"Antiquität"

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12 Slash
17.06.2017
06.06.2018
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Wie schreiben das Jahr 21-irgendwas und dank des Sibyl Systems geht alles seinen friedlichen Gang.
Keine Kriege oder sonst welche Probleme, die ich von Zuhause, einem einst stolzen und starken Deutschland kenne. Dabei ist der Unterschied nur, dass es hier ein riesiger Computer ist, der anhand von Algorithmen der Sache auf den Grund geht und keine Menschen zulässt, die nicht mit den Regeln, Gesetzen und der kulturellen Geschichte respektvoll einhergehen.
Hier gibt es zwar Politiker, doch sind diese alle vom System auserkoren und werden bei Nichteinhaltung des abgelegten Eides für ihre Missetaten bestraft.
//Ach hätte es dieses Vorgehen schon zu Zeiten meiner Vorfahren gegeben. Ich hätte nicht freiwillig meine Familie verlassen, um hier eine neutrale, auf mich zugeschnittene Ausbildung, ohne Bevormundung, irgendeiner von den korrupten Politiker eingeschleuste Richtung zu beginnen.//
Bis jetzt war ich dem Sibyl System dankbar für die Möglichkeiten, die es einem bietet. Von Wohnmöglichkeiten, bis zur Freizeitgestaltung. Nur eines vermisse ich seit Jahren und dies nicht, weil ich mit meinem damaligen Freund in der Hauptstadt lebte. Es war einfacher als einfach, nämlich die Schönheit der Natur.
Seit ich hier her kam, war ich nur mit Lernen, Arbeit und anderem Kram beschäftigt, sodass ich nicht mal ansatzweise dazu kam, mich in einen Bus zu setzen, um in die abgelegenen Berge zu fahren.
Wie auch immer...
Ich schrieb ja das eine kleine Begebenheit mein ganzes Leben auf den Kopf stellen sollte...und diese war: Das Sicherheits-Warnprogramm der AföS. (Amt für öffentliche Sicherheit)
Es war ein normaler Tag, doch ich spürte das Etwas mit meinem Freund nicht stimmte. Er ließ mich links liegen, redete nicht mehr mit mir, gar schlief er nur noch mit mir, wenn er was intus hatte.
Jedenfalls war ich gerade dabei unsere Wohnung auf Vordermann zu bringen, die wegen einer von ihm ungefragten Party aussah wie ein Schlachtfeld.
„Hey mach das gefälligst leiser, ich will schlafen!“ moserte er im Türrahmen zum Schlafzimmer.
„Wenn du hier nicht mithilfst, wirst du eine ganze Weile damit klarkommen müssen.“ knurrte ich und fing mir eine von ihm ein. „Nicht in diesem Ton, Fräulein!“
Der Schlag war so hart, dass es knackte und mir das Blut aus dem Mundwinkel lief. „So redest du nicht noch mal mit mir, haben wir uns verstanden?“
Gerade wie ich reagieren wollte, fiel die Tür zu Boden und eine kleine Truppe von Polizisten stürmte die Wohnung. „ Nishiuro Kazuro, sie sind verhaftet!“
Eine Inspektorin mir komischer Frisur kniete sich neben mich, „Geht es ihnen gut?“ fragte sie, nur anstelle einer Antwort, erhob ich mich, sah zu dem Mann der einst mein Freund war „Verrecke Arschloch!“ und brach zusammen.
Das Letzte voran ich mich noch erinnere, waren schöne, grüne Augen hinter Brillengläsern.
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