Übersetzung - Truth or Dare

von Sonaea
KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Ban Diane Elizabeth Liones King Meliodas
04.06.2017
16.06.2017
4
8.016
12
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04.06.2017 1.365
 
Truth or Dare



Hallo!
Willkommen bei dieser tollen NnT Kurzgeschichte! Das Fandom hier ist ja ziemlich ausgestorben, obwohl der Anime eigentlich ziemlich toll ist, also dachte ich mir, ich lade einfach mal diese Geschichte hoch.
Damit es für alle klar ist, diese Geschichte hier gehört mir nicht. Es ist lediglich eine Übersetzung einer tollen Geschichte aus dem Englischen. Ich habe den Originalautor um Erlabunis für diese Übersetzung gebeten und sie erhalten. Wenn ihr des Englischen jedoch mächtig seid und lieber die Originalgeschichte lesen wollt, ich verlinke sie sowie den Originalautor euch. Skrillex war so freundlich und hat die ganze Geschichte in Rekordzeit gebetat. Vielen Dank dafür!
So ... mehr habe ich euch jetzt nicht mehr zu sagen, außer dass ich mich über Reviews freue und euch viel Spaß beim Lesen dieser Geschichte wünsche!

Link zum Originalautor: https://www.fanfiction.net/u/7671564/
Link zur Originalgeschichte: https://www.fanfiction.net/s/11860932/1/Truth-or-Dare




Prolog


„Miss, bringen Sie mir noch ein weiteres Ale!“

„Mir bitte auch!“

„Für mich etwas Gebäck!“

Das Boar Hat war zum Bersten gefüllt mit Gästen und die liebliche Kellnerin hatte allein allerhand damit zu tun, sich durch die Menge zu quetschen. Sie lief auf und ab und konnte sich bald nicht mehr daran erinnern, wer denn nun eigentlich was bestellt hatte. Und dann noch, wie konnte irgendjemand überhaupt in einem Raum gehen in dem man nicht einmal gescheit einen Fuß vor den anderen setzten konnte? Egal, wo sie sich befand, immer stand ihr irgendjemand im Weg.

Sie nahm Meliodas das Ale ab und machte sich auf den Weg zu einem Mann, der beschlossen hatte sich nahe am Eingang des Wirtshauses niederzulassen – nicht, dass weiter drinnen noch irgendwelche Plätze frei wären, doch sie wünschte sich nichtsdestotrotz, dass er wenigstens etwas näher an der Theke sitzen würde. Doch so musste sie sich ihren Weg durch den Gastraum schlängeln und war immer wieder nahe dran hinzufallen. Nur im letzten Moment konnte sie sich immer irgendwo festhalten, abfangen oder schaffte es auf irgendeine Weise, aufrecht zu bleiben. Was für eine Mühe, dachte sie.

Doch dann hatte sie es endlich geschafft. Sie könnte vor Freude tanzen, jedes Mal, wenn sie einen Kunden erreichte ohne dessen Bestellung über den Boden des Wirtsraumes zu verteilen und er diese Sache dann auch tatsächlich erwartet hatte. Aber dafür hatte sie leider keine Zeit, denn es wartete immer schon der nächste Kunde auf sein Essen oder Trinken.

Der Besitzer hatte heute Abend alle Sünden eingespannt. Er könnte sich nicht daran erinnern, dass sie Bar jemals so voll gewesen war wie an diesem Tag!

Das volle Haus war allerdings nicht allzu überraschend, denn der Frühling war endlich eingetroffen und die meisten Leute hatten nun ein Frühlingsfieber. Sie wollten etwas tun, ein wenig ausgehen und einfach ihr Leben genießen nach dem bitteren und kalten Winter.

Das war auch der Grund dafür, weshalb heute jeder helfen musste. Ban befand sich natürlich in der Küche und sorgte für die leckeren Speisen, Goather sammelte das verwendete Geschirr wieder ein und King tat den Abwasch. Sogar Diane war wieder klein geworden und half als Kellnerin, genau wie Elizabeth. Sie hatten am Morgen sogar ein paar Tische außerhalb des Hauses aufgestellt, sodass sich auch dort Kunden hinsetzen konnten. Um die Gäste dort draußen kümmerte sich Diane, während Elizabeth die Bestellungen innerhalb des Wirtshauses entgegennahm.

Und so verging der Tag. Als es dann endlich zu Ende ging und sich die Türen zum letzten Mal an diesem Tag schlossen, als auch der letzte Kunde den Schenkraum verließ, taten bereits jedem die Gliedmaßen weh. Nun mussten sie nur noch wieder aufräumen und dann wäre ihre Arbeit für diesen Tag getan und sie hatten etwas, auf das sie sich freuen konnten: das Ende eines anstrengenden Arbeitstages oder, wie manche Sünden es nannten, die „Ale Uhrzeit“.

Hawks Aufgabe war es, die Essensreste aufzufressen, was er auch schmatzend tat. „Dieses Essen ist herrlich! Ban, du musst unbedingt öfters kochen!“ Das Schwein war schon beinahe so rund wie ein Ball, fraß jedoch immer noch weiter und weiter. Gerade wollte es sich weitere Reste unter einem Tisch suchen gehen, als es etwas fand, das sicherlich kein Futter war. Und schon gar nicht für ein Schwein! Es handelte sich um zwei kleine Beutel aus Stoff, die fest zusammengebunden waren. Sie sahen nicht sonderlich wertvoll aus und als Hawk sie mit seiner Schnauze anstieß, spürte er nur irgendetwas ziemlich Leichtes darin.

„Hey Meister! Was hast du denn da?“, fragte Ban, der gerade die Küche verließ und sah, wie Hawk sich mit den Taschen beschäftigte. Er selbst trug immer noch seine Schürze, die nun mit vielfarbigen Sprenkeln verziert war und genauso gut als Kunstwerk gelten könnte.

„Aber ich habe es gefunden! Gib es mir zurück sobald ich es dir sage!“, rief Hawk als er Ban die beiden Stoffsäckchen brachte. Als Antwort hob Ban allerdings nur eine Augenbraue – was seine Art war, Nein zu sagen. Ohne Hawk weiter Beachtung zu schenken öffnete er die Täschchen und fand kleine Papierstückchen darin. Er holte eines heraus und besah es sich. Auf einer Seite stand in Großbuchstaben ‚Wahrheit‘ geschrieben und als Ban weitere Papiere hervorzog, stand das auch auf denen. Dann öffnete er die zweite Tasche und zog die gleichen Streifen Papier aus dieser hervor. Der einzige Unterschied war, dass dort überall ‚Pflicht‘ geschrieben stand. „Was ist das denn?“, fragte er sich und wunderte sich, was er nun mit diesem unnützen Zeug tun sollte.

Elizabeth ging vorbei und er nützte die Gelegenheit, die Sachen loszuwerden, indem er sie ihr in die Hand drückte. „Hier, nimm es!“, sagte er und trat gleich darauf ein paar Schritte zurück, um ihr zu symbolisieren, dass er nichts mehr damit zu tun haben wollte. Die Prinzessin blickte ihn verwirrt an und sah dann hinab auf die Taschen in ihren Händen. „Das ist ein Spiel“, sagte sie und nun war Bans Interesse doch wieder geweckt. Auch Meliodas, der den letzten Teil ihres Gespräches mitgehört hatte, kam herbei, neugierig darauf, zu sehen, was das Mädchen da hatte.

„Es ist ein Spiel namens Pflicht oder Wahrheit. Erst muss man sich entscheiden von was man eine Karte zieht, dann tut man das was auf ihr steht und muss tun, was darauf geschrieben steht. Wenn du dich jedoch weigerst, das zu tun, dann wirst du bestraft.“

„Und was sind das für Sachen, die auf den Karten stehen?“, wollte Meliodas wissen und trat gebannt um Elizabeth herum, um eine bessere Sicht auf die Säckchen in ihren Händen zu bekommen.

„Man darf sie sich noch nicht vorher anschauen“, erklärte ihm die Prinzessin. „Es ist nämlich lustiger, wenn du noch nicht weißt was für Fragen du bekommen könntest.“

„Nun, wir haben die Arbeit für den heutigen Tag erledigt, eigentlich hätten wir jetzt ja Zeit dieses Spiel mal auszuprobieren“, meinte der Blonde lächelnd. „Und die Bestrafung könnte sein, dass die Person etwas trinken muss.“

‚Und natürlich musste es als Trinkspiel enden‘, dachte die Prinzessin stöhnend. ‚Na ja, ich muss einfach alle Aufgaben erledigen, dann wird das schon in Ordnung gehen.‘

Ban war bereits ziemlich gespannt auf das Spiel. Er liebte es zu saufen und hatte bereits beschlossen zu trinken, selbst wenn er alle seine Aufgaben erledigte. So also schnappte er sich schnell King und erklärte ihm, was sie zu tun planten. Zuerst weigerte sich die Fee, in so einem Spiel mitzumachen, doch dann sah sie, wie sehr sich Diane darauf freute und entschied doch mitzumachen. Er seufzte auf. ‚Sie ist so wunderschön‘, dachte er und begab sich nach draußen.

Goather jedoch entschied sich dazu, nicht mitzumachen. Er wolle seine wertvolle Zeit nicht mit einer solch kindischen Sache vergeuden, wenn er genauso gut auch etwas Wichtiges tun könnte, wie zum Beispiel ein Buch zu lesen, meinte er.

So also versammelten sich Elizabeth, Ban, Diane, King und Meliodas an einem Tisch außerhalb des Boar Hats. Das Wetter zeigte sich immer noch von seiner schönsten Seite, die Sterne am Himmel blinkten und der Mond strahlte hell und mit der Hilfe einer zusätzlichen Lampe konnten sie immer noch ziemlich gut sehen. So also gab es wohl keinen besseren Platz, um dieses Spiel zu spielen. Letzten Endes stellte Meliodas einfach noch viele Krüge voller Ale in die Mitte des runden Tisches, so dass jeder zugreifen konnte und bereit waren sie.
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