Fate/ Dark World

von Nevi
GeschichteFantasy, Übernatürlich / P16
Gilgamesh OC (Own Character)
26.05.2017
05.07.2020
24
101.426
11
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Dieses Kapitel
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26.05.2017 2.606
 
Hallo ihr Lieben, einige von euch kennen mich sicherlich aus meiner ersten FF :)
Nun, ich habe zwischendrin angefangen, eine weitere zu schreiben, einfach weil mich dieser Gedanken urplötzlich durchzuckte und ich ihn festhalten musste :)

Leider werde ich diese FF nicht in dem (einigen bekannten^^) Zwei-Tages-Rhytmus von AK'sG hochladen, da mir dazu die Fülle an Vorlauf fehlt und ich die nächsten drei Wochen erst mal meine Klausuren irgendwie hinter mich bringen muss.

Danach werde ich mich aber fleißig ranhalten, versprochen :)
Und nun: Vorhang auf für das erste Kapitel von Fate/Dark World.
Ich wünsche euch viel Spaß,
eure Nevi :)

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Kapitel 1- Calling

Ein entferntes Rufen durchdrang die Stille der Dunkelheit. Langsam öffnete er seine Augen, doch kein Licht drang hinein und noch immer waren das, was er erblickte, die endlosen Weiten seiner dunklen Welt. Er wusste jedoch, dass sich das nicht ändern würde. Nicht, bis sein vermeintlicher Körper diese Welt erneut verlassen würde. Er befand sich an einem Ort, zu dem kein Mensch Zutritt hatte und an dem keine Gesetze der Erde galten. Ein Ort, der für seinesgleichen geschaffen wurde. Seinesgleichen? Er schnaubte auf, niemand war mit ihm vergleichbar. Auch wenn sie sich alle Heldengeister nannten, so war er doch in gewisser Weise ihr Ursprung, geradezu ihr Schöpfer und ihm allein gebührte der Thron der Helden. Ein erneutes Rufen erreichte seine Ohren und riss ihn aus seinen vor sich hin fließenden Gedanken. Wer wagte es, seinen ewigen Schlaf zu stören, seine ewige Ruhe erneut zu unterbrechen? Wer wagte es, ausgerechnet ihm einen Befehl des Erscheinens zu erteilen? Er schloss seine Augen wieder, war nicht gewillt, dem Ruf in irgendeiner Weise zu folgen. Doch diese entfernte Stimme lies nicht nach, im Gegenteil: Sie wurde immer bestimmter und schien sich ihm mit jedem von ihr gesprochenen Wort zu nähern. Sie ließ es nicht zu, dass er sich wieder den langen, umgarnenden Griffen des ewigen Schlafes hingab. Wieder öffnete er, durch dieses penetrante Geräusch gestört, seine Augen und konnte das ewige Schwarz der ihn umschlingenden Materie erkennen. Kein einziges Licht, keine einzige Bewegung, nicht einmal ein anderes Geräusch außer seinem eigenen Atem und dem nicht nachlassenden Rufen konnte er wahrnehmen. Nur immer währende, stille Dunkelheit. Es war nichts hier, nichts außer ihm, welcher sich mit seinen eigenen Gedanken die Zeit vertrieb. Außer seinem durch Magie geschaffenen Körper, dem seine Seele innewohnte. Doch diese Tatsache des Alleinseins störte ihn nicht. Niemand war seiner Anwesenheit würdig genug, als dass er seine Zeit verschwenden würde und so konnte er sich seinem wohl verdienten Schlaf widmen, welchem er nun jedoch wieder entrissen wurde. Ein plötzlich auftretendes Kribbeln durchzog erst sachte, dann etwas vehementer seinen Körper. Den Körper, welcher dem Ruf der Stimme zu folgen gewillt war. Den Körper, der den Gesetzen des sich immer wiederholenden Krieges um den Heiligen Gral unterstellt war. Den Körper, welcher zum Körper eines Heldengeistes wurde.

Das Rufen wurde noch intensiver, schien nun fast neben ihm zu sein und auch das Kribbeln in seinem Körper, welches von jener, sich nach ihm ausstreckenden Gralsmagie verursacht wurde, steigerte sich parallel dazu. Es würde nicht mehr lange dauern und er würde erneut gänzlich aus seinem Schlaf erwachen, würde diesen Ort erneut verlassen und in ein neues Zeitalter eintreten. Welcher niedere Bastard es wohl dieses Mal wagen würde, sich sein Master zu nennen? Plötzlich durchzuckte ein heller Lichtstrahl die vermeintlich immer währende Dunkelheit, doch auch wenn seine Umgebung nun erhellt wurde, befand sich hier noch immer nichts. Es war lediglich, als würden die dunklen Wände dieser abstrakten Welt von einer plötzlich auftretenden Sonne angestrahlt werden und als würden genau diese Strahlen in unendlich vielen Bahnen reflektiert werden, nur um die sich auftuende Leere zu verspotten. Das Licht kam näher, schien seine langen, warmen Finger regelrecht nach ihm auszustrecken, umgarnte seinen Körper für einen Augenblick und schlang sich schließlich in einer flüssigen Bewegung um seine Gliedmaßen. Es war ein Druck, den er nun schon mehrere Male vernommen hatte, der ihm in gewisser Weise bekannt war und von dem er genau wusste, was er bedeutete, doch noch immer verabscheute er dieses Gefühl. Der Druck verstärkte sich und er spürte, dass sein bisher horizontal schwebender Körper von diesem Ort hinfort gerissen wurde und von einem sich unter ihm auftuenden Loch verschlungen wurde. Es fühlte sich an, als würde er gleichzeitig fliegen und fallen, als würde er sich bewegen und doch stehen, er konnte es nicht beschreiben. Doch letztendlich trat keines von beiden ein und es war wie immer seltsam und befremdlich, durch die an ihm vorbeihuschenden Dimensionen zu reisen. Er ließ diesen Moment jedoch über sich ergehen und schnaubte verächtlich auf, als er im Begriff war, das Ende des vermeintlichen Falles zu erreichen und sich in der neuen Epoche zu materialisieren. Welche widerliche, unwürdige Welt ihm wohl dieses Mal präsentiert werden würde, von welchem Abschaum sie dieses Mal besiedelt werden würde? Das Licht, welches seine Sicht die ganze Zeit über durchdrang und seinen Körper noch immer fest umschlossen hielt, intensivierte sich für einen kurzen Augenblick. Selbst er war durch die Helligkeit gezwungen, seine Augen erneut kurz zu schließen, um nicht geblendet zu werden. Kurz darauf spürte er, wie das Gefühl des gleichzeitigen Fliegens und Fallens abrupt aussetzte und seine in seine Rüstung gehüllten Füße auf festem Boden ankamen. Sein Körper befand sich nun nicht länger an jenem Ort, an welchem er noch vor wenigen Augenblicken geruht hatte. Als er die Augen wieder leicht öffnete, umgab ihn ein weißer, dichter Nebel. Keine schwarze Materie war mehr zu erkennen und auch die unendliche Stille wurde nun von einigen, wenn auch leisen, Geräuschen durchdrungen. Langsam neigte er den Kopf und ließ seinen Blick nach unten wandern. Er stand inmitten eines roten Beschwörungskreises und musste sich kurze Zeit an die hier herrschenden Lichtverhältnisse gewöhnen, bis er in der Lage war, Details zu erkennen. Ja, er kannte diese Zeichen, welche ihn umgaben und von welchen eine ihm bekannte Magie ausging. Wieder einmal befand er sich in einem dieser grotesken Kriege, in welchen sieben Magier einem vermeintlich Wünsche erfüllenden Instrument nachjagten und sich dabei gegenseitig umbrachten. Sofort prasselten alle Eindrücke der neuen Epoche auf ihn nieder und er konnte vor seinem inneren Auge all das Wissen vorbeihuschen sehen, welches er sich durch die Beschwörung aneignete und welches als nötig erachtet wurde, ihm mitgeteilt zu werden. Diese Zeit war jener ähnlich, in die er das letzte Mal beschworen wurde, wie er erkannte. Wütend schnaubte er auf. Eine ihm unwürdige Welt, erneut. Regiert von menschlichem Abschaum, besiedelt von zu vielen der Welt unwürdigen Geschöpfen. Und wieder würde es jemanden geben, der sich versuchen würde, sein Master zu nennen.

Als er seinen Kopf wieder leicht hob und seinen Blick schweifen ließ, konnte er in nicht allzu weiter Entfernung eine weibliche Person ausmachen. Sollte das der Bastard sein, der es sich anmaßen würde, sich sein Master zu nennen? Ein einfaches Weib? Er musterte sie abfällig. Sie stand mit der rechten Hand erhoben dort und schien gespannt zu warten, während ihre linke Hand das Handgelenk der Rechten stützte, welche leicht zitterte, wie er bemerkte. Scheinbar war die Beschwörung für sie recht anstrengend, denn auch ihr Atem ging etwas schneller, als es für einen Menschen üblich gewesen wäre. Ihr Kopf jedoch und damit ihr Blick waren gen Boden gerichtet, sie hatte die Augen scheinbar geschlossen. Keine weitere Regung ging von ihr aus, es schien fast, als ob sie eine Art Puppe wäre. Als er die Arme vor der Brust verschränkte, ließ seine goldene Rüstung ein Klirren durch den Raum hallen, welches sie dazu veranlasste, kurz aufzuhorchen, sie hielt ihren Kopf jedoch weiterhin gesenkt. Sie wusste sich scheinbar zu benehmen und richtete den Blick nicht unaufgefordert auf ihn. Dieser Respekt ihm gegenüber gefiel ihm, wurde er ihm in dieser Weise doch zu selten entgegengebracht. Kannte sie eventuell bereits seine wahre Identität und verhielt sich aus diesem Grund so respektvoll? Unauffällig ließ er seinen Blick durch den Raum wandern: Es war ein relativ dunkler Kellerraum, welcher mit massivem Stein umgeben war und welcher die sich in ihm befindenden Personen regelrecht zu erdrücken schien. An den Ecken standen große Tische mit unzähligen Büchern darauf und an den Wänden hingen ein paar trostlose Bilder, die irgendwelche ihm unbekannten Landschaften abbildeten. Ansonsten war der Raum leer. Nun, bis auf das Mädchen, welches noch immer in der gleichen Position vor ihm stand, lediglich ihre Hand hatte sie in der Zwischenzeit gesenkt und ließ sie nun locker neben ihrem Körper verharren. „Bist du…mein Servant?“, durchdrang ihre leise und zierliche Stimme die Stille und er erkannte, dass es die gleiche Stimme war, die ihn aus seinem Schlaf gerissen hatte. Was sollte er sonst sein? Schließlich stand er hier in ihrem Beschwörungskreis. Sie konnte sich solch unnütze und überflüssige Fragen sparen, wenn sie nicht von Anfang an seine Zeit verschwenden wollte. Doch entgegen ihrer scheinbaren Schüchternheit umspielte ein leichtes Lächeln ihre Lippen. Sie war also neugierig auf ihn, das konnte er spüren. Zwar wurde der Vertrag zwischen ihnen noch nicht besiegelt, doch die Fäden der Beschwörungsmagie streckten schon seit seinem Erscheinen ihre Finger nach ihm aus und wollten seinen Körper an die Gesetze dieses Krieges binden. Dadurch war er bereits schon jetzt in gewisser Weise mit dem Mädchen verbunden und konnte einen Teil ihrer Gefühle wahrnehmen. Sie war aufgeregt, doch auch eine gewisse Unsicherheit, wenn nicht sogar Angst, befanden sich in ihr. Er antwortete ihr jedoch nicht, sah keine Notwendigkeit in der Beantwortung einer für ihn sinnlosen Frage. „Bist du es?“, fragte sie noch einmal schüchtern nach. Er kniff die Augen zusammen, seine Geduld neigte sich schon nach so kurzer Zeit dem Ende zu. Was glaubte sie, wer sie war? Wenn er ihr hätte antworten wollen, hätte er das schon längst getan. Noch war er sich nicht sicher, ob er dieses Weib vorerst als seinen Master akzeptieren sollte. „Was sollte ich deiner Meinung nach sonst sein, Weib?“, antwortete er ihr deshalb mit einer Gegenfrage. Das Lächeln auf ihren Lippen verstärkte sich kurz, als sie seine Stimme vernahm, obwohl er sich keine Mühe gegeben hatte, freundlich zu klingen. Schon jetzt waren ihm dieses Mädchen und ihr Verhalten in gewisser Weise suspekt. Noch immer hielt sie ihren Kopf gesenkt, ihre Demut gefiel ihm jedoch und besänftigte seinen aufkeimenden Zorn wieder ein wenig. Derart angemessen wurde er tatsächlich noch nie in einer Epoche empfangen, aus diesem Grund würde er ihr noch einen Moment Zeit gewähren. Doch sie antwortete ihm auf seine Frage nun ebenfalls nicht, schien nicht zu wissen, was sie sagen sollte und so schritt er langsam und mit klirrender Rüstung auf sie zu.

Eine Armlänge vor ihr blieb er stehen und sah sie sich genauer an. Sie hatte lange, dunkle Haare, die ihr knapp bis zur Mitte ihres Rückens reichten und eine schlanke, weibliche Statur. Ihren Oberkörper zierte eine einfache, weiße Bluse und sie hatte einen kurzen, schwarzen Rock an. Unter ihm trug sie eine ebenfalls schwarze Strumpfhose mit mittelhohen Stiefeln. Sie schien nicht älter als 25 Jahre zu sein, so schätzte er. Eine sehr junge Magierin. Fast zu jung, um an solch einem Ereignis teilzunehmen. „Wirst du mich ausreichend unterhalten können, Weib?“, fragte er sie trocken. Er hatte noch einmal über die Möglichkeiten, welche mit seinem erneuten Erscheinen in einem Gralskrieg verbunden waren, nachgedacht. Denn wenn er nun schon einmal hier war, konnte er sich auch seinem eigentlichen Ziel widmen, welches er das letzte Mal nicht verwirklichen konnte. Sie lächelte ein wenig, das konnte er erkennen, doch sie blickte ihn noch immer nicht an. „Ich weiß nicht, ob ich persönlich es kann. Doch ich denke, dass der Krieg um den Heiligen Gral nicht langweilig werden wird. Schließlich ist er ein Kampf auf Leben und Tod.“ Sie war ehrlich in Bezug auf sich selbst, das verwunderte ihn. „Wieso denkst du, dass du es nicht kannst?“, fragte er deshalb mit erhobener Stimme nach. Sie hatte ihn mit dieser Ehrlichkeit neugierig gemacht, wie er sich eingestehen musste. Erneut hüllte Schweigen sie ein und er merkte, wie er aufgrund von diesem erneut immer ungeduldiger wurde, als sie auch dieses Mal nicht antwortete. „Ich habe dir eine Frage gestellt.“, forderte er sie deshalb mit zusammengekniffenen Augen auf. „Ich werde dazu höchstwahrscheinlich nicht vollends in der Lage sein.“ Ihre Stimme klang ein wenig traurig, doch er machte sich darüber keine weiteren Gedanken, noch immer erhielt er keine befriedigende Antwort auf seine Frage. „Du bist also mein Servant?“, fügte sie fragend hinzu. Ihre Stimme war noch immer sehr leise und äußerst schüchtern. Fast schon so, als hätte sie Angst vor ihm. Er schnaubte einmal kurz verächtlich, denn sollte sie ihn langweilen, hätte sie allen Grund dazu. „Vorerst.“, antwortete er dann knapp. Sie nickte leicht und er konnte an ihrer Stimme hören, dass sie lächeln musste. „Dann freut es mich, dich kennenzulernen.“ Er vernahm eine Bewegung aus den Augenwinkeln, als ihre rechte Hand leicht aufzuckte, doch sie ließ sie sofort wieder sinken. Wollte sie ihn etwa berühren? Das wäre eine zu große Anmaßung. „Du darfst deinen Blick nun erheben und die Pracht meiner glorreichen Erscheinung mit deinen eigenen Augen erfassen.“, sagte er zu ihr. Er wollte in ihr Gesicht sehen, wollte in die Augen des Weibs blicken, welches ihn angemessen empfangen hatte und ihm mit solch einer Demut gegenübertrat.

Wieder umspielte ein Lächeln ihre Lippen. „Verzeih, aber deinem Verhalten nach zu urteilen, scheinst du ein König zu sein. Ich möchte mir nichts Derartiges anmaßen und mich dir gegenüber entsprechend respektvoll verhalten.“ Ihre Stimme war schon fast zittrig und in ihm keimte das Gefühl auf, dass sie sich herausreden wollte. „Deine Auffassungsgabe ist gut. Jedoch will ich in dein Gesicht blicken. Wende deine Augen zu mir.“ Noch immer machte sie keine Anstalten, ihren Kopf zu erheben und ihn anzusehen. Sie schien zwar Respekt zu haben, doch wenn sie sich weiterhin so verhalten würde, würde sich dieser in Ignoranz wandeln. Und Ignoranz hasste er mindestens genauso sehr wie unangemessenes Verhalten. Er war der größte König von allen, er würde entscheiden, ob und wann ihn jemand anblicken durfte. Und aktuell wollte er in das Gesicht des Mädchens vor ihm blicken. In das Gesicht des jungen Menschen, der wahrscheinlich schon bald sein Leben in diesem sinnlosen Krieg lassen würde. Doch zumindest musste er sich bis dahin nicht mit dem unangebrachten Verhalten eines niederen Bastards herumschlagen. Sie machte jedoch auch nach seiner zweiten Aufforderung weiterhin keine Anstalten, ihren Kopf zu heben und seine Ungeduld fing an, sich in Zorn zu verwandeln und dieser wurde nun nicht mehr von ihrer respektvollen Art gedämpft. Aus diesem Grund erhob er wütend seine Stimme und fuhr sie harsch an. „Ich sagte dir, du sollst deinen Blick zu mir wenden, Weib!“ Bei dem Ertönen seiner lauten Stimme zuckte sie einmal kurz zusammen, verzog den Mund ein wenig und zog dann ihre Augenbrauen in einem schmerzvollen Blick zusammen. Schließlich fing sie tatsächlich an, ihren Kopf leicht zu heben. Er konnte einen Blick auf ihre bisher geschlossenen Augen erhaschen, dann öffnete sie sie langsam, schon fast zögernd. Als sie den Kopf soweit erhoben hatte, dass er in ihr gesamtes Gesicht blicken konnte, stockte er kurz. Es war wohlgeformt und die Proportionen passten an jeder Stelle. Selten hatte er so etwas bei einer Frau gesehen, doch ihre Augen waren es, die ihn magisch in ihren Bann zogen. Sie blickten ihn zwar direkt an, schienen jedoch geradewegs durch ihn hindurchzusehen „Verzeih…“, setzte sie an und es wurde ihm im gleichen Augenblick bewusst, in dem er in ihre eigentlich dunklen Augen blickte, welche jedoch an der Stelle, wo die Pupillen sein sollten, von einem milchigen Schimmer durchzogen wurden. „Verzeih mir bitte, doch ich kann dich leider nicht in deiner vollen Pracht erblicken, auch wenn ich mir im Moment nichts sehnlicher wünsche.“ Nein, das konnte sie nicht. Denn das Mädchen vor ihm, sein Master, war blind.
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