Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Dysfunctional

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Elijah Mikaelson Kol Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
13.06.2017
19.04.2021
29
36.675
19
Alle Kapitel
55 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
26.02.2019 1.576
 
Endlich ist es soweit! Ein neues Kapitel ist am Start und ich muss mich wohl bei euch entschuldigen, dass es so lange gedauert hat. Aber ich war in der Zwischenzeit nicht untätig. Ich habe mein Abitur gemacht, das erste Semester Medizin erfolgreich hinter mich gebracht und mein erstes eigenes Buch beendet. Wann das nächste Kapitel kommt, kann ich leider beim besten Willen nicht sagen, da mich mein Studium und soziales Leben ziemlich auf Trab hält.
Trotzdem danke an alle, die immer noch die Geschichte verfolgen.








Kurz darauf war Kol wohl mit seinem Aussehen zufrieden. Jedenfalls wandte er sich vom Spiegel ab und trat auf Theresa zu. Diese schloss kurz ihre Augen. Diese Beziehung war ihr Untergang. Wie hatten ihre Eltern ihr nur dies antun können? Kol würde sie brechen, sie zerstören.
„ Kommst du Darling?“ Mit einem Seufzer öffnete das junge Mädchen ihre Augen, nahm Kols dargebotene Hand und ließ sich von ihm auf die Beine ziehen. Am liebsten würde sie so viel Abstand zwischen sich und ihm bringen, wie es nur möglich war. Am liebsten würde sie einfach schreiend aus dem Haus rennen. Aber sie hatte Angst vor den Konsequenzen. Also machte sie eine gute Miene zum bösen Spiel und ließ sich Kol zum Ballsaal führen. Dort waren schon alle wichtigen Leute aus der Umgebung versammelt. Keiner von ihnen achtete auf die beiden, als sie den Saal betraten. Niemand sah, wie sehr sie schon unter seiner Anwesenheit, seiner Berührung litt.  Außer Niklaus. Dieser hatte wohl auf ihre Ankunft gewartet. Denn kaum waren sie da, bat er schon um Stille.
„ Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind. Wir haben uns heute hier versammelt, um die Verlobung von meinem Bruder Kol Mikaelson mit der bezaubernden Theresa Vanderbilts zu feiern.“ Nun blickten sich alle zu Kol und Theresa um. Theresa, der die Blicke unangenehm waren, wollte ihre Augen senken. Doch Kols Blicke reichte aus, um dies nicht zu tun. Sie wollte ihn nicht verärgern, nicht wenn er sonst ihr Genick brechen würde. So sah wohl ihre Zukunft aus. Voller Angst um ihr Leben in seiner Gegenwart. Anstatt also auf den Boden zu blicken, lächelte sie tapfer und hoffte, dass Niklaus seine Rede fortsetzte. Was er auch tat.
„ Ich hoffe, sie schließen sich unseren Tost auf das frisch verlobte Paar an“, während Niklaus dies sagte, kamen von überall Diener und reichten den Gästen Gläser.
„ Auf Kol und Theresa.“ Den beiden zuzwinkernd, hob der Urvampir sein Glas.
„ Auf Kol und Theresa“, echoten die Gäste, bevor sie tranken. Theresa lehrte ihr Glas in einem Zug. Je weniger sie von dem heutigen Abend mitbekam, umso besser. Sie wollte schon nach einem weiteren Glas greifen, doch Kol machte ihr einen Strich durch die Rechnung.
„ Nicht so hastig Darling. Jetzt wird erst mal getanzt.“

Eins musste Theresa zugeben, Kol war ein guter Tänzer. Dies würde sie aber niemals vergessen lassen, was für ein Monster er war. Seinen Blick ausweichend, beobachtete sie die anderen Paare aus der Tanzfläche. Jeder in dem Raum sah glücklicher aus, als sie sich fühlte.  Sie waren wahrscheinlich auch alle glücklicher. Für sie alle war es ein ganz normaler Ball, bei dem man seine Beziehungen pflegen konnte. Für Theresa war es der erste Schritt in ihre Gefangenschaft.
„ Du siehst heute Abend umwerfend aus“, hauchte Kol und sein Atem kitzelte an ihrem Ohr. Unbewusst rückte sie weiter von ihm ab. Auch wenn sie auf zwei verschiedenen Erdhalbkugeln wären, wäre nach ihrem Geschmack der Abstand zwischen den beiden nicht groß genug. Unweigerlich musste sie sich fragen, wie viel Beherrschung es ihn kostete sie nicht hier und jetzt auf der Tanzfläche zu beißen. Ihr Blut bis auf den letzten Tropfen auszutrinken. Denn nach allem was sie über ihn gehört hatte, besaß er nicht viel Beherrschung.
„ Seh mich an wenn ich mit dir rede“, befahl Kol im nächsten Moment, während er hart nach ihrem Kinn griff und sie dazu zwang in seine Augen zu sehen. Seine gefährlich funkelnden braunen Augen. Vor lauter Angst schluckte sie schwer. Doch zum Glück endete in diesem Moment das Lied. Theresa nutzte diese Chance und bevor Kol sich versah, hatte sie sich schon von ihm losgemacht. Sie sah noch die Wut in seinen Augen aufflackern, dann kam schon ihre Rettung in Form von niemand geringeren als Niklaus. Das hätte sie niemals geglaubt, hätte ihr das jemand jemals erzählt. Dass sie mal froh war, Klaus, den Albtraum ihrer Kindheit, zu sehen.
„ Darf ich meine zukünftige Schwägerin um einen Tanz bitten?“ Obwohl es um Theresa ging, war die Frage an Kol gerichtet. Sie wurde das Gefühl nicht los, dass es in der Zukunft immer so sein würde. Aber niemals, nur über ihre Leiche, würde es soweit kommen, dass sie jemals Kol um Erlaubnis fragte etwas tun zu dürfen. Sie war immer noch ein eigenständiger Mensch, ob sie einen Urvampir als Verlobten hatte oder nicht.
„ Natürlich Bruder.“ Gezwungen lächelte Kol Klaus an und allen dreien war klar, dass er am liebsten verneint hätte. Aber aus einen, für Theresa unerklärlichen Grund, tat er es nicht. Höflichkeit konnte es nicht sein, Kol war nicht höflich. Sich nicht weiter damit stören, griff sie nach Klaus Hand und ließ sich von ihm einige Meter wegführen.
„ Kol stoppt vor nichts, damit er bekommt, was er will“, begann Klaus, nachdem die beiden angefangen hatten zu tanzen. Dieses Gefühl hatte sie auch. Wenn es sich bewahrheite, würde es ihr in der Zukunft viele Qualen bereiten. Unschlüssig wieso er ihr das jetzt erzählte, blickte Theresa Niklaus an. Dieser bemerkte ihren Blick.
„ Kol will dich, seitdem er dich bei dem letzten Ball unserer Familie, an dem du teilgenommen hast, gesehen hat.“ Fassungslos schnappte Theresa nach Luft. Der Ball von dem Niklaus sprach, war fast zwei Jahre her. Sie wollte nicht glauben, dass seitdem Kol an ihr Interesse hatte, vor allem nicht so lange. Jemand wie er, musste doch schon längst sein Interesse an ihr, wenn es die jemals gab, verloren haben. Dies sagte sie auch seinem Bruder, worauf dieser nur lachte.
„ Kol kann sehr besessen von einer Sache sein, bis er sie eben bekommt. Mit eurer Verlobung habe ich ihm geholfen und dir einige Schmerzen erspart.“
„ Willst du damit sagen, dass ich dir dankbar sein soll?“ Spöttisch hob Theresa eine Augenbraue. Sie wusste auch wirklich nicht, wann sie leise sein sollte. Doch zu ihrem Glück nahm Niklaus daran keinen Anstoß. Hätte ihr auch noch gefehlt, noch einen Urvampir zu verärgern.
„ Ja das meine ich damit.“  Sich beherrschend, damit sie Niklaus nicht anschrie, biss Theresa die Zähne zusammen. Sie war ihm alles andere als dankbar. Wäre er nicht gewesen, wäre sie gar nicht erst in dieser Situation. Doch würde sie ihm das sagen, würde er ihr wahrscheinlich das Herz herausreißen. Daher behielt Theresa ihre Gedanken für sich, während sie sich von Niklaus Mikaelsons über die Tanzfläche führen ließ.
Als das Lied endete und ihr Tanz mit Klaus beendet war, wurde Theresa gleich von Elijah Mikaelson aufgefordert. Zwar kam sie sich so vor, als würde sie zwischen den Brüdern hin und her gereicht werden, aber sie lehnte nicht ab. Mit ihm zu tanzen, war tausendmal besser als Zeit mit Kol zu verbringen. Denn von allen Mikaelsons mochte das junge Mädchen Elijah noch am meisten. Das hatte aber nicht viel zu bedeuten. Sie hasste alle miteinander. Rebekah war ein verwöhntes Biest, Niklaus der Teufel im Person, Kol ein blutrünstiges Monster und Elijah gab sich zwar nobel, aber wenn es darauf ankam, da war sie sich sicher, war er ebenso schlimm wie seine Geschwister. Am Ende waren sie alle gleich, sie alle waren Bestien in Menschengestalt. Trotzdem musste Theresa zugeben, dass der Tanz mit Elijah bisher der beste Tanz, am Abend gewesen war. Ebenso wie seine Brüder konnte er wahrhaftig gut tanzen und er war dabei sogar nett zu ihr.  Das war mal etwas ganz neues.
„ Wie gefällt dir der Ball bisher?“, fragte er und nahm seine schokoladenfarbenen Augen nicht von ihr, als er sie um ihre eigene Achse drehte. Theresa wusste nicht wieso, aber aus irgendeinem ihr unbekannten Grund, gaben seine Augen ihr Trost. Wenn sie in sie blickte fühlte sie sich nicht mehr so verloren und einsam.
„ Ich wurde erzogen nicht zu lügen. Aber ich müsste es, würde ich sagen, dass es mir gefällt.“ Beschämt aber ehrlich blickte sie zu Boden. Sie wollte einfach nur hier weg, sich in ihrem Bett verkriechen und niemals wieder hervorkommen.
„ Ich nehme an deine Beziehung zu Kol ist nicht ideal?“ Nicht ideal, so konnte man es auch beschreiben. Ihr Schweigen als Antwort nehmend, fuhr Elijah vor.
„ Hinsichtlich dessen, kann ich dich beruhigen. Habt ihr euch erst mal besser kennengelernt, werdet ihr euch besser verstehen.“ Irgendwie bezweifelte Theresa dies. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass Kol nett zu irgendjemand war. Ganz geschweige davon, dass er nett zu ihr war. Außerdem bezweifelte sie auch, dass ihr Verlobter in der Lage war, für andere Personen etwas zu empfinden was über Wut, Hass oder Verlangen hinausging. Kol war nicht in der Lage zu lieben, da war sie sich sicher. Umso mehr Angst hatte sie vor ihrer Ehe. Wie sollte sie ihr Leben an der Seite eines Monsters nur aushalten? Mit diesem Gedanken im Hinterkopf lächelte sie Elijah traurig an.
„ Ich kann mir das nicht vorstellen.“ Dann war auch schon der Tanz zu Ende. Sie ließ noch zu, dass er einen Kuss auf ihren Handrücken hauchte, dann verschwand sie von der Tanzfläche. Sie kam aber keine zwei Schritte weit, bevor sie hart am Oberarm gepackt wurde.
„ Sieh an, sieh an, wenn das nicht die glückliche Verlobte ist.“
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast