Can enemys overcome "jus drein jus daun?"

GeschichteSchmerz/Trost / P18 Slash
Anya Clarke Griffin Lexa Raven Reyes
14.05.2017
04.04.2020
39
85.164
10
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Dieses Kapitel
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14.05.2017 2.073
 
Heya!
Ich habe mir wirklich vorgenommen erst wieder eine neue FF zu starten wenn ich mindestens eines meiner vielen Ideen abgeschlossen habe. Wie ihr seht habe ich es nicht geschafft! Je mehr ich über das Pairing nachdenke desto mehr gefällt mir die Idee von Ranya. Ich habe hier zwar viele FFs gefunden bei denen die beiden als Nebenpairing laufen aber ich finde sie haben ihre eigene Geschichte verdient!
Bei dieser FF ist Anya nicht mit im Dropship wird aber auch nicht wie die vielen anderen Grounder gegrillt. Was stattdessen passiert lest ihr lieber selbst  ;)
Ich hoffe ihr findet genau so viel Gefallen an der Geschichte wie ich
lg Sevchen kom Skaikru
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1 Kapitel


Raven PoV

Als Raven wieder zu sich kam war sie alleine. Und sie hatte unerträgliche Schmerzen. Während ihre Beine sich taub anfühlten, spürte sie genau die Stelle, wo sich die Kugel in ihren Rücken gebohrt hatte. Raven fragte sich wieso sie überhaupt noch lebte. Kurz bevor sie bewusstlos geworden war, war sie sich ganz sicher gewesen, dass sie jetzt sterben würde. Die Angst hatte sie ergriffen. Ja sie wir mutig, kaum jemandem zeigte sie ihre schwache Seite. Aber der Tod hatte ihr mehr Angst gemacht, als sie zugeben wollte. Hätte dieser Idiot von Murphy nur nie auf sie geschossen! Wenn sie den in die Finger bekommen würde....aber es war müßig darüber nach zu denken. Raven war nicht dumm. Sie wusste, dass sie ihr Todesurteil lange unterschrieben hatte. Niemand war hier um ihr zu helfen. Sie hatte nicht die geringste Ahnung, wohin die anderen verschwunden waren aber sie hoffte, sie hatten sich in Sicherheit bringen können. Es versetzte ihr einen kleinen Stich als sie an Finn dachte. Aber sie verbot sich jeden weiteren Gedanken, an den Menschen, mit dem sie quasi ihr ganzes Leben verbracht hatte. Finn liebte sie nicht mehr und sie würde in dem Gedanken sterben müssen, dass er wahrscheinlich gerade mit Clarke vögelte. Ein beinahe unerträglicher Gedanke. Vor allem weil sie Clarke vermutlich mögen würde, wenn sie nicht mit Finn zusammen wäre. Ein bisschen wunderte sie sich schon, dass die anderen sie hier einfach so zurück gelassen hatten. Die wahrscheinlich logischste Erklärung war, dass sie sie für tot gehalten hatten. Clarke Griffin war genau so erspricht darauf, jedes einzelne Leben zu retten, wie ihre Mutter es getan hatte, von daher war es sehr unwahrscheinlich, dass sie einfach abgehauen war.  Raven dachte an Abby zurück und egal wie schlecht es ihr gerade auch ging, sie musste automatisch lächeln. Sie hatte diese starke Frau bewundert, die alles dafür getan hatte, um ihre Tochter zu beschützen. Wie sehr hatte sie sich in diesem Moment genau so eine Mutter gewünscht. Sie war in dem Glauben auf die Erde gekommen, dass sie Finn hatte, einen Menschen der sie so liebte, wie sie eben war. Einen Menschen auf den sie sich stets verlassen konnte. Einen Menschen, bei dem sie schwach sein durfte, bei dem sie einfach nur Raven sein konnte.  Doch wen hatte sie jetzt noch? Noch nie hatte sich Raven so verlassen und alleine gefühlt. Und so begann sie sich sarkastisch zu fragen, wieso sie nicht schneller sterben konnte.

Vorsichtig versuchte sie sich zu bewegen aber sie bemerkte sofort, dass das keine gute Idee war. Sie keuchte vor Schmerzen auf und ihr wurde schummrig vor den Augen.
„Fuck....scheiße tut das weh“, fluchte sie nicht gerade leise. Aber es war egal. Sie war sowieso alleine und es tat gut seinen Schmerz auf diese Art und Weise heraus zu lassen. Wenn man den seelischen Schmerz doch auch so leicht los werden konnte. Raven hatte vor den anderen so getan, als würde sie über Finn hin weg kommen aber er war ihre Familie. Raven war einfach nicht der Mensch, der vor anderen Schwäche zeigte. Sie hatte gelernt, dass man im Leben stark sein musste, um zu überleben. Was für eine Ironie, dass sie ausgerechnet jetzt Schwäche zeigte wo sie im Sterben lag. Wütend wischte sie sich die wenigen Tränen weg, die über ihre Wange liefen. Finn verdiente es nicht, dass sie wegen ihm litt. Nicht wo er sie bereits nach zehn Tagen vergessen und mit Clarke gevögelt hatte. Und trotzdem wünschte sie ihm einfach nur, dass er glücklich wurde. Raven beschloss die Augen zu schließen und sich ihren Erinnerungen hin zu geben. Es hatte so viele schöne Momente mit Finn gegeben. Auch wenn sie in den letzten Monaten seltener geworden waren, weil er im Gefängnis saß. Ihretwegen. Um ihr das Leben zu retten. Raven seufzte. Die Schmerzen schienen eher schlimmer, als besser zu werden. Sollte es nicht anders sein wenn man gerade starb?

Raven zuckte zusammen, als sie draußen vor dem Dropship jemanden hörte. Vermutlich sollte sie keine Angst mehr haben in ihrem Zustand aber der Gedanke, dass draußen eventuell noch irgendwelche Grounder herum liefen, die sie mit ihrer genialen Idee noch nicht gegrillt hatte war unangenehm. Ja, ihre Ideen übertrafen sich manchmal selbst und die blöden Grounder wussten nun, was sie davon hatten sie anzugreifen. Raven versuchte nach einer Waffe zu greifen, die gar nicht weit weg von ihr lag doch sie konnte sich kaum rühren, also gab sie es irgendwann auf. Wenn sie Glück hatte, würde man sie gar nicht finden oder für tot halten, wie ihre eigenen Leute es anscheinend getan hatten. Doch Raven hatte ein anderes Gefühl. Der Vorhang bewegte sich und eine Frau trat in das Dropship. Im ersten Moment erkannte die Reyes die andere nicht. Sie war nur fasziniert von ihrem Auftreten, welches wahre Stärke ausdrückte. Man sah, dass sie sich nichts sagen lies und dass sie wusste was sie wollte. Das gefiel Raven sofort, vielleicht weil es sie ein bisschen an sich selbst erinnerte. Erst auf den zweiten Blick wurde Raven klar wen sie da eigentlich vor sich hatte. Es war Anya, die auf der Brücke für ihr Volk gesprochen hatte. Die ihre Leute abschlachten wollte. Die Clarke verhöhnt hatte, dass sie einen Krieg begonnen hatten, den sie nicht beenden konnten. Raven wusste da alles und trotzdem konnte sie nicht die Augen von der Grounderin lassen. Sie hatte etwas an sich, was die Reyes nicht beschreiben konnte.

Irgendwann wandte sie die Augen von Anyas Körper ab und sah ihr stattdessen in die Augen. Ein spöttisches Grinsen trat in ihr Gesicht. Die Dinge mit schwarzen Humor zu nehmen, dass machte das Leben erträglicher. Und es war erfrischend die Reaktionen der Leute zu beobachten.
„So sieht man sich wieder würde ich sagen“, murmelte Raven. Ihre Stimme war ziemlich leise und sie musste sich auf jedes einzelne Wort konzentrieren. Es stand nicht gut um sie, soviel wusste Raven. Doch vielleicht würde Anya sich ja die Mühe machen sie jetzt gleich zu töten. Tatsächlich kam die Blonde einige Schritte auf Raven zu, das Schwert erhoben bereit zum Kampf aber dann blieb sie stehen und betrachtete Raven eindringlich, während diese mit den Augen rollte.
„Du brauchst mir nicht sagen, dass ich scheiße aussehe aber ich kann dir versichern, dass ich heißer bin, wenn ich nicht ganz so zermatscht bin“, meinte Raven und zwinkerte Anya zu. Sie wusste selbst nicht so genau, was in sie gefahren war, dass sie so aufmüpfig war aber Tatsache war, sie hatte keine Angst vor der Grounderin. Diese hatte sich in Luft aufgelöst, als die Blonde das Dropship betreten hatte.
„Ich kann mich nicht an dich erinnern“, meinte Anya kühl und distanziert.
„Ich bin die, die die Brücke in die Luft gejagt hat“, stellte Raven sich vor. Anscheinend nicht gerade die klügste Antwort, denn Anyas Blick wurde sofort düsterer.
„Du bist schuld an dem Tod meiner Sekundantin“, knurrte die Blonde. Merkwürdigerweise empfand Raven tatsächlich Mitleid. Denn sie spürte, wie echt die Trauer war die die Grounderin empfand. Wenn Raven an der Munition gearbeitet hatte, hatte sie sich immer vorgestellt, dass die Grounder gefühllose Killer waren. Sie hatte all die unschuldigen, all die Kinder, die einfach nur Leben wollten erfolgreich verdrängt. Raven wusste nicht was sie zu Anya sagen sollte und so hielt die Stille zwischen den beiden Frauen an.
„Wirst du mich töten, Anya?“, fragte Raven schließlich leise und sah die Blonde an. Die Grounderin schien mit sich zu kämpfen und Raven sah, wie sich die Emotionen in ihrem Blick sich abwechselten, so als wüsste sie überhaupt nicht mehr, was sie tun sollte. Mit einem Mal stieß sie einen Schrei aus, blickte Raven noch ein letztes Mal an, bevor sie aus dem Dropship stürzte und damit eine ziemliche verwirrte Raven zurück lies.


Anya PoV

Anya war einfach in den Wald gestürzt. Sie hatte nur ein Ziel und zwar ihre Gefühle in den Griff zu bekommen. Ihr war klar, dass sie dem Skygirl gegenüber Schwäche gezeigt hatte. Etwas was ihr nicht hätte passieren dürfen. War sie nicht immer mit Lexa einer Meinung gewesen, dass Gefühle Schwäche waren? Doch sie hatte bereits bei Tris versagt. Der Tod ihrer Sekundantin, hatte ihr mehr ausgemacht, als sie zugeben wollte. Tris war wirklich ein mutiges Mädchen gewesen. Sie hätte es weit bringen können....wenn die Skypeople nicht die Brücke in die Luft gejagt hätten. Und nun geriet sie ausgerechnet an die Frau, die sogar zu gab daran Schuld zu sein? Sie hätte sie auf der Stelle töten sollen. Blut verlangte immerhin nach Blut. Sämtliche Grounder waren durch ihre Aktion getötet worden, nicht nur auf der Brücke, sondern auch am Dropship. Sie hätte die Überlebende quälen müssen aber sie hatte es nicht gekonnt. Anya war eine Frau die Entscheidungen treffen konnte. Sie haderte auch dann nicht, wenn es anderen grausam erschien. Nur deswegen war sie so weit gekommen. Nur deswegen war sie die Mentorin des Commanders gewesen. Aber gerade in dem Dropship schien es so, als wäre ihr denken blockiert gewesen. Die Sprüche der anderen, hatten sie provozieren sollen aber sie hatte nur da gestanden, anstatt Tris zu rächen. Anya war wütend auf sich selbst, weil sie das Gefühl hatte auf vollster Linie versagt zu haben.

Niemand durfte ihren Verstand so benebeln, dass sie nicht mehr wusste was sie tat. Sie hatte die andere Frau angestarrt, nicht nur um sie zu töten, sondern weil sie gut aussah. Trotz all ihren Verletzungen wirkte sie anziehend auf Anya, etwas was auf keinen Fall sein durfte. Anya würde sich dem auf keinen Fall hingeben. Sie war es Tris schuldig die andere zu töten. Sie war es allen Groundern schuldig, die auf der Brücke und vor dem Dropship gefallen waren. Anya wusste, dass sie selbst dem Tod nur knapp entronnen war. Sie war einem Mädchen auf den Fersen gewesen und einige Meter von der Explosion weg gewesen. Es war gerade weit genug weg gewesen, um nicht gegrillt zu werden. Blut verlangte nach Blut! So war es schon immer gewesen. Die Mountainmen hatten alle Skypeople verschleppt. Anya hatte dies beobachten können, allerdings hatten sie sie zum Glück nicht bemerkt. Die Verletzte war die einzige, die Anya töten konnte und trotzdem war es ausgerechnet sie, dessen Leben sie am liebsten verschonen würde. Anya versuchte sich zu sagen was Lexa zu ihr sagen würde. Seid der Sache mit Costia hatte sie sich sehr verändert. Auch dass sie zur Heda geworden war hatte sie verändert. Lexa hatte sich gemacht. Anyas Meinung nach, war sie das beste, was ihrem Land passieren konnte. Auch wenn sie in manchen Entscheidungen vielleicht zu weich war, so war sie trotz allem ein guter Commander. Und Anya wusste, dass sie immer ein besonderes Verhältnis zueinander haben würden, auch wenn Anya nun nicht mehr ihre Mentorin war. Anya war sehr stolz auf Lexa, auch wenn es gewöhnungsbedürftig war, dass sie nun ihre Befehle befolgen musste.

„Blut verlangt nach Blut“, wiederholte Anya für sich selbst. Es war ihre Entscheidung ob sie das Mädchen am Leben lassen würden. Sie hatte ihr Leben sowieso nicht in der Hand. Wenn sie nicht bald behandelt werden würde, würde sie sowieso sterben. Die Blonde seufzte, bevor sie mit einem Mal kehrt machte. Ihre Schritte führten sie zu einer Lichtung, von der sie wusste, dass es dort einige Heilpflanzen gab. Sie würden das Skygirl nicht heilen können aber es würde ihre Schmerzen ein wenig lindern. Vermutlich das einzige was Anya für sie tun konnte. Anya hatte sich dafür entschieden zum Dropship zurück zu gehen. Die Anziehung war einfach zu stark, außerdem hatte sie noch einige Fragen an die junge Frau, die sie so in den Bann gezogen hatte. Wenn sie wirklich doch noch das Bedürfnis bekam, das Skygirl doch noch umzubringen, würde sie niemand aufhalten. Der Gedanke, dass die junge Frau ihr ausgeliefert war und sich nicht verteidigen konnte gefiel ihr sogar.
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