Übersetzung - Truth or Dare

von Sonaea
KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Ban Diane Elizabeth Liones King Meliodas
04.06.2017
16.06.2017
4
8.016
12
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05.06.2017 2.399
 
Truth or Dare




Hey!
Weil ich mich gerade so super freundlich fühle kommt heute schon das nächste Kapitel ... ne, eigentlich ist mir bloß fad. Also hier habt ihr es. Jetzt beginnt ja die eigentliche Handlung. Skrillex hat auch dieses Kapitel korrigiert, also erneut vielen Dank!
Habt viel Spaß!




Runde 1:


„Bevor wir jedoch beginnen“, meinte Meliodas noch, „hebt alle eure Krüge und lasst uns anstoßen.“ Tatsächlich folgte auch jeder seiner Aufforderung, sogar Elizabeth griff nach etwas Ale. „Heute war ein anstrengender Tag und ich muss mich bei euch allen dafür bedanken, dass ihr so fleißig mitgeholfen habt. Lassen wir diesen Tag noch schön ausklingen und erfreuen uns an diesem interessanten Spiel!“ Alle hoben ihr Ale und ließen die Gefäße in der Mitte des Tisches zusammenstoßen bevor sie den ersten Krug austranken – sogar Elizabeth leerte ihn.

‚Nach einem Krug Ale sollte sich jeder ein wenig wohler fühlen und diesem Spiel ein wenig offener entgegenkommen‘, dachte sich Meliodas.

„Pflicht oder Wahrheit?“, fragte Elizabeth und deutete auf Ban, der bereits laut kundgetan hatte, dass er derjenige sein wollte, der begann. So sprang er auch schnell auf und stellte einen Fuß auf den Tisch.

„Gib mir Pflicht!“, rief er und sie reichte ihm den Beutel. Ban nahm ihn entgegen, fischte ein Stück Papier heraus und las es sich leise durch. Und las es erneut. Und erneut.

„Was steht drauf?“, wollte Diane schließlich neugierig wissen. Bans Gesichtsausdruck hatte, während er den Zettel gelesen hatte, blitzschnell von freudig zu ungläubig und dann zu niedergeschlagen gewechselt und nun schien es, als ob auf seinem Gesicht ‚Reue‘ geschrieben stünde. King reichte es schließlich und er erhob sich aus seinem Sessel und schwebte hinter Ban um es sich selbst durchzulesen.

„Schlecke den Boden ab.“

Nun verstummten alle –

Bis sie in lautes Gelächter ausbrachen.

„Komm schon, Ban! Tu es!“, riefen sie. „Du kannst es tun!“

Ban kam sich dumm vor. So richtig dumm. Doch er musste es tun. Er könnte sich zwar genauso gut für die Strafe entscheiden, doch ein jeder Mann hatte seinen Stolz und wenn er gesagt hatte, dass er dieses Spiel spielen würde, dann sollte er es auch verdammt nochmal gewinnen! Wenn ihm also dieses Stück Papier befahl, den Boden abzuschlecken, dann wird er das auch tun! Der Blauhaarige blickte hinab; überall war Dreck. Er atmete tief durch und nahm sich ein weiteres Ale während alle anderen ihn leise beobachteten.

Ban trat ein paar Schritte zurück und trank den Krug beinahe aus. Dann kniete er sich nieder und leerte den Rest der Flüssigkeit auf den Boden. In dem selben Moment beugte er auch seinen Kopf hinab und schleckte über den mit Ale durchweichten Boden.

Kaum hatte er dies getan, begannen die anderen auch schon ihn zu bejubeln und zu klatschen. „Gut gemacht, Ban!“, riefen sie.

Dieser stand wieder auf und spuckte aus, was seine Zunge vielleicht aufgenommen haben könnte. Er grinste breit und man konnte seine Zähne sehen. Dann ging er zurück an seinen Platz, setzte sich und nahm sich ein weiteres Ale. Das hatte er sich nun verdient! „Ratet, wer das nächste Mal nicht ‚Pflicht‘ nehmen wird“, rief er aus.

„Aber Ban!“, sagte Meliodas gespielt anklagend und blickte auf den Krug in seiner Hand. „Du hast doch noch genug Ale am Boden, trink uns nicht alles weg!“

„Warte nur darauf, was du machen musst sobald du dran bist!“, antwortete Ban, doch Meliodas lächelte nur.

„King, du bist jetzt dran!“, rief Elizabeth. Sie spürte bereits, wie der Alkohol seine Wirkung tat. „‘Pflicht‘ oder ‚Wahrheit‘?“

„Ich bin nicht so dumm wie Ban“, meinte King, „Also nehme ich wohl ‚Wahrheit‘“, bereute es im selben Moment jedoch wieder. Er war sich nicht wirklich sicher, ob das tatsächlich eine so gute Entscheidung gewesen war. Schließlich konnte jederzeit eine Frage kommen wie zum Beispiel ‚Wen liebst du am meisten?‘, oder noch schlimmer: ‚Was hast du letzte Nacht geträumt?‘ Würde er wegen so etwas lügen? Er spannte sich ängstlich an, schüttelte jedoch sogleich wieder den Kopf um ebendiese Anspannung loszuwerden. Es würde schon nichts Schlimmes passieren. Er schloss seine Augen und griff nach einem Papier im ‚Wahrheit‘-Beutel.

„Was ist die kindischste Sache, die du noch immer tust?“, las er laut vor, doch bevor er auch nur ein weiteres Wort sagen konnte, begannen sich die anderen schon zu beschweren.

„Das ist eine dumme Frage!“, rief Diane. „Jeder hier weiß, dass er immer mit Chastiefol in seinem Arm schläft und dass er sich verwandelt um älter zu erscheinen!“

Dem stimmte jeder zu, denn diese Sachen waren ja tatsächlich kindisch.

„Das ist aber nicht fair! Weshalb muss ich den Boden abschlecken und er muss einfach nur … er selbst sein?“, jammerte Ban. Wahrscheinlich hatte er bereits ein weiteres Ale gehabt.

„So geht das Spiel nun mal“, meinte Elizabeth nur. „Es geht nicht darum fair zu sein, sondern nur darum, die Fragen zu beantworten! Lasst uns also weiterspielen.“ Sie wurde immer besser darin, dieses Spiel zu leiten.

King schwebte noch immer mit seinem Mund leicht geöffnet und einem ungläubigen Ausdruck im Gesicht. Seine Freunde hatten gerade seinen Chastiefol kindisch genannt und ihn selbst komplett ignoriert … aber zumindest dachten sie, dass das das kindischste war, was er tat. So musste er also nicht erzählen, dass er einmal im Schlaf beinahe an seinem Daumen gelutscht hätte (es war natürlich ein Unfall gewesen!). Und er musste ihnen nicht sagen, dass er immer noch einen Pyjama besaß, auf dem Teddy Bären abgebildet waren. Und dass …. Die Liste ging immer so weiter. ‚Ich denke, ich bin wohl viel zu kindisch‘, dachte er und setzte sich schmollend und Chastiefol umarmend auf seinen Sessel.

„Jetzt ist Diane dran. Pflicht oder Wahrheit, Diane?“

„Wahrheit, denke ich … dann nehme ich das nächste Mal einfach Pflicht!“, sagte sie und kicherte. Sie hoffte, dass sie nun die Chance bekommen würde, Meliodas ihre Liebe zu gestehen oder ihm die Größe ihrer Brust verraten musste oder so etwas in der Art. Alles, was ihren Kapitän einschloss, wäre für sie in Ordnung! Sie nahm ein Stück Papier aus dem Beutel und las laut vor: „Was würdest du machen, wenn du ein Monat lang das andere Sex wärest?“ Das war nicht, was sie erwartet hatte. Über diese Frage musste sie nachdenken und legte in einer nachdenklichen Position ihren Zeigefinger an ihre Lippen.

„Komm schon, Diane! Sei spontan!“, rief Meliodas, dem diese Frage zu gefallen schien. „Für mich wäre das komplett offensichtlich“, fügte er hinzu.

„Ich denke … ich würde … Männerkleidung tragen?“ Diane wusste wirklich nicht, wie sie diese Frage beantworten sollte.

„Also wenn ich ein Monat lang ein Mädchen wäre“, meinte Meliodas und starrte hinauf in den sternenklaren Himmel, „würde ich meine Brüste befummeln!“ Allgemeines Sweat-droppen folgte dieser Aussage und Meliodas hielt seine Hände dorthin, wo sich seine riesigen Brüste befinden würden. „Und ich würde unartige Sachen mit anderen Mädchen treiben (vielleicht)! Und ich würde mit einem offenen Dekolleté an der Bar arbeiten und viel Trinkgeld erhalten und ich würde dumme Männer dazu bringen, mir Getränke zu bezahlen und dann würde ich mit ihnen trinken bis sie unter den Tisch fallen!“

Ban war beeindruckt und klatschte, woraufhin sich Meliodas erhob und einmal tief verbäugte. Anschließend setzte er sich wieder hin und umarmte Elizabeth, so dass sein Kopf zwischen ihren Brüsten lag, ganz so als suche er bei ihr Trost. Irritiert strich ihm die Prinzessin über den Kopf.

„Das ist es also, was er tun würde …“, dachte sie. „Komm schon, Diane, du musst auch etwas sagen, ansonsten musst auch du etwas trinken!“, erinnerte Elizabeth die Riesin, da sie als scheinbar einzige noch nicht vergessen hatte, dass Dianes Antwort super-lahm gewesen war.

„Aber wenn ich doch sage, dass ich keine Ahnung habe!“, versuchte sich Diane zu verteidigen.

Elizabeth sah zu den anderen und erhielt allseits nicken. „Diane, die Todsünde des Neides mit dem Brandzeichen der Schlange, deine Strafe soll es sein, einen ganzen Krug Ale zu trinken. Weiters wird es dir verboten sein, ein weiteres Mal den Beutel der Wahrheit zu wählen!“, rief Elizabeth mit einer Stimme, die sie wie eine wahre Königin klingen ließ.

In Dianes Augen bildeten sich Tränen. „Nein!“, rief sie. „Und das ausgerechnet bei einer so leichten Frage!“

King begann, ihr über den Rücken zu streichen, in dem Versuch, sie zu trösten und bot ihr an, Chastiefol zu halten, was Diane dankbar tat.

„Meliodas, du bist jetzt dran.“ Sie blickte ihn an und er lächelte.

„Ich nehme Pflicht“, sagte er und zog ein Stück Papier aus dem Beutel. „Wähle eine Person aus, die dir dann eine Ohrfeige verpasst“, las er vor und Ban und King grinsten.

„Darf ich?!“, riefen sie zeitgleich und lehnten sich begierig über den Tisch.

„Lasst mich mal nachdenken …“, sagte er und unterzog alle aus der Gruppe einer Musterung. Als er Elizabeths Augen begegnete, griff er nach ihren Brüsten. „Ich kann mich nicht konzentrieren …“, jammerte er und drückte ein wenig mit einer Hand, während er die andere in einer nachdenklichen Bewegung an sein Gesicht hielt.

„Elizabeth sollte es tun!“, rief Diane. „Oder ich!“ Sie würde ihren Anführer gerade wirklich gerne schlagen, dafür, dass er schon wieder Elizabeth angefasst hatte (und nicht sie). Elizabeth deutete ihr mit ihrer Hand ein Nein. Sie wollte Meliodas nicht schlagen, nicht einmal wenn es nur innerhalb eines Spieles war.

„Ja, Elizabeth sollte es tun“, gab King nach. „Sie verdient es.“ Ban nickte zustimmend.

„Nun, dann habe ich wohl keine andere Wahl“, meinte Meliodas. „Du darfst es tun, Elizabeth!“ Er lächelte, ließ ihre Brust jedoch noch immer nicht los.

„Aber ich will nicht!“

„Dann wirst du die Bestrafung annehmen müssen.“ Er hob seine andere Hand und machte mit seinen Fingern eine Bewegung, so als ob er sie mit dieser Hand ebenfalls betasten wollte.

Elizabeth japste. „Okay, ich mache es!“, gab sie nach. Die beiden erhoben sich von ihren Stühlen. Meliodas steckte seine Hände in seine Taschen und Elizabeth ballte die ihren zu Fäusten.

„Du kannst dich ruhig an mir austoben, halte dich nicht zurück“, sagte Meliodas, schloss seine Augen und bat ihr eine Wange dar – und das alles, ohne mit dem Lächeln zu stoppen. Elizabeths Augen füllten sich mit Tränen.

„Du kannst es tun! Er verdient es!“, rief Diane.

„Stelle dir vor, da sitzt eine Mücke auf seiner Wange, die du erschlagen willst“, schlug King vor.

„Mach dir keine Sorgen, der Anführer wird es genießen!“, gab Ban lachend seinen Senf hinzu.

Elizabeth hob ihre Hand. Sie fragte sich, ob es wirklich so eine gute Idee war. Auch wenn sie sich bewusst war, dass sie Meliodas wohl kaum körperlich schaden konnte, so wollte sie ihn doch nicht mit Absicht verletzen. Aber es war ja nur ein Spiel.

Ihre Hand machte ein lautes Geräusch, als sie mit Meliodas Wange kollidierte und hinterließ einen roten Handabdruck auf seiner Haut. „Es tut mir so, so sehr leid!“, rief sie im gleichen Augenblick.

Meliodas griff sich an seine Wange. „Das war gar nicht einmal so schlecht“, sagte er und konzentrierte sich auf die Wärme, die er noch immer fühlte. „Ich würde dich nicht gerne wütend erleben.“

Ban brach in lautes Gelächter aus.

„Tröste mich!“, rief der Blonde als wäre er ein kleines Kind, und ehe sie sich versah, versteckte er sich unter ihrem Rock. Sie hatte ein solch schlechtes Gewissen wegen ihrer Tat, dass sie nicht einmal zusammenzuckte, sondern einfach durch den Stoff ihres Rocks seinen Kopf tätschelte.

Nun wollte Diane ihn wirklich, wirklich schlagen, doch King hielt sie zurück, indem er sie an ihren Schultern hinabdrückte – etwas, das nicht lange funktionieren konnte.

Zum Glück setzten sich Meliodas und Elizabeth bald wieder auf ihre Sessel. Der rote Abdruck war nicht mehr zu sehen und das beruhigte das schlechte Gewissen der Silberhaarigen ein wenig.

„Du bist jetzt dran, Elizabeth. Pflicht oder Wahrheit?“, fragte der Blonde.

Elizabeth überlegte kurz. „Ich denke, ich nehme Wahrheit“, sagte sie letztendlich und zog einen Zettel aus dem Beutel. „Wie war dein erster Kuss?“, las sie vor und lief sogleich rot an.

King und Ban interessierte diese Frage nicht sonderlich, aber Diane und Meliodas lehnten sich neugierig zu der Prinzessin und bemerkten ihren nicht sonderlich erfreuten Gesichtsausdruck.

„Elizabeth?“, fragte Diane zögerlich. Die Augen der Silberhaarigen waren von ihren Stirnfransen verdeckt, wodurch sie sich nicht ganz sicher sein konnte, was im Inneren der Prinzessin vor sich ging. „Um ehrlich zu sein … ich wurde noch nie von jemandem geküsst, also …“

„Noch nie geküsst?!“, rief Diane erschrocken aus. „Wirklich? So noch wirklich nie?“ Sie hielt ihre Fäuste vor ihr Gesicht und machte ein ‚Awww‘-Geräusch.

„Von niemandem, der nicht mit mir verwandt war“, gab Elizabeth zu und vermied es, Diane in die Augen zu blicken. Meliodas jedoch schien über irgendetwas nachzudenken – bis er sich wieder gefasst hatte. „Was für ein unschuldiges Mädchen“, sagte er und umarmte sie.

„Hey, ich bin auch unschuldig!“, rief Diane von hinter ihm. Die Riesin komplett ignorierend meldete sich nun auch Ban zu Wort. „Das heißt die Prinzessin ist noch immer eine Jungfrau!“

Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und lief nur noch röter an. „Ist das denn schlecht?“, fragte sie.

„Das ist es nicht!“, antwortete Meliodas und rieb sein Gesicht an ihren Brüsten. „Und lass dir von niemandem etwas anderes einreden!“ Er genoss jede Sekunde ihrer Zärtlichkeit.

Sie war beruhigt, dass Meliodas es so sah, auch wenn sie die Gespräche im Hintergrund nicht mochte.

„Anführer ist bloß pervers! Er will ihre Jungfräulichkeit selbst haben! Du kannst meine stattdessen haben!“, sagte, Ladies und Gentlemen, natürlich die Todsünde des Neides mit dem Brandzeichen der Schlange, Diane.

„Nun, da wir wissen, dass weder Elizabeth, noch Diane jemals mit jemandem geschlafen haben, was ist mit euch?“, fragte Meliodas seine beiden männlichen Freunde, auch wenn die Frage vor allem an King ging.

Ban zuckte nur mit den Schultern. „Natürlich habe ich das schon getan.“

King jedoch wurde rot. „Das- das hier geht nicht um mich, Ban oder Diane! Die Frage ist für Elizabeth bestimmt, also muss ich sie auch nicht beantworten!“, protestierte er.

„Er hat es wohl noch nicht getan“, schloss Meliodas taktlos. King war es ziemlich peinlich, doch er konnte nicht leugnen, was sein Anführer soeben gesagt hatte.

„Nun, Anführer, es scheint als wären wir die einzigen.“

Meliodas blieb davon unbeeindruckt. „Das hatte ich irgendwie erwartet.“

„Nun, da jeder einmal dran war lasst und mit der nächsten Runde starten, ja?“ , schlug Elizabeth vor, in dem Versuch, das Thema zu wechseln.

„Ja, Ban, entscheide dich!“, meinte Meliodas und füllte seinen Krug erneut mit Ale. „Aber zuvor lasst und noch eine Runde trinken!“ Er hob seinen Krug in die Höhe und die anderen taten es ihm nach. Sie stießen an und tranken dann aus.
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