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Dysfunctional

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Elijah Mikaelson Kol Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
13.06.2017
19.04.2021
29
36.675
19
Alle Kapitel
55 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
29.01.2021 1.350
 
Vielen herzlichen Dank Alexisrhodes1984 für das Review und wer auch immer die Geschichte weiterempfohlen hat fühlt sich bitte gedrückt.
Da ich es nicht abwarten konnte, kommt heute schon das nächste Kapitel.

Das Mädchen hatte darauf Theresa ins Haus eingeladen und es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mädchen, um Daphne Vanderbilt handelte. Die Urururururururururenkelin von Phillip oder so in der Art. Die Vampirin war sich nicht ganz sicher, wie viele Generationen wirklich zwischen ihrem kleinen Bruder und dem Mädchen vor ihr lagen.
„ Woher weißt du, wer ich bin?“, platze die Frage, die ihr schon die ganze Zeit auf der Zunge brannte, heraus. Seitdem das Mädchen voller erstaunen festgestellt hatte, dass sie Theresa Vanderbilt war, ohne das die junge Frau so etwas in die Richtung erwähnt hatte, fragte sie sich das schon. Ihr war auch keine logische Erklärung dazu eingefallen. Es machte einfach keinen Sinn. Zwischen ihr und Daphne lagen mehr als dreihundert Jahren. Sie bezweifelte, dass ihr Name von Generation zu Generation weitergegeben wurde, oder in einem Grimoire stand. Immerhin war sie mit gerade als siebzehn Jahren von der Bildfläche verschwunden, nachdem sie einen Mikaelson geheiratet hatte.
„ Meine Mutter hat mir immer die Geschichte von Theresa Vanderbilt erzählt. Die wunderschöne Hexe, die ein Monster zum Mann nahm und alles opferte, um ihre Geschwister zu retten“, erklärte Daphne, voller Stolz auf ihrem kindlichen Gesicht. Traurig blickte Theresa das kleine Mädchen an. Leider unterschied sich ihre Geschichte, von der von vielen anderen Leuten. Denn ihre Geschichte hatte kein Happy End. Nie war ein Ritter gekommen, um die wunderschöne Hexe vor dem Monster zu retten. Vielleicht lag es daran, dass nur Prinzessinnen von Rittern gerettet wurden? Jedenfalls hatte die Hexe selbst handeln gemusst. Um dem Monster zu entkommen, war sie selbst zu einem geworden.

Daphne und Theresa redeten noch einige Zeit und Theresa erfuhr alles, was sie wissen wollte. Obwohl das Mädchen vor ihr noch ziemlich jung war, kannte sie sich hervorragend mit der Geschichte ihrer Familie aus. Wirklich beeindruckend. Theresa hätte ihr stundenlang zuhören gekonnt. Daraus wurde leider nichts, da Daphnes Eltern nach Hause zurückkamen.
„ Wer sind Sie?“, verlangte eine hochgewachsene braunhaarige Frau zu wissen und kam damit ihren blonden Mann zuvor. Langsam trat sie vor und stellte sich schützend vor ihre Tochter, als wüsste sie, dass Theresa kein Mensch war. Aber hätte die junge Frau der Familie vor sich etwas Böses gewollt, hätte sie schon längst gehandelt. Vorsichtig erhob sich die Vampirin aus ihrem Sessel und schenkte dabei den Erwachsenen ein beruhigendes Lächeln.
„ Ich bin Theresa Vanderbilt“, stellte sie sich nach einem Moment überlegen vor. Einen Moment hatte sie sich gefragt, ob sie sich als Theresa Mikaelson vorstellen sollte. Immerhin war das ihr richtiger Name und vielleicht kannten die Eltern von Daphne sie unter diesem Namen. Jedoch als sie den Schock in den Augen der beiden erwachsenen Hexen sah, wusste sie, dass sie richtig gehandelt hatten. Fabienne und Arthur Vanderbilt wussten ganz genau, wer dort vor ihnen stand.
„ Das-das kann nicht sein-“, stotterte Fabienne während ihr Mann sich schützend vor sie und ihre Tochter stellten. Als würde das etwas bringen, wenn Theresa ihnen etwas tun wollte. Wäre diese Situation nicht so verdammt wichtig, hätte sie deshalb vielleicht geschmunzelt.
„ – Sie sind tot, die Mikaelsons haben Sie und Ihre Eltern umgebracht.“ Als hätte sie einen Geist gesehen, blickte Fabienne sie an. Jetzt konnte sich Theresa doch nicht ein leichtes Lächeln verhindern. Schmunzelnd strich sie ihre Kleider glatt.
„ Ja ich bin gestorben- mit Vampirblut im Körper.“ Ein total unnötiges Geständnis, denn es mussten den beiden längst schon klar gewesen sein. Es war die einzige Möglichkeit, wieso Theresa hier stehen konnte und immer noch am Leben war.
„ Halten Sie sich von meiner Familie fern, Sie Monster“, fauchte Fabienne ängstlich. Verletzt trat Theresa einen Schritt zurück. Das hatte sie nicht erwartet. Sie hatte alles für diese Familie, für Emeline und Phillip geopfert und damit dankte man ihr? Gegen die Tränen ankämpfen, schüttelte sie ihren Kopf.
„ Sie verstehen das nicht, ich will Ihnen nichts böses-“, begann die junge Frau, wurde aber unterbrochen als Arthur Vanderbilt seine Hand hob. Unbeschreibliche Schmerzen breiteten sich in ihren Kopf aus. Ihre Lippen zu einem Schrei formen, sank Theresa auf die Knie. Sie wusste ganz genau, was er ihr hier gerade mit seiner Magie antat. Dabei würde er ohne sie nicht hier sein, sie alle würden ohne sie nicht hier sein.
„ Hör auf! Du tust ihr weh!“, hörte Theresa am Rande Daphne verzweifelt schreien. Doch die Eltern hörten nicht auf ihre Tochter.
„ Sie sind keine Vanderbilt! Sie sind ein Monster!“, donnerte Arthur mit seiner Magie ihr immer noch ein Aneurysma verpassen. Ihre Hände auf ihre Schläfen gepresst, blickte Theresa zu ihm hoch. Seine Worte verletzten sie mehr als sie sollten. Seine Worte verletzten sie mehr als seine Magie.
„ Setzten Sie nie wieder ein Fuß in dieses Haus und schauen Sie meine Familie nie wieder an.“ Kaum hatten die Worte Arthurs Mund verlassen, hörte der Schmerz auf. Arthur Vanderbilt hatte seinen Punkt deutlich gemacht, wie auch Theresa Vanderbilt ihren Punkt klarmachen würde. Sich langsam aufrichtend, strich sie sich ihre Kleider glatt. Für einen kurzen Moment hatte sie wirklich überlegt ihm hier und jetzt die Kehle aufzureißen, für das was er getan hatte. Aber so schnell ihr der Gedanke gekommen war, so schnell hatte sie ihn verworfen. Sie schämte sich sogar dafür, dass sie es, wenn auch nur für wenige Sekunden, in Erwägung gezogen hatte. Die junge Frau hatte alles in ihrem Leben getan, um ihr kleine Geschwister und deren Nachfahren zu schützen. Sie würde immer noch alles in ihrer Macht Stehende tun. Denn vielleicht wollten sie mit ihr nichts zu tun haben, vielleicht tat das mehr weh als sich selbst ein Messer in den Brustkorb zu rammen, aber das würde sie noch lange nicht davon abhalten, ein Auge auf sie zu haben. Theresa Vanderbilt würde Phillips Nachkommen beschützen, komme was wolle.

Ohne einen Blick zurückzuwerfen, war Theresa mit schweren Herzen aus dem Haus geflüchtet und irrte jetzt ziellos durch die Straßen von New Orleans. Sie wusste nicht, was sie tun sollte. 336 Jahre hatte sie nur ein Ziel gehabt, die Nachfahren ihrer Geschwister zu finden. Jetzt hatte sie dieses Ziel erreicht. Sie hatte die letzten lebenden Vanderbilts gefunden. Aber es war nicht so verlaufen wie sie es sich vorgestellt hatte, wie sie es sich immer erträumt hatte. All die Jahre hatte Theresa gedacht, dass die Vanderbilts sie willkommen heißen würden und Theresa mit ihnen leben würde. Dass diese Vorstellung illusorisch war, war ihr spätestens jetzt klar. Die Nachkommen von Phillip wollten nichts mit ihr zu tun haben, sie dachten, sie wäre ein Monster. Als Theresa noch eine Hexe gewesen war, hatte sie das Gleiche über Vampire gedacht. Vielleicht, weil es die Wahrheit war? Die junge Frau wusste es nicht. So wie sie auch nicht wusste, ob sie in New Orleans bleiben sollte. Zum einen hatte sie gerade erst die Vanderbilts gefunden, sie wollte sie nicht so schnell verlassen, auch wenn Arthur und Fabienne sich dies sicherlich wünschten. Auf der anderen Seite war New Orleans die Heimat der Urvampire. Von dem, was Theresa gehört hatte, spielten sie sich so auf, als würde ihnen die Stadt gehören. Als wären sie die Herrscher von New Orleans.
Die Vampirin war nicht 336 Jahre vor ihnen weggerannt, um ihnen jetzt wieder in die Arme zu laufen. Die Mikaelsons dachten Theresa wäre tot und so sollte es auch bleiben. So gesehen konnte sie gar nicht in New Orleans bleiben. Denn würde irgendwer von ihrer Anwesenheit erfahren, wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Mikaelson dies mitbekamen. Dann würden sie sie jagen, Kol würde sie jagen, bis sie wieder in ihrem goldenen Käfig an seiner Seite war. Soweit würde sie es aber nicht kommen lassen.
Sich die Tränen von der Wange wischend, nahm sie zum ersten Mal seitdem sie das Haus verlassen hatte, ihre Umgebung war. Sie befand sich immer noch im French Quarter und wenige Meter von ihr entfernt, verließ gerade ein Gentleman ein Haus. Dieser braunhaarige Gentleman ließ seinen Augen über seine Umgebung gleiten und kurz trafen sich Theresas und sein Blick. Als sie Elijah Mikaelson erkannte, stockte ihr der Atem.
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