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Don´t say I didn`t warn you.

OneshotTragödie, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
05.06.2017
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„I am a monster,I´ll hurt you.
And everyone I touch, in the end, will be burned too.
So keep your distance, from my love
Or wind up a victim,of my lust.
Don´t say I didn`t warn you.“



Aufgeregt wartete ich darauf das er nachhause kam, seit heute waren wir nun drei Jahre zusammen und ich wollte, dass es ein wundervoller Abend werden würde.
Als die Klingel sich endlich lautstark zu Wort meldete, sprang ich sofort auf und öffnete hastig die Tür.
Mit dem leichten Ansatz eines Lächelns gab er mir einen flüchtigen Kuss auf meine Lippen.
Ich wartete bis er sich Jacke und Schuhe ausgezogen hatte und nahm seine Hand vorsichtig in meine, um ihn in unser Wohnzimmer zu führen.
Dort hatte ich schon Chips, ein paar Snacks und einen interessanten Film bereitgelegt. Nachdem er den kompletten Tag in seinem Büro verbracht hatte dachte ich, das ein gemütlicher Abend zuhause das beste für ihn wäre. Ich legte den Film in den DvD Player und kuschelte mich dann zu ihm auf das Sofa.

Sanft zog er mich auf seinen Schoß und wickelte seine Arme um meinen Bauch. Genießerisch zog ich seinen vertrauten Duft ein und schloss dabei für ein paar Sekunden die Augen. Seine Haare kitzelten meine Wange, als er seinen Kopf auf meine Schulter ablegte. Den kompletten Film lang sprach keiner von uns beiden auch nur ein Wort, aber es war kein unangenehmes Schweigen. Es war diese Art von Schweigen die Geborgenheit ausdrückte.

Das Popcorn und die Snacks waren alle aufgegessen, als sich der Abspann des Filmes auf dem Fernseher abspielte. Kurz genoss ich noch seine Wärme, bevor ich mich sanft aus seinen Armen befreite und mich auf den Weg in die Küche machte. Dort holte ich die gute Flasche Sekt aus den Kühlschrank, die ich extra zur Feier des Abends gekauft hatte.
Eine ganze Stunde lang hatte ich mich in dem Laden beraten lassen, immerhin wollte ich nur das beste für ihn. Ich brachte die Flasche in das Wohnzimmer und holte dann noch schnell zwei edle Sektgläser. Dann füllte ich die zwei Gläser bis zur Hälfe auf und reichte ihm eines der beiden Gläser.
Lächelnd nahm er sein Glas entgegen und deutete mir mich wieder zu ihm zu setzen. Als ich es mir wieder auf seinem Schoss bequem gemacht hatte, stoßen wir auf viele weitere glückliche Jahre zusammen an.

Ich konnte nicht leugnen wie sehr ich ihn liebte und ich wusste das er das selbe für mich empfand. Der Satz „Ich liebe dich“ würde nicht einmal annähernd ausreichen um zu beschreiben wie wichtig mir dieser Mann war.
Ohne ihn würde ich keinen einzigen Tag mehr verbringen wollen. Unsere Vergangenheit war nicht immer einfach und eine Zeitlang dachte ich das meine Gefühle nie erwidert werden würden. Deshalb entschied ich mich auch damals für die Seirin und nicht für seine Schule. Jedoch hat sich am Ende alles so entwickelt, wie ich es mir sonst immer nur zu träumen gewagt habe.

Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als er mein Kinn packte und meinen Kopf zu sich drehte. Bevor ich irgendwas sagen hätte können lagen auch schon sanft seine Lippen auf meinen. Gierig erwiderte ich den Kuss. Eine seiner Hände verschwand unter meinem Oberteil und streichelte über meine Haut.
Ich konnte ein leichtes Stöhnen nicht verhindern, ich hatte schon immer sehr empfindlich auf seine Berührungen reagiert.
Doch plötzlich spürte ich kühles Metall an meinen Arm, ich löste mich aus dem Kuss nur um im nächsten Moment ein Messer zu entdecken. Wo kam das plötzlich her?
Doch mir blieb nicht viel Zeit um mir darüber Gedanken zu machen, die Klinge durchbrach meine Haut und wurde einmal quer über meinen Arm gezogen. Mir entkam bei den Schmerz ein Schluchzen und Tränen füllten meine Augen. Ich spürte wie das Blut aus der Wunde sickerte und auf seine Hose tropfte.

Ich wusste das er krank war und konnte mich trotzdem nie von diesem Mann fernhalten. Eigentlich hatte er es aber im Griff, er hatte mich nie angefasst und seit der Schule auch nie einen Rückfall gehabt. Ich konnte nicht verstehen wieso sich die Situation gerade so entwickelt hatte. Es gab doch überhaupt keinen Auslöser dafür.
Sie haben mich alle gewarnt, haben prophezeit, dass es so enden würde, aber ich wollte nicht hören.
Ich erinnere mich noch genau an das Gespräch mit Aomine-kun, so als wäre es erst gestern gewesen.

Er hatte mich angebrüllt und mich geschüttelt.
Seine Worte von damals hatten sich trotz allem in meinen Kopf gebrannt.
„Tetsu wach auf, dass wird niemals gut gehen. Du weist ganz genau wie er ist!
Warum muss es ausgerechnet er sein? Warum kann es nicht ich sein?“

Ich wusste damals nicht was ich darauf erwidern sollte, also bin ich einfach gegangen, habe ihn einfach dort stehen gelassen. Es tat mir leid aber ich konnte seine Gefühle nicht erwidern. Immerhin gehörte mein Herz schon einem anderen. Seit diesem Tag habe ich ihn auch nie wieder gesehen.
Mein Freund hätte das niemals toleriert und ich konnte ihn einfach keinen Wunsch ausschlagen, auch wenn das hieß meinen besten Freund nie wieder zu sehen. Er war alles was ich wollte und da war es mir auch ganz egal was alle anderen dazu sagten.

Meine Gedanken stoppten, als sich die Klinge erneut in mein Fleisch bohrte und meine Muskeln sich anspannten. Er zog das Messer mit einem Ruck wieder aus der tiefen Wunde heraus und packte mich grob an den hellblauen Haaren, so dass ich ihm ins Gesicht schauen musste.
In seinen Augen spiegelte sich der Wahnsinn und sein Mund war zu einem diabolischen Grinsen verzogen. Aber trotzdem liebte ich diesen Mann, sogar mehr als mein eigenes Leben. Ich beobachtete wie er einmal genüsslich über die Klinge schleckte, bevor er sich hinunter beugte und seine rauen Lippen hart gegen meine presste. Den metallischen Geschmack von meinem eigenen Blut nahm ich gar nicht wahr, als ich den Kuss langsam erwiderte. Er fuhr mit seiner Zunge über meine Unterlippe und gab mir somit den stummen Befehl meinen Mund zu öffnen. Ohne nachzudenken ging ich seinem Befehl bereitwillig nach.

Die Klinge, die weitere tiefe Schnitte durch meine Haut zog blendete ich total aus. Unsere Zungen gerieten in einen Kampf, in dem er eindeutige die Oberhand hatte, so wie immer. Er hatte immer überall die Oberhand, egal um was es sich handelte. Er gewann immer und bekam auch immer was er wollte. Ich ignoriete den Schmerz der von meinen Wunden ausging komplett und konzentrierte mich nur auf diesen einen Kuss.
Er war alles was jetzt für mich zählte, sein Kuss war hypnotisierend und seine Berührungen jagten kleine Blitze durch meinen Körper. Ich wünschte dieser Kuss würde nie enden.
Ich hielt die Luft an, als er die Klinge in meinen Bauch stoß. Mein Blut verließ rasend schnell meinen Körper und hauchte mir damit mein Leben aus.

Als ich noch einmal in sein wunderschönes Gesicht blickte, sah ich den Schock und die Angst darin. Er war also wieder zu sich gekommen. Seine perfekten Arme schlossen sich etwas fester um meinen zierlichen Körper, als er mich mit diesem extrem verzweifelten Gesichtsausdruck anschaute.

“Tetsu, halt durch! Ich werde einen Krankenwargen rufen. Du darfst nicht sterben, das ist ein Befehl!”  

Schwach hob ich meine zitternde Hand und legte sie sanft auf seiner Wange ab. Ich hätte wirklich gerne noch viel mehr Zeit mit ihm verbracht und es brach mir das Herz, das ich ihn nun alleine lassen musste. Mir war klar, dass er sich das niemals verzeihen werden kann.
Ich wusste auch nicht was jetzt aus ihm werden würde. Ich spürte die Tränen, die sich langsam ihren Weg aus meinen Augen bahnten. Ich wollte ihn noch nicht verlassen!
Es gab noch so vieles, das ich zusammen mit ihm machen und sehen wollte.
Es war viel zu wenig Zeit, die ich mit verbringen durfte.

„Ich liebe dich Seijūrō.“ Nach diesem Satz schloss sich mein Mund für immer.


Heyyo Leute. :)
Um endlich mal meine Schreibblockade zu überwinden, habe ich mich mal an dieser kleinen Story versucht. Ich entschuldige mich jetzt schon einmal bei allen Kuroko Fans.
Eigentlich wollte ich zuerst ein Happy End schreiben, aber so hat es mir dann irgendwie besser gefallen.
Der englische Text am Anfang der Geschichte ist aus dem Lied "Monster von Aaron Richards."
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