Ich bin für dich da!

GeschichteDrama, Romanze / P16
Hanabusa Aido Ichiru Kiryu Kaname Kuran OC (Own Character) Yagari Toga Zero Kiryu
07.06.2017
03.12.2019
61
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10
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Kapitel 61: Die Erkenntnis


Selbst in adeligen Vampirfamilien herrschte eine warme Stimmung und die Blonde fühlte sich sehr wohl bei ihnen. Der Blonde Vampir liebte sie alle und hatte vermutlich geahnt, das sie nie so hasserfüllt ihr gegenüber reagiert hätten. Nie hätte er seine Familie der Gefahr ausgesetzt und in seinen Briefen wurde deutlich, das er ihr vertraut.
Es erfreute Hanabusa sehr Miray nicht so angespannt hier sitzen zusehen, sondern als ob sie es schon gewöhnt war unter Vampiren zu sein. Auch seine Familie hatte sie offen aufgenommen und erfreuten sich an das liebenswürdige Menschenmädchen. In der Zwischenzeit wurde von den Aidos der bekannte Rosentee serviert. So einen Geschmack kannte sie bisher nicht, aber er war eine köstliche Abwechslung.
Miray stach nicht besonders heraus, da auch sie die Manieren kannte und sich dementsprechend so benahm. So ruhig sie wirkte und sie keinen genau beäugte nahm sie eine leichte Unruhe war. Ihre Instinkte hatten sich gesteigert und ihre Intuition sagte auch was diese auslöste. Eine Person zögerte und das konnte sie auch verstehen, wobei es sie nicht stören würde.
„Entschuldigung wenn ich sie indiskret frage, aber sie gehen mit Ikuto Kakuyo auf Soireen oder?“ Sie hatte schon gemerkt, das dem Familienoberhaupt etwas auf der Zunge lag und damit nicht herausrückte.
„Es ist in Ordnung, es ist kein Geheimnis mehr. Aber ja es stimmt, das ich ihn hin und wieder begleitet habe.“
„Es ist ungewöhnlich, wenn nicht unvorstellbar gewesen, das jemand ein Mensch als seine Begleitung aussucht. Nichts gegen sie Miray, aber das Ikuto es tut als Reinblüter ist schon sonderlich.“ Der Mann erkannte es langsam und würde vermutlich zu gerne erfahren was diese Beweggründe waren. Sie stellte ihre Tasse Tee ab.
„Das sehe ich ebenfalls wie sie, aber man kann sich nicht entgegenstellen. Ich denke sie kennen Ikuto ein wenig und wissen wie fest entschlossen er ist was Entscheidungen betrifft.“ Der Mann wirkte was betrübt und nickte. Jeder kannte die Macht der Reinblüter, was es betraf Einfluss zu haben.
„Ich habe es akzeptiert und vielleicht sollte es so kommen, also muss ich mich nicht mehr schämen wie es gekommen ist. Die Unterstützung die ich bekommen habe hat mir geholfen, darunter auch ihr Sohn. Sie können wirklich stolz auf ihn sein. Hanabusa hat mir so sehr geholfen, das ich ihm kaum was zurückgeben kann. Ich glaube an ihm, das er die Welt mit seinen Forschungen verändern kann.“ Miray blickte gar nicht zu ihren Blonden Freund, denn sie ahnte wie er sie anschaute. Sie behielt recht, denn er schaute sie mit glänzenden Augen und einen leichten roten Schimmer an während er überrascht über ihre Worte war. Das Oberhaupt lächelte zufrieden und auch ihm sah man den Stolz zu seinen Sohn an.
„Das sind wir und glauben es eben so. Er hat noch so viel vor sich. Sie sind immer hier willkommen, denn ihm liegt viel an ihnen. Vielleicht bringt ihr uns demnächst eine freudige Neuigkeit.“ lachte der Vater des Vampirs am ende heiter auf.
„Vater!“ ermahnte Hanabusa ihn mit roten Gesicht und die Blonde wirkte was verlegen.
Sie konnte kaum glauben, das der Ältere andeutete, das zwischen ihnen mehr passieren könnte, vielleicht sogar eine Heirat. Aber Vampir und Mensch würde eine gewisse Problematik mit sich bringen. Sie würde nicht so lange leben wie er und obwohl es ihr schon immer klar war hatte sie es ausgeblendet.
Jetzt wurde ihr erst bewusst, das dieses Problem schon herrschte. Zero war ein einer von ihnen und würde sie überdauern. Hatte er es auch erkannt und näherte sich ihr deswegen nicht so an? Schmerzlich zog sich ihre Brust zusammen und überlegte ob er etwas schon angedeutet hatte. Seid sie den Entschluss gefasst hatte Zero zu finden wollte sie bei ihm bleiben und das ab sofort.
Jetzt sah sie die Tatsache vor Augen, das sie nicht für immer zusammen sein würden. Er würde nicht älter werden die Jahre im Gegensatz zu ihr. Wie konnten sie denn dann eine Beziehung führen, wenn sie eh bald enden würde? Für ihn würde die Zeit schnell vorbeigehen und nach allem wusste sie, das es ihm weh tun würde, wenn sie gehen würde. Der Blonde Vampir sah das etwas nicht mit ihr stimmte und berührte sie vorsichtig an den Schultern. Ruckartig fuhr sie zu ihm und er bemerkte wie eine Träne aus ihren Auge hervorkam.
„Ich danke euch für das Verständnis, aber ich glaube Miray braucht Ruhe.“ Mit diesen Worten verabschiedetet er sich für den Abend bei seiner Familie und zog sie sanft mit sich. Als er ihre Hand nahm spürte er das zittern was von ihr ausging.
„Es tut mir leid, das ich die Stimmung ruiniert habe.“ sagte sie als beide an sein Zimmer ankamen.
„Schon gut, aber was ist los?“ Sie betraten es und kein Wort kam von ihr, sondern sie blickte unruhig umher. Zwar konnte sie dem Vampir alles sagen, aber diese Erkenntnis kam ihr zu schnell, das sie es erstmal selber verarbeiten musste.
„Weißt du noch als du sagtest du hältst nichts von Eliteschüler?“
„Ja und ich halte immer noch nichts von ihnen auch wenn sie den Adel angehören.“ Der Blonde schmollte, was Miray jedoch zum lachen brachte.
„Aber ich dachte du vergötterst mich jetzt.“
„Du weißt wie du mich aufheitern kannst und mich zum reden bringst, eigentlich ist es sogar ein wenig nervig wie schwach ich werde.“ sagte sie und schüttelte grinsend den Kopf.
„Nun ich kenne dich zu gut! Aber ich lasse dich nicht in Ruhe ehe wir sprechen, also zieh dich um und wir reden.“ Erneut betrat die Blonde das Badezimmer und zog sich den Schlafanzug an der schon bereit lag. In der Zeit tat der Vampir dasselbe und saß schon auf sein Bett. Als sie wieder kam ließ sie sich stumm neben ihm fallen.
„Was ist mit dir und Kiryu-kun? Hast du seinetwegen geweint?“ Sie murmelte leise etwas vor sich her. Das er das schon wieder erkannte konnte sie kaum glauben und langsam fühlte sie sich wie ein offenes Buch. Die Müdigkeit ergriff sie auf einmal immer mehr, aber einschlafen wollte Miray noch nicht.
„Ach es ist kompliziert. Ihm geht es nicht gut und ich fühle mich so hilflos. Dein Vater hat mich nur daran erinnert, egal was passieren würde, ich würde nicht ewig bei ihm sein und auch bei dir nicht.“
Instinktiv schmiegte sie sich näher an die Wärmequelle. Für sie zu lange Zeit haben die beiden sich nicht gesehen und wollten so Zeit aufholen, deswegen kam es dazu, das sie bei ihm übernachtete und das auch noch in seinem riesigen Himmelbett. Es war wie eine Übernachtungsparty, nur mit weniger Spaß. Nachdenklich starrte er an die Decke als er das hört und legte einen Arm um sie.
„Ich dachte ihr würdet nun zusammen sein, egal ob du ein Mensch bist.  Es würde eine Lösung geben, das weißt du und auch wenn nicht, dann ist man für die Zeit mit dir dankbar.“
„Zero ist wie im Wahn auf der Jagd zu sein, das lässt ihn unerreichbar sein. Wenn ich denke ich komme ihm ein Stück näher kommt etwas dazwischen und wir stehen wieder am Anfang. Vielleicht empfindet er auch nichts mehr für mich, gerade weil er die Problematik nun erkannt hat und nicht möchte das ich auch so ein Leben führen soll. Anders denke ich er kann es nicht ertragen.“ Das klang ganz nach Zero Kiryu, dachte sich der Blonde. Missmutig seufzte er auf. Das klang wie ein Drama und das gefiel ihm absolut nicht. Seine beste Freundin war nicht glücklich.
„Ich glaube ich muss ihm mal in den Hintern treten! Wie kann er dich so behandeln!“ Miray lachte auf und blickte zu ihm hoch. Er hatte sich nicht geändert und das tat ihr gut so etwas zu erleben. Um ihr herum hatten sich einige verändert, genau so wie sie selber, aber Hanabusa Aido war derselbe wie vor einen Jahr.
„Er macht dich fertig, glaube mir und das kann ich nicht zulassen.“
„Es bestimmt nicht wahr.“
„Was?“
„Das er nichts für dich empfindet. Er ist doch daran gewöhnt wegzulaufen, sich vor der Wahrheit zu verschließen. Ich habe eure Blicke gesehen, das kann nicht einfach so verschwinden.“ antwortete er der Blonden.
Nachdenklich ging sie seinen Worten nach. Eigentlich hatte er Recht, wenn sie an den letzten Vorfall zurückdachte. Als Zero sie zu Boden brachte beim Training und sich über sie gebeugt hatte waren sie sich so nah. Würde er sie nicht mehr so mögen hätte er sich eher entfernt. Er wollte nie einsehen was aus ihm wurde und vermutlich galt es auch bei seinen Gefühlen. Hatte er denn so eine Angst? Wovor denn? Miray hatte ihm doch auch die gleichen Signale übermittelt, was hielt ihn denn davon ab? Angestrengt vom nachdenken stöhnte sie auf und schmiegte sich wieder an ihm.
„Warum muss das so kompliziert sein?“
„Zeig ihm einfach wie wichtig dir das ist. Sperre ihn ein und stelle Zero zu Rede.“ gab er ihr den Rat und strich ihr sanft über Haar.
Das beruhigte sie immer mehr und ließ sie die Augen schließen. Den Blonden entwich ein Gähnen und schien nicht weniger müde zu sein als die Frau neben ihm. Als er zu ihr blickte wusste Hanabusa, das sie eingeschlafen war. Ihre Atmung war beim hinhören ruhig und gleichbleibend. Nach den aufregenden Stunden und den Tagen zuvor bekam sie die ersehnte Ruhe.
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