Soziopathenspiele

von -bambi-
GeschichteRomanze / P18 Slash
14.06.2017
14.06.2017
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Wieder etwas älteres :D Und auch mal etwas anders. Die Charaktere sind vielleicht nicht ganz so sympathisch, jedenfalls wüsste ich nicht, warum sie das sein sollten. Vielleicht mögt ihr sie ja trotzdem? :D falls ja, gebt mir einfach Bescheid, ich bin neugierig :)

Es wird in nächster Zeit auch wieder öfter kleinere Geschichten von mir geben. Jedenfalls, wenn sie erwünscht sind I'D
Ich wünsche euch schon mal viel Spaß, ein bisschen Derb, bisschen böse, bisschen lemon, have fun :D


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„Woran denkst du?“ Die helle Stimme reißt mich aus meinen Gedanken, mein geistesabwesender Gesichtsausdruck weicht dem üblichen Lächeln, kaum dass ich wieder in der Realität bin. Das Grinsen ist immer da, egal, was ich tue. Als wäre ich eine Statue und man hätte es eingemeißelt. Manchmal verrutscht es etwas und wirkt melancholisch, aber das scheint die Menschen nur noch stärker zu faszinieren. Der zierlichen Blonden neben mir scheint es jedenfalls so zu gehen. Sie strahlt mich unschuldig an. Wie naiv sie manchmal wirkt ist fast beeindruckend. Umsichtig drehe ich mich auf die Seite, sodass ich sie besser betrachten kann.

„Daran, dass ich dich wirklich mag“, erwidere ich ohne mit der Wimper zu zucken. Es ist nicht einmal gelogen. Ich mag sie. Ich mag es, sie zu benutzen, mehr als bei anderen. Das Unschuldige, das sie umgibt wie ein Schleier, zu zerstören und zu sehen, wie sie sich vor Lust und Leidenschaft verändert. Wie sich ihr wahres Gesicht zeigt. Sie ist leichter zu haben gewesen, als ich es gedacht hätte. Sie lässt sich auch ganz anders behandeln, als erwartet. Ich benutze sie, für den Sex und für den einen Moment, in dem mein Körper keine Langeweile und Leere spürt. Dann gehe ich. Ich bleibe nicht bei ihr, suche nicht ihre Nähe und ignoriere sie, sobald ich sie außerhalb dieser Momente sehe.

Es geht nur um Sex. Ansonsten interessiert sie mich wenig. Denke ich jedenfalls. Trotzdem lege ich dieses Mal die Arme um ihren zierlichen Körper, ziehe sie näher an mich heran. Deutlich spüre ich ihren nackten Rücken an meinem Oberkörper, die Wärme, die von ihr ausgeht. Sie kichert in meinen Armen, als würde ich sie kitzeln. Ihr Körper drückt sich gegen meine Berührungen, sie kuschelt sich weiter in die Umarmung. Wie ein kleines Kätzchen. Langsam fahren ihre Finger über meine Haut, ich kann das leichte Kribbeln spüren, das sie in mir auslöst.

Sie wirft mir über die Schulter ein strahlendes Lächeln zu, schnurrt mit einem leichten Zwinkern. Manchmal glaube ich, sie kann meine Gedanken lesen. Und noch bevor ich es mitbekommen habe, hat sie mir ein ehrliches Lächeln abgerungen. Sie ist so lieb. Bei ihr spüre ich fast so etwas wie ein schlechtes Gewissen. „Was ist denn los mit dir?“ Langsam dreht sie sich in meinen Armen, weiche Haut schrammt über meine, lässt mich kurz zittern. Sie fühlt sich gut an. Umsichtig lehnt sie ihre Stirn an meine, ihre kleinen Hände legen sich auf meine Schultern. Sie sieht mich aus ihren großen, braunen Augen an. Sie erinnern mich an ein Rehkitz, das ich als Kind im Wald gefunden habe.

Verletzt und nicht mehr in der Lage, vor mir wegzulaufen. Es lag einfach da, hat mich aus seinen riesigen Augen angesehen. Es hat mich erschreckt. Ich habe meinem Vater davon erzählt und er fragte mich, ob ich es „erlöst“ hätte. Es klang seltsam für mich als Kind. Inzwischen weiß ich, dass er Mitleid mit dem Tier hatte. Es muss sehr verzweifelt gewesen sein, doch Mitleid habe ich nie gespürt. Barmherzigkeit ist wohl etwas, das ich nicht empfinden kann. „Nichts.“ Ob die kleine Blonde in meinen Armen wohl auch leidet?

Ich würde es sicher nicht bemerken, soviel steht fest. Für sie würde ich gerne so sein, wie ich mich gebe. Sie verdient einen von diesen Gut-Menschen und keinen, der sie, ohne mit der Wimper zu zucken, ausliefern würde. Wenn sie wüsste, was ich heute getan habe, würde sie mich nicht so anlächeln. Sie würde nicht über meine Haut streicheln und sie hätte sich mir nicht so hingegeben. Aber das macht das Spiel aus. Ich weiß, dass es sie zerstören wird. Und ich genieße dieses Wissen, während sie mir vertraut.

Absurd? Vielleicht. Aber ich kenne ihr wahres Gesicht, ich weiß, dass sie nur so unschuldig tut. Wie ähnlich sie mir ist, weiß ich noch nicht. Aber ich mag sie, das ist keine Frage. Vielleicht mehr, als andere. Es gefällt mir, wie leicht sie mit sich spielen lässt. Das Spiel mit ihr bereitet mir mehr Freude, denn sie gibt mir mehr. Sie vertraut mir stärker. Würde ich von ihr verlangen aus dem Fenster zu springen, sie würde es tun. Ich habe Macht über sie. Und in gewisser Weise hat sie auch Macht über mich.

Sie beeinflusst mich. Sie schafft es allerdings subtiler als ich es je könnte. „Sonst bist du doch auch nicht so anhänglich“, stellt sie belustigt fest. Wortlos, ohne das einer Antwort zu würdigen, drücke ich sie enger an mich, verberge das Gesicht an ihrer Halsbeuge. Es wird sie zerstören. Ich fühle mich nicht besonders im Augenblick. Vielleicht werde ich auch krank… Langsam fahren ihre Finger meine Seiten entlang, wandern schließlich auf meinen Rücken. „Hast du etwa ein schlechtes Gewissen?“, raunt sie mir leise ins Ohr. Verächtlich und belustigt zugleich schnaube ich, meine Arme schließen sich fester um ihren Körper.

Sie ist angenehm warm. Nur ihre Frage ist dumm. Ich habe nie ein schlechtes Gewissen. Warum sollte ich auch? Ich habe schließlich nichts falsch gemacht. Doch sie schweigt wieder, streichelt einfach nur an meiner Wirbelsäule entlang. Ich bin furchtbar müde. So erschöpft wie in diesem Augenblick bin ich lange nicht mehr gewesen. Ich seufze nur leise auf, schließe meine Augen. Sie riecht wirklich gut. Eine Mischung, die ich nicht einmal beschreiben kann. Ein kurzer, flüchtiger Kuss streift meine Schläfe, ich kann spüren, wie sie dabei die Lippen zu einem Lächeln verzogen hat.

„Ich habe dich immer für schlauer gehalten.“ Ihre Stimme hat sich verändert. Sie wirkt nicht mehr so kindlich, wie ich es von ihr gewöhnt bin. Und auch, wenn die Worte von Enttäuschung zeugen, klingt sie belustigt. Ich kenne diesen Tonfall gut. Ich selbst benutze ihn häufiger. „Schlaf gut, Sherry…“ Das ist das Letzte, das ich von ihr höre, bevor ich in eine tiefe Dunkelheit gezogen werde.

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Ich bin nie zu spät. Ich verschlafe niemals, ich schlafe allgemein nicht viel. Nicht, weil mich irgendetwas wach hält, ich finde Schlaf nur nicht besonders interessant. Normalerweise träume ich auch nicht. Aber heute ist nichts normal. Ich bin nicht in meiner Wohnung aufgewacht. Mein Magen hat rebelliert, meine Glieder sind schwer, als hätte man sie mit Blei beschwert. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich mich übergeben und danach schlechter gefühlt als vorher. Und mein Nacken schmerzt.

Ich bin aus einem wirren Traum aufgewacht, in dem mich die kleine Blonde an einen Tisch geschnallt und langsam aufgeschnitten hatte. Sie hat mir alle Organe entnommen und mit meinem Blut gespielt. Die großen, Rehbraunen Augen hatten nichts erschrockenes mehr. Sie waren manisch. Ein beunruhigender Traum. Und als ich schließlich wieder ganz bei mir bin, habe ich sie entdeckt. Die Schlaftabletten, die neben dem Bett liegen. Tabletten zum auflösen, sie riechen genau so, wie das Getränk, dass sie mir gestern angeboten hat.

Sie hat mich reingelegt, ausgerechnet heute. Nachdem ich es geschafft habe, ihr einen großen Kunden vor der Nase wegzuschnappen. Heute hätte ich die Verträge unter Dach und Fach bringen können, das Projekt übernehmen können, für das sie seit fünf Jahren arbeitet. Es hätte ausgereicht, ihre Träume zu zerstören. Doch sie hat mich durchschaut. Und jetzt, während ich auf dem Weg in die Arbeit bin, sitzt sie sicherlich in dem Meeting, das ich angeordnet habe und das sie verpassen sollte. Nun bin ich es, die auf wackligen Beinen steht.

Die Menge des Betäubungsmittels ist wohl zu viel gewesen, oder ich vertrage es nicht. Ich muss immer wieder anhalten und mich übergeben. Ich habe die Kleine sträflich unterschätzt und mich von ihrem Äußeren täuschen lassen. Ich habe nicht erwartet, dass so etwas passieren würde. Erst recht nicht mit ihr. Dabei weiß ich, dass sie mir ähnlich ist. Ein dummer Fehler, der mich jetzt den Hals kosten kann.

Als ich im Büro ankomme, sehe ich sie schon vom Eingang aus. Das Meeting ist gelaufen, die Koreaner, die sich um sie scharen, sehen zufrieden aus. Sie grinsen, als hätten sie den Deal des Jahrhunderts gemacht. Das haben sie wohl auch. Sie schütteln der Blonden die Hand, verneigen sich kurz. Strahlen. Dann gehen sie. Inzwischen hat die Blonde meine Anwesenheit bemerkt, sie senkt den Kopf kaum merklich und grinst mich an. Triumphierend. Zum ersten Mal spüre ich noch etwas anderes: Ärger. Sie hat es geschafft, mich in meinem eigenen Spiel zu schlagen.

„Hast du es schon gehört?“ Raunt mir jemand von der Seite aus zu. Meine Augen blitzen kurz zu der jungen Frau, die mich angesprochen hat und ich schüttele den Kopf. Eine der Sekretärinnen, die gerne Klatsch und Tratsch in der Firma verbreiten. „Zoey hat gerade dafür gesorgt, dass die Firma einen Gewinn von 3 Millionen macht und gleichzeitig eine ganze Abteilung gefeuert“, erzählt sie mit verschwörerischem Tonfall. Für den Bruchteil einer Sekunde kneife ich die Augen zusammen, mustere die Blonde etwas ungläubig.

„Sie hat es natürlich nicht direkt verschuldet. Aber durch ihren Bericht hat sie unwissentlich eine Unterschlagung aufgedeckt. Die gesamte Marketing-Abteilung hat das Geld, das für die Informationsverbreitung über regenerative Energien gedacht war, einfach in die eigene Tasche gesteckt.“ Was für ein brillanter Schachzug von ihr! Das muss ich ihr neidlos eingestehen. Ich überlege schon seit Wochen, wie ich diese Unterschlagung aufdecken kann, ohne dass es auf mich zurück fällt. Eigentlich hatte ich gestern den ersten Schritt gemacht, es ihr anzuhängen. Dass sie so schnell reagieren könnte, habe ich nicht erwartet.

Ein Gutachten in ihrer Präsentation war wirklich ein genialer Schritt. Es scheint nötig, auch wenn es für die Präsentation völlig unerheblich war. Und die gesamte Abteilung dann vor diesem Millionenschweren Kunden direkt bloßzustellen – einfach beeindruckend. Sie ist fast schlimmer als ich. Und sie ist unglaublich gut… Wortlos lasse ich die Sekretärin stehen, gehe auf die Blonde zu. Sie hat mich ebenfalls keine Sekunde aus den Augen gelassen, zwinkert mir wieder zu. „Gut geschlafen?“, will sie herausfordernd wissen.

Mein Lächeln wird nicht schwächer, auch nicht, als ich ihr stumm in ihr Büro folge. Gelassen bleibt sie vor ihrem Schreibtisch stehen, lehnt sich langsam dagegen und mustert mich aus ihren braunen Augen. Sie sieht wortlos dabei zu, wie ich die Türe hinter mir abschließe und lächelt noch etwas breiter, als ich mich dagegen sinken lasse. „Nicht schlecht“, gebe ich bereitwillig zu. Ich habe mir schon immer einen Gegenspieler gewünscht, der mir ebenbürtig ist. Ich habe nur nicht gedacht, dass ich ihn schon gefunden hätte.

„Dachtest du wirklich, ich würde den Kopf für dich hinhalten?“ Die junge Frau vor mir atmet tief durch, wendet langsam den Kopf ab. Sieht aus dem Fenster hinter sich und dreht mir dabei den Rücken zu. Ich bin für sie keine Bedrohung, sie fürchtet sich keine Sekunde vor mir. Gut, das soll sie auch nicht. Obwohl ich gerade überlege, wie ich wieder aus dem Raum komme, nachdem ich sie aus dem fünften Stock geschubst habe, werde ich ihr nichts tun. „Ich habe dich unterschätzt, das muss ich leider zugeben. Nochmal passiert mir das nicht“, erwidere ich entspannt. Es wundert mich schon etwas, dass sie mich nicht hat auffliegen lassen.

Sie weiß, dass ich es war, die das Geld unterschlagen hat. Die drei Mitarbeiter der Marketingabteilung sind völlig ahnungslos in meine Falle getappt. „Du unterschätzt mich schon wieder. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich dich längst bloßstellen können!“, stellt sie scharf fest. Wut. Es scheint sie zu ärgern. Aber sie hat sich schnell wieder im Griff, lächelt bedeutungsschwer.

„Habe ich gesehen.“ Mein Herz schlägt fester als sonst. Unbemerkt von mir selbst habe ich mich auf sie zubewegt, bleibe nun direkt vor ihr stehen. Sie atmet wieder lange aus, schließt ihre Augen. Sie wirkt ausgelaugt. Ganz langsam lehnt sie sich nach vorne, lehnt ihre Stirn gegen meinen Bauch. Ihre Hände fahren langsam von meinen Beinen höher, gleiten einfach so unter meinen Rock. Die Türe ist abgeschlossen und ich lasse sie einfach gewähren.

Fahre kurz über ihre Haare. Sie hat zwar gewonnen, aber das Spiel scheint für sie anstrengender zu sein als für mich. Ihre geschickten Finger ziehen meinen Slip langsam tiefer, einfach so. Dann steht sie auf, sieht mir wieder fest in die Augen. „Du bist die Einzige, die beide Seiten kennt. Du bist die Einzige, die versteht!“ Das letzte Wort betont sie auf eine Art und Weise, bei der mir heiß wird. Ja, ich verstehe. Ob sie sich wohl auch manchmal danach sehnt, einfach aufzuhören mit diesen Spielchen? Ist diese liebe, gutherzige Frau, die ich so mag, wirklich nur Maskerade? Ihre Augen haben sich nicht verändert. Sobald sie mich ansieht, fangen sie an zu glitzern.

Genauso, wie ich ehrlich lächeln muss, wenn ich in ihre Augen sehe. Ihre Hände legen sich in meinen Nacken, als müsse sie sich an mir festhalten. Bestimmend drückt sie mich auf ihren Schreibtisch, ich sehe, wie sie mit den Zähnen knirscht. „Du bist die Einzige, die mich schwach macht“, raunt sie mir ins Ohr, „Aber ich lasse mich von dir nicht verarschen!“ Da ist sie wieder, die Wut. Lächelnd drehe ich den Kopf etwas, beiße einfach in ihren Hals. Es ärgert sie, dass ich sie genauso im Visier habe wie die anderen.

„Gib doch zu, dass es dir genauso Spaß gemacht hat!“ Mit den Worten wirbele ich wieder herum, drücke nun sie mit dem Oberkörper auf die Tischplatte. Ich presse meinen Ellenbogen gegen ihren Rücken, direkt zwischen ihren Schulterblättern und halte sie damit unten. Gleichzeitig lasse auch ich meine Hand unter ihren Rock gleiten. Sie versucht sich mit den Armen von der Tischplatte zu stoßen, doch je mehr sie sich wehrt, desto stärker wird es ihr wehtun.

Ich mache mir gar nicht erst die Mühe, den Slip auszuziehen und zerreiße den leichten Stoff einfach. Sie zuckt unter mir, knurrt wütend. Ich muss zugeben, so bestimmend und berechnend gefällt sie mir noch besser. Irgendwie schafft sie es, mich von sich zu stoßen und aus dem Gleichgewicht zu bringen. Schon im nächsten Moment schleudert sie mich gegen eine der Wände, vor Schmerz und Überraschung stöhne ich auf.

Sie packt meine Hände, drückt grob zu und fixiert sie neben meinem Kopf an der Wand. Gleichzeitig beißt sie in meinen Hals, so fest, dass ich wieder einen leisen Schmerzschrei ausstoße. Das Problem ist nur, dass es mich mehr anmacht, als ich erwartet hätte. Sie löst die linke Hand von meiner, greift einfach nach meiner Kehle und drückt etwas zu. Sieht mir dabei tief in die Augen, mit den großen Rehaugen, die vor Lust und Wut förmlich Funken sprühen.

„Ich hasse dich!“, flüstert sie zornbebend. Und trotzdem treffen wenig später ihre Lippen auf meine. Sie küsst mich, so hart und gierig, dass sie meine Lippe aufreißt. Ich schmecke Blut, doch das stört mich nicht weiter. Unruhig wühlen meine Finger durch ihre Haare, wieder drehe ich mich mit ihr und hebe sie gleichzeitig etwas hoch. Leise stöhnt sie in den Kuss, als ich mein Becken direkt auf ihr Geschlecht presse, ich kann spüren wie sie sich kurz anspannt. Aber sie ist nicht bereit, mir die Kontrolle zu überlassen. Sie stößt sich von der Wand ab, wieder stolpere ich ein paar Schritte rückwärts.

Flinke Finger greifen nach meiner Krawatte, lösen den Knoten und ziehen den Stoff von meinem Hals. „Das ist mein Sieg! Du wirst mir meinen Gewinn nicht nehmen!“, keucht sie gegen meine Lippen. Mein Herz schlägt noch schneller, als sie mich wieder auf den Schreibtisch drückt. Mein rechtes Handgelenk hat sie schneller gefesselt, als ich reagieren kann, zieht es jetzt grob über meinen Kopf. Sie ist zwar kleiner und schmächtiger als ich, aber in diesem Augenblick ist sie stärker. Die Schlaftabletten wirken noch immer und machen mich schlapp. So sehr ich mich auch dagegen wehre, irgendwann hat sie mich an ihrem Schreibtisch festgebunden.

Diese verdammten Tischbeine! Sie hat die Krawatte darum gewickelt und meine beiden Handgelenke so eng aneinander gebunden, dass meine Finger die Knoten nicht erreichen können. Jetzt liege ich hier, ohne meinen Slip, mit dem Rücken auf ihrem Schreibtisch und kann mich nicht mehr befreien. Sie genießt es, mir bei meinen hoffnungslosen Befreiungsversuchen zuzusehen. „Das Spiel ist noch lange nicht vorbei!“, stellt sie leise fest.

Verrückt, zum ersten Mal spüre ich so etwas wie Furcht in mir aufsteigen. Mein Herz schlägt mit jeder Sekunde schneller, mein Atem wird immer hastiger. Wenn ich nur wüsste, was sie vorhat! Gröber als nötig packt sie meine Beine, spreizt sie einfach und schiebt dabei meinen Rock höher. Ich hasse es, dass mein Körper so genussvoll darauf reagiert. Aber ich spüre ein deutliches, erregtes Ziehen direkt zwischen meinen Beinen und keuche leise auf. Das wird sie mir büßen! Sie mustert mich mit deutlicher Zufriedenheit, leckt sich langsam über die Lippen.

Und plötzlich wird mir klar, was sie will. Was sie vorhat. Mein Herz macht so einen starken Satz, dass ich zusammen zucke, meine Augen werden kurz größer. „Wag es ja nicht!“, warne ich sie heiser. Mein gesamter Körper verkrampft sich, ich beiße mir fest auf die Unterlippe. Das kann sie doch unmöglich hier tun! Ich will ihr einen Fluch an den Kopf werfen, da hat sie sich bereits zu mir runter gebeugt. Eine heiße, raue Zunge trifft ohne Vorwarnung auf meinen Kitzler, ich kann deutlich spüren wie explosionsartig die Erregung in mir geweckt wird. Heiser stöhnend werfe ich den Kopf in den Nacken, bäume mich etwas auf dem Tisch auf.

Ich will mich wehren und ihr widerstehen, doch sie kennt meinen Körper zu gut. Ihre Zunge zieht schnelle, kleine Kreise auf meiner Perle, lässt mein Becken immer wieder lustvoll zucken. Meine Arme reißen fest an den Fesseln, aber das bewirkt nur, dass sie sich fester in meine Handgelenke graben. Mit einer Hand hält sie mein Becken fest, die andere kann ich nicht spüren. Wenn ich gerade einen klaren Gedanken fassen könnte, würde ich mir Sorgen machen, doch so folge ich nur dem heißblütigen Rhythmus, den sie vorlegt. Dann hört sie plötzlich auf, genauso schnell, wie sie angefangen hat, zieht mich etwas näher auf die Tischkante zu. So weit, wie es meine Fesseln zulassen, dann spüre ich, wie sie mit zwei Fingern über mein Geschlecht wandert.

Mein Becken bebt und zittert bei den leichten Berührungen, drängt sich ihr fordernd entgegen. Sie lässt ihre Finger kurz in mich gleiten, dieses Mal zucke ich noch stärker zusammen. Doch sie lässt ihre Finger weiter wandern, tiefer. „Nein!“, höre ich mich selbst protestieren. Panisch, atemlos. Und dennoch deutlich erregt. Niemals würde ich zugeben, wie sehr es mich anmacht, was sie da vorhat. Dieses Geheimnis würde ich mit ins Grab nehmen. Und trotzdem weiß sie es. Langsam, fast schon zärtlich fahren ihre Fingerspitzen über meinen After, erschrocken keuche ich auf. Reiße energischer an meinen Fesseln und stöhne vor Schmerz auf. Mit einem Finger übt sie Druck auf meinen Anus aus, immer mehr, bis sie schließlich in mich eindringt.

Im ersten Augenblick spüre ich nur den brennenden Schmerz. Automatisch ziehe ich mich stärker um ihren Finger zusammen, verkrampfe mich und gebe einen leisen Schmerzlaut von mir. Ihr Finger ist noch ganz feucht und ich spüre, wie sie ihn immer tiefer in mich dringen lässt. Mit jedem einzelnen Millimeter scheint der Schmerz in mir stärker zu werden, fest beiße ich mir auf die Unterlippe, um nicht wieder aufzuschreien. „Hör… hör auf!“, verlange ich fast flehend. Langsam zieht sie den Finger wieder zurück, ein weiteres Stöhnen verlässt meine Lippen. Mein Kitzler pocht und pulsiert auf einmal so stark, wie ich es noch nie gespürt habe.

Allein die Vorstellung, was sie da gerade mit mir macht, lässt mich vor Erregung keuchen. Wieder stößt sie in mich, dieses Mal nicht so vorsichtig und wieder explodiert der Schmerz in mir. Leise wimmernd kneife ich meine Augen zusammen und spüre überrascht, wie ich meine Beine weiter spreize. Es fängt an, nicht mehr so sehr weh zu tun und ich schaffe es irgendwie, mich wieder etwas zu entspannen. Mit jedem weiteren Stoß fühlt es sich besser an, erregender. Dass es so intensiv sein würde, habe ich nicht gedacht.

Sie senkt den Kopf wieder, lässt ihre Zunge hauchzart gegen meine Perle flackern und lässt mich lauter stöhnen. Mein Becken zuckt gegen ihre Lippen, treibe dabei ihren Finger tiefer in mich. Mein Herz setzt vor Ektase einen Schlag aus, ich will mich ruckartig aufrichten und werde wieder von der Krawatte zurück gehalten. Die Hitze, die von meinem Becken ausgeht, scheint mich zu verbrennen. Unkontrolliert keuchend und zuckend winde ich mich auf ihrem Tisch, kralle mich haltsuchend in meine Fesseln und drücke den Rücken weiter durch.

Als sie dann auch noch anfängt, schneller in mich zu stoßen, kann ich mich nicht länger zurückhalten. Ich bewege mein Becken gegen ihre Finger, provoziere immer härteren Stößen. Ich kann den Schmerz noch leicht spüren, doch ich kann nicht leugnen, dass mich das noch etwas heißer macht. Ihre rhythmischen Stöße und ihre geschickte Zunge treiben mich immer weiter. Es dauert nicht lange, dann zeigt dieses Doppelspiel seine volle Wirkung. Ein starker Ruck geht durch meinen gesamten Körper, als sich meine gesamte Erregung in dem kleinen Punkt sammelt, der von ihrer Zunge gereizt wird und sich schließlich so schnell in meinem Körper ausbreitet, dass mir der Atem wegbleibt.

Ihr Finger bewegt sich so tief in mir, dass ich kleine Lichtblitze vor meinem inneren Auge sehen kann, der Orgasmus ist im ersten Moment so stark, dass ich alles um mich herum vergesse. Obwohl wir noch im Büro sind, stöhne ich laut auf und drücke meinen Hinterkopf fester auf die Tischplatte. Im nächsten Augenblick weicht die ganze Anspannung wieder aus mir, erschöpft und schwer atmend sinke ich auf die Tischplatte. Umsichtig, fast schon zärtlich zieht sie ihren Finger wieder zurück, bleibt noch einen kurzen Moment vor mir. Ich spüre ihren Atem noch an meiner Perle, sie keucht ebenfalls etwas schwerer.

Dann erhebt sie sich wieder, drückt kurz den Rücken durch und sieht mir triumphierend in die Augen. Als wollte sie sagen „Ich wusste, dass dir das gefällt“. Das wird sie büßen! Auf alle Fälle. Dafür muss sie bluten! Meine Wangen brennen vor Scham, doch ich bringe kein Wort heraus.

Das Klopfen an der Türe ist so laut, dass ich vor Schreck aufschreie und wieder ruckartig an meinen Fesseln reiße. „Zoey, ist bei Ihnen alles in Ordnung? Wir haben Schreie gehört!“, ertönt die Stimme ihres Assistenten von draußen. Einen Moment sieht sie zur Türe, legt den Kopf leicht schief. Als ihr Blick wieder auf mich fällt grinst sie frech. „Mach mich los!“, befehle ich zornig. Sie wird doch jetzt nicht gehen und mich so hängen lassen?! „Ja, alles in Ordnung. Das muss wohl von draußen gekommen sein“, erwidert sie entspannt. Hat diese Frau kein Schamgefühl? Sie zuckt nicht mal mit der Wimper...

Einen Augenblick breitete sich Schweigen in dem kleinen Büro aus, das einzige, das ich hören konnte, ist mein eigener Atem. „In fünf Minuten fängt das Team-Meeting an, soll ich Ihnen schon einen Kaffee bringen?“ Dieser Speichellecker. Keiner der anderen Assistenten war so kriecherisch wie ihrer! Es würde mich gar nicht wundern, wenn sie das von ihm so verlangen würde. „Nein. Sagen Sie das Meeting für mich ab!“ Ihre Hände legen sich wieder auf meine Hüften, drücken meinen Körper wieder etwas fester auf den Schreibtisch. „Ich habe noch zu tun“, ergänzt sie mit einem schelmischen Grinsen.
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