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Frostige Begegnung

GeschichteDrama, Fantasy / P18
Graf Dracula OC (Own Character) Professor Abraham Van Helsing
19.05.2017
19.05.2017
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804
 
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19.05.2017 804
 
Es war der 18 April des Jahres 1788.

Wolken am nächtlichen Himmel und dazwischen leuchtete der Vollmond
in seiner ganzen Pracht. Die Sterne sah man durch das bewölkte Wetter so gut wie kaum.
Die Pflastersteine in den engen Gassen waren nass,
spiegelte sich doch in den Pfützen die Häuser der Altstadt.

War es zwar Frühling aber dennoch recht kalt.
Dieser Wetter wechselnde April.

Es war still. Sehr still. Natürlich war es still, war es ja schließlich Nacht.
Aber auch tagsüber war nicht viel los in diesem kleinen Dorf.
Es geschahen schon viele seltsamen Dinge hier in Transsilvanien.

Im nördlichen Teil hat sich seit Jahren kein Mensch mehr hingewagt.
Sah der Wald auch dunkel und düster aus, er schrie nur förmlich nach Gefahr.
Es war kein Wald den man sich sonst vorstellte, kein grün nein,
waren die Blätter doch Schwarz wie die Federn eines Raben.
Die Pflanzen die aber eigentlich keine mehr waren, solange abgestorben wie sie schon sind.
Statt satter Wiese schien es, als würde ein der Boden verschlingen.
Ein schwarzes Loch in das man hinein fallen schien.

Es war ein riesiger Wald in dessen Mitte ein prachtvoll, großes mysteriös aussehendes
Schloss stand. Es war ebenso wie der Wald schwarz.
Zur beiden Seiten des Schlosses standen Türme,
dessen Spitze man hätte denken können das sie gleich den Himmel berühren würde.
Der mittlere Teil des Schlosses war aber auch beachtlich groß.

Für aussehn stehende Leute dachte man wahrscheinlich das Schloss stünde leer,
erzählten sich doch aber die Dorfbewohner das dort ein Mann seit Jahrhunderten hausen soll,
ganz alleine, aber nie hat ihn jemals einer der Bewohner gesehen.
Dies erzählte man sich von Generation zur Generation weiter.
Viele hielten es für eine Legende, welcher Mensch sollte auch Jahrhunderte lang leben.

Dennoch traute sich bisher niemand nur in die Nähe des Schlosses um es nachzuprüfen,
gar überhaupt nur in die Nähe des Waldes zu gehen wollte niemand.
Nicht einmal die stärksten und abenteuer lustigsten Männer des Dorfes.
War ihnen schon alleine das Aussehen so unheimlich das sich niemand traute.

Selbst im sonst so sommerlich heißen Juli brauchte man nur in geringer Entfernung
Richtung Wald gehen, umgab es einen mit bloßer Kälte.
Kälte ganz anders als im winterlichen Januar.

Es plätscherte. Es fing wohl wieder an zu regnen.

April.

Ein junges Mädchen anfang 20, in einem weißen Kleid
welches ihr bis zu den Knie ging tänzelte durch die engen Gassen.
Sie kam aus einer anderen Ecke des Landes.
Ihre grünen Augen strahlten im Licht des Mondes und ihre langen braunen Haare
wehten leicht im Wind.
Morgen würde sie wohl krank sein den sie lief barfuß.

Leicht angetrunken war sie vom vielen Wein, denn sie begab sich in die Richtung
in die sich ja sonst niemand traute.
In ihrer Hand hielt sie eine kleine Lampe
während sie in den Wald lief.

Recht schnell verlor sie in der immer mehr werdenden Dunkelheit trotz des
Lichts die Orientierung. Es war mit einem Mal eiskalt und auf ihrem Körper breitete sich Gänsehaut aus.

Sie blieb stehen.

Zuvor hatte man durch das rascheln der Blätter die ihren Weg kreuzte ihre Schritte gehört,
doch jetzt wo sie auf der Stelle stehen blieb hörte sie weiterhin ein rascheln.

Es war doch sonst kein Mensch hier oder?
Vielleicht ja ein Tier welches sich in dem halb abgestorbenen Wald wohl fühlte.

Dennoch konnte sie dieser Gedanke nicht beruhigen. Die Angst war ab sofort ihr Begleiter.

Sie versuchte irgendetwas zu sehen, zu erkennen, aber auch mit der kleinen Lampe
in ihrer Hand konnte sie nichts ausmachen obwohl die Geräusche
die aus der Dunkelheit kamen nicht sehr weit sein konnten.

Nicht nur ihr Magen zog sich allmählich zu, auch ihre Kehle fühlte sich an als würde ihr
jemand mit einem dünnen Seil die Luft zum atmen rauben.
Der Mund trocken durch die Angst die sich abermals in ihr ausbreitete.
Sie wollte schreien, um Hilfe rufen aber es kam kein Ton über ihre Lippen.
Es war wohl die Mischung aus Angst, Schock und Erstarrtheit.

Immer noch blieb sie an selbiger Stelle stehen, wie ein Baum
der seit mehreren Jahrzehnten fest im Boden verwurzelt war.
Als würde sie in Treibsand stecken, die Beine so unbeweglich schwer
als hätte man ihre Füße in Beton gegossen.
Das Herz schlug so fest gegen ihren Brustkorb das es schon weh tat.
Schweißperlen bildeten sich auf der Stirn. Trotz des so pochenden Herzens
verringerte sich ihr Atem. Als wolle sie sich unsichtbar machen damit das etwas
was sie nicht ausmachen konnte sie nicht findet.

Gott warum war sie auch so naiv gewesen um in den finsteren Wald hinein zu laufen.

Würde sie heute Nacht sterben?

Mucks Mäuschen still wurde es.

Die Flamme der Kerze in der kleinen Lampe fing ganz langsam an zu erloschen.
Doch kurz vorher, direkt vor ihrem Gesicht waren zwei kleine rote Objekte die zu
schweben schienen, ehe sie ihre Augen schloss.
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