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Smile - the worst is yet to come

GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Elijah Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
28.05.2017
21.06.2018
10
9.243
3
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
28.05.2017 766
 
Herzlich Willkomen zu meiner neuen Fanfiction! :-) Ich hoffe, sie gefällt euch!
Vorab noch eine Information: Der Anfang der Geschichte wird sich um die Geschehnisse vor 300 Jahren drehen, angelehnt an den ersten Roman "The Originals - The Rise". Viel Spaß beim Lesen, über Reviews würde ich mich sehr freuen :-)


New Orleans, 1720

Im Innenhof des größten Hauses im French Quarter fand eine Verlobungsfeier statt, die das Leben der Menschen, Hexen und Werwölfe in dieser Stadt verändern sollte. Nach Jahrhunderten des Krieges zwischen den Wölfen und den Hexen, sollte die bevorstehende Hochzeit endlich Frieden bringen. Vivianne Lescheres, Tochter einer Hexe und eines Wolfs, würde Armand Navarro, den Sohn des Anführers des mächtigsten Rudels heiraten. Obwohl Vivianne eher die Natur einer Werwölfin hatte und über keinerlei magische Fähigkeiten verfügte, war sie im Kreise des Hexenzirkels großgezogen worden, doch sie hatte auch immer ein Zuhause bei den Werwölfen außerhalb der Stadt im Bayou gehabt. Heute Abend würde nun endlich die Hoffnung versprechende Verlobung stattfinden und obwohl sie als Bindeglied zwischen Wölfen und Hexen fungieren sollte, hielten sich beide Gruppen voneinander fern, jeder auf seiner Seite des Hofs. Es war, als spürten alle, wie zerbrechlich der neugewonnene Friede war. Besonders, seit die vor zehn Jahren hier angekommenen Geschwister den Saal betreten hatten. Seit dem Tag ihrer Ankunft hatte sich alles verändert, denn die Mikaelsons waren nicht wie wir. Sie waren Vampire und ihre bloße Existenz hatte das empfindliche Gefüge unserer Stadt erschüttert und tat es bis heute. Die gesamte Gesellschaft verstummte und jeder Anwesende musterte die drei ungeladenen Gäste. Elijah, der Älteste und Besonnenste, besaß ohne Frage ein diplomatisches Geschick, dies hatte er bei unzähligen Verhandlungen bewiesen und wäre er kein Vampir, hätte er ein großer Gewinn für New Orleans sein können. Seine Schwester Rebekah war am jüngsten und sie war wirklich wunderschön und ich war mir sicher, dass obgleich der Feindschaft zwischen uns, jeder hier das ähnlich sah. Niklaus jedoch war es, der mich am meisten fasziniert hatte. Schon als ich ihn zum ersten Mal gesehen hatte, hatte ich gewusst, dass er etwas Besonderes war und im Laufe der Jahre hatte ich mich ihm immer, wenn auch aus der Ferne, am nächsten gefühlt. Er schien zu wissen, wie es war, kein richtiger Teil der Familie zu sein und man munkelte, er sei nur der Halbbruder der anderen Mikaelsons. Zu viert waren sie damals hier angekommen, doch den Vierten von ihnen, Kol, hatte seit Jahren niemand zu Gesicht bekommen.

Ich folgte Niklaus‘ Blick mit den Augen. Er fixierte Vivianne und ich spürte einen Stich in der Magengrube. Wie ich war er ein Ausgestoßener. Für meine Familie meinen Zirkel, war ich wertlos. Eine Hexe ohne magische Fähigkeiten konnte niemand brauchen. Und ich hatte nicht, wie Vivianne, einen Wolf als Vater, ich war einfach ein Fehler der Natur. Und das ließen sie mich jeden Tag spüren. Niklaus bewegte sich wie selbstverständlich durch den Saal auf Vivianne zu und bat sie um einen Tanz. Ich glaube, mein Herz müsste zerspringen. So sehr hatte ich mir gewünscht, dass er mich heute Abend endlich bemerken würde. Doch wie alle anderen Männer in der Vergangenheit sah er nur Vivianne. Eine Person, die sich zielstrebig auf mich zu bewegte, lenkte mich von den aufsteigenden Tränen ab. Elijah Mikaelson kam vor mir zum Stehen und verbeugte sich, bevor er einen leichten Kuss auf meinen Handrücken hauchte. „Ich glaube, wir wurden einander noch nicht vorgestellt? Elijah Mikaelson“, stellte er sich vor und seine Stimme klang freundlich. „Mein Name ist Eleonora.“, antwortete ich und lächelte ihn zaghaft an. Ich hatte mir angewöhnt, nur meinen Vornamen zu nutzen, wenn ich mich vorstellte. Manchmal bemerkten die Leute dann nicht sofort, wen sie vor sich hatten und ich hoffte, dass es bei Elijah ähnlich sein würde. „Zu wem gehören Sie, zur Braut oder zum Bräutigam?“, fragte er, doch bevor ich antworten konnte, glitt sein Blick von mir fort suchend durch den Raum. Ärger flackerte in seinem Gesicht auf, als er Niklaus und Vivianne erblickte. Wieder war alles wichtiger als ich. „Ich gehöre nirgendwohin.“, flüsterte ich leise, nicht für seine Ohren bestimmt. „Die Zeiten werden sich ändern“, sagte Elijah leise und er sah mich mit seinen braunen Augen an, bevor sie wieder seinen Bruder suchten. „Sie sollten jetzt gehen, Eleonora. Das hier könnte unschön werden. Vielleicht gestatten Sie mir ja, unser Gespräch bei einem Tee fortzusetzen?“ Ein Lächeln erhellte mein Gesicht und eine Sekunde später war Elijah verschwunden. Noch immer lächelnd stahl ich mich zum Hintereingang hinaus. Ich hörte erst auf zu lächeln, als ich die Schreie aus dem Inneren des Saals hörte. Der Frieden würde nie in New Orleans einziehen.
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