Ein Desaster mit Happy End

von Ratte1904
OneshotDrama, Romanze / P18
Kevin Richard Russell Matthias "Gonzo" Röhr OC (Own Character) Peter "Pe" Schorowsky Stephan Weidner
17.06.2017
17.06.2017
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Hey ihr Lieben :)

hier noch einmal etwas neues von mir :)

Besonderer Dank gilt auch hier meiner wundervollen Beta - Leserin MissesDixon <3<3<3<3

Reviews sind wie immer gerne gesehen :)

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem neuen OS :)

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Lexie Pov

Gestatten Lexie, mein Nachname ist irrelevant.
Seit ich denken kann, was immerhin schon 22 Jahre ist, liebe und vergöttere ich die Böhsen Onkelz.
Vor einigen Monaten hatte ich in einer Zeitschrift ein Gewinnspiel gesehen, bei dem man ein Meet & Greet mit eben den Jungs gewinnen konnte, inklusive VIP Tickets für das Konzert am Abend in der Frankfurter Festhalle.
Es war das letzte Konzert von ihrer Tour, der ersten seit der Reunion und ich wollte doch unbedingt dahin, dummerweise hatte ich aber erst kein Geld und als ich das hatte, waren alle Konzerte ausverkauft.
So war das Gewinnspiel quasi meine letzte Möglichkeit, auch wenn ich nicht daran glaubte, dass ich gewinnen würde.
Über den Fragen stand, dass die Fragen schwer und nur was für echte Fans sei, aber ich konnte über die Fragen nur müde lächeln, denn für jemanden der die Onkelz nicht kannte waren sie unmöglich zu beantworten, aber ich kannte die Jungs verdammt gut und hatte innerhalb weniger Minuten alle Fragen beantwortet.
Den Brief hatte ich noch am gleichen Tag abgeschickt und bereits wenige Tage später vergessen.
Bis dann vor ca. zwei Wochen ein Brief kam, dass ich dieses Meet & Greet tatsächlich gewonnen hatte und die Jungs mich um 16 Uhr in ihrem Studio.
Die Adresse stand zwar ebenfalls in dem Schreiben, aber das wusste ich auch so.
Natürlich hatte ich auch gleich meinen besten Freund angerufen und mir sein Auto geliehen, denn irgendwie musste ich nach Frankfurt kommen, denn ich wohnte in Dortmund.


Auch wenn der nicht wirklich begeistert war, denn er konnte mit den Onkelz nicht viel anfangen.
Er hatte nichts gegen sie, vergöttere sie aber auch nicht so sehr wie ich.
Im Endeffekt hatte er dann doch schnell nachgegeben mit den Worten “Wenn es dich glücklich macht, bekommst du mein Auto.“.
Die Freunde darüber war natürlich riesig und einfach unbeschreiblich, denn mein größter Traum ging in Erfüllung.
Endlich würde ich ein Konzert besuchen können und würde die Jungs dann auch gleich kennenlernen.
Das war mittlerweile zwei Wochen her und heute mein großer Tag.
Die Nacht hatte ich nicht wirklich gut geschlafen, immer wieder bin ich wach geworden und musste dann enttäuscht feststellen, dass es immer noch nicht spät genug war, um aufzustehen.
Gegen 5 Uhr stand ich dann auch letztlich auf, denn schlafen konnte ich nicht mehr.
Nachdem ich dann in der Küche meinen morgendlichen Kaffee und meine Zigarette geraucht hatte, begab ich mich ins Bad und stellte mich dort unter die Dusche.
Kleidung trug ich keine, war ich doch alleine und musste meine Figur auch sonst vor niemandem verstecken.
Nachdem ich aus der Dusche raus stieg, wickelte ich mich in ein Handtuch und wickelte ein weiteres um meine langen hellblonden Haare, um die ich mich später noch kümmern würde und ging dann ins Schlafzimmer.
Ich öffnete die Schranktüren, um hineinzusehen, was ich anziehen wollte.
Als erstes suchte ich mir ein paar Socken, bei denen ich nicht wirklich wählerisch war und mich dann einfach für schwarze entschied, die ich anzog und mich dann um die Unterwäsche kümmerte, die als nächstes dran war.


Diese (http://www.schwab.de/String-Flashlights/an/628153W/SchwabDe?ShopID=sh10616271sp19139299&ComKey=100873748&ArticleIndex=180&CategoryName=sh10616239&psize=S&PageType=5col&SelectedFilterSize=&SearchParameter=%26%40QueryTerm%3D*%26ParentCategoryName%3Dsh10616239%26%40Sort.Position%3D1%26%40Page%3D4&filteredColor=&page=4) hatte ich schnell gefunden und zog sie ebenfalls an.
Als nächstes brauchte ich dann wohl eine Hose, für die ich eine andere Schranktüre öffnete und dort rein sah.
Auch die Hose (http://www.therockshop.de/Vixxsin-Cat-Shorts-Black) hatte ich schnell gefunden und zog sie an.
Anschließend hielt ich inne und überlegte, ob ich ein Top oder lieber ein T – Shirt anziehen sollte.
Im Endeffekt entschied ich mich dann doch für ein Top (http://www.therockshop.de/Spiral-Girlie-Racerback-Top-True-Love-Lace-Vest), was ich ebenfalls anzog und mich dann wieder ins Bad begab, wo ich das Handtuch von meinem Körper in die Wäschekiste schmiss.
Als nächstes widmete ich mich erneut meinem Körper, sprühte mich mit Deo und Parfum ein und putzte meine Zähne.
Nachdem ich damit fertig war, widmete ich mich meinem Makeup, was auch noch nötig war, denn ungeschminkt ging ich nicht zu solch wichtigen Veranstaltungen.
Lange musste ich allerdings nicht überlegen, bis ich das passende Make Up (http://archzine.net/wp-content/uploads/2015/01/25-Best-Blue-Smokey-Eye-make-Up-Ideas-Looks-Of-2012-16-resized.jpg) gefunden hatte und mich dann auch herrichtete.


Nachdem ich mit meinem Aussehen bis dahin zufrieden war, überlegte ich, was ich mit meinen Haaren machen sollte.
Um nicht zu viel Aufwand zu betreiben, band ich sie zu einem einfachen Pferdeschwanz zusammen.
Ebenfalls damit zufrieden, ging ich wieder in das Schlafzimmer, um meinem Outfit mit etwas Schmuck noch den letzten Schliff zu verpassen.
Ohrringe (http://www.emp.de/art_240973/) hatte ich schnell gefunden und hing mir diese an.
Bei der Kette (http://www.therockshop.de/Alchemy-Halskette-Devil-Heart) musste ich nicht lange überlegen, denn da fiel die Wahl auf meine Lieblingskette, die ich auch gleich anlegte.
Auch ein Armband (http://www.emp.de/art_240179/) hatte ich bald gefunden, wo ich der Meinung war, dass es gut zu meinem Top passen würde.
Fehlte nur noch ein Ring und dann würde ich mir noch eine Jacke suchen, denn auf dem Weg dahin könnte es kalt werden.
Auch den Ring (http://www.emp.de/art_184239/) hatte ich schnell gefunden, was aber auch nicht schwer war, denn den Ring hatte ich von meinem besten Freund zum Geburtstag geschenkt bekommen.
Ein letzter Blick in den Spiegel meines Kleiderschranks, ließ mich zufrieden nicken, bevor ich dann in den Flur ging.
Dort schnappte ich mir meine Schuhe (http://www.emp.de/art_287514/) die ich dann ebenfalls anzog und wieder in die Küche ging.
Gerade als ich eine weitere Tasse Kaffee fertig hatte, als es an der Haustüre klingelte.


Da das wahrscheinlich Raffael, mein bester Freund war, öffnete ich auch gleich die Türe und begrüßte ihn mit einer Umarmung.
,,Du siehst fantastisch aus.“, sagte er und sah mich von oben bis unten an.
,,Dankeschön, ich habe mir Mühe gegeben. Immerhin will ich für die Jungs ja auch gut aussehen. Ich glaube immer noch nicht, das ich die Jungs bald sehen werde. Ich bin so verdammt aufgeregt.“
,,Das glaube ich dir gerne. Ich halte dich auch nicht lange auf, denn ich muss weiter. Ich muss arbeiten.“
,,Wünsche dir viel Spaß dabei.“, sagte ich und begleitete Raffael noch zur Türe, wo ich ihn mit einer erneuten Umarmung verabschiedete.
Nachdem er dann außer Sichtweite war, schloss ich die Türe und ging zurück in die Küche, wo ich meinen Kaffee noch trank und eine weitere Zigarette rauchte.
Meine Nervosität stieg immer weiter und lange würde ich es wohl auch hier nicht mehr aushalten.
Immerhin hatte ich ja auch noch ca. 2,5 Stunden Fahrt vor mir.
Auch wenn es erst 10 Uhr waren, so würde ich mich gleich bereits auf den Weg machen, denn ich wollte in Frankfurt noch etwas essen und dort noch etwas in die Stadt gehen, denn so würde die Zeit sicher schnell weggehen.
Nachdem ich die Zigarette dann geraucht und die Tasse geleert hatte, stellte ich diese auf die Spüle und ging im Flur meine Tasche (http://www.emp.de/art_265308/) holen.
Ich packte dort alles hinein, was ich für meinen Tag in Frankfurt brauchte und ging damit wieder in den Flur.
Dort zog ich meine Jacke (http://www.emp.de/gipsy-casey-girl-lederjacke/art_251528/) über und machte mich auf den Weg zum Auto.


Nachdem ich eingestiegen war kontrollierte ich nochmal, ob ich alles hatte, vor allem aber kontrollierte ich, ob ich denn auch die Karte hatte, mit der ich ins Studio kommen würde.
Da ich aber alles hatte, startete den Motor und grinste, als ich sah, dass Raffael den Tank voll gemacht hatte.
Die nächsten knapp 2,5 Stunden verbrachte ich damit nach Frankfurt zu fahren, die Onkelz zu hören und lautstark mitzusingen, um mich auf das Treffen vorzubereiten.
In Frankfurt angekommen fuhr ich erst einmal in die Stadt und suchte mir dort in der Innenstadt ein Restaurant wo ich etwas aß und anschließend noch in die Stadt ging.
Die Stunden vergingen sehr schnell und gegen 15.30 Uhr machte ich mich dann auf den Weg zum Studio.
Überpünktlich hatte ich das erreicht und blieb davor stehen.
Da ein Aschenbecher dort vor der Türe stand, rauchte ich noch eine und ging dann nach drinnen.
Zu meiner Überraschung war hier niemand, der mich kontrollierte, weshalb ich rein ging.
,,Wohin geht es, junges Fräulein?“, hörte ich eine Stimme hinter mir und drehte mich zu dieser um.
Ich erkannte den Manager der Onkelz und hoffte, dass es keinen Ärger gab, aber ich kannte mich hier nun mal nicht aus und wusste nicht, wohin ich gehen musste.
,,Ähm, ich bin Lexie. Ich habe das Meet & Greet mit den Onkelz gewonnen.“, erklärte ich und er nickte.
,,Hast du den Ausweis mit?“


Ich nickte, kramte in meiner Tasche und reichte ihm dann den Ausweis.
,,Komm mit.“, sagte er, reichte mir den Ausweis zurück und ging einen Gang entlang.
Ich folge ihm, hatte aber deutlich Mühe seinem Schritt zu folgen.
Er brachte mich in einen Raum und deutete auf eine Couch.
,,Setz dich, ich sag Bescheid, dass du da bist, Lucy.“
Ich kam nicht dazu meinen Namen zu korrigieren, denn der Manager war schneller die Türe raus, als ich reden konnte.
Angespannt saß ich auf der Couch und starrte erwartungsvoll auf die Türe, denn ich wusste, dass durch diese gleich meine Lieblingsband kommen würde.
Mit zitternden Fingern suchte ich in meiner Tasche nach einem Spiegel, den ich dann auch fand.
Sogleich kontrollierte ich mein Aussehen und war immer noch zufrieden mit dem, was ich sah.
Schnell packte ich den Spiegel wieder weg und wartete.
Mit meinen Händen spielte ich in meinem Schoß und wusste in dem Moment selber nicht wohin mit mir.
Immer wieder kontrollierte ich mein Aussehen, was sich nicht geändert hatte.
Nach einer halben Stunde wurde ich ungeduldig und fragte mich, ob die Jungs überhaupt noch kommen würden.
Gerne hätte ich eine geraucht, traute mich aber nicht, denn hier stand kein Aschenbecher, weshalb man hier wahrscheinlich nicht rauchen durfte.
Also wartete ich und rauchte keine, denn wenn ich jetzt raus gehen würde, dann würden die Jungs mich nicht sehen und wahrscheinlich denken, dass ich weg wäre und dann konnte ich sie nicht mehr sehen.


Seufzend lehnte ich mich auf der Couch zurück, denn die Nervosität war schon deutlich weniger geworden und wich Enttäuschung.
Ich war nicht wirklich sauer, sondern einfach nur enttäuscht, denn ich hatte mich doch so sehr auf dieses Treffen gefreut.
Auch eine weitere Stunde in der ich ebenfalls einfach nur da saß, wartete, mein Aussehen kontrollierte und hin und hergerissen war, ob ich nun eine rauchen gehen sollte oder nicht, passierte nichts.
Gerade als ich aufgeben und wieder gehen wollte, wurde die Türe geöffnet.
Überrascht blickte ich zur Türe und sah Gonzo den Raum betreten.
Natürlich gehörte er auch zur Band und irgendwie mochte ich ihn auch, aber das ist um einiges geringer geworden, als ich gehört hatte, dass er an der damaligen Trennung Schuld war.
Für mich brach eine Welt zusammen, als ich gehört hatte, dass die Onkelz sich trennten.
Auch wenn die Jungs jetzt wieder vereint waren, konnte ich das nicht einfach vergessen.
,,Hey, du bist Luna, oder? Schön, dass du da bist.“, sagte er, kam auf mich zu und reichte mir die Hand.
,,Lexie. Ich freue mich auch hier zu sein. Wo sind denn die anderen Jungs?“
,,Die sind nebenan. Machen sich für das Konzert fertig. Ich muss auch gleich wieder rüber. Ich freue mich auf jeden Fall, dass du da warst, ich hoffe du hattest eine angenehme Fahrt. Von wo kommst du?“
,,Ich komme aus Dortmund. Meine Fahrt war okay. Kommen die anderen noch?“


,,Nein, das tut mir echt leid, aber wir müssen uns auf das Konzert vorbereiten. Ich hab auch noch was für dich.“, sagte er und drückte mir ein paar Autogrammkarten in die Hand.
,,Dankeschön.“, sagte ich leicht verwirrt und ergriff die Hand, die er mir hinhielt.
,,War jedenfalls schön dich kennengelernt zu haben. Ich muss leider wieder los. Wir sehen uns später auf dem Konzert.“, sagte er und verschwand dann auch schon wieder aus dem Raum.
Fassungslos blickte ich ihm hinterher, denn das konnte doch nicht alles sein, oder?
Dafür hatte ich doch nicht wirklich zwei Stunden gewartet, oder?
Ich entschied mich noch zu warten, denn es würde sicher noch jemand kommen.
Tatsächlich kam 20 Minuten später der Manager wieder, der mich fragend anblickte.
,,Kann ich noch etwas für dich tun?“, fragte er verwirrt und ich nickte.
,,Ja, ich wollte und sollte doch die Onkelz treffen. Bis jetzt war aber nur Gonzo da und das auch nur ein paar Minuten.“
,,Das tut mir leid, aber die Jungs müssen sich jetzt auf das Konzert vorbereiten. Du kannst ja nach dem Konzert mit ihnen reden. Ich möchte dich jetzt auch bitten das Studio zu verlassen, wir haben zu tun.“
Ich nickte nur und verließ dann mehr als traurig da Gebäude.
In dem Moment war ich mir sicher, dass die Enttäuschung noch größer werden könnte.
Kaum das ich wieder draußen war, zündete ich mir eine Zigarette an und ging zurück zum Auto.
Seufzend machte ich mich auf den Weg zu dem Hotel, in dem ich die Nacht verbringen sollte und in dem Meet & Greet enthalten war.


Nach ungefähr 15 Minuten hatte ich das dann auch endlich erreicht und ging hinein.
Die Frau an der Rezeption musterte mich bereits bei meiner Ankunft misstrauisch, was sich nicht änderte, als ich vor ihr stand.
,,Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“, fragte sie nicht gerade freundlich was mich seufzen ließ.
,,Wunderschönen guten Tag. Ich habe das Meet und Greet gewonnen und in dem Schreiben steht, dass hier ein Zimmer für mich gebucht sein sollte.“
,,Name?“
,,Das weiß ich nicht. Ich habe das Zimmer nicht gebucht.“
,,Ich weiß aber auch nichts von einem Meet & Greet. Mit wem sollte das denn sein?“
,,Mit den Böhsen Onkelz.“
,,Dann sind Sie hier ganz sicher falsch. Wir unterstützen diese Band nicht. Tut mir leid, trotzdem wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.“, sagte sie und widmete sich ihren Papieren.
,,Haben Sie denn vielleicht noch ein Zimmer frei?“, fragte ich weiter, denn irgendwo musste ich ja schlafen, denn ich kannte hier niemanden und auch keine weiteren Hotels.“
,,Nein, wir sind ausgebucht.“
,,Können Sie mir denn vielleicht sagen wo ich noch ein Zimmer finden könnte?“
,,Junge Dame, ich bin nicht die Auskunft.“
,,Danke. Wiedersehen.“, sagte ich seufzend und ging wieder zurück zum Auto.
Das durfte doch echt alles nicht wahr sein, wieso wurde ich nur so bestraft?
Ich blicke auf die Uhr, vielleicht würde ich es ja noch vor dem Konzert schaffen ein anderes Hotel zu finden.


Allerdings würde das nichts geben, denn mittlerweile waren es schon 19.09 Uhr und ich musste zur Festhalle, denn ab 19.30 Uhr war Einlass, zumindest stand es so in dem Schreiben.
Nach ungefähr weiteren 20 Minuten hatte ich die Festhalle erreicht und parkte meinen Wagen am Ende des Parkplatzes, wo ich noch eine Lücke fand.
Zufrieden und sicher, dass es jetzt besser werden würde, packte ich eine kleine Kamera, etwas Geld, den Backtagespass, Zigaretten und Feuerzeug ein und ließ den Rest im Auto.
Auch meine Jacke ließ ich dort, denn ich würde sicher nicht frieren.
Ich schloss das Auto ab, verstaute die Sachen in meinen Hosentaschen und machte mich auf den Weg zum Eingang.
Dort angekommen zeigte ich die Karte und durfte dann eintreten, was mich erneut hoffen ließ, dass es jetzt besser werden würde.
Zufrieden kämpfte ich mich dann im Innenraum in die erste Reihe, wo mich so schnell keiner wegbekommen würde.
Natürlich hätte ich das Konzert auch hinter der Bühne gucken können, aber das wäre einfach nicht dasselbe gewesen, weshalb ich hier lieber bei den anderen Fans stand und mich von denen treiben ließ.
Gegen 21 Uhr kam die Vorband auf die Bühne, die ich zwar nicht kannte, aber wirklich für gute Stimmung sorgte in der Stunde, die sie spielten.
Als die Jungs und Mädels sich dann verabschieden und das Licht auf der Bühne erlosch, wusste ich, dass die Onkelz gleich erscheinen würden.
Es dauerte gefühlte Stunden, bis das Licht dann wieder anging und die Jungs endlich da waren.


Stephan richtete ein paar Worte an uns, begrüßte uns kurz und dann ging es auch schon los.
Die nächsten 2,5 Stunden waren mit Abstand die geilsten in meinem Leben.
Es war einfach so, als wären sie nie weg gewesen, als hätte es die Trennung nie gegeben.
Ein Spektakel, was man nicht in Worte fassen konnte und kann, ein Gefühl, was es so nie wieder geben wird und auch vorher nie gab.
Die Endorphinausschüttung war mit nichts zu vergleichen.
In dem Moment sang und tanzte ich mich in Extase, in Trance, als wäre das alles nur ein schöner Traum, dabei wusste ich, dass es die Realität war.
Die Jungs waren schon länger von der Bühne, als ich auf dem Weg nach draußen immer noch das Gefühl hatte, ihre Stimmen zu hören.
Sie hatten mehr als alles gegeben und sie alle sahen trotz der anstrengenden Tour verdammt gut, fast schon erholt aus.
Auf dem Weg nach draußen kam ich an einem Getränkestand vorbei, wo ich mir ein Bier gönnte.
Das Geld was ich eingepackt hatte, reichte für eins und das wollte ich mir nicht nehmen lassen.
Genüsslich trank ich das flüssige Gold, während ich den anderen dabei zusah, wie sie die Halle verließen.
Das Konzert hatte tatsächlich etwas über die Scheiße zuvor beim Meet & Greet und im Hotel hinweggetröstet, aber mich beschlich trotzdem ein seltsames Gefühl.
Kurz überlegte ich direkt zum Auto zu gehen und nicht mehr in den Backstagebereich, was ich eigentlich geplant hatte.


Zumal ich auch noch ein Hotel suchen musste, was durch das Konzert sicher noch schwerer war als sonst.
Ich leerte den Becher in einem Zug, stellte ihn wieder hin und machte mich auf den Weg zu meinem (geliehenen) Auto.
Eine ganze Weile lief ich über den Parkplatz und zweifelte auf dem Hinweg auch so weit gelaufen zu sein.
Jedoch erkannte ich dann den Weg und ging weiter.
Irgendwann blieb ich vor einem Auto stehen, wo ich mir erst mal nicht sicher war, ob es wirklich zu mir gehörte.
Vor mir stand ein großer Haufen Schrott, denn mehr war von dem Auto nicht mehr übrig.
Erst am Nummernschild erkannte ich tatsächlich, dass es das Auto von Raffael war.
Die Scheiben waren vollkommen eingeschlagen und auch der Rest des Autos war vollkommen demoliert und ich fürchtete, dass das Auto nicht mehr fahrtauglich war.
Fassungslos blickte ich durch die kaputten Fenster und als mir einfiel, dass meine Tasche noch im Auto war, beugte ich mich durch das Fenster und suchte nach dieser.
Aber auch nach längerer Suche fand ich sie einfach nicht.
Ich hatte zwar nicht wirklich Ahnung von Autos, versuchte dann aber trotzdem die Motorhaube zu öffnen, was durch die ganzen Beulen nur halb so einfach aussah, wie es war.
Seufzend stemmte ich mich mit allem was ich hatte dagegen, bis es mir dann schließlich auch gelang das dumme Ding zu öffnen.


Auch wenn ich sonst nichts wusste, so sah ich aber das dort einige Kabel durchgeschnitten waren, die wohl das Fahren und das Anlassen des Motors unmöglich machten.
Seufzend und mit aller Kraft die ich aufbringen konnte, schlug ich die Klappe wieder zu und trat so fest ich konnte gegen das Auto, was nur dazu führte, das die Stoßstange ab und scheppernd zu Boden fiel.
Ich konnte nicht sagen welches Gefühl in dem Moment meinen Körper dominierte, aber es war definitiv nichts Gutes.
Jetzt stand ich in Frankfurt, einer mir vollkommen fremden Stadt, mit einem demoliertem Auto, keinem Cent und nicht mal ein Handy.
Dem ersten Impuls folgend zog ich die Packung Zigaretten aus meiner Hosentasche und zündete die letzte Zigarette an.
Ich inhalierte den Qualm tief, bevor ich ihn wieder meinen Lungen entweichen ließ und setzte mich neben den Schrotthaufen auf den Boden.
Langsam spürte ich die Verzweiflung in mir aufkeimen, denn ich saß hier und wusste weder ein noch aus.
Zu allem Überfluss und als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, fing es dann auch noch an zu regnen.
Nicht nur ein paar Tropfen, nein ein richtiger Wolkenbruch, der mich, aber schlimmer noch meine letzte Zigarette innerhalb weniger Minuten vollkommen durchnässte.
In dem Moment wuchs die Verzweiflung, Wut, Enttäuschung, alles Negative so drastisch an, dass mir Tränen in die Augen stiegen.
Ich machte mir nicht wirklich die Mühe sie zurückzuhalten und ließ ihnen freien Lauf.
Unaufhaltsam bahnten sie sich ihren Weg über meine Wangen.


Ich konnte nicht genau sagen wie lange ich da gesessen und einfach nur geweint hatte.
Wirklich beruhigen konnte ich mich nicht, aber ich wusste auch nicht, ob ich das überhaupt wollte.
Verschwommen nahm ich meine Umwelt war, der Parkplatz war leer und die Hoffnung auf Hilfe sehr gering, auch wenn ich sie noch nicht ganz eingestellt hatte.
Als ich Stimmen hörte, blickte ich dorthin und auch wenn ich nur verschwommen sah, so erkannte ich gleich die vier Onkelz.
Vielleicht würden die mir ja helfen und würden mich irgendwo hinbringen oder telefonieren lassen, dass wäre auf jeden Fall schon eine große Hilfe.
Tatsächlich wurde ich auch von den Jungs gesehen, aber ignoriert.
Erst hatte ich mir eingebildet, dass sie mich vielleicht nicht gesehen hätten, aber ich war mir sicher, dass sie das hatten, nachdem einer “Lass sie, das ist bestimmt nur ein Junkie oder eine Hure“ gesagt hatte.
Wer das war, konnte ich nicht sagen, aber es nahm mir auch noch den letzten Funken Hoffnung und erneut kullerten wieder Tränen über meine Wangen.
Ich war verloren und das in einer fremden Stadt.
So fest ich konnte kniff ich die Augen zusammen und wünschte mich weg, weit weg, wohin war mir fast egal.
Dementsprechend zuckte ich heftig zusammen, als ich etwas an meinen Schultern spürte.
Mit vor Schreck weit aufgerissenen Augen sah ich jemanden neben mir und erkannte Pe kurze Zeit später, was dazu führte, dass ich mich wieder etwas beruhigte.


Dennoch blieb ich wachsam, denn ich wusste ja noch nicht, was er von mir wollte, auch wenn er mir freundlicherweise seine Jacke über die Schultern gelegt hatte.
,,Was ist denn mit dir passiert? Ist das dein Auto? Warum ist das denn so demoliert?“, stellte er gleich viele Fragen.
,,Ich hatte einen mehr als beschissenen Tag, das ist passiert! Komischerweise habe ich den aber auch erst, seit ich diese beschissene Stadt betreten habe! Ich habe übe eine Zeitschrift ein Meet & Greet mit euch gewonnen inklusive Backstagepass für das heutige Konzert! Dummerweise habe ich aber kein Auto, sodass ich mir das von meinem besten Freund leihen musste, der für mich heute extra zu Fuß zur Arbeit gegangen ist, damit ich früh herkommen kann! Erst war ich in der Stadt, da war auch noch alles gut, aber dann bin ich zu euch ins Studio gekommen, da sollte um 16 Uhr das Treffen stattfinden, aber ich musste erst einmal zwei Stunden warten! Dann kam Gonzo der zu allem Überfluss, genau wie euer Manager meinen Namen verwechselt hat! Er hat dann ein paar Sätze mit mir gewechselt, hat euch entschuldigt, weil ihr euch für das Konzert vorbereiten müsst, hat mir ein paar Autogrammkarten in die Hand gedrückt und ist wieder gegangen! Aber glaub bloß nicht, das es dann besser wurde, oh nein! Dann kam euer mehr als unfreundlicher Manager und hat mir gesagt, dass ich nach dem Konzert mit euch reden soll, ihr müsstet euch jetzt darauf vorbereiten und meine dann noch rotzfrech ich solle jetzt das Studio verlassen! Das hab ich dann auch gemacht, blieb mir ja nichts anders übrig! Ich bin dann ins Hotel gefahren und da habe ich dann auch gleich das nächste Drama gehabt, denn wenn du denkst es geht nicht schlimmer, kommt es noch dicker!“, sagte ich und hatte mich vollkommen in Rage geredet.
Mittlerweile stand ich auch und wedelte beim erzählen mit den Händen.


,,Im Hotel war die Olle dann auch voll unfreundlich zu mir und als ich ihr dann sagte wer ich bin wusste sie angeblich von nichts! Ich habe ihr dann gesagt, dass ich bei euch zum Treffen war, da sagte sie, dass sie euch nicht unterstützen würde! Aber in was für einem Ton, als ob ihr eine ansteckende Krankheit seid! Aber gut, wollte ich dann ein Zimmer buchen, denn ich musste ja irgendwo schlafen, sagt die Olle, dass sie ausgebucht seien! Die hat nicht in den Computer geschaut, nichts! Okay dachte ich, wenn die dich nicht haben wollen, gehste eben in ein anderes Hotel! Hab ich gefragt, ob sie mir ein Hotel nennen könnte, denn ich komme immer noch aus Dortmund und kenne mich hie immer noch nicht aus! Da sagt die Bekloppte zu mir, dass sie ja nicht die Auskunft sei! Danke, das wusste ich auch und trotzdem kann man ja freundlich sein, die dumme Kuh da! Also bin ich da wieder raus, hatte dann aber keine Zeit mehr mir ein neues Hotel zu suchen! Also bin ich direkt nach hier! Das Konzert war wirklich mehr als toll und nicht mit Worten z beschreiben! Ein überwältigendes Gefühl, vor allem in der ersten Reihe! Nach dem Konzert hab ich dann noch ein Bier getrunken, hatte aber die ganze Zeit ein mieses Gefühl und bin dann nicht mehr zu euch Backstage gekommen, sondern zu meinem GELIEHENEN Auto, was ich dann so vorgefunden habe! Tasche weg, da war mein Handy drin, Geldbeutel drin, alles weg, sogar die scheiß Autogrammkarten von Gonzo! Ich bin verzweifelt, denn jetzt stehe ich hier in einer fremden Stadt, ohne Geld, Handy, Auto und Schlafplatz!!!!“
Nachdem ich meine Erzählung beendet hatte, schluchzte ich heftig und kuschelte mich enger in die Jacke.
Mittlerweile regnete es zwar nicht mehr, aber ich war nass bis auf die Knochen, müde und verzweifelt, was mich auch erneut dazu brachte, meinen Tränen freien Lauf zu lassen.


,,Das ist wirklich grausam und das tut mir auch wirklich leid. Vielleicht können wir es ja wieder gut machen, indem wir dir einen Schlafplatz bieten. Du könntest bei uns im Tourbus übernachten und morgen sehen wir gemeinsam zu, dass du zurück nach Dortmund kommst.“
,,Das ist wirklich nett, aber das kann ich doch nicht annehmen.“
,,Aber du kannst auch nicht die ganze Nacht in den nassen Klamotten neben einem kaputten Auto sitzen und morgen hoffen, dass einer kommt und dir hilft.“
Das Argument war wirklich verdammt gut und da konnte ich auch nichts mehr zu sagen.
,,Also schön, ich komme mit, danke.“
,,Gerne. Komm.“, sagte er und lege seinen Arm um mich und gemeinem zu dem Tourbus der Onkelz.
Auf dem Weg dorthin sagte niemand mehr etwas, aber das war auch nicht nötig.
Ich war einfach nur noch müde und kaputt und wollte nur noch schlafen.
Im Tourbus angekommen, sah Stephan fragend zwischen uns hin und her.
,,Wo soll die denn schlafen?“, fragte er in abschätzigem Ton und deutete auf mich.
,,Die hat auch einen Namen.“, sagte Pe wütend in Stephans Richtung, hielt dann aber inne und sah mich fragend an.
,,Du hast doch einen Namen, oder?“, fragte er unsicher und ich nickte schief grinsend.
,,Ja natürlich, tut mir leid, ich bin Lexie.“
,,Schöner Name, freut mich.“
,,Danke, freut mich ebenfalls.“


,,Genug geturtelt?“, frage Stephan genervt, was Pe nur fassungslos den Kopf schütteln ließ.
,,Pass auf Lexus, was hältst du davon, wenn du mal gerade eine rauchen gehst vor der Türe und wir das hier drinnen klären?!“, stellte Stephan mehr fest als er fragte, was mich seufzen ließ.
,,Ich bin kein Auto! Mein Name ist Lexie! Mit ie für ganz Blöde! Ja, ich gehe ja schon!“, sagte ich mit Nachdruck und setzte zum Gehen an.
,,Du musst nicht gehen.“, sagte Pe ruhig, aber ich winkte ab.
,,Schon okay, ich weiß, wann ich unerwünscht bin.“
,,Bist du nicht, du bist mein Gast und hier selbstverständlich willkommen.“
,,Redet ihr nur mal in Ruhe, ich gehe eine rauchen.“, sagte ich und lächelte Pe beruhigend an.
Er nickte nur und ließ mich dann gehen, was ich auch gleich tat.
Zwar schloss ich hinter mir die Türe, aber scheinbar nicht richtig, oder aber die Jungs waren so laut, denn ich hörte sie deutlich.
,,Was soll die Scheiße, Pe?“, fragte Stephan lautstark und schien richtig sauer zu sein.
,,Was denn? Sie ist eine junge hübsche Frau, die kannst du doch nicht einfach auf der Straße stehen lassen!“, schrie Pe nicht weniger leise.
,,Ernsthaft? Hast du es jetzt wirklich schon so nötig, dass du dir irgendeine Schlampe von der Straße nehmen musst?“, fragte Stephan aufgebracht und ich hörte Pe seufzen.
,,Was ist nur mit dir los? Du reagierst doch sonst auch nicht so abwertend bei Menschen die du nicht kennst!“


,,Ich hab einfach keinen Bock mein Zimmer zu räumen für irgendwelche Schlampen, die du ficken willst!“
,,Wer sagt denn, dass ich das will?“
,,Das sieht man dir an! Du bist so geil auf die Kleine das dir doch nur bei dem Gedanken an sie die Hose platz!“
,,Ich würde sie nicht von der Bettkante stoßen, aber darum geht es doch wohl nicht, oder?“
,,Doch verdammt Pe, genau darum geht es! Ich soll ungefragt mein Zimmer eintauschen für eine Person die ich nicht kenne, nur damit du was zu ficken hast? Ich meine hallo? Da sind sehr private Dinge von mir drin, denn immerhin ist es ja auch mein Zimmer!“
,,Sie wird dir deine Sexheftchen oder die Pornos schon nicht klauen! Es ist ja auch nur für eine Nacht. Morgen ist sie doch wieder zu Hause!“
,,Ach die Hefte und die Pornos sind mir doch egal!!!! Was ist mit meiner Kaffeemaschine?“, fragte Stephan aufgebracht und erneut hörte ich Pe genervt seufzen.
,,Du kannst sie ja mitnehmen. Dann hast du sie nah bei dir.“, sagte Pe schon deutlich ruhiger.
,,Mach dich nicht lächerlich, Pe. Das Baby darfst du nicht umstellen, dass würde sie unglücklich machen.“
,,Ich frage mich wer sich hier gerade lächerlich macht. Ich glaube es ist gut jetzt. Du schläfst bei mir und Lexie in deinem Zimmer und ich bin sicher, dass sie deinem Baby nicht weh tun wird, oder ähnliches. Ich würde einfach nur gerne jetzt ins Bett gehen. Also hol die Kleine rein und dann los.“, sagte Kevin mit Nachdruck.


,,Danke, aber ich denke das Stephan wohl auch so einwilligt, oder?“, fragte Pe und Kevin seufzte.
,,Ich wolle nur helfen.“, sagte der Sänger.
,,Ich habe einfach keine Ahnung warum ich mit einer fremden Ollen mein Zimmer teilen sollte.“
,,Jetzt stell dich mal nicht so an an, Weidner!!!! ich habe nie viel verlangt und habe auch verdammt oft die Klappe gehalten, wenn mir was gegen den Strich ging!!!! Jetzt habe ich einmal eine Bitte an dich, da wirst du ja wohl mal über deinen Schatten springen können und für eine Nacht bei uns schlafen!!!!“, sagte Pe und wurde nun schon etwas lauter.
,,Ja meinetwegen, aber glaub bloß nicht, dass ich das toll finde, das tue ich nicht und morgen ist die wieder weg.“, sagte Stephan immer noch brummend und immer noch nicht wirklich überzeugter.
,,Gut, dann hole ich Lexie wieder rein.“, hörte ich Pe sagen und ging weite weg vom Tourbus und zündete mir dort eine Zigarette an.
Kurze Zeit später kam Pe dann zu mir und tippte mich an, was mich leicht zusammenzucken ließ.
,,Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken.“
,,Schon okay, ich war nur in Gedanken.“, sagte ich mit einem Lächeln.
,,Worüber hast du denn so angestrengt nachgedacht, wenn ich fragen darf.“
,,Klar. Darüber ob es wirklich so gut ist wenn ich die Nacht hier bleibe. Ich meine Stephan scheint ja was dagegen zu haben und ich will nicht, dass ihr wegen mir streitet.“


,,Keine Sorge, das ist nicht so. Stephan ist etwas schwierig. Aber das ist nicht so dramatisch, er hat eingewilligt und hat nichts dagegen, wenn du die Nacht hier bleibst und auch nicht, wenn du in seinem Zimmer schläfst.“
,,Bist du sicher?“
,,Ja, ganz sicher, vertrau mir.“
,,Tue ich, du bist nett zu mir.“
,,Danke, ich bemühe mich zumindest.“
,,Machst du super, danke.“, sagte ich ehrlich und drückte Pe einen Kuss auf die Wange.
,,Gehen wir rein?“, fragte er dann und ich nickte, bevor ich dann mit ihm zusammen zurück in den Bus ging.
,,Willst du jetzt schlafen?“, fragte Pe und ich nickte.
,,Ja, ich bin todmüde und ihr sicher auch.“
,,Dann zeige ich dir dein Zimmer.“
Ich nickte und folgte Pe dann in den Raum von Stephan.
,,Brauchst du noch was oder kann ich noch etwas für dich tun?“, fragte Pe, aber ich schüttelte nur den Kopf.
,,Nein, du hast genug getan. Danke für alles, aber jetzt würde ich gerne schlafen.“
,,Dann wünsche ich dir eine wunderschöne gute Nacht, schlaf gut und träum was süßes.“
,,Ich wünsche dir auch eine wunderschöne gute Nacht, schlaf du auch gut und träum du auch süß.“
Pe lächelte mir noch einmal zu, bevor er dann den Raum verließ.
Ich befreite mich auch gleich von meinen Kleidern und ließ sie liegen, bevor ich mich ins Bett kuschelte und kurze Zeit später einschlief.


Ich konnte nicht leugnen, dass ich in dem Bett verdammt gut geschlafen hatte, vor allem, wo seine Decke und auch sein Kissen so verdammt geil nach ihm rochen.
Es war ein herb männlicher Geruch, der meine Hormone definitiv in Wallung brachte.
Während ich so vor mich hin döste und von Stephan träumte, der mir, wie ich zugeben musste schon immer gut gefiel, wurde ich abrupt durch lautes poltern und anschließender Unruhe aus dem Halbschlaf und meinen Gedanken gerissen.
Vor mir, gar nicht mal so weit weg von mir, stand er, Stephan Weidner, verschlafen, vollkommen zerwühlte Haare, als hätte er gerade den geilsten Fick seines Lebens hinter sich gebracht, nur in Boxershorts, engen, verdammt engen Boxershorts bekleidet.
Ich konnte meinen Blick nicht von seinem flachen und dennoch muskulösen Bauch, dieser strammen Brust und dieser verdammt großen Beule in diesen engen Shorts nehmen.
Das was ich sah ließ mehr erahnen als sich viele Frauen vorstellen konnten, aber Stephan konnte sich definitiv nicht über einen zu kleinen Schwanz beschweren.
Als er mir den Rücken zuwandte ließ ich meinen Blick über seine breiten Schultern runter über seinen Rücken, weiter zu seinem Arsch, der verdammt knackig war.
Unbewusst leckte ich mir mit der Zunge über die Lippen, denn der Anblick war wirklich mehr als geil.
Als Stephan sich dann erneut rum drehte und sich eine Zigarette angemacht hatte, starrte ich geradewegs auf sein bestes Stück.
Nur vorsichtig ließ ich meinen Blick nach oben wandern, einerseits aus Angst vor der Reaktion, andererseits um den Anblick noch genießen zu können.


,,Wie lange bist du wach?“, fragte er durch zusammengebissene Zähne.
,,Noch nicht lange.“, log ich, denn ich merkte deutlich, dass er sauer war.
,,Du beobachtest mich hier seelenruhig während ich um dich rum turne? Warum hilfst du mir nicht, oder gibt es das Wort Hilfe in deinem Wortschatz nicht?“
,,Doch, aber ich wollte....“
,,Ja, du wolltest mich beobachten, dich an mir aufgeilen. Das ist es doch, was du willst, oder?“, fragte er und kam mir verdächtig nahe.
Ich hielt seinem Blick stand, auch wenn ich merkte, dass ich unsicher und nervös wurde, jetzt wo er halbnackt, gut riechend, mir verdammt nahe war.
,,Ja, ich habe dich beobachtet. Du bist verdammt heiß und mit dir kann man auch sicher viel Spaß haben. Lass uns nicht streiten, sondern das auf andere Art und Weise klären.“, hauchte ich verführerisch, schlug die Decke weg, schenkte Stephan einen verführerischen Blick und küsste ihn.
Sogleich entzog Stephan sich meiner zärtlichen Geste und schüttelte den Kopf.
,,Wenn du mich im Bett haben willst, musst du einiges aushalten können. Ich steh nicht auf die Kuschelnummer, klar?!“
Ich nickte nur, denn die härte seiner Worte nahm Einfluss.
,,Knie dich hin!“, befahl er und bei jedem anderen Kerl wäre ich wohl schon längst gegangen, denn ich war sowieso nicht so der Typ für bedeutungslosen Sex, aber es war immer noch Stephan Weidner, also kniete ich mich ohne zögern und wortlos hin.
Hinter mir hörte ich Geräusche, wahrscheinlich zog Stephan sich aus, denn kurze Zeit später kniete er ebenfalls hinter mir.
,,Ich hoffe du bist bereit.“, sagte er rau und ich nickte erneut.


Er griff mit seiner Hand hart in meinen Nacken und drang der vollen Länge in mich ein und das mit nur einem Stoß.
Ich keuchte auf, hatte nicht damit gerechnet, aber ich hatte auch keine Zeit ich dran zu gewöhnen, denn Stephan begann sich gleich zu bewegen, das auch nicht gerade zärtlich und vorsichtig und trotzdem kam ich ihm entgegen.
Er ließ meinen Nacken los und krallte sich hart mit seinen Fingern in meine Hüfte, um mich besser kontrollieren zu können.
Ich ließ ihn gewähren und drückte mich ihm weiter entgegen.
Stephan beschleunigte sein Tempo und ich musste mir jetzt schon auf die Unterlippe beißen, um nicht den ganzen Tourbus zusammen zuschreien, denn auch wenn er nicht zärtlich war, so war er aber verdammt gut.
Stetig beschleunigte er sein Tempo und irgendwann hatte ich wirklich Mühe, seinen Takt zu halten.
Das alles schien Stephan aber nicht im geringsten zu interessieren, denn er machte weiter, bis er irgendwann alles aus sich herausgeholt hatte.
Seine Hände krallten sich noch fester in meine Hüften, dass würde man wahrscheinlich auch noch länger sehen.
Aber er wurde auch immer lauter und seine Bewegungen unkontrollierter.
Da es mir aber nicht anders ging und sich auch meine Atmung schon deutlich beschleunigt hatte, wusste ich, dass ich nicht mehr lange brauchen würde.
Stephan ließ eine Hand zwischen meine Beine wandern und massierte mich noch zusätzlich im Takt seiner Stöße.
Langsam begann ich Sterne zu sehen, meine Hände krallten sich unkontrolliert in das Bettlaken.


Mein Stöhnen glich einem Keuchen und meine Atmung hatte sich so beschleunigt, dass ich fast ersticken würde.
Unter heftigem Stöhnen und nicht mehr in der Lage was zu sagen kam ich dann zu meinem ersehnten Höhepunkt.
Aber auch Stephan ging es nicht anders, denn auch der kam ebenfalls unter heftigem Stöhnen zu seinem ersehnten Höhepunkt und ergoss sich in mir.
Allerdings zog Stephan sich dann auch gleich aus mir zurück, stand auf und zog seine Shorts wieder an.
Ich ließ mich immer noch schwer atmend in die Kissen sinken und wollte mich erholen.
Allerdings kam es nicht so weit, da ich kurze Zeit später unsanft an gestupst wurde, das aber lediglich mit einem unzufriedenen Brummen zur Kenntnis nahm.
Das wiederum schien Stephan nicht zu schmecken und er packte meine ohnehin schon geschundenen Hüften und drehte mich unsanft rum, auf den Rücken.
Hart griff er mir ins Gesicht und zwang mich so ihn anzusehen.
,,Du hast bekommen was du wolltest, jetzt bin ich dran! Ich will das du dich verpisst und zwar SOFORT!!!!“, sagte er bestimmt und drückte mein Kinn so fest, dass es weh tat.
,,Warum bist du jetzt schon wieder so unfreundlich?“, fragte ich verwirrt, denn das konnte ich nicht verstehen.
Aber statt einer Antwort traf mich ein Schlag mit der flachen Hand im Gesicht.
Schockiert blickte ich Stephan an, aber der zuckte nur die Schultern.
,,Verpiss ich!“, zischte er und ich stand auf, allerdings nicht um zu gehen, sondern um mich Stephan zu stellen.


,,Was soll die Scheiße? Ich habe dir nichts getan! Ich brauche nur Hilfe und Pe hat sie mir gegeben! Wo ist dein verdammtes Problem? Ja, wir hatten Sex, und? Ist dabei einer zu schaden gekommen? Warum schlägst du mich und behandelst mich so? Hab ich das verdient?“
,,Ja, das hast du! Du bist doch auch nur so eine notgeile Schlampe, die Aufmerksamkeit will! Vielleicht auch Futter für die Presse?! Ein Kind?! Tut mir leid, Miststück, ich hab ein Gummi benutzt! Wahrscheinlich hat du dein Auto selbst so zugerichtet, weil du wusstest, dass dir schon einer helfen würde und das wir es waren hat dir auch noch in die Karten gespielt, aber ich habe dein kleines verlogenes und vor allem dummes Spielchen gestern Abend schon durchschaut und nun verpisst du dich aus meinem Zimmer, dem Tourbus und im Idealfall auch aus dieser Stadt!!!!“, schrie er zum Ende hin immer lauter und schubste mich hart zurück.
Ich stolperte, taumelte rückwärts und fiel hart auf den Boden, wobei ich mir eine Schürfwunde am Arm zuzog.
,,Ohhhh, wag es ja nicht hier irgendwas voll zu bluten!!!!“, schrie Stephan aufgebracht, kam zu mir und zog mich unsanft auf die Beine.
,,Raus hier!!!!“, schrie er, packte mich hart am Handgelenk und zog mich immer noch nackt, was ich nun mal war durch den Tourbus nach draußen.
Dort schubste er mich noch einmal und erneut viel ich hart auf meinen Arsch.
,,Verpiss dich!!!! So schnell es geht, ganz ganz weit weg!!!!“, schrie er und ging dann mit schnellen Schritten wieder in den Tourbus und schloss hinter sich die Türe ab.


Fassungslos starrte ich die Türe an, durch die Stephan verschwunden war.
Nun saß ich hier vollkommen nackt, in einer ähnlichen Situation wie gestern und war kein Stück weiter, besaß weniger und es war hell.
Durch schallendes Gelächter wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und blickte mich um.
Nicht weit weg von mir gingen drei Halbwüchsige den Weg entlang und hatten mich entdeckt.
Sie zeigten auf mich,, lachten und tuschelten.
So sehr ich auch versuchte zumindest das wichtigste von mir zu verstecken, je mehr lachten sie, was mich seufzen ließ.
Auch einige ältere Menschen kamen vorbei und wunderten sich, schüttelten den Kopf.
Eine ältere Dame mit Hund sah mich und schüttelte fassungslos den Kopf.
Sie nuschelte etwas, was ich nicht ganz verstand aber danach klang wie “Wenn diese Band da ist, herrscht nur Chaos.“ und zog ihren Fifi mit sich.
Die anderen Passanten die meinen Weg kreuzten ignorierte ich und suchte mich stattdessen nach etwas um, wo ich mich verstecken konnte, fand aber nichts.
Ich wollte doch auch nicht riskieren, dass die Presse auf mich aufmerksam würde und sie dann wieder negativ über die Onkelz schrieben, wegen mir.
Allerdings kam es glücklicherweise nicht so weit, denn mir wurde eine Decke umgelegt.
Als ich mich umsah, entdeckte ich Pe, der mich in die Decke gewickelt hatte und mich jetzt in seine Arme zog.
,,Geht weiter, hier gibt es nichts zu sehen.“, rief er ein paar Männern zu, die stehen geblieben waren und mich beobachteten.


,,Danke, du hast mich schon wieder gerettet.“, lächelte ich sanft und Pe nickte.
,,Immer wieder gerne. Hat Stephan dich einfach nackt vor die Tür gesetzt?“
,,Ja, aber ich war auch nicht gerade nett zu ihm.“
,,Du kommst jetzt erst mal mit rein. Dann kannst du dich anziehen und einen Kaffee trinken.“, sagte Pe und schob mich auch gleich wieder in den Bus.
Dort drückte er mich auf einen Stuhl und stellte mir einen Kaffee vor die Nase.
,,Es tut mir leid, was Stephan dir antut. Ich weiß auch nicht, was mit dem los ist.“, sagte Pe traurig, aber ich winkte ab.
,,Kein Problem, so schlimm war es ja jetzt nicht. Könntest du vielleicht meine Klamotten holen?“
,,Ähm, klar.“, sagte er leicht verlegen und ging auch gleich in Stephans Raum.
Ob er noch da war, wusste ich nicht, auch nicht ob Pe mit ihm sprach, jedenfalls hörte ich nichts.

Kurze Zeit später kam der Drummer dann mit meinen Kleidern wieder und reichte sie mir.
,,Dankeschön.“, sagte ich ehrlich und nahm sie an um sie auch gleich anzuziehen.
Pe, ganz Gentleman, drehte sich dann auch gleich rum, was mich dann doch leicht grinsen ließ.
,,Ich bin fertig.“, teilte ich ihm mit und setzte mich wieder an den Tisch, um den Kaffee weiter zu trinken.
Pe setzte sich zu mir und reichte mir eine Packung Zigaretten.
Ich zog eine raus und reichte ihm die Packung wieder, was Pe nur den Kopf schütteln ließ.


,,Behalt die Packung.“
,,Danke.“, sagte ich überrascht, aber Pe nickte nur und reichte mir in Feuerzeug.
Ich zündete die Zigarette an, zog heftig daran und inhalierte den Qualm tief.
Viel zu lange hatte ich keine mehr geraucht.
Ich ließ den Qualm meinen Lungen entweichen und reichte Pe das Feuerzeug wieder, was er aber dann auf die Packung legte, die er mir zuvor geschenkt hatte.
,,Kannst du auch behalten und nein, ich dulde keine Widerrede.“, sagte er lächelnd und ich nickte.
Auch wenn die Frankfurter Eintracht nicht mein Lieblingsverein war, so hatte das aber tiefgründige Bedeutung, denn es war nicht nur ein Sturmfeuerzeug mit dem Eintracht Wappen sondern es hatte auch seinem Namen eingraviert.
Lange hatte ich aber keine Zeit mehr darüber nachzudenken und mich zu freuen, denn bald kamen die anderen Jungs ebenfalls zu uns.
,,Wir sollten uns bald Gedanken machen, was wir mit deinem Auto machen, Lexie.“, sagte Kevin und ich nickte.
,,Ich muss erst dem Besitzer Bescheid geben. Das ist nicht mein Auto, ich habe das nur geliehen.“
,,Da kannst du dich dann ja drum kümmern, wenn du zurück bist. Ich kümmere mich darum, dass es da so stehen bleibt, bis der Besitzer sich meldet.“, sagte Pe und ich lächelte ihn dankbar an.
,,Danke, dass ist wirklich toll von dir.“
,,Gerne. Magst du von mir aus telefonieren? Du musst dich ja mal melden, dich bekommt doch keiner erreicht und die machen sich sicher Sorgen.“
,,Ja, das wäre nett.“
Pe reichte mir sein Handy und ich wählte die Nummer von Raffael.


Das war die erste Nummer, die mir einfiel.
Dummerweise ging er aber nicht an sein Handy.
Seufzend legte ich wieder auf und versuchte es bei meinem Bruder.
Das Verhältnis zwischen uns war nicht das beste, aber wenn es drauf ankam, war er immer für mich da.
Dummerweise war der aber arbeiten und ging deswegen auch nicht an sein Handy.
Seufzend legte ich auf und reichte Pe das Handy wieder.
,,Ich kann dich auch fahren, wenn du möchtest.“
,,Das wäre echt lieb, aber das kann ich nicht annehmen. Ich meine noch mehr Hilfe?“
,,Würdest du Geld von uns annehmen?“
,,Nein, auf keinen Fall!“, sagte ich entschlossen, denn das würde ich ganz sicher nicht tun.
,,Siehst du, so würde die Möglichkeit mit der Bahn oder mit dem Taxi zu fahren raus fallen. Heißt, du könntest warten bis dich einer abholt, wo du nicht sicher bist wann und ob das überhaupt einer kann, oder du lässt dich von mir nach Hause fahren und weißt sicher, dass du bald zu Hause bist.“
Das Argument war wirklich gemein, aber leider hatte er recht.
,,Ja, du hast recht, meinetwegen kannst du mich dann gleich fahren.“
,,Gut, dann fahre ich gleich mein Auto holen. Einer der Crewmitglieder hat sicher Zeit für mich.“
Ich nickte und war wirklich mehr als froh, die Hilfe von Pe zu haben, denn ohne die wäre ich ganz schön aufgeschmissen gewesen.
,,Ich kümmer mich dann jetzt um das Auto. Kev, du kümmerst dich bitte um Lexie. Ich will nicht, dass noch mehr passiert.“, sagte Pe und Kevin nickte.


Der Drummer verschwand aus dem Bus, Stephan ging wieder in sein Zimmer und schloss die Türe und Gonzo verzog sich in das Bad, wenn man das so nennen konnte.
Jetzt war ich alleine mit Kevin, mit dem ich bis jetzt am wenigsten zu tun hatte.
,,Es tut mir wirklich leid, dass du solche Probleme mit uns, oder vielmehr mit einigen von uns hattest. Ich kann mir vorstellen, dass du dir das wahrscheinlich auch anders vorgestellt hattest. Ich kann dir auch nicht sagen, was mit Stephan los ist.“
,,Schon okay, ich meine ich bin gleich weg und dann störe ich auch nicht weiter. Dann seid ihr mich los und dann kehrt hier auch wieder Ruhe ein. Ich brauche mich ja auch nicht wundern, dass es Stress gibt, wenn ich mich einfach in euer Leben einmische.“
,,Ich weiß auch nicht was mit ihm los ist. Vielleicht auch der Stress der Tour, ich kann es dir wirklich nicht sagen.“
,,Ach so schlimm ist das ja auch nicht.“, lächelte ich beruhigend und Kevin nickte.
Eine ganze Weile kehrte Stille ein und wir schwiegen uns einfach an, aber mit Kevin war das nicht unangenehm, sondern es gefiel mir irgendwie.
Nach einer Weile zündete ich mir eine Zigarette an und rauchte diese genüsslich.
Lange dauerte es aber auch nicht mehr, da kam Pe wieder in den Bus.
,,Alles okay?“, fragte er unsicher und ich nickte.
,,Ja, ist alles gut. Kevin war sehr nett zu mir.“
,,Ehrlich gesagt habe ich nichts anderes erwartet, denn Kevin ist, auch wenn er das nicht gerne hört und ist, die gute Seele der Band.


Kevin grummelte nur etwas unverständliches, was Pe lachen ließ.
,,Brummbär.“, sagte er nachdem er sich wieder beruhigt hatte und Kevin brummte erneut, was diesmal auch mich lachen ließ.
,,Mein Auto steht übrigens draußen. Jetzt liegt es an dir, wann wir fahren.“
,,Das können wir dann gleich gerne machen. Ich denke desto früher wir fahren, desto besser ist es für euren Frieden.“
,,Lass dich von Stephan nicht so fertig machen, aber wenn du willst, dann kann ich dich natürlich fahren.“
Ich nickte nur noch und stand dann auf.
Kevin gab ich nochmal die Hand und verabschiedete mich von ihm.
Mit Gonzo und Stephan hatte ich ja zumindest offiziell nichts zu tun und da wollte ich mich denen auch nicht aufzwingen.
Anschließend ging ich mit Pe dann auch zum Auto und stieg in diesen ein.
Auch Pe stieg dann auf der Fahrerseite ein, startete den Wagen und machte sich auf den Weg nach Dortmund.
,,Glaubst du wir sehen uns nochmal wieder?“ fragte Pe nach einer Weile, was mich ihn überrascht anblicken ließ.
,,Warum sollten wir nicht?“
,,Na ja, du bist dann wieder zu Hause und hast jetzt ja auch nicht unbedingt die besten Erinnerungen an das Wochenende.
,,Dich behalte ich aber in guter Erinnerung, darauf kannst du dich verlassen.
,,Süß von dir.“, sagte er und lächelte sanft, was ich auch gleich erwiderte.
Den Rest der Fahrt redeten wir wenn überhaupt nur noch über unbedeutende Dinge.
Je näher wir Dortmund kamen, desto ruhiger wurde er und ich hatte einfach das Gefühl, dass ihm der Abschied schwer fiel.


Wirklich begeistert war ich auch nicht, aber ich hatte das Gefühl, dass es Pe noch schwerer fiel.
Irgendwann war es dann soweit das wir vor meiner Haustüre ankamen und der Zeitpunkt des Abschieds gekommen war.
,,Danke, dass du mich nach Hause gebracht hast.“, sagte ich und drückte ihm einen Kuss auf die Wange, was ihn erneut lächeln ließ.
,,Habe ich gerne gemacht. Deine Sachen werden wir auch noch finden, dass verspreche ich dir.“
,,Danke, dass ist wirklich süß von dir.“, sagte ich und lächelte ihm nochmal zu, was Pe auch gleich erwiderte.
Er beugte sich zu mir rüber und zog eine Autogrammkarte und einen Edding aus dem Handschuhfach.
Mit fragendem Blick beobachtete ich das, aber Pe ließ sich davon nicht stören und schrieb etwas auf die Karte, bevor er sie mir reichte.
,,Meld dich, wann immer dir der Sinn danach steht.“, sagte er und ich nahm die Karte an, auf die er wie ich jetzt erkannte seine Handynummer drauf geschrieben hatte.
,,Dankeschön, werde ich machen. Magst du vielleicht noch mit rein gehen?“
,,Sonst gerne, aber ich sollte wieder zurück nach Frankfurt.“
,,Ja, du hast recht. Tut mir leid.“
,,Muss es nicht, ich komme gerne drauf zurück.“
,,Gerne. Aber vielleicht auch gut so, denn ich habe nicht aufgeräumt.“
,,Das ist doch gelogen, oder?“, fragte Pe mit hochgezogener Augenbraue.


,,Ja, aber das sagen die Weiber doch in den Situation.“, zucke ich mit den Schultern und brachte uns so beide zum lachen.
Erst nachdem wir uns dann wieder beruhigt hatten, drückte ich Pe noch einen Kuss auf seine Lippen und stieg dann aus.
Mit schnellen Schritten ging ich zur Haustüre, drehte mich nochmal zu Pe um, winkte ihm und ging dann nach drinnen.
Seufzend schloss ich die Türe und wusste, dass ein ziemlich chaotisches Wochenende hinter mir lag, ich aber durch Pe immer wieder aufgefangen wurde.
Seufzend ging ich in mein Wohnzimmer und blicke aus dem Fenster, konnte Pe oder sein Auto nicht mehr entdecken.
Mit einem weiteren Seufzen setzte ich mich auf die Couch und wollte jetzt erst einmal Raffael anrufen.
Ich schnappte mir das Telefon von der Ladestation im Flur und wählte seine Nummer schon während ich zurück ging.
,,Hey Süße.“, meldete er sich kurze Zeit später und ich seufzte leise.
Scheinbar hatte er verdammt gute Laune und ich musste ihm jetzt beichten, dass sein Auto ein totaler Schrotthaufen war.
,,Hey Hübscher, du hast gute Laune?“
,,Ja, wieso auch nicht?“
,,Ich weiß auch nicht.“
,,Was ist in Frankfurt passiert? Geht es dir gut? Ich komme gleich vorbei und dann kannst du mir alles erzählen.“
Noch bevor ich Einwände erheben konnte, hatte er auch schon aufgelegt, was mich seufzen ließ.


Duschen konnte ich dann jetzt wohl auch vergessen, denn auch ohne Auto würde er verdammt schnell hier sein, denn so weit wohnte er nicht weg.
Ich zog die Packung Zigaretten aus der Hosentasche und zündete mir davon eine an.
Völlig in Gedanken versunken spiele ich mit dem Feuerzeug und dachte an die vergangenen Stunden.
Erst durch Sturmklingeln an der Haustüre kam ich wieder ins Hier und Jetzt und ließ das Feuerzeug auf den Tisch fallen.
Seufzend stand ich auf und ging zur Haustüre, die ich dann auch gleich öffnete.
Wie ich es erwartet hatte, stand Raffael vor der Türe, der mich auch gleich in seine Arme zog.
,,Was ist passiert? Wie geht es dir?“ fragte er aufgeregt und drückte mich eng an sich.
,,Bis eben war noch alles gut.“
,,Wieso ist es das jetzt nicht mehr?“
,,Ich habe Angst, dass du mich zerdrückst.“
,,Tut mir leid.“, sagte er ehrlich und ließ mich wieder los.
,,Komm, gehen wir ins Wohnzimmer.“
Gemeinsam mit Raffael ging ich dann ins Wohnzimmer und setzte mich dort auf die Couch und spielte weiter mit dem Feuerzeug.
,,Also was ist passiert?“, fragte er erneut und ich seufzte leise.
,,Müssen wir da jetzt drüber reden?“
,,Ja, dafür bin ich hergekommen. Oh Gott, was ist denn mit deinem Arm passiert?“
,,Nicht so schlimm.“, sagte ich schnell und entzog ihm meinen Arm wieder.


,,Du hast geblutet. Das ist nicht nichts, dass muss versorgt werden.“
,,Nein, das ist nicht nötig. Es blutet doch auch schon nicht mehr.“
,,Ich würde es aber trotzdem gerne versorgen. Es ist nicht gut, dass das offen ist.“
,,Ja, meinetwegen, dann versorg es halt, aber dann lässt du mich bitte damit in Ruhe. Es ist alles nicht so schlimm.“
Raffael grummelte noch etwas, stand dann aber auf und ging in der Küche Verbandszeug holen, was überhaupt nicht nötig war.
Ich zündete mir eine weitere Zigarette an, während Raffael meinen Arm versorgte, nachdem er wieder zurück war.
Er desinfizierte und säuberte es, klebte mir dann ein Pflaster drauf und schien wohl auch bemerkt zu haben, dass ein Verband oder ähnliches einfach nicht nötig war.
,,Jetzt sag mir doch endlich, was passiert ist.“, drängte Raffael, was mich erneut seufzen ließ.

,,Ich muss dir ohnehin noch etwas beichten.“, sagte ich kleinlaut.
,,Was denn? Gott, wenn du so redest, dann habe ich Angst. Was ist nur passiert in Frankfurt?“
,,Dein Auto....“, begann ich, schaffte es aber nicht den Satz zu Ende zu bringen.
,,Was ist mit meinem Auto?“, fragte er nicht wirklich beunruhigt.

Zwar wusste ich auch, dass er nicht der typische Kerl war, der sein Auto verehrte, aber ich wusste auch, dass es ein Kostenpunkt war, denn umsonst gab es wohl kein Auto.
,,Sag schon, so schlimm kann es nicht sein.“
,,Es ist kaputt.“, sagte ich leise und war mir nicht sicher, ob er mich überhaupt gehört hatte.


,,Wie kaputt?“, fragte er und hatte mich scheinbar doch gehört.
,,Kaputt halt.“
,,Jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen. Wieso ist es denn kaputt? Hattest du einen Unfall?“
,,Nein, nicht direkt zumindest. Es war gestern auf dem Konzert.“
,,Was ist denn jetzt da passiert? Du lässt dir aber auch alles aus der Nase ziehen, ich hasse das.“
,,Tut mir leid. Dein Auto steht in Frankfurt auf dem Parkplatz der Festhalle in Frankfurt und ist wohl so schrottreif, dass du nichts tun kannst, außer ihn wirklich verschrotten zu lassen.“
,,Oh, was war denn los?“, fragte Raffael und wirkte deutlich besorgt, während er nach meiner Hand griff und mich auch gleich in seine Arme zog.
Seufzend begann ich zu erzählen, was ich die letzten Stunden erlebt hatte.

Erst hatte ich mich noch zurückgehalten, aber dann sprudelte es aus mir raus und ich erzählte ihm alles was passiert ist.
Jedes kleine Detail und auch, dass was Stephan getan hatte, verschwieg ich nicht.
,,Das ist wirklich so schlimm, was dir da passiert ist. Kein Wunder, dass du so verstört bist.“, sagte er und zog mich nur noch enger in seine Arme.
,,Aber das bin ich doch gar nicht. Es tut mir nur so verdammt leid wegen deinem Auto. Ich kann den Schaden leider nicht sofort beheben, aber ich werde es in Raten machen, versprochen.“
,,Scheiß doch auf da Auto. Das ist nicht wichtig. Das Einzige was wirklich zählt ist das dir nicht mehr passiert ist. Ein neues Auto kann ich mir kaufen, aber keine neue beste Freundin.“


,,Du bist süß.“, sagte ich und drückte ihm einen Kuss auf die Wange, was ihn lächeln ließ.
Bei ihm brauchte ich mir auch keine Sorgen machen, dass er es falsch verstand, denn wir waren schon so lange befreundet und zwischen uns war nie mehr als Freundschaft.
Kein Sex, keine Andeutung dazu oder ähnliches, nicht mal einen Kuss hatte es zwischen uns gegeben und das obwohl Raffael bisexuell war und Frauen auch nicht abgeneigt.
,,Ich werde mich morgen darum kümmern, dass das Auto abgeschleppt wird und dann brauchst du dir zumindest darum keine Sorgen mehr machen. Von den Frankfurter Idioten solltest du dich besser fern halten. Die tun dir nicht gut, Süße.“

,,Ich weiß.“, seufzte ich und kuschelte mich enger an ihn.
Ich wusste, dass die Jungs nicht gut für mich wahren, aber die Jungs hatten irgendwas, was mich in ihren Bann zog.
,,Was hältst du davon wenn wir noch einen Film schauen und du dich dann mal ins Bettchen kuschelst? Du siehst müde aus.“
Ich nickte müde und war damit doch auch wirklich einverstanden, hatte aber keine Ahnung, was wir für einen Film schauen sollten.
Schnell befreite ich mich aus dem Klammergriff von Raffael und schloss den Laptop an meinen Fernseher an.
Im Internet suchte ich dann nach einem Film.
Wir einigten uns dann im Endeffekt auf “Hooligans“.
Den Film hatten wir zwar schon beide tausendmal gesehen, aber wir fanden ihn einfach mehr als toll.


Ich kuschelte mich eng an ihn und sah mir dann zusammen mit ihm den Film an.
Zum Ende des Films saßen wir dann beide heulend auf der Couch, weil der Film auch nach dem Zweitausendsten Mal noch verdammt traurig war.
,,Soll ich dich jetzt ins Bett bringen? Ich schlafe dann auf der Couch.“
,,Nein, das musst du nicht. Bleib bei mir. Schlaf bei mir im Bett, ich will nicht alleine sein.“
Raffael nickte, hob mich hoch und brachte mich dann in mein Schlafzimmer.
Dort kuschelte er mich ins Bett und befreite mich von meinen Klamotten, womit ich auch nicht wirklich ein Problem hatte.
Ich kuschelte mich anschließend in die Decke und sah Raffael dabei zu, wie er sich ebenfalls von seinen Kleidern befreite.
Das lohnte sich wirklich anzusehen, auch wenn ich nicht wirklich mit ihm vögeln würde oder anderes, so durfte ich ja aber wenigstens gucken.
Raffael kuschelte sich kurz danach zu mir ins Bett und ich mich auch gleich eng an.
Ich war wirklich froh, dass er die Nacht bei mir war und ich nicht alleine sein musste, denn dann würde ich das sicher nicht so leicht wegstecken.
Aber ich wusste auch, das Raffael das gerne für mich machte.
Immerhin waren wir befreundet und ich half ihm ja auch in sämtlichen Lebenslagen, auch wenn ich meistens mehr durcheinander machte als gut für uns wäre.
Er drückte mir noch einen Kuss auf den Kopf und wünschte mir ein gute Nacht.
Ich erwiderte seine Wünsche natürlich und kuschelte mich enger an ihn.
Kurze Zeit später war Raffael dann auch eingeschlafen und schnarchte leise.
Auch ich schlief dann kurze Zeit später mit einem sanften Lächeln auf den Lippen ebenfalls ein und verfiel in einen ruhigen und mehr als erholsamen Schlaf.


4 Wochen später

Die Aktion in Frankfurt hatte ich erfolgreich verdrängt.
Ich hatte noch länger darüber nachgedacht und auch immer wieder an Pe gedacht, aber ich wusste, dass ich auch damit abschließen musste.
Auch wenn mir das wirklich verdammt schwer gefallen war, so hatte ich es dann aber doch geschafft.
Raffael war mir dabei auch wirklich eine große Hilfe, denn er tat wirklich was er konnte.
Einige Tage war er noch bei mir und hatte sich wirklich mehr als liebevoll um mich gekümmert.
Er hatte dafür gesorgt, dass ich genug aß und auch, dass ich sonst alles erledigte, was wichtig war.
Zwar hätte ich das auch ohne ihn gemacht, aber er fühlte sich scheinbar besser, wenn er da war.
Mich störte es aber auch nicht sonderlich, denn so war ich nicht alleine und hatte Gesellschaft.
Durch die Arbeit hatte Raffael dann aber irgendwann die Zeit immer weiter verkürzt und kam mittlerweile nur noch 2 - 3 Mal die Woche.
Aber das war auch vollkommen in Ordnung, denn das reichte mir auch.
Gestern war Raffael auch schon da und wir hatten einen wirklich schönen Tag.
Gegen Abend hatte er sich dann aber auch schon wieder verabschiedet, was ich nachvollziehen konnte, denn er musste am nächsten Tag ja auch wieder arbeiten.
Da ich heute nicht wirklich viel geplant hatte, schlief ich heute erst einmal lange, denn ich hatte nichts zu verlieren oder zu versäumen.


Gegen Mittag war ich dann erst aufgestanden und brauchte erst einmal bis 15 Uhr, bis ich soweit fertig war, dass man mich ansprechen konnte.
Ich saß in meiner Küche, checkte über ein neues Smartphone, was ich mir im Laufe der letzten Wochen gekauft hatte, meine Neuigkeiten in den Sozialennetzwerken und trank meinen Kaffee.
Wirklich weit war ich noch nicht gekommen, denn bis jetzt hatte ich mich nur geduscht und angezogen, aber das störte mich auch nicht sonderlich, denn ich erwartete heute auch keinen Besuch mehr.
Während ich so meine Neuigkeiten checkte, bemerkte ich, dass einige Partys angesagt waren hier in der Nähe.
Auf Party an sich hatte ich keine Lust, was mich aber auch nicht sonderlich störte, aber ich überlegte, heute Abend vielleicht nochmal in eine Kneipe hier um die Ecke zu gehen.
Da war ich schon lange nicht mehr, weil ich es mir einfach nicht leisten konnte.
Diesen Monat war es irgendwie anders, auch wenn ich nicht damit gerechnet hatte, so konnte ich es mir diesen Monat aber dann doch mal leisten und würde das dann heute Abend auch mal in Angriff nehmen.
Entschlossen nickte ich und trank meinen Kaffee leer, als ich durch das Klingeln an der Haustüre unterbrochen wurde.
Seufzend stand ich auf und ging zu der Haustüre, die ich dann auch gleich öffnete.
Fast schon schockiert blickte ich die vier Herren an, die da jetzt vor meiner Haustüre standen.
,,Was wollt ihr hier?“, fragte ich nicht gerade erfreut die Onkelz zu sehen.


,,Wir wollten uns bei dir entschuldigen.“, sagte Pe und ich schüttelte den Kopf.
,,Das ist nicht nötig. Das will ich auch gar nicht. Ihr habt euch die ganze Zeit nicht gemeldet, dann braucht ihr das jetzt auch nicht mehr. Ich möchte euch bitten jetzt zu gehen. Ich will nicht mit euch reden und habe auch sonst kein Interesse daran, mich mit euch zu unterhalten.“
,,Gib uns doch wenigstens eine Chance das alles zu erklären.“, sagte Stephan und ich nickte.
,,Nein, da habe ich kein Interesse dran. Wie ich bereits sagte, ich will davon nichts hören. Ich will auch keine scheinheiligen Ausreden hören. Spart euch die Spucke und und in meinem Fall dann auch bitte meine Zeit und macht euch noch einen schönen Tag in dieser wundervollen Stadt.“, sagte ich mit einem freundlichen Lächeln, denn so konnte mir auch nachher keiner sagen, dass ich unfreundlich war, schloss dann aber auch gleich die Türe und ging wieder in meine Küche.
Glücklicherweise schienen die Jungs das dann aber auch zu akzeptieren, denn sie klingelten nicht noch einmal und die Geräusche, die ich hörte, klangen so, als würden die Jungs gehen.
Mir sollte es nur recht sein, denn ich hatte wirklich kein Interesse daran, mit ihnen zu reden und womöglich noch zu diskutieren.
Wobei es jetzt natürlich auch nicht unbedingt das beste war, was die Jungs machen konnten, denn jetzt kam doch alles, was ich so mühevoll verdrängt hatte, wieder da.
Seufzend trank ich weiter meinen Kaffee und dachte an die Zeit mit Pe und Stephan vor einem Monat.
Irgendwie tat es auch gut die Jungs wieder zu sehen, auch wenn Raffael mich vor den Jungs gewarnt hat.


Ich weiß doch auch nicht, was die Jungs an sich hatten, dass sie mich so in ihren Bann zogen.
Seufzend fuhr ich mir mit der Hand durch die Haare und sah in meine Kaffeetasse, die mittlerweile aber leer war.
Ich schob sie von mir weg und legte die Arme auf den Tisch und meinen Kopf darauf.
In dem Moment wusste ich einfach selber nicht mehr, was ich noch mit mir anfangen sollte.
Irgendwie war ich in dem Moment mit mir selber unzufrieden und das spürte ich deutlich.
Aber das alles nützte ja auch nichts, denn ich musste hier auch noch was tun.
Nachdem Raffael gestern Abend gegangen war, hatte ich nicht mehr aufgeräumt, was ich jetzt noch tun sollte und dann konnte ich mich wohl auch bald schon fertig machen, um dann in die Kneipe zu gehen.
Kurz überlegte ich, ob ich Raffael mitnehmen sollte, was ich abklären wollte, indem ich mein Handy zur Hand nahm und seine Nummer wählte.
Lange musste ich nicht warten, da hörte ich auch schon das Freizeichen.
,,Hey meine Hübsche.“, meldete er sich dann auch kurze Zeit später, was mich leicht grinsen ließ, denn ich mochte es, wenn er mich so nannte.
,,Hey Hübscher. Hast du heute Abend schon was vor?“
,,Nein, eigentlich nicht, wieso? Ich wollte heute Abend etwas früher ins Bett gehen, denn ich muss morgen arbeiten.“
,,Dann hast du vielleicht keine Lust heute Abend mit mir in die Kneipe zu gehen? Ich hätte mal wieder Lust darauf.“


,,Nein sorry Süße, das schaffe ich heute Abend echt nicht. Ich bin auch noch auf der Arbeit, obwohl ich eigentlich dachte, dass ich vielleicht heute früher Feierabend machen könnte.“
,,Das tut mir leid, dann machen wir das ein anderes Mal und ich gehe heute Abend einfach alleine.“
,,Tut mir echt leid.“
,,Kein Problem, so schlimm ist das ja auch wieder nicht. Wir sehen uns dann die Tage wieder.“
,,Machen wir. Mach keinen Blödsinn heute Abend und trink nicht zu viel.“, sagte Raffael lachend, als ob er wüsste, dass ich mich daran sowieso nicht halten würde.
,,Ich werde mich bemühen, aber ich bin doch immer lieb, du kennst mich doch.“, lachte ich ebenfalls und Raffael wurde nur noch lauter.
,,Ja, eben weil ich dich kenne, habe ich das ja gerade gesagt.“, sagte er nachdem er sich wieder beruhigt hatte und ich nickte, auch wenn er das nicht sehen konnte.
,,Ja, da hast du wohl recht. Ich werde lieb sein, mach dir keine zu großen Sorgen. Wird schon alles gut gehen. Wir sehen uns dann die Tage wieder.“
,,Klar, ich melde mich. Bis dann, Hübsche.“
,,Bis dann, Hübscher.“, sagte ich und legte dann auch schon auf, denn es war ja alles gesagt.
Ich legte das Handy auf den Tisch, ließ es da achtlos liegen und machte mich dann auch gleich daran mein Wohnzimmer aufzuräumen.
Das hatte es wohl auch definitiv nötig, denn es sah schlimm aus, aber gestern Abend hatte ich da einfach keine Lust mehr zu gehabt.


Ungefähr eine Stunde später, hatte ich dann mein Wohnzimmer so weit aufgeräumt, das ich wieder jemanden ohne Bedenken hier rein lassen konnte.
Die Popcornschlacht die wir gestern Abend noch gemacht hatten, war zwar echt lustig, aber zum aufräumen hinterher echt mies und dabei wollten wir das ja auch eigentlich essen und uns einen Film ansehen.
So sahen die Abende meistens aus, denn wir hatten einfach keine Lust raus zu gehen und mir stand auch nicht wirklich der Sinn danach, zumindest bis heute.
Mit Raffael war es auch zu Hause sehr schön und für ihn musste ich mich auch nicht umziehen und schminken, denn er mochte mich auch so und legte glücklicherweise wenn wir zu Hause waren auch nicht so großen Wert darauf, was dann aber doch schon wieder anders aussah, wenn wir unterwegs waren, da musste es alles sehr akkurat sein, aber das war schon okay, denn da wollte ich ja auch gut aussehen.
Ich blickte auf die Uhr, es waren erst 16.30 Uhr und eigentlich war es noch zu früh, um in die Kneipe zu gehen.
Länger als eine halbe Stunde würde ich wohl nicht brauchen, bis ich fertig war und gut genug aussah um mich vor die Türe zu trauen.
Seufzend machte ich mich dann auf den Weg in mein Wohnzimmer und ließ mich dort schwer auf die Couch fallen.
Ich griff unter den Tisch und zog dort meinen Laptop hervor.
Schnell hatte ich die Kamera angeschlossen und sortierte die Bilder von deren Speicherkarte auf den Laptop.
Dummerweise waren dort auch die Bilder von dem Konzert drauf, wo ich gar nicht mehr drüber nachgedacht hatte.
An die Onkelz dachte ich immer, aber nicht mehr an die Bilder.


Ich sah mir die Bilder an, die auch wirklich mehr als gut geworden sind, auch wenn der Schwerpunkt hier definitiv auf Pe und Stephan liegt, was mir aber nicht wirklich aufgefallen ist, als ich die Bilder gemacht hatte.
Dennoch sah ich mir diese noch eine ganze Weile an und konnte mich einfach nicht von denen trennen.
Als ich das dann aber doch konnte, sortierte ich diese noch ein und schob den Gedanken an die Onkelz und vor allem an Pe und Stephan beiseite und konzentrierte mich dann wieder auf die anderen Bilder, die wirklich bunt gemischt waren.
Gegen 18 Uhr hatte ich es dann endlich geschafft und hatte alle Bilder in die Ordner gepackt und war zufrieden mit meiner Arbeit.
Ich griff nach meinen Zigaretten und zündete mir dann auch gleich eine an.
Den Qualm inhalierte ich tief, bevor ich ihn wieder meinen Lungen entweichen ließ und lehnte mich auf meiner Couch zurück.
Die Zigarette rauchte ich noch in Ruhe zu Ende, bevor ich den Laptop ausschaltete und diesen beiseite stellte, bevor ich mich dann auf den Weg in mein Schlafzimmer machte.
Dort fand ich recht schnell die passenden Kleider, die ich anziehen wollte und ging damit in das Bad.
In diesem zog ich mich erst einmal um und machte mich noch etwas frisch, bevor ich dann meine Haare erneut zu einem Pferdeschwanz zusammenband und mich etwas schminkte.
Natürlich wollte ich es auch hier nicht übertreiben, aber ein bisschen wollte ich dann doch für mich tun.


Gegen 18.45 Uhr hatte ich die eigene Zufriedenheit erreicht und ging in meine Küche und meinem Wohnzimmer alles zusammenpacken, was ich brauchte, um in die Kneipe zu gehen.
Schließlich ging ich dann gegen 19 Uhr auf den Weg zu der Kneipe.
Das würde mir auch sicher helfen, mich über das Treffen der Jungs heute Nachmittag zu erholen, denn da dachte ich immer noch dran und fand das alles auch immer noch nicht wirklich toll.
Ich betrat die Kneipe, die nicht die kleinste war, aber heute doch gefüllter war als sonst, was ich noch nicht so ganz verstand, denn die Borussia hatte heute kein Spiel und auch sonst war nichts besonderes, zumindest nicht, von dem ich wusste.
Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen, um kurz zu überblicken, was hier genau abging und dachte in dem Moment, dass mich ein Pferd trat.
Genau vor mir, entdeckte ich die Jungs von den Onkelz und konnte es wirklich nicht glauben.
Was hatte ich nur gemacht, dass ich so bestraft wurde?
Nicht mal das Bierchen abends in meiner Stammkneipe, war mir vergönnt.
Dennoch wollte ich jetzt auch nicht gehen und mich aus meiner gewohnten Umgebung verdrängen lassen und setzte mich an die Theke.
Bei der Wirtin, die ich ganz gut kannte und auch wirklich mochte, bestellte ich ein Bier, was sie mir auch gleich brachte.
Auch wenn ich die ganze Zeit versuchte, sie zu ignorieren, schaffte ich es nicht wirklich, denn immer wieder musste ich rüber sehen und spürte auch deutlich, dass ich mehr als sauer war.
Ich konnte das alles nicht verstehen, wieso ausgerechnet ich so bestraft wurde.


Seufzend leerte ich mein Glas und bekam von Monika, der Wirtin auch gleich ein weiteres hingestellt.
,,Danke.“, sagte ich und sie nickte mir zu, bevor sie sich dann auch gleich wieder den anderen Gästen widmete.
Sonst war sie gesprächiger und hatte auch mehr Zeit, aber ich wusste auch, dass sie heute verdammt viel zu tun hatte.
Zumal die sonst auch immer zu zweit waren und Monika heute offensichtlich alleine.
Aber das sollte mich auch nicht stören, denn ich wollte ja auch nicht lange bleiben.
Irgendwann würde ich dann keine Lust mehr haben und nach Hause gehen, zumal jetzt, wo ich wusste, dass die Onkelz Jungs auch hier waren.
Auch wenn ich noch nicht wirklich wusste, wieso sie hier waren, aber vielleicht hatten sie auch einen Termin hier, denn extra wegen mir waren sie bestimmt nicht hier.
Ich trank einen weiteren Schluck von dem Bier, als ich bemerkte, dass eine Person sich neben mich gesellt hatte.
Vielleicht war es auch einfach die normale menschliche Neugier oder aber einfach Intuition, aber ich blickte zur Seite und erkannte dort auch gleich Stephan.
,,Hey Lexie.“, sagte er lässig, als wäre nichts gewesen.
,,Sag mal drehst du jetzt vollkommen durch? Was soll die Scheiße? Verfolgt ihr mich jetzt etwa? Darf ich abends nicht mal in Ruhe ein Bier trinken gehen? Ich habe euch doch gesagt, dass ich mit euch nichts mehr zu tun haben will! Habt ihr denn nicht schon genug angerichtet mit eurer Scheiße in Frankfurt? Verpiss dich aus meinem Leben, ich will weder dich noch irgendwelche anderen Kerle von euch oder aus Frankfurt sehen!!!! Ihr Männer seid doch auch alle gleich!!!!“, ging ich ihn auch gleich an, ohne auf seine Begrüßung oder sein Verhalten einzugehen.


Aber Stephan dachte scheinbar überhaupt nicht daran auf das was ich sagte nur im geringsten einzugehen und näherte sich mir stattdessen und drückte seine Lippen auf meine.
Nur Bruchteile von Sekunden später, spielte er auch schon mit seiner Zunge an meinen Lippen, was ich vollkommen perplex erwiderte, denn ich hatte doch keine Ahnung, was das jetzt sollte.
Unsere Zungen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus, der definitiv nicht das war, was Stephan in Frankfurt gezeigt hatte.
Es war genau das Gegenteil, denn in Frankfurt hatte er mich nicht geküsst.
Vor allem nicht so, denn das hatte ich so nur sehr selten, bis gar nicht erlebt.
In dem Moment hatte ich das Gefühl mein ganzer Körper würde in Flammen stehen und ich müsste verbrennen.
Ein Kribbeln machte sich in meinem Bauch breit und ich seufzte genüsslich in den Kuss.
Nachdem wir den Kuss dann gelöst hatten, lächelte Stephan mich nochmal sanft an und verschwand dann ohne ein weiteres Wort wieder zurück zu dem Tisch, wo auch die anderen Jungs saßen und ließ mich vollkommen perplex zurück.
Fassungslos blickte ich ihm nach, aber er setzte sich wieder hin und unterhielt sich dann mit den Jungs.
Vollkommen durch den Wind sah ich Monika an und bestellte mir bei ihr einen dreifachen Whisky, denn den konnte ich jetzt eher brauchen, als das Bier.
Ich trank einige davon, hatte aber sonst einen ruhigen Abend.
Sonst sprach mich hier so schnell keiner an, was ich aber auch nicht wollte.


Zumindest die Stammgäste wussten das und unter denen hatte sich das auch recht schnell rum gesprochen, sodass ich da keine großen Befürchtungen mehr hatte.
Stephan hatte sich auch nicht mehr blicken lassen an dem Abend, allerdings auch keiner mehr von den anderen Onkelz.
Ich hatte die Whisky und auch die Biere nicht gezählt, die ich getrunken hatte, aber ich wusste, dass es einige sein mussten, denn ich spürte es schon deutlich, dennoch bestellte ich noch einen weiteren doppelten Whisky bei Monika, die mich eine ganze Weile anstarrte, bevor sie mir dann den Whisky brachte.
,,Das ist dann aber auch der letzte, ich glaube du hast genug getrunken.“
,,Nein, dass sehe ich nicht so.“
,,Doch, ich schon. Ich bin die letzte, die dir das nicht gönnt, aber ich will auch, dass du heil nach Hause kommst. Ich glaube ich bringe dir gleich besser mal ein Wasser, das geht auf das Haus.“
,,Nein, das brauche ich nicht. Gib mir einfach noch einen Whisky.“, sagte ich, merkte aber auch schon deutlich, dass mir das sprechen schwer fiel und ich wirklich müde war.
,,Der Whisky steht vor dir und danach gibt es keinen mehr. Soll ich dir lieber ein Wasser bringen?“
,,Nein, ich gehe dann gleich nach Hause. Machst du mir die Rechnung fertig?“
,,Ich bin kein Restaurant. Hier bekommst du keine Rechnung. Ich kann dir aber sagen, was du bezahlen musst.“
,,Ja, das meine ich doch.“, sagte ich seufzend und leerte das Glas in einem Zug.
Das stellte ich anschließend wieder auf die Theke und bezahlte die Getränke noch, bevor ich mich dann auf den Weg nach draußen machte.


,,Hey, warte mal!“, hörte ich hinter mir eine Stimme, da ich mich aber nicht angesprochen fühlte und auch nicht wüsste, wer von mir wollen würde, dass ich wartete, ging ich weiter.
Ich wollte über die Straße gehen, denn ich musste um nach Hause zu kommen die Seite wechseln und achtete nicht wirklich auf den Verkehr, denn hier war zu später Stunde nicht mehr viel los.
Viel zu spät sah ich erst die Scheinwerfer auf mich zukommen und schloss vor Schreck die Augen.
Mich bewegen konnte ich in dem Moment nicht, dazu war ich einfach nicht in der Lage.
Ich wartete auf den Aufprall, vielleicht auch, dass ich dann das Bewusstsein verlor, meinetwegen auch starb, dass war mir in dem Moment egal.
Aber all das blieb aus, denn ich spürte nur eine Hand an meinem Handgelenk und wurde dann nach hinten gezogen und in ein paar Arme.
Erschrocken drehte ich mich um und sah geradewegs in die Augen von Stephan.
Das Auto hatte ein paar Meter weiter angehalten und der junge Mann darin kam zu uns.
Stephan redete kurz mit ihm, aber da kümmerte ich mich nicht wirklich drum, sondern versuchte mich aus seiner Umarmung zu befreien.
Als der Mann dann ging und weiterfuhr, widmete Stephan sich mir.
,,Ich glaube es ist besser, wenn ich dich nach Hause bringen würde, denn ich glaube, dass du alleine nicht mehr in der Lage dazu bist.“
,,Damit du mich wieder ficken kannst wie eine Hure und mich danach wegschicken kannst? Nein, dass passiert mir nicht nochmal.“


,,Aber du kannst auch nicht alleine nach Hause gehen. Ich will überhaupt nichts von dir, ich will dich nur nach Hause begleiten, denn ich will nicht, dass dir etwas passiert. Ich habe doch gerade gesehen, dass du nicht mehr in der Lage bist, das alleine zu machen.“
,,Was laberst du? Natürlich schaffe ich das alleine.“, sagte ich und spürte, dass ich schon doch deutlich schwankte, aber ich hoffte, dass es Stephan nicht auffiel.
,,Ich sehe das aber anders. Ich bringe dich jetzt nach Hause. Dann weiß ich wenigstens sicher, dass dir nichts passiert.“
,,Nein, wirst du nicht. Lass mich los. Ich gehe alleine nach Hause. Ich bin schließlich kein kleines Kind mehr.“, sagte ich und zupfte meinen Arm los und ging die Straße entlang.
Aber auch das schien Stephan nicht wirklich zu interessieren, denn er kam mir hinterher und packte mich an den Hüften.
Noch bevor ich reagieren konnte, hatte er mich auch schon gepackt und mich über seine Schulter geschmissen.
,,Lass mich los. Was soll das denn? Ich kann alleine gehen! Ich bin kein kleines Kind mehr, Weidner!“
,,Das habe ich ja auch nicht gesagt, aber ich bin der Meinung, dass es besser wäre, wenn du Hilfe bekommst und die kann ich dir geben, indem ich dich nach Hause bringe.“, sagte er ruhig und wirkte überhaupt nicht beeindruckt von der Tatsache, dass ich die ganze Zeit versuchte ihn zu treten und ihn schlug.
Mit meinen Füßen traf ich ihn zwar nicht, aber mit meinen Händen, auch wenn ich mehr auf seinen Arsch als auf andere Körperstellen schlug.
Immer wieder versuchte ich es, aber Stephan ließ sich einfach nicht abbringen.


Nach ungefähr der Hälfte des Weges, gab ich auf mich zu wehren, denn auch ich musste einsehen, dass ich gegen Stephan einfach keine Chance hatte und er sich auch nicht wirklich von seinem Plan abbringen lassen würde.
Ich wusste nicht, wie Stephan darauf reagierte, aber er trug mich weiter den Weg entlang, den er verdammt gut kannte, wo ich mich doch wirklich wunderte, wieso er den so gut behalten konnte.
,,Hast du aufgegeben?“, fragte er mit belustigtem Unterton, aber ich brummte nur unzufrieden.
,,Was denn? Bist du etwa unzufrieden? Das wird sich auch noch ändern, denn ich bin sicher, dass du mir morgen sicher dankbar dafür bist. Falls nicht, interessiert es mich auch nicht, denn ich weiß auch so, dass ich dir etwas gutes getan habe und das ich zumindest diesmal richtig gehandelt habe.“
Auch dazu sagte ich nichts mehr, sondern brummte nur erneut.
Sollte er doch denken, was er will, ich war müde und wollte jetzt eigentlich auch nur noch schlafen, denn ich spürte den Alkohol jetzt noch deutlicher.
Dennoch ließ ich Stephan nicht komplett gewinnen und ließ mich hängen, wie ein nasser Sack.
Wenn er mich schon unbedingt nach Hause tragen musste, dann sollte er es auch richtig tun.
Vor der Haustüre bemerkte ich, dass er in meiner Hosentasche nach dem Schlüssel suchte und diesen dann schlussendlich dort auch fand.
Er schloss die Haustüre auf und brachte mich auch gleich in mein Schlafzimmer, wo er mich auf das Bett legte und ich ihn mit hochgezogener Augenbraue ansah.
,,Ich schlafe hier aber alleine, Herr Weidner.“, sagte ich scharf.


,,Ja, ich schlafe auf der Couch, keine Sorge. Schlaf du erst mal deinen Rausch aus und morgen reden wir weiter.“
,,Ich habe keinen Rausch.“
,,Das sehen wir dann ebenfalls morgen früh.“
Ich brummte nochmal und ließ mich dann von Stephan ausziehen.
Wirklich dabei helfen konnte und wollte ich ihm nicht.
Die Müdigkeit war einfach viel zu groß und ließ mich keinen Zentimeter bewegen, aber das Stephan ein kräftiger Kerl war, hatte er ja bereits bewiesen und ich war sicher, dass er das auch ohne meine Hilfe schaffen würde.
Schon während Stephan meine Hose und mein Oberteil auszog, fielen mir immer wieder die Augen zu.
Ich war so unwahrscheinlich müde und wusste, dass ich wohl wahrscheinlich bald einschlafen würde, aber das störte mich auch nicht sonderlich, denn Stephan würde die Haustüre auch so.
,,Geh ins Hotel und nicht auf meine Couch. Du gehörst hier nicht hin und ich will auch nicht, dass du hier bist.“, sagte ich verschlafen.
Ob Stephan darauf antwortete, bekam ich aber nicht mehr mit, denn immer wieder driftete ich ins Land der Träume ab.
So gerade bekam ich noch mit, dass Stephan meine Kleidung zusammen und weg legte, wahrscheinlich auf einen Stuhl oder auch einfach auf den Boden, ich wusste es nicht, aber es war mir in dem Moment auch egal
Schließlich verließ er dann das Schlafzimmer, was ich auch nur noch im Halbschlaf mitbekam, denn dann schlief ich erneut ein und verfiel in einen ruhigen und mehr als erholsamen Schlaf.


Als ich wieder wach wurde, war es immer noch dunkel draußen.
Da ich mich auch noch nicht sonderlich ausgeschlafen fühlte, konnte es auch noch nicht sonderlich spät sein.
Ein Blick auf meinen Wecker neben dem Bett, sagte mir, dass es gerade einmal 5.30 Uhr waren.
Gähnend schwang ich die Beine aus dem Bett und seufzte leise, denn wirklich gut ging es mir immer noch nicht, aber das würde wohl noch kommen.
Ohne an Stephan zu denken, der letzte Nacht ja noch bei mir war, öffnete ich die Schlafzimmertüre und ging ohne mir etwas überzuziehen in mein Wohnzimmer, durch das ich musste, um in die Küche zu kommen.
Ich erschrak leicht, als ich den Bassisten dann nur in Boxershorts bekleidet auf meiner Couch liegen sah, der ebenfalls zu schlafen schien.
Dennoch schlich sich ein Lächeln auf meine Lippen, denn es war ja auch schon süß, dass er doch bei mir geblieben ist.
Immerhin hatte ich ihn doch eigentlich nach Hause geschickt, aber davon war Stephan wohl auch eher weniger beeindruckt, denn er war ja immer noch da.
So leise es ging schlich ich mich dann erst einmal durch das Wohnzimmer in die Küche, um dort einen Schluck zu trinken, denn deswegen war ich eigentlich erst aufgestanden.
Hatte ich das doch immer, wenn ich Alkohol trank, dass ich dann einen furchtbar trockenen Mund hatte, durch den ich wach geworden war.
Ich schnappte mir eine Flasche Cola aus dem Kühlschrank und machte mir gar nicht erst die Mühe mir ein Glas aus dem Kühlschrank zu nehmen, sondern trank einen kräftigen Schluck aus der Flasche, bevor ich diese zurück stellte.


Anschließend machte ich mich wieder auf den Weg in das Wohnzimmer und setzte mich dort auf den Sessel, der genau gegenüber der Couch stand, auf der Stephan schlief.
Scheinbar hatte er nicht gemerkt, dass ich da war, was mich darauf schließen ließ, dass er einen scheinbar ziemlich tiefen und festen Schlaf hatte.
Grinsend griff ich nach meinen Zigaretten, denn mir kam da eine Idee und die wollte ich in die Tat umsetzen, wenn es mir gelingen würde, aber das würde ich erfahren, wenn ich fertig geraucht hatte.
Ich zündete die Zigarette an und selbst durch den hellen Schein des Feuerzeuges wurde Stephan nicht wach, was mir gefiel, denn das spielte meinem Plan in die Karten.
Den Qualm inhalierte ich tief, bevor ich ihn wieder meinen Lungen entweichen ließ und zog den Aschenbecher näher.
Der Bassist lag auf dem Rücken, hatte einen Arm unter seinem Kopf verschränkt und die andere Hand hatte er auf seinem Bauch liegen.
Schien eine ziemlich bequeme Position zu sein.
Allerdings hatte er nicht wie bei unserem ersten Treffen enge Boxershorts an, sondern diesmal weite, aber auch durch diese konnte ich ganz gut erkennen, was sich darunter verbarg.
Unwillkürlich leckte ich mit meiner Zunge über meine Lippen, denn mir gefiel der Anblick wirklich sehr.
Vor allem wenn seine gebräunte Haut, dieser athletische Körper vom Mondlicht beleuchtet war, was durch das Wohnzimmerfenster drang.
Länger konnte ich nicht warten und drückte die Zigarette im Aschenbecher aus.


Mit wenigen Schritten war ich bei ihm und zog vorsichtig seine Boxershorts ein Stück runter.
Wollte ich ihn ja nicht schon wecken, bevor es richtig los ging.
Als er davon aber auch nicht wach wurde, grinste ich breit und nahm seinen Schwanz der vollen Länge nach in den Mund, was ihn aber auch erst einmal nicht dazu brachte sich zu rühren.
Ich begann meinen Kopf zu bewegen und war nicht wirklich überrascht, dass erst einmal keine Reaktion kam.
Allerdings dauerte es auch nicht wirklich lange, bis sich sein Schwanz der vollen Länge nach aufgestellt hatte und ich minimal mein Tempo beschleunigte.
Nach ein paar Bewegungen vernahm ich ein leises Stöhnen, was aber immer noch nicht klang, als wäre der Bassist wach, weshalb ich erneut mein Tempo beschleunigte und mit meinen Zähnen sanft über seinen Schwanz glitt.
Das Stöhnen wurde lauter und tiefer, gefolgt von Stephan, der nun aufrecht im Bett saß und sich mir so entzogen hatte.
Er sah mich mit einer Mischung aus Schock und Überraschung an, was mich grinsen ließ, denn das es ihm gefallen hatte, konnte ich deutlich erkennen, denn sein Schwanz stand immer noch wie eine eins.
,,Das ist ein Scherz oder?“, fragte er ungläubig und ich schüttelte den Kopf, während ich ihn wieder sanft zurück drückte.
Im ersten Moment ließ er sich auch drücken, setzte sich allerdings auch gleich wieder hin noch bevor ich weiter machen konnte.
,,Das ist ein Traum, oder? Natürlich ist das ein Traum. Jetzt habe ich das Geheimnis gelüftet. Ich träume das nur und es ist gar nicht echt.“


,,Nein, es ist kein Traum und es ist echt. Wenn du aber lieber der Meinung bist, dass es ein Traum ist, dann kannst du das auch gerne glauben. Jetzt lehn dich zurück, komm runter und genieße.“, sagte ich dann doch schon leicht genervt und drückte den Älteren wieder zurück auf den Rücken.
Da er diesmal auch liegen blieb, nahm ich seinen Schwanz wieder der vollen Länge nach in den Mund und begann meinen Kopf auf dem gleichen Tempo zu bewegen, wie ich aufgehört hatte.
Mit seiner Hand krallte Stephan sich in meine Haare und bewegte meinen Kopf auf und ab, während er sich auch immer wieder entgegen bewegte und leise vor sich hin stöhnte.
Für meine Begriffe viel zu leise, weswegen ich auch gleich mein Tempo beschleunigte und erneut die Zähne einsetzte, was ihn auch wirklich gleich lauter werden ließ.
Mit meiner Zunge leckte ich über seine Spitze und nahm seinen Schwanz anschließend wieder der vollen Länge nach in den Mund und beschleunigte dann das Tempo meiner Bewegungen.
Auch das ließ ihn deutlich lauter werden und ich wusste, dass ich ihn jetzt da hatte, wo ich ihn haben wollte.
Er war mir komplett ausgeliefert und diesmal hatte ich die Oberhand.
Ich würde bestimmen wo es lang ging und nicht er.
Auch ich konnte dominant sein und ich bin vor dieser Aktion davon ausgegangen, dass Stephan damit ein Problem hatte, was er scheinbar aber nicht hatte.
Sollte mir nur recht sein, denn so hatte ich auch meinen Spaß und bekam vielleicht mehr als diese nullachtfünfzehn Nummer in Frankfurt.


Stetig beschleunigte ich mein Tempo und konnte es einfach nicht lassen, Stephan immer mal wieder tief in die Augen zu blicken und ihm so zu zeigen, wie viel Spaß ich doch daran hatte, ihn zu verwöhnen.
Stetig beschleunigte ich mein Tempo, bis ich irgendwann alles aus mir herausholte.
Der Bassist wurde immer lauter und auch seine Atmung hatte sich schon deutlich beschleunigt.
Seine Bewegungen wurden unkontrollierter und sein Griff in meinen Haaren immer fester.
Kurze Zeit später spürte ich dann auch schon seinen Schwanz in meinem Mund zucken und wusste spätestens da, dass er nicht mehr lange brauchen würde.
Ich ließ noch eine Hand zwischen seine Beine wandern, um ihn noch zusätzlich im Takt meiner Bewegungen zu massieren und wusste, dass ihn das wahrscheinlich jetzt in den Wahnsinn treiben würde.
Tatsächlich kam Stephan dann auch schon kurze Zeit später zu seinem ersehnten Höhepunkt und ergoss sich unter heftigem Stöhnen in meinem Mund.
,,Oh Fuck!“, sagte er, nachdem die Welle der Lust über ihn hinweggerollt war.
Er griff mit seiner Hand in seine Haare und versuchte wieder zu Atem zu kommen, während ich meine Bewegungen weiterführte, aber lediglich das Tempo minimierte.
Aber auch hier brauchte ich nicht mehr lange, da hatte sich sein Schwanz auch gleich wieder zur vollen Länge aufgestellt, was mich grinsen ließ, als ich von seinem Schwanz abließ.
Stephan, der immer noch sichtlich mit seiner Atmung zu kämpfen hatte, sah mich fragend an und ließ die Hand, die er in seine Haare gekrallt hatte wieder sinken, um mich auf seinen Schoß zu ziehen.


Ich ließ mich auf seinen Schoß ziehen und spürte seinen Schwanz deutlich an meinem Eingang.
Zwinkernd drückte er sich enger gegen mich, was mich nun aufstöhnen ließ.
Mit einer Hand griff ich dann zwischen unsere Beine und nahm seinen Schwanz mit hartem Griff in die Hand, was Stephan lustvoll aufstöhnen ließ.
Er blickte mir tief in die Augen und ich konnte, auch dank dem Mondlicht, ein lusterfülltes Glänzen in seinen Augen sehen, was mich wirklich sehr erfreute.
Ich positionierte seinen Schwanz an meinem Eingang und ließ ihn quälend langsam Stück für Stück in mich eindringen.
Bereits nach kurzer Zeit spürte ich deutlich, dass Stephan ungehalten wurde und sich immer wieder versuchte mir entgegen zu drücken, aber das ließ ich nicht zu und drückte ihn immer wieder runter, was ihn unzufrieden brummen ließ.
Nachdem er mit seiner Spitze in mich eingedrungen war, ließ ich mich mit einer ruckartigen Bewegung ganz auf seinem Schwanz nieder, was uns beide ein heftiges Stöhnen entlockte.
Stephan streichelte mit seiner Hand über meine Brust, massierte diese und ließ sie dann über meinen Bauch zu meinen Hüften wandern.
Kaum waren sie dort angekommen, begann ich mich auch schon zu bewegen.
Der Bassist kam mir entgegen und ich beschleunigte mein Tempo.
Immer wieder half er nach, während er mir entgegen kam, indem er das Tempo eigenständig beschleunigte.
Er ließ seine Hände auf meinen Rücken wandern und krallte sich mit seinen Händen hart in meinen Arsch, während ich erneut mein Tempo beschleunigte.
Stephan ließ seine Hände erneut über meinen Rücken wandern und drückte mich so enger auf sich.


Als ich dann komplett auf ihm lag, schlang er seine Arme um mich, bewegte sich so noch einen Augenblick weiter und drehte sich dann mit mir um.
Dummerweise hatte er aber die Couch nicht ausgezogen, was dazu führte, dass wir auf dem Boden landeten.
Ich hatte keine Ahnung, wie er es angestellt hatte, aber ich landete auf ihm und das sogar ohne, dass er sich aus mir zurückgezogen hatte.
Stephan grinste breit, was mich ebenfalls grinsend den Kopf schütteln ließ.
,,Hast du dir weh getan?“, fragte er und ich schüttelte den Kopf.
,,Gut.“, sagte Stephan, schob den Tisch auf Seite und drehte sich dann mit mir rum, sodass er über mir lag.
Sofort schlang ich meine Arme und meine Beine um ihn und der Bassist bewegte sich auch gleich auf dem Niveau weiter, auf dem ich aufgehört hatte.
Ich stöhnte heftig auf und kam ihm auch gleich entgegen.
Aber auch Stephan ging es nicht anders.
Er beschleunigte stetig sein Tempo, bis er dann schließlich alles aus sich herausholte.
Auch diesmal stöhnte er so laut, dass ich sicher war, dass meine Nachbarn davon auch noch was haben würden, aber mir ging es nicht anders.
Seine Bewegungen wurden fahriger, aber keineswegs unkontrolliert, denn er wusste genau, was er tut und wie er es schaffte, mich um den Verstand zu bringen.
Seine Atmung hatte sich auch schon deutlich beschleunigt und als ich die Muskulatur um seinen Schwanz anspannte, spürte ich auch deutlich, dass sein Schwanz schon verdächtig zuckte.


Aber auch mir ging es nicht anders, denn auch ich würde nicht mehr lange brauchen.
Ich spannte die Muskulatur noch etwas fester an und Stephan nahm noch eine Hand dazu, um mich im Takt seiner Stöße zu massieren.
Kurze Zeit später kam Stephan auch schon zu seinem ersehnten Höhepunkt und ergoss sich unter heftigem Stöhnen in mir.
Auch ich kam ebenfalls unter heftigem Stöhnen zu meinem Höhepunkt und ließ mich danach schwer atmend auf Stephan sinken, der sich mit letzter Kraft noch einmal mit mir umgedreht hatte, sodass ich jetzt wieder auf ihm lag.
Ich drückte mein Gesicht gegen seinen Hals und hatte deutlich Mühe an Atem zu kommen.
Stephan ging es aber nicht anders, denn ich spürte deutlich seinen Brustkorb, der sich schnell auf und ab senkte, aber auch seinen Herzschlag, der verdammt schnell war.
Ich atmete seinen Geruch ein und schloss vollkommen fertig mit den Nerven meine Augen, denn das hatte mich jetzt erneut fertig gemacht, war ich ja ohnehin noch nicht wirklich ausgeschlafen.
Stephan streichelte mit seiner Hand sanft über meinen Rücken und meinen Arsch und kraulte meinen Nacken.
Ich wollte ihn eigentlich noch fragen, ob er jetzt doch auf die Kuschelnummer stand, denn nichts anderes tat er hier, aber bevor ich dazu kam, übermannte mich erneut die Müdigkeit und ich schlief auf dem Bassisten ein.
Ich verfiel in einen ruhigen und mehr als erholsamen Schlaf, aus dem ich auch erst einmal nicht mehr so schnell wach wurde.


Als ich am nächsten Morgen wach wurde, lag ich nicht mehr auf Stephan und mit diesem auf dem Boden, sondern in eine Decke gewickelt auf der Couch.
Fragend blickte ich mich um und musste erst einmal sortieren, was passiert war.
Das hatte ich dann aber schnell gecheckt und wusste, dass Stephan dann ja aber auch noch irgendwo sein musste.
Seufzend schwang ich meine Beine aus dem Bett und ging in die Küche, wo ich den Bassisten vermutete.
Tatsächlich stand er da nur in Boxershorts und hatte gerade eine Tasse auf die Spüle gestellt.
,,Wunderschönen guten Morgen, Schönheit begrüßte er mich und kam auf mich zu.
Er wollte mich in seine Arme ziehen, aber davor rettete ich mich noch in letzter Sekunde.
,,Lass mich in Ruhe!“
,,Was ist denn los?“
,,Ich hab keine Lust auf dich.“
,,Aber ich habe Frühstück gemacht. Was hast du denn? Gestern Nacht bist du doch auch zu mir gekommen.“
,,Boar Stephan, ich hab aber jetzt keinen Bock mehr auf dich. Bitte geh jetzt.“
,,Ich will aber nicht gehen. Geht es dir überhaupt besser?“
,,Ja, mir geht es gut, aber mir würde es noch besser gehen, wenn du gehen würdest.“
,,Du kannst mich doch nicht einfach vor die Türe setzen.“
,,Doch, das kann ich. Geh.“
Aber Stephan weigerte sich weiter, was mich seufzen ließ.


Woher ich die Kraft in dem Moment nahm, wusste ich nicht, aber ich schnappte mir den nervigen Kerl am Arm und zog ihn in meinen Flur und anschließend auch nach draußen, wo ich ihn nur in Boxershorts bekleidet dann vor die Türe verfrachtete und hinter mir die Türe wieder schloss.
Sollte er mal sehen, wie das ist, dabei hatte er ja auch noch was an und war nicht wie ich nackt gewesen.
Nachdem ich die Türe geschlossen hatte, setzte ich mich in meiner Wohnung vor die Haustüre auf den Boden, nachdem ich mir einen Kaffee geholt hatte und hörte Stephan zu, der flehend vor der Haustüre stand.
,,Lexie, komm schon, lass mich wieder rein. Bitte.“, hörte ich und musste grinsen.
So tief gesunken war er wahrscheinlich auch noch nicht.
,,Ich habe ja verstanden, dass es eine Racheaktion für Frankfurt war und das tut mir ja auch echt leid. Ich habe meinen Fehler eingesehen und will ihn wieder gut machen. Lass mich doch bitte wieder rein.“
Ich trank genüsslich einen Schluck des Kaffees, den er wirklich gut gemacht hatte, das musste man dem Bassisten lassen.
Kaffee kochen konnte er, aber bei seinem Koffeinverbrauch musste er das wohl auch können.
Ich hörte eine andere Türe im Hausflur und betete schon fast dafür, dass es nicht die Nachbarin war, die ich glaubte, denn dann hatte Stephan richtig Spaß.
Die Gute war zwar schon locker an die 70 Jahre alt, fühlte und verhielt sich aber nicht so.
Sie kleidete und schminkte sich wie ein Teenager und kam mit Sprüchen um die Ecke, die ich mit 22 nicht benutzen würde, geschweige dann in ihrem Alter.


,,Oh, was bist du denn für ein leckeres Kerlchen und warum stehst du denn so leicht bekleidet hier rum? Nicht das du dich noch erkältest.“, hörte ich meine Nachbarin und biss mir auf die Lippe.
Ich stand auf und blickte durch den Türspion um zu sehen, was die beiden im Treppenhaus taten.
Nachdem Rosemarie, meine Nachbarin ihren Satz beendet hatte, zwickte sie Stephan in die Seite, was der scheinbar überhaupt nicht toll fand, denn er schreckte zurück und verzog angewidert das Gesicht.
,,Nein, dass ist schon okay. Ich habe mich nur ausgesperrt und meine Freundin steht dummerweise unter der Dusche, also muss ich warten, bis sie wieder da ist, um mich rein zu lassen.“, log der Bassist ohne rot zu werden, was mich grinsen ließ.
,,Du kannst auch gerne bei mir bleiben und dort warten, da ist es warm und kuschelig.“, sagte Rosemarie und zwinkerte Stephan erneut mit einem verführerischen Blick zu.
,,Das ist wirklich sehr nett von Ihnen, aber ich glaube da hätte meine Freundin was gegen.“, sagte Stephan leicht nervös und fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
,,Oh, wie muskulös du doch bist.“, sagte sie und streichelte Stephan auch gleich über Brust und Bauch, was er angewidert hinnahm.
Stephan klopfte gegen die Haustüre und hoffte wohl scheinbar, dass ich “aus der Dusche“ gestiegen war, aber den Gefallen konnte ich ihm noch nicht tun.
,,Schatz, ich habe mich ausgesperrt, kannst du mich bitte wieder reinlassen?“, fragte er mit verzweifeltem Unterton, was mich erneut grinsen ließ, denn das hatte er einfach verdient.


Rosemarie machte Anstalten Stephan in die Boxershorts zu schauen, was der aber verhindern konnte, indem er ein paar Schritte zurück ging.
,,Ich wollte dir nicht zu nahe treten, aber bei so leckeren Männern wie dir, kann man doch schon leicht die Beherrschung verlieren. Ach Junge, ich könnte dir Dinge beibringen, von denen du noch nie in deinem Leben gehört hast, die dir aber sicher gut gefallen würden. Ich kann ganz viele tolle Dinge mit meiner Zunge.“, sagte sie und spielte mit dieser auch gleich rum, was Stephan erneut angewidert dreinblicken ließ.
,,Danke, dass ist echt nicht nötig, denn ich bin mit meinem jetzigen Können sehr zufrieden.“
,,Das kann ich nicht beurteilen. Magst du es mir zeigen?“
,,Eher nicht, tut mir leid, aber ich habe ja eine Freundin.“, sagte er und deutete auf die immer noch verschlossene Haustüre, hinter der ich stand und meine Hand so fest vor den Mund presste, um nicht laut loszulachen.
,,Schatz, lass mich bitte wieder rein.“, rief Stephan verzweifelt und klopfte erneut gegen die Türe.
Ich schüttelte den Kopf, denn das war die Rache für das, was er mir angetan hatte, denn das war nicht weniger schlimm für mich.
,,Ich bin sicher, dass du einiges zu bieten hast, das kann ich ganz genau sehen, auch wenn ihr Männer das gerne unter den weiten Dingern versteckt.“, sagte sie mit einem Augenzwinkern und zupfte leicht an Stephans Shorts, was diesen nur unbehaglich grinsen ließ.
,,Schatz, komm doch mal zur Haustüre, bitte.“, flehte er und klopfte erneut gegen die Haustüre.


,,Wie gesagt, du kannst auch gerne bei mir warten. Ich wollte zwar jetzt eigentlich in die Stadt, aber ich nehme mir gerne noch etwas Zeit für dich.“
,,Das ist wirklich lieb, aber nein, ich warte lieber hier auf meine Freundin. Die wird sicher gleich die Türe aufmachen.“
,,Ich würde auch nichts dafür haben wollen, außer ein nettes Gespräch, wenn du weißt, was ich meine.“, sagte sie und leckte mit ihrer Zunge über ihre Oberlippe.
In einem Comic hätte Stephan wohl jetzt die Farben gewechselt vor Ekel, aber so verzog er nur das Gesicht.
Ich entschied mich dann ihn aus der Situation zu erlösen und ging in mein Bad, wo ich mir einen Bademantel überzog.
Auf dem Weg zurück in den Flur hörte ich Stephan erneut flehen und klopfen und ging wieder zur Haustüre, öffnete sie aber diesmal.
,,Schatz, was machst du denn da draußen und dann auch noch so leicht bekleidet. Nicht das du dich erkältest, komm doch wieder rein.“, sagte ich scheinheilig und ließ Stephan eintreten.
,,Du hast wirklich einen sehr netten und vor allem gutaussehenden Freund, Lexie.“, sagte Rosemarie und ich nickte dankend.
,,Danke, Rosemarie. Gehst du zum Bingo?“
,,Nein, dass habe ich aufgegeben. Das ist doch Sport für alte verbitterte Weiber. Ich gehe shoppen und habe danach noch ein Date, wenn du verstehst.“, sagte sie mir verführerischem Blick und ich nickte.
,,Dann viel Spaß.“, sagte ich mit einem Grinsen, winkte ihr nochmal zu und schloss dann die Haustüre, bevor ich mich dann wieder rum drehte und mich dann Stephan widmete, der definitiv nicht erfreut dreinblickte.


,,Sag mal, was fällt dir eigentlich ein, mich nur in Boxershorts vor die Haustüre zu setzen? Hast du vergessen wer ich bin? Ich bin Stephan Weidner und nicht irgendein Idiot von der Straße! So geht man mit einem Weidner nicht um!“
,,Das hast du dir verdient oder hast du das nicht auch mit mir gemacht? Soweit ich mich erinnern kann, war ich aber auch noch nackt und in der Öffentlichkeit, du nur in meinem Treppenhaus und außer meiner notgeilen Nachbarin hat dich ja auch keiner gesehen und die hat dich auch nicht komplett nackt gesehen! Die ganzen Idioten, die an eurem Tourbus vorbei gegangen sind, haben mich aber nackt gesehen und halten mich jetzt für eine Bekloppte! Du hattest ja immerhin noch eine ganz passable Ausrede von wegen ich hab mich ausgesperrt!“
,,Du hast mich belauscht und hast mich trotzdem mit der Ollen alleine gelassen?“, fragte Stephan aufgebracht und ich nickte breit grinsend.
,,Genau genommen habe ich euch nicht nur gehört, sondern auch gesehen, durch den Türspion. Du warst ziemlich süß, als du so nervös warst.“
,,Das glaube ich ja wohl jetzt nicht! Weißt du, was du mir damit angetan hast? Ich bin wahrscheinlich für den Rest meines Lebens geschädigt! Vielleicht ja auch impotent, weil ich keinen mehr hochbekomme, weil ich immer an diese Olle denken muss und du nimmst das so billigend in Kauf? Ich werde dich anzeigen! Das ist sexuelle Nötigung, Körperverletzung! Das ist alles, was ich finden kann! Du hast dich mit einem Weidner angelegt und das wird dich teuer zu stehen kommen! Die ganzen psychischen Qualen, die ich durchleben musste, weil ich jetzt impotent bin, grausam!!!!“, wütete er da rum, was mich genervt seufzen ließ, denn er war alles, aber ganz sicher nicht impotent und auch sicher nicht psychisch geschädigt.
Statt zu antworten öffnete ich langsam meinen Bademantel und ließ ihn dann gemächlich von meinen Schultern gleiten.


Achtlos landete er auf dem Boden und ich stand nun wieder nackt vor Stephan.
Dieser beobachtete mich genau dabei und verharrte mit seinen Blicken auf meinem Körper.
Ich konnte die Lust jetzt schon wieder deutlich in seinen Augen sehen und ehe ich mich versah, hatte er die wenigen Schritte zwischen uns überwunden, mich in seine Arme gezogen und seine Lippen auf meine gepresst.
Auffordernd spielte er mit seiner Zunge an meinen Lippen und ich gewährte ihm auch gleich Einlass.
Unsere Zungen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus, was ich von Stephan ja bereits kannte, denn er küsste mich genauso, wie am Abend zuvor in der Kneipe.
Der Kuss war erneut geprägt von Leidenschaft und Emotionen, die ich mit Stephan und seinem Verhalten in Frankfurt überhaupt nicht in Verbindung gebracht hätte.
Dennoch fühlte es sich verdammt gut an und ich wollte mehr.
Ich griff mit meiner Hand in seinen Nacken, drückte ihn fester gegen meine Lippen und krallte mich in seine Haare.
Stephan drückte mich schlagartig gegen die nächste Wand und drückte sich eng gegen mich.
Leise stöhnte ich in den Kuss, als seine Mitte meine traf und er sich leicht an mir rieb.
Mit meinen Fingern kratzte ich über seinen Rücken zu seinem Arsch, krallte mich fest in diesen und drückte ihn noch enger gegen mich, um ihn noch besser zu spüren.
Ich wusste auch nicht wieso, aber der Bassist hatte es mir angetan.


Gerne wäre ich auch noch weitergegangen, aber wir wurden von einem Klingeln an der Haustüre unterbrochen.
,,Lass es klingeln.“, hauchte er gegen meine Lippen und begann sich meinen Hals entlang zu küssen.
Erst wollte ich darauf auch wirklich eingehen und es klingeln lassen, als es dann aber immer öfter und häufiger hintereinander klingelte, war ich einfach nur noch genervt.
,,Warte im Wohnzimmer auf mich, ich bin gleich wieder da und vergiss nicht, wo du aufgehört hast.“, hauchte ich in sein Ohr und befreite mich aus seiner Umarmung.
Stephan brummte unzufrieden, aber mir gefiel es auch nicht wirklich.
Aber statt dazu etwas zu sagen, schnappte ich mir den Bademantel, zog ihn über und ging zur Haustüre.
Diese öffnete ich, nachdem Stephan dann auch wirklich im Wohnzimmer verschwunden war.
Vor der Türe stand Pe, was mich in dem Moment dann doch leicht stutzig werden ließ.
,,Hey, darf ich vielleicht rein kommen?“, fragte er und ich seufzte.
,,Ist gerade echt schlecht. Vielleicht können wir das auf später verschieben.“
,,Es wäre aber echt wichtig und ich würde das gerne mit dir klären. Ich möchte mich entschuldigen und mit dir reden. Da gibt es auch noch andere Dinge, die ich dir sagen will und muss.“
,,Tut mir echt leid, aber jetzt ist echt ein verdammt mieser Zeitpunkt, ich bin gerade aus der Dusche gekommen und ich treffe mich gleich noch mit meinem besten Freund und da habe ich leider keine Zeit. Lass uns doch danach treffen.“


Dummerweise fiel Stephan im Wohnzimmer etwas runter, was Pe natürlich auch hörte und mich schockiert ansah.
,,Das war bestimmt nur die Katze.“, winkte ich ab, aber der Drummer schien bemerkt zu haben, dass es eine Lüge war.
,,Du hast eine Katze?“
,,Ja, das habe ich wohl. Listiges Ding, schmeißt immer alles runter.“
,,Das glaube ich dir aber nicht.“, sagte er und schob sich auch gleich an mir vorbei in meine Wohnung.
,,Pe, das ist doch nicht nötig. Das ist doch nur die Katze.“, rief ich ihm hinterher, aber er war auch schon auf dem Weg in mein Wohnzimmer.
Seufzend fuhr ich mir mit der Hand durch die Haare und folgte dem Drummer, der wahrscheinlich nun auf Stephan treffen würde und das würde nichts Gutes bedeuten.
,,Was machst du denn hier? Halbnackt?!“, schrie Pe den Bassisten auch gleich an, der lässig auf der Couch saß.
,,Ich habe die Nacht hier verbracht und mich noch nicht angezogen. Hätte ich aber gewusst, dass du noch vorbei kommst, hätte ich das getan.“, sagte Stephan ruhig, aber ich wusste auch so, dass es nicht gut gehen konnte, wenn die beiden sich so stritten.
,,Wieso verbringst du die Nacht hier?“
,,Ich habe Lexie gestern Abend vielleicht das Leben gerettet und habe sie dann nach Hause gebracht, denn ich wollte ja nicht, dass ihr was passiert. Weil ich mir Sorgen um sie gemacht habe, habe ich dann die Nacht hier verbracht, damit einer da ist, falls sie Hilfe braucht.“


,,Das hast du nicht wirklich getan, oder?“, fragte Pe fassungslos und Stephan zuckte die Schultern.
,,Doch, sonst wäre ich ja nicht halbnackt hier und das bin ich ja, wie du festgestellt hast. Jedenfalls geht es ihr jetzt auch wesentlich besser.“
,,Du bist so ein verdammtes Arschloch, Weidner!!!! Du weißt genau, dass ich Gefühle für sie habe. Wieso musst du mir das jetzt kaputt machen? Am Anfang hast du dich doch so dagegen gewehrt und es ging dir doch ach so gegen den Strich, dass sie da war!!!! Du hast sie körperlich verletzt und gedemütigt, als du sie nackt vor den Tourbus gesetzt hast!!!! Ich habe mich um sie gekümmert und ganz plötzlich fällt dir auf, dass sie eine tolle Frau ist und du sie doch mal ficken willst? Sie ist keine Schlampe, das hat sie überhaupt nicht nötig!!!! Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass du mir die Frau wegnehmen würdest, obwohl du doch weißt, dass ich sie liebe, verdammt nochmal!!!!“, schrie Pe aufgebracht, hatte die Hände zu Fäusten geballt und war wohl scheinbar kurz vor der Explosion.
Schockiert blickte ich Pe an, denn ich dachte ich hätte mich verhört.
Hatte der Drummer wirklich gesagt, dass er sich in mich verliebt hatte?
Das konnte ich nicht glauben und das war auch wirklich zu viel für meine Nerven.
Aber Stephan beließ es scheinbar auch nicht dabei, denn ich hatte Pe doch absichtlich nicht gesagt, dass Stephan und ich bereits in Frankfurt Sex hatten.
,,Jetzt pass mal gut auf, mein lieber Freund.“, begann Stephan seinen Satz und stand nun ebenfalls auf.
,,Du hast Gefühle für die Kleine? Das habe ich auch. Ja verdammt, ich habe mich auch in sie verliebt und ich bin auch schon ein deutliches Stück weiter als du. Vielleicht solltest du einfach deine Sachen packen und gehen, denn das hier ist meine Angelegenheit.“, sagte er ruhig und ging immer weiter auf Pe zu.


Erst als er ihn fast schon berührte blieb er stehen und sah ihm tief in die Augen.
,,Die Kleine mag gewiss keine Schlampe sein, aber das ist ja gerade das Gute an der Sache, denn dann fickt sie auch nicht jeden. Soweit ich weiß, hast du es noch nicht geschafft sie ins Bett zu bekommen. Ich hingegen war schon zweimal mit ihr drin und wenn du uns nicht gestört hättest, dann könnte ich dir jetzt von dreimal erzählen und das natürlich vollkommen freiwillig, denn ich habe es nicht nötig Frauen zum Sex zu zwingen. Letzte Nacht kam sie sogar von sich aus. Sie hat mich einfach im Schlaf überrascht, denn ich bin ja kein Arschloch und hab auf der Couch geschlafen. Sie im Schlafzimmer. Aber der Sex und vor allem die Art wie sie mich geweckt hat, war einmalig. Hmm, ich krieg jetzt noch einen Harten wenn ich nur daran denke wie geil sie meinen Schwanz geblasen hat.“
Ich schüttelte fassungslos den Kopf und konnte nicht glauben, dass Stephan das jetzt alles auf den Tisch brachte, aber auch nicht, dass er offensichtlich auch Gefühle für mich hatte.
Sie konnten sich doch nicht beide in mich verliebt haben.
Das würde doch nicht gehen, wie sollte das denn passen?
Aber auch für Pe schien das zu viel zu sein, denn er ging auch gleich auf Stephan los und schlug auf ihn ein.
Natürlich ließ Stephan sich das nicht gefallen und wehrte sich.
Die beiden wälzten sich über den Boden und schlugen gegenseitig aufeinander ein, wie die kleinen Kinder, was mich nur den Kopf schütteln ließ.
Dennoch musste ich handeln, denn ich würde das sicher nicht unterstützen und ging dazwischen.


Ich erwischte Pe am Arm und zog ihn mit aller Kraft von Stephan runter, bevor ich ihn dann mit einem leichten Stups auf die Couch verfrachtete.
,,Du bleibst da sitzen.“, sagte ich scharf und hielt Stephan meine Hand hin.
Er ergriff diese und ich half ihm auf die Beine, bevor ich auch ihn mit einem Stups, wie zuvor Pe schon auf die Couch verfrachtete.
Die beiden sahen sich nur kurz an, blickten dann aber genervt wieder weg.
,,Spinnt ihr eigentlich jetzt beide? Ich meine wie alt seid ihr bitte? 15 und es geht um eure erste Freundin? Ihr seid beides erwachsene Männer, also verhaltet euch auch verdammt nochmal so!!!! Glaubt ihr wirklich ihr würdet mich nur im geringsten so beeindrucken können? Glaubt ihr wirklich ich würde mich schneller oder besser für einen von euch entscheiden, wenn ihr euch vorher wie im Tierreich einen Kampf liefert? Ihr habt also beide Gefühle für mich, dann wäre es doch die bessere Lösung gewesen es MIR zu sagen, oder? Stattdessen führt ihr euch auf wie pubertierende Kleinkinder!!!! Ich hole jetzt in der Küche alles was ich brauche um eure Wunden zu versorgen, denn ihr blutet beide, auch wenn ihr es nicht verdient habt, dass ich euch jetzt auch noch verarzte, so tue ich es trotzdem!!!! Aber ich will in der Zeit nicht nur einen Mucks von euch hören und wehe hier bewegt sich nur einer einen Zentimeter von seinem Fleck, dann Gnade ihm Gott, denn ich tue es nicht!!!!“, sagte ich bestimmt und auch lauter als normal, einfach damit sie wussten, dass es mir ernst war.
Nachdem ich meinen Satz beendet hatte, ging ich in die Küche.
Die beiden sahen auch nicht wirklich so aus, als wollten sie mir darauf noch antworten.
Das war aber auch nicht nötig, denn da würde wahrscheinlich ohnehin nicht viel bei rum kommen.


Nachdem ich in der Küche dann alles geholt hatte, machte ich mich damit wieder auf den Weg in das Wohnzimmer, wo die beiden wirklich noch genauso da saßen wie vorher.
Ich versorgte ihre Verletzungen, die aber glücklicherweise auch nicht so schlimm waren, dass sie von einem Arzt versorgt werden mussten.
,,Ihr seid Idioten und zwar alle beide.“, sagte ich kopfschüttelnd aber schon wieder wesentlich ruhiger, nachdem ich mit beiden fertig war.
,,Ihr dürft übrigens auch mit mir reden. Ich bin kein Alleinunterhalter.“, sagte ich nachdem die beiden nicht darauf antworteten und Pe seufzte leise.
,,Stimmt das, was Stephan gesagt hat? Hattet ihr in Frankfurt schon Sex?“
Ich griff nach meinen Zigaretten und zündete davon eine an.
Den Qualm inhalierte ich tief und ließ ihn dann meinen Lungen entweichen.
Zeit um die richtigen Worte zu finden, weniger die Sucht trieb mich.
Auch die anderen beiden zündeten sich eine Zigarette an, während ich leicht nickte.
,,Ja, das stimmt. Wir hatten in Frankfurt schon Sex, danach hat Stephan mich dann vor die Türe gesetzt.“, bestätigte ich Stephans Aussage und Pe seufzte erneut leise.
,,Ich hatte halt einfach gedacht, dass ich ihn wenigstens so von mir überzeugen könnte, wenn es mir mit der Art wie ich bin nicht gelang. Als er mich dann gestern Abend in der Kneipe geküsst hat, da war ich vollkommen durcheinander und habe einen über den Durst getrunken. Stephan hat mich gestern dann gerettet, als ich leichtsinnig vor ein Auto gelaufen bin und drauf bestanden, dass er mich nach Hause bringen durfte. Ich wollte das nicht und habe mich gewehrt, aber er hat mich gepackt und nach Hause gebracht.“


Ich unterbrach meine Erzählung um an meiner Zigarette zu ziehen.
Den Qualm inhalierte ich tief, bevor ich ihn wieder meinen Lungen entweichen ließ und dann auch erst weiter sprach.
,,Stephan hat mich dann ins Bett gebracht. Er hat wirklich auf der Couch geschlafen und es war meine Initiative mit ihm letzte Nacht zu vögeln, da hat er Recht. Ich meine auch wenn er sich verhält wie ein Arschloch, so sieht er aber auch verdammt gut aus und er kann ja auch anders sein, wenn er will. Ich habe ihn heute morgen dann auch rausgeschmissen und ihm damit quasi auch heimgezahlt, was er mir in Frankfurt angetan hat. Er hat nämlich halbnackt Bekanntschaft mit meiner notgeilen 70 Jährigen Nachbarin gemacht.“
Pe konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und auch ich musste einfach grinsen, als ich Stephans angewiderten Blick erneut sah.
,,Dann hätteste ja beinahe heute zweimal gevögelt.“, sagte Pe an Stephan gewandt.
,,Halt´s Maul.“, grummelte Stephan, was Pe und mich nur noch mehr lachen ließ.
,,Das tröstet mich dann doch jetzt schon etwas darüber hinweg, das du dich verhalten hast, wie das größte Arschloch auf diesem Planeten.“, lachte Pe immer noch, was Stephan allerdings so überhaupt nicht lustig fand.
,,Dennoch müssen wir uns darüber unterhalten, wie es weitergehen soll.“, holte ich die beiden wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Die beiden wurden auch gleich wieder ernst und nickten, denn da würden wir auch nicht drum herum kommen.
,,Ich mag euch wirklich beide, aber ich kann doch nicht mit euch beiden zusammen sein. Also muss ich mich für einen von euch entscheiden und das will und kann ich nicht. Ihr seid schon so lange befreundet, da will ich mich nicht dazwischen drängen.“


Ich drückte die Zigarette im Aschenbecher aus und sah zwischen den beiden hin und her, die sich ebenfalls anblickten und sich scheinbar versuchten stumm zu beraten.
,,Ihr kennt euch schon so lange, seid befreundet, da kann ich mich jetzt nicht zwischen euch stellen. Es würde alles zwischen euch auf den Kopf stellen und das will ich nicht. Das kann ich auch nicht. Ich würde nicht glücklich sein können, weil ich ganz genau weiß, dass der eine unglücklich ist wegen meiner Entscheidung. Dafür habe ich euch beide einfach zu gerne.“
Pe nickte und stand dann mit einem Gesichtsausdruck auf, als hätte man ihm gerade gesagt, dass alles was er liebte auf einen Schlag gestorben sei.
,,Dann mache ich dir die Entscheidung leichter und gehe. Dann kannst du mit Stephan glücklich sein. Der scheint dir ja doch näher zu stehen als ich und ich weiß im Gegensatz zum Weidner eben auch, wann ich verloren habe. Es tut mir weh, dass zu sagen, denn ich liebe dich wirklich und habe mich auch verdammt gerne um dich gekümmert, aber gegen ihn.... da habe ich einfach keine Chance.“, sagte er, deutete auf Stephan und machte Anstalten zu gehen, allerdings hielt der Bassist ihn zurück noch bevor er gehen und ich etwas einwenden konnte.
,,Das ist Schwachsinn. Du hast dich um sie gekümmert und nur weil ich mit ihr gevögelt habe, heißt das nicht, dass ich ihr näher stehe.“
,,Jungs, ich sitze hier und höre, was ihr sagt.“, meldete ich mich dann auch nochmal zu Wort und die beiden nickten.
,,Setz dich wieder hin und lass Lexie entscheiden, was sie fühlt und will. Wir können nichts mehr tun, Pe. Nicht mehr.“


Pe seufzte, setzte sich dann aber doch wieder auf die Couch und beide sahen mich erwartungsvoll an, aber ich hatte doch auch keine Ahnung, was ich den beiden noch sagen sollte.
Einen musste ich mindestens verletzen, dabei wollte ich doch keinen der beiden verletzen und hatte doch auch keine Ahnung, was ich noch sagen oder machen sollte.
,,Du hast eben gesagt, dass du nicht mit uns beiden zusammen sein kannst. Wieso eigentlich nicht? Weil es Ethisch falsch ist oder weil du uns nicht beide lieben kannst beziehungsweise darfst.“
,,Ich weiß auch nicht, wäre das nicht irgendwie total bescheuert? Ich meine so eine Dreiecksbeziehung, geht doch in den seltensten Fällen gut. Einer wird sich immer vernachlässigt fühlen oder aber die Zeit mit mir alleine ist nicht gerecht verteilt oder was auch immer und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich es schaffe, zwei von euch glücklich zu machen.“
,,Wieso solltest du das nicht schaffen?“
,,Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Vielleicht weil ich bis jetzt eher weniger Glück hatte mit Männern.“
,,Aber da hattest du ja auch immer nur einen, oder?“
,,Ja, klar.“
,,Siehst du, also hast du es mit zwei gleichzeitig noch nicht versucht?“
,,Nein, wann sollte ich denn auch? Es hat sich nie ergeben.“
,,Wäre es, und ich meine die Frage vollkommen ernst, wäre es denn so ein Problem es einfach mal mit uns zu probieren? Ich meine mit uns beiden.“, fragte Stephan und sah zwischen Pe und mir hin und her.


,,Wenn ich dich auf Tour ertrage, dann auch in einer Beziehung. Meinetwegen, versuchen wir es.“
Nun war es an mir noch zu antworten, denn die beiden sahen mich nun erwartungsvoll an.
,,Was machen wir, wenn es nicht funktioniert?“, fragte ich unsicher und Stephan grinste leicht.
,,Fragst du dich das vor jeder Beziehung, die du eingehst?“
,,Nein, aber ich gehe ja auch nicht täglich eine Beziehung mit zwei Männern ein.“
,,Wir haben das auch noch nie gemacht, aber wenn wir uns dazu durchringen können, dann kannst du das doch sicher auch, oder?“, fragte Pe und sah mich mit einem Hundeblick an, dem ich einfach nicht widerstehen konnte.
,,Also schön, versuchen wir es, aber wenn es nicht klappt, dann ist es eure Schuld und nicht meine.“, sagte ich und Pe zog mich überglücklich auf seinen Schoß und legte seine Lippen auch gleich auf meine.
Sanft spielte er mit seinen Lippen an meinen und nur zu gerne gewährte ich ihm den gewünschten Einlass.
Unsere Zungen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus, den wir aus Atemnot trennen mussten.
Überglücklich strahlte ich ihn an und konnte immer noch nicht fassen, dass wir jetzt wirklich zusammen waren und dann auch noch eine Dreiecksbeziehung führten.
Ich beugte mich dann auch zu Stephan rüber, legte meine Hand in seinen Nacken und küsste diesen ebenfalls so leidenschaftlich wie zuvor auch schon Pe.
,,Du schuldest mir noch was, wir können da ja jetzt einen Dreier draus machen.“, sagte Stephan grinsend, aber auch mir gefiel die Idee und ich sah Pe fragend an.


,,Worum geht es?“, fragte dieser verwirrt, was mich zum grinsen brachte.
,,Ich schulde Stephan noch was und er wollte jetzt einen Dreier draus machen, bist du dabei?“
,,Klar, ohne mich gibt es doch keinen Dreier.“, sagte er mit einem Augenzwinkern und ich grinste breit.
,,Dann bringt mich ins Schlafzimmer.“
Stephan deutete Pe an, dass er das tun sollte und der Drummer hob mich dann auch wirklich gleich hoch.
Stephan ging vor und öffnete uns die Türen, sodass Pe ihm nur folgen brauchte.
Im Schlafzimmer legte er mich sanft auf das Bett und die beiden legten sich dann auch gleich neben mich, einer links und einer rechts.
Beide streichelten mir zeitgleich über Brust und Bauch, was dazu führte, dass mein Körper auch gleich mit einer Gänsehaut überzogen wurde.
Ich befreite Pe dann auch gleich von seinem Oberteil, wobei er mir half und schmiss es achtlos neben das Bett.
Aber das reichte mir noch nicht, denn ich hatte außer dem Bademantel ja auch nichts mehr an und den hatten die beiden bevor sie anfingen mich zu streicheln ja auch schon aufgemacht.
Also öffnete ich auch seine Jeans und zupfte daran, als Pe dann seinen Arsch anhob, zog ich ihm diese von den Hüften und schmiss sie ebenfalls neben das Bett.
Beide Hände ließ ich dann über die Boxershorts der beiden gleiten und spürte deutlich, dass sie beide schon mehr als erregt waren, denn bei beiden stand der Schwanz wie eine eins, was mich zufrieden Lächeln ließ.
Ich wollte die beiden gerade auch noch von dem Rest der Kleidung befreien, als Pe sich meinen Hals entlang küsste.


Mit einer Hand streichelte ich durch seine Haare und drehte den Kopf zu Stephans Seite, um ihm mehr Platz zu bieten.
Stephan nutzte die Chance und legte auch gleich seine Lippen auf meine.
Sanft spielte er mit seiner Zunge an meinen Lippen und ich gewährte ihm auch gleich Einlass.
Unsere Zungen fochten einen mehr als leidenschaftlichen Kampf aus, während Pe sich weiter runter zu meine Schulter zu meiner Brust küsste.
Dort umkreiste er mit seiner Zungenspitze meine Brustwarzen, was mich leise in den Kuss zwischen Stephan und mir stöhnen ließ.
Stephan streichelte ohne den Kuss zu lösen über meine Oberschenkel und Pe küsste sich weiter runter zu meinem Bauch und umkreiste dort mit seiner Zungenspitze meinen Bauchnabel.
So gut es ging drückte ich ihm entgegen und unterbrach den Kuss immer wieder durch genüssliches Seufzen.
Pe küsste sich noch weiter runter zu meinem imaginären Hosenbund und daran entlang.
Erneut drückte ich mich ihm entgegen und hatte es jetzt doch eilig, was er auch zu bemerken schien, denn er küsste sich weiter runter über meine Mitte und legte sich dann zwischen meine Beine.
Sogleich begann er auch schon mich mit seiner Zunge zu verwöhnen, während Stephan sich über meinen Hals und meine Schulter zu meiner Brust küsste.
Mit beiden Händen krallte ich mich in die Haare der Jungs und drückte mich ihnen so gut es ging entgegen.


Stephan umkreiste mit seiner Zungenspitze meine Brustwarzen und biss immer wieder sanft hinein, während Pe stetig sein Tempo beschleunigte.
Auch wenn ich nicht wirklich wusste, wie mir geschieht, so kam ich beiden weiterhin so gut es geht entgegen und stöhnte immer wieder leise auf.
Stephan ließ seine Hand über meinen Bauch und meine Seite gleiten, während Pe erneut sein Tempo beschleunigte.
Bereits da wusste ich, dass ich wenn die beiden so weiter machen würden, wahrscheinlich nicht mehr lange brauchen würde, aber sie dachten nicht in geringsten daran jetzt aufzuhören, denn Pe beschleunigte sein Tempo erneut und Stephan biss etwas fester in meine Brustwarzen.
Ich stöhnte laut auf, krallte mich fester in ihre Haare und keuchte immer wieder lustvoll auf, denn die beiden brachten mich wirklich um den Verstand.
Pe holte dann alles aus sich heraus, drang zusätzlich noch mit zwei Fingern in mich ein, die er im Takt seiner Bewegungen in mich stieß.
Ich wurde noch lauter, wusste, dass meine Nachbarn mich jetzt ganz sicher hören würden.
Meine Atmung hatte sich schon deutlich beschleunigt und auch meine Bewegungen wurden immer fahriger.
Lange würde ich wohl nicht mehr brauchen und das spürten die Jungs wohl auch nur zu deutlich, denn so wie es schien holten sie noch mehr aus sich heraus.
Kurze Zeit später kam ich dann auch schon unter heftigem Stöhnen zu meinem ersehnten Höhepunkt.
Schwer atmend ließ ich mich zurück in die Kissen sinken und streichelte den beiden, als sie sich dann wieder neben mich gelegt hatten, durch die Haare.


,,Du weißt aber schon, dass du jetzt auch alles doppelt ertragen musst, oder?“, fragte Stephan grinsend und ich sah ihn fragend an.
,,Was meinst du?“, fragte ich immer noch atemlos, aber statt zu antworten küsste er sich von meiner Brust weiter runter zu meinem Bauch und umkreiste dort ebenfalls mit seiner Zungenspitze meinen Bauchnabel.
Meine Hand wanderte wie automatisch in seine Haare und auch Pe blieb nicht untätig, denn der machte sich wie zuvor Stephan an meinem Oberkörper zu schaffen.
Der Bassist küsste sich weiter bis zu meinem imaginären Hosenbund, küsste sich dann aber über die Seite weg und über meine Hüfte meine Oberschenkel entlang.
Er küsste sich über die Oberseite runter und über die Innenseite wieder hoch.
Als er dann oben wieder angekommen war, leckte er sich über meine Mitte hinweg zur anderen Seite und küsste sich dort ebenfalls meinen Oberschenkel entlang.
Auch Pe griff ich in die Haare und streichelte sanft dadurch, während ich mich ihm und auch zeitweilig Stephan entgegen drückte.
Als Stephan dann wieder oben angekommen war, legte er sich ebenfalls zwischen meine Beine und fing ebenfalls an mich mit seiner Zunge zu verwöhnen.
Allerdings hatte er es besonders eilig, denn er fing gleich auf einem ziemlich hohen Niveau an.
Ich krallte mich mit meiner Hand auch in seine Haare und drückte mich ihm weiter entgegen.
Ich spürte einen Finger an meinem hinteren Eingang, gefolgt von einem fragenden Blick des Bassisten.
Kurz überlegte ich, nickte aber dann, denn ich war mir sicher, dass ich das wollte.


Es war nicht mein erstes Mal und auch nicht mein erster Dreier, aber ich brauchte Vertrauen und ich hatte mich dazu entschieden, dass den beiden zu schenken, in der Hoffnung, dass sie mich nicht enttäuschen würden.
Stephan drang mit einem Finger sanft und vorsichtig in mich ein.
Ich stöhnte auf und drückte mich Stephan auch gleich weiterhin entgegen.
Pe hob den Kopf und drückte seine Lippen auf meine.
Sanft spielte er mit seiner Zunge an meinen Lippen und nur zu gerne gewährte ich ihm Einlass.
Unsere Zungen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus.
Stephan begann seine Finger zu bewegen, was mich dann doch wieder in den Kuss stöhnen ließ.
Eine ganze Weile verharrten wir so ohne uns voneinander zu lösen oder das Tempo zu beschleunigen.
Nach einer Weile löste Pe den Kuss und Stephan drang vorsichtig mit einem zweiten Finger in mich ein.
Erneut stöhnte ich heftig auf, was in einem keuchen unterging, da Stephan sein Tempo beschleunigte.
Pe widmete sich dann wieder meiner Brust und ich streichelte ihm weiterhin durch die Haare.
Auch Stephan drückte ich mich weiterhin entgegen und stöhnte immer wieder vor mich hin.
Der Bassist sah mich fragend an, wollte scheinbar sicher gehen, ob ich bereit war, was mich dann erneut nicken ließ.
Stephan bewegte seine Finger noch eine ganze Weile, bevor er dann auf einen dritten Finger erhöhte.


Auch hier kam ich ihm entgegen und streichelte auch Pe weiterhin durch die Haare.
Stephan beschleunigte noch ein weiteres Mal das Tempo seiner Zunge und erneut stöhnte ich heftig auf, denn er ließ sich nicht zweimal bitten und erhöhte sein Tempo relativ schnell und ziemlich hoch.
Pe biss mir in die Brustwarze und ich keuchte, was anderes konnte ich in dem Moment einfach nicht mehr machen, denn ich war dann doch schon etwas überfordert, denn so etwas krasses hatte ich bis jetzt noch nicht gefühlt, wobei ich auch noch nicht so viele Dreier in meinem Leben.
Erst als Stephan sich sicher sein konnte, dass die Vorbereitung reichen würde, zog er die Finger zurück, was mich leise enttäuscht seufzen ließ.
Aber Stephan dachte gar nicht daran aufzuhören, sondern machte mit der Zunge weiter, gab so alles und nahm noch drei Finger dazu, mit denen er noch zusätzlich, diesmal vorne in mich eindrang.
Ich krallte mich enger in die Haare der beiden und wusste, dass ich nicht mehr lange brauchen würde.
Meine Atmung hatte sich schon deutlich beschleunigt und mein Stöhnen glich mehr einem Keuchen, denn zu mehr war ich einfach nicht mehr in der Lage.
Kurze Zeit später kam ich dann auch schon unter heftigem keuchen zu meinem ersehnten Höhepunkt und ließ mich erneut mehr als fertig in die Kissen sinken und fuhr mir mit der Hand durch die Haare.
Stephan und Pe kuschelten sich erneut neben mich und grinsten mich breit an, scheinbar hatten die beiden Spaß daran, dass ich so fertig war.
,,Grinst nicht so, ihr hattet ja noch gar nichts davon.“, sagte ich atemlos.


,,Beruhig dich erst einmal ein bisschen und dann können wir über uns reden.“, sagte Pe und ich nickte.
Allerdings war mir das nicht so wirklich recht, denn ich wollte ja auch, dass die beiden noch etwas davon hatten.
Ein paar Augenblicke wartete ich noch, kümmerte mich dann aber um die beiden und befreite erst Pe und dann Stephan von seinen Boxershorts.
Beide schmiss ich achtlos neben das Bett, denn das es noch weitergehen musste, wusste ich, sonst hätte Stephan mich nicht vorbereitet.
Stephan und Pe tauschten kurz einen Blick, nickten und verstanden sich auch scheinbar ohne Worte, denn Stephan zog mich mit dem Rücken zu sich auf seinen Schoß.
,,Nicht erschrecken.“, hauchte er in mein Ohr, was mich nur dazu brachte den Kopf zu schütteln, denn ich hatte doch keine Ahnung, wovor ich mich nicht erschrecken sollte.
Allerdings spürte ich dann kurze Zeit später, was er meinte, denn dann spürte ich seinen Schwanz an meinem Eingang.
Langsam und mehr als vorsichtig drang er Stück für Stück in mich ein.
Je weiter er in mich eindrang, desto lauter wurde ich, denn es fühlte sich auch von der Seite mehr als geil an, Stephan zu spüren.
Erst als er der vollen Länge nach in mich eingedrungen war, kniete Pe sich vor uns und spielte mit seinem Schwanz an meinem vorderen Eingang.
Ich drückte mich ihm auch gleich entgegen und bewegte mich so auch auf Stephan.
Pe lächelte leicht und drang dann mit der Spitze in mich ein, was mich erneut aufstöhnen ließ.


Ich drängte mich ihm soweit entgegen, dass er zur Hälfte in mich eindrang, was uns beide aufstöhnen ließ.
Aber auch damit hatte ich noch nicht genug, denn ich drängte mich ihm weiter entgegen und krallte mich in seinen Rücken.
Auch Pe schien bemerkt zu haben, dass ich mehr wollte und drang dann der vollen Länge nach in mich ein, was uns erneut laut aufstöhnen ließ.
Die beiden ließen sich noch einen Moment Zeit, bevor sie anfingen sich zu bewegen.
Liebend gerne kam ich den beiden entgegen und krallte mich in Pe´s Rücken.
Stetig beschleunigten die beiden ihr Tempo und auch hier kam ich liebend gerne entgegen.
Je schneller sie sich bewegten, desto fester krallte ich mich in seinen Rücken.
Stephan biss mir in den Hals, was mich nur noch lauter werden ließ, als ich ohnehin schon war.
Nach relativ kurzer Zeit schon, spürte ich, dass ich nicht mehr lange brauchen würde, denn die Jungs hatten es wirklich drauf.
Das Stephan alleine schon gut war, wusste ich, aber die beiden zusammen waren einfach der Hammer.
Die beiden holten dann alles aus sich heraus und ich krallte mich in das erst beste, was ich finden konnte, nämlich der Rücken von Pe.
Meine Atmung hatte sich schon so deutlich beschleunigt, dass ich Angst haben musste, dass ich erstickte.
Mein Stöhnen gleich einem Keuchen, was nach mehr und hemmungsloser Lust schrie und meine Bewegungen wurden auch immer fahriger und ich hatte Probleme den Takt ihrer Stöße zu halten.


Aber Stephan und Pe schien es nicht anders zu gehen und während ich meine Muskulatur um die beiden anspannte, spürte ich deutlich, dass auch sie nicht mehr lange brauchen würden, denn ihre Schwänze zuckten schon verdächtig in mir.
Das gab mir dann auch den Rest und ich kam unter heftigem Stöhnen zu meinem Höhepunkt.
Aber auch den Jungs ging es scheinbar nicht anders, denn auch die beiden wurden immer lauter und ungehaltener.
Kurze Zeit später kamen dann auch Stephan und Pe zu ihrem ersehnten Höhepunkt und ergossen sich beide, fast schon zeitgleich in mir.
Schwer atmend ließ ich mich auf Stephan fallen und zog Pe mit, den ich immer noch nicht los gelassen hatte.
Wir hatten in dem Moment alle ein deutliches Problem wieder an Luft zu kommen und brauchten auch eine ganze Weile, bis wir uns wieder so weit beruhigt hatten, dass reden oder bewegen möglich war.
Nach einer ganzen Weile versuchte Stephan sich zu bewegen, was schwierig war, wenn ich und Pe zumindest zur Hälfte auf ihm lagen.
,,Wo willst du hin, Liebling?“, fragte ich und Stephan seufzte.
,,Eigentlich wollte ich an die Kippen dahinten, aber ich komme nicht dran.“
Pe zog sich auf mir zurück und reichte Stephan dann die Zigaretten, die er haben wollte.
Aber auch ich kletterte von Stephan runter und kuschelte mich zwischen die beiden.
Sogleich zogen sie mich auch beide in ihre Arme und konnten sich glücklicherweise auch einigen, sodass sie nicht an mir zerrten, sondern das wirklich friedlich verlief.
Stephan zündete uns Zigaretten an und verteilte sie.


Dankend nahmen wir diese an und rauchten eine in Ruhe.
Nachdem wir die Zigaretten geraucht hatten, sprang Pe auf, was ich mit einem fragenden Blick quittierte.
,,Ich habe noch etwas für dich.“, sagte Pe triumphierend und rannte auch gleich in mein Wohnzimmer.
Fragend blickte ich Stephan an, aber der zuckte nur die Schultern.
,,Ich hab keine Ahnung. Ich habe Pe seit gestern Abend nicht mehr gesehen.“
Ich zuckte dann auch die Schultern und wartete, bis Pe zurück kam und mir.
Kurze Zeit später kam Pe dann wieder und reichte mir eine Tüte, die ich fragend anblickte.
,,Na mach schon auf.“, sagte Pe lächelnd und ich öffnete vorsichtig die Tasche und warf einen Blick hinein.
Als ich sah, was sich darin befand konnte ich einen Jubelschrei nicht unterdrücken und sprang Pe auch gleich in die Arme.
,,Danke, du bist wirklich der Beste.“, sagte ich und drückte ihm auch gleich einen Kuss auf die Lippen, bevor ich ihn dann anstrahlte.
,,Ich will auch wissen, was da drin ist.“, sagte Stephan und ich reichte ihm die Tüte, damit er da auch rein gucken konnte.
Aber wirklich begeistert war der Bassist nicht, da er mit dem Inhalt nichts anfangen konnte, ich dafür aber umso mehr, denn da waren meine Sachen drin, die mir in Frankfurt geklaut worden waren.
,,Ist das alles?“, fragte Pe und ich nickte.
,,Ja, das ist alles, was mir in Frankfurt geklaut wurde. Wie bist du denn da ran gekommen? Ich hatte nicht damit gerechnet, dass du ich das wieder bekomme.“


,,Ich habe gute Kontakte und die waren bereit die Augen und Ohren offen zu halten und als sie das dann gefunden hatten, habe ich deinen Personalausweis in der Geldbörse gefunden und da war mir klar, dass es deine Sachen waren. Ich wollte sie dir eigentlich gestern schon wieder geben, aber da bin ich nicht zugekommen, weil du uns ja weggeschickt hattest. Aber das konnte ich dann ja jetzt glücklicherweise noch nachholen.“
,,Du bist wirklich der Beste. Danke.“, sagte ich und drückte ihm erneut einen Kuss auf die Lippen.
Überglücklich strahlte ich die beiden an und konnte in dem Moment wirklich nicht in Worte fassen, was ich fühlte.
Natürlich war ich schon mehr als glücklich darüber, dass ich mit den beiden jetzt zusammen war, aber das ich jetzt meine Sachen auch noch wieder gefunden hatte, damit hatte ich echt nicht gerechnet.
Das machte mein Glück auch nur noch etwas größer und ließ es auch wirklich perfekt sein, auch wenn es das mit den Jungs schon gewesen wäre.
Ich kuschelte mich enger an die beiden und legte die Tüte neben das Bett, denn da hatte ich auch noch morgen genug Zeit zu, denn dann würde der Alltag wieder einkehren, wenn auch anders, da Stephan und Pe ja jetzt da waren, aber ich war sicher, dass es morgen auch wieder anders sein würde als heute.
Die Zeit die ich mit den beiden hatte und das Gefühl frisch verliebt zu sein, wollte ich aber jetzt genießen und mir auch von nichts und niemandem nehmen lassen, denn ich hatte viel zu lange darauf verzichten müssen, glücklich zu sein und wenn ich das mit Stephan und Pe sein konnte, dann würde ich das auch gerne annehmen und in vollen Zügen genießen.
Vor allem nach der Tortur in Frankfurt hatte ich mir das jetzt echt verdient.


1 Jahr später

Ein Jahr war mittlerweile vergangen seit dem Tag an dem Pe, Stephan und ich gekommen sind.
Auch wenn es eigentlich nicht anders zu erwarten war, waren wir immer noch zusammen und mehr als glücklich.
Mittlerweile aber nicht mehr nur zu dritt, denn in ein paar Monaten würden wir fünf Personen sein.
Das kleine Stelldichein mit Stephan und Pe war nicht ganz folgenlos geblieben und auch wenn ich erst gedacht hätte, dass es Stephan betreffen würde, hatte es dann aber doch Pe erwischt, denn der hatte mich geschwängert.
Unsere kleine Maus war mittlerweile 12 Monate alt und hatte von uns den Namen Paula bekommen.
Aber Stephan hatte sich das nicht gefallen lassen und wollte dann auch noch ein Kind, was ihn auch nicht davon abhielt, alles dafür zu tun.
Schlussendlich hatte er es dann auch geschafft und ich war, wenn auch erst in der 8. Woche, wieder schwanger.
Die Freude war bei uns allen wahnsinnig groß und auch wenn es außer Stephan, Pe und mir noch keiner wusste, so würden sich unsere Freunde auch sicher darüber freuen.
Aber nicht nur das hatte sich verändert, sondern noch einiges mehr.
Mittlerweile wohnte ich nicht mehr in Dortmund, sondern bin umgezogen, was mir zumindest am Anfang echt nicht leicht fiel.


Ich liebte die Stadt im Ruhrgebiet einfach und fühlte mich dort zu Hause.
Allerdings hatte ich eingesehen, dass meine Wohnung für uns einfach zu klein war.
So ganz kampflos hatte ich den Pott aber auch nicht verlassen, denn ich hatte mir viele Häuser angesehen, die wir hätten kaufen und mieten können, aber leider gefiel uns keines der Häuser und kurz bevor Paula dann auch schlussendlich geboren wurde, habe ich nachgegeben und zog nach Hessen.
Genauer gesagt eben nach Frankfurt, denn da hatte Stephan sein Haus, was eben einfach größer war als das von Pe und einen riesigen Garten hatte, indem wir die Kinder auch unbeobachtet spielen lassen konnten.
Stephan und Pe hatten viele Nachmittage dort verbracht um alles sicher zu machen für die Kinder und hatten als das passiert war, sogar einen kleinen Spielplatz für die beiden dort aufgebaut.
Das das für die Kinder noch zu früh war, wollten sie allerdings nicht wissen.
Ich ließ sie gewähren und freute mich natürlich auch, dass sie sich so für ihre Kinder einsetzten.
Aber auch das war noch nicht alles, denn unsere Familie hatte noch weiteren Zuwachs bekommen.
Stephan und Pe hatten mir zu meinem Geburtstag zwei meiner Lieblingshunde geschenkt, die ich liebevoll Shila und Charly genannt hatte.
Die beiden lebten natürlich auch noch bei uns und da sie selber auch noch Welpen waren, hatten wir da mit Paula und den beiden auch keine Probleme, denn trotz das sie noch Jungtiere waren, passten sie ungemein sorgfältig auf die Kleine auf.
Ob drinnen oder draußen war vollkommen egal, wenn ich die Hunde suchte, brauchte ich nur bei Paula zu suchen.


Abends wenn die Kleine im Bett war, dann lagen die beiden entweder bei uns, oder was sie den größten Teil ihrer Zeit machten, bei Paula vor dem Bettchen.
Wenn wir zusammen unterwegs waren, liefen sie ohne das ich etwas sagen musste neben dem Kinderwagen her und beschützten die Kleine, was mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
So entstanden schon die süßesten Momente mit den dreien, zum Beispiel wenn Paula mit dem Kopf auf einem der Hunde einschläft oder aber die Hunde ihren Kopf schützend auf die kleine Paula legen.
Die Jungs waren mir da auch wirklich eine große Hilfe, denn ob sie arbeiten mussten oder nicht, sie unterstützten mich in allem.
Stephan hatte sogar vorgeschlagen eine Putzfrau einzustellen, damit ich entlastet werden würde, was ich dann aber dankend abgelehnt hatte, denn ich musste ja auch was tun.
Wir waren eine kleine glückliche Familie und ich war wirklich mehr als stolz, dass wir das erreicht hatten, nach dem anfänglichen Schwierigkeiten in Frankfurt und dem Meet & Greet.
Vergessen hatte ich das nicht, aber mittlerweile sah ich es gelassener, denn ich wusste, dass die Jungs alle, auch Kevin und Gonzo wirklich mehr als tolle Kerle waren und ich verstand mich auch mit den beiden verdammt gut.
Vor allem Gonzo kam uns öfter besuchen, denn er hatte es, auch wenn ich bis jetzt noch nicht weiß, wie sie das angestellt haben, geschafft mit Raffael zusammen zu kommen.
Der hatte seinen Job in Dortmund aufgegeben und ist dann auch nach Frankfurt gezogen, was mir den Abschied aus dem Ruhrgebiet deutlich einfacher machte.


Raffael hatte durch Gonzo anfangs bei den Onkelz jobben können, was ihm aber nicht wirklich zugesagt hatte, auch wenn Gonzo und der Rest mehr als zufrieden waren, hatte er dennoch gekündigt und einen anderen Job angenommen.
Er dachte immer noch nicht anders über die Onkelz, obwohl er sich nun deutlich mehr mit ihnen beschäftigte.
Blieb nur noch Kevin, der zumindest Stephan und Pe einige Nerven gekostet hatte.
Kurz nachdem wir unsere Beziehung bekannt gegeben haben, zumindest innerhalb unseres Freundeskreises, hatte sich auch Kevin dazu entschlossen uns mitzuteilen, dass er wieder vergeben sei.
Allerdings hatte er uns nicht gesagt mit wem, was zumindest bei Stephan und Pe die Alarmglocken schrillen ließen, denn die beiden gingen davon aus, dass Kevin wieder etwas mit seiner Ex angefangen haben könnte.
Kevin hatte das zwar immer wieder abgestritten, aber die beiden waren sich schon fast sicher, da Kevin seine neue Liebe nicht mitbrachte und uns vorstellte.
Ich war sicher, dass Kevin seine Gründe hatte und das es sicher noch kommen würde, aber Stephan und Pe waren eben einfach ungehaltener als ich.
Vielleicht würden wir es ja auch heute erfahren, denn heute hatte Pe Geburtstag und wir hatten all unsere Freunde eingeladen.
Dazu zählte natürlich auch Kevin und seine neue Liebe, von der wir nicht mal wussten, ob sie männlich oder weiblich war.
Dennoch wusste ich, dass sich alles irgendwann aufklären würde, man musste manchmal nur mehr Geduld haben.
Ich hatte ja auch nicht damit gerechnet meine Sachen wieder zu bekommen und Pe hatte mich aber trotzdem vom Gegenteil überzeugen können.


Am heutigen Tag war ich schon früh wach, denn ich war dran mich um Paula zu kümmern.
Nachdem ich die Kleine dann soweit versorgt hatte und mit Shila und Charly eine Runde gegangen war, hatte ich Paula in ihren Hochstuhl an den Tisch gesetzt und bereitete das Frühstück vor, während sie spielte.
Gerade hatte ich das Frühstück fertig, als dann auch Pe schon den Raum betrat.
Er begrüßte uns mit einem Kuss auf die jeweiligen Köpfe, was uns auch gleich lächeln ließ.
,,Wunderschönen guten Morgen meine beiden Hübschen. Wie geht es euch?“, fragte er und ich lächelte.
,,Uns geht es gut, Papa und dir?“
,,Wenn ich euch sehe kann es mir doch gar nicht schlecht gehen.“
,,Du bist so süß. Setz dich, ich habe Frühstück gemacht.“
Pe setzte sich an den Tisch und ich stellte ihm dann auch gleich eine Tasse Kaffee hin.
,,Wollen wir nicht noch auf Stephan warten?“, fragte Pe und ich schüttelte den Kopf.
,,Nein, dass ist dein Frühstück. Stephan bekommt seines später. Paula hat übrigens auch schon gefrühstückt und mit Shila und Charly war ich auch schon draußen.“, sagte ich mit einem Lächeln und Pe erwiderte es auch gleich, bevor er anfing das Frühstück zu essen.
Währenddessen kümmerte er sich um Paula, neben die er sich gesetzt hatte und sich mit ihr beschäftigte.
In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um die Salate, denn zu Pe´s Geburtstag wollten wir heute grillen.


,,Warte doch, dann helfe ich dir später.“, sagte er, aber ich schüttelte nur den Kopf.
,,Brauchst du nicht. Heute hast du frei und ich kümmer mich um alles.“
Pe nickte, auch wenn ich wusste, dass er damit nicht einverstanden war, so würde er sich aber trotzdem freuen, wenn ich ihm half und alles für ihn machte.
,,Wann kommen die anderen denn?“, fragte Pe und biss in das Brötchen, was er sich mit dem Ei belegt hatte, was ich ihm gemacht hatte.
,,Um 15 Uhr, Liebling. Open End. Ich kenne dich die Jungs. Die bleiben ja auch gerne mal länger.“
,,Das stimmt.“, sagte Pe lächelnd und aß dann weiter.
Ich kümmerte mich dann auch weiter um die Salate, denn langsam drängte die Zeit und ich wollte die doch unbedingt noch fertig bekommen, bevor die Gäste kamen.
Den Alkohol hatten wir schon länger kalt gestellt, die Verkäuferin hatte uns wohl auch für Alkoholiker gehalten, bei der Masse an Bier und Whisky die wir gekauft hatten.
Aber mich störte nicht, was andere über mich dachten und das würde wohl auch nie.
Die Leute sagten doch sowieso was sie wollten, egal ob man sich gut verhielt oder nicht.
Nachdem Pe dann fertig war mit dem Frühstück und ich den Salat so weit fertig hatte, dass ich mich nicht zu sehr unter Druck setzen musste, setzte ich mich auf seinen Schoß, was ihn dazu brachte auch gleich seine Arme um mich zu legen.
,,Was los, meine Hübsche?“
,,Nichts, wieso?“
,,Weil du zu mir kommst.“


,,Kuscheln. Aber ich habe auch noch etwas für dich.“
,,Was denn?“, fragte Pe neugierig und ich grinste, bevor ich von einem Stuhl in der Nähe ein kleines Päckchen holte und es ihm reichte.
,,Mach´s auf.“, sagte ich und war wirklich mehr als gespannt, was er zu meinem Geschenk sagte.
Pe begann das Päckchen auszupacken und kurze Zeit später kam sein Geschenk zum Vorschein, was ihn, auch gleich wahnsinnig freute und er seine Lippen auf meine drückte.
,,Das ist mit weitem Abstand das schönste Geschenk, was ich jemals bekommen habe. Du bist so wundervoll. Ich liebe dich.“, sagte er überwältigt und ich lächelte ebenfalls glücklich.
,,Schön, wenn es dir so gut gefällt. Ich liebe dich auch.“
,,Es ist wunderschön.“
Ich lächelte wirklich mehr als glücklich, denn dann hatte ich das richtige Geschenk für ihn gefunden.
Da Pe mir damals sein Eintracht Frankfurt Feuerzeug geschenkt hatte, wollte ich ihm ein neues schenken, was ich jetzt getan hatte.
Es war ein schwarzes Sturmfeuerzeug, auf dem vorne in rot das Gesicht von Paula eingraviert war.
Auf der Rückseite stand ihr Name und ihr Geburtsdatum.
Ich hatte gehofft, dass es PE gefallen würde und das tat es ja auch offensichtlich.
,,Ich dachte wenn du mir deins schon schenkst, dann schenke ich dir jetzt ein neues. Immerhin hattest du jetzt keins mehr und ich habe gemerkt, dass du mit den normalen Feuerzeugen nicht zufrieden warst.“


,,War ich auch nicht wirklich, aber deswegen musst du mir ja auch nicht gleich eins schenken.“
,,Doch, vor allem wollte ich dir auch etwas schenken, was dir mehr bedeutet als ein einfaches Sturmfeuerzeug und wenn ich dir jetzt eins von der Eintracht geschenkt hätte, dann wäre das ja auch nicht wirklich einfallsreich. Vor allem kannst du dir das ja auch jederzeit selber kaufen.“
,,Da hast du wohl recht. Du bist wirklich mehr als süß und ich freue mich auch wirklich sehr.“, sagte er und drückte mir erneut einen Kuss auf die Lippen, was mich erneut lächeln ließ.
Als wir dann Geräusche hörten, blickte ich zur Türe und sah dort Stephan verschlafen, vollkommen durcheinander gewuschelt und nur in Boxershorts gekleidet in der Türe stehen.
,,Wunderschönen guten Morgen mein Schatz.“, sagte ich und grinste Stephan an, der nur nickte und sich einen Kaffee nahm.
Er drückte uns dreien einen Kuss auf den Kopf und setzte sich uns gegenüber dann an den Tisch.
,,Ich wünsche dir natürlich alles Liebe und Gute zu deinem Geburtstag mein Schatz.“, sagte ich und legte meine Lippen auf die von Pe.
Sanft spielte ich mit meiner Zunge an seinen Lippen und der Drummer gewährte mir nur zu gerne Einlass.
Unsere Zungen fochten einen leidenschaftlichen Kampf aus, den wir aus Atemnot lösen mussten.
,,Ich muss mich gleich noch um das restliche Essen kümmern, bevor deine Gäste kommen. Die Getränke stehen ja schon länger kalt, aber auch der Garten muss noch dekoriert werden.“, sagte ich dann und Pe schüttelte den Kopf.


,,Der Garten ist schon fertig. Die Getränke waren es schon vorher und um das Grillfleisch haben wir uns auch schon gekümmert.“
,,Wann habt ihr das denn gemacht?“
,,Gestern Abend, als du auf der Couch eingeschlafen bist. Stephan und ich haben das dann noch gemacht und dachten dann können wir dir damit ein bisschen Arbeit abnehmen und es wird heute nicht so stressig.
,,Das ist super, denn ich muss Paula später noch baden und umziehen und dann muss ich mich ja auch noch umziehen.“
,,Dann übernehme ich gleich Paula und gehe mit ihr zusammen duschen und dann kannst du dich in Ruhe fertig machen.“
,,Das ist lieb von dir. Die Kleine freut sich bestimmt mit Papa baden zu gehen, dass macht sie gerne.“
Pe nickte und drückte mir einen Kuss auf den Kopf, was mich erneut zum lächeln brachte.
Ich widmete mich dann wieder meinem Salat und ließ Pe und Paula alleine.
Stephan war ja noch nicht wirklich unter den Lebenden, wobei ich dem im vorbeigehen einen Kuss auf den Kopf drückte, was er nur mit einem Brummen quittierte.
Ich hatte mich mittlerweile daran gewöhnt, dass seine Reaktion so war, was mich aber auch nicht sonderlich störte, denn ich wusste, dass es auch wieder anders war, wenn er richtig wach war.
Pe und Paula verschwanden dann kurze Zeit später im Bad und Stephan rauchte sich eine, während er seinen zweiten Kaffee trank.


,,Schatz, ich muss mich gleich umziehen gehen. Kannst du die Salate dann vielleicht noch in den Keller bringen und die da in den Kühlschrank stellen?“, fragte ich und Stephan nickte.
Scheinbar hatte er das richtige Pensum Koffein noch nicht erreicht, aber ich wusste auch so, dass er mich gehört hatte und das wahrscheinlich auch noch tun würde.
Ich drückte ihm noch einen Kuss auf den Kopf und ging dann nach oben in das Schlafzimmer.
Dort suchte ich mir ein passendes Outfit für den Tag raus und entschied mich für ein leichtes gelbes Sommerkleid mit Spaghettiträgern und zog darauf ein paar schwarze Ballerinas.
Ein kurzer Blick in den Spiegel reichte um zufrieden zu sein mit dem was ich sah und machte mich dann auf den Weg in das Bad, wo Pe und Paula zusammen in der Badewanne saßen und plantschten.
Bei dem Anblick wusste ich nicht, wer mehr Spaß hatte, aber es war deutlich zu erkennen, dass sie den beide hatten.
Paula lachte laut und so ansteckend, dass ich nicht anders konnte, als auch gleich mit zulachen.
,,Na ihr habt aber Spaß.“, sagte ich grinsend und Pe nickte.
,,Klar, immer. Kannst du die Kleine gleich übernehmen? Dann kann ich mich fertig machen.“
,,Ja, dann warte noch kurz, dann schminke ich mich noch und dann mache ich die Kleine fertig.
Pe nickte und ich begann auch gleich mich zu schminken.
Lange brauchte ich dafür nicht und war relativ schnell fertig, denn ich wollte es ja auch nicht übertreiben.


Nachdem ich dann alles weggeräumt hatte und mit meinem Outfit zufrieden war, ging ich zu den beiden und wickelte Paula in ein warmes Handtuch, was Pe vorher auf die Heizung gelegt hatte.
Gemeinsam mit ihr ging ich dann in ihr Zimmer und trocknete sie ab, cremte sie ein und erledigte alles andere bevor ich sie dann anzog und sie ebenfalls in ein schickes Kleidchen steckte.
Immerhin hatten wir Juni uns es war ja auch warm, da war das wohl eher kein Problem.
Gerade als ich der Kleinen noch die Haare kämmte, schlangen sich zwei Arme um mich.
Sofort wusste ich, dass es Pe war und lehnte mich leicht gegen ihn, was ihn dazu bewegte mir einen Kuss in den Nacken zu hauchen.
,,Ihr seht fantastisch aus. Selten so schöne Frauen gesehen.“
,,Danke.“, sagte ich ehrlich und auch Paula lachte, als hätte sie verstanden, was Pe gesagt hatte.
,,Nimm die Kleine mit, ich gehe das Bad noch aufräumen, denn deine Gäste kommen sicher gleich.“
Pe nickte, nahm Paula auf seinen Arm und verschwand mit ihr nach unten, wo ich kurze Zeit später auch schon die Klingel hörte.
Dennoch begab ich mich erst einmal in das Bad, wo auch Stephan sich mittlerweile eingefunden hatte und sich fertig machte.
,,Die ersten Gäste sind schon da, Liebling.“
,,Ja, macht nichts. Ich bin gleich fertig.“


Ich nickte nur und begann das Bad noch sauber zu machen, was nicht mehr viel war, da Pe das gröbste schon erledigt hatte.
Lediglich die Handtücher räumte ich noch weg und die Kleidung von den beiden, bevor ich das Bad wieder verließ, denn den Rest hatte Pe schon gemacht hatte.
Allerdings verließ ich das auch nicht, ohne Stephan nochmal auf den Arsch schlug, was diesen überrascht hinter mir her blicken ließ.
Ich grinste über die Schulter hinweg und ging dann nach unten, mussten solche Spielereien einfach sein, auch nach einem Jahr Beziehung noch, was ja auch eigentlich nur zeigte, dass wir immer noch verliebt waren, wie am Anfang.
Unten begrüßte ich dann unsere Gäste, die schlagartig mehr wurden, da wir doch schon eine große Liste eingeladen hatten.
Ich leitete alles was kam weiter in den Garten und versuchte den Überblick zu behalten und jedem etwas zu trinken zu geben.
Stephan half mir dann und nach relativ kurzer Zeit hatten dann auch alle etwas zu trinken und ich sah über den Tisch, der sich schon gut gefüllt hatte.
,,Sind alle da?“, fragte Pe und legte einen Arm um mich.
,,Nein, Kevin fehlt noch. Sonst müssten aber alle da sein.“
,,Dann warten wir noch etwas. Der wird wohl auch gleich kommen. Ich bin ja mal gespannt, ob er alleine kommt oder ob er seine neue Liebe nun endlich mal mitbringt.“
,,Das werden wir dann ja sehen.“
Gerade als ich mich hinsetzen wollte, klingelte es erneut an der Türe.
Pe unterhielt sich aber gerade, weswegen ich zur Türe ging und diese öffnete.


Nicht wirklich überraschend stand Kevin vor der Haustüre, was mich dann aber doch schon etwas überraschte, war die Tatsache, dass Kevin nicht alleine war.
Er hatte und das war wirklich überraschend Kuddel von den Toten Hosen bei sich.
,,Hey Süße. Ich hoffe es ist kein Problem, dass ich Kuddel mitgebracht habe. Aber ihr wolltet meine neue Liebe doch unbedingt kennenlernen und das könnt ihr dann ja jetzt.“
,,Hey. Nein, das ist kein Problem, wir haben es dir ja schon öfter angeboten. Ich freue mich, dass du es heute endlich tust.“, sagte ich und zog ihn auch gleich in meine Arme.
Kevin erwiderte die Umarmung, ließ mich dann wieder los und ging rein.
Kuddel reichte ich die Hand und stellte mich vor, denn den kannte ich ja noch nicht und leitete die beiden dann auch in den Garten weiter.
Hinter den beiden her folgte ich dann auch in den Garten und Stephan wurde auch gleich auf die beiden aufmerksam und ging auch gleich zu den beiden.
,,Was geht denn mit dir ab?“, fragte Stephan überrascht und begrüßte Kevin sowie auch Kuddel.
Schon vor längerer Zeit hatte ich mitbekommen, dass Die Toten Hosen und Stephan befreundet waren, so wunderte es mich nicht wirklich, dass er auch Kuddel herzlich begrüßte.
,,Wie kommt ihr beide zusammen nach hier? Irgendwie passt doch hier was nicht zusammen.“
,,Doch, es passt hervorragend zusammen, seit mittlerweile 1,5 Jahren. Du wolltest meine neue Flamme kennenlernen? Hier ist sie. Ich bin mit Kuddel zusammen.“
,,Verarsch mich nicht.“, sagte Stephan mit einer Mischung aus Schock und Überraschung.


,,Ich verarsche dich nicht, ich meine das ernst.“, sagte Kevin und ich legte einen Arm um Stephan.
,,Schatz, lass die beiden doch glücklich sein, wenn sie das wollen. Die beiden sind doch wirklich süß zusammen.“
Stephan nickte und drückte mir einen Kuss auf den Kopf, bevor dann auch Pe die beiden begrüßte.
Zu Kuddel sagte niemand mehr etwas, er wurde direkt akzeptiert, als wäre er schon immer da gewesen und hätte schon immer zu uns gehört, so wie es mir am Anfang auch ging, was ich bei den Onkelz und deren Freunde echt mochte und sehr schätzte.
Der Tag wurde ein voller Erfolg und wir hatten auch wirklich viel Spaß.
Pe hatte sich dann zwischendurch um das Essen gekümmert und gegrillt und Stephan hatte mir die Salate geholt, die er im Kühlschrank verstaut hatte.
Auch wenn viele aus der Crew bereits nach dem Essen gegangen waren, hatten wir noch bis tief in die Nacht riesigen Spaß.
Paula hatten wir gegen Abend ins Bett gebracht und hatten uns dann wieder in den Garten gesellt.
Zum Schluss waren dann auch nur noch Kuddel, Kevin, Gonzo und Raffael da, aber mit denen hatten wir den meisten Spaß, denn die kamen öfter vorbei.
Das Babyfon hatten wir auf den Tisch gestellt und bekamen so ja auch mit, wenn was mit Paula passierte, aber wir hatten auch Shila und Charly oben, die sich mal wieder vor das Bett der Kleinen gekuschelt hatten.
War der Rummel hier draußen doch etwas viel für die beiden und dann verzogen sie sich meistens, um ihre Ruhe zu haben, nachdem sie gesehen hatten, wer hier war.


Gerade wenn unsere engsten Freunde da waren, so wie jetzt, war es wirklich am schönsten.
Vor allem war es schön, dass ich trotz meines Umzugs nicht auf meinen besten Freund verzichten musste und er genauso glücklich war wie ich.
Aber auch Pe und Stephan verstanden sich einfach super mit ihm, weshalb die Jungs fast täglich bei uns waren.
Wirklich stören tat uns das nicht, denn wir hatten auch so genug Zeit füreinander.
Auch Paula mochte die Jungs, weshalb wir Gonzo und Raffael auch zu ihren Patenonkeln gemacht hatten.
Vollkommen glücklich und zufrieden kuschelte ich mich an meine beiden Jungs und unterhielt mich mit den anderen.
Aber auch die kuschelten miteinander, was ein wirklich mehr als süßes Bild war.
In dem Moment konnte ich einfach nicht beschreiben, wie unglaublich glücklich ich war.
Wer hätte gedacht das ein einfaches Konzert in so einen Desaster endet und es dann doch ein so wundervolles Ende nahm.
Oft hatte ich die Fahrt nach Frankfurt zu dem Konzert verflucht, aber wenn ich jetzt an die Zeit zurück denke, dann wusste ich, dass es das beste war, was mir je passieren konnte, denn ich hatte die beiden und Paula, eine kleine Familie, die mich mehr als glücklich machte und nichts anders hatte ich mir immer gewünscht.
Jetzt musste ich nur hoffen, dass es auch wirklich für die Ewigkeit hielt, was ich mir für uns und vor allem für unsere Kinder wünschte, denn da würden sicher auch noch welche folgen, das hatten die Jungs schon angekündigt.
Aber mit der großen Liebe zueinander sollte das wohl kein Problem sein.
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