Wenn die Vergangenheit die Grenze zur Gegenwart übertritt

GeschichteKrimi, Familie / P16
Alvin Olinsky Henry "Hank" Voight
11.05.2017
07.06.2017
20
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Hey Leute,
da ich zurzeit krank geschrieben bin und jegliche Chicago-Serien durchsuchte, ist mir eine Idee für eine Geschichte entstanden. Ich hoffe, sie wird gut und ist spannend genug, dass sie verfolgt wird. =D
Es werden auch Charaktere von Chicago Fire und Chicago Med dabei sein.
Viel Spaß beim Lesen

Grüße DarthSokratis

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Der Himmel über Chicago war mit Wolken überdeckt und es sah so aus als würde es jeden Moment zu regnen anfangen. Ohne die Sonne schien die Stadt dunkler zu sein. Noch dunkler in den Gassen und vor allem an einem Haus im Revier 21, wo drum herum Polizisten einer Spezialeinheit aufgestellt waren. Einer von ihnen, gab Befehle weiter.

"Halstead. Dawson. Ihr geht von hinten rein. Ruzek. Olinsky. Ihr bewacht die Seiten. Burgess. Roman. Ihr macht euch bereit für eine mögliche Verfolgungsjagd", ertönte die Stimme von Voight durch die Funkgeräte.
Der ältere Mann blickte zu seinen beiden Kollegen Lindsay und Atwater, die in seiner Nähe standen. Er nickte.
"Zugriff", sagte er ins Funkgerät.

Atwater trat vor die Tür und durchbrach diese mit einem kräftigen Tritt.
"Chicago PD! Kommen sie raus!", rief er und betrat das Haus mit gezückter Pistole. Auch Voight betrat hinter ihm das Haus und schaute sich um. Paar Sekunden später konnte man eine weitere Tür aufbrechen hören. Die Stimme von Dawson erklang.
"Chicago PD"
"Treppe!", kurz darauf von Halstead.

"Ihr geht hoch Dawson! Halstead!", meinte Voight und würde mit Atwater und Lindsey das Erdgeschoss durchsuchen. Der Boden knarrte unter seinen Füßen als er sich einem Raum näherte, welcher sich als die Küche entpuppte. Sie war leer und genauso der nächste Raum, das Wohnzimmer, vollkommen leer. Er blickte sich um und konnte über sich Schritte wahrnehmen. Entweder kamen diese vom Täter oder von seinen Kollegen. Sie würden da oben schon klar kommen.
Er wollte soeben weitergehen als Lindsays Stimme ertönte.
"Wir haben die Geiseln!"

Voight grinste leicht, wenigstens waren diese nun in Sicherheit. Mussten sie nur noch den Täter finden.
In diesem Augenblick ertönten Schüsse aus dem ersten Stock. Der Chef der Intelligence war sofort alarmiert, stürzte zur Treppe und stolperte sie hoch. Atwater war dicht hinter ihm. Als sie schließlich das Obergeschoss erreichten, kehrte Ruhe ein. Sie bewegten sich schleichend nach vorn und hätten beinah geschossen als jemand um die Ecke gerannt kam.
"Halstead!", schnauzte Voight. Jetzt hätte er beinah seinen Kollegen umgebracht.
"Wir brauchen einen Rettungswagen. Antonio ist verletzt. Der Täter ist tot", erklärte er kurz.
Atwater hatte dies gehört und alarmierte sofort den Rettungsdienst.
"Zeig ihn mir", forderte Voight Halstead an, der nickte und ihn zur Leiche des Täters führte. Gegenüber saß Antonio an der Wand und hielt sich die Schulter.
"Halb so schlimm", zischte dieser unter Schmerzen.
"Gute Arbeit", meinte Voight und kniete sich zum Täter.

Er schätzte ihn ca. auf dreißig Jahre. So jung und so kriminell. Ihr Bezirk bereitete oftmals Überraschungen für sein Team vor.
Mit Sirene und Licht fuhr der letzte Rettungswagen davon. Voight blickte ihm kurz nach. Brett hatte gemeint, Antonio würde schnell wieder genesen. Dann mussten sie sich nicht allzu viele Sorgen machen.

So stiegen auch die Mitglieder der Intelligence in ihre Wagen und fuhren zurück zu ihrer Wache. Dort angekommen erwartete sie auch schon Sergeant Platt.
"Detektive Voight. Detektive Olinsky.", sagte sie lächelnd: "Sie haben Besuch."
Sie zeigte in Richtung der Bänke, wo ein älterer Mann saß. Er hatte eine Glatze und einen schwarzen Schnurrbart. Ein Tattoo mit dem Namen 'Hatha' zierte die linke Seite seines Halses.
Als er die Namen der Detektives wahrnahm, blickte er auf und richtete sich auf. Er ging auf die Gruppe zu.
"Hank! Al! Lang ist's her", sagte er lächelnd.

Jene Angesprochene blickten erstmal verdutzt drein. Erkannten die Person nicht, die vor ihnen stehen geblieben war. Die Anderen der Intelligence verschwanden mit einem leichten Grinsen nach oben.

"Sagt mir bloß nicht, dass ihr mich nicht erkennt. Jack Mitchell! Wir waren acht Jahre lang Kollegen", klärte der Fremde sie auf.
Da ging in den Beiden ein Lichtlein auf.
"Jack! Wow! Das du mal wieder nach Chicago kommst", sagte Olinsky und klopfte seinem alten Kamerad auf die Schulter.
Von Voight kam jedoch noch kein Wort. Still musterte er den Kollegen und Erinnerungen tauchten auf.

~Ein Gebäude, welches halb in Flammen stand. Wo noch Geschrei herauskam. Die Mitglieder einer alten Polizeieinheit standen davor und konnten nichts machen. Einer dieser Männer wollte hineinrennen, wurde aber zurückgehalten. Er schrie verzweifelt Sätze, die in der Lautstärke, der immer näher kommenden Martinshörner verschluckt wurden. Die Männer des Fire Departments stiegen aus, rüsteten sich aus und verschwanden im Gebäude. Doch der Detektive schrie immer noch verzweifelt. Jedoch war das Geschrei aus dem Haus verstummt.~

"Hank... Hank?!", kam es von Olinsky und durch das Schütteln an seiner Schulter wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Sein Freund blickte ihn leicht besorgt an.
Voight blickte von Al zu Mitchell und wieder zurück.
"Sorry, war nur in Gedanken versunken", meinte der Detektive.
"Sieht dir überhaupt nicht ähnlich Hank. Wenn was ist, sag's mir", meinte Olinsky.
Voight klopfte ihm nur kurz auf die Schulter.
"Alles gut."
Er blickte nun zu Mitchell und musste lächeln.
"Es ist wirklich lange her Bruder, wie geht es dir?", fragte er.
"Den Umständen entsprechend. Ich bin aber hier um mit euch zu sprechen", sagte Mitchell und seine Stimme wurde ernst.
"Worum gehts?", fragte Voight.
"Das können wir nicht hier besprechen. Heute Abend. 37. Walnut Ecke Sunmet. In der Bar an der Ecke werde ich auf euch warten. 21:00 Uhr", meinte Mitchell.

Voight und Olinsky blickten sich beide kurz an, ehe sie dann nickten.
"In Ordnung. Bis heut Abend", meinte Voight.
"Bis heut Abend", verabschiedete sich der Detektive und verließ somit das Department. Voight blickte wieder zu Olinsky.
"In mein Büro Al", meinte er und ging voraus.

Ohne auf die Fragen der Anderen einzugehen, verschwanden sie ihn seinem Büro und schlossen die Tür. Voight blickte kurz aus dem Fenster auf die Straße ehe er sich zu seinem Freund umdrehte.
"Irgendwie stimmt etwas nicht mit ihm. Kurz nach der Katastrophe in der seine Familie umkam, hat er sich versetzen lassen und jetzt nach 23 Jahren kommt er zurück und sucht ein Gespräch mit uns auf. Irgendwo gibt es sicher einen Haken", gab Voight seinen Bedenken bekannt.
"Ich weiß wie du fühlst, aber der Vorfall ist 23 Jahre her. Meinst du wirklich, es könnte was damit zu tun haben. Immerhin waren wir gute Kameraden", erwiderte Olinsky.
"Aber er gab uns die Schuld für den Tod seiner Familie. Weil wir ihn damals zurückgehalten haben. Und nicht nur das", sagte Voight.
"Vielleicht ist er ja hier um sich zu entschuldigen für die Beschuldigung", meinte Olinsky und blickte Voight an.
"Entschuldigen? Dann hätte er das auch gerade tun können und nicht um 21:00 an einer der gefährlichsten Ecken unseres Bezirkes", sagte Voight leicht sauer.
"Hank, ich habe die gleichen Bedenken. Aber vielleicht machen wir uns zu viele Gedanken. Er ist sicherlich darüber hinweggekommen.  Er ist ein alter Kollege. Er hat uns auch oft das Leben gerettet. Ein bisschen Vertrauen sollten wir schon noch in ihm haben", erklärte Olinsky und nahm seine Kappe ab um sich über die wenigen Haare auf seinem Kopf zu streichen.

Voight blickte durch sein Fenster auf die Straße. Beobachtete wie Roman und Burgess zu ihrem Streifenwagen gingen.
Wieso war Mitchell wieder aufgetaucht? Wollte er einfach nur ein Wiedersehen und einen kleinen Plausch oder die Vergangenheit zurückholen? Voight war sich dabei unsicher, aber vielleicht sollte er wirklich etwas Vertrauen haben sowie es Al eben gesagt hatte.

"Nun gut. Dann vertrauen wir ihm wie damals. Doch trotzdem nimm eine Waffe mit Al. Nur zur Sicherheit. Schließlich ist es ein ziemlich krimineller Bezirksteil", sagte Voight und blickte zu Al. Dieser nickte und blickte seinen Chef nochmal kurz schweigend an, bevor er sich umdrehte und dessen Büro verließ.

"Voight?", fragte Lindsay, die im Türrahmen seines Büros stand.
"Was gibt's?", fragte der Angesprochene und blickte sie an.
"Das Med hat angerufen. Antonio geht es gut soweit. Sie haben ihm einen Verband angelegt und in wenigen Tagen kann er wieder arbeiten", informierte die blond-brünette ihren Chef.
"Okay, danke für die Neuigkeiten", erwiderte Voight und war froh über den Gesundheitszustand seines Mitarbeiters.
Lindsay nickte kurz und ging zu ihrem Arbeitsplatz zurück.

Voight schrieb an dem Einsatzprotokoll und war pünktlich zum Feierabend fertig. Er stand auf, nahm seine Jacke an sich und verließ sein Büro. Al war der Einzige, der auf ihn gewartet hatte. Die Anderen waren bereits gegangen.
Die beiden Kollegen gingen die Treppen hinunter, verabschiedeten sich von Platt und betraten die Straßen Chicagos. Voight blickte auf die Uhr. 19:45.

"Wir können davor noch eine Kleinigkeit essen. Bürger. Pizza.", schlug Olinsky vor.
"Da wäre ich eher für Bürger", meinte Voight und beide gingen zu seinem Wagen und fuhren davon.
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