlich gar nicht wollte, richtete ich meine Haare noch etwas und machte dann auch wirklich ein Bild von mir.
In dem Moment war mir eigentlich auch egal, ob Lenn mich erkennen würde oder nicht.
Er war verliebt und ich hatte keine Chance bei ihm.
Heißt entweder würde da eine Freundschaft entstehen, oder eben nicht und er würde mir nicht mehr schreiben.
Jetzt jedenfalls tat er es noch, denn ich hatte eine weitere Nachricht von Lenn.

`Ja, du hast ja recht. Ich werde es versuchen :) Danke, nochmal ;) Wieso sollte es denn nicht gut sein? Ich werde schon nicht umfallen ;)´

Nein, umfallen würde er vielleicht nicht, aber vielleicht schockiert sein, was weiß ich.


Aber er wollte es so und dann würde ich ihm den Wunsch auch erfüllen.
Immerhin hatte ich doch nichts mehr zu verlieren.
Ich schickte Lenn dann das Bild und schrieb dennoch noch einen Text darunter.

`Nichts zu danken :) Jetzt hast du ein Bild von mir, was du jetzt daraus machst ist deine Sache :)´

Ich rechnete jetzt nicht mehr mit einer Antwort, weshalb ich mein Handy auf meinen Oberschenkel legte, noch einen Schluck aus meiner Bierflasche nahm und mir noch eine Zigarette anzündete.
Eine neue Nachricht war noch nicht angekommen, aber das wunderte mich auch nicht wirklich, denn ich rechnete damit, dass jetzt gar nichts mehr kam.
Als ich hinter mir Geräusche hörte und mich rum drehte, sah ich das Julian nur in Boxershorts und ebenfalls mit einem Bier zu mir kam.
,,Was machst du da?“, fragte er und sah mich abwartend an.
,,Hab ein bisschen im Internet gesurft.“
,,Du hast mit dem Frege geschrieben.“
,,Ja, habe ich.“, gab ich dann auch zu, denn ich konnte es doch eh nicht lange leugnen.
,,Das sollst du nicht. Was willst du denn von dem?“
,,Er ist wirklich nett und ich mag ihn.“
,,Ja, du magst ihn. Hast du dich etwa in ihn verliebt?“
,,Nein, wie kommst du denn darauf?“


,,Weil es so klingt. Ich glaube nicht, dass er der Richtige für dich ist.“
,,Ach und wer soll es sonst sein? Julian, du hast mich eben stehen gelassen, um deinen Spaß zu haben. Wahrscheinlich ist dir nicht mal aufgefallen, dass ich da nicht alleine gesessen habe. Dann kommst du runter, nachdem du den Fick deines Lebens hattest und machst mir auch noch Vorwürfe daraus, dass ich mir jemand anderen suche? Wenn du dich nicht für mich interessierst, dann musst du doch damit rechnen, dass ich mir jemanden suche, der Interesse an mir hat.“
,,Du fühlst dich vernachlässigt?“, fragte Julian und wirkte überrascht.
,,Das ganze Jahr bin ich hier und habe nur über Skype und WhatsApp Kontakt mit dir. Dann komme ich nach Frankfurt und freue mich auch wirklich dich zu sehen, aber du hast nichts anderes zu tun, als mich wieder hier her zu zwingen und mich dann sitzen zu lassen. Die Weiber mögen für dich ein netter Zeitvertrieb sein, aber doch auch nur für eine Nacht. Was passiert denn dann morgen Abend? Suchst du dir dann wieder eine neue? Wie viele sind es dann? Lässt du mich dann wieder sitzen? Julian, ich bin nur wegen dir nach Frankfurt gekommen, weil du mir gefehlt hast, aber das scheint dich ja so null zu interessieren. Wenn du mich entschuldigen würdest, ich gehe jetzt in mein Zimmer, denn offensichtlich bist du ja jetzt fertig mit deiner Orgie. Dann kann ich ja jetzt schlafen. Gute Nacht.“
Ich stand auf, schnappte mir meine Zigaretten und stellte die Flasche Bier auf den Tisch, auch wenn diese noch nicht leer war und ging rein und dann nach oben.
Julian sagte aber auch nichts mehr, vielleicht wusste er auch nicht was, aber es war mir auch egal.
In meinem Zimmer angekommen schloss ich die Türe hinter mir ab und befreite mich noch von den Surfershorts die ich trug.


Nur in Boxershorts bekleidet schmiss ich mich auf das Bett und starrte noch eine ganze Weile an die Decke.
Wieso ich so krass auf Julian reagiert hatte, wusste ich selber nicht, aber ich hatte es getan.
Im Nachhinein musste es sich ziemlich eifersüchtig anhören, aber war ich das wirklich?
War ich auf meinen besten Freund eifersüchtig, weil er ein unbeschwertes Leben führte?
Ich konnte es mir nicht wirklich vorstellen, aber auch nicht wirklich verstehen.
Schritte auf der Treppe ließen mich meine Gedanken abbrechen und in die Stille lauschen.
Dann klopfte es an der Türe, aber darauf reagierte ich nicht, denn es konnte ja nur Julian sein und den wollte ich jetzt nicht sehen.
,,Elvis, lass mich rein. Lass uns nochmal in Ruhe reden.“, rief er durch die Türe, aber ich reagierte nicht.
Ich schnappte mir mein Handy und das passende Headset dazu und schaltete Musik an.
Das Headset steckte ich mir beidseitig ins Ohr, denn so musste ich Julian nicht mehr hören und konnte deshalb auch nicht sagen, wie lange er da noch saß oder was er noch alles sagte.
Einen Augenblick dachte ich sogar darüber nach den Urlaub abzubrechen, denn hatte das wirklich noch einen Sinn?
Aber den Gedanken schob ich ebenfalls beiseite und schlief dann auch kurze Zeit später ein und verfiel in einen ruhigen und mehr als erholsamen Schlaf.


Am nächsten Morgen wurde ich schon früh wach, was ich zwar nicht verstehen konnte, aber das konnte ich wohl auch nicht ändern.
Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es erst 10 Uhr waren.
Seufzend setzte ich mich auf und fuhr mir schlaftrunken durch die Haare.
Ausgeschlafen fühlte sich anders an, aber da musste ich jetzt wohl durch.
Ich kletterte auf den Bettrand und sah zur Türe.
Das Headset war aus meinen Ohren gerutscht, aber Julian hörte ich nicht mehr.
Er hatte es wohl aufgegeben und war zu seinen Weibern gegangen.
Allerdings zog dann etwas anderes meine Aufmerksamkeit auf sich.
Ein Zettel, der vor der Türe lag und wohl wahrscheinlich darunter hergeschoben wurde, denn ich hatte die Türe ja abgeschlossen.
Ich stand auf und nahm den Zettel an mich, mit dem ich mich dann wieder auf das Bett setzte.
Durch das dünne Papier konnte ich die Schrift von Julian schon erkennen und fragte mich, warum er mir schrieb und nicht einfach mit mir redete.
Zwar wollte ich das gestern Abend nicht mehr, aber er wusste, dass ich nicht lange nachtragend war und das ich meistens am nächsten Tag schon nicht mehr sauer war.
Also hätte er doch jetzt mit mir reden können.
Ich griff nach meinen Zigaretten und zündete mir davon eine an, bevor ich mich wieder dem Brief zuwandte und überlegte, ob ich diesen wirklich lesen wollte.
Seufzend zog ich an meiner Zigarette, inhalierte den Qualm tief und ließ ihn dann wieder meinen Lungen entweichen.
Ich nickte, denn ich wollte wissen, was darin stand und öffnete das Blatt Papier, bevor ich dann die Zeilen las.


`Guten Morgen Elvis,

Ich habe über deine Worte gestern Abend nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass du Recht hast.
Mein Verhalten war wirklich nicht besonders toll, um es mal zu untertreiben.
Du hast Recht, ich hätte mich mehr um dich kümmern müssen, denn ob du es glaubst oder nicht, du hast mir auch gefehlt.
Ich habe die Mädels nach Hause geschickt und würde mich gerne nochmal mit dir unterhalten, wenn du das überhaupt noch willst.
Es tut mir wirklich leid, dass ich mich so scheiße verhalten habe, aber ich erkläre dir es auch gerne noch von Angesicht zu Angesicht, warum das so ist, denn ich habe eine Vermutung.
Auch wenn es lange gedauert hat, bis ich das verstanden habe, so solltest du aber auch die Wahrheit kennen.
Ich werde auf dich warten und wenn du das von mir verlangst auch den Urlaub abbrechen und wieder nach Frankfurt fliegen.
Nimm dir die Zeit, die du brauchst um dich zu entscheiden, ich werde sie dir geben.

Julian´

Seufzend klappte ich den Brief wieder zu und hatte keine Ahnung, was ich davon halten sollte.
Wie sollte ich darauf reagieren?


Natürlich wollte ich die Wahrheit erfahren und Julian hatte sich auch scheinbar wirklich Gedanken darüber gemacht.
Ich würde jetzt einfach abwarten, wie er sich weiterhin verhielt, wenn er mir begegnete, denn da würden wir wohl nicht drum herum kommen.
Den Brief legte ich neben mir auf das Bett und schloss die Türe auf.
Ohne zu wissen, was mich dahinter erwartete, öffnete ich diese auch gleich und erschreckte mich zu Tode, was sich äußerte indem ich heftig zusammen zuckte.
Aber im zweiten Moment legte sich ein sanftes Lächeln auf meine Lippen, als ich Julian vor meiner Zimmertüre sitzen sah.
Er saß auf dem Boden, mit dem Rücken zur Türe und hatte sich seitlich gegen die Wand gelehnt und schien zu schlafen, was sicher nicht bequem war im sitzen.
Ich ging um ihn herum und bemerkte, dass er wirklich schlief, denn er schnarchte leise.
Grinsend beugte ich mich runter und hob ihn auf meine Arme, was Julian aber auch nicht wirklich zu stören schien, denn er schlief eiskalt weiter.
Kopfschüttelnd aber dennoch grinsend legte ich Julian in mein Bett und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn.
Da Julian immer noch schlief, ließ ich ihn auch und verließ stumm wieder den Raum.
Mein Weg führte mich in die Küche, wo ich mir erst einmal einen Kaffee trinken wollte.
Allerdings kam ich gar nicht so weit, denn Julian schien Frühstück gemacht zu haben.
Er hatte den Tisch gedeckt und das auch sehr schön.


Frisch gepresster Orangensaft, Wurst und Käse standen auf dem Tisch und auch Brötchen hatte er auf den Tisch gelegt.
Dazu stand eine frische Rose auf dem Tisch, was mich auch gleich lächeln ließ.
Auch ein Zettel lag auf dem Tisch, den ich dann zur Hand nahm und auffaltete.

`Guten Morgen Elvis,

Falls ich dir das Frühstück nicht persönlich zeigen kann, hoffe ich, dass es dir auch so gefällt. Sieh es als kleinen Anfang der Entschädigung.
Die Erklärung liefere ich dir dann später, wenn du sie hören willst.
Wünsche dir guten Appetit.

Julian´

Erneut musste ich grinsen als ich diese Zeilen las und musste zugeben, dass es wirklich mehr als süß war.
Den Zettel faltete ich wieder zusammen, legte ihn auf den Tisch zurück und ging zur Kaffeemaschine.
Wollte ich mir zu dem Frühstück noch einen Kaffee machen, allerdings hatte Julian den auch schon so weit fertig gemacht, dass ich nur noch anschalten musste, was ich dann auch gleich tat.
Wann Julian das noch gemacht hatte, wusste ich nicht, aber ich fand es wirklich mehr als süß und konnte ihm so doch auch nicht mehr wirklich böse sein, weshalb ich mich mit meinem Kaffee dann an den Tisch setzte.


Ich begann das Brötchen zu schmieren und aß es dann schließlich auch.
Auch den Kaffee und den Orangensaft trank ich leer und aß insgesamt zwei Brötchen, bevor ich mich satt zurücklehnte und mir den Bauch hielt.
Jetzt war ich wirklich satt und irgendwie auch zufrieden, denn Julian schien sich wirklich verändert zu haben von gestern auf heute und das nur durch ein paar Worte meinerseits gestern Abend.
Mittlerweile war ich auch sicher, dass ich nochmal mit ihm reden wollte, wenn er wach war.
Ich wollte die Erklärung hören und wollte wissen, was da los ist und warum er sich so verhält wie er es tat.
Den Tisch ließ ich wie er war, denn Julian wollte sicher auch noch frühstücken und machte mir stattdessen noch einen Kaffee.
Mit diesem setzte ich mich auf die Terrasse und zündete mir eine Zigarette an.
Natürlich konnte ich auch drinnen rauchen, aber draußen war die Luft einfach angenehmer, weswegen ich mich lieber nach draußen setzte.
Die Packung legte ich zusammen mit dem Feuerzeug auf den Tisch und sah mich in dem großen Garten um.
Wäre ich noch jünger, hätte man hier super einen Spielplatz hin bauen können, aber dafür war ich wohl wirklich schon zu alt.
Bei dem Gedanken musste ich grinsen, denn vielleicht bekam Dad ja noch ein Kind.
Immerhin war bei dem doch nichts unmöglich und eine passende Frau dazu fand er sicher auch noch.
Als mir dann ein Kuss auf den Kopf gedrückt wurde, schloss ich einen Moment genüsslich die Augen, denn es konnte nur Julian sein und diese kleine Geste bedeutete mir doch wirklich sehr viel.


,,Wunderschönen guten Morgen.“, hauchte er mir ins Ohr und setzte sich neben mich auf einen der Stühle.
,,Wunderschönen guten Morgen.“
Ich reichte ihm meine Tasse, die Julian aber nicht annahm und nur den Kopf schüttete.
,,Du trinkst sonst doch auch immer Kaffee.“
,,Ja, aber das ist deiner. Ich mache mir gleich einen eigenen.“
,,Du kannst den aber wirklich haben, denn ich hatte schon einen.“
,,Sicher?“, fragte Julian unsicher und ich nickte.
,,Klar, nimm ihn ruhig.“
,,Danke.“, sagte Julian und nahm die Tasse dann auch wirklich an.
,,Wenn du dich beeilst, dann kannst du ihn auch noch warm trinken.“
Julian nickte und trank dann auch wirklich einen Schluck, bevor er angewidert das Gesicht verzog.
,,Tut mir leid, ich hatte vergessen, dass du Zucker in deinem Kaffee trinkst.“, sagte ich entschuldigend und sah Julian auch so an.
,,Schon okay, ich gehe nur mal gerade Zucker holen.“
Ich nickte nur und Julian ging mit der Tasse nach drinnen.
Nach einiger Zeit kam er dann auch schon wieder und hielt mir eine neue Tasse hin.
Fragend blickte ich diese an und dann zu Julian, aber der grinste nur breit.
,,Nimm ihn an.“, sagte Julian immer noch grinsend und ich nickte, bevor ich diese dann auch wirklich annahm.
Julian setzte sich mit der anderen Tasse wieder neben mich und sah sich um.


,,Suchst du etwas?“, fragte ich belustigt und Julian schüttelte den Kopf.
,,Nein, ehrlich gesagt nicht, aber ich habe mir den Garten noch gar nicht angesehen und wollte das jetzt nachholen.“
,,Dann mach das.“, sagte ich breit grinsend und trank meinen Kaffee, was auch Julian dann tat.
,,Ich habe mich übrigens sehr über dein Frühstück gefreut. Das hast du wirklich fantastisch gemacht. Es war verdammt lecker.“
,,Danke, ich habe mir Mühe gegeben.“
,,Das hat man gemerkt und das hat es nur noch viel besser gemacht.“
Julian grinste und schien zufrieden zu sein, mit dem, was ich ihm gesagt hatte.
,,Du wolltest noch mit mir reden. Willst du das jetzt tun?“, fragte ich vorsichtig, denn es könnte ja auch sein, dass Julian seine Meinung geändert hatte.
,,Ja, das können wir jetzt machen. Ich denke, dass ich es jetzt hinbekomme.“
,,Du musst nicht, wenn du nicht willst.“
,,Doch, ich muss ja. Das hat ja keinen Sinn. Ich meine du verdienst es die Wahrheit zu erfahren und die werde ich dir jetzt auch erzählen.“
,,Ich höre und bin wirklich sehr gespannt, denn ich habe ehrlich gesagt doch keine Ahnung, was du von mir willst und was mich hier erwartet.“
,,Das war auch Absicht, dass du das nicht mitbekommst, aber jetzt muss ich es dir einfach sagen.“
,,Dann los, ich würde es auch gerne wissen um ehrlich zu sein.“
Julian nickte und fuhr sich dann seufzend mit der Hand durch die Haare.
,,Es ist wirklich nicht leicht, aber ich muss dir das jetzt sagen. Ich glaube ich habe mich verliebt.“


,,Aber das ist doch super. Ich freue mich für dich. Vielleicht kannst du jetzt endlich glücklich werden.“, sagte ich ehrlich und freute mich auch wirklich für Julian.
,,Ich glaube nicht, dass ich wirklich glücklich sein kann.“, sagte Julian traurig und blickte auf den Boden.
,,Wieso nicht? Was ist denn los?“
,,Ich habe mich in einen Mann verliebt.“
,,Aber das ist doch kein Problem. Vielleicht kannst du mit einem Mann dann glücklich sein. Ich sehe da kein Problem.“
,,Doch schon, denn ich habe mich dem Kerl gegenüber wirklich mehr als mies verhalten und außerdem weiß er das auch gar nicht.“
,,Was hast du denn getan? Ich meine dagegen das du ihn mies verhalten hast, kannst du ja was machen. Du kannst ihm ja erklären warum und wenn er dich auch mag, dann wird er dir das auch sicher verzeihen.“
,,Meinst du?“, fragte Julian und wirkte sehr unsicher.
,,Klar. Ich meine wer kann dich denn bitte nicht leiden? Du hast so viel Charme, damit überzeugst du doch wirklich jeden.“
,,Aber ich will keinen mehr überzeugen. Ich will nur noch den einen Mann überzeugen und würde so gerne mit ihm zusammen sein, aber ich weiß einfach nicht, wie ich mich bei ihm entschuldigen soll und was ich ihm sagen soll.“
,,Die Wahrheit. Wenn du eine Beziehung, die daraus entstehen kann schon auf eine Lüge aufbaust, dann kann das nicht gut gehen, also musst du ihm eben einfach die Wahrheit sagen.“
,,Aber das ist nicht so leicht.“
,,Nein, dass weiß ich, aber mit der Wahrheit kommst du am besten klar und weiter.“


,,Kann ich das vielleicht mit dir üben?“, fragte Julian mit einem Hundeblick und ich nickte.
,,Also schön, dann übe es mit mir, aber ob dein Angebeteter dann auch so reagiert kann ich dir natürlich nicht versprechen.“
,,Okay, aber du reagierst einfach so, wie du auch reagieren würdest, wenn es wirklich um dich gehen würde, okay?“
,,Ja, das bekomme ich hin.“
,,Elvis, es tut mir wirklich leid, aber ich habe mich nur so scheiße verhalten weil ich unsicher war, weil ich etwas empfunden habe, was ich nicht zuordnen konnte. Die ganzen Weiber mit denen ich gevögelt hatte, das habe ich nur getan, um mir selber zu beweisen was ich nicht wahr haben wollte. Ich war davon überzeugt nicht auf Männer zu stehen, aber dann ist mir einfach klar geworden, dass du mir mehr fehlst als sonst. Wenn du mir geschrieben hast, dann hatte ich verdammtes Herzklopfen und wollte nur bei dir sein. Aber ich wollte mir nicht eingestehen, dass ich mich in dich verliebt haben könnte. Immerhin bist du mein bester Freund und ich wollte das nicht kaputt machen zwischen uns. Aber nach gestern Abend und deiner Ansage, da habe ich einfach gemerkt, dass ich mich ändern muss. Das ich mir eingestehen muss, dass ich mich in dich verliebt habe. Elvis, ich liebe dich wirklich und ich will mit dir zusammen sein.“
,,Du hast das alles nur getan, weil du dich in mich verliebt hast?“, fragte ich überrascht und Julian nickte.
,,Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich dachte bis vor kurzem noch, dass du überhaupt nicht auf Männer stehst und jetzt sagst du mir, dass du dich in mich verliebt hast?“


,,Ja, ich hab es schon länger geahnt, aber ich gestehe es mir jetzt erst ein. Aber ich bin mir wirklich sicher.“
,,Also ich würde dir jetzt eine Chance geben, wenn ich an der Stelle des Kerls wäre, in den du dich verliebt hast.“
,,Würdest du mir auch eine Chance geben, wenn ich dir genau das gesagt habe?“
,,Was meinst du?“, fragte ich verwirrt und verstand nicht so ganz.
,,Na ja, du glaubst zwar, dass das nur ein lustiges Rollenspiel war, aber ich habe dich wirklich gemeint. Ich habe mich in dich verliebt, Elvis und ich meinte ernst was ich gesagt habe. Ich will wirklich mit dir zusammen sein.“
,,Julian, ich weiß wirklich nicht, was ich dazu sagen soll. Du bist mein bester Freund und ich hab dich verdammt gerne und ich hab keine Ahnung, was ich jetzt tun soll, denn ich will dich auf keinen Fall verletzen, aber ich weiß nicht, ob wir wirklich eine Chance zusammen haben.“
,,Du liebst mich nicht?“, fragte Julian und man merkte deutlich, dass er enttäuscht war.
,,Ich weiß auch nicht Julian. Ich meine du bist verdammt attraktiv, aber du bist mein bester Freund und ich will nicht, dass es was zwischen uns ändert, wenn wir jetzt zusammen kommen und es nicht funktioniert, dann würde es wahrscheinlich auch unsere Freundschaft kaputt machen, dass will ich nicht.“
,,Ich verstehe das und ich werde deine Entscheidung akzeptieren.“
Genau in dem Moment klingelte mein Handy und auch wenn es immer noch in meinem Zimmer lag und ich es lediglich durch das Fenster hörte, so fiel mir auch gleich das Gespräch mit Lenn wieder ein und vor allem die Tatsache, dass er das gleiche Problem hatte wie ich und was ich ihm geraten hatte.


,,Schreibst du etwa immer noch mit dem Frege?“, fragte Julian und wirkte nicht wirklich begeistert, ja fast schon sauer.
,,Ich habe keine Ahnung, wer das ist. Es könnte auch mein Vater sein oder was weiß ich wer.“
,,Das ist bestimmt der Frege. Das ist echt eine bodenlose Unverschämtheit. Ich gestehe dir gerade meine Liebe und dir fällt nichts besseres ein, als mit diesem Punkidioten zu schreiben? Ich fasse es wirklich nicht. Vergiss was ich gesagt habe. Ich hab mich echt in dir getäuscht. Ich dachte wirklich, dass du anders bist.“, sagte Julian mit einem Kopfschütteln und Tränen in den Augen.
Aber bevor ich noch darauf antworten konnte, hatte Julian auch schon fluchtartig die Terrasse verlassen und war nach drinnen verschwunden.
Seufzend fuhr ich mir durch die Haare und wusste nicht, was ich jetzt machen sollte.
Natürlich wollte ich wissen, wer mir geschrieben hat und was, aber ich wollte mich jetzt erst einmal um Julian kümmern, denn das erschien mir dann doch jetzt wichtiger.
Also erhob ich mich von meinem Stuhl und ging ebenfalls nach drinnen.
Lange musste ich nicht suchen, denn Julian hatte sich auf sein Bett geschmissen und dort das Gesicht in das Kissen vergraben.
Seufzend ging ich zu ihm, setzte mich neben ihn auf das Bett und legte meine Hand auf seinen Rücken.
,,Fass mich nicht an! Du bist ein elender Lügner und Heuchler. Ich habe dir vertraut! Ich habe dir meine Gefühle offenbart und du spielst so mit mir?! Das hätte ich nicht von dir erwartet!“, schrie Julian mich mehr als sauer an, aber ich schüttelte nur den Kopf.


,,Julian, ich habe doch nur mit ihm geschrieben, weil du keine Zeit für mich hattest. Aber da wusste ich doch noch nichts von deinen Gefühlen.“
,,Das weißt du ja aber jetzt und du schreibst trotzdem noch mit ihm.“, schluchzte Julian und schien sich nicht wirklich beruhigen zu können und zu wollen.
,,Ich mag Lenn. Er ist wirklich ein toller Kerl. Vielleicht entsteht da eine Freundschaft draus, aber mehr wird da nicht laufen. Weder von seiner noch von meiner Seite.“
,,Was macht dich da so sicher? Ich meine du weißt doch nicht, wie deine Gefühle sich entwickeln.“
,,Doch, dass weiß ich, mein Hübscher. Aber selbst wenn ich mich verlieben würde, dann würde es dabei bleiben. Ich hätte nie eine Chance bei ihm, aber das will ich doch auch gar nicht.“
,,Du bist so ein toller Kerl und attraktiv bist du auch. Wieso solltest du denn keine Chance bei ihm haben?“
,,Weil er in seinen besten Freund verliebt ist und das bin ich nun mal nicht. Außerdem habe ich ihm geraten mit dem zu reden, damit die beiden vielleicht zusammen kommen. Das kann ich dir zeigen. Ich habe den Verlauf doch noch. Aber ich hätte ihm doch auch nicht geraten mit seinem besten Freund zu reden und ihm seine Gefühle zu gestehen, wenn ich Interesse an ihm hätte, oder? Ich kenne ihn doch nicht mal persönlich, sondern nur über die paar Nachrichten und von Bildern.“
Julian nickte, denn das schien ihm einzuleuchten, was mich dann doch etwas beruhigte.
,,Ich gehe mein Handy holen und dann kannst du den Verlauf lesen.“


Als Julian dann nickte stand ich auf und ging in mein Zimmer.
Mein Handy lag dort immer noch auf dem Bett, so wie ich es liegen gelassen hatte.
Ich nahm es zur Hand und sah, dass ich zwei Nachrichten hatte.
Eine bei WhatsApp von meinem Dad und eine bei Instagram von Lenn.
Ein Seufzen konnte ich mir nicht verkneifen, ging aber dennoch samt Handy zurück zu Julian und setzte mich wieder neben ihn, bevor ich ihm mein Handy hin hielt.
,,Ich glaube nicht, dass das nötig ist.“, sagte Julian und nahm das Handy nicht an.
,,Ich will aber, dass du das liest. Ich will das du es weißt und das du siehst, dass du mir vertrauen kannst. Bitte Julian.“
Julian trocknete die Tränen und nahm das Handy in die Hand.
Ich kuschelte mich neben ihn und legte einen Arm um ihn, während er sich auf den Weg zu Instagram machte und dort die Nachrichten las.
Zeitweilig überflog ich die Nachrichten, las allerdings die letzte Nachricht intensiv, denn die hatte ich ja auch noch nicht gelesen.

`Joa, bist ja ein recht hübsches Kerlchen, aber nicht mein Typ :)´

Ich musste grinsen, denn jetzt hatte Julian doch erst recht den Beweis, dass ich die Wahrheit gesagt hatte.
Natürlich konnte ich nicht leugnen, dass ich ein gewisses Interesse an ihm hatte, zumindest am Anfang des Gesprächs, aber das hatte sich dann ja auch schnell erledigt, als ich raus gefunden hatte, dass er verliebt ist, denn da wusste ich, dass ich nie eine Chance bei ihm haben würde und das hatte seine letzte Nachricht ja auch gezeigt.
,,Was habe ich dir gesagt?“, fragte ich und Julian grinste verlegen.


,,Ja, du hast ja Recht. Es tut mir leid, dass ich dir so eine Szene gemacht habe. Aber ich liebe dich nun mal und hatte Angst, dass ich nicht an dich ran komme, wenn dieser Arsch mir jetzt auch noch dazwischen funkt. Aber das Gespräch ist ja jetzt wirklich nicht so schlimm.“
,,Nein, dass ist es auch nicht. Ich würde es nur schön finden, wenn sich da trotzdem vielleicht eine Freundschaft entwickeln würde. Das muss ja nicht nur zwischen Lenn und mir sein, sondern du kannst dich ja auch mit ihm anfreunden.“, schlug ich vor und Julian nickte.
,,Ja, du hast Recht. Warten wir mal ab, wie es sich entwickelt.“
,,Du bist wahnsinnig toll.“, grinste ich und konnte einfach nicht anders, als Julian einen Kuss auf die Lippen zu drücken.
Julian grinste mich an, wurde dann aber auch bald schon wieder ernst.
,,Wie geht es denn jetzt mit uns weiter?“, fragte Julian dann und blickte unsicher vor sich auf den Boden.
,,Ich würde es gerne mit dir versuchen. Ich kann dir natürlich nicht versprechen, dass es hält und das wir es zusammen schaffen, aber ich würde es mir wünschen und vor allem würde ich mir wünschen, dass es nichts an unserem Verhältnis ändert. Das wir auch immer noch so gute Freunde sind, wie bisher, sollte es nicht klappen.“
,,Natürlich. Elvis, ich liebe dich und ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als mit dir zusammen zu sein. Ich verspreche dir, dass sich nichts zwischen uns ändern wird.“
,,Dann lass es uns versuchen.“, sagte ich mit einem Lächeln was Julian erwiderte.


Julian zog mich auch gleich auf sich und legte seine Lippen auf meine.
Sanft spielte er mit seiner Zunge an meinen Lippen und ich gewährte ihm auch gleich den gewünschten Einlass.
Unsere Zungen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus, den wir aus Atemnot lösen mussten.
,,Ich liebe dich.“, hauchte Julian gegen meine Lippen und streichelte mir sanft durch die Haare.
,,Ich liebe dich auch.“
In dem Moment war ich wirklich überglücklich und konnte es gar nicht richtig in Worte fassen.
Lenn war erst einmal vergessen und ich nun ernsthaft mit meinem besten Freund zusammen, womit ich nie im Leben gerechnet hätte.
Aber es fühlte sich gut an, richtig und ich wollte es ja auch.
Vielleicht hätte ich auch früher schon darauf kommen können, dass ich Interesse an Julian hatte, denn das würde auch meine Eifersucht erklären.
Allerdings hatte Julian es mir ja auch nicht immer leicht gemacht, denn er hatte nie auch nur andeutungsweise gesagt, dass er auch auf Männer stand.
Da wäre ich auf Grund der Tatsache, dass er sich immer nur Frauen suchte nicht drauf gekommen.
Klar hatten wir das ein oder andere Mal miteinander gevögelt, aber das hieß ja noch nicht, dass Julian sich auch eine Beziehung mit einem Mann oder speziell mit mir vorstellen konnte.
Aber jetzt würde ich die Zeit die mir mit ihm blieb einfach genießen und hoffte natürlich, dass es auch lange, vielleicht sogar für immer hält.


Zwei Wochen später

Der Urlaub war vorbei und der Alltag wieder eingekehrt, was man eben so Alltag bei uns nennen konnte.
Ich war mit Julian jetzt schon seit einer Woche wieder zurück in Frankfurt und wir wussten beide, dass der Abschied bald wieder kommen würde.
Der Tag an dem ich zurück nach Spanien musste, aber um das zu verhindern hatten wir uns etwas überlegt, wo wir hofften, dass es was bringen würde.
Dazu würde Julian heute zu mir kommen und seinen Vater gleich mitbringen, denn auch der hatte etwas dazu zu sagen und sollte es mitbekommen.
Immerhin wollten wir den beiden heute auch sagen, dass wir zusammen sind und das auch noch glücklich.
Noch lag ich auf meinem Bett und starrte an die Decke.
Immer wieder kamen mir die Bilder von unserem Urlaub in den Kopf, denn nachdem wir zusammen gekommen sind, war es wirklich ein Urlaub geworden.
Wir verstanden uns gut und Julian überraschte mich auch fast täglich mit kleinen Aufmerksamkeiten.
Er brachte mir morgens das Frühstück ans Bett, führte mich abends zum essen aus, hatte nur noch Augen für mich und erfreute mich immer wieder mit kleinen Gesten, wie einer Blume, die er am Straßenrand pflückte, mir täglich mindestens einmal sagte, dass er mich liebte oder einfach zu mir stand, egal wie die Menschen um uns rum reagierten.
Wir hatten alles erlebt, hier in Frankfurt sowie auch auf Ibiza, zumindest was die Reaktion der Menschen anging.


Es gab Menschen die uns ansprachen und uns mitteilten, wie schön sie es fanden, dass wir zueinander stehen würden, aber leider auch Menschen, die uns beschimpften.
Aber das gehörte wohl auch einfach dazu, genauso wie es Menschen gab, die an uns vorbei gingen und uns nicht beachteten und welche, die uns anstarrten, sei es positiv oder negativ.
All das hielt uns aber nicht davon ab uns zu küssen, zu kuscheln, kleinere Zärtlichkeiten auszutauschen oder Hand in Hand durch die Städte zu gehen und immer wieder verliebte Blicke zu tauschen.
Jetzt mussten nur noch Kevin und mein Dad eingeweiht werden und wenn die auch nichts dagegen hatten und ich meinen Wunsch auch noch erfüllt bekommen würde, dann wäre es perfekt.
Ich blickte auf die Uhr, denn ich musste mich fertig machen, bevor Julian und Kevin kamen, konnte ich den beiden ja schlecht in Boxershorts entgegen treten.
Bei Julian hätte mich das nicht mal sonderlich gestört, aber bei Kevin tat es das irgendwie doch.
In 30 Minuten würden die beiden hier sein und so wie ich Julian kannte, würde der Kevin so viel Druck machen, dass sie wahrscheinlich schon früher hier waren, also schwang ich meine Beine aus dem Bett.
Mit einem seufzen fuhr ich mir mit der Hand durch die Haare und ging zu meinem Kleiderschrank.
Glücklicherweise hatte ich schon geduscht, mich danach faul wie ich war, aber wieder ins Bett gelegt und da noch etwas gechillt.
Ich zog eine enge Jeans und ein Muskelshirt aus dem Kleiderschrank und zog beides an, bevor ich barfuß nach unten ins Wohnzimmer tapste, wo mein Vater saß.


,,Sind die beiden etwa immer noch nicht da?“, fragte ich leicht genervt, was meinen Vater grinsen ließ.
,,Nein, aber sie werden gleich bestimmt kommen. Ist doch noch Zeit.“
,,Ich will aber, dass die beiden kommen.“
,,Das tun sie sicher sicher gleich.“
,,Ich hoffe es.“, sagte ich, ließ mich neben meinen Vater auf die Couch fallen und schnappte mir seine Zigaretten.
,,Hast du keine eigenen?“, fragte er und ich nickte.
,,Klar habe ich auch eigene.“
,,Warum rauchst du die dann nicht und beklaust mich?“
,,1. ich beklaue dich nicht, denn du sitzt daneben. 2. Hättest du eh ja gesagt, wenn ich dich gefragt hätte und 3. bin ich einfach zu faul meine Zigaretten zu holen.“, erklärte ich und zündete mir eine Zigarette an, die mein Dad mir dann allerdings aus der Hand klaute.
,,Gut, dann bin ich auch zu faul mir eine anzumachen. Danke dafür.“, sagte er mit einem Augenzwinkern und ich verdrehte genervt seufzend die Augen.
,,Rauchen kannste aber noch alleine oder was?“
,,Ja, das bekomme ich noch hin.“
,,Na wenigstens etwas.“, sagte ich genervt und machte mir eine weitere Zigarette an, die ich dann aber auch behalten durfte.
Doch wirklich zum rauchen kam ich nicht, denn es klingelte an der Haustüre, was mich auch gleich aufspringen und dort hin rennen ließ.
In dem Moment konnte mein Vater mir nur kopfschüttelnd hinterher sehen.


An der Haustüre riss ich die auch gleich auf und musste einfach grinsen, als ich die Russell´s davor stehen sah.
,,Hey, kommt rein.“, sagte ich aufgeregt und ließ die beiden eintreten.
Nachdem sie mich dann auch begrüßt hatten, traten die beiden ein und Kevin ging auch gleich ins Wohnzimmer durch.
Julian allerdings blieb noch im Flur stehen, was ich dann auch tat, denn ich wusste ja nicht, was er noch wollte.
Aber sogleich als sein Vater außer Sichtweite war, zog er mich auch schon in seine Arme und legte seine Lippen auf meine.
Sanft spielte er mit seiner Zunge an meinen Lippen und nur zu gerne gewährte ich ihm Einlass.
Unsere Zungen fochten einen mehr als leidenschaftlichen Kampf aus, den ich diesmal auch Julian dominieren ließ.
,,Gott, du hast mir so gefehlt.“, hauchte er gegen meine Lippen nachdem wir den Kuss gelöst hatten.
,,Du hast mir auch gefehlt.“, sagte ich ehrlich und dabei hatten wir uns erst einen Tag zuvor gesehen.
,,Ich habe dir was mitgebracht.“
,,Was denn?“, fragte ich neugierig und sah ihn mit schief gelegtem Kopf an.
Julian reichte mir ein kleines längliches Kästchen was mit schwarzem Samt überzogen war.
Zögernd nahm ich das an mich und öffnete es vorsichtig.
Darin verbarg sich ein silbernes Armband auf dem “Julian & Elvis“ eingraviert war.
Sogleich sprang ich Julian in die Arme und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen.


,,Das ist ja wirklich wunderschön, aber das war doch bestimmt verdammt teuer. Du sollst nicht so viel Geld für mich ausgeben.“
,,Hab ich gerne gemacht. Gefällt es dir?“, fragte Julian ohne auf den Rest einzugehen und ich nickte ehrlich.
,,Dann zieh es an, schau ich hab das gleiche.“, sagte er und hielt mir seinen Arm hin, was mich erneut zum grinsen brachte.
,,Du bist wirklich süß. Danke, Schatz.“
,,Für dich doch immer wieder gerne.“, sagte Julian und drückte mir nochmal einen Kuss auf die Lippen, bevor er mir dann dabei half das Armband anzuziehen.
Überglücklich lächelte ich zwischen dem Armband und Julian hin und her und konnte immer noch nicht wirklich fassen, was ich für einen tollen Mann an meiner Seite hatte.
,,Lass uns mal ins Wohnzimmer gehen, denn wir haben noch eine Aufgabe.“, sagte Julian und riss mich so aus meinen Gedanken.
Augenblicklich wurde ich wieder ernst und spürte deutlich, dass ich mich auch anspannte, denn ich hatte keine Ahnung, wie mein Vater darauf reagieren würde.
Julian streichelte mir aufmunternd über den Rücken und gab mir einen leichten Klaps auf dem Arsch, bevor er mir nochmal zunickte und wir gemeinsam ins Wohnzimmer gingen.
Allerdings kamen wir gar nicht so weit, den ich hielt Julian zurück, der scheinbar noch nicht gesehen hatte, was ich sah.
Fragend blickte er mich an, aber ich deutete nur auf die Couch, wo mein Vater und Kevin sich mehr als innig und scheinbar auch nicht zum ersten Mal küssten, denn das sah verdammt vertraut aus.


Mit offenem Mund sah Julian mich an und konnte es scheinbar nicht glauben, aber ich grinste ihn nur an und zuckte die Schultern.
Die Anspannung war auf einmal wie weggeblasen, denn ich wusste, dass mein Vater zumindest schon mal kein Problem damit haben konnte, dass ich auf Kerle stand.
Das er dann ein Problem mit Julian haben würde, konnte ich mir auch nicht vorstellen, also hatten wir eigentlich nur noch eine Sache zu klären, bei dem ich mir noch nicht sicher war, wie mein Dad reagieren würde.
Als die beiden dann ihren Kuss gelöst hatten, wartete ich noch einen Moment und tat dann so, als hätte ich nichts gesehen und ging richtig ins Wohnzimmer.
Mein Dad und Kevin sahen mich fragend an aber das ignorierte ich gekonnt und setzte mich stattdessen mit Julian, der mir gefolgt war auf die Couch und sah die beiden abwartend an.
,,Wieso wolltet ihr uns denn sprechen?“, fragte Kevin ruhig, aber Dad schien nicht so ruhig zu sein.
,,Habt ihr etwa was ausgefressen? Oh Gott, ihr habt doch wohl bitte keine Frau geschwängert auf Ibiza oder?“, fragte er schockiert aber Julian und ich schüttelten nur grinsend den Kopf.
,,Das ist sehr beruhigend. Habt ihr sonst etwas angestellt, was ihr nicht dürft? Irgendeine Straftat?“, fragte er weiter und wieder schüttelten wir grinsend den Kopf.
Man konnte deutlich sehen, dass Kevin unser Grinsen nervös machte, während Dad sich ziemlich auf dem Schlauch zu stehen schien.
,,Ihr solltet uns sagen was los ist und uns nicht so auf die Folter spannen.“, sagte Kevin und konnte die Ungeduld nicht ganz aus seiner Stimme verbergen.
,,Wir wollen euch etwas mitteilen und euch oder viel mehr dich etwas fragen, Stephan.“, sagte Julian und mein Dad nickte.


,,Dann nur raus. Ich bin gespannt.“
Ich blickte zu Julian und als dieser nickte, tat ich es ihm gleich, sah meinem Dad tief in die Augen, denn ich wusste, dass Julian das bei Kevin auch so tat und beide atmeten wir tief durch.
,,Dad, ich bin schwul.“, sagten wir im Chor, was die beiden aber keineswegs schockierte, denn sie blieben ganz gelassen.
,,Ist das alles?“, fragte mein Dad und sah uns abwartend an.
,,Na ja, nicht ganz. Also wir sind auch nicht komplett schwul, sondern bisexuell, haben uns aber dazu entschlossen, dass wir es beide mal mit einem Mann versuchen wollen und zwar mit dem jeweils anderen, was bedeutet, dass wir euch eigentlich auch nur mitteilen wollten, dass wir zusammen sind.“, sagte Julian wie nebenbei, denn ich wusste, dass mein Vater da mit Sicherheit nichts gegen sagen würde und hoffte, dass Kevin das auch nicht tat.
,,Ich freue mich für euch. Herzlichen Glückwunsch.“, sagte Kevin ehrlich und lächelte uns an.
,,Danke.“, kam es von Julian und mir ebenfalls im Chor.
,,Von mir natürlich auch alles Gute.“, sagte mein Dad und auch bei ihm bedankten wir uns brav.
,,Das war aber noch nicht alles, Dad.“, sagte ich und mein Dad sah mich fragend an.
,,Was denn noch? Hast du Julian geschwängert?“
,,Dad! Das ist ein Mann!“, empörte ich mich auch gleich, was meinen Dad, aber auch die anderen schallend lachen ließ.
,,Na ich wollte nur sicher gehen.“, sagte er immer noch lachend.


Ich wartete, bis alle sich von dem ziemlich schwachen Witz erholt hatten und wieder ernst wurden.
,,Was hast du denn noch auf dem Herzen mein Sohn?“, fragte mein Dad dann wieder ernst und ich räusperte mich.
,,Na ja, ich hab Julian die ganze Zeit über ja schon ziemlich vermisst und würde mir auch wünschen, dass ich ihn öfter sehen könnte. Ich meine, ich bin ja auch kein kleines Kind mehr und kann ja auch mal ein paar Tage alleine bleiben, denn das tue ich auf Ibiza ja auch. Also was ich eigentlich sagen möchte ist, dass ich gerne wieder hier wohnen würde, weil ich mich hier einfach wohler fühle. Hier habe ich meine Freunde und Julian und einfach alles.“
Mein Dad nickte und schien noch kurz zu überlegen.
,,Also schön. Dann kannst du meinetwegen wieder hier einziehen, aber die Schule machst du dann hier noch zu Ende, die wird nicht abgebrochen.“
,,Nein, dass will ich ja auch gar nicht. Ich will einfach nur bei Julian und meinen Freunden sein.“
,,Ja, ich denke das ist in Ordnung. Ich werde dann jemanden arrangieren, der deine Sachen packt und her bringt.“
,,Danke, Dad.“, sagte ich und sprang ihm auch gleich in die Arme.
In dem Moment war ich wirklich mehr als happy, dass mein Dad jetzt alles wusste, die Beziehung zu Julian akzeptierte und sogar erlaubte, dass ich hier bleiben durfte, denn jetzt wusste ich ganz genau, dass meiner Beziehung und allem anderen nichts mehr im Weg stehen würde.
,,Ich würde sagen, dass wir das mit einem Bierchen begießen.“, sagte mein Dad und wollte gerade aufstehen, denn ich hatte mich wieder zu Julian gesetzt, als ich ihn abhielt.


,,Julian und ich trinken nicht mit. Wir haben noch etwas vor und ihr sicher auch.“, sagte ich mit einem Augenzwinkern und stand auf.
Im Gegensatz zu Kevin und meinem Dad hatte Julian die Aussage aber direkt verstanden und stand auch auf.
,,Ja, wir haben noch was zu tun. Also euch noch viel Spaß.“, grinste auch Julian, was die beiden nur noch verwirrter drein blicken ließ.
,,Dann trinke ich mit Kevin eben alleine ein Bier.“, sagte mein Dad fast schon trotzig und ich grinste nur noch breiter.
,,Viel Spaß, Dad. Tu nichts, was ich nicht auch tun würde und denk an die Verhütung, nicht das du Kevin noch schwängerst.“, lachte ich schallend, was sich nur noch mal verstärkte, als ich den schockierten Blick der beiden sah.
,,Wie kommt ihr denn darauf, dass ich mit Stephan vögeln würde?“, fragte Kevin und mein Dad nickte immer noch schockiert.
,,Das würden wir nie tun. Wir sind Freunde und das schon seit langer Zeit.“, sagte mein Dad nicht wirklich überzeugt, was mich erneut zum grinsen brachte.
,,Ach Stephan, wir sind doch nicht von vorgestern.“, sagte Julian ebenfalls grinsend, was die beiden aber scheinbar immer noch nicht verstanden.
,,Tja Dad, wie der Vater, so der Sohn. Denk mal drüber nach, Julian und ich gehen jetzt nach oben in mein Zimmer.“, zwinkerte ich den beiden nochmal zu, schnappte mir Julian´s Hand und ging dann mit ihm gemeinsam nach oben.
Dort schmissen wir uns gemeinsam auf das Bett und schütteten uns erst einmal aus vor lachen, denn die schockierten Gesichter der beiden waren wirklich Gold wert und ein mehr als lustiger Anblick.


,,Weißt du, worauf ich jetzt verdammt große Lust hätte?“, fragte Julian nachdem wir uns wieder beruhigt hatten und ich sah ihn fragend an.
Aber statt zu antworten beugte er sich zu mir rüber, legte seine Lippen auf meine und spielte sanft mit seiner Zunge an meinen Lippen.
Nur zu gerne gewährte ich ihm Einlass und unsere Zungen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus.
Julian ließ seine Hand über meine Brust zu meinem Bauch wandern und streichelte sanft über meinen Schwanz.
Sogleich drückte ich mich ihm auch entgegen und wusste, wo das enden würde.
Aber ich vögelte gerne mit Julian und ich war ja auch schließlich mit ihm zusammen, sodass das wohl auch kein Problem war.
Er ließ seine Hand wieder hoch wandern, aber diesmal unter mein T – Shirt und drückte das nach oben.
Ich setzte mich ein Stück auf, um ihm dabei zu helfen mich davon zu befreien und Julian schmiss es neben das Bett.
Er legte seine Hände an meine Seiten und küsste sich meinen Hals entlang.
Sofort legte ich meinen Kopf schief, um ihm mehr Spielraum zu gewähren, den Julian auch gleich nutzte und sich mit der Zungenspitze von meinem Ohrläppchen zu meiner Hals beuge leckte.
Mein Körper überzog sich auch gleich mit einer Gänsehaut und ich streichelte sanft mit meiner Hand durch Julian´s Haare.
Sanft küsste er sich weiter runter über meiner Schulter zu meiner Brust und umspielte meine Brustwarzen sanft mit seiner Zungenspitze.
Vorsichtig drückte er mich wieder in eine liegende Position und küsste sich dann weiter runter zu meinem Bauch.


Auch meinen Bauchnabel umkreiste er sanft mit seiner Zungenspitze und küsste sich dann weiter runter zu meinem Hosenbund und daran entlang.
Ich drückte mich ihm entgegen und streichelte ihm durch die Haare.
Immer wieder genoss ich diese sanften Berührungen von ihm und bereute wirklich keine Sekunde und würde mich immer wieder für ihn entscheiden.
Vorsichtig öffnete Julian meine Hose und zog mir diese auch gleich von der Hüfte und anschließend von den Beinen, bei dem ich ihm natürlich auch half.
Achtlos landete auch diese neben dem Bett und Julian küsste sich meine Boxershorts über meinen Schwanz entlang.
Ich stöhnte leise auf und drückte mich ihm auch gleich entgegen, denn ich wollte ihn spüren, vor allem meinen Schwanz in seinem Mund spüren.
Das schien auch Julian bemerkt zu haben, denn er befreite mich von meinen Boxershorts und schmiss diese ebenfalls neben das Bett, bevor er sanft wieder über meinen Schwanz streichelte.
Dieser hatte sich mittlerweile der vollen Länge nach aufgestellt und wartete sehnsüchtig auf Julian.
Aber ich wollte ja auch nicht egoistisch sein, weshalb ich mich wieder ein Stück aufsetzte und Julian ebenfalls von seinem T – Shirt befreite.
Er half mir dabei, auch wenn ich seinen Fragenden Blick deutlich erkennen konnte, so ging ich nicht darauf ein, denn wir verstanden uns auch ohne Worte.
Sanft drückte ich Julian zurück, sodass er vor mir auf dem Rücken lag und beugte mich über ihn.
Meine Lippen legte ich auf seine und bat sanft mit meinen Lippen um Einlass.


Diesen gewährte Julian mir auch gleich und unsere Zungen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus, den ich viel zu schnell wieder lösen musste.
Aber statt mir darum lange Gedanken zu machen küsste ich mich einfach seinen Hals entlang, weiter runter über seine Schulter zu seiner Brust und umspielte dort ebenfalls kurz mit meiner Zungenspitze seine Brustwarzen.
Julian seufzte genüsslich und streichelte mit seiner Hand durch meine Haare, was für mich ein Zeichen war, dass es ihm gefiel.
Von seiner Brust küsste ich mich weiter runter zu seinem Bauch, umkreiste dort ein paar Mal mit meiner Zungenspitze seinen Bauchnabel und sah ihn von unten herauf tief in die Augen, denn ich wusste, dass Julian das verrückt machte.
Und tatsächlich sah er mich aus Lust verschleierten Augen an und ich konnte darin deutlich lesen, dass er mehr wollte, genau wie ich.
Aber das würden wir ja auch gleich bekommen und da freute ich mich wirklich schon wahnsinnig drauf.
Ich wollte ihn aber auch nicht zu lange hinhalten und küsste mich dann einfach weiter runter zu seinem Hosenbund und daran entlang, während ich mit meiner Hand ebenfalls sanft über seine Mitte streichelte.
Die Beule unter meiner Hand konnte ich deutlich spüren und wusste, dass Julian die Hose wohl zu eng sein würde, denn er hatte nicht gerade wenig zu bieten und die Hose war ziemlich eng.
Da ich seinen Schwanz ja nicht kaputt machen und ihn auch nicht quälen wollte, öffnete ich seine Hose und zog ihm diese dann auch gleich von den Hüften und anschließend von den Beinen, bei dem Julian mir natürlich auch gleich zur Hilfe kam und seinen Arsch anhob.


Kurz und kaum merklich streichelte ich mit meiner Hand nochmal über seine Mitte und erntete dann auch gleich ein enttäuschtes Seufzen, als ich meine Hand wieder weg zog.
Ich beugte mich runter über seinen Schwanz, sah ihn wieder von unten herauf tief in die Augen und leckte kurz und nur mit der Zungenspitze über den dünnen Stoff der Boxershorts, was Julian leise auf keuchen ließ.
Grinsend befreite ich ihn noch von dem letzten Stück Stoff und schmiss dies ebenfalls neben das Bett und schenkte dem Ganzen keine Beachtung mehr, denn jetzt zählte für mich nur Julian.
Erneut beugte ich mich über seinen Schwanz, sah ihm wieder tief in die Augen und leckte einmal der Länge nach darüber, das Julian aufstöhnen und sich mir entgegen drücken ließ.
Kurz zögerte ich, entschied mich dann aber doch dafür und nahm seinen Schwanz der vollen Länge nach in den Mund, was ihn erneut laut aufstöhnen ließ.
Aber so einfach würde er mir nicht davon kommen, denn ich ließ seinen Schwanz auch gleich wieder komplett aus meinem Mund gleiten und legte mich wieder neben ihn.
,,Was machst du?“, fragte er atemlos und ich konnte deutlich sehen, dass er in dem Moment nur noch Lust empfand.
,,69?“, fragte ich grinsend und Julian nickte.
Mit einem Grinsen beugte ich mich dann über ihn, damit er meinen Schwanz und ich seinen verwöhnen konnte.
Ich nahm seinen Schwanz auch gleich in die Hand und begann diese auf und ab zu bewegen, was Julian mit einem lauten Stöhnen quittierte.


Aber ich wollte ihn ja auch nicht zu lange quälen und nahm seinen Schwanz dann auch kurze Zeit später komplett in den Mund.
Erneut stöhnte Julian heftig auf, nahm dann aber auch meinen Schwanz in den Mund, was mich schnauben ließ.
Ich begann einen Kopf auf und ab zu bewegen und auch Julian begann seinen zu bewegen.
Liebend gerne kam ich ihm entgegen und auch er drückte sich immer wieder meien Bewegungen entgegen.
Mit seinen Händen krallte Julian sich in meinen Arsch, was mich erneut, diesmal aber etwas lauter schnauben ließ und ich mein Tempo beschleunigte.
Ich liebte Julian´s Schwanz einfach und konnte nicht genug von ihm bekommen, aber ich wusste, dass es ihm nicht anders ging.
Ich beschleunigte stetig mein Tempo, was Julian mir gleich tat und ich spürte schon kurze Zeit später meinen Schwanz in seinem Mund zucken und wusste, dass ich nicht mehr lange brauchen würde.
Aber Julian ging es nicht anders, denn auch sein Schwanz zuckte schon verdächtig und seine Atmung hatte sich auch schon deutlich beschleunigt.
Das hatte meine aber auch und so war das wohl auch noch ein Zeichen, dass es bald vorbei sein würde.
Beide versuchten wir zeitgleich noch etwas mehr aus uns herauszuholen, was dann auch letztendlich dazu führte, dass wir uns beide nicht mehr zusammenreißen konnten und Julian unter heftigem Schnauben zu seinem Höhepunkt kam und sich in meinem Mund ergoss.


Aber auch mir ging es nicht anders, denn zeitgleich kam auch ich ebenfalls unter heftigem Schnauben zu meinem ersehnten Höhepunkt und ergoss mich ebenfalls in seinem Mund.
Beide machten wir noch einen Augenblick weiter, um den jeweils anderen noch die Nachwirkungen genießen zu lassen, bevor ich dann von Julian runter kletterte und mich neben ihn legte.
Blind fischte ich nach meinen Zigaretten, die ich dann auch bald hatte und zündete eine davon an, die ich dann Julian gab.
,,Danke, Schatz.“, sagte er immer noch atemlos und ich nickte, denn auch ich war noch nicht wirklich in der Lage wieder einen normalen Satz zu sprechen.
Ich zündete mir eine weitere Zigarette an und behielt diese für mich.
Meinen Kopf legte ich auf die Brust von Julian und gemeinsam rauchten wir unsere Zigaretten ohne noch ein Wort zu reden.
Aber das hat es in dem Moment wohl auch einfach nicht gebraucht, denn schweigen war mit ihm genauso schön, wie sich zu unterhalten.
Vor allem hatten wir aber den großen Vorteil, dass wir uns schon so gut kannten, dass wir auch die Vorzüge und die Nachteile des jeweils anderen kannten, was deutlich weniger zu streit führte als bei anderen Paaren.
Julian drückte seine Zigarette im Aschenbecher aus und sah mich fragend an, was ich ebenso erwiderte.
,,Schaffst du noch Runde 2?“, fragte Julian mit breiten Grinsen und ich nickte.
,,Aber nicht schon wieder 69.“
,,Nein, eigentlich dachte ich da ja auch eher an richtiges vögeln, denn dann war das gerade das Vorspiel und jetzt kommt der Hauptteil.“, grinste Julian und ich nickte, denn das würde ich mir sicher nicht entgehen lassen.


,,Du hältst hin.“, sagte Julian und ich schüttelte grinsend den Kopf.
Wir hatten uns darauf geeinigt, dass wir uns abwechseln würden, denn wir waren beide eigentlich lieber aktiv.
Da das aber nicht ging, hatten wir abgesprochen, dass wir uns abwechseln, sodass keiner zu kurz kommt und mit dieser Einigung konnten wir auch beide gut leben.
,,Los jetzt, ich hab gestern hingehalten.“, sagte er grinsend und schlug mir leicht auf den Oberschenkel, was mich dann auch wirklich aufstehen und mich hinknien ließ.
Julian kniete sich hinter mich und streichelte erst über meinen Rücken, runter zu meinem Arsch, bevor er sanft an meinem Eingang spielte und schließlich dann auch mit einem Finger in mich eindrang.
Erst nur zur Hälfte, dann aber schließlich doch komplett, als ich mich ihm entgegen drückte.
Ich mochte es zwar nicht gerne den passiven Part zu übernehmen, aber was die Vorbereitung anging, war ich immer recht schnell fertig, denn ich war da recht locker und auch nicht wirklich schmerzempfindlich.
Aber auch das wusste Julian, auch wenn er es selten bis nie ausnutze, sondern mich doch immer noch gut und lange vorbereitete.
Auch nachdem er mit dem kompletten Finger in mich eingedrungen war, drückte ich mich ihm weiter entgegen.
Das Kopfschütteln und das Grinsen von Julian konnte ich quasi spüren und es ließ mich auch grinsen, denn er konnte es nicht nachvollziehen, aber so war ich eben.
Ich spürte das Julian noch einen zweiten Finger dazu nahm, mit dem er ebenfalls komplett in mich eindrang.


Ich quittierte das mit einem etwas lauteren Stöhnen, ließ mir ein paar Augenblicke Zeit, kam ihm dann aber auch schon wieder entgegen.
Diesmal war es allerdings an Julian noch etwas zu warten und bewegte seine Finger lieber, statt noch einen weiteren dazu zu nehmen.
Liebend gerne kam ich ihm entgegen und wartete geduldig, bis Julian sich sicher sein konnte, dass er mir wirklich nicht mehr weh tat, was er aber auch so nicht getan hätte.
Einige Zeit später nahm Julian dann auch wirklich noch einen dritten Finger dazu und drang auch mit diesem in mich ein, was ich erneut mit einem etwas lauteren Stöhnen quittierte.
Ich konnte nicht leugnen, dass mir das gefiel, denn mein Schwanz hatte sich schon von ganz alleine wieder der vollen Länge nach aufgestellt und ich war mir schon fast sicher, dass es Julian nicht anders ging und er zumindest Hand angelegt hat, dass auch sein Schwanz sich wieder aufstellte.
Julian begann auch diese Finger zu bewegen, als ich ihm entgegen kam und ich stöhnte immer wieder leise vor mich hin, denn es gefiel mir wirklich mehr als gut, vor allem wenn ich daran dachte, was mich noch erwarten würde.
Aber Julian hielt mich noch etwas hing und bewegte seine Finger einfach noch eine ganze Weile weiter, bevor er diese zurück zog, was mich enttäuscht seufzen ließ.
Allerdings war diese Enttäuschung auch schnell wieder weg, denn ich wusste, dass es ja auch noch weiter geht. Und wirklich positionierte Julian sich dann auch schon kurze Zeit hinter mir, drang allerdings nicht in mich ein, sondern legte sich auf den Rücken.
Fragend blickte ich ihn an, aber Julian grinste nur breit was ich dann auch verstand.


Ich setzte mich auf seine Mitte und nahm seinen Schwanz in meine Hand.
Julian schloss genießerisch die Augen, als ich begann meine Hand auf und ab zu bewegen.
Allerdings blieb ich nicht lange dabei, denn ich positionierte seinen Schwanz an meinem Eingang und drang Stück für Stück in mich ein.
Julian stöhnte laut auf, aber mir ging es nicht anders, denn auch mir gefiel das Gefühl wirklich mehr als gut.
Auch wenn ich bereits kurze Zeit später Julian schon komplett in mir spürte, so bewegte ich mich nicht, sondern genoss einfach das mehr als geile Gefühl.
Julian streichelte mit seinen Händen über meinen Bauch und meine Brust und ließ seine Hände dann auf meinen Hüften liegen, um mich zu bewegen.
Unter leisem Stöhnen begann ich dann auch wirklich mich zu bewegen und Julian kam mir natürlich auch gleich entgegen.
Stetig beschleunigte ich mein Tempo, bis ich alles aus mir herausholte und mich auf diesem Niveau noch eine ganze Weile bewegte.
Immer wieder zog Julian mich zu sich runter um mich zu küssen, streichelte über meinen Oberkörper und meinen Schwanz.
Je schneller ich mich bewegte, desto tiefer ließ Julian seine Hand wandern, bis er schließlich meinen Schwanz erreicht hatte und diesen in die Hand nahm, um mich noch zusätzlich im Takt seiner Stöße beziehungsweise von meinen Bewegungen zu massieren.
Mein Stöhnen und meine Atmung hatte sich schon deutlich beschleunigt, aber Julian ging es nicht anders.
Auch er stöhnte das halbe Haus zusammen und hatte hörbar und auch sichtlich Probleme wieder zu Atem zu kommen.


Es dauerte auch nicht mehr lange, da kam ich auch schon zu meinem ersehnten Höhepunkt und ergoss mich unter heftigem Stöhnen und mit seinem Namen auf den Lippen auf seinem Bauch.
Auch Julian kam zu seinem ersehnten Höhepunkt und ergoss sich ebenfalls unter heftigem Stöhnen und mit meinem Namen auf den Lippen in mir.
Schwer atmend ließ ich mich auf ihn sinken und genoss es sehr, dass Julian mir sanft über den Rücken streichelte.
,,Ich liebe dich.“, hauchte Julian mir ins Ohr und ich drückte einen Kuss auf seine Lippen.
,,Ich liebe dich auch.“
Sofort kuschelte ich mich enger an Julian und schloss genießerisch die Augen.
Ich war einfach so überglücklich, dass es mich nicht mal störte, dass wir kurze Zeit später meinen Dad und Kevin ebenfalls nicht gerade leise stöhnen hörten.
Es war alles perfekt, so wie es war und wir waren wirklich glücklich.
Von Lisa hatte ich nichts mehr gehört, aber das ist auch vielleicht gut so, denn was ich von Lenn so gehört hatte, war die nicht wirklich toll und ziemlich besessen von ihm.
Mit Lenn verstanden Julian und ich uns wirklich gut und er war mittlerweile auch mit Jez, seinem besten Freund zusammen, was vor allem Julian beruhigte und es für ihn leichter machte zu akzeptieren, dass wir uns eben alle wirklich gut verstanden.
Wir unternahmen sogar verschiedenes zu viert, wann immer es möglich war und hatten auch wirklich viel Spaß zusammen.
Wenn ich jetzt auch noch in Frankfurt bleiben durfte, dann konnte ich endlich das Leben führen, was ich immer führen wollte und das dann auch noch mit Julian an meiner Seite, mit meinen Freunden und das auch noch in der schönsten Stadt der Welt, meiner Heimatstadt.
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