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Tränen, Schicksal und Träume

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Alexander Kahnweiler Dr. Martin Gruber Dr. Vera Fenrich Elisabeth Gruber Hans Gruber Lilli Gruber
04.06.2017
12.02.2021
24
21.191
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12.06.2017 1.034
 
Susanne legt Klara den Arm um die Schultern und zieht sie mit sich in das Gasthaus, in dessen oberer Etage sie und die Kinder ihre eigenen Räume haben. "Hier hinein." Susanne weist Klara in ein kleines Zimmer, das mit Regalen und Kisten vollgestellt ist. Zielgerichtet zieht sie zwei der Kisten heraus. "Das müssten Jonas Sachen vom letzten Jahr sein. Die dürften Dir ziemlich genau passen. Dann schauen wir mal, was wir hier haben." Während Klara schüchtern daneben steht, holt Susanne einige Kleidungsstücke aus den Kisten. "Schau mal hier, da haben wir schon mal  2 Trekkinghosen, einen Stapel einfarbiger T-Shirts..." Sie greift noch tiefer in die Kiste. "Und hier sind noch 2 Pullover und ein Kapuzensweater. Magst Du sowas?" Klara nickt. "Susanne drückt ihr den Kleidungsstapel in die Hand. "So, und jetzt schauen wir mal in der anderen Kiste, da müssten die Schuhe und Jacken drin sein." Sie öffnet die zweite Kiste und holt als erstes eine GoreTex Sportjacke in leuchtendem Orange mit dunklem Blau abgesetzt heraus und faltet  sie aus. "Gefällt sie Dir? Jonas mochte sie nicht anziehen, dabei war es damals das Beste vom Besten, was der Hans mir aus dem Sportladen mitgebracht hat." Klaras Augen leuchten nun. "Wow, das ist eine Mammut Extreme Jacke... So eine wollte ich schon immer haben." Susanne lacht, "Perfekt. Dann gehört sie Dir."  und drückt Lara auch diese Jacke noch in die Hand. "So, und hier haben wir noch ein Paar Sneaker und ein Paar nagelneue Trekkingschuhe - da war er schon rausgewachsen, bevor er sie überhaupt mal anziehen konnte." Susanne schaut Klara fragend an. "Danke Susanne... Das ist unglaublich nett von Dir." Susanne nimmt Klara in den Arm, soweit dies mit dem Kleidungsstapel noch möglich ist. "Weißt Du, Klara, ich bin froh, wenn die Sachen in gute Hände kommen. Wenn Sophia in dem Alter ist, dann sind die Sachen entweder out, oder sie bevorzugt vielleicht auch Dirndl und Röcke. Und nun lass uns mal in mein Schlafzimmer gehen, und du probierst die Sachen mal an. Au0erdem schauen wir dann mal nach einem Kleid für Sonntag." Susanne führt Klara in das Schlafzimmer nebenan. Während Susanne Klara die notwendige Privatsphäre gibt, um die Kleidung durchzuprobieren geht sie kurz wieder hinunter um nach den Gästen und nach Martin und Roman zu schauen. "Na, wie läuft es, Susanne" fragt Roman. "Ich denke, wir haben alles, was sie braucht. Sie probiert die Sachen grade kurz durch. Ich lasse euch dann mal wieder alleine, und schaue mal, was sie macht." Wieder oben angekommen, klopft sie vorsichtig an die Tür. "Klara, wie weit bist Du?" "Kannst reinkommen." Susanne öffnet die Tür und findet Klara in einer der Hosen, den neuen Trekkingschuhen, einem blauen T-Shirt und der neuen Jacke vor. "Passt alles perfekt. Kann ich das gleich anlassen - meine Sachen haben doch ganz viele Flecken von dem Unfall gestern?" Susanne nickt. Klar. Warte, ich gebe Dir noch eine Tasche, damit du die Sachen auch transportieren kannst." Sie holte eine große Einkaufstasche aus ihrem Kleiderschrank und legt die Kleidung hinein. "So, aber jetzt schauen wir mal wegen des Kleids." "Das ist wirklich nicht nötig, Susanne. Ich kann am Sonntag auch daheim bleiben." Susanne schaut Klara an. "Das hättest du wohl gerne?" grinst sie während sie einen Stapel flacher Kartons aus dem obersten Fach ihres Kleiderschrankes holt. "Lass uns mal schauen, was wir hier haben..." Sie öffnet den Deckel des ersten Kartons und hebt das Seidenpapier, das oben auf liegt, herunter. Darunter zum Vorschein kommt ein beiges Kleid aus leichter Wildseide." Susanne sieht Klara an. "Die Farbe ist nichts für Dich, oder?" Klara schüttelt den Kopf. "Susanne, das geht wirklich nicht. Diese Kleider sind doch ein Vermögen wert." Nun schüttelt Susanne den Kopf. "Ach Klara, diese Kleider liegen seit 15 Jahren in meinem Schrank. Die sind noch aus meiner Zeit in Paris. Jetzt passen sie mir nicht mehr und Gelegenheiten, sie zu tragen hätte ich auch nicht mehr." Sie legt den ersten Karton zur Seite und öffnet den zweiten. Ein wunderschönes, schimmerndes dunkelgrünes Kleid kommt zum Vorschein. Susanne faltet es auseinander und hält es hoch. "Das wäre etwas für Dich, oder?"  Klara bestaunt sprachlos das Kleid: schulterfrei, und leicht tailliert mit weitem, schwingendem Rock bis zu den Knien.  "Probier es mal an." Susanne gibt Klara das Kleid. Diese zieht nun ungeniert die Hose und das T-Shirt wieder aus, entledigt sich der Socken und schlüpft vorsichtig in das Kleid. Susanne hilft ihr, den Reisverschluss am Rücken zu schließen. "Das passt dir wie angegossen. Kaum zu glauben, dass ich auch mal so schmal wie du war..." Klara bestaunt sich im Wandspiegel und dreht sich ein Paar mal um die eigene Achse, so dass der Rock in weitem Bogen schwingt. "Das ist Wahnsinn, Susanne. Das kann ich nicht annehmen." "Sieh es als ein Willkommensgeschenk von mir an... Welche Schuhgröße hast Du denn?" "37" Zielgerichtet greift Susanne nun in den unteren Teil des Schrankes und holt ein Paar ungetragene schwarze Riemchenschuhe mit niedrigem Absatz hervor. "Zieh die mal an. Das war ein Fehlkauf, die sind mir leider doch etwas klein." Klara schlüpft in die Schuhe hinein und zieht den Riemen fest. Währenddessen holt Susanne noch einen schwarzen Kurzblazer aus glänzendem Stoff aus dem Schrank. "Und der müsste gut dazu passen. Ist mir leider nach der Geburt von Sophia zu klein geworden." Klara zieht den Blazer über und strahlt über das ganze Gesicht. "Danke Susanne, das ist wirklich toll... So ein schönes Kleid habe ich schon sehr lange nicht mehr angehabt." Susanne strahlt ebenfalls. "Wollen wir es den Herren jetzt gleich zeigen, oder soll es eine Überraschung für Sonntag werden?" Klara zögert einen Moment. "Ich glaube, eine Überraschung wäre eine gute Idee, oder was meinst Du?" Susanne nickt. Na, dann zieh Dich mal wieder um, und dann gehen wir wieder hinunter."...
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