Till I break you

von Cenedra
GeschichteFantasy / P18
07.06.2017
07.06.2017
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Da sind wir nun bei meiner ersten Fanfiction, ich hoffe sie gefällt euch und ihr habt Spaß beim lesen.

Ganz Liebe Grüße
Eure Cenedra



In ihrem Reich taten alle, was sie wollte. Sie hatten Angst vor ihr, doch das war ihr nicht wichtig. Es gab viele Geschichten über sie und sie hatte viele Namen, aber der geläufigste war Lilith. Sie herrschte über die Dämonen und nur selten wagte es jemand, sich ihr zu widersetzen. Einer dieser seltenen Fälle war Kazuki, auf den sie ungeduldig wartete und der jedoch jeden ihrer Rufe ignorierte. Elegant schritt sie in ihrem blutroten Kleid auf ihren Thron zu. Jeder Diener verneigte sich und ging ihr aus dem Weg, was ihr ein herzloses Lächeln auf die Lippen zauberte. Als sie an ihrem Thron ankam, ließ sie sich auf diesem nieder und ließ ihren Blick durch den Thronsaal schweifen. Einer ihrer Diener stolperte bei ihrem Blick über seine eigenen Füße und ihr entfuhr ein Lachen. Doch es war ein kaltes Lachen, jeder wusste, dass dieser Diener die längste Zeit gesehen wurde.
"Bringt ihn in den Kerker", befahl sie einem nahstehenden Diener. Dieser folgte ihren Worten auf die Sekunde, denn er wusste, dass ihm sonst dasselbe Schicksal treffen würde. Mit ihrem Blick folgte sie den beiden, bis sie den Thronsaal verließen und in ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken über die Möglichkeiten. Doch sie würde sich Zeit lassen, denn je länger ihr Opfer warten musste, umso mehr Angst hatte er.
Als sich die Tür zum Thronsaal erneut öffnete, dachte sie, dass es der Diener war, der zurückkam, doch als sie ihren Blick hob, sah sie, dass es Kazuki war, der den Saal betrat. Ihr Blick wanderte über ihn, denn er war besonders. Nicht wegen seiner Ohren, die in menschlicher Gestalt immer noch die eines Polarfuchses waren, auch nicht weil er neun Schwänze hatte, sondern weil er es wagte, sie zu Ignorieren.
"Was verschafft mir die Ehre, dass du meinem Ruf folgst, Kazuki?", fragte sie ihn, als er auf sie zukam. Er war nicht wie andere Dämonen, denn er bekämpfte seine eigene Art, er half Menschen und Schattenweltlern. Das war etwas, dass sie bis heute nicht verstehen konnte. Nun hoffte sie, dass er ihre Fragen endlich beantworten würde
Er blieb einige Schritte vor ihrem Thron stehen und sah sie an, als würde er überlegen, was er antworten sollte, doch er wusste das Lügen nichts bringen würden, denn sie würde es sofort merken.

"Lilith-sama, ich wusste, das ich Euch nicht ignorieren kann, denn ich habe es lange genug ausgereizt", antwortete er ihr und blieb stehen. Er wusste nicht, was er von der ganzen Situation halten sollte, denn er war nicht gern in Edom. Sein Vater war ein Dämonenfürst und so wusste er, dass er dem Ruf irgendwann hatte folgen müssen. Wenn er gekonnt hätte, dann hätte er ihn noch länger ignoriert, doch wie sollte er der Königin und Mutter aller Dämonen weiter aus dem Weg gehen, ohne seinen Tod zu riskieren? Es war nicht möglich, denn er hatte viel darüber gehört, dass Dämonen nie wieder gesehen wurden, nachdem sie Lilith ignoriert hatten. Dass Lilith Edom verlassen würde, um ihn zu finden, dabei war er sich mehr als sicher.

Lilith sah zu ihren Dienern und befahl ihnen, einen Stuhl und ein Glas Sake zu holen, denn auch wenn sie die Königin war, wollte sie es ihm so angenehm wie möglich machen. Sie hatte eine Vorliebe für Kazuki, wollte ihn für sich gewinnen und ihn in ihrem Reich behalten und doch wusste sie, dass er nicht einfach bei ihr bleiben würde. Sie war eine Frau, auch wenn sie eine Dämonin war. Ihr Bedürfnis, nicht für immer alleine zu sein, spürte sie jeden Tag und es brannte in ihr wie ein Feuer. Sie hatte ihre Wahl getroffen und diese war auf Kazuki gefallen. Er war ein Krieger und selbst bei seinem Besuch bei ihr trug er seine beiden Katana bei sich und das zeigte ihr, dass er jederzeit für einen Kampf bereit war.
Der Diener kam mit einem Stuhl und einer Karaffe Sake zurück, den Stuhl stellte er neben den Thron und den Sake mit einem Glas auf den kleinen Tisch daneben. Als er anschließend Lilith ansah, als würde er auf weitere Befehle warten, sah sie ihn mit einem kühlen Blick an.
"Du kannst gehen", kam es über ihre roten Lippen, ehe sie ihr Wort an Kazuki wandte.
„Nimm doch Platz und trink etwas mit mir"
Ihr Blick folgte jeder Bewegung von Kazuki und sie beobachtete jede Regung der Muskeln, die sich anspannten und wieder entspannten. Kazuki ging auf den Stuhl zu und legte die Katana ab. Langsam setzte er sich hin und sah dann zu Lilith hoch, als sie ihr Glas hob und ihm hinhielt, um mit ihm anzustoßen. Einen Moment dachte Kazuki darüber nach und goss sich dann einen Sake ein. Er hob sein Glas und stieß mit Lilith an.
"Warum wolltet Ihr mich sehen, Lilith-sama?", fragte er sie direkt, bevor er einen Schluck aus dem Glas nahm. Lilith dachte einen Moment über seine Frage nach, denn sie war sich nicht sicher, was genau sie sagen sollte. Sie konnte ihm schließlich nicht sagen, dass er sie mehr interessierte, als es sollte. Dann entschied sie sich für eine einfache Antwort.
"Ich wollte mit dir reden, denn du verhältst dich nicht wie ein Dämon. Du kämpfst gegen deine eigene Art und stehst den Menschen bei", kam es ihr über die Lippen und dann trank sie einen Schluck Wein. Ihr Blick glitt durch den Raum und sie dachte darüber nach, dass sie hier eigentlich einsam war. Ja, sie hatte ihre Diener und sie hatte die Dämonen, aber dennoch war sie einsam. Es gab Momente, in denen sie die Mundies beneidete, auch wenn sie dies niemals zugeben würde. Sie konnten lieben und wurden geliebt und das nicht, weil sie sonst starben, sondern sie wurden ihretwegen geliebt. Auch Schattenwesen liebten. Es gab Beziehungen zwischen Schattenwesen und Menschen und selbst Schattenwesen und Schattenjäger konnten Beziehungen führen, die funktionierten. Aber bei Dämonen sah es anders aus. Sie waren von Grund auf böse. Dennoch hatte sie Gefühle und diese in Worte zu fassen, lag ihr nicht. Vielleicht konnten auch Dämonen Beziehungen führen, nur auf andere Art und Weise als Menschen und Schattenwesen oder Schattenjäger. Aber es gab sicher eine Möglichkeit und diese würde sie sicherlich finden.