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Tränen, Schicksal und Träume

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Alexander Kahnweiler Dr. Martin Gruber Dr. Vera Fenrich Elisabeth Gruber Hans Gruber Lilli Gruber
04.06.2017
12.02.2021
24
21.191
4
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16.06.2017 737
 
Während Klara das schöne Kleid vorsichtig auszieht und sorgfältig in der Schachtel verstaut, geht Susanne wieder zu den wartenden Männern hinunter und setzt sich mit an den Tisch. Roman grinst erst Martin und dann Susanne an. "Na, so wie Du strahlst wart ihr sehr erfolgreich?" Susanne lacht die beiden Männer an. "Ja, so glücklich habe ich Klara bisher nicht erlebt." Nun schaltet sich auch Martin in das Gespräch ein. "Dürfen wir die Kleiderauswahl jetzt auch bestaunen?" Susanne schüttelt den Kopf. "Nein mein Lieber, das wird eine Überraschung für Sonntag. Sie wird bestimmt die Blicke auf sich ziehen..." Martin grinst zurück. "So, so... na da bin ich mal gespannt." Jetzt kommt auch Klara wieder umgezogen und in der neuen Hose und Jacke, schwer bepackt mit der großen Tüte aus dem Gasthof und stößt zu den dreien dazu. Martin mustert sie eingehend von oben bis unten. "Schaut toll aus." Klara nickt strahlend und lässt sich mit einem lauten Schnaufen auf ihren Stuhl plumpsen. Besorgt schaut Martin sie an. "Alles OK, Klara?" Sie schaut ihn nun direkt an. "Ja, war einfach etwas anstrengend, die ganzen Sachen anzuprobieren." "Hast Du wieder Kopfschmerzen?" Martin fasst Klara mit der flachen Hand an die Stirn um die Temperatur zu prüfen, was ihr sichtlich unangenehm ist, da sie sich der Berührung zu entziehen versucht. "Du hast immer noch etwas Fieber, Klara. Ich glaube, wir fahren jetzt besser wieder zurück auf den Hof, damit du dich ausruhen kannst." Die leicht glasigen Augen und geröteten Wangen von Klara sprechen Bände. "Fahrt ihr ruhig, Martin. Ich bleibe noch ein wenig hier und genieße die Sonne." sagt Romane zu seinem jungen Kollegen und Freund. Martin erhebt sich und umarmt Susanne zum Abschied. "Danke, Susanne, für alles." Susanne hat sich nun ebenfalls erhoben. "Nicht dafür, Martin." Nun zieht sie Klara nochmal in eine kräftige Umarmung. "Und Du, halt die Ohren steif. Lass Dich nicht ärgern von den beiden Herren. Und wenn doch - hier gibt es immer ein leckeres Eis und ein offenes Ohr..." Klara erwidert die Umarmung herzlich und strahlend. "Danke Susanne - Du bist wirklich unglaublich lieb."

Inzwischen hat Martin die Tasche mit der Kleidung geschultert und seine Hand auf Klaras Schulter gelegt, um sie aus dem Gasthof zum Auto zu dirigieren. Im Gehen verabschiedet sie sich noch schnell von Roman und lässt sich dann von Martin die Beifahrertür öffnen um auf dem Sitz platz zu nehmen. Nachdem Martin die Tasche im Kofferraum verstaut hat, steigt er ebenfalls ein und lenkt das Auto in Richtung des Gruberhofs.

Nach wenigen Minuten schaut er zu Klara hinüber, deren Augen geschlossen sind, und deren Kopf sich in jeder Kurve leicht von links nach rechts und zurück bewegt. Martin lächelt angesichts des friedlich schlafenden Mädchens. Der erste Schritt war gemacht. Aber es würden noch viele anstrengende weitere Schritte folgen.

Am Gruberhof angekommen kommt ihnen Hans aus dem Stall  entgegen als Martin aus dem Auto aussteigt. "Du Martin..." Martin legt den Finger auf die Lippen und deutet Hans leise zu sprechen. "...wir haben Morgen eine Übung von der Bergrettung - um 9 Uhr am Heliport. Schaffst Du das?" Martin nickt. er drückt Hans die Tasche in die Hand. "Bringst Du das bitte hoch in Klaras Zimmer?" Hans nimmt die Tasche entgegen und geht zurück in Richtung des Hofs. Währenddessen hebt Martin das schlafende Mädchen vorsichtig aus dem Auto und bringt sie hinauf in ihr Zimmer wo er sie auf dem Bett ablegt. Lisbeth ist von den Schritten auf der Treppe alarmiert ebenfalls nach oben gekommen. "Wie geht es ihr?" flüstert sie. "War ein anstrengender Tag.  Sie hat wieder Fieber, aber ansonsten eigentlich gut. Mama, hilfst Du mir grad, sie ins Bett zu bringen?" Lisbeth zögert nicht lange und hilft Martin dabei, Klara die Schuhe und Jacke auszuziehen und sie so unter die Bettdecke zu verfrachten. "Kann ich noch irgendwas tun?" Martin schüttelt den Kopf und deutet Lisbeth zusammen mit ihm den Raum zu verlassen. "Wir lassen sie erstmal schlafen. Ich schaue später nochmal nach ihr."

Gemeinsam gehen sie in die Küche, wo Hans schon auf sie wartet. Lisbeth stellt Kuchen und Kaffee auf den Tisch und setzt sich zusammen mit Martin dazu um dessen Bericht vom heutigen Tag anzuhören.
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