Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

❝ The Campbell Identity ❞

von Celeleth
GeschichteDrama, Thriller / P16 / Gen
Jason Bourne OC (Own Character)
14.05.2017
03.06.2017
2
736
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
14.05.2017 491
 
Als ich aufwache, ist es hell.
Ich setze mich auf und versuche, mich zu orientieren, aber es gelingt mir nicht.
Eine Hand liegt um meine Hüfte und verleiht mir ein Gefühl von Wärme und Sicherheit, ich weiß nur nicht, wem sie gehört.
Ich weiß nicht einmal, wer und wo ich bin.
Leise schlage ich die Decke zurück, als Schwindel von mir Besitz ergreift und stehe auf.
Meine Bewegungen sind geschmeidig und ich wundere mich, dass ich instinktiv bei jedem Schritt darauf achte, dass ich keine Geräusche verursache.
Das Parkett ist kühl unter meinen nackten Füßen, als ich über den Flur ins Bad und vor den Spiegel haste.
Das Gesicht ist unverkennbar meins, aber es fühlt sich nicht so an.
Ich bin blass, mit dunklen Augenringen und grünen Augen.
Mein Haar ist blond und reicht mir bis über die Schultern, ich berühre vorsichtig eine Strähne, aber es fühlt sich nicht vertraut an.
Ich fröstele wegen eines offenstehenden Fensters und ducke mich dann relexartig hinter eine Kommode, als plötzlich ein Vorhang weht.
Warum reagiere ich so?
Ich schließe lautlos das Fenster und öffne den Kleiderschrank, um Kleidung heraus zu nehmen.
Das weiße Tanktop und die Shorts tausche ich gegen schwarze Sachen; ein Hoodie und eine Skinny Jeans.
Aber vorher fallen mir die feinen Narben an meinen Beinen und Armen auf, ich muss mich hier wohlfühlen, wenn ich sie einfach frei zeigen kann.
Ich gehe wieder ins Bad, um mich umzuziehen, ordne meine Haare und binde sie lose zusammen.
Meine Gedanken rasen, als ich über den Flur in die Küche schleiche und eine Handtasche von der Bank hebe.
Der Pass weist mich als Kina Campbell aus, aber es ist weder der einzige Pass noch der einzige Name.
Stephanie Carbonne, Olivia Stephens, Leena James...so viele Namen, aber welcher gehört mir?
Bin ich nur ein namenloser Schatten?
Ich zucke zusammen, als sich mir die Frage aufdrängt, ob ich jemals wieder wissen werde, wer ich bin.
Ich hebe abwesend ein Wasserglas aus dem Küchenschrank, gieße es voll und stürze die kalte Flüssigkeit in wenigen Schlucken hinunter.
Das Wasser belebt meine Sinne, lässt mich klarerer denken.
Ich stelle das Glas ab, es verursacht ein 'Klonk'.
Die Möglichkeiten sind nicht viele, als ich darüber nachdenke.
Ich kann die Person in meinem Bett wecken, er weiß sicherlich etwas über mich, oder ich verschwinde von hier und finde es allein heraus.
In einem Anflug von Frustration entscheide ich mich für Variante zwei.
Ich nehme eine Reisetasche aus dem Kleiderschrank und ergänze den Inhalt, etwas Geld, eine Waffe, passende Munition und ein Prepaid-Handy, mit Kleidung.
Ich weiß, dass ich vom Radar verschwinden, ein Phantom werden kann und das werde ich jetzt ausnutzen.
In dem Moment, in dem ich die Tür schließe, höre ich das Geräusch einer zurückgeschlagenen Decke und schließe lautlos die Tür hinter mir, das Haar unter der Kapuze des Hoodies verborgen.
"Kina? Schon wach?"
Aber ich bin schon längst verschwunden in Londons Straßen.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast