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A date for one day

von Flaire
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Amodar Hope Estheim Lightning / Claire Farron Oerba Dia Vanille Oerba Yun Fang
11.05.2017
11.05.2017
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Disclaimer:

Die Rechte an den Charas liegen alle bei Square Enix. Ich verdiene hiermit kein Geld und schreibe nur aus Lust und Laune.

A date for one day

Schon seit einer geraumen Zeit blätterte die Soldatin die bunte Info Broschüre über das Grand Pulse Sommerfest durch. Dabei stütze sie ihr Kinn auf die rechte Hand und seufzte zum wiederholten Male. Nur noch ein Monat … An sich war das Sommerfest, an dem zwei Kulturen zueinander fanden, ihr persönliches Highlight des Jahres, aber dieses Jahr stand es unter keinem besonders guten Stern. Da ihre Schwester, die sie jedes Jahr begleitete, schon abgesagt hatte und sich bisher kein passender Ersatz aus dem Freundeskreis hatte finden lassen. Entweder gingen sie selber in Begleitung hin, oder aber machten etwas anderes an diesem Tag.
Sicherlich hätte sich Lightning einer Gruppe anschließen können, aber sie war es leid das dritte Rad am Wagen zu sein und ständig verliebte Pärchen um sich zu haben. Vielleicht hätte sie doch besser keinen Urlaub einreichen sollen …
„Farron!“
Erschrocken zuckte die Soldatin zusammen. Sprang regelrecht zum Salutieren auf. Sie war so in Gedanken vertieft, dass sie das Eintreten ihres Vorgesetzten nicht mitbekommen hatte.  „Verzeihung, Sir.“
Der Kommandant hob seinen Arm, blickte auf die Uhr und dann die Soldatin an. „Ich könnte mich irren, aber haben Sie nicht schon Feierabend, Sergeant? Wir sind am Überstunden abbauen, nicht aufbauen.“
Während sie den Arm wieder sinken ließ, nickte Lightning. „Ja, sicher. Ich hatte mir nur noch mal die Arbeitspläne für das Grand Pulse Sommerfest angesehen.“
„Keine Sorge, Farron. Ihr Urlaub ist selbstverständlich vorgemerkt und fest. Ihr erster Urlaub dieses Jahr.“
Ein wenig ließ die Soldatin wieder den Kopf hängen und sah auf das Faltblatt auf ihrem Schreibtisch. „Um ehrlich zu sein …“ Es fiel ihr schwer darüber zu reden, so wie immer, wenn ihr was auf der Seele lag. Sie mochte es nicht, wenn sie sich jemand öffnen musste. Selbst, wenn es um Kommandant Amodar ging, der neben Serah ihr einziger Vertrauter war.
„Ja, Farron?“
Innerlich gab sie sich einen Ruck und blickte ihren Vorgesetzten wieder an. „Wollte ich fragen, ob Sie mich nicht doch einteilen können.“
Das Lächeln auf dem Gesicht des stämmigen Mannes machte einem erstauntem Gesichtsausdruck Platz. Seine Augenbrauen glitten in die Höhen, während er noch einen Schritt in den Raum machte und die Tür hinter sich ins Schloss zog.
„Sie haben sich doch das ganze Jahr auf dieses Fest gefreut. Was ist los Farron?“
Ein Seufzen verließ Lightnings Lippen, als sich gegen ihren Schreibtisch lehnte. „Ja, das habe ich.“ Ihr Kopf senkte sich wieder. „Da habe ich ja auch noch geglaubt, dass Serah mich begleitet. Aber sie will lieber in Eden bleiben und ihre Semesterferien mit jemand anderem verbringen.“
„Dieser jemand, fängt nicht zufällig mit ‚S‘ an und hört mit ‚now‘ auf?“, in der Stimme des Kommandanten klang schon wieder Ironie mit.
Nickend schob Lightning die Arme übereinander. „Ich kann sie verstehen. Sie ist nun alt genug, da hängt man nicht mehr so an seiner Schwester.“
„Warum machen Sie es dann nicht auch wie Serah?“
Eine Augenbraue glitt in die Höhe, als sie ihren Kommandanten ansah. „Ich habe meinen zugegeben nicht allzu großen Freundeskreis abtelefoniert. Es hat leider niemand wirklich Zeit, oder aber kein Interesse. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wen ich noch fragen könnte.“
„Na ja wir könnten einen Aushang machen. Einen Tag mit Sergeant Farron.“
„Wirklich witzig!“ Ärger stieg in der Soldatin hoch. Das hatte man davon, wenn man mit jemanden über solche Dinge sprach. Fast schon gleichzeitig stieß sich Lightning von ihrem Schreibtisch ab und schmiss das Infoblatt in den Papierkorb. Doch bevor sie den Raum verlassen konnte, legte sich eine starke Hand auf ihre Schulter und hielt sie zurück.
„Wo ist Ihr Humor geblieben?“
„Vermutlich zu Hause neben Freundlichkeit und Verständnis in der Besenkammer.“
Kurz lachte Amodar auf, ließ sie aber immer noch nicht vorbei. „Entschuldigen Sie Farron, ich wollte Sie nicht ärgern. An sich meinte ich, dass Sie mal etwas Neues ausprobieren sollten.“
„Neues?“ Zwar noch immer ein wenig verärgert hielt die Soldatin inne. „Inwiefern?“
Die vollen Wangen des Kommandanten hoben sich zu einem warmen Lächeln. „Sie versuchen jedes Jahr krampfhaft ihre Familie und Freunde zu bewegen, Sie zu begleiten. Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, es ist sicherlich gut gemeint, aber ganz offenbar haben Ihre Freunde andere Prioritäten. Verständlich, dass Sie gerne mit Ihren Freunden zusammen sein wollen. Aber … wenn immer nur die Eine versucht alles zu organisieren und alle zusammen zu bringen, sollten Sie vielleicht mal darüber nachdenken, ob es die Mühe wert ist.“
Für einen Moment blickte Lightning ihren Vorgesetzten schweigend an. Sie konnte es nicht leugnen, die Worte taten weh. Wahrscheinlich deshalb, weil sie in den vergangen Tagen genauso darüber nachgedacht hatte. Doch welche Wahl blieb ihr? Wenn sie sich nicht einsetzte, machte es schließlich niemand. Ohne es verhindern zu können, wurden ihre Augen glasig. „Ich weiß, Sir, aber ich habe nicht viele Alternativen.“ Ihre Stimme wurde brüchiger. „In meiner Freizeit bin ich nicht gerade sehr beliebt.“
So verrückt es klang, wenn sie in ihrer Uniform durch die Straßen lief, wurde sie von vielen freundlich gegrüßt und auch bei so ziemlich jedem Einsatz wurde ihr Dankbarkeit entgegen gebracht, doch zog sie ihre Uniform aus und ging beispielsweise einkaufen, fühlte sich Lightning plötzlich verloren und einsam. Wahrscheinlich trug sie ihre Uniform deswegen so gerne. Nebst der Tatsache, dass sie ihren verstorbenen Vater huldigen konnte.
In ihrer Freizeit zog sich die Soldatin sehr zurück. Sie hatte wohl vor Jahren den  Anschluss verpasst, da bei ihr die Arbeit immer an erster Stelle stand. Teils gewollt, teils ungewollt. Bei manchen Events war sie froh, dass sie sich in die Arbeit stürzten konnte. Doch Aufgrund eines 24 Stunden Jobs hielten ihre Schichten sie auch oft davon ab, soziale Kontakte knüpfen zu können. Wenn sie beispielsweise am Wochenende schwer arbeitete und dann einfach zu müde war, um anschließend noch etwas zu unternehmen. Nicht jeder hatte dafür Verständnis.
„Es ist verständlich, dass wenn man den ganzen Tag mit Menschen zu tun hatte, in seiner Freizeit einfach nur Ruhe haben will. Aber wie wäre es denn, wenn Sie dieses Jahr mal was Verrücktes machen?“
„Verrücktes?“ Ihrer Traurigkeit folgte sofort Unverständnis, als sie den Kommandanten zweifelnd ansah. Sergeant Lightning Farron, die Vernunft in Person, sollte etwas Verrücktes machen? Es sollte eigentlich außer Frage stehen, dass sie etwas machte, was man mit Verstand nicht kombinieren konnte.
Ein breites Grinsen legte sich auf Amodars Gesicht. „Schauen Sie nicht so entsetzt. Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich meine aus Ihrer Sicht verrückt.“
Erneut glitt eine ihrer Augenbrauen in die Höhe, als sie die Arme vor der Brust verschränkte. In diesem Moment konnte sie ihm wirklich nicht folgen. Weder vermochte Lightning zu sagen, ob sie diesen Zustand gut oder schlecht heißen sollte. Ihr Vorgesetzter hatte mitunter einen sehr derben Humor.
„Überlegen Sie doch mal, Farron. Wie haben Sie die letzten Jahre das Sommerfest verbracht? Obwohl sie Dienstfrei hatten, sind Sie in Ihrer Uniform auf das Fest gegangen. Entweder waren Sie in Begleitung ihrer Schwester, oder mit ihren Freunden, wenn Sie es geschafft haben, diese zusammen zu bekommen. Doch statt mal irgendwas auszuprobieren, haben Sie sich nur alles angesehen.“
„Da haben Sie aber sehr gut recherchiert, Sir.“ Wahrscheinlicher war es allerdings, dass er sie wirklich kaum aus den Augen gelassen hatte, wenn sie sich mal getroffen hatten.
„Ich kenne Sie lange genug, Farron. Sie wollen, dass alle anderen Spaß haben und stellen sich immer hinten an. Deswegen laufen Sie eher am Fest vorbei, statt mal Teil davon zu sein. Dazu kommt noch, dass das Wetter letztes Jahr nicht das Beste war.“
Die Beschreibung von Amodar war gelinde gesagt noch untertrieben. Es gab Platzregen, Orkanböhen und viele waren gezwungen nach Hause zu gehen und sich umzuziehen. Für das Wetter konnte letzenden Endes niemand etwas, aber es war ein unschöner Faktor im vergangenen Jahr gewesen. Was dennoch nicht erklärte, was ihr Vorgesetzter ihr sagen wollte.
„Worauf wollen Sie hinaus?“
„Farron … Sie sind doch sonst nicht so auf den Kopf gefallen. Geben sie die Kamera ab, mit denen sie andere beim Glücklich Sein fotografieren und haben Sie es selbst mal Spaß.“
Einen Moment überlegte die Soldatin ernsthaft, wie sie den Vorschlag umsetzen sollte. Bis sich ihre Augen plötzlich weiteten. „Also ich werde jetzt bestimmt nicht mit so einem schwachsinnigen Selfie-Stick durch die Gegend laufen und mich selber fotografieren.“
Zum wiederholten Male lachte der Kommandant laut auf. Seine tiefe Stimme hallte durch das kleine Büro. „Aber die Vorstellung hat was! So langsam befürchte ich, dass Ihre Kreativität auch in der Besenkammer eingesperrt ist. Statt Uniform könnten Sie sich doch mal in ein Gewand im Pulse Style werfen.“
„Grand Pulse …“ Wie oft musste man den Leuten eigentlich sagen, dass es Grand Pulse und nicht nur plump Pulse hieß? Ihr Vorgesetzter machte da wirklich keine Ausnahme.
„Sehen Sie? Sie mögen Grand Pulse so sehr. Haben Sie je bei irgendwas auf dem Fest mitgemacht? Kampftechniken, Nähtechniken, Schreibtechniken, Tanzen … Irgendwas?“
Leicht schüttelte Lightning den Kopf.
Zufrieden nickte Amodar. „Und genau DAS sollen Sie dieses Jahr nachholen. Alles, was Sie bisher nicht gemacht haben. Sie rennen jeden Tag an den Grand Pulse Geschäften vorbei, springen Sie gleich mal rein und kaufen sich ein traditionelles Gewand. Vergessen Sie mal für einen Tag den Soldaten Haudegen und seinen Sie einfach mal Sie selbst. Und bevor Sie auch nur daran denken, nun ‚aber‘ zu sagen ist dies ist eine dienstliche Anweisung.“
„Eine dienstliche Anweisung, obwohl ich an diesem Tag die Soldatin vergessen soll?“
Anscheinend gefiel ihrem Vorgesetzten die Idee so gut, da er immer breiter grinste. „Und ich werde es kontrollieren. Ich habe an diesem Tag Dienst.“
Seufzend ließ Lightning die Arme sinken. Ganz offensichtlich hatte sie keine allzu große Wahl, aber es fiel ihr ehrlich gesagt leichter, diesen Auftrag anzunehmen, als sich aus eigener Überzeugung darum zu bemühen. „In Ordnung. Ich werde versuchen, was Passendes aufzutreiben.“
„Ausgezeichnet, Farron. Also dann, schönen Feierabend.“
Ein letztes Mal salutierte die Soldatin und verließ nach dem Kommandanten das Büro.
„Ich will morgen ein Beweisfoto sehen!“, rief er Lightning keine zehn Schritte später hinterher.
Doch statt ihm zu antworten, oder gar sich umzudrehen winkte sie ihm während ihres Davonschreiten zu. Er würde ja doch keine Ruhe geben, bis sie ihm was vorweisen würde. So gut kannte sie ihren Vorgesetzen schon. Manchmal hatte er die Neugier eines Waschweibes.

Lightnings Heimweg führte sie sowieso durch das Grand Pulse Viertel. In diesem hatten sich viele Ladenbesitzer der Grand Pulse Gebürtigen niedergelassen. Und einmal im Jahr veranstalten sie in Zusammenarbeit mit dem Sanctum ein Sommerfest, um sich für die ‚Gastfreundschaft‘ zu bedanken.
Die Soldatin schlenderte gern an den Geschäften und Schaufenstern vorbei. Woher ihre Faszination für Grand Pulse kam, wusste sie nicht mal. Vielleicht das weite freie Land. Die bunten exotischen Gewächsen und dieser unverfälschte Geschmack ihrer Speisen. Es schmeckte alles so natürlich. An sich kein Wunder, die Cocooner legten nicht allzu viel Wert auf Natürlichkeit, sondern eher auf Bequemlichkeit.
Verstehen konnte Lightning das nicht immer. Sicherlich war es bequem in einen Laden zu gehen, mit einer Karte zu bezahlen und die Ware wurde nach Haus geliefert. Doch in Sachen Nahrung konnten die künstlich erzeugten Lebensmittel nicht mithalten. Allein für eine Tasse Grand Pulse Kaffee würde Lightning den gesamten Strand von Ungeziefer befreien.  
Kaffee … vielleicht sollte sie sich später noch eine Tasse gönnen, bevor sie nach Hause ging.
Ihre Schritte wurden langsamer, als sie bei den Boutiquen ankam. An einer kleinen blieb sie schließlich stehen. Drei schmale Stufen führten in den Laden, dessen Schaufenster rechts und links von der Eingangstüren zum Stöbern einluden. In dem rechten Schaufenster stand ein auffälliges, wundervolles Gewand. Schultern und Brust waren in einem königsblauen Stoff umhüllt. Lange hellblaue durchscheinende Ärmel, die nach unten hin immer weiter wurden, schmückten die Arme, dessen Saum mit kunstvollen Stickereien versehen war, die ebenfalls den Farbton des Oberteils hatten. Ein breiter Gürtel, der direkt unterhalb der Brust gebunden wurde, hatte ebenfalls prachtvolle Stickereien. Der helle, durchscheinende Stoff lag über einem etwas dunkleren Stoff, die zusammen als langes Beinkleid dienten. Alles in allem wirkte es wie eine festliche Robe. Wahrscheinlich wurde dieses Model nur zu ganz besonderen Anlässen getragen.
Ein Schildchen mit der Aufschrift ‚verkauft‘ wies aber klar darauf hin, dass dieses Schmuckstück schon einen glücklichen Besitzer gefunden hatte. Diejenige, die es an jenem Tag tragen würde, war sicherlich ein Blickfänger.
„Kann ich Ihnen helfen?“
Ein wenig aus ihrer Betrachtung gerissen, wandte sich Lightning um. Vor ihr stand eine Frau in einem Sari dessen Farben und Stickereien sehr an dieses wundervolle Gewand erinnerten. In ihren Händen hielt sie zwei Kaffeebrecher to go. Ihre gebräunte Haut und dunkle Haare wiesen sie sofort als Gebürtige von Grand Pulse aus.
Als Lightning bemerkte, wie eingehend sie die Dame vor ihr musterte, wandte sie sich ein wenig verlegen ab. „Nein … ähm ja … also wenn Ihre Hilfe aus einer Beratung in Sachen Kleidung von Grand Pulse besteht, dann ja.“
Ein wenig legte die Dunkelhaarige den Kopf schief, lächelte aber freundlich. „Besteht sie. Allerdings habe ich noch zwei Kundinnen da, aber Sie können sich ja schon mal umsehen.“
„Gern.“ Noch während Lightning das Lächeln erwiderte, ging sie auch schon vor, um der offensichtlichen Besitzerin des Ladens die Tür aufzuhalten.
„Dankeschön“, bedankte sich diese, als sie an der Soldatin vorbei in den Laden trat.
Fast schon erschlagen blieb Lightning erst einmal stehen, um alles auf sich wirken zu lassen. Der kleine Laden war gefüllt von Roben, Stoffen, Accessoires, ohne aber vollgestopft oder unaufgeräumt zu wirken. So viele Farben. Er war alles so fröhlich und bunt.
Eine weitere Grand Pulserin, die zwar ähnlich farbenfroh gekleidet war sich aber zum Lächeln zwingen musste, stand hinter einer kleinen Verkaufstheke. Kurz warf sie Lightning ein schwaches Lächeln zu, ehe sie sich ihrer dunkelhaarigen Kollegin zuwandte und auf die beiden besagten Kundinnen deutete.
Diese redeten wild durcheinander und steigerten sich vor lauter Euphorie immer weiter. Ganz offenbar litten die Kundinnen ebenfalls an einer gewissen Reizüberflutung. Dennoch waren ihre Stimmen schon arg schrill und piepsig. Und irgendwie fanden sie alles ‚voll süß‘.
Als die Dunkelhaarige ihrer rothaarigen Kollegin einen Kaffeebecher reichte, nickte diese und verschwand in einen Nebenraum. Offensichtlich brauchte sie eine Auszeit von den beiden Damen.
Indes stöberte Lightning ein wenig durch die auf Bügeln ausgehangen Gewänder. Sie waren alle so unterschiedlich. Manche lang und elegant, manche sehr kurz. Aber alle immer wieder anderes und die Farbauswahl regelrecht beindruckend.
„Also, die Damen. Wofür habt ihr euch entschieden?“
„Fang, es ist so schwierig. Ihr habt so viele tolle Sachen!“
Fang … so hieß die Ladenbesitzerin also.  
Leise lachte die Dunkelhaarige auf. Ihre Stimme klang unheimlich beruhigend. Nicht laut, nicht aufdringlich, sondern warm und eine Spur rauchig. „Nun, wir würden nichts verkaufen, wenn es nicht so wäre.“
„Also ich hätte gern den Sari, den du mir eben gezeigt hast. Aber ich weiß nicht, was ich dabei tragen soll“, verkündete eine Kundin.
„Nun ich würde einen Gürtel empfehlen, wenn du nicht versehentlich ohne dastehen willst, sollte mal ein Windstoß kommen. Und du siehst ja, ich trage dazu gern Armbänder, Armstulpen und Kette.“
„Ja aber welche?“
Lightning verdrehte die Augen, während sie eifrig die Tunikas durchsah.
„Na ja das ist Geschmacksache“, wieder ein freundliches Lachen.
Gute Nerven schien Fang offenbar zu haben. Sie wirkte sehr professionell.
„Okay, dann seh‘ ich mich noch mal um.“
„Und was ist mit dir?“, wollte die Dunkelhaarige nun von der anderen Dame wissen, wobei Lightning beide in die Kategorie Girlie werfen würde.
„Ich weiß es noch nicht. Ich brauch deine Meinung, dieses kurze Jäger-Outfit, oder lieber eine lange Robe?“
„Also ich würde das Jäger-Outfit nehmen. Deine Freundin nimmt ja auch eher was kürzeres, dann würdet ihr gut zusammen passen. Seht ihr ja an Vanille und mir.“
Augenblicklich erschall ein unglaublicher hoher Quietscher. „Oh mein Gott, du hast ja recht! Das ist es! Vanille! Kommst du noch mal? Ich will sehen, was du für Accessoires anhast!“
Die Augenbraue hochziehend wandte sich die Soldatin leicht um und sah wie letztere Kundin eilig durch den Laden rannte. Nach den Beiden brauchten Fang und Vanille ganz offensichtlich neue Nerven. Vielleicht deswegen der Kaffee.
Als beide Kundinnen sich im hinteren Teil des Ladens aufhielten und um die Wette nach Armbändern und Gürteln suchten, kam Fang auf die Soldatin zu und legte ihr sanft eine Hand in den Rücken. „Ich bin gleich bei Ihnen.“
Ein Schauer rann Lightning den Rücken hinunter, als sie die leise Stimme, direkt an ihrem Ohr und die Hand auf ihrem Rücken wahrnahm. Die Grand Pulse Exotik hatte wirklich eine beeindruckende Wirkung auf sie.
„Wir haben voll den Pulse Styl!“
„Grand Pulse …“ murmelten die beiden Frauen gleichzeitig.
In den grünen Augen der Dunkelhaarigen leuchtete es amüsiert auf. „Genau. Endlich mal jemand, mit Ahnung“, flüsterte sie der Soldatin leise ins Ohr.
Lightning lächelte leicht unsicher. „Zumindest was die korrekte Bezeichnung angeht. Auf anderen Gebieten bin ich nicht so gut.“
„Ich bin mir sicher, das kriegen wir schon hin. In fünf Minuten bin ich da“, sie zwinkerte der Soldatin zu, bevor sie sich umwandte und erneuten Kurs auf die beiden Nervensägen nahm.
„Fang schau mal! Sieht das nicht klasse aus?“
„Wundervoll. Warte mal. Das machen wir noch hier hin und das hier hin.“
Wenn die beiden Damen eines konnten, dann nerven. In dem Moment wusste die Soldatin wieder, warum sie lieber auf Patrouille ging und nicht im Einzelhandel arbeitete. Wahrscheinlich hätte sie keine Woche durchgehalten.
Den heutigen Feierabend hatten sich Fang und Vanille so was von verdient. Und von dem wollte Lightning die Beiden auch nicht lange abhalten. Die leichten Tunikas hatten es ihr sowieso angetan. Dazu einen passenden Gürtel und Stiefel und sie war zufrieden.
„So die Damen. Ihr werdet klasse aussehen! Ich wünsche euch ganz viel Spaß.“
„Danke. Bis bald!“
„Wiedersehen.“
Erst als die Ladentür ins Schloss fiel, wandte sich die Soldatin wieder um und sah, wie Fang diese abschloss. „Oh wenn Sie Feierabend haben, dann komme ich die Tage wieder.“ Etwas peinlich berührt musste sie feststellen, dass sie gar nicht auf die Öffnungszeiten geachtet hatte.
Erneut lächelte die Dunkelhaarige. „Offiziell erst in einer halben Stunde. Um ehrlich zu sein, nehmen wir das nicht so genau. Wir haben oft noch Kunden hier, die noch nach Ladenschluss kommen. Aber nach den beiden Grazien, gönn ich uns einfach ein wenig Ruhe. Außerdem haben wir hier dieses nette Schild, was und für fast alles entschuldigt.“ Sie zeigte ihr kurz das Hinweisschild ‚Wir nähen an ihren Bestellungen‘, welches Fang in die Ladentür hing.
„Dann würde ich vorschlagen Sie trinken Ihren Kaffee. Kalt schmeckt er nicht mehr ganz so gut.“
„Das Angebot nehme ich gerne an, aber jetzt will ich mich erst mal vorstellen. Ich bin Oerba Yun Fang und würde gerne das steife ‚Sie‘ hinter uns lassen.“
„Claire Farron, ich ziehe es aber vor Lightning genannt zu werden.“ Lächelnd nahm sie dargebotene Hand an und drückte sie leicht.
„Und ich bin Oerba Dia Vanille.“ Stellte sich die Kleinere vor, die plötzlich aus dem Nebenzimmer wieder auftauchte und freudestrahlend auf die Beiden zulief. „Es tut mir leid, dass ich eben ein wenig mürrisch war …“
„Oh das macht nichts. Ich kann es verstehen, die Damen waren ein wenig …“
„Nervig?“, fiel ihr Fang ins Wort.
„So hätte ich das jetzt nicht ausgedrückt. Eher anstrengend“, Lightning lächelte ein wenig schief, „aber nervig passt ganz gut.“
Die Dunkelhaarige holte sich ihren Becher und setzte sich auf einen Hocker. „Geschlagene zwei Stunden haben die beiden hier umher getobt. Sicherlich freut es uns, wenn den Kunden unsere Kleider gefallen, aber ein etwas respektvollerer Umgang wäre teilweise angebracht gewesen.“
Nickend räumte Vanille wieder einige Kleidungsstücke ordentlich zurück. Die beiden hatten wirklich ein heilloses Chaos angerichtet.  „Hast du sie deswegen mit dem extra teuren Schmuck behangen, wie einen Weihnachtsbaum?“
„Du bekommst auch alles mit, was?“ Zeitgleich lachten die beiden Frauen los. Doch schnell wandte sich Fang der Soldatin wieder zu. „Dann erzähl mal, was schwebt dir so vor?“
„Ich finde eure Tunikas sehr hübsch.“
„Eine Tunika?“ Eine der dünnen Augenbrauen glitt in die Höhe.
Ein leichter Rotschimmer legte sich auf Lightnings Wangen. „Na ja ich dachte, sie wären sehr praktisch und bequem …“
In einem Zug leerte Fang ihren Becher, stellte ihn ab und kam auf die Soldatin zu. „Das sind sie, daher werden sie meist von Arbeitern auf Grand Pulse getragen. Für einen Strandspaziergang an einem lauen Sommerabend ist auch nichts dagegen einzuwenden… Aber gehe ich recht in der Annahme, dass du etwas für das Sommerfest suchst?“
„Ehrlich gesagt ja … ich wollte mich dieses Jahr ein bisschen modisch anpassen.“
„Indem du etwas suchst, was deiner Uniform ähnelt?“ Fang schritt an ihr vorbei, zog eine helle Tunika hervor und hielt diese anschließend Lightning vor. Dabei musterten ihre grünen Augen die Soldatin intensiv. „Du könntest glatt deinen eigenen Gürtel und Stiefel drauf anziehen. Versteh mich nicht falsch, die Uniform steht dir keine Frage, aber ich finde für das Sommerfest solltest du mal etwas Außergewöhnliches probieren.“
Erneut färbten sich die Wangen der Soldatin rötlich, als die Dunkelhaarige so dicht bei ihr stand.  Die genaue Musterung war ihr nicht entgangen. „Was würdest du mir denn vorschlagen?“
„Nun, ich würde dich gerne mal in einen Sari wickeln.“
„Au ja! In den dunkel roten mit den silbernen Stickereien“, stimmte Vanille freudig zu. „Ich such ihn schnell raus.“ Ohne auch nur eine Antwort abzuwarten, eilte die Kleinere auch schon los. Kaum zu glauben, dass sie vor wenigen Minuten am liebsten aus dem Laden geflüchtet wäre.
„Dann komm mal mit zu den Umkleiden.“ Mit schwingenden Hüften ging die Dunkelhaarige voraus in den hinteren Teil des Ladens. Dort zog sie einen dunkelblauen Vorhang zurück. „So, dann bitte einmal Uniform komplett ablegen.“
Kaum in der Umkleide angekommen, zog Fang auch schon den Vorhang zu.
Lightnings Herz machte zunehmend immer mehr Schläge. Aus einem ihr unerklärlichen Grund machte Fang sie nervös. Ob es an den intensiven grünen Augen lag, denen nichts entging? Auf ihrem Körper konnte sie förmlich deren Blicke spüren. Es machte sie verlegen, wenn man sie so genau musterte.
Ihre Hände zitterten leicht, als sie langsam ihre Weste öffnete.
Wenn Lightning ehrlich war, konnte sie sich selber nicht in einem Sari vorstellen. Davon ab, konnte man am Model der Dunkelhaarigen sehen, wie freizügig dieses elegante Kleidungsstück war …
Für einen Rückzug war es nun zumindest zu spät. Da hatte Amodar sie in was Feines reingeritten …
Ihrer Weste folgten das Top und ihr Rock. Langsam und bedächtig atmete die Soldatin ein und aus, um sich ein wenig zu beruhigen.
„Sag mal, Vanille, warum hast du das gute Stück eigentlich im Lager liegen und nicht in der Auslage?“
„Ich wollte nicht, dass dieser schöne Sari einer der bis eben hier getobten Damen in die Finger fällt. Es sollte lieber jemand tragen, der es zu schätzen weiß. Das war zu viel Arbeit, ihn einer dieser Gören zu geben.“
Ein leichtes Lächeln legte sich auf Lightnings Lippen „Du hättest den doppelten Preis verlangen können.“
Fangs Lachen erfüllte den Raum. „Aber über mich lästern, ich hätte ihnen den teuren Schmuck angedreht.“
„Aber das hast du doch!“
„Entschuldige, Lightning. Wir sind sonst nicht so gemeine Lästerschwestern, aber ich befürchte, wir sind ein bisschen mit den Nerven durch. In der letzten Wochen haben wir Nächte lang Sonderwünsche genäht und können inzwischen nichts mehr annehmen. Aber wie du gesehen hast, ist der Kauf von der Stange auch nicht immer einfach.“ Ein gebräunter Arm schob den Vorhang ein wenig zur Seite und reichte der Soldatin ein silbernes Top sowie kurzen Rock in die Umkleidekabine.  
Mit vorsichtigen Fingern nahm die Soldatin die gereichten Kleidungsstücke entgegen. Der glatte Stoff fühle sich angenehm an, doch bei genauerer Betrachtung war es nicht viel mehr, als Unterwäsche. Um das Sari wickeln würde sich also eine von den beiden Damen kümmern. Alleine die Vorstellung, wie Hände über ihren Körper strichen, machten sie erneut nervös, trotzdem versuchte sie ihre Stimme fest klingen zu lassen:
„Soweit ich weiß wird den Damen von Grand Pulse ein gewisses Temperament zugesprochen.  Außerdem sagt man den Pulseranern nach, sehr direkt und ehrlich zu sein. Zumindest hat das ein Museumsführer erklärt.“
Als das Museum mit der Grand Pulse Ausstellung eröffnete, war Lightning eine der ersten gewesen, die es sich angesehen hatte.
„Ich sehe, da interessiert sich jemand ernsthaft für Grand Pulse. Bist du soweit?“
Nach einem überprüfenden Blick im Spiegel, zog die Soldatin den Vorhang etwas zurück. „Irgendwann möchte ich einmal Grand Pulse besuchen. Vielleicht gibt es in der Zukunft mal Führungen.“
Auf den Lippen der Dunkelhaarigen lag ein amüsiertes Lächeln, als sie Lightning den Sari sanft über die linke Schulter legte. „Als Fremdenführer würde ich dir nur einen gebürtigen Pulseraner empfehlen. Alle anderen wären wohl sehr schnell Leo Archais Futter.“
Erneut schlug das Herz der Soldatin schneller, als sie Fang zusah, wie sie ihr mit geschickten Fingern den Sari umband. Jeder ihrer Handgriffe saß und doch schien sie sich Zeit zu lassen. Ab und an zupfte sie ein bisschen nach, um den Sari noch etwas enger zu binden. Als sich die Dunkelhaarige vor sie hockte und einen Knoten vor ihrer Mitte machte, spürte die Soldatin wie ihr Gesicht langsam anfing zu glühen. Schnell wandte sie den Blick ab und versuchte sich mit der Accessoires Auslage abzulenken.
„Weißt du, was uns auch nachgesagt wird?“ Fangs Stimme zerschnitt ein wenig die peinliche Stille zwischen ihnen.
Leicht schüttelte Lightning den Kopf, ohne aber ihren Blick von dem Schmuck zu nehmen.
„Wir haben kein Scharmgefühl, was unsere Körper angeht.“ Ihre Hände glitten sanft die Seiten der Soldatin hinab. „Und ich finde, du hast dafür auch keinen Grund.“
Nun wirklich verlegen, schoss Lightning erneut ein Schwall Blut ins Gesicht. Sie spürte es regelrecht auf ihren Wangen brennen. So viel zur Direktheit der Pulseraner.
„Und ich finde, Vanille hat Recht! Der Sari steht dir ausgezeichnet. Schau mal in den Spiegel.“
Ihr Herz machte noch immer ein paar Schläge zu viel, als sich Lightning zu dem großen Spiegel zwischen den Umkleiden umwandte. Zweifelsohne konkurrierte das Rot auf ihren Wangen mit dem weinroten Sari. Ihre helle Hautfarbe passte wiederum sehr gut zu den silbernen Stickereien. Doch für ihre Verhältnisse sah man ein wenig zu viel von dieser.
Vanille kam ein wenig näher und legte den Kopf leicht schief. „Also der Sari steht dir, aber ich finde die Farbe ist ein bisschen zu dominant. Ich glaube, helle Pastelltöne passen besser zu dir.“
„Meinst du?“ Fang stellte sich nun auf die andere Seite und betrachtete Lightning wieder eingehend im Spiegel.
Während die beiden Damen über Farbe fachsimpelten fühlte sich die Soldatin in der Mitte wie ein kleines Kind, was nicht mitreden konnte und sich vorrangig etwas entblößt vorkam.
„Lightning, kannst du mir einen Gefallen tun?“, fragte Vanille sie plötzlich. „Kannst du mal bis zu Ladentür gehen und dann langsam zurückkommen?“
Vorsichtig wandte sie sich um und versuchte möglichst nicht über den Sari zu stolpern, der noch ein gutes Stück zu lang war, da sie keine Schuhe trug.
„Siehst du was ich meine?“, wollte die Rothaarige wissen, als Lightning wieder langsam Kurs auf die beiden Frauen nahm. „Wenn sie so auf dich zukommt, siehst du als erstes nur den Sari, Lightning geht darin verloren. Sicherlich steht ihr die Farbe, aber ich persönlich finde, wir sollten was finden, was sie unterstreicht und nicht verschwinden lässt.“
„Mhm.“ Noch einmal mustere Fang die Soldatin eingehend. Mit dem Zeigefinger strich sie sich über das Kinn, als sie die Soldatin umrundete. „Was meinst du denn Lightning?“
„Von Farben habe ich nicht wirklich Ahnung, aber mein Problem ist eher, dass ich mir nackt vorkomme.“ Und die ständigen intensiven Betrachtungen machten es nicht wirklich besser.
„Okay, dir ist es zu nackig und Vanille zu bunt, scheidet also aus. Wobei ich es nur wiederholen kann, du musst dich wirklich nicht verstecken. Wir hatten schon Damen hier … die hatten Vorstellungen, denen konnte ich mit gutem Gewissen nichts verkaufen. Fakt ist aber auch, ich will dich nicht in eine Tunika stecken. Würde zwar farblich passen und du dich nicht nackt fühlen, aber da fehlt mir der Wow Effekt.“ Kurz sah sich Fang suchend im Laden um. Ehe sie sich wieder Lightning zuwandte. „Zäumen wir den Behemonth doch mal von hinten auf. Was trägt deine Begleitung?“
Volltreffer! Es gab sie, diese Momente, in denen man nur losschreien oder weinen wollte … Schlagartig wurde der Soldatin wieder bewusst, dass sie selbst mit passender Kleidung allein sein würde. Daher suchte sie nach einer Bekleidung, die nicht zu arg auffiel. Trotz des stechenden Schmerzes in ihrer Brust versuchte sie tapfer zu lächeln. „Ich gehe dieses Jahr voraussichtlich alleine …“
Kurz tauschen Fang und Vanille Blicke aus, ehe die Dunkelhaarige wieder näher auf sie zukam. „Voraussichtlich?“
„Mein Freundes – und Familienkreis hat dieses Jahr vermehrt etwas anderes vor. Ich bin mit meiner Grand Pulse Leidenschaft wohl etwas aus der Art geschlagen.“ Erneut versuchte die Soldatin tapfer zu lächeln, doch sie spürte, dass es mehr und mehr ein gezwungenes Lächeln wurde.
Nachdem sich kurzweiliges Schweigen über die drei Frauen gelegt hatte, wurde Fang von ihrer Freundin angestoßen. Und plötzlich wirkte die bis eben noch selbstbewusste Frau etwas unsicher. Ihre Hände zitterten etwas, als sie durch die ausgehangenen Kleidungstücke suchten.
Leicht räusperte sich die Rothaarige. „Ich sehe mal im Lager nach, ob ich noch etwas Brauchbares finde.“ Bevor sie allerdings ging, warf sie Fang abermals einen intensiven Blick zu.
Nun fühlte sich Lightning wirklich fehl am Platze. Ganz offensichtlich führten die beiden Freundinnen ein Gespräch, welches sie nicht verstand. Diese plötzliche Stille machte die Soldatin nervös. Hatte sie etwas Falsches gesagt? Die Beiden unbeabsichtigt beleidigt?
„Entschuldige, wenn ich etwas falsches gesagt habe …“ Sie wandte sich wieder zur Umkleide um. „Ich möchte euch nicht länger von eurem Feierabend abhalten …“ Doch ehe sie den Vorhang zuziehen konnte, hielt die Dunkelhaarige diesen fest. Irrte sie sich oder lag auf ihren Wangen wirklich ein Hauch von roter Farbe?
„Nein! Entschuldige … Für gewöhnlich sind die meisten unserer Kunden nicht alleine auf dem Sommerfest unterwegs und ersparen mir somit diesen schrecklichen Druck, diese Frage stellen zu müssen. Ich bin … nur überrascht …“
„Das ich keine Begleitung habe?“
Der dunkle Schopf hob und senkte sich etwas. „Okay …“
Offenbar fiel es Fang wirklich schwer diese Frage zu stellen.
„Du hast ja eine gewisse Begeisterung was Grand Pulse angeht und weißt, um unsere Offenheit, darum hoffe ich einfach, dass ich dich nicht überfalle, wenn ich dich frage, ob du mich auf das Sommerfest begleiten willst.“
Einen Moment hörte Lightning nur das laute Schlagen ihres Herzens. Überrascht weiteten sich ihre Augen. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Weder von Fang gefragt zu werden, noch das diese keine Begleitung hatte.
„Ich weiß, wir kennen uns nicht. Allerdings interessierst du dich für Grand Pulse und auch sonst machst du einen recht sympathischen Eindruck. Und letztendlich ist das Sommerfest ja auch dafür gedacht, sich kennenzulernen, zwei Kulturen besser zu verstehen. Ich könnte dir alles zeigen und erklären. Es ist ja noch ein bisschen Zeit. Bis dahin können wir uns ja noch was kennenlernen und du es dir überlegen …“
Lightning spürte zwar ihr Herz freudig schlagen, doch irgendwie fühlte es sich unwirklich an. Fast so, als wäre es zu schön, um wahr zu sein. Und ja, ein Stück weit überrumpelt. Doch selbst wenn sie gewollt hätte, hätte sie Fang nicht absagen können. „Nein, ich meine, ich muss es mir nicht überlegen … Ich würde mich freuen eine kompetente Führerin zu haben.“
Auch auf dem Gesicht des Dunkelhaarigen breitete sich ein erleichtertes Lächeln aus.
„Es gibt da nur ein Problem. …“, merkte Lightning vorsichtig an.
„Welches?“, wollte Fang wissen.
„Was zieh ich jetzt an, mit dir als Begleitung?“
Das Lächeln wurde zu einem Grinsen. „Jetzt habe ich eine genaue Vorstellung. Gestattest du mir einen kleinen Vertrauensvorsprung?“
Nun wieder etwas verwirrt legte die Soldatin den Kopf leicht schief. „Inwiefern?“
Kurz wandte sich die Dunkelhaarige um und ging hinter die Verkaufstheke. Als sie wieder kam, hielt sie Stift, Klemmbrett und Maßband in den Händen. „Ich muss dir kurzzeitig etwas näher kommen und werde dir nicht verraten, was ich plane“, diesem verschmitzten Lächeln konnte wahrlich niemand standhalten.
„Ziemlich viel Vertrauensvorsprung.“
„Er wird sich auszahlen, versprochen. Also?“
„Im Notfall schnappe ich mir doch noch eine Tunika“, schmunzelte Lightning. Bisher war Fang sehr bemüht gewesen, die Soldatin zufrieden zu stellen, daher hoffte sie einfach, dass ihr Vertrauen nicht enttäuscht werden würde. Und im Notfall hatte sie ja noch einen Plan B.
„Glaub mir, die wirst du ganz schnell vergessen haben. Also wenn ich bitten darf. Einmal frei machen.“
Mit nun wieder klopfendem Herz zog sich die Soldatin mit Hilfe der Dunkelhaarigen bis zur Unterwäsche aus und musste sich eingestehen, so fühlte sie sich doch noch weit nackter, als mit dem freizügigen Sari.
„Weißt du, dass ist der Grund, warum ich meine Kunden so ungerne formell anrede. Früher oder später müssen sie sich doch ausziehend und ich rücke ihnen mit einem Maßband zu Leibe“, witzelte Fang, während sie sorgfältig und ausführlich Maß nahm.
Auch Lightning lächelte leicht. „Dann wirst du wahrscheinlich schon vieles gesehen haben.“
„Oh ja. Die meisten Cocoon Damen genieren sich fürchterlich. Viele wollen nicht mal ihren eigenen Partner dabei haben, wenn ich Maß nehme. Manche Herren hingegen meinen die Krone der Schöpfung zu sein und hampeln albern in ihren Unterhosen umher. Bitte einmal Arme hoch.“
Auch wenn sie es nicht wollte, konnte Lightning nicht verhindern, dass sie erneut rot wurde, als Fang ihr das Maßband über ihre Brust legte.
„Und ganz selten kommt es vor, dass ich wie jetzt, selber verlegen werde.“
Als sich ihre Blicke trafen, schien der tickende Zeiger der Weltenuhr still zu stehen. Plötzlich gab es nichts mehr, als diese tiefgrünen Augen, die dunklen Haaren und diese sinnlichen Lippen, die sich zu einem verlegenen Lächeln hochgezogen hatten. Die Tatsache halb nackt vor einer fremden Frau zu stehen war gerade so nebensächlich. Wo war ihr Scharm geblieben? Der Drang sich bedecken zu wollen? Stattdessen schien sich ihr Blickfeld immer weiter zu verkleinern. Alles um sie herum verschwamm, bis sie nur noch diese roten Lippen vor Augen hatte. Was war nur los mit ihr? Wie konnte ein und dieselbe Person sie derart verlegen machen und sie gleichzeitig alles vergessen lassen? Die Frau, deren Lippen ihr gesamtes Blickfeld einnahmen, kannte sie maximal eine Viertelstunde. Vielleicht waren ihre Sinne einfach nur überreizt. Dunkle Haare, gebräunte Haut, angenehme Stimme und Geruch, ein gewisser Humor gekoppelt mit absoluter Direktheit  … all das fiel voll in das Interessenfeld der Soldatin. Das die Dunkelhaarige ein Blickfang war, konnte nun wahrlich niemand abstreiten. Lightnings Selbstkontrolle war diesem Scharm völlig unterlegen und schien ebenfalls in die Besenkammer geflüchtet zu sein.
„Fang! Lightning! Was wollt ihr für Pizza? Ich will den Lieferservice anrufen.“
Mit einem Ruck wurde die Soldatin wieder aus ihrer Trance geholt. Plötzlich raste die Zeit wieder an ihr vorbei. Etwas orientierungslos suchte ihr Blick die Rothaarige, die ihren Kopf aus dem Nebenlager streckte.
Auch Fang zuckte bei diesem plötzlichen Aufruf zusammen. Blinzelte einmal und ließ ihre Arme sinken. „Wie oft habe ich dir gesagt, du sollst mich nicht erschrecken? Vor allem dann nicht, wenn ich Maß nehme?“
Die Kleinere zog einen Schmollmund. „Ich dachte du wärst längst fertig, du brauchst doch sonst nicht so lange. Also?“
„Davon ab, hättest du Lightning erst mal fragen können, ob sie mit uns essen will.“
„Soweit ich das verstanden habe, wolltet ihr euch besser kennenlernen, da ist ein Abendessen doch optimal!“
Während die Dunkelhaarige eine Braue hochzog, konnte die Soldatin nicht anders und lachte plötzlich los. Diese ganze Situation hatte eine seltsame Komik, der sie sich nicht entziehen konnte. Schnell stiegen Fang und Vanille in das Gelächter mit ein.
„Du isst doch mit uns zu Abend, oder Lightning?“, wollte Vanille wissen, als sie sich alle etwas beruhigt hatten.
Noch immer leise vor sich her schmunzelnd wischte sie sich eine Träne weg und nickte. „Bei so einem charmanten Angebot, kann ich doch gar nicht nein sagen. Ich hätte gerne etwas mit Thunfisch, aber ohne Zwiebeln.“
„Was Essen angeht, haben wir schon mal ähnlichen Geschmack“, schmunzelte Fang.
„Also zwei Mal die 184 und ich nehme …“
„Hey Vanille!“, reif die Dunkelhaarige ihr zu, als sich die Kleinere gerade umwandte.
„Ja?“
„Vergiss die Pizzabrötchen nicht und deck schon mal den Tisch im Garten. Dann kann ich hier in Ruhe fertig messen.“
„Okay.“
Mit einem tiefen Seufzer wandte sich Fang wieder der Soldatin zu, die wieder ihre Arme hob, die sie zwischenzeitig hatte sinken lassen, um sich den Bauch während ihres Lachanfalls halten zu können.
„Entschuldige … Vanille hat manchmal Talent, im falschen Moment aufzutauchen. Aber so habe ich noch mal die Möglichkeit, dir näher zu kommen …“
„Und was wollt ihr trinken?“
„VANILLE!“
Abermals musste Lightning loslachen. Was mit gestreckten Armen und einem Maßband um ihre Brust für Außenstehende bestimmt ebenso witzig aussehen musste.
„Stell von mir aus den ganzen Kühlschrank nach draußen! Und bevor du jetzt noch mal kommst. Welches Besteck, Gläser, Servietten, ist völlig egal!“
Zum wiederholten Male verschwand Vanille im Nebenzimmer.

Mit einem Lächeln wandte sich Fang wieder Lightning zu „Dich scheint es zumindest zu amüsieren.“
„Entschuldige.“ Kurz nahm Lightning die Arme runter, um sich die Tränen wieder vom Gesicht zu wischen und hob sie anschließend wieder. „Ich habe lange nicht mehr so gelacht.“
Außerdem hatte dieser ungeplante Zwischenfall dafür gesorgt, dass sich die aufgeladene Spannung völlig harmlos entladen konnte. Ihre Hormone beruhigten sich wieder und aus der eben noch exotischen Schönheit wurde ein ganz normaler Mensch. Im positiven Sinne, wohlgemerkt.
„Dafür klingt es ziemlich gut. Und so gern ich es weiter hören möchte, so bekomme ich keine richtigen Maße und wir werden noch morgen so hier stehen. Wobei mich auch das nicht stören würde, aber ich befürchte die schlafen irgendwann die Arme ein.“
„Das ist ein Argument. Mit eingeschlafenen Armen isst es sich nicht so gut.“
„Genau. Und ich glaube nicht, dass du gefüttert werden möchtest.“
„Ungern, gebe ich zu.“
Mit einem sanften Lächeln setzte die Dunkelhaarige ihre Arbeit fort. „Keine Sorge, ich beeile mich.“
Und wie versprochen bemühte sich Fang zügig alle Maße zu notieren. „Ich danke dir, für deine Geduld“, bedankte sie sich, als sie letztendlich fertig war. „Auf das fertige Werk wisst du aber bis zum Fest warten müssen. Ich werde mich die nächsten Tage an die Bestellungen geben und dann jede freie Minute in dein Outfit investieren.“
„Du weißt ja im Notfall tut’s auch eine Tunika“, mit einem Grinsen wandte sich Lightning um und begann sich wieder anzuziehen.
„Entweder verkauf ich sie bis dahin, verschenk oder verbrenne sie. Du wirst keine Tunika tragen, versprochen.“ Sie gab Lightning einen Klapps auf den Po, als sich diese gerade zu ihren Stiefeln bückte. „Und wenn du nicht lieb bist, wird es doch ein Sari.“
Auf den Lippen der Soldatin lag ein leichtes Grinsen. Sie und Fang hatten noch etwas gemeinsam – ihre Sturheit. Mit ihr konnte man sich wahrscheinlich unendlich lang kabbeln. Doch für heute wollte sie mal nicht so sein und ihr den Sieg gönnen. Immerhin hatten sie noch einen Monat Zeit.

Nachdem die Dunkelhaarige alles an Ort und Stelle geräumt hatte, löschte sie das Ladenlicht und führte die Soldatin durch das Lager, indem Stoffe und Nähmaterial, sowie Nähmaschinen standen. Hier entstanden also diese tollen Werke.
„Ihr macht aber doch nicht alles nur zu zweit, oder?“ Bei der Menge an Kleidern im Verkaufsraum, war es an sich mit nur zwei Frauen nicht zu schaffen.
„Nicht alles. In unserem Heimatdorf ist eine Schneiderei und von der beziehen wie einiges. Die Stoffe kommen alle von Grand Pulse. Dennoch schneidern wir hier auch vieles. Manche Dinge sind sehr gefragt und wir schneidern sie nach, bevor sie ausverkauft sind. Oder wie jetzt die ganzen Sonderbestellungen. Aber ich befürchte wir werden etwas Verkaufszeit abzwacken müssen, es wird jetzt schon sehr eng werden.“
„Klingt nach ziemlich viel Arbeit und Stress.“
„Das ist es. Die letzten zwei Wochen wird es noch mal extrem schlimm. Du kennst das ja vielleicht, so kurz vor einem Event, wenn noch mal alle richtig aufdrehen. Und ganz ehrlich, wir werden zwei Tage vorher schließen. Ich will am Festtag nicht völlig erledigt in der Ecke liegen. Vor allem jetzt nicht, da ich eine so charmante Begleitung habe.“ Mit einem Lächeln in Lightnings Richtung öffnete sie die Tür, die nun in das Privathaus führte.  
Sie durchschritten einen Flur und nach einer weiteren Tür fanden sie sich in der Küche wieder, an welche das Wohnzimmer grenzte, was letztendlich auf die Terrasse führte. Schon von drinnen konnte Lightning eine angenehme Musik vernehmen. Sanfte Trommelklänge und Rassel, eindeutig heimische Grand Pulse Musik, die ein Gefühl von Strand und Paradies verströmte. Auf der Veranda selber standen etliche Pflanzen, von denen Lightning so gut wie keine kannte. Offenbar importierten die Beiden nicht nur Stoffe und Kleider. Sie hatten sogar einen kleinen Garten, mit einem Teich über den eine Brücke führte. Um vor neugierigen Blicken abgeschirmt zu sein, bildete eine Garten umlaufende Hecke und Bäume für Sichtschutz. Die beiden Damen hatten sich hier ein richtiges lauschiges Paradies aufgebaut.
Mit offenem Mund blickte sich Lightning um. Es wirkte wie ein kleiner Einblick nach Grand Pulse.
„Wenn ich dir einen Tipp geben darf. Zieh mal deine Stiefel und Socken aus und fühl die Wiese mit deinen Füßen. Die Samen haben wir natürlich auch importiert.“
Wie ihr von Fang geraten setzt sich die Soldatin auf die Veranda und zog sich die Stiefel und Socken aus. Das herrliche Grün kitzelte zwischen ihren Zehen, aber es war ein herrliches Gefühl statt Sand mal frische Wiese zu fühlen. Lightning schloss die Augen, legte den Kopf in den Nacken und genoss diesen wunderbaren Moment. Es war wirklich wie eine Reise in eine andere Welt.
Als es neben ihr raschelte öffnete sie wieder die Augen und sah Fang neben sich sitzen. „Ihr habt es wirklich wunderschön hier. Ein bisschen Grand Pulse mitten auf Cocoon. War sicherlich viel Arbeit.“
Leise lachte die Dunkelhaarige. „Wenn wir uns Mühe machen, dann lohnt es sich auch.“
„Darf ich dich beziehungsweise euch was fragen?“
„Sicher“, nickte Vanille eifrig, worüber Fang erneut schmunzelte.
„Fragen darfst du uns alles. Ob wir dir antworten sehen wir dann mal.“
„Wieso seid ihr nach Cocoon gekommen?“
„Berechtigte Frage. Wir lieben beide unsere Heimat. Und ich freue mich jedes Mal, wenn wir für einige Wochen zurückkehren. Doch freue ich mich genau so sehr, wieder nach Cocoon zu kommen. Hier in Bodhum trifft man so viele unterschiedliche Menschen. Was euch an Natürlichkeit fehlt, habt ihr an Luxus und umgekehrt. Wir haben viel Land und ihr habt viele Menschen. Hier haben wir viel gelernt, was wir auf Grand Pulse weiter geben können. Für mich persönlich ist es ein toller Austausch der verschiedenen Kulturen“, erklärte Fang.
„Und auf Grand Pulse geht ihr noch so richtig jagen?“
„Sicher. Sonst hätten viele von uns aber verdammt viel Hunger. Vanille zum Beispiel ist eine hervorragende Anglerin. Du willst nicht glauben, was die Kleine für Brocken an Land zieht.“
Vergnügt kicherte die Rothaarige. „Und vor Fang ist auf dem Land nichts sicher. Ich schwöre, sie hat schon mal auf einem Behmont gesessen!“
Mit immer größer werdenden Augen hörte die Soldatin den beiden Damen gespannt ihren Geschichten zu, bis es plötzlich klingelte.
„Ich geh schon!“ Schon im nächsten Moment rannte Vanille los.
„Vanille …!“
„Ja, ja Trinkgeld, ich weiß!“
Wieder lag ein sanftes Lächeln auf dem Gesicht der Dunkelhaarigen. „Ab und an muss ich sie an eure Gewohnheiten erinnern. Aber sie macht das schon sehr gut. Manchmal ist sie noch etwas stürmisch, aber viele mögen sie gerade deswegen.“
„Essen ist da! Los kommt ihr zwei!“
Mit einem Schmunzeln folgte Lightning Fang wieder auf die Veranda und machte es sich in einem der Flechtsessel bequem. An diesem Abend blieb sie noch lange bei den Grand Pulse Schneiderinnen. Hörte ihren spannenden und teilweisen lustigen Geschichten aus der Heimat zu und erfuhr viel über das Leben auf Grand Pulse.
Es wurde Nacht, ehe sie sich von den Beiden verabschiedete und langsam den Heimweg antrat. Irgendwann würde sie sich bei Amodar bedanken müssen. Nicht morgen, nicht übermorgen, aber irgendwann. Er hatte sie zu Vanille und Fang geschickt und ihr somit den Schubs in die richtige Richtung gegeben. Ab den heutigen Tag hatte Lightning wieder Grund sich auf das Sommerfest zu freuen. Es würde definitiv anders werden, als die Jahre zuvor und das erste Mal würde sie es aktiv miterleben. Auch wenn sie erst in vier Wochen erfuhr, was sie tragen würde. Aber nach der Besichtigung des Gartens war sie sicher, es würde toll werden. Und von allzu viel Farbe, würde Vanille ihre Freundin schon abhalten. Es tat gut zu wissen, dass sie in dieser Hinsicht doch einen Führsprecher hatte. Dennoch konnte sie nicht leugnen, dass sie es kaum abwarten konnte, das fertige Werk zu sehen.
Auf ihrem Gesicht lag ein entspanntes Lächeln, als sie in ihrem Bett lag und über die Gedanken des vergangen Tages einschlief.


Ende Kapitel 1


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Ja, ihr Lieben, ich weiß es gab lange Zeit nichts mehr von mir. Viel Stress, viel um die Ohren und irgendwie keine Inspiration mehr. Es tut mir wirklich sehr leid, weil mir das Pair wirklich am Herzen liegt.
Wie ihr gemerkt habt, ist es dieses Mal kein Drama und keine allzu schwere Kost, eher eine Alltags FF. Schon lange will ich etwas Humorvolleres schreiben, aber irgendwie klappt es nicht.
Auch diese FF ist aus einem persönlichen Tiefpunkt entstanden und wurde so zum Versuch irgendetwas Positives aus der Geschichte heraus zu holen … zumindest für Lightning. ^^

Leider habe ich keine Beta auftreiben können, daher verzeiht mir bitte, wenn es an manchen Stellen nicht ganz rund klingt.
Vielleicht erbarmt sich noch jemand zum Beta lesen, würde mich auf jeden Fall freuen.

Danke für eure Aufmerksamkeit und das Lesen meiner neuesten FF, die voraussichtlich 4 Kapitel haben wird.

Liebe Grüße Flaire
 
 
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