fallen

KurzgeschichteAllgemein / P16 Slash
Doubt Doubt / Jeje Mikuni Alisuin Tsurugi Kamiya
06.06.2017
06.06.2017
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Heiiii ^^' Willkommen in meinem Kopf! Ich bin kein guter Schreiber (Hut ab an die, die es können!) und ich mache gerne Fehler in der Rechtschreibung also bitte seid nicht so hart zu mir >.<
Und ein danke an die, die trotz meiner crappy Kurzbeschreibung auf die Story gegangen sind xD <3


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Letzte Nacht hatte ich einen Traum. Es war mitten in der Nacht, als ich mich selbst inmitten von Flammen sah. Das Holz knisterte und die Wände des alten Gemäuers brachen nach und nach zusammen. Hastig sah ich umher, suchte verzweifelt vertraute Gesichter.
Lily…? Misono…? Papa…?
Niemand antwortete, jedoch spürte ich hinter mir etwas und wand mich herum. Meine Augen öffneten sich schlagartig vor Freude. Ich erkannte ihre Shilhouetten und versuchte meine Hand nach ihnen zu strecken.
Hilft mir! Bitte…!
Doch niemand kam, niemand griff nach meiner Hand. Die Flammen gingen auf meinen Körper über und hielten mich am Boden.
Hilft mir…bitte…
Nur langsam bewegte sich die Silhouetten auf mich zu. So weit, dass mich die verachtenden Blicke durchstachen. In Lilys Hand eine zerbrochene Gaslampe...
Was…? Warum…?
Doch ich bekam keine Antwort. Sie hoben Ihre Füße und ich spürte sogleich Druck auf mir, der mich gen Boden hielt. Der Druck wurde so stark, dass das Holz unter mir zusammenbrach und ich herunterstürzte. Ich schrie auf, versuchte mich an irgendwas festzuhalten, doch fiel immer weiter in die schwarze Tiefe, die kein Ende nahm. Mitten drinnen hörte ich stimmen, Verachtung und sah meine eigene Mutter tot am Boden. Meine Stimme verlor langsam an Klang und ein heiserer Schrei gemischt mit Tränen kam zum Vorschein...


,, Mikuni! Mikuni!"
Ich zuckte zusammen, die Schwärze verschwand und tauchte erneut auf, jedoch diesmal nicht bedrückend, sondern auf eine Art beruhigend. Mein Blick auf rote Augen, die mich anstarrten.
,,Mikuni..."
Das Licht neben mir wurde angeschaltet und ich kniff meine Augen zusammen, die feucht von Tränen waren.
,,Alles okay?"
Mein Blick wandte sich von ihm ab. „Alles Bestens.“
Mit einem Ruck stand ich von der Matratze auf und ging ins Bad um mir das Gesicht zu waschen. Im Spiegel betrachtet sahen meine Augen trüb aus, meine Haut war blasser als sonst und ich spürte die Übelkeit in mir hochkommen. „Wie viel Geld haben wir noch?“
„Wir können das Zimmer hier noch gerade bezahlen.“
Ich nickte leicht. „Wie viel Uhr?“
„3 Uhr.“
Ich stützte mich ans Becken und nickte. „Pack‘ unsere Sachen…wir gehen jetzt.  Wir brauchen das Geld um uns essen zu kaufen.“
Er antwortete nicht, ich spürte aber, dass er seine Aufgabe anfing zu erledigen. Währenddessen wischte ich mir den Schweiß von der Stirn und machte mich fertig. Wir waren auf der Flucht und auch wieder nicht. Niemand wollte uns umbringen, wahrscheinlich suchte nicht einmal jemand nach uns. Ich lief vor mir selbst fort und vor dem, was geschah. Er folgte nur. Ein kleines Geräusch vom Reißverschluss holte mich wieder zurück in die Realität und ich richtete mich auf. Ich nahm den großen Rucksack auf den Rücken und öffnete das Fenster. Es war schwer das Gleichgewicht zu halten, aber alles was sich in diesem Rucksack befand, war das einzige, was zu mir gehörte, ich wollte ihn niemandem abgeben. Die Kühle ließ mich durchatmen. Nach einem kurzen Moment spürt ich die langen und schmalen Arme Jejes, die mich an der Hüfte fassten. Mit einem Ruck sprang er aus dem Fenster, sorgte dafür, dass ich sanft aufkam und ließ sich dann erst in Form einer Schlange auf meiner Schulter nieder. Die Herberge in der wir waren war abseits von der überfüllten Stadt, doch dahin mussten wir zurück, wenn wir essen haben wollten. So lief das bereits seit 4 Wochen. Wir suchten uns einen Schlafplatz, weit weg von allem und irgendwas zum Essen, was den Hunger auf lange Zeit stillte. Das Geld bekam ich, nachdem ich meine Kette an einen Händler verkaufte. Es war ein Erbstück. Der Erstgeborene der Familie Alisuin bekam diese Kette zur Geburt geschenkt und sollte es so lange tragen, bis er selbst Vater eines Jungen wurde. Sie war komplett aus Gold mit einem kleinen Diamanten. Auf der Rückseite das Familiensymbol der Alisuins eingraviert. Nur durch den Verkauf konnten wir uns sowas leisten. Doch war nicht mehr viel übrig. Unser Vorrat war fast aufgebraucht und es erwies sich als schwierig irgendwo einen Ort zu finden um dort zu arbeiten. Man wird nicht sonderlich ernst genommen, wenn man erst 16 ist.
„Werde erstmal erwachsen.“, „Geh nach Hause, Junge.“, „Wissen deine Eltern wo du bist?“
Fast täglich kamen die gleichen Antworten. Es war selten, wenn man wirklich mal etwas bekam. Und selbst da muss man darauf achten, wo. Sobald ich fragen ging, blieb Jeje unter meiner Kleidung, nur für den Notfall. Das alles kannte ich nicht und dachte auch nicht, dass ich es jemals brauchen würde. Oftmals fragten mich Fremde über meine Vergangenheit aus, gierten nach mehr und drängten mir ihre Hilfe auf. Hätte ich Mitleid gewollt, wäre ich betteln gegangen, hätte mir eine Hilfsorganisation gesucht oder sonst irgendwas.
Viel Zeit verstrich und der dichte Wald öffnete sich und ich kam an einer Art Kreuzung an. Eine schlecht beleuchtete Hauptstraße mit etlichen Seitengassen, die in verschiedenen Farben aufleuchteten. Dort schienen sich die Menschenmassen zu sammeln, also blieb ich lieber da, wo es ruhiger war. Mein Blick wanderte etwas umher. Kurz bekleidete Frauen stiegen in Wagen, verschwanden mit verschiedenen Männern hinter Türen oder blieben direkt an einer Laterne stehen. Eine Frau mit langen blonden Haaren streckte sich zu einem schmalen Mann hoch und fing an ihn zu küssen, mein Blick folgte jedem ihrer Bewegungen. Sie waren präzise und flüssig. Man konnte angewidert den befriedigten Blick des Mannes beobachten. Sie fuhr mit ihren Händen seinen Körper hinab und begann sich vor ihm zu positionieren. Er drückte ihren Kopf wie ein Stück Vieh an seinen Genitalbereich und man spürte förmlich seinen Willen zum Überlegen sein. Sein selbstgefälliges Grinsen war abartig, doch sie wehrte sich nicht. Sie öffnete mit einer Hand sogar noch seinen Gürtel und strich mit der anderen über seinen Hintern. Ihr Gesicht sah mit Lust erfüllt aus, doch ihre Augen warfen einen angewiderten Schatten, er merkte es nicht. Sie lullte ihn ein, nur mir ein paar Bewegungen und machte ihn Schwach, obwohl sie körperlich unterlegen war. Fast wie eine Schlange klaut sie sich den Geldbeutel aus seiner Hosentasche und fuhr mit ihrer Arbeit vorne herum fort.
„Was ist denn los, Junge? Interesse dir ein bisschen Geld dazu zu verdienen?“
Mein Körper spannte sich vor Schreck kurzzeitig an, es war ein dickerer Mann, groß gebaut und optisch hatte es Gott nicht gut mit ihm gemeint.
„Du willst mir einen Job geben?“ Er hielt mir einen ganzen Batzen Geld entgegen.
„Nur heute Nacht. Du siehst hungrig aus, etwas abgemagert bist du auch. Komm doch einfach mit und ich bereite dir ein Festmahl.“
Er hielt mir seine Hand entgegen, das leise Zischen von Jeje wurde immer lauter, doch ich ignorierte es, stattdessen nickte ich nur und ging neben dem Mann her. Er führte mich in eine dunkle Gasse, abseits von anderen Menschen.
„Wie ist überhaupt dein Name, Bursche?“
Ich sah mich immer noch um, nicht gewollt ihm ins Gesicht zu gucken. Zeitgleich spürte ich wie Jeje unter meiner Kleidung immer nervöser wurde und sich herumbewegte.  „Mikuni.“ Ein plötzlicher Schmerz an der Schulter ließ mich zusammenzucken und aufzischen. Er hatte mich gebissen…
Der Mann blieb stehen, folgte meinem Blick und fing dann an mich erneut zu mustern. Er umgriff plötzlich mein Handgelenk und drückte mich unsanft gegen die kalte Wand der Häuserreihe, mit seiner schwitzigen Hand packte er mein Gesicht und drehte es gewaltsam zu sich.
„für einen normalen Straßenjungen bist du wirklich hübsch. Warst wohl vorher ‘was Besonderes, hm?“, seine Hand ging langsam runter und schob mein Oberteil ein Stückchen hoch. „Hör zu…du bekommst, was du möchtest. Du musst nur brav sein und das tun, was ich dir sage ohne nach deiner Mami zu schreien, kapiert…?“
Bevor ich überhaupt hätte reagieren können spürte ich, wie die Schlange aus  der offenen Stelle des Oberteils kroch und sich binnen einer Sekunde in ein augenscheinlich menschliches Wesen verwandelte und sich zwischen mir und den Mann aufbaute. Die Feuerwaffen zielsicher auf den Mann gerichtet.
Mein Herz raste wie verrückt, dem Mann stand der Schock nahezu im Gesicht geschrieben und er fiel zu Boden, ein hoher Schrei erklang aus seiner Kehle und der Angstschweiß rollte ihm jede einzelne Falte hinunter.
Doch das war nicht das was ich wollte…
„JEJE!“, mit einem Ruck an seinem Pferdeschwanz zog ich seinen Kopf nach hinten, weg vom Mann. „Was soll der Scheiß?! Verwandel dich sofort wieder!“
Seine roten Augen verengten sich. „Wolltest du dich etwa für Geld prostituieren? Für so einen Menschenabschaum? Das ist abartig.“
Mein Griff wurde stärker und ich fing an zu fauchen. „Du hast kein Recht sowas zu sagen! Außerdem bilde dir so eine lächerliche Scheiße nicht ein! Das hätte ich niemals und soweit hätte ich es nicht kommen lassen! Verwandel dich wieder!“
Er reagierte nicht, sah mich nur an. Mein Ton wurde ernster. „Verwandel. Dich.“
Er zögerte, tat es aber dann doch. Ich nahm das Geld, was zu Boden gefallen war in die Hand und steckte es ein. An meinem Bein spürte ich wie Jeje versuchte sich hochzuwinden, doch ich blockte seinen Versuch ab, packte ihn gewaltsam und warf ihn einmal über den Kies. Meine Augen funkelten vor Wut. „Und wenn du es dich noch einmal wagst mich ohne Erlaubnis zu beißen…würdest du dir wünschen ich würde dich nur zu Boden schleudern.“
Ohne noch auf eine Antwort zu warten, oder den Mann auch nur zu beachten, verließ ich die Gasse so schnell es ging und versuchte weit weg zu kommen. Jeje folgte nur langsam und traute sich erst nach einer Weile wieder angekrochen zu kommen, denn die Sonne ging gerade auf…

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Also wenn ihr den ersten Teil nicht allzu doof fandet würde ich mich sehr über ein zwei nette Worte freuen x'3  bye!
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