How to tame a Shrew

von Die Meg
GeschichteRomanze / P18
Buffy Summers Spike
29.05.2017
07.04.2019
15
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A/N: ihr lieben,
die story habe ich 2010 begonnen. sie ist eines meiner märchen. dies wird das einzige märchen sein, was ich hierher holen werde.
heute kam der tag, an dem es mir reichte, und ich die story beenden werde.
ich überarbeite die kapitel nun doch zum teil, obwohl ich eigentlich ab kapitel 13 lediglich weiterschreiben wollte. (denn da hörte dieses glorreiche meisterwerk auf^^) aber beim schreiben wurde mir klar, dass man den unterschied zu krass merken würde. sieben jahre verändern den stil. fuck, wer hätte das gedacht :> das grundgerüst erhalte ich.
Zur Story: AU, spielt irgendwann im absolutistischen 18. jahrhundert. schlösser, burgen, pferde, heititei... (kratzt natürlich an shakespeares großartiger 'der widerspenstigen zähmung'...)
Pairing: spuffy for life <3

in diesem sinne wünsche ich viel spaß, wie immer.
es ist die letzte spuffy-story, die ich schreibe. denn ich möchte sie beenden. nach sieben jahren.

in gedenken an indiansummer und cloegirl, wegen denen ich schreibe.
für cordykitten und thayet.
für karen, nisa und amancham.
für red-angel-eve, red-sydney und edea.
für seufziii, seth, jordan-spike, marion, quirky und milli.
für die hundert anderen. beste zeit, leute. die beste zeit!
thx!
Meg

Kapitel 1

Two Daughters

„Es war einmal ein reicher Fürst. Er besaß ein Schloss in den Bergen und eines an der See. Er hatte sich nicht entscheiden können, wo die Schönheit überwog. Er besaß alle guten Dinge, die ein Fürst besitzen könnte. Er war gütig, anständig und ein gerechter Herrscher. Er besaß aber auch schlechte Dinge, wie er sagte.
Zwei an der Zahl. Denn der Fürst hatte zwei Töchter. Es wurde ihm kein Sohn geschenkt und seine geliebte Frau starb bei der Geburt der zweiten unseligen Tochter.
Natürlich war er froh über den Kindersegen, allerdings bedeutete dies, neben seinen aufreibenden militärischen Aufgaben, dass er sich auch noch um die Heirat seiner beiden Töchter kümmern musste.

Aber er war unverzagt und plante der Zeit weit voraus. Die eine sollte einen Lord im Norden ehelichen, die zweite einen Königssohn im Westen, so dass er alle Grenzen in nächster Nähe mit Freundschaft bestärkte.

Aber der Fürst war – wie alle Männer – unwissend, ob der unwilligen Eigenschaften einer Frau. Seit jeher galt die Tradition, die ältere Tochter vor der jüngeren zu vermählen.
Es war der Wunsch seiner verstorbenen Frau gewesen und auch in anderen Adelshäusern wollte man nicht von dieser Tradition weichen. Denn womöglich fände die ältere Tochter niemals eine Partie, würde er die jüngere zuerst vergeben, und sie würde für immer an seiner Seite sitzen.

Der Fürst liebte seine Töchter, gewiss. Aber eine Tochter war kein geeigneter Erbe. Sollte ihm also nicht in einem Weidenkorb ein Sohn vor die Schwelle des Palastes gelegt werden, würde er seine Grafschaft regieren, bis er abdankte und starb. Hoffentlich allein, denn seine beiden Töchter sollten bis dahin verheiratet sein…“

„Du bist ein bitteres Geschöpf, Buffy. Ich dachte immer, Bitterkeit stellt sich erst nach der Hochzeitsnacht ein“, neckte sie ihre Zofe mit einem unanständigen Lächeln auf den jungen Zügen.

„Du müsstest es doch besser wissen, Anya?“ Buffy betrachtete sich in dem Silberspiegel, der an den Seiten so angelaufen war, dass man sein eigenes Spiegelbild schon kaum noch erkennen konnte. Und sie wusste, Anya war bei weitem freizügiger als sie es jemals sein würde. Jemals sein könnte!

„Wen erwarten wir denn heute?“, fragte Anya und zog unzufrieden an Buffys glatten Haaren und schien nicht willig, auf ihre Promiskuität einzugehen. Die Locken, die sie versuchte jeden Tag in ihre Haare zu bekommen, wollten auch heute nicht halten. Das hätte Buffy ihr auch vorher sagen können, so wie sie es jeden Tag versuchte. Ihre Haare waren widerspenstig wie es ihr Charakter war, sagte Anya stets.

„Oh… heute erwartet der Fürst einen besonderen Gast aus dem Süden Frankreichs“, erklärte sie und konnte den Spott nicht aus der Stimme verbannen. „Monsieur Liam le Comte“, lachte sie mit grauenhaftem französischem Akzent, für den ihr Lehrer sie wahrscheinlich einen Aufsatz hätte schreiben lassen.

„Ich glaube, ich sehe die Reiter in der Ferne, liebste Buffy“, erwiderte Anya als sie den Kopf in Richtung Fenster wandte. Buffy konnte nicht verhindern, ebenfalls nach draußen zu blicken. Es war immer einigermaßen aufregend, wenn ein junger Ehrenmann zu ihrem Schloss kam. „Buffy, ich glaube allerdings, dass die Geschichte noch weitergeht, nicht wahr?“, fügte Anya lächelnd hinzu und gab es auf, die Locken zum Halten zu bringen. Stattdessen kämmte sie ihre blonden Haare glatt nach unten, allerdings mit merkbarer Unlust. Anya sagte auch, Locken seien der erste Schritt der weiblichen Verführungen. Buffy musste sich also damit zufrieden geben, die Kunst der Verführung niemals zu beherrschen.

Sie musste darüber lächeln.

„Die Geschichte? Oh ja, richtig. Der Fürst hoffte mit jedem Bewerber, dass seine bucklige, ältere Tochter“, Anya unterbrach sie mit einem schallenden Lachen. Buffy wartete kurz. „…dass seine bucklige, ältere Tochter irgendwann das Glück haben würde, dass ein Ehrenmann sie aus seinen alten, faltigen Händen nehmen würde.“

„Oh, würde dein Vater deine Worte hören…“, prophezeite Anya leise. „Das gäbe Ball-Verbot“, flüsterte sie. Ball-Verbot war das schlimmste – für Anya. Für sie… sie war lieber draußen in den Wäldern, auf den Bäumen, sie jagte Füchse, schoss Rebhühner und hasste jedes bisschen Tüll an den prächtigen Kleidern, die nicht nur unbequem zu tragen waren, sondern glatte zweihundert Pfund wogen, müsste sie schätzen.

„Aber…“, fuhr sie dramatisch fort. „Aber es lag ein Fluch auf dem königlichen Anwesen!“, verkündete sie mit düsterer Stimme. Anya kicherte hinter ihren Haaren. „Der Fluch lag auf dem Haus, seit der Geburt der zweiten Tochter.“ Kurz hielt Buffy inne. Sie glaubte wirklich, dass es eine Art Fluch sein musste. Das wäre immerhin auch noch eine spannende Erklärung.

„Die zweite Tochter war also eine Hexe?“, fragte Anya und griff nach einem leichten Schal, um ihn sich über den Kopf zu werfen, wie ein Kopftuch. Dann humpelte sie durch das Turmzimmer, wie eine bucklige, alte Frau.

„Oh nein!“, widersprach Buffy und lächelte weit. „Du zweite Tochter war ein Engel. Sie war so schön, dass Ehrenmänner angereist kamen, um sie zu sehen, als sie lediglich zehn Jahre alt war.“ Anya zog sich das Tuch enttäuscht vom Kopf.

„Ich mag die Geschichte nicht mehr“, erklärte sie leise.

„Jedes Jahr, jeden Sommer kamen mehr Männer, um um die Hand der Königstochter jüngsten anzuhalten“, fuhr Buffy tragisch fort. Bei den Worten Königstochterjüngsten musste Anya sich auf die Lippe beißen, um nicht zu kichern.

„Aber der Fürst hielt seine Tradition: Die ältere Tochter vor der jüngeren. Jahre zogen ins Land, hunderte Prinzen kamen und gingen. Und so viele auch kamen, mit dem Versprechen, die ältere Tochter fortzunehmen, so verliebten sie sich in die jüngere Schwester.“ Sie ließ den Kopf tragisch auf die Brust sinken und stöhnte qualvoll auf und griff sich ans Herz.

„Mit was für einem Schicksal ich gesegnet bin!“, rief sie laut, so dass Anya sich kichernd die Hand vor den Mund halten musste. „Was für eine Schwester hat mir der Herrgott in all seiner Güte nur als Strafe auferlegt!" Anya stemmte die Hände in die Hüften.

„Ich schlage vor, wir verkaufen sie auf dem Markt, dann ist sie aus dem Rennen, meine Königin.“ Buffy musste ebenfalls schallend lachen. Vor allem bei dem herrlichen Gedanken ihre Schwester auf dem Markt anzubieten. Sie würden bestimmt ein gutes Geschäft machen.

„Ich muss gestehen, ich mag es, wenn die Ehrenmänner meine Schwester sehen und sich vor Verzückung in den teuren Wams machen, Anya. Das Gesicht meines Vaters ist mit gOld nicht zu bezahlen. Dawn und ich wetteten bereits, wann es ihm über sein wird und er aufgeben wird, mich vor ihr verheiraten zu wollen“, erklärte sie grinsend.

„Der Fürst seine Tradition aufgeben? Niemals, Buffy!“ Wahrscheinlich hatte Anya recht, aber sie wusste, ihr Vater wäre froh, zumindest eine Tochter endlich aus dem Schloss zu bekommen.

„Er wird aufgeben. Irgendwann wird er vielleicht aufgeben, sagt Dawn.“

„Und was denkt Ihr, liebliche Buffy?“, fragte Anya gespannt.

„Nun, ich glaube, er gibt auf, sobald die Hölle zufriert“, erklärte Buffy bitter, und Anyas Augen weiteten sich bei so viel Ketzertum.

„Und Dawn?“

„Sie glaubt, dass er sich beim nächsten Kandidaten erweichen lässt.“ Anya lachte wieder.

„Niemals. Der Fürst nicht. Dawn scheint noch jugendliches Vertrauen zu haben. Das hat der Fürst dir ja austreiben können, richtig?“ Buffy lächelte breit.

„Oh ja. Dawn wird noch lernen, dass Vater eben auch nur ein Mann ist. Alt und zäh. In jeder Hinsicht, auch in seinem Geiste.“

„Aber liebste Buffy…“, begann Anya ernst, „was ist, wenn der nächste Kandidat für euch kommen wird?“, flüsterte sie mit großen Augen.

Kurz sahen sich die beiden Frauen an.

Dann brachen sie in schallendes Gelächter aus, so dass die Tauben auf der obersten Turmspitze verärgert mit den Flügeln schlugen.

Derweil erreichte der nächste Ehrenmann das Schloss des Verderbens. Das verfluchte Schloss, nur um sein tapferes Vorhaben, die ältere Schwester mitzunehmen, zu verwerfen, denn auch er würde sich unsterblich in die jüngere Schwester verlieben.
Denn so war es seit je her immer gewesen.
Nichts würde sich jemals ändern. Oder… doch?


~*~


„Warum seid Ihr so trist, Mylady?“ Tara zog die Falten des mitternachtsblauen Kleides zurecht, was anbetungswürdig um ihre Hüften fiel.

„Ich bin nicht trist. Ich denke nach“, erwiderte Dawn tonlos, versunken in ihren eigenen Anblick.

„F…freut Ihr euch nicht? Ihr seid doch immer froh und guter Dinge, wenn ein Empfang bevor steht?“ Tara klang ernsthaft besorgt. Dawn atmete langsam aus, wandte sich vom Spiegel ab und schritt wehmütig auf das weite Fenster zu.

„Weißt du, Tara, es ist jedes Mal dasselbe. Eigentlich sollte ich mich gar nicht freuen, denn… Buffy wird niemals heiraten. Und jedes Mal machen mir diese wunderbaren Männer Avancen und ich kann keine ernst nehmen. Es ist viel schwerer für mich, als für Buffy!“, erklärte sie und konnte den kindlichen Verdruss nicht kontrollieren.

„G…glaubt Ihr nicht, dass Buffy darunter leidet, dass die jungen Herren nur Augen für Euch haben? Und n…niemals für sie?“, fragte Tara vorsichtig, aber Dawn war nicht danach, Mitleid für ihre dumme Schwester zu empfinden.

„Ich weiß es nicht. Vielleicht sollte Vater Buffy einfach im Schrank wegschließen. Dann hätte er keine Sorgen mehr.“ Tara sah ein wenig schockiert aus. Dawn betrachtete wieder ihre zarte Figur im Spiegel. Ihre Haut war reines Porzellan und ihre Züge so exquisit, dass sie es den Ehrenmännern nicht verdenken konnte, weshalb keiner von ihnen jemals Augen für ihre bemitleidenswerte Schwester haben würde.

Buffy war… so robust. Sie scherte sich nicht um ihre Haare und ließ sie ständig kurz schneiden. Sie fielen ihr nicht einmal mehr über das Dekolleté. Dauernd lief sie im Wald umher, jagte unschuldige Tiere mit Vater, und natürlich wollte kein Mann einen anderen Mann heiraten! Buffy wurde auch nicht jünger. Sie war schon zweiundzwanzig. Sie selber war siebzehn und im perfekten Alter für einen Prinzen, einen Lord, einen Ehrenmann, egal welcher Herkunft.

Sie wollte nicht länger im Schloss bleiben. Sie wollte Herrin ihres eigenen Reiches sein. Sie hatte bei Buffy den Verdacht, dass sie nur zu gerne Vaters Platz einnehmen wollte. Aber es war für eine Frau nicht vorgesehen. Und Dawn war anscheinend die einzige Fürstentochter hier, die damit sehr gut zurecht kam. Buffy hingegen… sie sträubte sich gegen alles.

Kein Wunder, dass sich kein armer Mann bereit erklärte, sie zu nehmen. Von der Sonne war Buffys Haut ständig gebräunt. Eine Schande. Sie sah aus, wie eine gewöhnliche Frau aus dem Dorf. Der Mann, der sich für eine Frau wie Buffy interessierte, der schien erst noch hinter den sieben Bergen hervor kriechen zu müssen.

„Glaubt Ihr, die Märchen sind wahr?“, fragte Dawn und betrachtete sich selber im Spiegel. „Das mit dem Frosch, der ein Prinz wird, wenn man ihn küsst? Das Märchen von der bösen Stiefmutter und den Zwergen im Wald?“ Tara überlegte kurz.

„M…märchen enthalten Wahrheiten, Mylady, a…aber ich glaub nicht, dass ein Frosch sich in einen Prinzen verwandeln kann. Nicht wahr?“

„Die Männer haben es mit solcher Leidenschaft erzählt“, schwärmte sie von den zwei Brüdern auf dem Markt, die dort Märchen für Brot verkauft hatten. „Ich glaube es schon“, fügte sie leise hinzu. Sie war nicht zu alt für Märchen. Sie wusste, Buffy hatte ihre eigenen Ansichten, aber sie hatte sich schon vor langer Zeit von ihrer Schwester abgewandt. Sie war nicht der geeignete Umgang.

Sie schien die Welt aus den Fugen heben zu wollen, weil sie sich den Traditionen nicht fügen wollte. Aber dass sie damit ihren Vater und ihre Schwester ins Unglück stürzte, das war ihrer unabhängigen, dummen Schwester egal.
Dass heute wieder ein ausgezeichneter Mann um ihre, Dawns, Hand anhalten würde, das scherte Buffy nicht, und dabei starb Dawn selber innerlich so viele schmerzliche Tode.

Sie hatte in ihrem Buch nieder geschrieben, auf wie vielen Schlössern sie bereits wohnen könnte. Wie viele perfekte Männer gekommen und gegangen waren. Sie hätte schon seit langer Zeit glücklich sein können. Sie hätte ihre Pflichten erfüllen können und ihrem Vater eine gute Tochter sein können. Würde sich Buffy besser präsentieren, dann wäre es vielleicht kein sinnloses Unterfangen.

Das, oder würde Vater endlich von der Tradition abweichen. Es wäre unglaublich! Dann könnte Dawn ihr Leben endlich leben, ohne von den stürmischen und unschicklichen Neigungen ihrer Schwester abhängig zu sein.

Wie oft lag sie nachts wach und wünschte sich nichts sehnlicher, als ein paar Jahre eher geboren worden zu sein. Nicht nur lebte sie mit der Bürde, dass ihre Mutter bei der Geburt gestorben war, nein, sie lebte auch unter dem Schatten ihrer unsäglichen Schwester, die niemals heiraten würde.

Dawn wollte nicht mehr die Tage zählen, die ins Land gingen, ehe sie sich endlich ihren eigenen Traum erfüllen konnte.
Sie weinte heiße Tränen, jede Nacht, wenn sie leise zu Gott betete, und ihm um Vergebung bat, weil sie ihre Schwester so sehr hasste, dass sie Buffy einen frühen Tod wünschte und nicht ihrer Mutter, die sie niemals hatte kennen lernen dürfen.

Und ihre verhasste Schwester sprach niemals von ihr. Niemals. Auch wenn Dawn sie unter Tränen bat, eine Geschichte von Mutter zu erzählen, dann lächelte ihre Schwester nur und wies sie an, zu Vater zu gehen und ihn zu bitten.
Aber Vater litt unter den Schmerzen des Verlustes und Dawn wusste, innerlich gab er ihr die Schuld, dass seine Frau nicht mehr lebte.

Dawn wollte nur fort aus dem Schloss. Fort von ihrem Vater und ihrer Schwester, die ihr beide stumme aber bitterste Vorwürfe machten. Sie wollte nicht Tag ein Tag aus, Männern vorgeführt werden, die alle bereit waren, ihr den Wunsch ihrer Flucht zu erfüllen, nur um allen Lebe Wohl zu sagen, weil sie eben nicht die erste sein durfte, die in den Bund der Ehe trat.

Und Vater verstand es nicht. Es gab keinen – keinen einzigen – Mann auf der Welt, der ihre Schwester, das Biest, heiraten würde! Keinen!

Und sie wurde bestraft dafür. Nicht Buffy, oh nein. Nicht Vaters heimlicher Liebling! Nein. Sie war diejenige, die die bittere Strafe tragen musste.
Sie hasste diesen Ort.

„Ich bitte Euch, so lächelt doch. U…um Eures Vaters Willen. Vielleicht habt Ihr Glück, und dieser Mann will Eure Sch…schwester heiraten“, versuchte Tara sie aufzumuntern. Dawn seufzte. Und dann zauberte sie ein Lächeln auf die blassen, königlichen Züge.

Ein Lächeln, das ihre Augen nicht erreichen würde, aber ein Lächeln, mit dem sie trotzdem sämtliche Herzen gewann. Sie überlegte, ob sie den Namen Monsieur Liam le Comte auch schon in ihr kleines Büchlein schreiben sollte, als weiteren Kandidaten, den sie leider nicht begleiten würde.

Sie würde es heute Abend nachholen. Mit einem dünnen Lächeln, verließ sie also ihr Gemach, um den Gast zu empfangen. Vielleicht sollte sie im Hintergrund bleiben, damit Buffy wenigstens den Hauch einer Chance hatte. Aber… selbst dann wäre es keine wahre Chance. Solange Dawn im selben Hause wohnte, wäre sie immer die erste Wahl. Sie war die Schöne. Ihre Schwester nur die Hässliche. Die Widerspenstige. Der Grund, warum Dawn ein so tristes Leben leben musste.

tbc...
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