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.^~°~^. Nicht Wissenschaft, noch Heldentum…

von - Leela -
KurzgeschichteAllgemein / P12 / Gen
Boo Galger Zino
30.05.2017
30.05.2017
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Diese kleine Geschichte entstand ganz spontan zu Naschis Projekt »Umgekehrte Schwerkraft«. Have Fun! ^^


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Nicht Wissenschaft, noch Heldentum…

Als Boo an diesem Morgen aufwachte, fühlte er sich seltsam. Er hatte die Nacht noch bis spät gearbeitet und fühlte sich groggy – das an sich war nichts unnormales, doch diesmal war ihm auf eine merkwürdige Art und Weise übel, die er nicht zuordnen konnte.
      ‚Erst mal aufstehen und frischmachen, dann wird es schon gehen.‘ überlegte der Erfinder und drehte sich auf dem ungewohnt harten Sofa um, auf dem er schon so oft genächtigt hatte, wenn er zu müde war, sich für das Bett fertig zu machen, oder selbst dazu, so wie heute, überhaupt die Brille abzunehmen. Als er die Augen aufschlug, brauchte das, was er sah, eine Weile, bis es sein Bewußtsein vollständig erreichte. ‚Was macht mein Sofa an der Decke…?‘ Indes wurde er sich auch gewahr, daß es nicht das Polster war, das unter ihm lag, sondern der Fußboden. Benommen stand er auf. Welcher Witzbold hatte sich denn hier einen Scherz mit ihm erlaubt? Die Schnurks? Wenn, dann konnte nur Zino sie in sein Haus gelassen haben, während er schlief. Sein bester Freund hatte für alle Fälle einen Ersatzschlüssel…
      Als er aufstand, betrachtete er einen Augenblick konsterniert die Deckenlampe, die vor ihn auf den Fußboden geschraubt war. Das an sich war noch nicht einmal das, was ihn am meisten bewegte – wenn die Schnurk-Schurken - oder gar sein bester Freund selbst - etwas ausheckten, arbeiteten sie gründlich – was ihn jedoch deutlich nachdenklich stimmte war, daß dies eine Lampe war, die über einen Seilzug geführt von der Decke hing, und sie hing noch immer – nach oben!
      Wie in Trance ging er auf die Lampe zu und stupste sie an. Sie schwang hin und her, so wie sie es für gewöhnlich auch tun würde, nur in umgekehrter Perspektive. Hiervon wurde Boo nun endgültig schwindelig. Er sank auf die Knie und mußte dagegen ankämpfen, sich nicht zu übergeben. Was, um Gayas Willen, war hier passiert?
      Er faßte sich unter aufkeimender Migräne an die Stirn und sah sich in seiner Werkstatt um. Die Werkbänke, sein Werkzeug, seine Erfindungen, alles klebte an der Decke! In einem siedendheißen Gedankenblitz schoß ihm die Erkenntnis durch den Kopf: Nicht alles andere hing an der Decke – er hing an der Decke! Es schien, als wäre die Schwerkraft umgekehrt worden, aber nur für ihn, nicht für die Möbel und Gegenstände…
      Mit verblüfft aufgerissenen Augen stand der Brünette wieder auf und wußte nicht, ob ihn zuerst die eiskalte Panik oder die wissenschaftliche Neugierde übermannen sollte. Er lief ein paar Schritte über die Werkstattdecke, stieg über die Seile der Lampe, bis er an eine Wand kam, und versuchte, sich unsicheren Schrittes zu einem Fenster zu hangeln.
      Als er hinaussah, sah er über sich hinter dem Grün der Büsche vor dem Haus die steinige Schlucht, über der sein Haus lag; nach unten sah er in den grenzenlosen Himmel. „Gütiges Gaya!“ entfuhr es ihm, und mindestens in diesem Moment überwiegte deutlich die Panik in seiner Stimme.
      Er wandte den Blick schnell vom Fenster ab. ‚Ich muß hier runter, und zwar schnell!‘ Hastig sah er sich um. Er hatte nicht einmal Hilfsmittel zur Verfügung, um an die Decke… Verzeihung, auf den Boden zu kommen!
      Noch während er nachdachte, flog das Tor zu der Werkstatt auf. „Hi, Boo!“ Die fröhliche Stimme von Zino erfüllte den Raum mit einem Hauch unwillkürlicher Normalität, während das Tor in’s Schloß zurückschnappte, – wobei sich Boo nicht ganz sicher war, ob es aus seiner Sicht im Augenblick normaler gewesen wäre, wenn Zino sich mit ihm die Perspektive aus der verdrehten Schwerkraft teilen würde, anstatt für ihn über Kopf ganz normal auf dem Boden der Werkstatt zu stehen.
      Der gayanische Nationalheld stemmte inzwischen die Hände in die Hüften, während er sich nach seinem Freund umsah. „Boo?“ Er wanderte ein paar Schritte durch die Werkstatt, und selbst von hier oben bemerkte Boo, daß das bestechende Lächeln Nachdenklichkeit gewichen war. „Er sagte doch, er wäre heute vormittag zu Hause…!“
      Nun konnte Boo nicht mehr anders und räusperte sich. „Hi, Zino…“
      Konsterniert sah der Blonde sich um, bis er dem absurden Gedanken folgte und den Blick in die Höhe schwenkte, wo Boo ihm verlegen von der Zimmerdecke zuwinkte. In dem Moment erlebte der Brünette ein Schauspiel, das er sich trotz aller Konsequenzen um keinen Preis hätte entgehen lassen wollen: Zinos Augen wurden mit einem Schlag größer, während sein Lächeln entgeistert versiegte, er ein paar Schritte rückwärts taumelte und in einer von Boos neuen Erfindungen landete, die postwendend unter ihm zusammenkrachte, als er mit ihr zu Boden ging.
      Den Blick noch immer auf den kleinen Erfinder gerichtet, sammelte sich der große Blonde aus den Bruchstücken auf und deutete sprachlos zu seinem Freund nach oben. „Wie… Wie machst du das?“
      „Tja, wenn ich das wüßte…“ Boo schlug nervös die Fingerspitzen zusammen. „Das ist mein Problem, als ich heute morgen aufgewacht bin, war es schon so.“
      Sein Freund sah ihn skeptisch an. „Also, Boo, ich war nie wirklich gut in Physik, aber daß das nicht so einfach machbar ist, habe selbst ich verstanden! Sonst hätte ich das längst verwendet, wann immer ich eine Pizza bestellt habe.“
      „Ich glaube nicht, daß dir eine Pizza an der Decke etwas nützen würde.“ erwiderte Boo trocken, während er sich in den Schneidersitz setzte, wohlwissend, wie Zino es gemeint hatte.
      Der Blonde stutzte. „Okay, da ist was dran…“
      „Die Frage ist, wie kann man den Effekt wieder rückgängig machen!“ brachte Boo das Thema auf’s wesentliche zurück. „Zino, ich will hier wieder runter! Diese Perspektive macht mir Angst!“
      „Echt? Einem Wissenschaftler wie dir?“ lachte sein Freund, der mittlerweile unter ihm entlangging und fasziniert zu ihm nach oben sah.
      „Ja! Weil ich mir nicht ausmalen mag, was mit mir passiert, wenn nicht die Zimmerdecke da ist, um mich hier auf dem Planeten zu halten! Bei der Gelegenheit: Mach bloß kein Fenster auf!“
      Zino hielt nachdenklich inne. „Hm. Reicht es nicht, wenn ich dir die Leiter anreiche, und du einfach auf den Boden zurückkommst?“
      Boo machte eine einladende Geste. „Probieren wir es aus!“
      Der Blonde sah sich schnell um und fand die Klappleiter an einer Seitenwand der Werkstatt liegend. Rasch stellte er sie in der Mitte der Werkstatt auf und kletterte auf der einen Seite seinem Freund entgegen. „Rettung naht!“
      Boo griff die helfende Hand seines Kameraden und versuchte, sich auf die Leiter zu ziehen. Das Ergebnis war, daß er freischwebend über Kopf mit den Füßen knapp unter der Decke hing, – daß nichts seltsameres passierte, verhinderte anscheinend Zino, der mit seinem Gewicht die Leiter auf den Boden drückte. „Oh, gütiges Gaya, mir wird schlecht…“ Geistesgegenwärtig ließ der Brünette die Leiter wieder los und stürzte an die Decke zurück, wo er einen Moment keuchend liegenblieb und gegen den Würgreiz ankämpfte, den die verdrehte Perspektive bei ihm auslöste.
      Zino sah sich die Szene ratlos an. „Tja, also, äh… Die Sache ist doch nicht so einfach, wie ich dachte…“
      „Offensichtlich…“ keuchte Boo. „Nimm die Leiter da weg, bevor ich noch dagegen laufe.“
      Gedankenversunken kletterte Zino wieder hinunter und klappte die Leiter zusammen. „Ähm, Boo?“ fiel ihm plötzlich ein.
      „Ja?“ Der Brünette musterte seinen Freund fragend, während er die Leiter bedächtig an ihren Platz zurücklegte und verhalten zurückkam.
      „Für den Fall, daß du dich tatsächlich übergeben mußt… Landet das Ergebnis dann bei dir da oben, oder hier unten?“ Der Blonde unterstrich seine Frage mit einschlägigen Gesten.
      „Tja, ich habe es noch nicht ausprobiert.“ gestand Boo und schmunzelte humorlos. Mittlerweile untersuchte er genau seine Schuhe, seine Kleidung, ging alles durch, was er in den Taschen hatte, doch nichts brachte Aufschluß über den seltsamen Zustand.
      „Was ist denn anders als gestern? Ich meine, hast du noch an einer Erfindung gearbeitet, oder so?“ erkundigte sich Zino.
      „Natürlich habe ich noch an einer Erfindung gearbeitet!“ gab Boo hilflos zurück. „An einer Brotröstmaschine! Es würde mich wundern, wenn das Einfluß auf die Schwerkraft hätte. … Oops…“
      Zino zuckte erschrocken zusammen, als ihm plötzlich Boos Brille in die Hände fiel. Etwas verlegen kletterte er auf das Sofa und gab sie seinem Freund zurück.
      „Danke. – Darauf habe ich ja förmlich nur gewartet…“ grummelte das kleine Genie.
      „Meinst du denn, der Effekt bleibt der gleiche, wenn du das Haus verläßt?“ schlug Zino vor.
      Boos Augen weiteten sich in Entsetzen. „Das werde ich sicher nicht ausprobieren! Ich bin doch nicht verrückt!“
      „Naja, gewissermaßen bist du es schon…“ Zino grinste verschämt.
      „Sehr witzig!“ Boo wirkte, als hätte er am liebsten irgendwo gegengeschlagen.
      Zino lief indessen durch die Werkstatt auf der Suche nach einem komfortablen Standort, von dem aus er Blickkontakt zu seinem Freund hatte. Er blieb stehen und rieb sich den Nacken, während er hochstarrte. „Also, eins muß ich jedenfalls sagen, das ist eine ziemlich ungemütliche Position, immer so zu dir raufsehen zu müssen!“
      Boo verdrehte die Augen. „Das tut mir furchtbar leid! Ich werde versuchen, es bei deinem nächsten Besuch zu bedenken!“ Frustriert ließ er sich an der Decke zurücksinken, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und sah in eine unbestimmte Leere.
      Zino musterte ihn nachdenklich. „Hey, das ist eine gute Idee!“ Der Blick des Brünetten folgte ihm, während er sich gemütlich auf das Sofa legte, und so aus gemütlicher Lage zu seinem besten Kumpel hochsah. Das Lächeln des Blonden war gewinnend. „So ist es doch eigentlich ganz nett, oder?“
      Boo konnte sich gegen ein kleines Schmunzeln nicht wehren. „Großartig.“ meinte er sarkastisch. „Laß uns überlegen, wie ich hier wieder herunterkomme, bitte! Sonst probiere ich es gleich doch aus, wie es sich mit dem »sich übergeben« verhält.“
      Der Nationalheld Gayas versank in Gedanken. „Hast du vielleicht irgend etwas merkwürdiges gegessen?“
      „Du meinst, es macht sogar Sinn, wenn ich mich übergebe?“ fragte Boo nachdenklich.
      Zino stockte. „Ähm, dann gib aber vorher Bescheid, bitte…“
      „Ach, laß gut sein.“ Der Erfinder winkte ab. „Das einzige, was ich gestern Abend gegessen habe, war ein Käse-Schinken-Sandwich.“ Er schloß ruhig durchatmend die Augen. „Zino, könntest du mir bitte einen Gefallen tun? In dem Schränkchen neben der Spüle sind Kopfschmerztabletten. Magst du mir die mal raufgeben?“
      Sein Freund nickte und stand auf. „Ein Glas Wasser dazu?“
      „Bist du verrückt?“ Boo lachte humorlos auf. „Das wäre im Augenblick etwas kontraproduktiv. Es sei denn, du möchtest die Gelegenheit zum duschen nutzen!“
      Zino nahm die Schachtel aus dem kleinen Medizinschränkchen und reichte sie seinem Freund hoch. „Ist es arg schlimm?“
      „Es ist die verdrehte Perspektive! Ich kann hier oben einfach nicht entspannen, weil ich trotz allem entweder das Gefühl habe zu fallen, oder daß mir gleich alles entgegenkommen müßte.“ Der Brünette drückte mit aller Vorsicht eine der Tabletten aus ihrer Verpackung und ließ die Schachtel wieder in Zinos Hände fallen. Zumindest gelang es ihm, die Tablette zügig runterzuschlucken.
      Sein Kumpel hatte sich indes wieder ratlos auf dem Sofa niedergelassen und die Hände unruhig gefaltet. „Was machen wir denn, wenn wir dich gar nicht mehr da oben runterbekommen?“
      „Hoffen, daß ich mich an den Zustand gewöhne…“ ächzte Boo. „Zino, wir müssen herausfinden, wie wir den Effekt neutralisieren können! Sonst drehe ich hier durch!“
      „Aber mir fällt nichts mehr ein, was dafür verantwortlich sein könnte!“ gestand der hübsche Gayaner unter ihm. „Und ich habe keine Idee, wie wir dich da runterbekommen!“
      „Super. Dann sind wir schon zu zweit.“ Boo atmete tief durch. Er hatte mittlerweile herausgefunden, daß er seinen Zustand am besten aushalten konnte, wenn er sich platt an die Decke legte und die Augen schloß. So konnte er sich zumindest vorstellen, er würde auf dem Boden liegen.
      „Und wenn wir einfach mal bis morgen warten?“ schlug Zino vor. „Vielleicht erledigt es sich ja von allein, so, wie auch alles angefangen hat!“
      „Das ist nicht dein Ernst.“ jammerte Boo.
      Zino verzog den Mund zu einem leichten Schmollen. „Dann weiß ich nur noch eine Sache. Ich gehe und hole Hilfe!“
      Boo schlug im Affekt die Augen auf. „Du willst mich doch hier nicht alleine lassen!“ Seine Stimme überschlug sich in aufkeimender Furcht.
      Zino machte eine hilflose Geste. „Was sollen wir denn sonst machen? Vielleicht finde ich ja jemanden, der uns helfen kann. Anders kommen wir jedenfalls nicht weiter!“
      Boos Miene verriet, wie bewußt er sich darüber war, daß Zino Recht hatte, und wie unglücklich er zugleich darüber war. Zumindest aber, das hatte der kleine Bastler registriert, hatte sein Freund von »uns« gesprochen, und nicht von ihm allein. Das gab ihm ein gutes Gefühl. Auch wenn er wußte, daß Zino ihn nie im Stich lassen würde, signalisierte es ihm auf wohltuende Weise, daß er nicht allein war. „Na gut, aber bitte, bitte beeile dich…“
      „Versprochen.“ Zino stand auf, er hatte sich jedoch noch nicht einmal zu dem Tor der Werkstatt umwenden können, als es klopfte. Erstaunt sahen die beiden Männer in die entsprechende Richtung, und Zino ging öffnen. Zu seinem noch größeren Erstaunen fand er vor dem Tor seinen größten Widersacher: Galger, den kleinen Anführer der Schnurks.
      „Hey, geh‘ mir aus dem Weg, du Möchtegernheld, ich habe etwas wichtiges mit deinem genialen Freund zu besprechen! Ich hätte da eine Idee für eine Erfindung, die er vielleicht umsetzen könnte!“ Der kleine Blauhaarige schob sich an Zino vorbei in die Werkstatt, der noch immer perplex dastand und sich erst mal sammeln mußte.
      „Äh, Galger…“ Die zaghafte Geste des sonst so draufgängerischen Helden blieb unbeachtet.
      „Wo ist Boo denn? Sag‘ jetzt nicht, er ist gar nicht zu Hause!“
      Zino ließ etwas die Ohren hängen, als er den Schnurk beobachtete, wie er sich suchend in dem großen Raum umsah, gerade so, wie er es vor nicht allzu langer Zeit selbst getan hatte. Er schloß das Tor, als er sich an Boos einleitenden Worte über das »Draußen« erinnerte, stellte zu seinem Kumpel an der Decke Blickkontakt her und ging ein Stück in die Werkstatt zurück. „Tja, äh… Weißt du, da gibt es ein Problem.“ leitete Gayas Nationalheld ein.
      Der schurkisch veranlagte Schnurk drehte sich zu Zino herum und maß ihn mit einem durchdringenden Blick. „Was denn für ein Problem?“
      „Eines, was wir sicher nicht werden lösen können! Zumindest Boo und mir sind die Ideen ausgegangen. Deswegen brauchen wir jetzt erst mal professionelle Hilfe, bevor sich Boo deine Idee ansehen kann.“
      „Laß mal hören! Vielleicht kann ich ja aushelfen!“ erwiderte Galger, in der bald schon automatischen selbstgefälligen Art, die er gegenüber Zino immer an den Tag legte.
      Der Blonde verdrehte die Augen. „Das würde mich sehr wundern!“ Er schaute demonstrativ an die Decke.
      Als Galger nicht reagierte, sondern seinen Kontrahenten nur ungeduldig wartend ansah, machte Boo auf sich aufmerksam. „Äh, hi, Galger…“
      Der kleine Schnurk sah zur Decke empor und besah sich die Situation einen Augenblick stumm. Dann verdrehte er die Augen und seufzte tief. „Das gibt es doch nicht!“
      Zino machte eine hilflose Geste. „Was habe ich gesagt…?“
      Zu seiner Überraschung nutzte Galger den Moment, faßte Zino bei den ausgestreckten Armen, um ihn in der Stellung zu halten und positionierte ihn direkt unter Boo. „So, jetzt gefälligst genauso stehen bleiben, wenn du nicht möchtest, daß sich dein Freund ernsthaft verletzt!“
      Zino war so perplex, daß er allein deswegen schon der Aufforderung nachkam.
      Galger trat zwei Schritte von ihm weg, sah zu Boo hoch und klatschte zwei Mal in die Hände.
      Mit einem Aufschrei fiel Boo direkt in Zinos Arme, der seinen Freund erschrocken abfing und unweigerlich mit ihm zusammen zu Boden ging.
      Ihr üblicher Widersacher betrachtete die Szene schmunzelnd. „Das war doch ganz einfach!“
      Zino und Boo sahen synchron mit völlig entgeisterter Miene zu dem Blauhaarigen auf, als sie sich vom Boden aufsammelten. „Was… Was in Gayas Namen war das?“ brachte der sonstige Held des Landes überfordert hervor.
      „Tja, was schon?“ Galger machte eine theatralische Geste. „Das war eine übereifrige Hobbyautorin, die ein aufregendes Projekt in einem Fanfiktion-Forum gefunden hat!“ Er maß Zino mit einem bedeutungsvollen Blick. „Und du kannst froh sein, daß es nicht dich getroffen hat! Üblicherweise stürzt sie sich ja bei allen Katastrophen auf dich!“ Die beiden Freunde hatten sich noch bei weitem nicht von dem Abenteuer erholt, ganz im Gegensatz zu ihrem seltenen Gast. „Also, was ist jetzt? Wollen wir uns meine Projektidee mal ansehen?“


Anm. d. Aut.: Mist! Wäre Galger nicht gewesen, hätte ich das Spiel noch einige Wochen durchziehen können…
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