Wenn aus Schein Liebe wird

von Ratte1904
GeschichteDrama, Romanze / P18
Kevin Richard Russell OC (Own Character) Stephan Weidner
16.06.2017
25.06.2017
3
9.223
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16.06.2017 3.314
 
Hey ihr Lieben :)

hier wie versprochen eine neue Story :)

Besonderer Dank gilt wie immer meiner wundervollen Beta - Leserin MissesDixon <3<3<3<3

Reviews sind wie immer gerne gesehen :)

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem neuen Kapitel :)

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Lucy Pov

Seufzend lief ich mit meiner kleinen Tochter auf dem Arm durch die Wohnung und versuchte sie zu beruhigen.
Sie weinte mal wieder und das nicht zum ersten und wohl auch leider nicht zum letzten Mal an diesem Tag.
Langsam wusste ich auch nicht mehr, was ich noch machen sollte, denn meine Nachbarn über mir stritten mal wieder.
Es waren nicht irgendwelche Nachbarn, nein, über mir wohnte Kevin Russell, der Sänger der Bösen Onkelz mit seiner Frau und den Kindern Julian und Emily.
Die Kinder waren meist unterwegs und ruhig, aber Simone und Kevin stritten oft, was sie dann auch gerne lautstark taten und da wir ein ziemlich hellhöriges Haus bewohnten, bekamen meine Kleine und ich das natürlich auch mit.
Sarah war noch recht klein, gerade einmal 6 Monate alt und sie raubte mir jetzt schon den Nerv.
Natürlich liebte ich meine Kleine, auch wenn ich mit ihr alleine war, aber sie schrie verdammt viel und ich hatte eben auch noch nicht so viel Erfahrung mit Kindern.
Ich war selber erst 22 Jahre jung und hatte auch keine Geschwister, die mir helfen konnten.
,,Baby, bitte beruhig dich doch.“, hauchte ich meiner kleinen Tochter gegen die Wange und wusste langsam wirklich nicht mehr, was ich noch machen sollte, um sie zu beruhigen.
Alles half überhaupt nichts und meistens beruhigte sie sich auch erst, wenn da oben endlich Ruhe herrschte, was erst der Fall war, wenn einer von beiden ging oder die beiden eine Einigung fanden.


Oft konnte Simone nicht mal aufhören wenn eines der Kinder nach Hause kam.
Ich hatte oft das Gefühl, dass Kevin eher der ruhigere Part war und das er gar nicht so viel Stress machte wie Simone.
Wenn ich ihm im Hausflur begegnete war er auch immer sehr freundlich, was man von Simone so gar nicht sagen konnte.
Mit Kevin hatte ich nie Probleme, ganz im Gegenteil, er hatte schon öfter mal für mich ein Paket angenommen oder kleinere Dinge für mich übernommen, die ich nicht machen konnte, weil mir das handwerkliche Geschick fehlte, was Kevin aber durchaus hatte.
Ich war ihm sehr dankbar dafür, auch wenn mir das ein oder andere wirklich unangenehm war, wie zum Beispiel ein Paket, was ich mir mal bestellt hatte in dem Fanshop der Onkelz, was der Paketbote ausgerechnet dann bei Kevin abgegeben hatte.
Zwar hatte er nichts gesagt, aber ich ging davon aus, das er gesehen hatte, dass es aus ihrem Shop kam.
Nichtsdestotrotz musste ich aber jetzt mit der Situation klar kommen und vor allem meine Kleine beruhigen.
,,Maus, beruhig dich doch bitte.“, versuchte ich es erneut und spürte deutlich, dass ich langsam wirklich verzweifelt war.
Ich bekam kaum noch Schlaf und wenn dann definitiv zu wenig, die Kleine schrie am laufenden Band, weil es ihr zu laut war, oder sie Angst hatte, ich wusste es nicht genau und hielt in solchen Momenten auch nicht viel von Mittagsschlaf, der auch bei der Kleinen oft unterbrochen wurde, wenn Simone wieder etwas nicht in den Kram passte, was mindestens einmal am Tag der Fall war und leider doch viel zu oft auch mehrmals am Tag.


,,Ich weiß, die sind laut, aber ich kann es leider nicht ändern, Prinzessin. Aber wir können oben mal klingeln gehen, was meinst du?“, fragte ich und natürlich war ich mir bewusst, dass sie mir nicht antworten würde, aber dennoch blickte ich sie an.
Erst da fiel mir auf, dass sie sich beruhigt hatte und eingeschlafen war.
Mittlerweile hatte ich mich so an ihr schreien gewöhnt, dass mir nicht mal auffiel wenn sie es nicht mehr tat.
Seufzend ging ich in ihr Zimmer und legte sie dort in ihr Bettchen, was sie aber nicht sonderlich störte, denn sie schlief weiter.
Auch nachdem ich sie zugedeckt hatte und ihr einen Kuss auf die Stirn gedrückt hatte, schlief sie immer noch tief und fest.
Vielleicht schaffte ich es jetzt endlich da unten für Ruhe zu sorgen, damit auch ich ein paar Minuten abschalten konnte.
Ich schloss die Türe hinter mir bis auf einen kleinen Spalt und machte mich dann auf den Weg zur Haustüre, die ich ebenfalls einen Spalt aufließ, um Sarah hören zu können und nachdem ich mich vergewissert hatte, dass ich auch einen Schlüssel hatte, um wieder rein zu kommen, falls die Türe doch zuging, ging ich nach oben zu der Wohnung der Russell´s, wo ich klingelte.
Lange musste ich nicht warten, da kam Simone auch schon an die Türe und blickte mich vorwurfsvoll an.
,,Was willst du denn schon wieder?“, fragte sie barsch und ich seufzte.
,,Meine Kleine schläft und es wäre wirklich nett von euch, wenn ihr ein bisschen leiser streiten könntet. Sie mag das nicht und wir hören das leider oben nur zu gut. Es geht uns nichts an und ich möchte ehrlich gesagt auch nicht mitbekommen worüber ihr euch streitet.“, sagte ich ruhig und möglichst freundlich, auch wenn ich nicht leugnen konnte, dass ich das nicht mehr sein wollte.


Aber ich hatte ja nun mal auch Anstand gelernt und wollte ja auch schließlich was von ihr und so war es wohl besser freundlich zu bleiben.
,,Wenn dein verkommenes Kind nicht die ganze Zeit so einen verfluchten Lärm machen würde, müsste ich mich auch nicht ständig mit meinem Mann streiten. Glaubst du mir macht das Spaß mir ständig das nervige Geheule und Geschrei von deinem Balg anzuhören?“
,,Simone bitte, es wäre nett wenn ihr etwas leiser sein könntet. Mehr will ich doch gar nicht. Zumindest solange meine Kleine wach ist und nach der Nachtruhe um 22 Uhr. Ich möchte auch nochmal schlafen können.“
,,Es interessiert mich nicht was du möchtest. Wenn ich mich aufregen möchte dann tue ich das. Da werde ich dich sicher nicht nach fragen. Was bildest du dir denn eigentlich ein dich ständig hier zu beschweren? Kümmer dich lieber um deine Sachen und vor allem darum das dieses Wesen da oben nicht ständig schreit.“, sagte sie mehr als unfreundlich und hatte auch jetzt wieder deutlich ihre Stimme erhoben.
,,Meine Tochter schläft und ich möchte doch nur, dass es so bleibt. Das kann für die Kleine doch auch nicht gesund sein wenn sie immer wieder aus ihrem Schlaf gerissen wird. Du hast doch auch Kinder und musst doch auch wissen wie das ist.“
,,Nein, das weiß ich nicht, denn meine Kinder sind erzogen.“
,,Simone bitte, Sarah ist ein Baby.“
,,Das war meine Tochter auch und trotzdem hat sie nicht so einen Aufstand gemacht.“, sagte sie und ich seufzte leise, wollte gerade antworten, als es an der Haustüre von Simone klingelte und sie sich dem Türöffner widmete.


,,Wäre es vielleicht möglich das ihr euch etwas zusammenreißt?“, fragte ich dann erneut als sie abwartend an mir vorbei blickte, wahrscheinlich um zu erfahren wer da kam.
Aber statt mir zu antworten gab sie mir einen kräftigen Stoß und ich taumelte ein paar Schritte zurück, ohnehin schon kraftlos durch den Schlafmangel und dem ständig weinenden Baby schaffte ich es nicht mich auf den Beinen zu halten und fiel rücklings die Treppe runter, vor der ich in sitzender Position zum stillstand kam.
Erst da erblickte ich, dass Gonzo, Pe, Stephan und Elvis an mir vorbei gekommen waren, was ich vorher überhaupt nicht gesehen hatte.
Natürlich hatten sie gesehen was Simone getan hatte, aber keiner von denen sagte etwas und ich konnte in dem Moment auch nur noch den Kopf schütteln und wie gerufen begann Sarah dann auch schon wieder zu weinen.
Seufzend rappelte ich mich dann wieder auf, denn wirklich verletzt hatte ich mich offensichtlich nicht, zumindest tat mir nichts wirklich weh und ich konnte auch nichts entdecken und so ging ich kopfschüttelnd wieder zu meiner Wohnungstüre.
,,Was ist denn hier los?“, höre ich eine Stimme fragen und auch wenn ich mir nicht ganz sicher war, so glaubte ich zumindest das sie von Pe kam.
Ob Simone darauf noch geantwortet hatte oder nicht und wenn ja was, bekam ich nicht mehr mit, denn ich schloss die Haustüre hinter mir und ging dann zu Sarah ins Zimmer, die weinend in ihrem Bett lag.
Ich nahm die Kleine aus dem Bett und hob sie auf meine Arme, während ich mit ihr wieder in das Wohnzimmer ging und sie nun dort versuchen würde weiter zu beruhigen.
Gemeinsam mit der Kleinen ließ ich mich auf die Couch sinken und versuchte sie abzulenken, aber nichts half.


Der Schnuller war nicht gut und auch sämtliche Spielzeuge die sie besaß konnten nicht verhindern, dass sie weinte.
Ich wusste langsam auch nicht mehr was ich noch machen sollte und die Tatsache, dass Simone trotz Besuch da oben immer noch oder schon wieder rum brüllte, machte die Sache mit Sarah auch nicht besser.
Schon oft hatte ich überlegt einfach auszuziehen, aber leider war das momentan nicht so einfach, da ich durch die Schwangerschaft und die Tatsache das ich alleinerziehend war nicht arbeiten ging.
Ich hatte einen sehr guten Job bevor ich schwanger wurde, aber auch den durfte ich aus Versicherungsgründen einfach irgendwann nicht mehr ausüben und war seitdem zu Hause.
Natürlich könnte ich mein Kind auch in einen Hort geben oder zu einer Tagesmutter, aber das wollte ich nicht, denn ich wollte das das Kind zu mir eine Bindung aufbaut und nicht zu einer fremden Person.
Immerhin war ich mit dafür verantwortlich, dass sie gezeugt wurde und ich hatte mich damals auch klar für sie entschieden und auch wenn sie sicher nicht leicht war und viel weinte, so liebte ich sie und bereute keine meiner Entscheidungen, die mit ihr zusammenhingen.
,,Wenn Mama nur wüsste was sie für dich tun könnte, dann würde ich das tun. Manchmal würde ich mir wünschen du könntest schon reden, damit du mir sagen kannst was los ist. Ich weiß doch auch nicht, was ich noch machen soll.“, sagte ich seufzend und überlegte, ob sie vielleicht Hunger hatte oder die Pampers voll war, wobei ich letzteres wohl riechen und sehen könnte.


Ich wollte es mit einem Fläschchen versuchen und stand mit der Kleinen auf, um mit ihr in die Küche zu gehen, allerdings kam ich da nicht an, da es vorher an der Türe klingelte.
Da ich niemanden mehr erwartete überlegte ich erst die Türe nicht zu öffnen, entschied mich dann aber doch dagegen und öffnete sie.
Zu meiner Überraschung stand Simone davor und für einen Moment hatte ich wirklich Hoffnung, dass sie es vielleicht eingesehen hatte und sich entschuldigen wollte, allerdings wurde diese Hoffnung schnell zerstört.
,,Ich höre dein Balk immer noch bis in mein Wohnzimmer. Meinem Besuch geht das auch auf die Nerven. Kannst du das denn nicht abstellen?“
,,Das ist ein Baby. Wie soll ich das abstellen?“
,,Das ist mir egal, aber ich möchte das es meinem Besuch gut geht und das sie sich bei mir wohl fühlen. Das fehlt auch noch, dass uns keiner mehr besuchen kommt, nur weil du deine Göre nicht im Griff hast.“
,,Ich weiß doch auch nicht wieso sie weint. Vielleicht hat sie Hunger. Vielleicht ist es aber auch etwas anderes.“
,,Du bist ja maßlos überfordert mit dem Kind. Ich an deiner Stelle wäre ja mal ganz ganz vorsichtig, nicht das du noch das Jugendamt und die Polizei auf der Matte stehen hast.“, sagte sie in einem drohenden Ton, der mir so gar nicht gefiel.
,,Simone, das kannst du doch nicht machen. Ihr müsst doch einfach nur nicht die ganze Zeit so laut sein.“, sagte ich und spürte deutlich Verzweiflung in mir aufkeimen, denn sie konnte mir doch jetzt nicht wirklich mein Kind wegnehmen.
Für einen Augenblick wurde mir schwindelig, aber ich schaffte es kurze Zeit später die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen.


,,Bitte lass das Jugendamt aus dem Spiel. Ich kümmere mich darum das sie gleich leise sein wird.“
,,Das ist ja wohl auch das Mindeste und wenn es geht dann ein bisschen dalli, denn wie gesagt mein Besuch soll sich wohl fühlen und das tut er momentan nicht. Du solltest dir das definitiv überlegen, denn du darfst nicht vergessen, das Kevin großen Einfluss hat und auch er ist mehr als genervt von deiner Göre. Für Kevin dürfte es ein leichtes sein, seine Kontakte spielen zu lassen und dann garantiere ich dir herrscht hier heute noch Ruhe, denn dann ist das Kind die längste Zeit deines gewesen und es kommt in eine Familie in der man sich um sie kümmert und sie nicht so behandelt wie du. Das sieht doch ein Blinder, das du nicht in der Lage bist für die Kleine zu sorgen.“, sagte sie und noch bevor ich etwas sagen konnte, hatte sie sich auch schon auf dem Absatz rum gedreht und stakste die Treppe wutentbrannt nach oben zurück.
Seufzend schloss ich die Türe hinter ihr, schüttelte erneut den Kopf und hatte keine Ahnung, was ich jetzt tun sollte.
Sie konnte mir doch nicht ernsthaft auch noch mit dem Jugendamt drohen und das nur, weil sie meine Kleine nicht mochte, ja beinahe schon hasste, dabei war sie es doch schuld, dass sie so viel weinte.
Ich schob den Gedanken beiseite, wippte die Kleine auf meinem Arm, während ich mit ihr in die Küche ging und ihr dort ein Fläschchen fertig machte, womit ich mich dann mit ihr gemeinsam auf die Couch setzte und es ihr dort gab.
Sie zog ein paar Mal daran, hatte dann aber scheinbar genug und weinte lieber weiter statt zu essen.
Auch nach ein paar Anläufen wollte sie das Fläschchen nicht mehr und weinte.


Auch wenn ich es mir nicht vorstellen konnte, stellte ich das Fläschchen dann seufzend auf den Tisch und ging mit ihr in ihr Zimmer, wo ich sie auf die Wickelkommode legte und ihr eine frische Pampers anzog.
Auch darüber weinte sie und in der Pampers war auch nichts drin, was darauf hindeuten könnte, dass es sie störte.
Nachdem ich sie dann wieder richtig angezogen hatte, zog ich sie noch weiter an, denn wenn ich sie hier nicht beruhigt bekam, dann vielleicht in meinem Auto.
Ich fuhr öfter mit ihr durch die Straßen wenn ich sie nicht beruhigt bekam, denn da war es ruhig und diese keifende Furie war auch nicht da.
Vielleicht war es aber auch einfach das Schaukeln des Autos, was Sarah dann meistens dazu brachte einzuschlafen.
Wenn ich dann den richtigen Moment abpasste und noch ein bisschen wartete, dann gelang es mir oft sie in ihr Bett zu bringen, ohne das sie wach wurde und sie sich dann auch nicht daran störte, wenn Simone oben schrie, weil sie dann tief genug schlief.
Nachdem ich die Kleine dann angezogen hatte und sie soweit fertig war, setzte ich sie in ihrem Maxi Cosi und schnallte sie dort an.
Auch jetzt weinte sie immer noch was auch nichts daran änderte, dass ich ihr einen Schnuller und ihr Lieblingsstofftier gab.
Seufzend zog ich mir in meinem Flur dann auch eine Jacke über, schnappte mir Handy, Geldbeutel und Schlüssel und machte mich dann mit ihr gemeinsam auf den Weg zu meinem Auto, wo ich allerdings nicht ankam, da ich nicht wirklich auf meinen Weg achtete, sondern auf die Kleine, war ich gegen etwas gelaufen, oder besser gegen jemanden.
Als ich dann aufblickte, sah ich geradewegs in die braunen Augen von Stephan.


,,Tut mir leid.“, sagte ich schnell und begann dann auch gleich meine Sachen aufzusammeln, die mir aus der Hand gefallen waren.
Dazu stellte ich Sarah kurz neben mir ab, was sie aber auch nicht dazu brachte nicht mehr zu weinen.
,,So eine verdammte Scheiße. Nicht mal zum gucken nach anderen Leuten bin ich noch zu gebrauchen. Aber wie soll das denn auch gehen ohne Schlaf. Ist doch kein Wunder das ich an meine Grenzen komme.“, sagte ich mehr zu mir selber als zu Stephan, dem ich keine Beachtung mehr schenkte nachdem ich mich entschuldigt hatte.
Allerdings trat er als ich mich dann wieder aufrappelte erneut in mein Blickfeld, kam aber nicht zu mir sondern zu Sarah und kniete sich vor sie.
,,Hey, du bist ja ein süßes kleines Mädchen. Ist aber gar nicht schön, dass du die ganze Zeit weinst.“, sagte er zu ihr und tatsächlich bekam er dafür ihre Aufmerksamkeit, allerdings dachte sie nicht daran das Weinen aufzuhören.
Stephan pikte ihr leicht in den Bauch, was sie abrupt aufhören und Stephan schockiert anblicken ließ.
,,Siehst du, jetzt müssen wir es nur noch schaffen das du lachst und ich bin sicher, dass du das kannst.“, sagte Stephan und lächelte sie sanft an, während er ihr erneut in den Bauch pikte.
Sarah schien sich noch nicht sicher zu sein was sie davon halten soll und blickte unschlüssig Stephan an.
,,Du hast bestimmt einen richtig tollen Namen, bestimmt etwas vornehmes für eine kleine Prinzessin wie dich.“, sagte er weiter und Sarah begann wirklich zu grinsen.


Stephan schien das zu nutzen und pikte ihr erneut leicht in den Bauch, was sie diesmal aber mit einem Lachen quittierte, wie ich sie zuvor noch nie lachen gehört hatte.
Sie griff nach Stephan´s Haaren und spielte damit und selbst das ließ der Bassist zu und redete weiter mit ihr und brachte sie mit jedem Satz dazu sich vor lachen nicht mehr einzukriegen.
In jedem anderen Moment wäre ich wohl mehr als wütend gewesen, aber gerade war ich einfach nur dankbar, dass einer es schaffte meine Kleine zu beruhigen, dass ich mich nicht beschweren oder aufregen wollte.
Deutlich nahm ich war, dass die Anspannung zumindest etwas von mir abließ, denn für den Moment war die Kleine ruhig und ich ließ mich vollkommen entkräftet auf den Absatz der Treppe sinken.
,,Wie ist denn der Name von der Kleinen?“, hörte ich Stephan fragen und blickte ihn an.
,,Sarah.“
,,Ein wirklich schöner Name und deiner?“
,,Danke, Lucy.“
,,Auch ein schöner Name, ich heiße Stephan.“, sagte er ohne sich von Sarah zu entfernen und ich nickte, denn das wusste ich, war aber in dem Moment nicht in der Lage zu antworten, da ich schon wieder mit Schwindel kämpfte.
Der kam in letzter Zeit immer häufiger und ich konnte ihn bald nicht mehr kontrollieren, zumindest schien er immer stärker zu werden oder ich immer schwächer.
Auch jetzt kämpfte ich dagegen an, denn ich musste mich um Sarah kümmern und hatte keine Zeit dafür das es mir schlecht ging.


Immer wieder fielen mir die Augen zu und der Schwindel nahm mir zusätzlich die Sicht.
,,Was hast du denn da für eine süße Maus?“, hörte ich eine weitere Stimme und war mir nicht sicher wer es war und ob ich es überhaupt richtig verstanden hatte.
Ich drehte meinen Kopf in die Richtung aus der ich glaubte die Stimme gehört zu haben und erblickte Elvis, der sich zu seinem Vater gesellt hatte.
Ob der ihm geantwortet hatte, wusste ich nicht, denn erneut fielen meine Augen zu und mein gesamter Körper wurde von dem Schwindel beherrscht.
Mein Kopf sendete Signale an meinen Körper, das dieser sich erheben sollte, damit ich mich um meine Tochter kümmern konnte, aber mein Körper reagierte nicht.
Ich war nicht in der Lage aufzustehen und fühlte mich wie ein Fisch, der unaufhaltsam in einen Strudel gesogen wurde, der wusste, dass er da nicht mehr raus kam und dennoch aus Instinkt versuchte dagegen an zu schwimmen.
Immer wieder wurde mir schwarz vor Augen, was ich versuchte weg zu blinzeln und mich nicht der erlösenden Schwärze hinzugeben, die mich immer mehr umgab.
Erneut blickte ich zu Sarah, hörte sie von weit weg lachen und wusste, dass es ihr gut ging, also hatte ich noch ein bisschen Zeit mich zu beruhigen.
Ich war auch der Meinung Elvis und Stephan immer noch bei ihr gesehen zu haben, bevor er erneut schwarz wurde vor meinen Augen.
Diesmal schaffte ich es nicht mich diesem zu entfliehen und spürte, dass sie mich überrollte.
Ich gab mich dieser Schwärze dann voll und ganz hin, verlor diesen Kampf und das letzte was ich spürte war ein dumpfer Aufprall meiner linken Seite auf etwas hartes.
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