Die Legende von Amrun und Avras

von Lalin
GeschichteAbenteuer / P12
OC (Own Character)
15.06.2017
05.09.2017
7
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Prolog
Der kleine Elbenjunge sitzt auf der Straße und weint bitterlich. Er ist in der Menge hingefallen und schlug sich die Knie auf.
Ängstlich sieht er sich nach bekannten Gesichtern um, die ihm helfen können. Doch egal wie viel er klagt und jammert, niemand kümmert sich um den kleinen Elbling.
Er ist allein.
Zwischen all den Händlern, Kaufläuten, Mägden und Soldaten ist er allein.
Während alle um ihn herum wie blind durch den Tag hetzen, schließt der kleine Elb die Augen und weint. Er ist so wütend. Darüber, dass er sich so unsichtbar fühlt, dass ihm niemand hilft, dass ihn ständig jemand tritt, ob absichtlich oder unabsichtlich ist ihm egal.
Plötzlich liegt eine kleine Hand auf seiner Schulter. Er schaut auf und blickt durch einen Schleier aus Tränen in zwei meerblaue Augen, so wie seine Eigenen.
"Komm Brüderchen, wir gehen nach Hause."
Der Elb reicht seinem Zwillingsbruder die Hand, der sich schniefend und schluchzend langsam auf die Beine quält. Tröstend umarmen sich die Beiden.
Und dann gehen Avras und Amrun Hand in Hand nach Hause.

"Nana! Avras ist hingefallen!", schreit der kleine Amrun und stürmt zur Tür herein. Hinter ihm tapst der schniefende Avras.
Der ältere Zwilling saust in die Küche, wo ihre Mutter normalerweise um diese Zeit steht und das Essen bereitet, denn bald schon kommen der Vater und der große Bruder von der Arbeit nach Hause. Sie sind Krieger der Leibgarde von König Neanor.
Doch heute steht niemand vor dem Herd.
Amrun durchsucht das ganze Haus. In der Speisekammer, in der Stube, selbst im Keller hat er nachgesehen, doch nirgends eine Spur ihrer Mutter.
"Amrun!", ruft Avras mit noch immer weinerlicher Stimme und hält seinem Bruder einen Zettel unter die Nase. "Hier, schau!"
Dieser liest laut: "Meine liebsten Kinder, euer Vater, Aranwe und ich sind zu einer Ratssitzung des Königs geladen worden. Wir sind bald zurück. Macht euch keine Sorgen. Istáriel"
Fragend sehen sich die Brüder an. Irgendetwas ist hier seltsam, das wissen die beiden.
Es hat noch nie eine Ratssitzung gegeben und warum sollten ihre Mutter, ihr Vater und ihr Bruder dazu eingeladen werden. Istáriel ist nicht einmal Soldatin.
Auch wenn sie nicht die geringste Vorstellung haben, was hier vor sich geht, sind sie sich in einem Punkt sicher.
Dieses Geheimnis werden sie ergründen.
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