Was Famiglia wirklich bedeutet!

von xXkaiaXx
GeschichteRomanze, Familie / P18
Debito Luca OC (Own Character) Pace
08.06.2017
26.06.2017
5
19934
 
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Prolog


In sanfter Dunkelheit meiner Gedanken lag ich nun schon eine gefühlte Ewigkeit bewegungslos da. Wobei mich das gerade auf den Gedanken bringt den ich längst verworfen hatte. Liege ich überhaupt? Ich meine um mich herum ist alles still, dunkel und nichts. Es gab gar nichts. Wie oft ich nicht schon in dieser Dunkelheit ein lichtsuchend umhergewandert bin. Aber bewege ich mich den überhaupt? Erinnerungen, etwas das mich zu dem machte das ich war, etwas das mir sagen konnte was ich hier machte, warum ich hier war… das suchte ich bereits so unzählige Male...

Zu anderen Zeiten schrie ich einfach alles heraus. Ich schrie bis ich keine Stimme mehr hatte! Aber habe ich wirklich geschrienen? Oder war um mich herum alles still geblieben? Hatte ich hier überhaupt eine Stimme die ich mir herausschreien konnte? Ehrlich gesagt wusste ich es nicht. Woher den auch. Ich war alleine, in einer schwarzen leere die alles zu verschlingen drohte. Jede Erinnerung… Jeder Gedanke den ich dachte war im gleichen Moment weg. Einfach weg. Drei Gesichter, die immer wieder auftauchten und im gleichen Moment wieder verschwanden. Wer waren die drei? Warum kamen sie mir so bekannt vor? So vertraut!

Was stimmte hier den nicht? Was stimmte mit mir nicht? Warum Erinnerte ich mich nicht. Es konnte doch nicht sein das es nichts gab an das ich mich hätte Erinnern können. Dass es nichts gab, dass mich zu dem machte was ich war… Zu der Person die ich war… Die ich bin!

Das war es. Wer war ich eigentlich?

Wieder tauchten diese Personen vor mir auf. Drei Jungen. Einer mit braunem Haar der eine Brille trug der links von mir auftauchte. Der andere tauchte rechts neben mir auf. Er hatte schwarzes Haar Violette Augen und trug einen schwarzen Hut mit weißem streifen darauf. Woher kam mir diese Kleidung nur so bekannt vor? Ich kam einfach nicht mehr drauf.

„Lilith“ sprach mich der dritte, der direkt vor mir stand, an. Er hatte etwas Vertrautes an sich, etwas das mich anzog. Vielleicht waren es seine silbrig-grauen Haare oder seine sanften braunen Augen. Moment! Augen? Er hatte doch nur ein Auge das nicht von seiner Augenklappe verdeckt war. Was da wohl drunter versteckt war? Aber naja ich glaube das war gerade nicht das wichtigste. Er nannte mich Lilith… War das mein Name? War ich Lilith?

„Bitte komm zurück Lilith“ sprach er mich erneut an. Aber wer war er? Wer war Lilith?  Ich wusste gar nichts mehr und schon gar nicht warum ich nichts wusste.

Ich versuche zu antworten. Doch es kam kein Ton aus meinem Mund. Versuchte mich mit Händen und Füßen verständlich zu machen, aber es rührte sich nichts. Mein Körper stand einfach nur bewegungslos da.

Die Erinnerungen, zumindest ihre gerade aufgetauchten Fragmente begannen schon wieder zu verblassen. Bald, nein, gleich waren sie wieder verschwunden. Ohne das ich auch nur die Chance hatte auch nur ein kleines Stück meiner selbst in Händen zu halten.

„Geh zurück zum Anfang. Lil wir warten auf dich. Schon so lange. Geh zurück zum Anfang. Da wirst du finden was du suchst“ sprachen alle drei gemeinsam bevor sie ganz verschwunden waren.

Zurück zum Anfang… was konnte das nur bedeuten. War dies nicht der Anfang? Oder etwa schon das Ende? NEIN! Das Ende war es nicht. Da war ich mir ganz sicher. Warum hätten die Fragmente meiner selbst mir den sonst den Hinweis geben sollen den sie mir gerade gegeben hatten. Aber war es denn überhaupt ein Hinweis?

Was wohl dieser Anfang war… Vielleicht eine Blume? Oh ich mochte Blumen. Moment… Ich mochte Blumen? Woher will ich den bitte wissen ob ich Blumen mochte wen ich mich nicht mal daran Erinnere wie mein Name war. Oder Erinnerte ich mich etwa doch?

Natürlich!

Er hatte mich doch so genannt. Wie war es noch gleich? Was für einen Namen hatte er gesagt? Lilly? Nein. Lilian? Nein. Ganz sicher nicht. Aber es war etwas mit Lil das wusste ich. Dachte ich!

„Lilith“ halte es durch die Dunkelheit.

Genau Lilith war es. Diesen Namen hatte er, der Junge mit dem Hübschen silbrig-grauen Haaren, eben gesagt.

Wieder versuchte ich zu antworten. Doch es kam wieder kein Ton aus mir heraus.

„Lilith“ halte es erneut.

Doch noch immer kein Ton. Was war das nur. Warum konnte ich nichts sagen?

„Lilith“ erneut dieses Hallen in der Dunkelheit.

Wo kam es nur her. Wer rief mich da? War das vielleicht der Anfang zu dem ich gehen sollte? Der Anfang an dem ich finden sollte was ich suchte?

Ganz bestimmt war es das. Ich ging. Folgte diesem Hallen in der Dunkelheit. Als plötzlich jemand Anfang zu singen. Zumindest hörte ich jemanden singen. Die Stimme… einer der drei Jungen hatte doch die gleiche stimme. Sang er etwa da?



„Ich kenn ein ganz tolles Mädchen,

Sie hebt sich von allen ab.

Sie liebt das Meer, ihre Insel,

Macht die Familie sehr stolz!“



Bei jedem Schritt den ich Machte wurde die Stimme stück für stück lauter. Immer ein kleines bisschen. So vertraut, so bekannt. Sing weiter dachte ich. Wünschte ich mir und diesmal wurde mein Wunsch erhört. Die Stimme Sang weiter, und ich folgte ihr erneut.



„Du darfst jetzt nicht an dir zweifeln.

Die Reise hinterlässt Spur´n.

Doch Narben verheilen und zeigen,

Wer du bist!“



Narben zeigen wer ich bin? Ich sah an mir herunter. Sah keine Narben. Hm was da wohl gemeint war? Oh bitte liebe stimme. Bitte sing doch weiter. Das ich dir folgen kann. Mich finden kann! Flehte ich ohne das meinen Mund auch nur einen Ton verlassen hatte.



„Die Liebsten in deinem Herzen,

Sie werden dich stets begleiten,

Und nichts bringt sie je zum Schweigen.

Die leise Stimme ist noch in dir.“



Die Liebsten in meinem Herzen? „Luca…“ murmelte ich gedankenlos. Moment. Das, ich, ich habe es gehört. Es kam aus meinem Mund. Es ging also doch. Weiter der singenden Stimme folgend versuchte ich in mich hinein zu horchen.



„Wenn sie dann anfängt zu flüstern:

Lilith, du kamst soweit!

Lilith, hör doch! Weißt du jetzt, wer du bist?“



Die Stimme verhallte. Das war doch nicht alles. Irgendetwas in mir rief mich. Sagte mir das ich singen sollte. „Dein Part fehlt noch“ sagte etwas tief in mir drin. Es war so vertraut. So gewohnt.



„Wer ich bin?

Ich weiß, ich liebe meine Insel,

Und ich weiß, ich lieb das Meer.

Es ruft mich.“



Was hatte ich das gerade gesungen? Woher wusste ich das?



„Ich bin die Tochter unseres Vaters,

Wir sind die Kinder von Seefahrern,

Kamen einst von sehr weit her.

Sie rufen.“

Das Meer. Überall um mich herum in der Dunkelheit roch es nach dem Meer. Dieser vertraute Salzige Wasser Geruch. „Pace“ murmelte ich erneut intuitiv.



„Das Fernweh hat und hergebracht.

Wollt immer weiter,

Hab´ so vieles schon gelernt,

Doch spür´ ich die Sehnsucht.“



Debito…. Die Sehnsucht. Ich sehnte mich nach Debito. Aber wer war Debito. Wo war er. War er den ein er oder war er eine sie? Nein er war ein er das sagte mir mein Herz. Moment mein Herz? Das war doch die Lösung…. Warum war ich da den nicht schon viel früher draufgekommen? Mein Kopf vergaß immer wieder. Und bekanntlich taten Kopf und Herz immer das Gegenteil vom jeweils anderen. Also musste mein Herz sich erinnern wen mein Kopf immer wieder vergaß. Davon war ich überzeugt. Warum? Tja das wusste ich selbst nicht genau. Warum war ich da eigentlich so überzeugt von?



„Doch der Klang, er kommt nicht übers Meer, er ist in mir,

Leise flüsternd, dann sehr laut rufen:

Du bist immer bei mir, wird´ dich niemals vergessen.

Was auch geschieht, ich kenn´ den Weg.

Ich bin Lilith!“



Zum Ende hin sang ich immer lauter. Sang von Herzen was mein Herz mir sagte und es zeigte Wirkung. Um mich herum begann es heller und heller zu werden. Als eine weitere Stimme zu sprechen begann. Eine Stimme die ich nicht kannte, nicht erhört hatte. Zumindest nicht während ich hier in dieser Dunkelheit, in dieser Leere, war.



„Ich kann dich nicht ziehen lassen. Du weißt nicht einmal wer du bist“

Doch ich wusste wer ich war. Ich war Lilith. Tochter von Jolly und Schwester von Luca. Ich war ich.



„Ich bin Lilith. Ich bin ich. Ich weiß wer ich bin, immer sein werde und immer war. Ich bin die, die jetzt geht. Lilith. Das bin ich!“ rief ich mit aller Kraft. Mit allem was mein Herz mir sagte. Mir gab! Mit allem was ich war.



„Du wirst bereuen. Freiwillig kamst du zu mir. In meine Dunkelheit! Du kannst nicht gehen!“



Doch! Ich konnte gehen. Nein ich kann gehen. Und ich werde gehen schrie eine Stimme in mir. Meine Stimme!



„Ich werde gehen. Ich brauche dich nicht mehr!“ sagte ich erneut. Nein ich schrie es Vormilch.

Immer mehr Dunkelheit verschwand. Das Licht blendete. Doch etwas packte meine Hand. Jemand zog mich weiter. Half mir weiterzugehen.



„Wer bist du? Warum hilfst du mir?“ fragte ich die Person die mich mit sich zog. Die Person die ich durch das gleisende, mich blendende, Licht nicht sehen konnte.



„Ich warte auf dich. Schon so lange. Sag meinen Namen. Sag wer ich bin. Du weißt es“ befahl die Stimme. Die Stimme hatte ich doch eben gehört. Der silbrig-grau haarige Junge mit der Augenklappe, es war seine Stimme. Er zog mich unermüdlich mit sich durch dieses gleisende, mich noch immer blendende, Licht.



„Debito“ hauchte ich Intuitiv.



Plötzlich blieb die Person stehen. Zog mich in eine Umarmung und flüsterte mir ein „Endlich. Du Weißt es endlich wieder“ ins Ohr.



Ja ich wusste es wieder. Ich wusste alles wieder. Wer er war, wer ich war, warum ich hier war. Es lag an mir. Doch das will ich jetzt nicht mehr. Lass mich wieder ich sein!



„Ich liebe dich“ flüsterte etwas in mir bevor ich im gleißenden Licht versank, die Dunkelheit hinter mir lassend.









Prolog Ende!