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Dysfunctional

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Elijah Mikaelson Kol Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
13.06.2017
19.04.2021
29
36.675
19
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Dieses Kapitel
1 Review
 
25.01.2021 1.105
 
37 Jahre später war Theresa immer noch auf der Suche nach den Nachkommen ihrer Geschwister. Sie hatte nach dem Geschehen in der Stadt in Minnesota kurz überlegt, nach Mystic Falls zu Damon Salvatore zurückzukehren, hatte sich aber dagegen entschieden. 37 Jahre danach, war Theresa froh darüber. Nicht mal einen Monat, nachdem sie Mystic Falls und Damon hinter sich gelassen hatte, war der Gründerrat gegen die Vampire vorgegangen. Sie waren alle in einer Kirche verbrannt, auch Katherine. Die Genugtuung die Therese gefühlt hatte, als sie diese Nachricht bekommen hatte, war nicht zu beschreiben gewesen. Zwar tat ihr Pearl und deren Tochter Annabelle leid, aber sie waren ein Kollateralschaden. Außerdem musste es doch ihnen auch klar gewesen sein, dass die Gründer von Mystic Falls bald gegen die Vampire vorgehen würde. Es war also ihre eigene Schuld gewesen, dass sie noch da gewesen waren. Theresa würde sich jedenfalls nicht mit ihrem Tod belasten, auch wenn sie sie hätte warnen gekonnt und es nicht getan hatte.

Vor wenigen Tagen hatte sie eine neue Spur zu den Nachkommen ihrer Familie bekommen, eine Spur, die sie nach New Orleans führte. Sie hatte einige Zeit gebraucht, um den Entschluss zu fassen, wirklich der Spur nachzugehen und nach New Orleans zu kommen. Denn immerhin war New Orleans die Stadt der Urvampire. Aber nun war sie hier, auf der Suche nach den letzten Vanderbilt-Hexen. Sie hatte sich entschlossen, dass sie das Risiko eingehen würde, auf einen Mikaelson zu treffen, wenn dies bedeutete, dass sie die Nachkommen ihrer Geschwister finden könnte. Sonst würde sie sie niemals finden.
So kam es, dass sich Theresa Mikaelson auf den Straßen von New Orleans herumtrieb, obwohl die anderen Mikaelsons auch in der Stadt waren. Etwas, was die Vampirin niemals erwartet hätte. Normalerweise bevorzugte sie es, zwischen sich und den Urvampiren mehrere Staaten, wenn nicht sogar Länder, zu wissen. Aber was tat man nicht alles, um seine lange verschollene Familie wiederzufinden?
Ihre Röcke raffend, überquerte Theresa eine Straße, auf der etliche Automobile unterwegs waren. Selbst sie, die in ihren Lebzeiten etliche neue Erfindungen gesehen hatte, war noch nie zuvor so beeindruckt gewesen, wie von den Automobilen. Klar die Erfindung der Glühbirne war auch beeindruckend gewesen, aber sie hatte in Theresas Augen mehr Nachteile gebracht als Vorteile. Zum Beispiel, musste sie bei der Nahrungssuche nachts jetzt viel vorsichtiger sein, als zuvor, wo es auf den Straßen viel dunkler gewesen war.
Ein letztes Mal auf den Zettel blicken, auf dem die angebliche Adresse der letzten lebenden Vanderbilts stand, blieb sie vor dem Haus stehen. Es befand sich in French Quarter, die Nachkommen von Phillip waren also French-Quarter-Hexen geworden, irgendwie überraschend. Die Vanderbilts hatten nie Ahnenmagie praktiziert. Sie hatten es bevorzugt ihre Magie an eines ihrer Kinder weiterzuvererben, sodass jede Generation der Vanderbilts stärker als die vorherige war. Die jetzige Generation, also die letzten lebenden Vanderbilt-Hexen, mussten extrem mächtig sein, wenn man bedachte, dass sie die ganze Magie jeder toten Vanderbilt-Hexe besaßen. Außer sie hatten der geerbten Magie den Rücken zugedreht, um Ahnenmagie zu praktizieren, wie die restlichen Hexen im French Quarter. Aber man musste ein Idiot sein, um dies zu tun.
Kurz huschten Theresa Augen, zu der goldenen Platte, die an der Mauer angebracht war, die das Grundstück umgrenzte. Doch als ihre Augen den Namen lasen, der auf der Platte stand, konnte sie ihren Blick nicht mehr davon losreißen. Sie hatte ihr Ziel erreicht, sie hatte endlich die Nachkommen ihrer Geschwister gefunden. Jedenfalls die Nachkommen von Phillip, die von Emeline waren schon seit einhundert Jahren tot. Sich dazu zwingen, nicht loszuweinen vor lauter Glück und Erleichterung, trat Theresa durch das Tor auf das Grundstück. Die Treppen hoch eilend, hämmerte sie mit ihrer Faust gegen die Tür, bevor sie es sich doch anders überlegen konnte. Immerhin könnte sie mit ihrem Erscheinen das Leben von Phillips Nachkommen ziemlich durcheinander bringen. Das war aber nicht in ihrer Absicht. Sie wollte sie einfach sehen, sich vergewissern, dass es ihnen gut ging, und wenn sie es erlaubten, sie besser kennenlernen. Sie wollte diese Generation Vanderbilts alt werden sehen, ein Privileg, welches ihr mit Emeline und Phillip niemals vergönnt gewesen war. Aber sie war bereit jetzt alles nachzuholen, was sie bei Emeline und Phillip verpasst hatte, wenn diese Generation dies zulassen würde.
„ Ja, bitte?“ Die Tür wurde geöffnet, überraschenderweise stand aber keine Person dahinter. Dachte jedenfalls Theresa zuerst, bis sie ihren Blick senkte und in die Augen von einem etwa zehnjährigen Mädchen blickte. Bei deren Anblick stoppte ihr der Atem und sie blinzelte krampfhafte die Tränen auf den Augen. Dieses Mädchen, mit ihren blonden Ringellocken und den himmelblauen Augen sah genauso aus, wie Emeline, nur eben zwei Jahre älter. Jetzt hatte sie keine Zweifel mehr. Das hier waren eindeutig die Nachfahren von Phillip. Gegen den Kloß in ihrem Hals ankämpfen, sah Theresa das kleine Mädchen sprachlos an. Sie konnte es nicht glauben. Nach all den Jahren, hatte sie es doch wirklich geschafft. Sie hatte sie gefunden.
„ Ja bitte?“, wiederholte sich das blonde Mädchen und riss die Vampirin damit aus ihrem tranceartigen Zustand. „ Sind deine Eltern da?“ Vorsichtig ging sie vor dem Mädchen in die Hocke, um ihr in die Augen zu sehen. Nicht um sie zu manipulieren, einfach um ihr näher zu sein.
„ Sie sind gerade nicht da“, antwortete das Mädchen ehrlich und beäugte dabei Theresa misstrauisch. Als würde sie wissen, dass die Frau vor ihr kein Mensch war.
„ Könnte ich hereinkommen und drinnen auf sie warten?“ Freundlich und zugleich beruhigend lächelte sie das Mädchen an. Sie wollte ihr keine Angst machen. Immerhin war sie Phillips Nachfahrin, das Ebenbild von Emeline. Die einzigen beiden Personen, die sie jemals grenzenlos geliebt hatte, vereint in einem kleinen Mädchen.
„ Sie sind ein Vampir.“ Zwar nicht ängstlich, aber vorsichtig, trat das Mädchen einen Schritt zurück. Theresa konnte nicht anders, als sie bewundernd anzublicken. Sie war gerade zehn Jahre alt und hatte das in wenigen Minuten herausgefunden. Das hatte ihren vollen Respekt verdient. Beruhigend hob sie vorsichtig ihre Hände, um das Kind nicht zu verschrecken.
„ Ja das ist richtig. Aber bevor ich dazu wurde, war ich eine Vanderbilt-Hexe, genauso wie du eine bist.“ Etwas flackerte in den himmelblauen Augen des Mädchens auf, die sich nur um wenige Farbtöne von den Augen von Theresa unterschiedenen. Aber die Vampirin war sich nicht sicher, was es war. Angst? Neugierde? Oder doch etwas vollkommen anderes?
„ Sie sind Theresa Vanderbilt.“



Theresa hat es endlich nach 336 Jahren geschafft! Dass ihr Weg sie gerade nach New Orleans führt, könnte man als ungünstig beschreiben. Nächstes Kapitel begegnen wir auch schon dem ersten Mikaelson wieder. Bis dahin würde ich mich über Rückmeldungen freuen. Und wenn euch die Geschichte gut gefällt, empfehlt sie doch weiter :)
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