What if...

von alex3006
GeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character) Sophie Koch Sören Petersen
27.05.2017
22.07.2018
7
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Zu Beginn würde ich gerne sagen, dass das hier meine erste Geschichte ist und sie daher nicht perfekt sein wird. Über konstruktive Kritik würde ich mich freuen. :)
Aber jetzt zur Geschichte:
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Lena:
3:27 Uhr. Natürlich wie soll es auch anders sein... Seit langer Zeit habe ich diese Schlafprobleme. Eigentlich hatte ich mich ja schon dran gewöhnt und bin gut damit klar gekommen, ist ja schießlich auch nur eins meiner kleinsten Probleme, aber seit vor ein paar Monaten selbst ein Arzt in der Psychiatrie mir nicht glauben konnte, dass ich trotz des wenigen Schlafs noch so gut funktionieren kann mache ich mir oft Gedanken darüber.  Naja, jetzt als erstes Mal versuchen noch ein wenig Energie für den Tag zu tanken.
5:20 Uhr. Mein Wecker klingelt und die Nacht war wieder einmal viel zu kurz... Dieser Tag fühlt sich jetzt schon wie eine totale Katastrophe an. Nach ein paar Jahren habe ich einfach schon ein Gespür dafür entwickelt, welcher ein guter und welcher ein schlechter Tag wird. Und heute ist es eben mal wieder kein guter Tag.
Ich stehe also auf, was mal wieder eine riesige Anstrengung und Qual für mich ist. Ich beschließe ins Bad zu gehen um mich fertig zu machen ohne in den Spiegel zu gucken. Ich muss mir meinen Tag ja nicht sofort nach dem Aufstehen schon verderben, reicht ja wenn ich das später noch machen muss. Nachdem ich mir meine etwa schulterlangen roten Haare geföhnt habe und mich angezogen habe, muss ich wohl oder übel doch in den Spiegel sehen um mich schnell zu schminken. Ich sehe mich also an und mir steigen sofort die Tränen in die Augen. Ich bin ca 1,65m groß und wiege um die 70 kg. Ich weiß dass es eigentlich nur Zahlen sind und dass sie mich eigentlich nicht daran hindern sollten, mich so zu mögen wie ich bin und mich in meinem eigenen Körper wohlzufühlen, aber genau das tun sie. Mein Gewicht ist zwar nicht so besonders weit vom Notmalgewicht enfernt, aber trotzdem hasse ich meinen Körper für das, was er ist.
Ich muss diese Gedanken jetzt aber erst einmal wieder aus meinem Kopf verbannen und mich endlich schminken, ich habe mittlerweile nämlich nicht mehr viel Zeit. Natürlich könnte ich auch einfach ungeschminkt zur Schule gehen, mir ist die Meinung meine Klasse ja eh nicht besonders wichtig, aber dann fühle ich mich immer so... ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich es beschreiben soll,..., irgendwie so durchsichtig. So als könnte dann jeder der an mir vorbei läuft sehen wie es mir geht, was ich denke und gegen was ich jeden Tag ankämpfe.
So, fertig, jetzt schnell runter und ein paar Krümmel auf dem Küchentisch verteilen, damit meine Mutter gleich denkt, dass ich etwas gegessen habe. Besonders an meinen "schlechten Tagen" fällt es mir sehr schwer zu essen, da kommt es mir gerade recht, dass wir morgens nicht gemeinsam frühstücken. Da ich heute etwas Bewegung brauche und etwas alleine sein möchte, ziehe ich mir noch schnell meine Schuhe an, neheme meine Schultasche und verlasse nachdem ich mich verabschiedet habe das Haus und mache mich auf den Weg zur Schule.
Als ich zwei Stunden später im Unterricht sitze klopft es auf einmal an der Tür. Ich schrecke auf als ich bemerke, dass Sophie Koch, die Sozialarbeiterin unserer Schule, den Raum betritt. Ich bin sehr erleichtert, als ich merke, dass sie mit Celina sprechen möchte und nicht wegen mir da ist. Aber ich habe auch ihren prüfenden und zugleich etwas besorgten Blick bemerkt als sie mich angesehen hat. Ich denke ich werde in dier Pause mal zu ihrem Büro gehen und von mir aus nach einem Gespräch fragen, um keine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen und um ihr zu erzählen, dass bei mir alles gut ist. Wir kennen uns schon seit der sechsten Klasse, mittlerweile drehe ich eine Ehrenrunde in der zehnten, also sind es schon fünf Jahre.

Sophie:
Als ich in der zweiten Stunde den Raum der Klasse 10b betrete um mit einer der Schülerinnen zu sprechen, fällt mein Blick als erstes auf Lena. Sie sitzt alleine in der ersten Reihe und schaut nachdenklich aus dem Fenster. Auf einmal zuckt sie sichtbar zusammen, ich denke sie hat bemerkt, dass ich den Raum betreten habe.
Ich kenne Lena jetzt schon seit fünf Jahren. Kennengelernt habe ich sie, weil sie in der sechsten Klasse die Schule verweigert hat. Ich habe dann nach einiger Zeit zusammen mit ihren Eltern die Entscheidung getroffen, dass es für sie am besten ist, wenn sie für ein paar Wochen in eine Klinik geht, da sie auch oft wütend geworden ist und das alles gegen sich selbst gerichtet hat. Den genauen Grund dafür kannten wir damals alle nicht, aber als ich sie nach fast zwei Monaten das erste Mal wieder in die Schule begleitet habe, schien es ihr wirlich gut zu gehen. Ein paar Monate später wurden bei ihrer Mutter Depressionen diagnostiziert und sie musste sich für eine gewisse Zeit in stationäre Behandlung begeben, worunter Lena oft sehr gelitten hat. Sie war also mit ihrem Vater alleine Zuhause, aber leider war deren Verhältnis zueinander sehr angespannt. In dieser Zeit wollte ich für das Mädchen da sein, aber sie ließ niemanden an sich ran. Als die Mutter wieder zuhause war, bemerkte ich dass auch Lena wieder glücklich zu sein scheinte, aber einige Zeit später hörte ich, dass der Schein trügte. Anna, ihre beste Freundin kam zu mir und erzählte mir, dass es Lena nicht gut geht und dass sie sich Sorgen macht. Ich wollte mich natürlich sofort um Lena kümmern und habe oft und lange mit ihr gesprochen. Ich dachte wieder dasss es ihr gut geht, aber etwa vier bis fünf Monate später erfuhr ich, dass sie mir ein großes Thema verschwiegen hatte.
Eines Tages kam nach dem Unterricht einer von Lenas Lehrern zu mir und berichtete mir, dass er an Lenas Unterarm sehr viele Schnittwunden und Narben gesehen hat, als sie sich meldete und ihr Pulli etwas hochrutsche. Ich wollte natürlich sofort mit hr darüber sprechen, wusste aber auch, dass ich sie gerade bei einem so sensiblen Thema nicht mit meinen Fragen überfallen durfte. Es dauerte eine ganze Zeit lang, ind er wir oft miteinander sprachen, bis sich zwischen uns ein richtig großes Vertrauen aufbaute. Lena vertraute mir viel an, und auch ich verstand sie immer besser und konnte ihre Gedankengänge sehr gut nachvollziehen. Doch dann kam dieser eine Tag....
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