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Tränen, Schicksal und Träume

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Alexander Kahnweiler Dr. Martin Gruber Dr. Vera Fenrich Elisabeth Gruber Hans Gruber Lilli Gruber
04.06.2017
12.02.2021
24
21.191
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06.06.2017 568
 
Auf dem Weg aus der Klinik wird Martin von Alexander Kahnweiler abgepasst und mit den neuesten Infomationen zum Herzanfall der letzten Nacht versorgt. Es bleibt Zeit für einen gemeinsamen Kaffee, bei dem die beiden Freunde sich auch über Klara austauschen. "Sag mal, Alexander, warum ist Vera eigentlich so engagiert - so kenne ich sie gar nicht?" Alexander schüttelt den Kopf. "Martin... Ich glaube das sind die Hormone... Langsam macht sie mir wirklich Angst..."
Martin lacht und klopft seinem Freund auf die Schulter. "Du machst das schon, Alexander, ich muss jetzt los - habe um 14 Uhr Klara in die Praxis bestellt..."

Auf dem Rückweg nach Ellmau geht Martin ein Wort nicht mehr aus dem Kopf. "Jugendpsychiatrie" Auch ohne Klara näher zu kennen, so reicht sein erster Eindruck doch, um zu wissen, was es für sie bedeuten würde. Er macht einen Zwischenstopp im Wilden Kaiser und isst dort zu Mittag bevor er pünktlich um 14 Uhr an der Praxis eintrifft.

Roman sitzt zusammen mit Klara auf der Bank vor der Praxis als er aus dem  Auto steigt. "Wartet ihr schon lange?" "Nein Martin, Lisbeth hat Klara vor 5 Minuten hier abgeliefert und ich war so frei, der jungen Dame noch eine Limo anzubieten." Martin schaut Klara in die Augen. "Martin, Fräulein Schneider habe ich nach Hause geschickt - der Computer geht wieder mal nicht. Sie hat es mir hier aufgeschrieben: Kein Emailempfang, kein Zugriff auf die Datenbank. Internet geht aber. Kümmerst Du Dich darum, dass das jemand behebt?" Martin nickt. "Ich rufe nachher bei der IT Firma an." Klara schaut kurz auf und murmelt leise. "Prüfen Sie mal die Firewall." Martin hält in seiner Bewegung inne. "Was hast Du gesagt, Klara?" Klara hält den Blick gesenkt. "Ach nichts." Nun greift Martin ihr vorsichtig unter das Kinn und zwingt sie so, ihn anzusehen. "Doch, Du hast etwas von einer Firewall gemurmelt." Klara ist sichtlich verlegen und Angst blitzt in ihren Augen auf. "Klara, Du bist hier nicht im Internat, sondern in meiner Praxis. Magst Du Dir den Rechner mal ansehen?" Klaras braune Augen glühen für einen Moment auf. "Darf ich?" Martin und Roman nicken gleichzeitig. "Komm, Roman zeigt Dir den Rechner." Während Martin sich einen Kaffee holt und in das Behandlungszimmer geht, zeigt Roman Klara den Computer im Eingangsbereich. Das Mädchen setzt sich an den Computer und klickt und tippt in schneller Folge, ohne dass Roman irgendetwas davon versteht. Es dauert keine drei Minuten, bis sie zu ihm aufschaut. "Fertig. Jetzt sollte alles wieder gehen. Ich habe auch das Update der Viren-Datenbanken und von Windows mal angeworfen - ist schon einige Monate her, dass das gemacht wurde." Roman schaut ihr ungläubig über die Schulter und sieht, wie eine Mail nach der anderen mit einem leisen "Pling" eintrifft. "Das ist...unglaublich" ihm fehlen die Worte, als er Klara in das Behandlungszimmer begleitet. "Martin, hier ist Deine Patientin... Sie hat übrigens gerade ein kleines Wunder vollbracht und den Computer wieder auf Vordermann gebracht. Ich denke, das ist später ein Eis im Wilden Kaiser wert, oder?" Martin zieht die Augenbrauen nach oben... 'Versetzungsgefährdet' jagt es ihm durch den Kopf... "Ja, danke Klara, jetzt komm aber erstmal her, und setz Dich auf die Behandlungsliege."
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