Ich bin für dich da!

GeschichteDrama, Romanze / P16
07.06.2017
18.05.2019
39
63318
6
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Kapitel 32: Die Akzeptanz des anderen



Rechtzeitig war ich im Klassenzimmer wieder gehuscht und setzte mich neben mein besten Freund. Den Brief versteckte ich schnell in mein Tagebuch und würde ihn später lesen. Es war immer noch kaum zu glauben, das Ichiru nun hier war. Noch etwas aufgewühlt fuhr ich durch mein Haar.
„Ist alles in Ordnung?“
„Ja keine Sorge, aber die Frage müsste ich dir stellen, schließlich betrifft es dich mehr.“ antwortete ich rasch und schaute zur Seite. Er stützte ein Arm auf den Tisch ab und bettete sein Kopf auf die Handfläche. Sein Blick hatte etwas nachdenkliches und etwas verletztes.
„Alles gut, denn ich habe zugestimmt das er die Schule besucht.“ Was?! Überrascht blinzelte ich mehrmals und zog an seinen Ärmel. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein, warum hatte er es mir nicht gesagt gehabt?
„Ist schon okay, er wird nichts tun und ich glaube es ist besser so.“ sagte er und ergriff meine Hand als ich nicht aufhört zuziehen.
„Ich glaube auch nicht das er was tut, aber ich hätte es gerne gewusst. Zero was ist los, da ist doch mehr oder?“ Es war irgendwie alles komisch. Woher kannte Yuki ihn denn?
„Es tut mir Leid, ich erkläre es dir ein anderes Mal okay?“ Hatte ich eine andere Wahl?
Immer noch hielt er meine Hand sanft in seine und ließ mich seid längeren wieder daran denken wie nah wir uns gekommen waren. Jetzt wo Ichiru wieder da war könnte es ein schlechter Zeitpunkt sein ihn darauf anzusprechen. Ich nickte und er ließ meine Hand los damit wir die Aufmerksamkeit nach vorne richteten.
Unbewusst umfasste ich die Hand und versuchte mich zu konzentrieren, aber ich war viel zu sehr abgelenkt. Mir ging alles mögliche durch dem Kopf. Ein Teil übernahm Zero indem ich mich fragte was ihn dazu bewegte mir näher zu kommen, wenn er mich erst nie mehr wiedersehen wollte um mich zu beschützen. Der andere Teil drehte sich um den Zwilling des schon genannten wo ich mich ernsthaft fragte was mit ihm geschehen ist, wo er war und warum er mir eben so nichts sagte.
Mein Schädel platzte schon bald und ich ahnte, das es so weiter gehen würde.

Ein Tag darauf behielt ich Recht. Die Gedanken kreisten förmlich und ich meldete mich schon für den Übergang quasi krank bei Yuki und Zero. Den Übergang würde ich heute nicht überleben. All das Gekreische besserte meine Kopfschmerzen nicht. Das ich keine Lust hatte spielte auch eine geringe Rolle, aber hauptsächlich war es durch den mangelnden Schlaf. Ich massierte meine Schläfen als ich gerade den Raum verließ.
Man ich sollte mir echt weniger Gedanken machen. Ich hatte einmal eine solche unangenehme Erfahrung durch gemacht und nochmal wollte ich es nicht. Zuerst verursachte Zero mir solche Gedanken und jetzt Ichiru. Beide hatten so eine ungemeine Wirkung auf meine Gedanken, das ich es mir nie vorgestellt hatte. Ich hoffte wirklich das es nur diesen Tag so ging. Unsagbar froh war ich als der Schultag sein ende fand und ich gehen konnte.
Seufzend blieb ich jedoch kurz vor dem Klassenraum stehen und drehte mich um als ich eine bekannte Lache vernahm. Eben so verließ auch der jüngere Zwilling den Raum und schaute mich an. Ich hatte eher damit gerechnet das er einer der ersten war der ging, aber da täuschte ich mich. Vielleicht war dies meine Chance, schließlich wusste ich nicht wann demnächst mir solch eine erneut kommen würde.
„Was seufzt du denn so schwer?“
„Es ist nichts, aber ich glaube wir müssen reden Ichiru.“ Ich wollte Antworten und da ich sie zuvor nicht bekam verlangte ich nun danach und diesmal würde ich mich nicht abwimmeln lassen.
Immer noch ungläubig über sein Auftauchen schaute ich ihn an als ich sprach, was er nur mit einem grinsen quittierte. Dieses Bild ließ mich seid langen an etwas erinnern. An die Zeit wo wir glücklich zu dritt waren und noch nichts geschehen war. An unsere erste wirklich Verbindung zu dritt und der eigentlich beginn unserer Freundschaft.

Der Winter hatte sein Ende gefunden und ließ die langsam warme und wohltuende Wärme seines Nachfolgers den Antritt. Die Vögel würden vergnügt zwitschern und die schönsten Frühlingsblumen blühten. Das unschuldige Weiße der kalten Winterzeit hatte etwas wundervolles schönes gehabt, aber jetzt erwachten alle aus ihre halbstarre.
Während Zero sich bei den Meister befand und trainierte befand sich der jüngere Zwilling wo anders. Zwar in der nähe, aber auf das Training verzichtete er heute. Nachdenklich schaute er ein Punkt in der Umgebung an und erschreckte sich kurz als er ein Gequietsches Ah hörte.
„Miray?“ Verblüfft über ihr plötzliches Auftauchen schaute er sie an, was sie nur zum grinsen brachte.
„Schön dich zusehen Ichiru!“ Ehe er reagieren konnte umarmte sie ihn. Sie kannten sich noch nicht lange vielleicht gerade 1 Monat und trotzdem ging sie mit ihm so um als ob sie ihn schon immer kannte.
„Ich dachte du bist weg.“
„War ich, aber ich wollte euch wiedersehen und wollte euch überraschen. Freust du dich nicht?“ fragte sie am ende etwas ängstlich als sie sich von ihm löste. Immer noch überrascht blickte er sie an.
„Quatsch ich freue mich! Ich habe bloß nicht damit gerechnet so bald und das du mich nicht mit Zero verwechselt hast, schließlich sehen wir uns gleich.“ Der Junge vor ihr schien schon etwas verletzt zu schauen, da er es wohl gewöhnt war.
„Mag sein, aber ich kann euch gut auseinander halten, schließlich habt ihr nicht dieselbe Aura und eure Blicke sind nicht dieselben.“ widersprach das blonde Mädchen lächelnd und lachte am ende als sie das überraschte Gesicht des Silberhaarigen sah.
„Findest du das wirklich?“
„Ja du bist der fröhlichere von euch und ihr gleicht euch damit aus und dich umgibt eine positivere Aura.“ Leicht lächelte der Junge zurück ehe er sie umarmte.
Das überraschte wiederum die Blonde sehr. Diese liebevolle Geste hatte sie beobachtet wie er Zero entgegenbrachte. Das er sein Bruder so sehr liebte verstand sie gut, schließlich waren sie Zwillinge, da hatten sie eine starke Verbindung zueinander. Jedoch, das er auch sie nun so an sich drückte zeigte ihr, das Ichiru sie mögen müsste.
Schnell hatte sie eine Verbindung zu sein Bruder aufgebaut und er schien eher zurückhaltend ihr gegenüber zu sein. Hatte er angst gehabt, das Zero ihn vernachlässigen würde? Diese Sorge, falls sie vorhanden war wäre ab diesen Zeitpunkt nun verschwunden gewesen. Glücklich erwiderte sie seine Umarmung. Endlich akzeptierte er sie vollkommen.
„Danke Miray und es tut mir leid das ich dir gegenüber so unfreundlich war.“
„Nicht schlimm, schließlich muss ich wohl so ein Eindringling für dich gewesen zu sein.“ Sie lösten sich und schauten sich an. In seinen Kinderaugen lag wie ein Funke Reue.
„Ja ich war etwas eifersüchtig auf dich. Zero ist gegenüber anderen nicht so und plötzlich bist du da gewesen und es war anders. Er lacht deinetwegen und lächelt viel mehr. Das hat kein anderer bis jetzt geschafft. Das du in dieser Zeit das erreicht hast ließ mich so fühlen. Es tut mir Leid.“ Sie konnte es nicht ganz vorstellen, das er eifersüchtig auf sie gewesen war.
Ihr war bewusst gewesen, das Zero ein schweren Charakter hatte und dennoch hatte sie es geschafft, das er sich ihr gegenüber öffnete. Ja sie hatte es irgendwie geschafft und konnte nicht ahnen was dies in Ichiru ausgelöst hatte. Er war es gewohnt mit Zero alleine zu sein und jetzt war jemand anderes noch dazu gekommen.
„Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, schließlich verstehe ich dich. Ich habe nicht versucht dich zu verstehen, denn ich kenne so etwas nicht. Aber ich freue mich sehr das du mir diese Chance gibst und wir werden uns gut verstehen! Ich weiß das ihr nicht gleich seid und ich würde dich nie mit Zero vergleichen. Wie gesagt, ich mag dich und ich hoffe du kannst es auch bald von dir aus sagen, das auch du mich magst.“ Lächelnd nickte er und lud Miray zum Abendessen ein.
Es war der erste Abend an dem sie am Tisch mit den beiden saß und nun wusste das alles gut war.
Review schreiben
'