Lovestory

von Editional
GeschichteAllgemein / P18 Slash
19.05.2017
01.09.2017
9
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Sie keuchte.
Da. Da war er.
Stand, als wäre es nichts, vor ihr. Er lächelte entschuldigend. "Was zur Hölle gibt's da zu lächeln?" Sie flüsterte beinahe. Wie konnte er in dieser Situation so einfach dastehn und sie anlächeln? Dieses Arschloch.
Zwei Jahre lang hatte sie einen Scheiß von ihm gehört und jetzt stand er da. "Warum hast du..", wollte sie fragen, kam jedoch nicht weit, da ihr bereits ein riesiger Kloß im Hals steckte. Schon liefen ihr Tränen über die Wangen. Sie sah auf den Boden. Sie hatte es immer gehasst vor anderen zu weinen. Urplötzlich spürte sie, dass er sie an den Schultern griff und sie in seine Arme zog. "Es tut mir leid. Ich hatte.. meine Gründe." Er legte ihr eine Hand in den Nacken und strich über die langen Haare. Sie versuchte sich loszureißen; doch sie gab auf, kaum hatte sie damit angefangen.
Sie krallte ihre Finger in das Hemd an seinem Rücken und vergrub ihr Gesicht in seiner Brust. Er roch noch wie damals. "Wirst du es mir wenigstens erklären?", fragte sie ein bisschen später, als sie sich wieder etwas beruhigt hatte. Beide standen immer noch zwei Meter vor ihrer Wohnungstür, von deren Schwelle Jiyong sie zuvor gezogen hatte. Er drückte sie so weit von sich weg, dass er ihr in die Augen sehen konnte, und strich ihr sanft mit dem Handrücken über die Wange, ehe er ihr Kinn mit zwei Fingern hielt. "Ich werde dir alles erklären, Hana. Es wird nur etwas dauern, ist eine lange Geschichte."
Sie lächelte, unendlich erleichtert zu erfahren, was passiert war. Und noch viel wichtiger: Er war wieder bei ihr. Aber mit demselben Gedanken breiteten sich Zweifel in ihr aus.

Sie gingen rein, als es anfing zu tröpfeln. Widerwillig lösten sie sich voneinander und bis sie drinnen waren, waren sie schon etwas nass geworden. In Jiyongs Haaren glitzerten einzelne Wassertropfen, und als er sich kurzerhand Strähnen aus der Stirn wischte, perlten sie teilweise an seinem Gesicht herunter. Er war so unwirklich schön. Noch schöner als Hana ihn in Erinnerung hatte.

Sie setzten sich nebeneinander auf die Couch und drehten sich so, dass sie sich beim Sprechen ansehen konnten. Jiyong legte seine Hand auf ihr rechtes Knie und sie ergriff sie. Er konnte nicht aufhören sie zu berühren, als müsste er sich ständig vergewissern, dass sie hier war. Dass er hier war. Es war ein so großer Fehler gewesen wegzugehen. Aber er hatte nicht gewusst, was er sonst hätte machen sollen zu diesem Zeitpunkt. Er war schlicht nicht stark genug gewesen sich der damaligen Situation zu stellen. Oder sich auch nur annähernd zu befassen.
"Also..", er sah verlegen auf seine Hand, die Hanas regelrecht umklammerte. Er lockerte seinen Griff etwas. Hana sah ihn erwartungsvoll an, die Augen noch immer etwas verweint und ihre Haare und Nase nass vom Regen.
Jiyong rückte näher zu ihr heran und lehnte sich nach vorne bis er seine Stirn an ihrer lag. "Ich hab dich so vermisst. Es tut mir so leid", flüsterte er. Hana sah ihn nur an. In ihren Augen war nichts zu lesen. Er hatte sie nie voll und ganz einschätzen können. Das fand er so anziehend an ihr. Er neigte leicht seinen Kopf, fasziniert von ihrem Gesicht und verharrte in einer Position, bei der sich ihre Nasenspitzen an der Seite berührten, darauf wartend, dass sie sich ihm entzog. Aber das tat sie nicht. Überrascht rückte er endlich fordernd vor und drückte ihr seine Lippen auf. Es wirkte aufdringlicher als er gewollt hatte, aber sie erwiderte den Kuss. Bald strich er mit der Zunge über ihre Unterlippe und sie ließ ihn hinein und er verwickelte sie in den besten Zungenkuss, den er seit langem gehabt hatte.
Irgendwann mussten sie Luft holen und sie lösten sich und betrachteten einander.
Spontan sich wieder erinnernd, dass er ihr verdammt viele Erklärungen schuldig war, holte er Luft.



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Jaaa...
Erste Fanfiction hier und meines Lebens.
Das erste Kapitel ist kurz, weil Baum.
Ich kaue schon länger an der Geschichte.
Also, viel Spaß noch damit.