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Skandal bei den drei Ausrufezeichen

GeschichteKrimi, Freundschaft / P12 / Gen
Franziska Winkler Kim Jülich Marie Grevenbroich
29.05.2017
29.05.2017
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„Geschafft ", rief Marie. Sie sah Holger verliebt an. Die beiden waren gerade im Schwimmbad und sahen sich tief in die Augen. „Marie, ich muss dir etwas sagen ", meinte Holger.
„Du weißt ja, dass ich dich liebhabe, aber du weißt auch, dass ich Selma liebe."
Marie sackte in sich zusammen. Musste Holger immer in den schönsten Momenten von dieser Tussi anfangen? Marie kochte vor Wut. Sie sah Holger böse an, dann lief sie weg. „Marie warte doch!", rief Holger ihr hinterher, doch Marie war schon weg. Dieser Typ konnte sie mal.

Als sie zu Hause war, legte sie sich in ihr Bett und weinte. Wenige Minuten später klingelte das Telefon. Es war Blake, der neue Freund von Franzi. "Marie, du musst mir helfen!" Er hörte sich ziemlich verzweifelt an. „Ich habe eine Bitte!", sagte Blake.

In der Zwischenzeit saß Franzi geknickt an ihrem Schreibtisch. Sie hatte einen furchtbaren Verdacht.
Kim bummelte fröhlich durch die Stadt. Natürlich mit Michi. Die beiden waren unzertrennlich.

Privates Tagebuch von Kim Jülich:
Ich war heute mit Michi in der Stadt. Es war mal wieder so schön. Morgen ist Clubtreffen bei Marie. Bin gespannt, ob es einen neuen Fall gibt.

Am nächsten Tag war Club treffen bei Marie. Kim war schon da, nur Franzi fehlte. Marie war natürlich perfekt gestylt, nur etwas war anders: Ihre Augen, die sonst immer so perfekt geschminkt waren, sahen gar nicht gut aus; als hätte sie die ganze Nacht geweint. Aber bevor Kim fragen konnte, kam Franzi rein. Sie sah noch viel schlimmer aus als Marie.
Sie gingen in Maries Zimmer. Kim sah ihre Freundinnen fragend an. Marie senkte ihren Kopf und berichtete von ihrer verunglückten Verabredung mit Holger.
Kim tröstete ihre Freundin, nur Franzi saß still mit hängendem Kopf da.
„Franzi, willst du jetzt mal erzählen, was bei dir los ist?", Marie und Kim sahen sie aufmunternd an. Franzi blickte hoch. „Was habt ihr gesagt?" „Franzi, was ist mit dir los?", Franzi guckte ganz traurig, dann fing sie an zu weinen. Kim und Marie umarmten ihre Freundin.
„Meine Mutter… ich glaube sie ist eine Verbrecherin! " schluchzte Franzi. Marie und Kim kicherten. „So ein Unsinn! ", sagte Marie. Nun meinte auch Kim: „Ach Franzi, das glaubst du doch wohl selber nicht?“ „Doch!", rief Franzi, „Wenn ihr mir nicht glaubt, kann ich ja gehen."
Franzi sah ihre Freundinnen ernst an. „Meine Mutter war in der Küche.", berichtete Franzi, "Und sie hat telefoniert. Mich hat sie nicht bemerkt. Sie hat mit jemanden besprochen, dass die beiden die bedrohten Tiere verstecken und dann verkaufen ". „Oh!", sagten Marie und Kim gleichzeitig.  „Dafür gibt es bestimmt eine logische Erklärung", meinte Marie. Kim nickte schnell. „Ich gehe jetzt.“
Franzi lief mit Tränen in den Augen aus dem Zimmer. „Wir müssen Franzi helfen und den Fall übernehmen ", sagte Kim mit überzeugender Stimme. „Okay ich bin dabei.", erwiderte Marie.



Am Abend als Kim gegangen war, legte Marie sich in die Badewanne. Sie wollte mal wieder ein Wohlfühl-Peeling machen. Als das Telefon klingelte, stieg sie aus der Badewanne. Es war Holger. „Hallo Marie, ich muss dir etwas sagen ", seine Stimme hörte sich ängstlich an. „Ich mach mit dir Schluss." Stille ertönte. Marie legte auf und würde am liebsten im Erdboden versinken.

Sie weinte und weinte. Sie rief Kim an, um sich von ihr trösten zu lassen. Kim war entsetzt. Sie mussten doch Franzi helfen und jetzt das mit Holger! Aber da konnte man wohl nichts machen.
Die beiden verabredeten sich für morgen, aber das half Marie ja auch nichts.

Am nächsten Morgen zog Marie ein seidenes Kleid mit Spitze an. Dazu einen passenden Schal in Gold. Sie schminkte sich so doll, dass man nichts mehr von ihren verheulten Augen sah. Kim erwartete ihre Freundin schon. Als Marie dann kam, schloss Kim sie in die Arme. Aber da musste Marie jetzt durch. „So jetzt müssen wir aber Franzi helfen. Wir schaffen das!" Marie und Kim guckten sich überzeugend an. „Am besten wir rufen Franzi gleich mal an und sagen ihr, dass wir einverstanden sind.“, meinte Marie.
Sie riefen Franzi an und sie kam auch in ein paar Minuten. „Wir beschatten deine Mutter!", rief Kim. Die drei Ausrufezeichen radelten zu Franzi. Sie trafen mal wieder Franzis Schwester, die wie immer schlechte Laune hatte. Sie gingen in die Küche, wo Franzis Mutter fleißig am Backen war.
Da klingelte es an der Tür. Es war Kommissar Peters. „Was macht der denn hier?", Franzi guckte ihre Freundinnen ängstlich an. Doch Peters und die Mutter besprachen nur etwas und lächelten immer mal wieder. Doch die Freundinnen konnten nicht hören worum es ging.

Franzi lief in ihr Zimmer. Kim und Marie liefen ihr hinter her. Franzi sah ihre Freundinnen traurig an. „Wir machen Morgen weiter, ich muss zum Gesangs Unterricht.“ Marie sah ihre Freundinnen entschuldigend an. Als sie vom Gesangs Unterricht kam, machte sie noch einen kleinen Spaziergang mit Blake. Er hatte eine tolle Überraschung für Franzi und brauchte die Hilfe von Marie.
Franzi erholte sich und machte auch einen Spaziergang. Da sah sie Marie und Blake fröhlich durch die Straßen gehen. Wie konnten die beiden ihr das an tun? Waren sie etwa verliebt?

Die drei Ausrufezeichen hatten am nächsten Tag ein Clubtreffen. Franzi sah Marie böse an. Marie merkte das. „Was guckst du mich so böse an?", fragte sie. Marie war so verliebt. Nach dem Spaziergang mit Blake war sie noch bei Adrian gewesen. Es war schön und Marie glaubte, sie habe sich neu verliebt in ihn.
Franzi sagte: „Seid ihr verliebt? Ich habe euch gestern gesehen.“ „Ja!", antwortete Marie.
„Du bist so feige!", schrie Franzi. „Du sagst es mir nicht einmal von selbst, dass du mit meinem Freund zusammen bist?", knurrte sie. „Was? Ich bin doch nicht mit Blake zusammen. Du spinnst doch!" Marie zischte ab. „Was sollte das?" Kim schaute Franzi böse an. „Marie würde nie etwas mit deinem Freund anfangen."  „Doch, ich habe die beiden gesehen. Sie sind glücklich durch die Straßen gegangen!", rief Franzi. „Marie ist in Adrian und noch ein klitze kleines bisschen in Holger verliebt.", sagte Kim. „Wieso waren die beiden dann spazieren?" schrie Franzi. „Keine Ahnung, aber ich dachte wir wollen den Fall lösen und dazu brauchen wir Marie.", meinte Kim. „Du hast Recht. Natürlich würde Marie nichts mit Blake anfangen.“, meinte Franzi schuldbewusst.

Marie war so sauer auf Franzi. Sie half Blake doch nur eine Überraschung für ihre Freundin vor zu bereiten. Franzi lief ihrer Freundin hinter her und entschuldigte sich. Dann waren sie alle wieder zusammen und machten wie immer ihren Power Spruch.
„Wir gehen zu Kommissar Peters ", berichtete Marie, „dann fragen wir ihn, was er mit deiner Mutter besprochen hat." „Kommissar Peters hat doch Schweigepflicht", grübelte Franzi. „Ach mit dem richtigen Klimpern geht das schon “, lächelte Marie. „Dann lasst uns los Mädels!“, sagte Kim.



Als die drei beim Kommissar waren, fragten sie ihn auch gleich, was er mit Franzis Mutter besprochen hatte. Aber wie Franzi es sich gedacht hatte, sagte er es ihnen nicht, wegen der Schweigepflicht. „Auch wenn ich euch das sagen wollte, ich habe keine Zeit. Ich brauche eine Assistentin und gleich ist das Vorstellungsgespräch für den Job.“, sagte Kommissar Peters.

Sie radelten wieder zum Pferdeschuppen, also zu ihrem Treffpunkt. Da hatte Marie einen Plan: „Ich habe eine Idee, wie wir Kommissar Peters zum Reden bringen. In drei Stunden am Polizei Revier."
Nach ein paar Stunden waren Kim und Franzi am Revier, aber natürlich war Marie noch nicht da. Franzi regte sich mal wieder über Marie auf. Doch da kam eine junge Frau mit einem eleganten Hosenanzug, Hand gefertigten Ballerinas und einer Haarpracht, das glaubt ihr nicht. „Marie bist du das?“, fragte Kim zaghaft. Marie kicherte los: "Na klar. Also mein Plan ist, dass ich da jetzt reingehe und mich als Assistentin vorstelle. Ich hoffe, dass Kommissar Peters mich nicht erkennt! Aber das klappt schon. Ihr könnt euch ja in ein nettes Café setzen.", säuselte Marie. „Machen wir." Als Marie beim Kommissar war, war sehr viel los. „Oh nein!“, flüsterte sie zu sich selbst.
Nach einer halben Ewigkeit kam sie dran. Maries Herz klopfte. Hoffentlich erkannte der Kommissar sie nicht. „Kennen wir uns nicht?“, war seine erste Frage. Maries Herz klopfte noch schneller als vorhin. „Nein", flötete sie.
Als sie endlich raus aus dem Revier kam, machte sie sich auf den Weg zu ihren Freundinnen. Franzi und Kim warteten schon lange auf ihre Freundin „Immer kommt die zu spät“, ärgerte Franzi sich. „Was ist denn jetzt mit Blake?", fragte Kim. „Ach“, Franzi guckte wieder so traurig, „er will mir nicht sagen, was er mit Marie besprochen hat." „Du sagst im doch auch nicht alles, was du mit uns besprichst.“, meinte Kim. „Da hast du Recht“, sagte Franzi nachdenklich.
Da blieb Kims Herz für eine Weile stehen. Sie sah einen Jungen in ihrem Alter mit blonden lockigen, längeren Haaren. Sie fand ihn auf den ersten Blick sympathisch. Er drehte sich um und lächelte Kim an. Eine wohlige Wärme überflutete ihren Körper. Ihr Herz schlug schneller. Er kam an ihren Tisch und sprach sie an, ob sie ein Eis wollte. Kim nickte. Sie war so glücklich. Sie unterhielten sich kurz, sagten sich ihre Namen und so. Am Ende tauschten sie sogar ihre Nummern aus.
 
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