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Girls und Panzer: Ein Kampf ums Überleben

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
20.05.2017
01.02.2019
30
39.296
6
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Dieses Kapitel
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20.05.2017 3.517
 
Oarai Jungenschule,Schulschiff,früher Morgen


Das fiepsige Geräusch meines Weckers riss mich aus dem Schlaf.”Scheißteil” grummelte ich und nach einem kräftigen Faustschlag verstummte der Wecker auch. Grummelnd setzte ich mich an die Kante meines Bettes. Es war nun mein zweites Jahr an der Oarai. Nach dem Fiasko in meinem letzten Jahr an der Mittelschule bitter nötig. Das war ein schwarzer Tag für das Herren-Senshado. Ja richtig,sowas gab es mal oder gibt es auch noch. Zwar zieht es die meisten Jungen zu den Flugzeugen,aber es gibt noch manche die lieber am Boden bleiben. Zwar sind es etwa 70 Prozent Mädchen im Senshado,aber immerhin schon 30 Prozent Männer. Ich wollte damit aber nichts mehr zu tun haben. Darum bin ich an diese Schule gegangen. Das Senshado wurde vor Jahren eingestellt. Nur langsam stand ich auf. Ich sah mich in der kleinen Wohnung um die ich bewohnte. Eine Küchenecke und ein kleines Bad,dazu noch ein winziger Balkon. Und ein großer Raum in dem ich lebte. Hinter in der Ecke mein relativ großes Bett. Dann war da etwas was man “Wohnzimmer” nennen konnte. Es war mein Sofa und gegenüber stand ein kleiner Flatscreen. Aber wo blieben nur meine Manieren. Mein Name war Alexander Müller. Mein Vater kommt aus Deutschland,deswegen der Name, aber meine Mutter ist Japanerin. Ich bin vor ein paar Wochen 17 geworden. Ich hatte Giftgrüne Augen wie meine Mutter und mittellange braune Haare wie mein Vater. Mein Körper war wenig Muskulös. Dafür aber ziemlich Schmal. Mit etwa 1,75 m war ich auch durchschnittlich groß. Mein Frühstück bestand wie immer nur aus einer Tasse Kaffee. Danach zog ich mir die Schuluniform an. Ein weißes Hemd mit schwarzen Schlips. Dazu eine schwarze Hose und wahlweise ein schwarzes Sportjackett. Ich nahm noch meine Schultasche und verließ meine Wohnung.

Ich betrat das Schulgebäude. Zur Abwechslung war ich mal zeitig da. Durch die Masse an Schülern drängte ich mich zu meinem Klassenraum. Gerade als unsere Mathelehrerin mit dem Unterricht anfing setzte ich mich noch schnell an meinem Tisch.”Na?,Gestern wieder zu viel gezockt?” grinste mir mein Sitznachbar entgegen. Es war Matthew. Ein Freund seit der Grundschule. Der einzige der hier weiß was damals passiert ist. Das gefiel mir hier an der Oarai. Niemand wusste von meiner Vergangenheit und das war auch gut so. Die Panzer wollte ich nach der Mittelschule hinter mir lassen und das endgültig.  Matthew war in etwa so groß wie ich und ebenfalls ziemlich Schlank. Er hatte lange schwarze Haare die er hinten zu einem kurzen japanischen Zopf zusammen gebunden hatte. Er hatte schwarze Knopfaugen. Wir beide packten unsere Hefte aus. Mit einem Ohr hörte ich unserer Lehrerin zu und schrieb halbwegs mit. Ich sah aus dem Fenster. Neben uns im Hafen hatte das Schiff unserer Partnerschule angelegt. Die Oarai Mädchenschule. Heute Abend sollte es ein Fest geben,zusammen mit den Mädchen der Oarai. Die meisten Jungen freuten sich irre darauf. Man sah ja eher seltener Mädchen in unserem Alter. Ich aber so überhaupt nicht. Als ich dem Senshado dem Rücken kehrte musste ich auch damals meine große Liebe hinter mir lassen. Nur Matt wusste davon. Und das war mir auch ziemlich recht. Sie war meine erste große Liebe und an der Trennung hatte ich immer noch zu knabbern,obwohl es nun schon fast zwei Jahre her war. Das klingeln erlöste uns von der Doppelstunde Mathe. Noch zwei Stunden Englisch und zwei Stunden Bio,dann hatten wir Mittagspause.

In der Mittagspause ging ich zusammen mit Matt zu unserem Stammplatz. Dort warteten die anderen,die ich als meine Freunde bezeichnen würde. Kaito und Yuto. Die beiden lernte ich in meinem ersten Jahr an der Oberschule kennen. Kaito war etwas kleiner als ich,etwa 1,70 m groß. Hatte blonde,Nackenlange Haare,die glatt abfielen. Seine Augen waren blau und klar wie der Ozean. Er war ziemlich schmal und schlaksig gebaut,war dafür aber gut zu Fuß,er war der Star unserer Sprinter an der Schule. Yuto war etwa in meiner und Matts Größe,vielleicht nur zwei bis drei Zentimeter kleiner als ich. Seine Haare waren Braun und zu einem Seitenscheitel gekämmt,dazu hatte er ein paar dunkelgrüne Augen.  Alle hatten ihr Essen schon vor sich. Viel Variation gab es nicht,aber das Essen war ganz okay.”Hey” grüßte ich die beiden knapp,setzte mich hin und rückte mit dem Stuhl an den Tisch.”Hey,freut ich euch auch schon auf heute Abend?” fragte Yuto grinsend. Der Kerl hatte echt nur nackte Mädchen im Hirn.”Naja,geht so” erwiderte ich und aß mit den Stäbchen etwas von meinem Sushi.”Ach Alex,du bist doch einfach prüde” erwiderte Yuto nur.”Nein,ich bin einfach nicht interessiert an Mädchen” erwiderte ich.”Also Schwul” erwiderte er wieder grinsend.”Ach halt die Klappe” erwiderte ich und trat ihn unterm Tisch gegen sein Schienbein. Er rieb sich die Stelle grummelnd.”Jahrgang Zwei,motorisierter Zweig,Klasse C,Schüler Alexander Müller bitte beim Schülerpräsidenten melden” kam eine Durchsage.”Was wollen die denn von dir?” fragte mich Kaito.”Wenn ich das nur wüsste Kai,wenn ich das nur wüsste” erwiderte ich seufzend und brachte mein Tablet weg.

Yuto,Matt und Kaito begleiteten mich zum Schülerpräsidenten. Kaito und Yuto wartete aber draußen. Da saß er dann vor mir. Der Präsident des Schülerrats. Yusei Kodotani. Er war ziemlich klein,kam gerade so über die 1,60 m. Er hatte etwas längere braune Haare und braune Augen. Neben ihm standen seine beiden Assistenten. Makato und Masato. Zwillingsbrüder. Beide im zweiten Jahrgang. Sie hatten beide schwarze Haare und ein paar braune Augen. Beide waren etwa 1,75 m groß,beide Makoto war etwas breiter gebaut und hatte kurze Haare,Masato war ziemlich dünn,ein wahrer Strich in der Landschaft und hatte längere braune Haare,die zur Seite gekämmt waren.”Also,was wollt ihr von mir?” fragte ich Yusei.”Ganz einfach,du bist der einzige hier mit Erfahrung bei den Panzern” fing er an. Ich biss mir kurz auf die Lippe und verkrampfte eine meiner Hände.”Wie kommst du darauf?” erwiderte ich nur. Yusei lachte kurz etwas.”Jemand der von einer der besten Mittelschulen an diese unbedeutende wechselt hat was zu verbergen,also haben wir mal ein bisschen nachgeforscht,Oberst Müller” grinste er und warf eine Akte vor sich auf den Schreibtisch. Ich sah sie mir an. Es war mein altes Foto in der Uniform der Kesselring Mittelschule. Ich stand zusammen mit meiner Besatzung vor meinem Panzer VI Ausf. B Königstiger. Neben mir stand mein Richtschütze. Es war Matt in jüngeren Jahren mit noch kurz geschorenen Haaren. Dabei lag noch der Zeitungsartikel über die Niederlage und den Unfall.”Und was wollt ihr jetzt von mir?” fragte ich dann. Yusei drehte sich mit seinem Stuhl zur Fensterfront.”Ganz einfach,der Bildungsminister will unsere Schule und auch unsere weibliche Partnerschule schließen,doch meine Schwester hat es geschafft ihn zu einem Deal zu überreden,wenn wir die Senshado Meisterschaft gewinnen lässt er unsere Schulen bestehen” erzählte er mir.”Oh nein,das könnt ihr vergessen,ich habe die Panzer nicht umsonst aufgegeben!” erwiderte ich.”Tja wenn das so ist,wirst du wohl leider die zweite Klasse nicht bestehen” drohte er mir. Ich knurrte.”Also?” fragte er weiter.”Na schön” konnte ich noch herausbringen ohne ihm direkt eine rein zu hauen”Na schön,dann feiert schön mit den Mädchen unserer Partnerschule,ihr seid entlassen” sagte Yusei und winkte zu Tür. Zusammen mit Matt verließ ich das Büro. Kaito und Yuto folgten uns beiden.

Während die Feier in vollem Gange war,war ich alleine in der Werkstatt des Autoclubs. Auf einem Rollbrett lag ich unter dem Wagen den wir gerade restaurierten. Der Autoclub war größer,aber es war Gruppenarbeit. Also nur Matt,Kaito,Satoshi,Yuto und ich. Zusammen arbeiteten wir an einem alten Willis MB. Ein Jeep der U.S Army der in großen Zahlen im zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam.”Hey Alex…” hörte ich Matts Stimme. Ich rollte unter dem Wagen hervor.”Ich habe schon gesagt das ich nicht mit will” murrte ich und richtete mich auf.”Ach komm schon Mann” bat er mich. Ich seufzte.”Na schön” murrte ich und wischte mir das Öl aus dem Gesicht. Ich ging schnell in den hinteren Teil der Garage und zog mich um. Ich trug eine Jeans,ein paar Military Boots und einen schwarzen Hoodie. Zusammen mit Mat,Kaito und Yuto ging ich dann auf das Fest.

Es war wirklich viel los. Viele Schülerinnen und Schüler waren gekommen. Yuto war irgendwo bei den Damen verschwunden. Kaito und Matt saßen auf einem großen Stein und sahen zur Bühne. Mit drei Gläsern Bier im Arm kam ich zu ihnen. Sie nahmen die Gläser und sahen wir eine Gruppe auf die Bühne kam. Es war die Schulpräsidentin der Oarai samt ihren Untergebenen und dasselbe noch von unserer Schule.”Na das wird ja interessant” meinte ich nur und nahm einen Schluck.”An diesem tag Feiern wir nicht nur das 40 Jährige bestehen unserer Schulen sondern wir haben auch gute Nachrichten für euch alle,hiermit beleben wir die Senshado Kurse unserer Schulen wieder!” verkündete Yusei. Seufzend trank ich den Rest meines Bieres auf Ex. Die Reaktionen waren gemischt. Danach wurde noch ein Infofilm gezeigt. Und danach noch verkündet das,dass es Vergünstigungen gibt,wenn man Senshado nimmt. Anhebung der Punkte und Streichung der Fehlzeiten und das alles. Und das könnte ich schon gebrauchen. In ein paar Fächern war ich ein Wackelkandidat. Das Fest ging weiter,doch mir war die Feierlaune heute erstmal ordentlich vergangen.


Übungsplatz des neuen Senshado Clubs der Oarai Jungenschule,Morgen


Ich traf mit Yusei vor Schulbeginn. Erstmal sah ich mich um.”Dieses Drecksloch soll das Zuhause für die Panzer werden?” fragte ich nach.”Yep,wir haben halt keinen anderen Platz” meinte er. Ich seufzte.”Hey...ich weiß du bist besseres gewöhnt,aber wir müssen damit arbeiten,es steht so viel auf dem Spiel” meinte Yusei. Ich nickte.”Gut,wo sind die Panzer?” fragte ich nach.”Naja,das ist so eine Sache….” meinte Yusei und kratzte sich am Hinterkopf.”Wir haben absolut keine Ahnung” warf Makoto ein.”Das Senshado wurde hier vor Jahren eingestellt,viele der Panzer wurden verkauft,aber einige versauern hier noch irgendwo auf dem Gelände” meinte er. Ich seufzte.”Wir müssen sie heute finden,heute kommt die Ausbilderin” sagte Yusei und ging zum Tor des Platzes. Masato und Makoto zogen das Tor auf. Die Schüler,die sich zum Senshado gemeldet hatten kamen auf den Platz. Yusei seufzte.”Weniger als erwartet” meinte er nur.”Tja,aber ich bin sicher du kannst aus ihnen etwas machen” sagte Yusei aufmunternd zu mir. Ich nickte. Matt,Kaito und Yuto waren unter ihnen.”Hergehört!” rief ich laut. Die Gespräche verstummten und sie sahen zu mir auf.”Gut….ich bin wahrscheinlich mit der einzigste hier der Erfahrung im Senshado hat,aber das ist nicht schlimm,ich komme von der Kesselring,einer der besten Mittelschulen im Senshado...also dann,die Panzer sind hier irgendwo,findet euch zu Teams zusammen und beginnt die Suche,wer sie findet dem gehört der Panzer auch!” informierte ich alle. Danach begann die Suche.


Ich war mit Kaito,Yuto und Matt unterwegs.”Hey Alex….was ist damals eigentlich passiert?” fragte mich Kaito schließlich. Ich seufzte. Matt sah mich an.”Okay Jungs...ihr habt es verdient” erwiderte ich dann. Kaito und Yuto sahen mich gespannt an.”Ihr kennt ja meinen Vater...es wurden damals große Hoffnungen in mich gesetzt,das die Kesselring für den Oberschulwettkampf als Partnerschule der Schwarzwald zugelassen wird,ich kämpfte zusammen mit der Schwarzwaldmittelschule und dort lernte ich dann Miho kennen” erzählte ich weiter,wobei ihr Name mir ein Lächeln auf die Lippen zauberte.”Zusammen fegten wir jeden einzelnen Gegner vom Feld und in der Freizeit waren wir dann ein Pärchen,es war der letzte Kampf kurz vorm Ende der Mittelschulzeit,es war gegen unseren Erzfeind,die Schukow Highschool zusammen mit der Prawda,durch einen Fehler von mir wurden wir besiegt und die Kesselring wurde nicht für die Oberschule zugelassen,das war eine herbe Niederlage für die Schwarzwald und die Kesselring,mein Vater war enttäuscht von mir und ich wollte nichts mehr mit dem Senshado zu tun haben Miho blieb und deswegen trennten wir uns…” erzählte ich zu Ende und seufzte. Kaito und Yuto nickten verständlich.”Aber kommt,wir müssen unseren Panzer finden” meinte ich dann.

Wir kamen irgendwann an unserem Ziel an. Ein altes Wohnviertel,es war damals für die Lehrer gebaut worden,doch der Bau wurde gestoppt. Es standen dort einfach nur ein paar eingezäunte halbfertige Wohnhäuser.”Wie kommen wir da jetzt rein?” fragte ich.”Wartet,hier” meinte Yuto und gab mir eine kleine Beißzange. Wir sahen ihn an.”Son paar Werkzeuge habe ich immer dabei,mein Motorrad ist schon so alt,dass es gern am liegen bleibt” erwiderte er und ich begann damit den Drahtzaun zu öffnen. Durch das Loch schlüpften wir hinein.”Wow,spooky hier” meinte Matt als wir die Straßen durchstreiften und uns dabei umsahen.”Stimmt” meinte Kaito und nahm sein Handy und schaltete die Taschenlampe ein.”Hmm...hier irgendwo enden die Spuren von einem der Panzer” meinte Matt,der die Akte dabei hatte,die Yusei uns gegeben hat.”Hmm,schauen wir dort drüben nach” meinte ich und deutete auf ein größeres Wohnhaus,das wohl für unseren Rektor bestimmt war. Wir liefen durch die nie fertig gebaute Ruine.”Hmm...hier ist nichts” meine Kaito.”Gut,schauen wir noch im Garten nach” meinte ich und lief zur Terrassentür. Der Garten war überwuchert.”Der zugeschüttete Pool ist frei von Pflanzen,darüber können wir” sagte ich und wir liefen los.”Woahh!” rief Kaito und stolperte und fiel um.”Alles okay?” fragte ich ihn und hielt ihm die Hand hin. ich zog ihm auf die Füße.”Was ist das denn?” fragte Yuto und sah auf das Stück Stahl,über das er gestolpert war. Ich schob mit meinem Fuß die Erde herunter.”Hmm,das sieht ja aus wie…” murmelte ich und rannte los. Am Zaun lehnten ein paar ältere Gartenwerkzeuge ich schnappte mir eine Schaufel und begann zu graben.”Was wird das?” fragte Yuto.”Egal,schnappt euch ne Schaufel und grabt!” erwiderte Matt und griff sich einen Spaten und half mir. Kaito und Yuto taten dann dasselbe. Nach einem harten Stück Arbeit hatten wir es ausgegraben. Es war ein Schmuckstück aus dem zweiten Weltkrieg. Ein T-34/76 1943 , ein mittlerer Kampfpanzer. ”Schick” grinste Matt.” Wir beide lachten. Yuto und Kaito sahen uns etwas komisch an. Ich nahm dann mein Handy und meldete unseren Fund. Die Transportabteilung nahm den Panzer mit.


Übungsplatz des Senshado Clubs,später morgen

Alle Panzer wurden abgeladen. Es war ein naja,für mich armseliger Anblick. Damals hatten wir Panther,Tiger und Königstiger. Jetzt war es einfach Armselig. Den T-34 den wir gefunden hatten durften wir behalten,das war mein Kommandopanzer. Danach stand dann noch ein wahres Schlachtross,ein Durchbruchspanzer aus sowjetischer Fertigung. Ein KW-1s. Er war schwer gepanzert,hatte eine starke 76 mm Kanone,war aber schneller und wendiger als der ursprüngliche KW-1 und hatte einen gegossenen Turm. Dann kam ein deutsches Modell. Ein Panzerkampfwagen III Ausführung L. Das war der Ursprüngliche Kampfpanzer der Wehrmacht,doch Panzerung und Bewaffnung waren trotz aller Aufwertungen irgendwann un zu reichen,weswegen er durch den Panzer IV ersetzt wurde. Die Ausführung L hatte eine lange 5 cm Kanone und eine verstärkte Panzerung an der Turmfront. Danach noch ein Panzer der Wehrmacht. Ein Panzerkampfwagen 38 (t). Das T steht nicht für Tonnen sondern für Tschechoslowakei,da es ein Beutepanzer der Wehrmacht war und er auch sehr erfolgreich in den ersten Kriegsjahren. Dann ein Panzer des britischen Weltreichs. Der Crusader MK III. Es war die letzte Version des berühmten britischen Crusaders,der in hohen Zahlen in Afrika eingesetzt wurde. Er hatte einen breiteren Turm,sodass er eine 57 mm Kanone,anstatt eine 40 mm Kanone als Hauptbewaffnung hatte. Der letzte Panzer war ein Typ 97 Chi-Ha. Ein japanischer Panzer. Seine kurze 57 mm Kanone hatte so seine Probleme damit gegnerische panzer aus zu schalten,weswegen er schon bald im Pazifik gegen seine amerikanischen Gegner ins Hintertreffen geriet. Da war er also. Das mit dem wir arbeiten mussten.”Gut Leute,jetzt müssen wir die Panzer waschen und reparieren,die Ausbilderin kommt heute Nachmittag und wir werden zusammen mit der Mädchenschule trainieren!” verkündete Yusei.  Das mit den Mädchen zauberte Yuto ein Grinsen ins Gesicht.”Matt,könntest du mal?” fragte ich grummelnd. Er gab ihm einen Klaps gegen den Hinterkopf und machte sich dann an die Arbeit. Die Panzer waren wie folgt verteilt.

Der Führungspanzer war der T-34,den Matt,Yuto,Kaito und ich fuhren. Der KW-1s wurde von unserem Disziplinarausschuss gefahren. Sie waren hier mit ihrem Vorsitzenden Sergej Romanov. Er war der Grund,wegen dem ich so oft als zu spät eingetragen war. Er knapp 1,80 m groß,vielleicht ein oder zwei Zentimeter kleiner. Seine weißblonden Haare waren zur Seite gekämmt. Seine blauen Augen betrachteten den Panzer vor sich. An seinem Ärmel hatte er die Armbinde vom Disziplinarausschuss. Er wurde von seinen Kollegen begleitet. Der Panzer III wurde vom aufgelösten Tennisclub benannt. Ihr Kommandant war ihr alter Kapitän. Ein feuriger Rotschopf namens Troy. Das war mal ein Knallkopf. Aber er war schwer in Ordnung. Der 38 (t) wurde von der Schülervertretung bemannt. Der Crusader wurde vom Schachclub bemannt. Ihr Vorsitzender war Takashi,ein kluger ruhiger Zeitgenosse. Mit seiner Brille sieht er ganz schön unscheinbar aus. Der Typ 97 wurde vom Kendoclub bemannt. Ihr Anführer Takuya war ein ziemlicher Knallkopf. Troy nur in Schlimmer. Alle putzen ihre Panzer heraus und reparierten sie mit Hilfe des motorisierten Zweiges. Unser Sherman war ziemlich im Eimer.”Das ist doch Scheiße,das Handbuch ist im Arsch” fluchte ich und warf es durch den Panzer.”Hmm,der Motor funktioniert soweit noch” meinte ich.”Die Granaten sind noch okay” meldete Matt,der eine der 76 mm Granaten für die Hauptwaffe in der Hand hatte. Kaito ließ sich auf den Fahrersitz gleiten. Er setzte den Panzer in Bewegung.”Wow,ich wusste gar nicht das du das kannst Kaito” bewunderte ich.”Klara hat mir mal ein paar Kniffe an Panzern gezeigt,ich wusste das wird irgendwann nochmal nützlich sein” erwiderte er. Es dauerte etwas,aber die Panzer waren bald wieder fahr und Feuerbereit. Und sie waren auch geputzt.”Gut Leute,geht euch umziehen,Abfahrt ist hier in einer Stunde” verabschiedete Yusei dann alle.

Schulschiff der Oarai Mädchenschule,früher Nachmittag

Unsere Panzer wurden abgeladen. Mein Blick über schweifte die Panzer der Oarai. Das erste war ein Panzerkampfwagen IV Ausführung D. Der Panzer IV war der meistgebaute Panzer der Deutschen im zweiten Weltkrieg. In den ersten Ausführungen besaß er noch eine kurze 75 mm Stummelkanone,da er eigentlich für die Unterstützung der Infanterie gebaut wurde,erst später wurde er in die Rolle als Kampfpanzer gedrängt. Das zweite war ein 38(t) wie wir ihn auch hatten. Dann ein Typ 89 I-Go. Ein japanischer Kampfpanzer aus der Zwischenkriegszeit. Bewaffnet war er ähnlich wie der Typ 97. Eine kurze 57 mm Kanone,ein 7 mm MG vorne in der Wanne und eines im Erker des Turmhecks. Dazu hatte er noch eine Besonderheit für die damalige Zeit. Ein Dieselmotor. Sonst war es ein eher veralteter Panzer. In den 1930ern bewährte er sich gut,aber im zweiten Weltkrieg geriet er gegen seine Alliierten Gegenspieler wie dem Sherman ins Hintertreffen. Dann hatten sie noch ein Sturmgeschütz III Ausführung F. Das Stug III wurde eigentlich für die Unterstützung der Infanterie und die Bekämpfung von Stellungen entwickelt,aber seine starke Kanone und sein niedriges Profil machte es zum idealen Panzerjäger. Und zum Schluss noch ein M3 Lee. Ein Mittelschwerer amerikanischer Panzer mit einer 75 mm und einer 37 mm Kanone. Er war der Vorgänger des berühmten Sherman. Er war am Anfang seines Einsatzes noch ein kampfstarkes Fahrzeug,wurde aber immer weiter vom Sherman ersetzt,da er gegen die neuen deutschen Panzer ins Hintertreffen geriet. Alles in allem war es unserem Team sehr ähnlich.

Anzu,Yuseis Schwester kam mit ihren Begleiterinnen zu uns.”Ah Bruderherz,da seit ihr ja endlich” meinte sie und biss von ihrem Keks ab. Sie umarmten sich kurz. Das kleinere Mädchen musterte mich einmal von oben bis unten.”Ist er das?” fragte sie und biss wieder ab. Yusei nickte.”Na dann,ich bin Anzu Kodotani,Schülersprecherin der Oarai Mädchenschule,freut mich” stellte sie sich vor.”Alexander Müller” erwiderte ich.”Hmm du bist also der Erfahrung im Senshado und der Taktik hat?” fragte sie. Nach einem kleinen Seufzer nickte ich dann.”Das trifft sich gut,hey,Nishizumi!” rief sie dann eines der Mädchen. Sofort wurde ich hellhörig. Diesen Nachnamen gab es nun wirklich nicht allzu oft. Ein Mädchen kam angelaufen. Ich sah zu. Es verschlag mir die Sprache. Sie war es. Sie war zwar etwas größer geworden und das alles,aber ich erkannte sie sofort. Miho Nishizumi,meine große Liebe. Wir erkannten uns wohl gleichzeitig. Anzu sah zwischen uns hin und her.”Ihr kennt euch?” schlussfolgerte sie. Wir beide nickten gleichzeitig.”Na umso besser,bleibt uns ja das Vorstellen erspart” grinste Anzu weiter und ging dann.”Miho...können wir mal miteinander reden?” fragte ich sie.”Ja….aber nicht hier....komm” erwiderte sie und zog mich sanft am Ärmel in eine Richtung,wo es etwas privater war.
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