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Out of the woods – Campingtrip, die Zweite

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Kermit Griffin Peter Caine
02.06.2017
02.06.2017
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1.860
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Dieses Kapitel
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02.06.2017 1.860
 
Titel: Out of the woods – Campingtrip, die Zweite
Autor: Lady Charena (März 2006)
Fandom: Kung Fu - Im Zeichen des Drachen
Charaktere: Peter Caine, Kermit Griffin
Paarung: Peter/Kermit
Rating: NC-17, m/m-slash
Beta: T'Len
Worte: 1832


Summe/Hintergrund: Auf ein neues. Wieder einmal gehen Peter und Kermit campen. Doch dieses Mal sucht Kermit den Ort aus.

Fortsetzung zu T’Lens Campingtrip (nachzulesen auf unserer Homepage: http://tostwins.slashcity.net/camping.htm). Ich tue das nur, um ihre Federn zu retten. Auch ein gewisser Ex-Söldner hat eine Belastungsgrenze <g>

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern (Warner, Michael Sloan). Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.




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And all the love I needed to give
finally found a home
you've given me a reason to live
can't go back
don't let go
I found myself in you
             (Beverley Craven – lost without you)
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"The bigger the bottle, the better the bang." – Caine, Blind Spot 2


Peter fragte sich, ob es eine gute Idee gewesen war, sich von Kermit zu einem zweiten Versuch überreden zu lassen. Zumindest würden dieses Mal weder sein Vater, noch der Alte überraschend auftauchen. Allerdings würde ihnen nicht mehr als ein Tag und eine Nacht bleiben. Deshalb hatten sie sich auch nur den Wald im Westen ausgesucht. Er war entschlossen, dass es eine gute Zeit für sie beide werden sollte, denn am nächsten Morgen flog Kermit zu einem dreiwöchigen Computerkongress nach Cleveland. Und Peter hoffte sehr, dass dieser Trip nicht wie der letzte endete – nämlich mit ihm kopfüber von einem Baum hängend. Sein Knöchel hatte noch drei Tage wehgetan, trotz der Umschläge, die ihm sein Vater verordnet hatte.

Als er zu ihrem Lagerplatz zurückkehrte, ein paar trockene Zweige für ihr Lagerfeuer unter dem Arm, erklang ganz in seiner Nähe ein Geräusch wie von einem gedämpften Schuss. Jäger? Hier? Wohl kaum. Peter beschleunigte seine Schritte und trat auf die kleine Lichtung, auf der sie das Zelt aufgeschlagen hatten. Kermit wandte ihm den Rücken zu. „Hast du das gehört? Da war ein…” Peter stoppte, als sich Kermit zu ihm umdrehte, eine geöffnete Sektflasche in der einen und den Korken in der anderen Hand.

„Was?“, fragte er.

„Nichts... denke ich.“ Peter ließ das Holz neben dem Feuer auf den Boden fallen. Er war nicht wild darauf, Kermits Spöttelei neue Nahrung zu geben. Immerhin hatte er heute schon mehrfach zu hören bekommen, dass er wohl einfach nicht entspannen könne. Er hob den Deckel vom Kochtopf, der auf dem kleinen tragbaren Campingkocher stand – und ließ ihn fluchend fallen, denn der war verdammt heiß. „Ravioli?“, fragte er und betrachtete misstrauisch die Klümpchen, die in einer blass-roten Soße schwammen.

„Du wolltest doch echtes Camping-Feeling“, entgegnete Kermit und kramte in ihrem Picknickkorb. „Ich frage mich nur, wozu du diesen ganzen Kram mitgeschleppt hast.“

Peter zog es vor, darauf nicht zu antworten. Er hatte es bereits auf dem Weg hierher verflucht, als sein Rucksack schwerer und schwerer zu werden schien, während Kermit nur einen Picknickkorb (über den sich Peter zuerst lustig gemacht hatte, denn es sah ja auch zu albern aus) mitgenommen hatte.

Zumindest machte ihr Lagerplatz die Anstrengung wett. Das Zelt stand auf einer grasbedeckten Lichtung, die von einem natürlichen, fast kreisrunden Ring alter Bäume umgeben wurde. Sie breiteten ihre Äste wie einen Schirm aus, unter dem das Zelt bei Regen oder Wind besser geschützt sein würde. Um draußen zu schlafen, wie bei seinem letzten Trip dieser Art, dazu war es jetzt einfach schon zu kühl, auch wenn der Tag sonnig gewesen war.

Er fand eine Serviette, faltete sie zusammen und hob mit ihr den Topfdeckel wieder auf. Dann blickte er zu Kermit, der damit beschäftigt war, zwei Plastikgläser zu füllen. Die Flammen warfen einen orangefarbenen Schein über die Züge seines Liebhabers und wischten eine ganze Reihe von Jahren weg, so dass der Mann, der im Gras hockte, kaum älter als er selbst aussah. Ein überraschend warmes Gefühl breitete sich von seinem Bauch aus in seinem ganzen Körper aus, fast so wie damals als er zum ersten Mal verliebt gewesen war. Eigentlich hatte er schon fast geglaubt, aus solchen Gefühlen wäre er längst herausgewachsen.

Als spüre er Peters Blick, hob Kermit den Kopf und sah ihn an. Ausnahmsweise trug er mal seine Sonnenbrille nicht. Er lächelte und reichte ihm ein Glas. „Hungrig?“

„Und wie.“ Peter nahm das Glas und sah seinem Liebhaber tief in die Augen. Doch zu seiner Überraschung – und gelinden Enttäuschung – ging Kermit nicht darauf ein, sondern wandte sich ab, um einen Plastikteller und Plastiklöffel aus dem Korb zu fischen. Sogar eine Suppenkelle hatte er da drin und damit schöpfte er ein paar der nicht wirklich appetitlichen Ravioli aus dem Topf. „Hier.“ Er balancierte den Teller mit seinem dampfenden Inhalt und dem darüber gelegten Löffel hinüber zu Peter. „Lass’ es dir schmecken. Und denk’ dran, schön alles aufessen, damit morgen wieder die Sonne scheint.“

„Ja, Mami.“ Peter schnitt eine Grimasse und schob mit wenig Begeisterung die undefinierbaren Brocken hin und her. Die Sauce schimmerte ölig. Vorsichtig kostete er und fand, dass das ganze wie in Altöl gegarte Pappe schmeckte. Er stellte den Teller weg und griff nach seinem Glas, in der Hoffnung, den üblen Geschmack loszuwerden. „Wir hätten zu Pauls Hütte an den See fahren sollen“, murrte er. „Da hätte ich mir wenigstens einen Fisch angeln können.“

Kermit lachte. „Als ich das letzte Mal dort war, gab es in der Hütte noch eine voll ausgestattete Küche und ich glaube mich zu erinnern, dass deine Schwestern dafür sorgen, dass die Speisekammer gut gefüllt ist. Die beiden verbringen doch öfters die Wochenenden dort.“

Peter stimmte ein. „Kelly verbringt manchmal das Wochenende mit ihrem Freund dort, fern von Annies wachsamen Ohren. Und Carolyne...“ Er zuckte mit den Schultern. “Seit sie schwanger ist, scheint sie sich mit Mark nur noch zu streiten und bleibt schon mal ein paar Tage in der Hütte, wenn Mark wieder unterwegs ist.” Der ernste Ton, der sich in seine Stimme geschlichen hatte, verschwand wieder. „Wie mir scheint, habe ich es mit meinem Liebhaber besser getroffen, als meine Schwestern.“

„Tatsächlich? Sprich nur weiter.“ Kermit grinste und rückte näher an Peter.

Peter hob sein Glas. „Ich liebe einen Mann, der daran denkt, etwas zu Trinken mitzunehmen. Ich hätte doch glatt unseren letzten Abend mit schnöder Cola begossen. Immerhin habe ich auf die Marshmellows verzichtet, dein guter Einfluss zeigt sich schon. In ein paar Jahren hast du mich sicher soweit, dass ich weiß, welchen Wein man zu was trinkt.“

Kermit sah mit einmal weg. „In ein paar Jahren“, wiederholte er nachdenklich und trank sein Glas aus, um sich dann damit zu beschäftigen, es wieder zu füllen.

„Du denkst doch nicht, dass du mich so leicht wieder los wirst?“ Unter dem leichten Ton in Peters Stimme schwang eine Frage mit. Oder vielleicht war es auch nur eine Täuschung und es war der Qualm ihres Feuers, der seine Stimme belegt klingen ließ.

Kermit schüttelte den Kopf. „Lass uns jetzt nicht sentimental werden“, entgegnete er. „Willst du noch etwas zu trinken?“

„Es ist sentimental, wenn ich dir sagen will, dass ich dich liebe?“ Peter schob den Ärger und das Gefühl der Zurückweisung weg. „Denkst du, das fällt mir leicht? Aber ich weiß, dass ich mit dir zusammen sein will. Noch ne ziemlich lange Zeit.“  

„Vergiss mal für eine Weile das ‚Später’.“ Kermit beugte sich vor und küsste Peter. „Ich bin mehr am ‚Jetzt’ interessiert...“

Peter stellte sein Glas ab, ohne darauf zu achten, dass es auf dem unebenen Untergrund umkippte. Er legte die Arme um Kermits Schultern und zog ihn mit sich, als er sich zurücksinken ließ. „Vergiss das Essen“, meinte er. „Wozu habe ich dieses Zelt schließlich durch den Wald geschleppt...“


* * *


Kermit musterte den Körper seines Liebhabers, als Peter nackt vor ihm kniete. Der langsam zu Ende gehende Sommer hatte seine Haut fast bronzen getönt, an der Innenseite der muskulösen Oberschenkel war sie heller. Peters Erektion glitzerte feucht, Spuren die Kermits Mund hinterlassen hatte. Peters Brustkorb hob und senkte sich heftig, er atmete schwer. Seine Augen strahlten mit einer Intensität, als würden sie von innen beleuchtet. Kermit richtete seinen Blick wieder auf Peters Glied; die dunkle Vene, die sich an der Unterseite des glatten Schafts entlang wand; die Tropfen an der Spitze. Er öffnete den Mund und Peter beugte sich vor, legte die Hände um Kermits Kopf, hielt sich fest oder Kermit. Seine Kehle schmerzte, sein Kiefer verkrampfte sich langsam und er stöhnte dumpf um den harten Schaft, der seinen Mund füllte, herum.

Peters Augen waren halb geschlossen, sein Kopf mit dem wirren Haar in den Nacken gefallen. Es war wie eine Art erotischer Tanz. Peter zog sich zurück, presste seine Finger gegen Kermits verhärtete Brustwarzen und presste sich wieder vorwärts. Seine Hand glitt nach unten, rieb den steifen Penis seines Partners. Er wich wieder zurück, ließ sich auf Kermits Schoß sinken und presste seine Gesäßhälften zusammen, als Kermits Penis dazwischen glitt, fest doch nicht hart genug, was Kermit frustriert knurren ließ.

Peter murmelte und schob sich noch ein wenig weiter vor, rieb seinen Penis gegen Kermits Bauch, bewegte sich wieder zurück.

Kermit zischte durch zusammengebissene Zähne, als die Spitze seines Gliedes über die Öffnung zu Peters Körper glitt. Peters Lider hoben sich langsam und erblickte ihn an. Seine Augen ließen die seines Partners nicht los, als er nach unten griff und Kermits steifen Penis mit seinen Fingern umfing.

„Peter, bitte… Peter...”, flüsterte Kermit atemlos, als Peter sich langsam nach unten bewegte und Kermit in ihn eindrang. Der Kopf des jüngeren Mannes sank zurück, sein Mund öffnete sich unwillkürlich und er stöhnte.

Kermit zog sich völlig aus ihm zurück, griff nach Peters Hüften und hielt ihn fest, als er mit einem harten Stoß wieder in ihn eindrang.

Peter schloss die Finger um seine eigene Erektion, brachte sich mit fieberhaften Bewegungen zum Orgasmus. Sein Samen spritzte auf Kermits Bauch und Brust. Kermit schloss die Augen und überließ sich seinem eigenen Höhepunkt, seine Finger krallten sich in Peters Fleisch.


* * *


Später, eng aneinander geschmiegt in einem Kokon aus Decken und einem Schlafsack, lehnte sich Kermit vor und presste seine Lippen gegen Peters Kehle. Das wilde Pochen des Pulses unter der dünnen Haut hatte nachgelassen. Ein salziger Geschmack erfüllte seinen Mund. Peter reagierte darauf, indem er sich herumdrehte und sein Gesicht in Kermits Haar presste. „Ich mag, wie du riechst.“

„Mein Glück“, entgegnete Kermit trocken. „Wir haben vergessen, dass es hier keine Dusche gibt.”

Peter lachte leise. „Ich sagte doch, wir hätten...“ Ein Gähnen unterbrach ihn. „...Pauls Hütte nehmen sollen. Da gibt es eine Dusche...“ Ein erneutes Gähnen. „...und ein bequemes, großes Bett.“

„Wenn ich aus Cleveland zurück bin, können wir eine ganze Woche dort verbringen. Wenn du das willst.“

„Versprochen?“

Kermit lächelte, als er den fast kindlich-sehnsüchtigen Unterton in Peters Stimme wahrnahm. „Versprochen“, bekräftigte er. Dann streckte er einen Arm aus und löschte die Lampe, die über ihnen an der Zeltdecke hing. Es tat gut, mit Peter zusammen zu sein. So lange es dauern würde. Wider aller Vernunft hoffte Kermit, dass das noch lange sein würde...



Ende
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