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Dysfunctional

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Elijah Mikaelson Kol Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
13.06.2017
19.04.2021
29
36.675
19
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Dieses Kapitel
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07.02.2021 1.104
 
Es waren die längsten Sekunden in Theresas ganzem Leben. Fassungslos und ängstlich erwiderte sie Elijah Mikaelsons Blick. Sie konnte ihr ganzes Leben an ihrem inneren Auge vorbeiziehen sehen, erinnerte sich wieder an das Leben mit Kol. An die schrecklichsten Wochen ihres Lebens. Dann ließ Elijah seine Augen weiter über die Menge wandern und die Vampirin konnte ihr Glück nicht fassen.
Ihre Hand auf das wie wild schlagende Herz drückend, wandte sie sich schnell von ihrem Schwager ab. Er hatte sie nicht erkannt. Für ihn war sie nur eines der vielen Gesichter in der Menge. Das wunderte sie nicht. Immerhin dachte er, dass sie seit 336 Jahren tot war.
Nicht zurückblickend, eilte sie in die Richtung, aus der sie auch gekommen war. Sie musste einfach nur weg, so viel Abstand wie nur möglich war zwischen sich und ihn bringen. Hätte sie erstmal die nächste Straßenecke erreicht und wäre aus seinem Gesichtsfeld entschwunden, würde sie anfangen zu laufen. Sie würde laufen und laufen und sich nie umblicken. Das hätte sie schon ab dem Moment machen sollen, wo die Vanderbilts sie aus ihrem Haus geschmissen hatten.
Sich über sich selbst ärgernd, nahm Theresa den Luftrausch viel zu spät wahr. Im nächsten Moment stand Elijah Mikaelson vor ihr und hatte, bevor sie reagieren konnte, nach ihrem Handgelenk gegriffen. Außer der Frisur und der Kleidung hatte sich ihr Schwager nicht verändert. Jedenfalls äußerlich nicht. Wie erstarrt ließ sie zu, wie er ihre Hand hob, an deren Ringfinger ihr Verlobungsring und Ehering im Sonnenlicht glitzerten.
Es war nicht so, dass Theresa nie versuchte hatte den verfluchten Ehering abzunehmen. Sie hatte es wirklich versucht. Sie hatte daran gerissen, sie hatte daran gezogen und er hatte sich um keinen Millimeter bewegt. Es war fast so, als würde ein Zauber auf dem Ring liegen. Angesicht der Tatsache, dass von den Mikaelsonbrüdern Kol ihr Ehemann war, war es gar nicht mal so unwahrscheinlich.
„ Du bist es wirklich“, hauchte Elijah, kaum hatte er die Ringe gesehen. Fassungslos blickte er sie an, als würde er einem Geist gegenüberstehen. Dabei stand doch nur seine totgeglaubte Schwägerin vor ihm.
„ Dir auch ein herzliches Hallo, Elijah“, schwach lächelte sie den Urvampir an. Natürlich freute sie sich nicht ihn zu sehen. Sie würde sich niemals über seinen Anblick freuen können. Dafür verband sie mit ihm und seiner Familie zu viele schlechte Erinnerungen, dafür hatte sie vor seiner Familie zu viel Angst.
„ Klaus wird wissen wollen, dass du noch am Leben bist.“ Sein Griff um ihren Arm verstärkte sich, als er Anstalt machte sie zu dem Anwesen der Mikaelsons zu bringen. Aber nicht mit ihr. So leicht würde Theresa nicht aufgeben. Sie hatte sich in den letzten Jahren nicht so viel Mühe gegeben, um den Urvampiren wieder in die Hände zu fallen, um Kol wieder zu begegnen.
„ Bitte, Elijah“, mit aller Kraft, die sie aufbringen konnte, versuchte sie sich aus seinem Griff zu winden. Jedoch er war einfach stärker. „ Bring mich nicht zurück zu ihm, er wird mich zerstören“, flehte sie, wobei ihr im Hinterkopf bewusst war, dass dies sinnlos war. Er hatte ihr schon vor 336 Jahren nicht geholfen. Er hatte einfach mit angesehen, wie sie, das hilflose junge Mädchen, an das Monster von einem Bruder verheiratet wurde. Er hatte nichts dagegen unternommen, als Kol ihre Eltern umgebracht hatte. Das alles würde sie ihm nicht vergessen. Von wegen der vornehme Urvampir mit dem Ehrgefühl. Elijah Mikaelson war nicht besser als seine Geschwister, auch er war ein schreckliches Monster.
„ Ich kann dir nicht helfen Theresa.“ Es anscheinend nicht mal bedauernd, wollte er mit seinem Plan fortfahren. Doch sie würde sich nicht von der Stelle bewegen. Sie würde niemals mit ihm irgendwohin gehen. Wild um sich schlagend, versucht sie sich zu wehren. Trotzdem schaffte es Elijah, wenn auch nur mühselig und langsam, sie in die Richtung zu schleifen, in der das Anwesen der Mikaelsons lag.
Bald hatte Elijah von ihren Verhalten genug, denn urplötzlich blieb er stehen. Einen kurzen Moment hoffte Theresa, dass er sie wirklich laufen lassen würden, dass der Gott im Himmel es wirklich gut mit ihr meinen würde.
„ Es tut mir leid, Theresa.“ Diesmal lag wirklich Bedauern in dem Blick ihres Schwagers. Aber bevor sie fragen konnte, weshalb er sich entschuldigte, geschweige denn reagieren konnte, waren seine Hände schon vorgeschnellt. Das Letzte, was sie spürte, war ein stechender Schmerz im Nacken, dann wurde alles schwarz.

Fluchend richtete sich Theresa von dem weichen Gegenstand auf, auf dem sie bis eben gelegen hatte. Die Vampirin brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass sie in einem großen Bett lag. Elijah Mikaelson, ihr Schwager, hatte ihr doch tatsächlich ihr Genick gebrochen. Sie konnte es nicht fassen. Wie hatte er ihr das antun gekonnt? Mit zusammengekniffenen Augen blickte sie sich panisch im Raum um. Theresa musste hier weg, bevor Kol, Klaus oder gar Elijah auftauchten. Sofort fiel ihr Blick auf die offene Glastür, die zum Balkon führte. Die Gardinen flatterten im sachten Wind und boten die perfekte Fluchtmöglichkeit. Auf ihre Beine springen wollte sie aus dem Raum rennen. Jedoch bevor sie die Glastür erreichen konnte, wurde sie von etwas Starkem zurück aufs Bett geworfen. Jegliche Luft wurde ihr aus der Lunge gedrückt und Schmerz durchzuckte ihren Rücken. Doch das alles ignorieren, wollte sie wieder aufstehen und, wenn es nötig war, ihren Weg freikämpfen. So weit kam es aber nicht. Eine Hand drückte ihre Kehle zu und pinnte sie auf die weiche Matratze.
„ Ah meine Lieblingsschwägerin ist aufgewacht“, schnurrte eine Stimme, die sie überall wiedererkennen würde. Eine Stimme, die sie manchmal in ihren Albträumen verfolgte.
„ Niklaus“, zischte sie, während ihre Fingernägel, bei dem Versuch seine Hand von ihrer Kehle zu lösen, über seine Haut kratzten.
„ Wirklich sehr unhöflich von dir, uns schon so schnell verlassen zu wollen.“ Auf Klaus Lippen bildete sich ein diabolisches Lächeln, welches Theresa nicht vermisst hatte. Insgesamt hatte sie weder ihn, noch seine anderen Geschwister vermisst.  „ Vor allem da sich dein Ehemann noch von seinem Zusammenstoß mit einem silbernen Dolch erholen muss.“ Also hatte Klaus Kol mal wieder erdolcht. Das wunderte die Vampirin nicht. Sie hätte es an Klaus Stelle auch getan. „ Und solange er noch nicht aufgewacht ist, liegt es an mir, einen weiteren deiner Fluchtversuche zu vereiteln.“ Kaum hatten die Worte seinen Mund verlassen, ertönte das laute Knacken von Theresas Genick und ihr Körper erschlaffte in seinem Griff.



Klaus und Elijah sind zurück! Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ihr auch Kol wiederseht. Ich hoffe, das Kapitel hat euch allen gefallen. Wenn euch die Geschichte insgesamt gefällt und ihr das nächste Kapitel nicht erwarten könnt, dann schreibt doch ein Review und/ oder empfehlt die Geschichte weiter, damit auch andere auf die Geschichte stoßen.
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