Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Mögliche Rettung

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Benvolio Julia Mercutio OC (Own Character) Romeo Tybalt
07.06.2017
07.09.2017
2
1.960
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
07.06.2017 919
 
Zitternd kniete Romeo neben seinem Freund Mercutio, der immer weiter blutete. Immer langsamer ging sein Atem. Das konnte nicht sein. Er konnte doch nicht sterben. Die Trauer schien den jungen Montague zu zerreißen und gleisende Wut fuhr durch seinen Körper. Wut auf Tybalt, der Mercutio diese Wunde zugefügt hatte und der jetzt lachend da stand. Von Wut geblendet sprang er auf und stach auf Tybalt ein. Erst als dieser vor seinen Augen zu Boden fiel realisierte Romeo was er gerade getan hatte. Jetzt war er dem Tod geweiht. Er drehte sich um und rannte. Immer weiter, nur weg von diesem Platz. Er hatte einen Menschen getötet. Ja, es war Tybalt. Ja es war ein Capulet, doch trotzdem ein Mensch. In Verona war er jetzt nicht mehr sicher.

Benvolio kniete neben seinem Freund Mercutio, der im Sterben lag, doch plötzlich sprang Romeo neben ihm auf und rannte auf Tybalt zu. Benvolio konnte nicht schnell genug reagieren schon ging Tybalt blutend zu Boden und Romeo floh. Das hatte ihm gerade noch gefehlt, doch er konnte Mercutio nicht alleine lassen um seinen Cousin zu verfolgen. Nachher würde er ihn schon noch finden. Jetzt war der verletzte Mercutio wichtiger. Gerade hatte dieser noch poetische Texte von sich gegeben und jetzt lag er kraftlos auf dem staubigen Boden. Das alles fühlte sich unwirklich und falsch an. Wie sollte den das Leben ohne den verrückten Mercutio werden? Plötzlich wurde Benvolio zur Seite geschoben und eine junge Frau, kaum älter als er kniete sich neben Mercutio. Sie drückte ein Tuch auf Mercutios Wunde. Dann drehte sie sich leicht nach hinten und sah zwei Männer hinter sich an. „Bringen wir die beiden Verletzten in die Kirche, dort kann ich sie besser versorgen.“ Ihre Stimme klang ruhig und bestimmend. Kaum wie eine junge Frau. Auf diese Anweisung hin wurden sowohl Mercutio, als auch Tybalt in die Nahegelegene Kirche gebracht, während Benvolio immer noch erstarrt auf dem Boden kniete. Er hatte diese Frau schon einmal gesehen. Sie war Heilerin, doch würde sich wirklich noch etwas ausrichten können? Mercutio hatte viel Blut verloren und war lange Bewusstlos. Wie lange genau er da saß ohne sich zu bewegen konnte er nicht sagen. Langsam leerte sich der Platz. Kaum einer sprach. Der Vorfall hatte alle erschüttert. Sowohl die Capulets, als auch die Montagues waren getroffen.
Irgendwann hörte Benvolio seinen Namen und spürte eine Hand auf seiner Schulter. Hinter ihm stand die Heilerin. Langsam richtete er sich auf und sah die junge Frau genauer an. Ungefähr so groß wie er, lange blonde Haare und braune Augen. Sie sah müde aus, was darauf schließen ließ, dass die Versorgung der beiden Verletzten sehr anstrengend gewesen sein musste. „Benvolio, du bist doch ein guter Freund von Mercutio, oder?“ Der Angesprochene nickte. „Ich habe ihn soweit stabil, doch ich kann ihm nicht wirklich helfen, dafür konnte ich erst zu spät eingreifen.“ Benvolio sah zu Boden. Es war also zu spät für seinen besten Freund. „Nein, versteh das jetzt nicht falsch. ICH kann ihm nicht helfen, aber es gibt jemanden der es kann. Meine Mentorin. Ich kann hier nur nicht weg um sie zu informieren.“ Benvolio sah die Heilerin jetzt auffordernd an. „Das kann ich übernehmen. Sag mir nur wo sie zu finden ist.“ „Ich hatte gehofft, dass du das sagst. Hier ist ein Zettel mit der Wegbeschreibung. Normalerweise ist es ein Ritt von drei Tagen.“ Benvolio nahm den Zettel an sich. „Dann werde ich mich direkt auf den Weg machen.“ „Du musst dich beeilen, ich kann Mercutio wahrscheinlich nicht länger als sieben Tage in seinem Zustand halten.“ „Das sollte ich schaffen.“ „Beeile dich trotzdem und Benvolio, Tybalt wird bald wieder auf den Beinen sein. Und dann sollte ihm Romeo wohl besser nicht über den Weg laufen. Ich will nicht noch weiter Verletzte. Bitte suche ihn.“ Das war klar. Tybalt würde Rache wollen „Das werde ich machen.“ Er machte eine Pause, dann viel ihm aber noch ein, dass er weder den Namen der Heilerin noch irgendwelche Informationen zu ihrer Mentorin kannte. „Wie erkenne ich eigentlich deine Mentorin?“ „Oh sie wohnt alleine in einer kleinen Hütte. Sie heißt Leandra. Sag ihr, Melinda schickt dich und es ist dringend. Bring sie direkt hierher.“ „Danke Melinda, dann werde ich mich auf den Weg machen.“ „Ich werde mich jetzt auch wieder um die beiden Verletzten kümmern. Viel Glück Benvolio.“ Melinda ging wieder in die Kirche und Benvolio überlegte angestrengt, wohin Romeo geflüchtet sein konnte. Der junge Mann war sich sicher der Gefahr bewusst, in welcher er schwebte, da er einen Capulet angegriffen hatte. Außerdem ging er vermutlich davon aus, dass Mercutio und Tybalt tot waren. Er hatte doch die Ankunft der Heilerin nicht mehr mitbekommen. Nun musste er sich also mal wieder auf die Suche nach seinem Cousin machen, doch diesmal war die Situation ernst. Romeos Leben war in Gefahr und wenn er sich nicht beeilte würde es Mercutio das Leben kosten. Warum musste ausgerechnet ihm das passieren? Und wo konnte Romeo sein? Vielleicht bei Julia, denn laut seiner Aussage konnte er ohne sie nicht mehr leben. Doch ob Julia ihn jetzt noch sehen wollte? Schließlich war Tybalt ihr Cousin und ihr Geliebter hatte ihn fast umgebracht. Andererseits waren die beiden so verliebt, da würde sie ihm das auch noch verzeihen. Aber in dieser Situation war es noch gefährlicher als sonst, als Montague bei den Capulets aufzutauchen. Allerdings musste er Romeo finden und das heute noch, damit er rechtzeitig zu dieser Leandra kam. Er würde sich jetzt also erstmal auf den Weg zu Julia machen. Hoffentlich wusste sie wo Romeo steckte.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast