Textilfabrik „Hazard and Main“

GeschichteFreundschaft / P12
Clarissa Main Constance Flynn / Hazard George Hazard Orry Main
29.05.2017
29.05.2017
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29.05.2017 462
 
Orry und George hatten sich in die Bibliothek zurückgezogen. George kam mit zwei Brandygläsern und reichte eines Orry. Er betrachtete seinen langjährigen Freund. Orry wirkte irgendwie nachdenklich, in sich gekehrt. Doch George kannte ihn gut genug und wusste, dass Orry irgendwann reden würde. Vier Jahre Tag und Nacht zusammen in West Point hatten sie geprägt. Trotz ihrer verschiedenen Ansichten und Meinungen verband sie eine tiefe Freundschaft. Im Herzen waren sie eins.
Er setzte sich in den Sessel Orry gegenüber, sah zu ihm und wartete einfach ab. Und er wurde nicht enttäuscht.
„George…“ Orry sah George an, suchte noch nach den richtigen Worten, holte nochmal tief Luft und fuhr dann fort:
„Ich habe mir da was überlegt…“ und sah George wieder unsicher an. Goerge nickte ihm auffordernd zu und wartete.
„Als Du mir das erste Mal Hazard Iron gezeigt hast, da hatten wir uns über eine Baumwollspinnerei unterhalten.“ George grinste und meinte lachend:
„Ja, ich erinnere mich. Ich musste die jedes Gerät zeigen, welches wir je für eine Spinnerei hergestellt haben.“
Auch Orry lachte kurz auf.
„Ich habe nachgedacht. Ich möchte eine Baumwollspinnerei eröffnen. Weißt Du, im Moment muss jeder, der Baumwolle hat, sie in den Norden oder nach England verschiffen. Es wäre doch viel effektiver, wenn wir sie gleich dort verarbeiten würden, wo sie wächst. Das wäre ein enormer Fortschritt im Süden.“ Orry klang mittlerweile richtig begeistert und erzählte mit vollem Elan und einem Glanz in den Augen, den George selten dort sah. George verstand ihn sehr gut und wurde von dem Elan mitgerissen. Er lächelte und meinte:
„Könnte ich mir gut vorstellen… Mir Dir und mir als Partner.“ Warf er begeistert ein.
Das brachte Orry etwas aus der Fassung und er schaute George fassungslos an und dann verlegen zur Seite.
„Goerge, versteh mich bitte nicht falsch. Ich wollte Deinen Rat nicht Dein Geld.“
„Ja, das weiß ich“ beschwichtigte George ihn lächelnd. „Damals sagte ich, dass Hazard Iron die Maschinen stellt. Doch jetzt kann ich noch ein bisschen mehr tun. Ich habe ein bisschen Geld zur Seite gelegt und das Ganze klingt nach einer ganz hervorragenden Anlage.“
Gespannt auf die Reaktion schaute George Orry an. Orry war ganz perplex und suchte nach den richtigen Worten:
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll… Das klingt alles ganz vernünftig.“
Beide waren begeistert von ihrer Idee, doch eines lag George noch am Herzen und er wurde ernst:
„Unter einer Bedingung… Keine Sklavenarbeit.“
Wieder wartete er gespannt auf Orry’s Reaktion. Dieser schaute erstmal betroffen zur Seite und kämpfte mit sich.
„In Ordnung. Keine Sklaven.“
George fing erleichtert an zu grinsen.
„Main und Hazard. Klingt doch gut, findest Du nicht?“
Orry lachte auf und meinte
„Fast so gut wie Hazard und Main.“ Darauf lachten beide und stießen auf ihr neues Geschäft und ihre Partnerschaft an.
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