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Dysfunctional

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Elijah Mikaelson Kol Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
13.06.2017
19.04.2021
29
36.675
19
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55 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.12.2020 1.101
 
Nach einer kleinen Pause melde ich mich zurück. Vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen, ich freue mich immer, wenn ich eine Benachrichtigung bekomme, dass einen von euch die Geschichte gefällt, egal in welcher Form.
Nachdem wir den ersten Abschnitt beendet haben, kommt jetzt ein kleiner Zeitsprung und es tauchen ein paar Gäste auf, die aber auch schnell wieder verschwinden. Und keine Angst, es dauert nicht allzu lange, dass wir Kol wiedersehen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Theresa Mikaelson, die jetzt unter den Namen Thea Bilts lebte, hatte nach ihrem Verschwinden mehr als zweihundertfünfzig Jahre nach ihren Geschwistern und ab einen bestimmten Zeitpunkt, nach deren Nachkommen gesucht. Sie hatte die ganze Welt nach ihnen durchkämmt, hatte sie aber nie gefunden. Das Hausmädchen war einfach zu gut mit Phillip und Emeline abgetaucht. Vielleicht hätte Theresa sie gefunden, hätte sie nicht zeitgleich vor Kol flüchten müssen, hätte sie nicht zeitgleich einen großen Abstand zwischen sich und den Urvampiren einhalten müssen.
1814 führte Theresa eine Spur nach Prag, wo sie hoffte, die Nachfahren ihrer Geschwister zu finden. Sie tat es nicht, anstelle von den Vanderbilts-Hexen, traf sie auf Katherine Pierce. Beide waren auf der Flucht vor den Mikaelsonmännern. Also entschlossen sie sich, zusammen zu flüchten. Jedoch wurden sie nie Freundinnen. Dafür waren sie einfach zu unterschiedlich, versuchte sich Theresa jedenfalls einzureden. Denn sie konnte nicht die Wahrheit ertragen, dass sie ebenso manipulativ und rücksichtslos war wie Katherine Pierce. Dass sie auch über Leiche gehen würde, um ihr Ziel zu erreichen, um mit heiler Haut aus jeder Situation zu entkommen.

„ Wieso Mystic Falls?“, fragte Theresa und beendete die Stille, die nur durch das Rattern der Kutschräder unterbrochen wurde. Damit stellte sie die Frage, die ihr, seitdem Katherine das neue Ziel verkündet hatte, durch den Kopf ging. Sie hätten überall hingehen können, New York, Paris, London, Wien, New Orleans. Aber nein, ihre Begleitung hatte Mystic Falls ausgesucht, eine Gemeinde, die vor nicht allzu langer Zeit gegründet worden war. Nicht mal die Lage der Gemeinde war besonders interessant. Irgendwo in den dichten Wäldern von Virginia, nannte Thea alles andere als besonders oder spannend.
„ Ich fühle mich dort hingezogen.“ Mysteriös lächelte Katherine Theresa an und Theresa hätte genervt mit den Augen gerollt, hätte das nicht für sie mit einem gebrochenen Genick geendet. Sie wusste es wirklich besser, als Katherine zu reizen. Immerhin war die andere Vampirin dreiundsiebzig Jahre älter als sie. Damit war sie leider auch stärker. Etwas was Katherine ohne zu zögern ausnutzen würde, sie sprach aus Erfahrung. Also entschied sich Theresa nur dazu zu nicken und für die restliche Fahrt zu schweigen.

„ Wir werden bei Giuseppe Salvatore wohnen. Ich bin eine Waise aus Atlanta und habe tragischerweise meine Eltern bei einem Feuer verloren“, spöttisch grinste sie und veränderte somit völlig die Bedeutung ihrer Worte.
„ Er hat zwei Söhne, für jede von uns also einen.“ Theresa war das eigentlich ziemlich egal. Sie war nur mit Katherine unterwegs, da sie von den gleichen Personen wegliefen und sie sonst von keinem Ort wusste, wo sie hingehen konnte. Also blieb sie bei der manipulativen Schlampe.
„ Was ist mit mir, was ist meine Geschichte?“, fragte die Blondine, wie sie aus dem Fenster beobachtete, wie die Kutsche die Ortsgrenze überquerte.
„ Ich bin ganz sicher nicht deine Zofe“, setzte sie noch schnell nach. Niemals würde sie auch nur so tun, als würde sie Katherine bedienen. Das war unter ihrer Würde. Katerina Petrova, war die Tochter einer unbedeutenden ungarischen Familie und war vor ihrem Tod auch nicht durch Hochzeit in der Gesellschaft aufgestiegen. Ganz im Gegensatz zu Theresa. Vor ihrer Verwandlung hatte sie immerhin den Ladytitel innegehalten, auch wenn die Mikaelson sich ihn manipuliert hatten.
„ Keine Sorge, Emily ist meine Zofe. Du bist meine Cousine. Deine Eltern starben als du ganz klein warst, darauf haben dich meine Eltern aufgenommen.“ Kritisch verzog Theresa ihren Mund. Sie und Katherine ähnelten sich kein Stück. Katherine hatte braune Haare, braune Augen, Theresa hatte blonde Haare und blaugrüne Augen. Im Stillen bezweifelte die jüngere Vampirin, dass irgendwer ihnen glauben würde, dass sie verwandt waren. Sie ähnelten sich einfach nicht, jedenfalls äußerlich. Was den Charakter anging, wünschte sich Theresa wirklich, dass sie nicht so schrecklich wäre, wie Katherine. Aber wäre sie ein besserer Mensch, ein besserer Vampir, hätte sie die letzten Jahrhunderte nicht überlebt. Sie würde schon längst unter der Erde verrotten oder in Kols Gegenwart Höllenqualen durchleiden.
„ Denkst du sie werden es glauben?“, zweifelnd zog Theresa ihre Augenbrauen zusammen, während sie zwischen Emily und Katherine hin und her sah. Emily Bennett war Katherines persönliche Hexe, Zofe und Freundin. „Natürlich“, spöttisch lächelte die Braunhaarige Thea an. „ Sie werden alles glauben, was wir sie glauben lassen wollen.“

Als die Kutsche anhielt, spähte Theresa neugierig heraus. Das Haus der Salvatore war groß und herrschaftlich. Auf den ersten Blick würde es Theas Ansprüchen genügen. Vor dem Haus standen drei Männer und eine junge Frau, wahrscheinlich das Dienstmädchen. Der Mann in der Mitte, mit dem ergrauten Haar, musste Giuseppe Salvatore sein. Neben ihm müssten dann seine beiden Söhne stehen. Der eine hatte hellbraune Haare und braune Augen, der andere schwarze Haare und die unglaublichsten Augen, die Theresa in ihrem langen Leben gesehen hatte.
„ Mir gehört der attraktive Bruder“, raunte Katherine und es überraschte die Vampirin nicht. Katherine Pierce musste immer die schönsten Kleider, den glänzendsten Schmuck und die attraktivsten Männer haben. Insgesamt musste sie von allem das Beste haben, sodass das Zweitbeste für Theresa übrig blieb. Wäre Katherine nicht fast hundert Jahre älter und somit stärker als sie und wäre Theresa sonst nicht alleine, hätte sie dieser Bitch schon längst das Herz herausgerissen.
„ Du willst also den Schwarzhaarigen?“, vergewisserte sich Theresa, während sie die blonden Strähnen hinter ihr Ohr strich, die sich aus ihrer Frisur gelöst hatten. Dabei entging ihr der ungläubige Blick, den Katherine ihr zuwarf.
„ Ich will den attraktiven Bruder, den Braunhaarigen.“ Diesmal war es an Theresa überrascht dreinzublicken. Katherine fand den braunhaarigen Bruder wirklich attraktiver? Sie sah es genau anders herum. Nicht das es sie störte. Da würde sie endlich mal das bekommen, was sie wollte. Sie würde sich endlich nicht mit dem Zweitbesten abfinden, mit dem was Katherine und sie nicht wollten. Als sie die Tür der Kutsche aufstieß, eilte der Schwarzhaarige sofort herbei, um ihr aus der Kutsche zu helfen. Ihre Hand in seine legend, lächelte sie ihn gespielt schüchtern an. Sie wollte doch ihre nächste Mahlzeit nicht verschrecken.
„ Damon Salvatore“, einen Kuss auf ihre Hand hauchend, grinste er sie verführerisch an.
„ Thea Bilts.“ Sie erwiderte sein Lächeln, nicht da sie seinen Charme erlegen war, sondern weil sie sich sicher war, dass sein Blut köstlich schmecken würde.
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