Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Dysfunctional

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Elijah Mikaelson Kol Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
13.06.2017
02.04.2021
28
35.320
19
Alle Kapitel
55 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
06.09.2019 1.008
 
Ein guter Krieger sollte wissen, wann er den Kampf verloren hatte. Theresa wusste es in dem Moment, als Kol drohte ihr Zuhause anzuzünden und im Anschluss ihre Familie umzubringen. Jedoch der Krieg war noch nicht vorbei, noch lange nicht.
„ Na gut, du hast gewonnen.“ Dies zauberte ein Lächeln auf Kols Lippen. Welches ihn wie den schönsten Mann auf der ganzen Welt wirken ließ. Jedoch sein Aussehen würde es niemals schaffen zu überdecken, dass er ein Monster war. Sie würde es niemals vergessen.
„ Ich komme mit dir. Lass mich kurz meine Sachen packen und mich von meiner Familie verabschieden.“ Doch Kol machte ihr einen Strich durch die Rechnung.
„ Dazu hättest du die Chance gehabt, wärst du heute Morgen mit dem Kutscher mitgegangen.“ Was? Das konnte nicht sein ernst sein.
„ Was, nein-“, wollte Theresa widersprechen doch Kol schüttelte nur seinen Kopf.
„ Entweder du kommst jetzt mit mir mit oder ich brenne das Haus ab.“ Wenn sie nicht den einzigen Ort, den sie Zuhause nannte, in Flammen aufgehen sehen wollte, hatte Theresa keine andere Wahl. Unzufrieden sich mit ihrem Schicksal fügen, trat sie aus dem Haus heraus. Im nächsten Moment war Kols Hand an ihrer Kehle. Quälend langsam drückte er ihre Luftzufuhr zu. Erst als schwarze Punkte vor ihren Augen tanzten, ließ Kol sie gehen. Nach Luft röchelnd, stolperte Theresa zurück.
„ Lass dies dir eine Lehre sein, dich mir nie wieder zu widersetzten.“

Kol nahm Theresa mit zu dem Anwesen seiner Familie. Die gute Nachricht war, dass sie bis zur Hochzeit ihr eigenes Schlafzimmer haben würde, ganz so wie es sich gehörte. Die schlechte Nachricht war, dass es direkt gegenüber von Kols Zimmer lag. Somit war es nur ein kurzer Weg für ihn, wenn er mal Lust auf seine Verlobte als sein Mitternachtssnack hatte.
„ Ich nehme an, ich muss mich bei dir bedanken, dafür, dass du mich gegen meinen Willen entführt und mir den Raum gezeigt hast, der für die nächste Zeit mein Gefängnis sein wird“, bedankte sich die junge Hexe sarkastisch, bevor sie in ihrem neuen Zimmer verschwinden wollte. Doch Kol, der alles andere als begeistert von ihrer Ironie war, hielt sie auf, indem er ihr Handgelenk umfasst. Ihr Handgelenk, an dem sich ihr Eisenkrautarmband befand. Als Kols Finger mit diesem in Kontakt kamen, fingen sie zischend an zu rauchen. Hissend ließ Kol sie blitzschnell los. Anhand seines Blickes bemerkte sie, dass er mit dem Gedanken spielte, dass Armband von ihrem Handgelenk zu reißen. Panisch weiteten sich Theresas Augen. Dies konnte sie nicht zulassen. Denn ohne ihr Armband würde Kol sie nach Strich und Faden manipulieren können. Sie wäre Wachs in seinen Händen. Das würde sie nicht mal zwei Tage überleben.
„ Ohne das wird mich jeder Vampir manipulieren können und dieses Haus wimmelt förmlich von euch Blutsaugern“, versuchte sie ihren Verlobten umzustimmen. Aber schnell bemerkte sie, dass dieses Argument ihr nicht helfen würde. Da würde sie stärkere Geschosse auffahren müssen. Sich weit aus dem Fenster lehnen, natürlich nur metaphorisch, lächelte sie den Urvampir sanft an.
„ Ich bin deine Verlobte, Kol“, begann sie und ging sogar so weit ihm vorsichtig ihre Hand auf den Arm zu legen. Zu ihrer Überraschung schien Kol es nicht zu stören. Im Gegenteil, ihr Stimmungswechsel schien ihm sogar zu gefallen. Das musste Theresa sich im Hinterkopf behalten.
„ Andere Vampire werden versuchen über mich an dich heranzukommen. Dieses Armband hier ist das einzige was verhindert, dass sie mich manipulieren.“ Vorsichtig suchte sie seinen Blick, hoffte, dass das ihn überzeugen würde.  Es auf diesem Weg zu versuchen, war ziemlich egal. Immerhin war Kol unberechenbar. Unberechenbar und grausam. Sie konnte sich sogar vorstellen, dass er ihr aus purem Spaß das Armband abnahm und dann zusah, wie andere Vampire sie manipulierten. Doch zu ihrer Überraschung trat Kol einen Schritt zurück.
„ Wenn du nicht tust, was ich will, ist das Armband ab, verstanden Darling?“ Eilig nickte Theresa. Sie wollte ihn nicht noch mehr herausfordern, nicht heute. Zufrieden sie anlächelnd, machte der Urvampir auf der Stelle kehrt. Als er sich einige Schritte entfernt hatte, fuhr sie sich erschöpft übers Gesicht. Puh, war das knapp gewesen.
Kurz bevor Kol am Ende des Ganges aus Theresas Sichtfeld verschwand, kam der jungen Hexe eine Idee. Sie konnte es sich nicht leisten, dass irgendein Vampir ihr das Armband abnahm. Dann wäre sie eine viel zu einfache Beute.
„ Hey Kol“, rief sie und ihr Verlobter blieb wie angewurzelt stehen. Als er sich langsam zu ihr umdrehte, war Unglauben auf seinem Gesicht zu sehen. Kein Wunder, wer hätte schon erwartete, dass sie freiwillig mehr Zeit mit ihm verbringen würde als unbedingt nötig war? Dass sie freiwillig mehr Worte ihm gegenüber benutzte, als unbedingt nötig war?
„ Ihr habt doch sicher eine Bibliothek?“ Unsicher tat sie ein paar Schritte auf ihn zu. Für ihren Plan brauchte sie ein Grimoire. Da sie schlecht zu ihrer Familie zurückfahren konnte, um dort nach einen passenden Zauber zu suchen, musste sie sich etwas anderes einfallen lassen. Mit ein bisschen Glück, würde sie in der Bibliothek Grimoires von Hexen finden, die die Mikaelsons getötet hatten.
„ Natürlich, soll ich dich hinführen“, bot er an, was ein strahlendes Lächeln auf ihre Lippen zauberte. Ein Lächeln, welches sie in der Gegenwart von Kol noch nie gezeigt hat. Ganz in seiner eigenen Welt starrte der Vampir sie an, sodass sich Theresa unwohl fühlte.
„ Ist alles ok?“, fragte sie, als sie neben ihm zu stehen kam. Sich fassend, lächelte Kol auf sie hinab.
„ Alles in bester Ordnung, wollen wir?“ Wie ein wahrer Gentleman bot er ihr seinen Arm an. Doch als er bemerkte, dass Theresa zögerte ihn zu ergreifen, zog er ihn schnell wieder zurück. Was hatte er sich überhaupt dabei gedacht? Theresa schnaubte in ihrem Inneren auf. Vielleicht hatte sie gerade einen Schritt auf ihn zugetan. Aber es würde nicht lange dauern, da würde er wieder etwas tun, was sie etliche Schritte von ihm entfernen würde. Da war sich die junge Hexe sicher. Niemals würde sie gut mit Kol Mikaelson auskommen können. Denn würden sie sich mal einigermaßen gut verstehen, würde er es wieder ruinieren. Denn Kol war ein Monster und sowas hatten sie einfach an sich.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast