Ein Jahr in Seigaku

von Basserina
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Echizen Ryoma Fuji Syusuke
17.05.2017
27.05.2017
2
4.027
3
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17.05.2017 2.113
 
Hallo ihr lieben!
Leider gibt es nur wenige PoT FFs! Zeit dies zu ändern finde ich :D Ich hoffe es gibt ein paar Leute denen die Geschichte gefällt und die den Anime so lieben wie ich :)
Die Story ist noch in Arbeit, also erzählt mir gern was ihr auf dem Herzen habt und ich baue es ein!
Liebe Grüße!

Hoffentlich bis bald!

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Ryoma starrte aus dem Fenster. Dem Unterricht hörte er schon lange nicht mehr zu. Es war wieder eine schlaflose Nacht gewesen.
Seine Eltern hatten geschrien - sich gegenseitig angeschrien - und einige Teller, Vasen oder was auch immer waren zu Bruch gegangen. Ryoma hatte nicht mitbekommen, was diese Streits neuerdings auslöste. Irgendwie war jedoch seitdem alles anders. Zu Hause wurde nur noch geschwiegen oder geschrien. Nanako war zu ihrem festen Freund gezogen. Es war einfach ermüdend.
"Geht es dir gut Ryoma-kun?", fragte eine leise Stimme neben ihm. Es war Sakuno. Er hatte gar nicht mitbekommen, dass der Unterricht zu Ende war. Ryoma nickte nur und packte seine Sachen in die Tasche. Sakuno sah ihm traurig nach als er wortlos an ihr vorbei aus dem Raum trottete.
Es war Zeit fürs Training. Vielleicht würde er dabei endlich den Kopf etwas frei bekommen.

"Wo bleibt Ryoma?", fragte Ryuzaki-sensei die Erstklässler. Alle hatten sich bereits versammelt, nur der Jüngste der Regulars fehlte noch.
"Ihm...ihm geht's nicht so gut glaube ich", erwiderte Horio zögerlich.
Erschrocken wandte sich Kikumaru um. "Waas? Was ist los mit Ochibi?"
Horio zuckte nur mit den Schultern doch deutete dann auf Echizen der gerade den Trainingsplatz betrat.
"Ryoma du bist spät dran", sagte Ryuzaki-sensei im strengen Ton.
"Sorry", murmelte Ryoma müde und stellte sich unter besorgten Blicken auf seine Position.
Ryuzaki stellte den Trainingsplan vor und teilte die Felder auf. Dem Jüngsten Regular fiel es schwer zuzuhörem. Die Müdigkeit machte sich deutlich bemerkbar.
Trotzdem bemühte sich Ryoma im Training wortwörtlich am Ball zu bleiben.
"Ist alles okay?", fragte Oishi den Jüngeren, als dieser gerade seinen Schläger bereit machte.
Ryoma nickte nur abweisend.
Oishi wollte sich damit eigentlich nicht zufrieden geben, doch er wurde selbst zu seinem Trainingsmatch gegen Fuji gerufen.
"BURNNIIIING! COME ON RYOMA!"
Ryoma seufzte bei der vielen Energie seines Matchpartners, was dem Kapitän nicht entging. Tezuka beschloss heute ein genaues Auge auf den Jüngsten zu haben. Er positionierte sich am Rand des Feldes und das Spiel begann.
Ryoma hatte sichtlich mehr Mühe mit Kawamuras kraftvollen Schlägen mitzuhalten.
Auch dem Powertennisspieler entging nicht, dass Ryomas Konter kraftlos und leicht berechenbar waren. "Was ist los, Echizen? COME ON BABY!"
Ryoma ignorierte sein Gegenüber, dich er verlor trotzdem einen Punkt nach dem anderen.
"Das reicht", sagte Tezuka schließlich als er sas Zittern von Ryomas Handgelenk bemerkte.
Kawamurs schnaubte zunächst enttäuscht, doch als er den Schläger beiseite legte, war mit einem Schlag nicht mehr so motiviert weiterzuspielen.
Auch die anderen Regulars hatten das Spiel aus dem Augenwinkel beobachtet. Jetzt war wirklich allen klar, dass mit ihrem Ochibi, wie Eiji ihn nannte, etwas nicht stimmte.
Ryoma verharrte einen Moment in seiner Position. Tezuka nahm sanft sein linkes Handgelenk in seine Hand. "Tut es weh?"
Stur schüttelte Ryoma den Kopf. Tezuka seufzte. "Setz dich einen Moment hin"
Ryoma nickte und setzte sich an den Rand des Platzes, seinen Schläger neben sich auf dem Boden. Sein Atem ging schwerer als sonst. Er war schon vor dem Training erschöpft gewesen - nun fühlte er sich völlig leer.
"Echizen - es tut mir leid! Ich hätte mich mit meiner Kraft zurück halten müssen-"
Ryoma stoppte Kawamuras Entschuldigung mit einer Handbewegung. "Halt dich nie zurück, Senpai. Mir geht's gut"
Kawamura war skeptisch. "Wenn du das sagst, Echizen..."
Das Training ging weiter. Ryoma blieb am Rand sitzen und kam langsam wieder zu Atem. Auch sein Handgelenk hörte langsam wieder auf zu pochen.
"Wenn du dich nicht gut fühlst, solltest du dich vielleicht lieber zu Hause ausruhen", schlug Tezuka vor.
Ryoma schnaubte kurz und schüttelte den Kopf. Zuhause würde er sicher keine Ruhe finden.
Tezuka beobachtete den Jüngsten kritisch, aber er wollte ihn auch nicht fortjagen. Er ließ Ryoma das gesamte Training beobachten. Nach einer Weile brachte er dem Jüngeren Eis um sein Handgelenk zu kühlen. Die anderen waren etwas erstaunt über ihren Kapitän.
"Ryoma gehts wieder?", fragte Fuji als erster, als alle begannen sich zu sammeln.
Ryoma stand auf. "Ja, alles ok"
Momo nickte erleichtert und klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. "Mach dir nichts draus, war nicht dein Tag heute"
"Genau sei nicht traurig, Ochibi!", japste Kikumaru, der Ryoma gleich in eine feste Umarmung zog. Ryoma befreite sich trotzig von beiden Senpeis. "Ich bin nicht traurig"
"Lasst ihn in Ruhe", wies Tezuka an, "Heute schienen viele nicht ganz in Form zu sein. Seid nicht achtlos. Die Nationals stehen vor der Tür!"
"Hai!"
"Damit ist das Training heute beendet"
Tezuka verließ als erster den Platz, während die anderen Regulars noch ihre Sachen zusammensuchten.
Fuji lächelte Ryoma aufmunternd zu. Ryoma gab sich Mühe einen kurzen Moment zurückzulächeln. Keiner wusste, dass sich der andere ebenso sehr in diesem Moment verlor wie sein Teamkamerad. Doch es lag in der Luft.
Dann wandte Ryoma sich ab und machte sich auf den Weg nach Hause.
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"Das ist DEINE Schuld! Hättest du auf mich gehört - Oh! Ryoma. Wie war die Schule?" Ryomas Mutter lächelte ihn etwas gequält an. Es war der Stress, der quälte sie alle.
"Normal", meinte Ryoma schulterzuckend und stieg die Treppen zu seinem Zimmer hinauf ohne seinen Vater oder seine Mutter noch weiter zu würdigen.
Kaum schlug er seine Tür hinter sich zu hörte er seine Eltern weiter streiten. Er wollte gar nicht wirklich wissen worum es ging, aber er ahnte es.
Es war der Umzug. Seine Mutter hatte sich in den USA sehr wohl gefühlt und viele Freundinnen gehabt. Sie war eingebunden gewesen. Doch Nanjiro wollte, dass er, Ryoma, zu Seigaku kommt, da Nanjiro selbst dort angefangen hatte. Zuerst hatte Rinko das ebenfalls für eine gute Idee gehalten. Sie wollte ihrem Sohn auch seine eigene Kultur nicht verwehren. Doch nun waren sie bald ein Jahr hier und sie sehnte sich danach wieder zurückzugehen. Sie war unzufrieden und Nanjiro erschien ihr wie ein Nichtsnutz. Denn er tat ihrer Meinung nach nichts, das dem Familienwohl gut tat.
Ryoma ließ sich auf sein Bett sinken und dachte gar nicht erst daran sich an den Hausaufgaben zu versuchen. Er nahm sich seine Kopfhörer und ließ sich von seiner Lieblingsband in eine andere Welt entführen.
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Ryoma wurde durch das penetrante Pieben seines Weckers aus dem Schlaf gerissen.
Müde rieb er sich die Augen. Karupin schnurrte auf seinem Bauch und sprang entsetzt auf, als Ryoma gegen seine Erwartungen aufsetzte.
Die Nacht war wie immer unruhig gewesen. Ryoma war sich sicher, dass sie, wenn es so weiter ging, in den nächsten Tagen weder Geschirr noch Vasen übrig hatten. Mehrmals war er nachts vom lauten Klirren wach geworden. Er fragte sich ernsthaft ob seine Eltern noch etwas anderes taten als streiten.
Nachdem er sich im Bad fertig gemacht hatte, musste er feststellen, dass heute kein Frühstück für ihn auf dem Tisch stand.
Seufzend sah sich Ryoma nach seiner Mutter um. Sie lag auf dem Sofa und schien zu schlafen. Neben ihr lagen ein Dutzend Taschentücher, sie hatte wohl viel geweint. Leise schloss Ryoma die Tür wieder und holte sich eine kleine Flasche Milch aus dem Kühlschrank.
"Echizen?", rief Momo von draußen.
Ryoma schbappte sich seine Tasche und trottete zur Tür.
"Bin schon da", entgegnete er gähnend.
"Nicht gut geschlafen?", scherzte Momo.
"Kann man so sagen"
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Knurrend machte sich sein Magen schon in der ersten Stunde bemerkbar.
"Kein Frühstück gehabt?", flüsterte Horio, der es irgendwie geschafft hatte neuerdings in Englisch neben ihm zu sitzen.
Ryoma schüttelte den Kopf.
Horio nahm es nickend zur Kenntnis, traute sich aber nicht das Gespräch weiterzuführen, da ihr Lehrer ihnen gefährlich nahe kam.
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In der Pause schon Horio ihm wortlos eine Stulle hin und legte ihm noch eine Packung Cracker dazu.
"Danke!" Ryoma war ihm wirklich dankbar. Nicht nur für das Essen, sondern auch für die Diskretion. Als kleine Gegenleistung schon er Horio sein Englischheft rüber, er hatte die Wochenaufgabe schon fertig und er wusste, dass Horio damit immer erst auf den letzten Drücke anfing.
"Aasah! Danke Echizen! Du bist mein Held!"
Ryoma entschlüpfte ein kleines Lächeln und biss von der Stulle ab. Nie würde er zugeben, dass Horio heute auch ein kleines bisschen sein Held war.
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Erleichtert atmete Ryoma auf, als ihr Lehrer die letzte Stunde beendete.
Er schnappte sich seine Tasche und verließ nahezu stürmisch den Raum.

Im Umkleideraum war bisher nur Fuji.
"Hey Fuji-senpei", grüßte Ryoma knapp.
"Echizen. Wie war die Schule?"
Ryoma murrte nur etwas unverständliches, was den Älteren zum Schmunzeln brachte.
Die Tür schwang auf, doch es war nicht wie erwartet jemand vond en Regulars, sondern Ryuzaki-sensei.
"Ryoma", sagte sie knapp.
Überrascht sah der angesprochene auf.
Sie hielt ihm einen Brief entgegen, welchen er gleich entgegen nahm. Mit einem knappen "Glückwunsch", ließ sie die Tür wieder zufallen.
Neugierig luscherte der Drittklässler auf den Brief. "Wozu kann man dich beglückwünschen?"
Ryoma zuckte kurz mit den Schultern und riss den Umschlag auf.
Es dauerte einen Moment bis die Worte, die dort auf Englisch geschrieben standen ihren Weg zu ihm gefunden hatten.
"Ist alles in Ordnung?", fragte Fuji nun mit besorgter Stimme, "Du bist blass geworden"
Ryoma hob seinen Kopf in Fujis Richtung. Langsam erwachte er aus seiner Trance. "Senpai...", flüsterte er.
Fuji war nun ernsthaft besorgt, Echizen war eigentlich kein stiller Typ.
"Das ist eine Einladung zu den US Open", fuhr Ryoma fort. Es fühlte sich irreal an, diese Worte auszusprechen. War er wirklich eingeladen? War das alles nur ein seltsamer Scherz?
Selbst Fuji war einen Moment sprachlos - doch dann glitt wieder sein typisches Lächeln über sein Gesicht. Er fasst Ryoma kurz an die Schulter. "Herzlichen Glückwunsch"
Fuji war etwas irritiert, als nicht wie erwartet das Freudestrahlende Lächeln auf Ryomas Lippen auftauchte, dass er erwarten würde.
"Stimmt etwas nicht?", fragte Fuji.
Genau in diesem unpassenden Moment stürmten die anderen Regulars in den kleinen Raum.
"Yo Echizen. Ich lad dich heute zum Burger essen ein"
"Danke Momo-senpai" Ryoma verstaute den Brief eilig in seiner Tasche. Er spürte, wie Fuji ihm einen skeptischen Blick zuwarf, aber er war froh, dass der Drittklässler vor den anderen keine Szene machte.
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"Alles in Ordnung?", wollte Tezuka von Ryoma wissen, als dieser gerade seinen Schläger in die Tasche stopfte. Ryoma nickte abwesend.
"Es ist nur... Du wirktest ein wenig abgelenkt beim Training"
Der Ältere war besorgt.
Ryoma setzte sich auf den Boden neben seine Tasche und Tezuka tat es ihm wenige Momente später nach.
"Bochou..."
"Was ist los Echizen?"
Ryoma zögerte. Wie sollte er all das erklären, dass in ihm vorging? Wollte er es überhauot erklären? Doch er wusste, dass er nicht mit seinem Vater würde sprechen können, denn der verständigte sich momentan nur noch schreiend oder war nicht daheim. Er war dieses Mal ganz allein mit dieser Entscheidung. Es war richtig mit seinem Kapitän zu sprechen.
Seufzend zog Ryoma den Brief aus Amerika aus seiner Tasche. Die Einladung zu den großen US Open.
Tezuka überflog den Brief. Sein Englisch war gut genug um zu verstehen was dort stand.
"Wow", meinte Tezuka schließlich anerkennend, "Das ist eine großartige Chance für dich"
Ryoma schwieg. Großartig?
"Warum zweifelst du an dir?"
"Warum sollte ich mich freuen? Es bedeutet das ich nach Amerika muss. Weg von hier und weg von den Nationals"
Tezuka verstand. "Daran liegt es also. Echizen - die US Open sind eine viel größere Chance dich zu entwickeln als die Nationals. Seigaku wird bis ins Finale kommen, und dann wärst du auch wieder da. Du solltest diese Möglichkeit nutzen"
Ryoma betrachtete Tezuka eingehend. Er suchte nach einer Lüge in diesen aufbauenden Worten und war seltsam erleichtert, als er keine fand.
"Ja...vermutlich. Danke, Bochou"
"Wirst du die Einladung annehmen?"
Ryoma richtete seinen Blick zum Himmel. Einzelne Wolken aus reinem weiß bedeckten den Azurblauen Ozean.
"Ja werde ich"
Tezuka stand auf und reichte ihm eine Hand. "Herzlichen Glückwunsch. Sei achtsam dort drüben"
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