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Dysfunctional

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Elijah Mikaelson Kol Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
13.06.2017
19.04.2021
29
36.675
19
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Dieses Kapitel
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02.01.2021 1.483
 
Schwer atmend und verschwitzt ließ sich Damon Salvatore neben Thea Bilts auf die Matratze fallen. Ein großspuriges Lächeln umspielte seine Lippen, während er einen Arm um sie schlang.
„ Das war-“, sein Gehirn nach einem passenden Wort durchsuchen, ließ der Schwarzhaarige Salvatore seinen Satz im Raum stehen
„ Atemberaubend?“, schlug Theresa schräg grinsend vor, dabei hatte der Sex nur ihm, dem Menschen, den Atem geraubt.
„ Ja atemberaubend.“ Sie näher zu sich ziehend, hauchte er einen Kuss auf ihre rosa Lippen. Theresa lächelte in den Kuss herein. Sie und Katherine lebten schon seit einigen Monaten bei den Salvatores. Während Katherine eine Beziehung mit Stefan, dem jüngeren Bruder von Damon führte, hatte Theresa dem älteren Bruder den Kopf verdreht. Erst hatte sie es getan, da es ihr Spaß gemacht hatte, ganz davon zu schweigen, dass sie so unbemerkt Blut trinken konnte. Doch mit der Zeit hatte sie angefangen Damon zu mögen. Er machte sie glücklich, so glücklich wie es noch kein Mann vor ihm gemacht hatte. Insgesamt gab es nur einen Mann vor ihm, von dem sich Theresa stärker angezogen gefühlt hatte. Doch dieser Mann war daran gescheitert sie glücklich zu machen, er hatte ihr nur Leid und Schmerz gebracht. Sie fühlte sich in der Gegenwart von Damon so wohl, dass er wusste, wer sie wirklich war. Er wusste, dass sie nicht Thea Bilts hieß, so wie er wusste, dass sie ein Vampir war und sie vertraute ihm, so weit, dass sie ihn nicht manipuliert hatte, ihr Geheimnis zu wahren. Er ließ sie sogar sein Blut trinken und im Gegenzug bekam er ihres, damit die Bisswunden verheilten. Theresa wusste nicht, wie sie beschreiben sollte, was sie in seiner Gegenwart fühlte. Aber sie wusste, dass er ihr guttat. In seiner Gegenwart konnte sie ihre ganze Vergangenheit vergessen, konnte einfach ein junges Mädchen sein, das keine einzige Sorge auf der Welt hatte. Außer vielleicht, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie und Katherine aufflogen.
„ Tess, hast du schon mit Katherine gesprochen?“, fragte in dem Moment Damon und erinnerte sie an das Problem, welches sie versucht hatte, in der letzten Stunde zu vergessen. Katherine hatte in letzter Zeit einige neue Vampire erschaffen. Neue Vampire, die sich nicht unter Kontrolle hatten. Soweit Theresa wusste, ahnte der Gründerrat von Mystic Falls von der Existenz der Vampire. Würde es mehr blutleere Leichen geben, würden sie sich gezwungen sehen, gegen die Bedrohung vorzugehen. Dann wäre kein Vampir in Mystic Falls sicher, auch nicht Katherine oder Theresa. Aber die jüngere Vampirin konnte schlecht Katherine darauf ansprechen und von ihr verlangen, aufzuhören Menschen in Vampire zu verwandeln. Katherine ließ sich nichts von ihr sagen. Theresa hatte es versucht. Sie hatte versucht mit Katherine über das Thema zu reden, es hatte für sie mit einem gebrochenen Genick geendet.
„ Es wird nichts bringen, sie wird mir nicht zuhören.“ Katherines und Theresas Verhältnis war so schlecht wie noch nie zuvor. Nicht nur das Problem mit den anderen Vampiren stand zwischen ihnen. Theresa hatte auch das Gefühl, dass Katherine einen Plan hatte, der beide Salvatore-Brüder betraf. Einen Plan, dem Theresa mit ihrer Beziehung zu Damon im Weg stand. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis Katherine versuchen würde, Theresa loszuwerden.
„ Es muss doch jemanden geben, auf den Katherine hört.“ Das war ein guter Einfall seitens Damon. Da gab es wirklich jemanden auf den Katherine vielleicht hören würde. Aber in diesem Moment wollte sich Theresa nicht weiter damit beschäftigen. Sich über ihn beugen, hauchte sie ihm einen Kuss auf die Lippen. Dann arbeitete sie sich küssend von seinem Mund bis zu seiner Halsbeuge hinunter. Dort angekommen breitete sich schwarze Venen unter ihren Augen auf. Nicht nachfragen, ob sie sich bedienen durfte, biss sie einfach zu. Kurz verspannte sich Damon unter ihren Griff, hisste vor Schmerz laut auf, dann entspannte er sich, ließ es einfach zu.

Am Nachmittag des selbigen Tags, tat Theresa genau das, was Damon vorgeschlagen hatte. Sie besuchte mit ihm die einzige Person, auf die Katherine vielleicht hören würde. Pearl Zhu. Die Vampirin, die sogar noch älter war als Katherine, war eine gute Freundin der Braunhaarigen. Sie besaß die Apotheke in Mystic Falls und hatte eine Tochter, Annabelle. Sie lebten schon vor der offiziellen Stadtgründung hier und Theresa vermutete, sie waren der Grund, weshalb Katherine nach Mystic Falls gekommen war.
„ Thea und Mr. Salvatore, was für eine freudige Überraschung“, begrüßte Pearl die beiden, kaum hatten sie einen Fuß in die Apotheke gesetzt.
„ Pearl“, Damons Griff abschütteln, umarmte Theresa die ältere Vampirin. „ Wie geht es Annabelle?“ Suchend nach dem jungen Mädchen, blickte sie sich um. Doch von der anderen Zhuvampirin war keine Spur zu sehen.
„ Sie ist bei Emily. Apropos Emily, ich habe neue Informationen was die Nachkommen deiner Geschwister angeht.“ Fassungslos blickte Theresa sie an. Sie wusste, dass Pearl viele Kontakte hatte und hatte sie auch deshalb darum gebeten, die Ohren offen nach dem Namen Vanderbilt zu halten. Aber sie hatte nicht geglaubt, dass Pearl etwas finden würde. Sie hatte die Hoffnung, die Nachkommen ihrer Geschwister zu finden, schon lange aufzugeben. Insgesamt hatte sie in der Gegenwart von Damon schon lange nicht mehr darüber nachgedacht. Mit großen Augen sah sie zu, wie Pearl zu der Verkaufstheke eilte und aus einer der Schubladen einen Briefumschlag zog.
„ Dort drinnen ist alles, was ich zu ihrem Aufenthalt gefunden habe.“ Theresa konnte es nicht glauben, auch nicht als sie den Briefumschlag in der Hand hielt. Sie hatte Jahrhunderte nach ihnen gesucht, sie hatte sie nicht gefunden. Aber jetzt hielt sie den Schlüssel zu ihnen, die Karte zu ihnen, in der Hand. Das hätte sie niemals erwartet und die Gefühle, die sie überkamen, waren unbeschreiblich. Die Hoffnung, die sie vor langer Zeit aufgegeben hatte, flammte, stärker den je, wieder auf.
„ Danke, du weißt nicht wie sehr mir, dass etwas bedeutet“, hauchte sie den Tränen nah und zog Pearl ein weiteres Mal in eine Umarmung.
„ Was kann ich noch für euch tun?“ Fragend blickte die ältere Vampirin zwischen Theresa und Damon hin und her. Anhand des Blickes der Damon ihr zuwarf, wusste Theresa, dass er von ihr erwartete, dass sie es ansprach. Aber jetzt wo sie wusste, dass dort draußen irgendwo die Nachkommen ihrer Geschwister waren, würde sie nicht mehr hier bleiben. Sie würde sich schon morgen auf den Weg machen. Somit war es nicht mehr ihr Problem, dass der Gründerrat bald den Vampiren auf die Spur kommen würde.
„ Es ist nicht mehr wichtig. Danke nochmal für den Brief, Pearl.“ Die andere Vampirin lieblich anlächelnd, schnappte sie sich Damon und zog ihn aus der Apotheke heraus.
„ Was sollte das, wieso hast du es ihr nicht erzählt?“, beschwerte sich Damon, kaum hatten die beiden das Gebäude verlassen. Doch Theresa kümmerte sich nicht über seine Beschwerde. Mit ein bisschen Glück würde der Gründerrat Katherine Pierce umbringen. Theresa wäre dann ein für alle mal diese Schlampe los. Sie tat der Welt einen Gefallen.

Am nächsten Tag ließ Thea Mystic Falls und Damon Salvatore hinter sich. Der letztere hatte sie fast angefleht sie begleiten zu dürfen, sie hatte es aber nicht zugelassen. Wer wusste, was sie an dem Ziel ihrer Reise erwartete? Sie tat Damon einen Gefallen, auch wenn er es nicht einsehen konnte. Er würde es auch in der Zukunft nicht einsehen, denn sie hatte ihn manipuliert alles zu vergessen, was zwischen ihnen vorgefallen war. Er wusste nicht, dass sie ein Vampir war und er wusste auch nicht, dass er sie geliebt hatte. Er dachte, sie wären einfach nur gute Bekannte gewesen. So war es besser, auch wenn es sich für Theresa nicht so angefühlt hatte. Es hatte sich so angefühlt, als hätte man ihr das Herz aus dem Körper gerissen und wäre darauf herumgetrampelt.
Mit ihrem Fortgehen brach sie nicht nur Damon und sich selbst leicht das Herz, nein sie ebnete den Weg für Katherines Plan. Ihr kranker Plan für die beiden Salvatore-Brüder. Doch auch wenn Theresa gewusst hätte, was Katherine vorhatte, wäre sie nicht in Mystic Falls geblieben, um Damon vor der anderen Vampirin zu schützen. Ihre Familie würde immer an erster Stelle stehen, für sie würde sie alles zurücklassen, für sie würde sie über Leichen gehen.



Frohes Neues, ich hoffe, ihr hattet alle besinnliche Feiertage. Damit hat Damon seinen kleinen Gastauftritt in der Geschichte auch vorerst beendet. Wer weiß, ob wir irgendwann noch mehr von ihm zu sehen bekommen?

Ich muss an dieser Stelle nochmal die Werbetrommel rühren. Ich habe angefangen den ersten Teil meiner Harry Potter Serie zu veröffentlichen und würde mich freuen, wenn ihr bei Supercut vorbei schaut. Die Geschichte ist um die 104000 Wörter lang und somit länger als manch so ein Harry Potter Buch und dieses Projekt ist mein Baby. Das bedeutet einiges, da ich schon den ersten Teil meiner eigenen Trilogie geschrieben habe. Aber Harry Potter ist meine erste Fandom und diese Serie hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und hat auch einen bessern Schreibstil, als Dysfunctional zu bieten. Ich würde mich also sehr freuen, wenn ihr einen Blick riskiert, danke!
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